#1

Schnelle medizinische Hilfe

in Leben in der DDR 26.11.2009 20:51
von Angelo | 12.394 Beiträge

Als Randolph Krebs im Oktober 1989 seine Assistenzzeit in Mölln beendet hatte, stand ihm die Welt offen. Doch der aus dem US-amerikanischen Bundesstaat Ohio stammende Arzt landete in der DDR - freiwillig. Er hatte keine Ahnung worauf er sich einließ, als er Ende November des Wendejahres in seinen VW-Golf stieg und nach Schwerin aufbrach. Der damals 40-Jährige erinnert sich noch ganz genau an die Fahrt, auf der er mit seinem Wagen beinahe in den riesigen Schlaglöchern auf der Landstraße zwischen Mustin und Roggendorf steckenblieb. "Die Straßen waren wie Inseln aus Asphalt, zwischen denen mein Auto hin- und hersprang, und als ich in Schwerin ankam, sah ich nur graue und triste Plattenbauten." Ein trostloser Empfang für den jungen Arzt, der zuvor erst ein Mal in Ostberlin gewesen war und der sich die Kliniken in der DDR vage wie Krankenhäuser in alten deutschen Heimatfilmen ausgemalt hatte. "Ich habe mich auf der Fahrt hierher gefragt, was ich mir bloß angetan habe."

weiter lesen hier

http://www1.ndr.de/grenzenlos/begegnunge...emangel106.html


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#2

RE: Schnelle medizinische Hilfe

in Leben in der DDR 28.11.2009 18:12
von Berliner (gelöscht)
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Donnerstag war Erntedankfest, Freitag "der Tag danach". Heute komme ich erst dazu mich im Forum richtig einzulesen.

Zwei Zitate moechte ich von diesem fabelhaften Artikel hervorheben (vielen Dank, Angelo):

Krebs ... stellte schnell fest, dass sich die medizinische Ausstattung am Schweriner Krankenhaus deutlich von der in westdeutschen Kliniken unterschied ... Die Behandlunsgmethoden und das Fachwissen des DDR-Personals unterschied sich jedoch kaum von dem, was Krebs aus Kliniken im Westen kannte. "Ich war sehr beeindruckt vom Engagement und Können der Kollegen in Schwerin", erinnert sich der Internist.

Der erste Eindruck von den riesigen Schlaglöchern und den fad-grauen Plattenbauten verflog - und heute erinnert er sich gern an die Mentalität der Ostdeutschen, die ihn so sehr an die der Menschen in seiner Heimat Ohio erinnerte. "Wenn man in Schwerin jemanden auf der Straße anlächelte und ihn fragte, wie es ihm geht, dann bekam man eine freundliche Antwort", erinnert sich Krebs.

Das ist auch meine Erfahrung hier im Forum gewesen.

Berliner


zuletzt bearbeitet 28.11.2009 18:15 | nach oben springen


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