#81

RE: Was hiess das, "in der Partei" zu sein?

in Leben in der DDR 04.12.2009 08:41
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von Drewitz
Ich melde mich später auch noch mal zum Thema.Hab Probleme mit dem Internet.Hatte 3 mal versucht einen längeren Beitrag abzusenden und er verschwand jedesmal im Nirwana..Bin jetzt demotiviert...

Drewitz



Drewitz, ist mir auch son oft passiert.

Kann Dir (euch) nur einen Tip geben, drücke u. a. niemals die (auch unabsichtlich) Tabulatortaste, da weiß ich ganz genau, was passiert..., darum im Eifer des Gefechts, immer schön wachsam sein!
Hatte Angelo schon mal das Problem geschildert, ist ihm bekannt. Wie es bei anderen "Sondertasten" außerhalb des Buchstabenfeldes aussieht, weiß ich nicht...


josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
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#82

RE: Was hiess das, "in der Partei" zu sein?

in Leben in der DDR 04.12.2009 08:46
von Drewitz | 356 Beiträge

Danke Josy für Dein Verständnis...Zweifelte langsam schon an meiner eigenen Wenigkeit...

Drewitz


MfS,BV Potsdam,Abt.VI,PKE Drewitz 1.Zug,1.Gruppe 1988-1990 danach GR44 bis zum Ende


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#83

RE: Was hiess das, "in der Partei" zu sein?

in Leben in der DDR 04.12.2009 11:07
von Mongibella (gelöscht)
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Zitat von wosch
allo Mara!
Wollte Dir nur mal sagen, daß es richtig gut tut, wenn man auch mal eine Bestätigung für seine eigene Denkweise bekommt. Kann man es doch auch als ein Zeichen dafür sehen, daß man so ganz unrecht nicht haben kann. Wie ich mitbekommen habe, kurvst Du zur Zeit in der Nähe von Rom rum, zu DDR-Zeiten ist man da nie hingekommen. Ich wünsche Dir einen schönen Aufenthalt da unten, auch wenn es nur ein "Arbeitsausflug" sein wird!!
Schöne Grüße aus Kassel und "ToT Ziens"
Wosch



Ja Wosch....und dabei will ich noch nich ma die DDR schlechtreden....es sind Dinge die ich damals so gesehen und erlebt hab....auch wenn ich nie in der Partei war.....

.....es ist wohl schön zu sehen, wie einige die DDR versuchen zu verteidigen und so...aber ein Fakt ist es, das wir als Volk doch schon ziemlich verarscht wurden in vielen Bereichen....ich kann verstehen, das einige es als ihr Land gesehen haben und an den Fortschritt geglaubt haben....Glauben soll man ja nich discriminieren.....aber man kann ruhig sagen, wie man es selber erlebt hat....

....hmmm ja, Rom bin ich schon vorbei....ich steh jetzt an meinem favorieten Strand....dem Lido di Fondi bei zwischen Latina und Geata....leider stürmt es ein wenig und ich lass jetzt mal die Strandwanderung sein und mach mich gleich auf nach Napoli....meinen letzten Kunden zu beglücken mit der mitgebrachten Ware....

....nee zu DDR-Zeiten hatten nur ausgewählte Leute mal das Glück um Italien kennen zu lernen....und glaub mir, obs nu stürmt oder kracht....ich kann es immernoch super geniessen hier sein zu können....Ende September hab ich hier noch inna Sonne gelegen und bin schwimmen gegangen....

saluti

Mara


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#84

RE: Was hiess das, "in der Partei" zu sein?

in Leben in der DDR 04.12.2009 11:11
von Mongibella (gelöscht)
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Zitat von Drewitz
Ich melde mich später auch noch mal zum Thema.Hab Probleme mit dem Internet.Hatte 3 mal versucht einen längeren Beitrag abzusenden und er verschwand jedesmal im Nirwana..Bin jetzt demotiviert...

Drewitz



Drewitz, du kannst vorm Abschicken mit der rechten Maustaste anklicken und auf Copi drücken, dann haste den Beitrag nach einem missglückten Abschicken noch im System....mit Paste kannste ihn dann wieder hochholen.....

....nur ein kleiner Tip

Groetjes

Mara


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#85

RE: Was hiess das, "in der Partei" zu sein?

in Leben in der DDR 04.12.2009 13:29
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

Zitat von maja64

Gibt ja Leute die unbedingt mehr über Dich erfahren wollen.


maja (seines Zeichens Spurensucher der besonderen Art)



na @maja man sowas nicht eher per pm aus? der wolfgang hat nie ein hehl daraus gemacht, ja er ist sogar offen wie ein scheunentor, aber das hättest du ihm notfalls auch am telefon sagen können...
mal ehrlich, wolfgang seine daten sind doch schon lange bekannt, ich wäre aber nie auf die idee gekommen damit hausieren zu gehen bzw. die anderen noch darauf zu stossen.


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
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#86

RE: Was hiess das, "in der Partei" zu sein?

in Leben in der DDR 04.12.2009 13:32
von Svenni1980 | 672 Beiträge

Ich habe da mal eine Frage zur SED-Mitgliedschaft.

War es Pflicht oder mehr oder weniger Freiwillig an einer Mitgliederversammlung teilzunehmen, oder musste man sich mit triftigen Gründen von der Sitzung abmelden?


Weil die Klugen immer nachgeben regieren die Dummen die Welt!!

Affen die hoch hinaus wollen, entblößen Ihren ..... (Hintern)!!
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#87

RE: Was hiess das, "in der Partei" zu sein?

in Leben in der DDR 04.12.2009 18:14
von Berliner (gelöscht)
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ich habe mir zu diesem Thema ueberlegt, wie es dazu kommen konnte. D.h. viele "ueberzeugte" Genossen, praktisch Idealisten auf der einen Seite und auf der anderen Seite viele "Betonkoepfe" die es eigentlich besser wussten aber nutzten die Situation aus (oder welche andere Erklareung gab es?).

Auf jeden Fall bleibt meine Frage, "haben die meisten die die eigentliche Macht hatten ueberhaupt gemerkt, dass die vera...t wurden?"

Berliner


zuletzt bearbeitet 04.12.2009 18:14 | nach oben springen

#88

RE: Was hiess das, "in der Partei" zu sein?

in Leben in der DDR 04.12.2009 19:49
von Danny_1000 | 166 Beiträge

Zitat von Svenni1980
Ich habe da mal eine Frage zur SED-Mitgliedschaft.

War es Pflicht oder mehr oder weniger Freiwillig an einer Mitgliederversammlung teilzunehmen, oder musste man sich mit triftigen Gründen von der Sitzung abmelden?


Hallo Svenni,

die Mitgliederversammlungen fanden einmal im Monat statt. Die Teilnahme war schon Pflicht. Man musste einen triftigen Grund für sein Fernbleiben vorbringen.
Bei uns im Betrieb wurde der Beginn der Versammlungen eine Zeit lang in die Regelarbeitszeit gelegt. So konnte man sich kaum entziehen. Später ließ man diese Regelung dann wieder fallen.

Einen netten Gruß
Daniel


Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst !
(Voltaire frz. Philosoph 1694 - 1778)
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#89

RE: Was hiess das, "in der Partei" zu sein?

in Leben in der DDR 04.12.2009 20:12
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von Berliner
ich habe mir zu diesem Thema ueberlegt, wie es dazu kommen konnte. D.h. viele "ueberzeugte" Genossen, praktisch Idealisten auf der einen Seite und auf der anderen Seite viele "Betonkoepfe" die es eigentlich besser wussten aber nutzten die Situation aus (oder welche andere Erklareung gab es?).

Auf jeden Fall bleibt meine Frage, "haben die meisten die die eigentliche Macht hatten ueberhaupt gemerkt, dass die vera...t wurden?"

Berliner




Hallo übern großen Teich, hallo Berliner!

Denke mal, die Idealisten, man könnte sie besser auch und im gewissen Sinne Realisten bezeichnen, waren in der Minderheit bzw. bildeten keine schlagfähige Truppe, hatten keine Lobby. Nicht anders wie heute. Entweder wurden sie mundtod gemacht oder teilweise auch verspottet, belächelt, ignoriert, gemobbt. Die Wahrheit wollte doch niemand so richtig höhren. Das hat ja schließlich auch mit zum Untergang der DDR geführt.

Wahrheiten, der Tatsache real ins Auge schauen ist doch schon immer unbequem, nicht erwünscht. Da hat die DDR vielleicht etwas extremer wie die Gesellschaften heut dran gekrankt. Extremer deshalb, weil sie es sich eigentlich gar nicht hat leisten können und den Problemen weiß Gott besser ins Antlitz hätte schauen sollen...

Und was die meißten SED- Genossen anbelangt, die ich kannte: Lieber mit dem Strom schwimmen, mit den Wölfen heulen als sich den Mund verbrennen, seine Vorteile, Privilegien aufgeben, gefährden.

Auch nichts anderes als heute, nur das damals ein Alleinherrschaftsanspruch die Räson bestimmte, heute sind es wirtschaftliche Zwänge, Existenzangst die dem einen oder anderen den Mund zuschnüren...

Schönes 2. Adventswochenende


josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
zuletzt bearbeitet 04.12.2009 20:18 | nach oben springen

#90

RE: Was hiess das, "in der Partei" zu sein?

in Leben in der DDR 04.12.2009 20:58
von Berliner (gelöscht)
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Zitat von josy95
Denke mal, die Idealisten, man könnte sie besser auch und im gewissen Sinne Realisten bezeichnen, waren in der Minderheit bzw. bildeten keine schlagfähige Truppe, hatten keine Lobby. Nicht anders wie heute. Entweder wurden sie mundtod gemacht oder teilweise auch verspottet, belächelt, ignoriert, gemobbt. Die Wahrheit wollte doch niemand so richtig höhren. Das hat ja schließlich auch mit zum Untergang der DDR geführt.

Wahrheiten, der Tatsache real ins Auge schauen ist doch schon immer unbequem, nicht erwünscht. Da hat die DDR vielleicht etwas extremer wie die Gesellschaften heut dran gekrankt. Extremer deshalb, weil sie es sich eigentlich gar nicht hat leisten können und den Problemen weiß Gott besser ins Antlitz hätte schauen sollen...

Und was die meißten SED- Genossen anbelangt, die ich kannte: Lieber mit dem Strom schwimmen, mit den Wölfen heulen als sich den Mund verbrennen, seine Vorteile, Privilegien aufgeben, gefährden.

Auch nichts anderes als heute, nur das damals ein Alleinherrschaftsanspruch die Räson bestimmte, heute sind es wirtschaftliche Zwänge, Existenzangst die dem einen oder anderen den Mund zuschnüren...


Hallo josy95,

vielen Dank fuer die Erklaerung...

Zitat von josy95
Schönes 2. Adventswochenende



das wuensche ich Dir auch.

Gruesse zurueck ueber den Teich,
Berliner


zuletzt bearbeitet 04.12.2009 20:59 | nach oben springen

#91

RE: Was hiess das, "in der Partei" zu sein?

in Leben in der DDR 05.12.2009 15:21
von MajorTom | 217 Beiträge

Zitat von Mongibella

Zitat von Danny_1000
Um aus der SED ausgeschlossen zu werden, musste man schon parteischädigendes Verhalten an den Tag legen, beispielsweise die öffentliche Kritik an der Politik der SED- Führung.



Also konnte man nur immer alles befürworten....ansonsten gabs Repressalien und man war kein gutes Mitglied mehr....

....oder anders gesagt, wenn einem was nich gefiel, hat man dadrübber besser den Mund gehalten und hats runtergschluckt.....hmmm naja....so konnte es ja auch nichts werden....ich kann mir vorstellen, das es darum sehr viele unzufriedene Mitglieder gab und das wirkliche Probleme garnich aufm Tisch kamen....oder....!!???

Mara




@Mara: Die Idee war eigentlich die der Parteidisziplin (die es übrigens heute noch gibt, nicht nur bei den Linken!): In den Parteiversammlungen sollte über alles geredet werden können, nach außen aber die Linie der Partei vertreten. Ganz normale Sache. Wenn Du heute davon abweichst, kriegst Du manchmal über die Medien mit, was dann passiert. Da muß man nichtmal Möllemann oder Rowedder heißen...
Zum Thema Maulkorb oder nicht: Meiner einer sagte damals schon immer: Wenn Marx und Engels wüßten, was in der DDR aus ihren Ideen wurde, die würden sich in ihrem Grab nicht nur umdrehen, sondern rotieren!, sogar einmal auf einer Parteiversammlung. Habe dafür niemals Repressionen irgendeiner Art geerntet. Bin also der lebende Gegenbeweis. Okay, ich wollte die DDR auch nie (!) abschaffen, eher im Gegenteil!
Mein Austritt erfolgte aus anderen als den hier bisher genannten Gründen: Meiner Meinung nach hatte die Partei, allen voran ihre Führung, bei der Behandlung der Krise völlig versagt und keine Schlüsse daraus gezogen. Damit konnte ich nicht umgehen.
Meine Parteistrafe (Strenge Rüge) bekam ich, weil ich nach dem Tod meines Vaters unbedingt ins gut 500km entfernte Stralsund zu meiner Mutter zurück mußte. Nachdem ein Versetzungsgesuch an die OHS VM abgelehnt wurde, sah ich (leider!) nur den Weg, die NVA zu verlassen. Das war natürlich nicht so einfach und sehr zeitaufwendig. Ein Weg, dieses Verfahren zu verkürzen, war es gerüchtehalber, eine (oder mehrere) Prüfung(en) zu versemmeln. Da ich mich noch zu der Frechheit verstieg, das absichtliche Versemmeln der Prüfung beim Namen zu nennen, um eben schneller nach Hause zu kommen, wurde ich bestraft. Zu Recht, wie ich meine, aber das nahm ich damals in Kauf, meiner Mutter ging es saudreckig.

@Berliner: Wie ich das "eingefädelt" habe? Eigentlich gar nicht. Wenn sich im Gespräch mit meinen Mitschülern ein Punkt ergab, wo die Partei kritisiert wurde, dann hab ich nicht gesagt "Wie kannst Du nur!", sondern gefragt "Wie willst Du den Mißstand, den Du siehst, abstellen, wenn Du nicht in der Partei bist?". So in etwa war ein Einstieg in so einen Gesprächsteil. Reicht Dir das als Antwort?
Tom


Die DDR war meine Heimat, auch wenn nicht alles Gold war, was glänzte - wo die DDR war, ist meine Heimat nicht mehr


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#92

RE: Was hiess das, "in der Partei" zu sein?

in Leben in der DDR 05.12.2009 16:35
von Berliner (gelöscht)
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Zitat von MajorTom
@Berliner: Wie ich das "eingefädelt" habe? Eigentlich gar nicht. Wenn sich im Gespräch mit meinen Mitschülern ein Punkt ergab, wo die Partei kritisiert wurde, dann hab ich nicht gesagt "Wie kannst Du nur!", sondern gefragt "Wie willst Du den Mißstand, den Du siehst, abstellen, wenn Du nicht in der Partei bist?". So in etwa war ein Einstieg in so einen Gesprächsteil. Reicht Dir das als Antwort?
Tom


Hi Major Tom,

ja, die Antwort ist verstaendlich und ausreichend.

Danke,
Berliner


zuletzt bearbeitet 05.12.2009 16:36 | nach oben springen

#93

RE: Was hiess das, "in der Partei" zu sein?

in Leben in der DDR 05.12.2009 23:13
von Berliner (gelöscht)
avatar

Zitat von Rainer-Maria-Rohloff
Ich denke mal, so ein Privileg war es auch nicht, für manche eher eine Last.


Hallo Rainer-Maria,

wie geht es Dir alter Krieger? Alles im Butter?

Deine Worte brachten mich auf eine DVD, die mir schon laengst vergessen war. Hier ein Clip ueber Siegfried Rheiss, ein damaliger SED-Mitglied der Kreistleitung-Gotha.

Berliner




Quelle: Damals in der DDR, Teil 4: Partei ohne Volk


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#94

RE: Was hiess das, "in der Partei" zu sein?

in Leben in der DDR 06.12.2009 10:07
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Prima Berliner.Was sagt uns der Clip-

Der Genosse der In der Partei ist,soll Vorbild sein in allen Lebenslagen.



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#95

RE: Was hiess das, "in der Partei" zu sein?

in Leben in der DDR 06.12.2009 10:38
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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Richtig Zermatt, das war doch eine gute Sache, diese Vorbildwirkung und schau mal auf Die heute in den Parteien....Vorbilder?...na, ich weiß nicht, eher mir das Meiste, alles, wenn möglich gleich...dann wechseln wie mal schnell noch die eigene Frau gegen eine junge Gespielin aus, wen interessiert es, den der alte Gockel lebt noch einmal richtig auf, obwohl er schon Stimula braucht, um der Wildheit seiner Neuen gerecht zu werden und so liese sich das noch endlos fortsetzen.
Aber du hast es schon richtig genannt: Vorbildwirkung gleich Positiv gleich eine Eins in der Bewertung der SED.....vom moralischen Aspekt her...muss ich mal so anfügen, nicht das sie gleich wieder auf mich einschlagen.

Und Berliner, mein junger Freund, danke der Nachfrage, es geht mir und der Familie gut, wir können nicht klagen und du weißt, aus dem Krieger hoch zu Ross, über den ich die einmal in dein Gästebuch einen schönen Vers eingestellt habe, aus dem ist mittlerweile ein Ritter...nein, ein Geschichtenerzähler geworden.
Lass es dir gut gehen...und gutes Video..was du da eingestellt hast.
Bleib immer schön dran am Forum.

Gruß Rainer- Maria


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#96

RE: Was hiess das, "in der Partei" zu sein?

in Leben in der DDR 11.12.2009 20:49
von wosch (gelöscht)
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Zitat von Pitti53
thomas hat recht.die ausgangsfrage von berliner ist zur genüge beantwortet.alles andere ufert nur wieder auf nebenschauplätze aus.also wenn wer mehr will dann neues thema



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Hallo Pitti!
Ich hätte da mal eine Frage.
Da Du Dich zu diesem Thema auch miteingebunden hattest und dabei mit Deiner Sicht, was die Mitgliedschaft, bzw, der Austritt aus der SED betraf, nicht hinter dem Berg gehalten hattest, hatte ich Dir in meinem Posting vom 2. 12., 20:54 Uhr eine Antwort, verbunden mit einer Frage zukommen lassen, die Du leider bis jetzt noch nicht beantwortet hattest. Kann ja passieren, bei der Vielfalt der Beiträge, schließlich hat man ja auch noch was Anderes zu tun, als nur vor dem Rechner zu sitzen!!
Trotzdem würde mich im Hinblick der Wahrheitsfindung immer noch interessieren, wann Du seinerzeit aus der SED ausgetreten warst, eventuell auch wieso???
Bis dann, einen schönen Gruß aus Kassel.
Wosch


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#97

RE: Was hiess das, "in der Partei" zu sein?

in Leben in der DDR 12.12.2009 20:02
von wosch (gelöscht)
avatar

Zitat von GilbertWolzow

alleine solche sätze lassen mich im nachhinein nur müde lächeln. die pds verschenkte z.t. als rechtsnachfolger sogar dinge (zeitungen, immobilien) nur um eine politische anerkennung zu erhalten. ich nannte es damals prostitution.

zum verschieben gab es mal nen interesssanten beitrag: "putnik"



;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;

Ja, Gilbert, das ganze kann man unter den Begriff "putnik deal" bei Google finden und in diesem Zusammenhang interessante Dinge erfahren!!
Ist echt lesenswert, kann ich Jedem empfehlen!!
Schönen Gruß aus Kassel.
Wosch


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#98

RE: Was hiess das, "in der Partei" zu sein?

in Leben in der DDR 20.12.2009 04:34
von westsachse | 464 Beiträge

Immer wieder gestern und heute!

Ich fange auch mal mit gestern an. Wenn man sich weiterbilden wollte als Facharbeiter, zum Meister oder Ingenieur, und mit dem zuständigen Mitarbeiter im VEB gesprochen hat kam als erstes: "Die Partei wird mit Dir reden." Bei varkanten Ämtern wurde nicht unbedingt der fähigste sondern lieber ein Parteimitglied eingesetzt. Leute, die sich damals dagegen gewehrt haben gelten zum Teil heute noch als Deliquenten, mit denen man keinen Gewinn machen kann.

Gruß

westsachse


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#99

RE: Was hiess das, "in der Partei" zu sein?

in Leben in der DDR 20.12.2009 09:40
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
avatar

Was schließt du daraus, Westsachse, auch das heutige System verlangt nach Anpassung, Unterordnung, Arsc....leckerei.
Nur wenn du den Weg nach ganz oben geschafft hast, entweder durch die Millionen von Mamma und Papa, die Privatschulen, oder sogar durch deine eigene Skrupellosigkeit, so du den trittst in alle Richtungen und auf jeden drauf, und dazu gehört ein kaltes Herz, wie in dem schönen Defa- Märchen, erst dann kannst du sagen:
Hier stehe ich, ich kann nicht anders, habe es geschafft, keiner kann mir....aber so leicht kommen dir Zweifel, weil, so richtige Freunde hast du nicht mehr, dein Herz fühlt sich an wie ein Stein, deine Frau hatt einen Anderen, mit warmen Herz genommen, Kinder hast du keine, die sind wohl irgendwie damals bei der Karrierzeit vergessen worden...und so ließe sich das noch endlos fortsetzen, Westsachse.
Also gestern und heute, so große Unterschiede sind da nicht, es ist nur ein bißchen anders.

Gruß Rainer- Maria


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#100

RE: Was hiess das, "in der Partei" zu sein?

in Leben in der DDR 20.12.2009 10:51
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von Rainer-Maria-Rohloff
Was schließt du daraus, Westsachse, auch das heutige System verlangt nach Anpassung, Unterordnung, Arsc....leckerei.Nur wenn du den Weg nach ganz oben geschafft hast, entweder durch die Millionen von Mamma und Papa, die Privatschulen, oder sogar durch deine eigene Skrupellosigkeit, so du den trittst in alle Richtungen und auf jeden drauf, und dazu gehört ein kaltes Herz, wie in dem schönen Defa- Märchen, erst dann kannst du sagen:
Hier stehe ich, ich kann nicht anders, habe es geschafft, keiner kann mir....aber so leicht kommen dir Zweifel, weil, so richtige Freunde hast du nicht mehr, dein Herz fühlt sich an wie ein Stein, deine Frau hatt einen Anderen, mit warmen Herz genommen, Kinder hast du keine, die sind wohl irgendwie damals bei der Karrierzeit vergessen worden...und so ließe sich das noch endlos fortsetzen, Westsachse.
Also gestern und heute, so große Unterschiede sind da nicht, es ist nur ein bißchen anders.

Gruß Rainer- Maria



Ja Rainer da kann ich dir nur zustimmen, gerade das erste stimmt. Wenn ich die jungen Kollegen seh, die noch was werden wollen und noch nicht die Ruhe weg haben, da geht ohne gegen andere treten, unterwerfung, schleimen und rücksichtslosigkeit gar nichts. Das schlimme ist sie müssen dieses Spiel mitspielen wenn sie etwas werden wollen, wer nicht mitmacht bleibt ewig auf der Ebene vom Junior Management Programm bzw. Junior-Controller stehen.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
zuletzt bearbeitet 20.12.2009 10:52 | nach oben springen



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