#61

RE: Verschwiegenheit über Grenztätigkeit

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 14.05.2010 13:24
von Theo85/2 | 1.201 Beiträge

Es gibt Dinge über die ich auch heute nicht rede, während meiner Dienstzeit wurde ich zweimal VS. belehrt, danach hatte ich einen M- Befehl( auch der war Geheim). So habe ich mir angewöhnt, die Klappe zu halten.Und was soll man denn nach 20 Jahren Grenzfall noch erzählen? Etwa, wie ein Signalzaun funktioniert, oder den Aufbau einer M701? Wen interessiert das noch. Heute interessieren sich die Leute maximal für Mauertote (meist Flüchtlinge),und immer wieder das leidige Stasithema. Komischerweise ist das aber meiner Meinung nach für unsere westdeutschen Mitbürger von größeren Interesse, als für uns, die wir in der DDR gelebt haben!

Gruß
Theo 85/2


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#62

RE: Verschwiegenheit über Grenztätigkeit

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 14.05.2010 17:15
von Boelleronkel (gelöscht)
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Kann mich nicht erinnern,dass das Jemanden richtig interessiert hat.
Und wenn,wäre die Person mit Vorsicht zu geniessen gewesen.
Der Rest ist Tarnung.

Angefügte Bilder:
Tarnung ist Alles.jpg

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#63

RE: Verschwiegenheit über Grenztätigkeit

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 14.05.2010 17:17
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Zitat von Sylvana
Hallo

Wie war das eigentlich über die Auskunftfreudigkeit des Grenzsoldaten was seine Tätigkeit betrifft ?
Was und wieviel konnte man im privaten Bereich,also in der Familie,im Bekanntenkreis,im Freundeskreis usw erzählen.
Es galt ja keinen Weidezaun zu schützen,sondern die Schnittstelle
Ost-West.


------------------------------

Meine Mutter sagte irgentwan als ich anfing zu fragen was mein Vater so machte,über Grenzdinge sprach dein Vater nie.ich fragte mich oft warum,mit der zeit wurde mir die antwort schon klarer.
Gruss Sylvana



Liebe Sylvana, genau diese Frage steht im ersten Beitrag,hast du bestimmt übersehen...



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#64

RE: Verschwiegenheit über Grenztätigkeit

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 14.05.2010 18:03
von Büdinger | 1.504 Beiträge

Zitat von Rainer-Maria-Rohloff
... Denn später, als Bauleiter lernte ich selbst " Polacken", also polnische Bürger/Arbeiter kennen, die wohl ganz angenehme Menschen waren. ... R-M-R



Hallo Rainer-Maria ,

Pole heißt auf polnisch Polak.

http://www.ozali.org/deutsch-polnisch/Pole

Die Bezeichnung wurde in die deutsche Sprache als abwertende Bezeichnung für die Polen übernommen.

Gruß

Ricardo


.

Ich finde Menschen faszinierend, die meinen mich zu kennen.
Manchmal drängt es mich sie zu fragen, ob sie mir ein bisschen was über mich erzählen können ...

Ich übernehme die Verantwortung für alles, was ich sage, aber niemals für das, was andere verstehen!

.
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#65

RE: Verschwiegenheit über Grenztätigkeit

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 14.05.2010 19:18
von Granate | 132 Beiträge

hallo alle.ich muss mal sagen,das es lager gab in deutschland,polen usw.vom grössten bei den russen dem gulag wusste ich damals nicht.in der schule hatten wir eine patenschafft mit dem grenzregiment felix-dscherschinski in erkner die auch für die mauer dienten.uns hat damals von den soldaten niemand gesagt was sie in ihrem dienst tun müssen.ich bin immer wieder baff,was heute noch so ans tageslicht gebracht wird. als ich an der grenze diente,war es mir egal was ich zuhause war,erzählte ich meine eindrücke von der grenze und ich wurde nie negativ behandelt.es gibt immer noch menschen in diesem staat,die unter der diktatur des osten leiden.all diesen menschen verzeihen kann man aber es vergessen niemals. kopf hoch .als ich damals im zug nach halle saß,hatte frisch meine postenführerlitzen und wurde von mitreisenden als mörder bezeichnet da ist mir der kragen geplatzt im nu war ruhe im zug.und ich nehme auch heute noch kein blatt vorm mund.gruss granate.



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#66

RE: Verschwiegenheit über Grenztätigkeit

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 15.05.2010 20:26
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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Danke Ricardo für die Info über die " Polaken", man lernt doch nie aus. Hin zu Granate und welchen Zeitraum umfasst das, wo man dich im Zug als " Mörder" beschimpfte. Zumal zu meiner Zeit Ende der 70er Jahre, ich fuhr zufällig ebenfalls über Halle in meine Heimatstadt Leipzig habe ich nichts negatives feststellen können.
Noch zu Sylvana, hattet ihr in der Familie eigentlich Westverwandschaft und wie war der Kontakt zu DDR-Zeiten, sollte dies zutreffen, meine Frage? Frag bitte einmal die Frau Mamma?

R-M-R


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#67

RE: Verschwiegenheit über Grenztätigkeit

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 16.05.2010 01:46
von Stabsfähnrich | 2.046 Beiträge

Zitat von Granate
hallo alle.ich muss mal sagen,das es lager gab in deutschland,polen usw.vom grössten bei den russen dem gulag wusste ich damals nicht.in der schule hatten wir eine patenschafft mit dem grenzregiment felix-dscherschinski in erkner die auch für die mauer dienten.uns hat damals von den soldaten niemand gesagt was sie in ihrem dienst tun müssen.ich bin immer wieder baff,was heute noch so ans tageslicht gebracht wird. als ich an der grenze diente,war es mir egal was ich zuhause war,erzählte ich meine eindrücke von der grenze und ich wurde nie negativ behandelt.es gibt immer noch menschen in diesem staat,die unter der diktatur des osten leiden.all diesen menschen verzeihen kann man aber es vergessen niemals. kopf hoch .als ich damals im zug nach halle saß,hatte frisch meine postenführerlitzen und wurde von mitreisenden als mörder bezeichnet da ist mir der kragen geplatzt im nu war ruhe im zug.und ich nehme auch heute noch kein blatt vorm mund.gruss granate.



............also wenn es die Ortslage Erkner bei Berlin ist, dann ist mir dieses Grenzregiment neu und unbekannt. Frage: Wo befand sich dieses Grenzregiment? Oder meinst Du - Wilhelmshagen (zwischen Friedrichshagen und Erkner) - und dass damals dort befindliche Grenzausbildungsregiment? Dieses hatte jedoch nicht den Ehrenamen Felix Edmundovich Dzerzhinski (Feliks Dzierzynski).

Und noch eine Frage: Was sind Postenführerlitzen? Ich kenne Kragenlitzen an den Uniformjacken der Unteroffiziere.


Mit freundlichen Grüßen - Chris
www.polizeilada.de
www.grenzradio911.info
zuletzt bearbeitet 16.05.2010 07:34 | nach oben springen

#68

RE: Verschwiegenheit über Grenztätigkeit

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 16.05.2010 09:14
von ABV | 4.202 Beiträge

@chris
In Erkner befand sich das -Kommando 2- des Wachregimentes Feliks Dzierzynski.Im Standort Erkner waren Wacheinheiten untergebracht, die zum Beispiel für folgende Wachobjekte zuständig waren: Waldsiedlung Wandlitz, Oberstes Gericht, Palast der Republik, Gebäude des ZK der SED, AdM – Amtssitz des Ministerrates sowie das Staatsratsgebäude in Berlin-Mitte; Gosen, Hans-Loch-Straße (Fahrbereitschaft MfS), Normannenstraße, Gotlindestraße, Regierungskrankenhaus Berlin-Buch sowie in Groß Dölln in der Schorfheide und in Berlin-Hohenschönhausen.(Quelle Wikipedia) Das die Jungs von Felix allerdings Aufgaben in der Grenzsicherung erfüllten, wage ich zu bezweifeln. Warum auch?
Mit den Postenführerlitzen meint @Granate sicherlich die grünen Postenführerstreifen, die man gut sichtbar auf den Schulterstücken trug.

Viele Grüße
an alle
Uwe


www.Oderbruchfotograf.de

http://seelow89.wordpress.com/tag/volkspolizei-seelow/


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#69

RE: Verschwiegenheit über Grenztätigkeit

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 10.07.2010 18:45
von Mucks (gelöscht)
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Also das mit dem angemacht werden während der Heimfahrt stimmt schon, besonders wenn man allein im Zug gesessen hat. Zumindest kann ich das für 1988 bestättigen. Bemerkungen wie Grenzerschwein und Mörder sind da schon vorgekommen. Deshalb hatten die meisten von uns auch später dann zivile Klamotten die irgendwo auf der Kompanie oder bei Zivilangestellten versteckt waren. Da blieben dann einen auch die Schikanen der "Kettenhunde" auf den Bahnhöfen erspart


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#70

RE: Verschwiegenheit über Grenztätigkeit

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 10.07.2010 20:22
von papa81 | 21 Beiträge

hi leute ich war ja bis zum letztn ende bei der grenze bei mir zu hause wusten alle wo ich bin und was ich mache da gab es auch fragen das was man ungehinder inden raum stellen konnte habe ich den jungs auch gesagt aber dinge der "geheimhaltung oder details waren tabu und das wusten die meisten auch meine tante aus leverkusen war ja jedes jahr einmal zu besuch bei bekannten
zweimal mussen die herren bei hug gepennt haben sonst wurde mir immer mitgeteilt das es besser ist das wochenende dienst zumachen die koseqenz davon antreten vorm polit und dem zuständigem mfs mitarbeiter und ein viertejahr keineinsatz auf dem vorgelagertem


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#71

RE: Verschwiegenheit über Grenztätigkeit

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 11.07.2010 13:29
von Greso | 2.377 Beiträge

Die grünen Streifen kamen mitte 1966 auf und wir mussten sie tragen.Im Zug wurden wir auch gefragt,ob wir jemanden erschossen
haben.Da kam ener auf die Idee,die Streifen am Gummi zu trennen und einen Druckknopf anzubringen.Aber ich habe die Streifen getragen.War doch wie ein Dienstgrad.Lol,Lol,Lol.
gruß Greso


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#72

RE: Verschwiegenheit über Grenztätigkeit

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 11.07.2010 14:16
von Oss`n | 2.779 Beiträge

Als Gefr. PF bekam man schon auch einmal ein Bändi einer anderen Waffengattung mit einem Lächeln zu sehen.
Diese Unwissenden glaubten doch tatsächlich das wir Uffz.Schüler waren.

Oss`n


Spucke nie in einen Brunnen - es könnte sein, du mußt mal daraus trinken !
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#73

RE: Verschwiegenheit über Grenztätigkeit

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 27.08.2010 22:33
von ek53 | 54 Beiträge

Mich hat keiner ausgefragt, und ich selber hatte nicht so den Drang,
davon zu erzählen.
Ob damals jemand mit dem Militärstaatsanwalt gedroht hat, weiß ich
beim besten Willen nicht mehr, dafür ist's zu lange her.
Schriftlich zum Schweigen verpflichten mußte ich mich nicht, die anderen
vermutlich auch nicht.
Ich habe mir auch keine Gedanken darüber gemacht, in welchem Bereich
ich abhauen konnte, Skizzen habe ich auch keine gemacht. War mir
nicht wichtig.
Wir hatten uns gegenseitig in der Kompanie fotographiert, jemand hat
die Fotos vervielfältigt. Da kam nie was hinterher.
Ein Kumpel von mir hat mich mal im Bereich Groß-Glienicke und Staaken
herumgefahren und mir "sein" Hinterland gezeigt. Umgekehrt habe ich das
nie gemacht.

Ein Klassenkamerad - der selber nicht zur Armee mußte - wollte mich
mal unbedingt auf den Schießbefehl festnageln. Nun, den kannte ich
nicht, ist hier im Forum bestimmt schon von allen Seiten beleuchtet
und bestimmt bessergewußt worden. Die anderen Dinge dort waren
irgendwie nicht so recht ein Thema.

Als ek53 bin ich auch erst Ende August 1989 entlassen worden, danach
war vielleicht für Grenzer-Geschichten und so keine Zeit mehr.

Gruß
G.



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#74

RE: Verschwiegenheit über Grenztätigkeit

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 28.08.2010 00:53
von Greso | 2.377 Beiträge

Zitat von Greso
Die grünen Streifen kamen mitte 1966 auf und wir mussten sie tragen.Im Zug wurden wir auch gefragt,ob wir jemanden erschossen
haben.Da kam ener auf die Idee,die Streifen am Gummi zu trennen und einen Druckknopf anzubringen.Aber ich habe die Streifen getragen.War doch wie ein Dienstgrad.Lol,Lol,Lol.
gruß Greso



Ich habe sie getragen

Angefügte Bilder:
31072010041.jpg

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#75

RE: Verschwiegenheit über Grenztätigkeit

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 28.08.2010 05:59
von küche69 | 428 Beiträge

Hallo!

Wir, also alle die an der Grenze ihren Dienst taten, waren ja "Geheimnisträger", darauf wurde man ja hingewiesen, aber so etwas war ja "Allgemeinwissen", es wusste jeder, dass man darüber nicht sprechen durfte.

Hier bei uns im Ort gab es mal ein Vorkommnis, es war einer auf Urlaub und lief ständig in Uniform rum und hat natürlich auch in der Kneipe, fleißig seine Erlebnisse erzählt, bis in dann die Militärpolizei geholt!

Kurz und Gut man durfte nichts sagen, auch wenn man am besch... Punkt an der Grenze war, also wo tote Hose war und nichts passierte!

Gruß von Küche69

____________________

"Wer nicht mit beiden Augen sieht, wird nie die ganze Wahrheit sehn!"



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#76

RE: Verschwiegenheit über Grenztätigkeit

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 28.08.2010 10:01
von LO-Fahrer | 607 Beiträge

Ich habe schon ein bischen aufgepasst was man im Urlaub erzählt und wo man lieber die Schnauze hält. Bei meinen Kollegen war es am einfachsten, ein paar von denen waren selbst Grenzer, zwar lange vor meiner Zeit, aber die wußten wie der hase läuft. Bei Freunden und bekannten wurde das Thema "Grenze" nach Möglichkeit vermieden, der Urlaub war knapp genug, da gab es andere Themen. In der Familie war es schon etwas offener, aber auch dort habe ich nicht alles erzählt, wenn nicht gerade explizit gefragt wurde. Wegen meiner Uniform wurde ich eigentlich nie angemacht. Im Gegenteil: wenn ich mal per Anhalter gefahren bin, weil die Zugverbindung mal wieder nicht geklappt hat wurde ich selbst mit GT-Uniform immer ziemlich schnell mitgenommen. Ab Oktober 89 kam dann der Befehl, daß wir in Zivil nach Hause fahren durften. Angeblich gab es Angriffe auf Grenzer. Ist mir persönlich allerdings nie passiert und auch keinem den ich persönlich kannte, kann ich also nicht bestätigen. Das führte aber zu der etwas seltsamen Situation daß mich meine Eltern nie in Uniform gesehen haben, was mir meine Mutter bis heute vorhält.


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#77

RE: Verschwiegenheit über Grenztätigkeit

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 28.08.2010 16:12
von Retter (gelöscht)
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Hallo
Ich habe alles zu Hause erzählt,ich wollte ja nicht an die Grenze.Warum die mich überhaupt dahin geschickt hatten ist mir bis heute ein Rätsel.das war doch alles aufregend und spannend.Wenn Du vor allen am Wochenende einen Top-Postenpunkt hattest war auf westseite jede Menge los.Streiterei ums Fernglas war Tagesordnung.Wenn die gewusst hätten wie wir manche Tage Ihre Grenze bewacht haben,wäre denen schlecht geworden.Wir haben doch unseren Postenpunkt gegen die eigenen leute abgesichert,damit Postenkontrollen keine Chance hatten.


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#78

RE: Verschwiegenheit über Grenztätigkeit

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 28.08.2010 18:29
von Mike59 | 7.979 Beiträge

Zitat von Retter
Hallo
Ich habe alles zu Hause erzählt,ich wollte ja nicht an die Grenze.Warum die mich überhaupt dahin geschickt hatten ist mir bis heute ein Rätsel.das war doch alles aufregend und spannend.Wenn Du vor allen am Wochenende einen Top-Postenpunkt hattest war auf westseite jede Menge los.Streiterei ums Fernglas war Tagesordnung.Wenn die gewusst hätten wie wir manche Tage Ihre Grenze bewacht haben,wäre denen schlecht geworden.Wir haben doch unseren Postenpunkt gegen die eigenen leute abgesichert,damit Postenkontrollen keine Chance hatten.


--------------------------------------------------------------------
@ Retter

Sie haben es gewusst, eventuell nicht "en detail", aber Sie wussten es - sonnst hätte es keine Kontrollen gegeben.

Mike59


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#79

RE: Verschwiegenheit über Grenztätigkeit

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 28.08.2010 18:42
von X-X-X (gelöscht)
avatar

Ich durfte mit einem ehem. Grenzer 1990-91 bei der BVB arbeiten. Eines Abends waehrend des Schienenersatzverkehrs hatten wir Gelegenheit ueber vieles zu reden. Er wusste ja schon, dass ich bei der Firma war, traute sich also nach einer gewissen Zeit, einiges ueber sich zu offenbaren. Er meinte, er konnte kaum anderen von seiner Dienstzeit erzaehlen, da sie es nicht verstehen wuerden. Seine Aussagen waren denen anderer Grenzer hier im Forum sehr aehnlich: er wollte seine Dienstzeit ruhig und ohne Probleme hinter sich bringen. Er war ein ganz vernuenftiger, aufgeschlossener Mensch. Ich hatte natuerlich fuer sein Dilemma volles Verstaendnis.

Jens


zuletzt bearbeitet 28.08.2010 18:42 | nach oben springen



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