#21

RE: Erinnerungen an die DDR was ist geblieben?

in Presse Artikel Grenze 22.01.2013 09:10
von Rainman2 | 5.764 Beiträge

[quote=Schuddelkind|...
Wat is ein Tesi?[/quote]
Kradmelder fuhren i.d.R. mit der MZ-TS. Von TS leitet sich Tesi ab.


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


zuletzt bearbeitet 22.01.2013 09:11 | nach oben springen

#22

RE: Erinnerungen an die DDR was ist geblieben?

in Presse Artikel Grenze 22.01.2013 11:11
von furry | 3.581 Beiträge

Was ist geblieben?
Eine gückliche und unbekümmerte Kindheit und Jugend, aufopferungsvolle Eltern, die desöfteren ihre Wünsche hintenangestellt haben für die "lieben" Kleinen, eine sehr gute und kostenlose Ausbildung (auch wenn diese Erkenntnis erst Jahre später gereift ist), gute Möglichkeiten der Weiterbildung, die z.T. je nach Erfordernis sehr großzügig von den Betrieben gefördert wurden, kompetente Fachvorgesetzte (mit wenigen Ausnahmen).
Weniger gute Erinnerungen habe ich an so manchen Partei- bzw. Gewerkschaftssekretär und die staatliche Wohnraumlenkung und -vergabe.


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
Arnstädter hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#23

RE: Erinnerungen an die DDR was ist geblieben?

in Presse Artikel Grenze 22.01.2013 12:01
von Damals87 | 503 Beiträge

Hallo,

etwas mir wichtiges, das bleibt und auch wechselnde Zeiten überdauern wird, sind unzählige Werke in Kunst, Musik und Literatur, die nur in dem Mikroklima DDR und in einem nichtkapitalistischen Wirtschaftsraum entstehen konnten und die somit in ihrer Art einmalig sind. Die Musik haben ja schon @Grenzwolf62 und @Jobnomade angesprochen.
Vergleichbares konnte und kann unter kapitalistischen Bedingungen und somit dem Diktat des Kommerz bzw. mindestens der Rentabilität nur sehr schwer bis gar nicht entstehen.
Ich denke, den meisten Foristen werden genügend Künstler und Werke einfallen, so daß ich hier keine nennen muß.

Grüße aus Hessen


„Leben lässt sich nur rückwärts verstehen, muss aber vorwärts gelebt werden.“ Sören Kierkegaard


damals wars hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#24

RE: Erinnerungen an die DDR was ist geblieben?

in Presse Artikel Grenze 22.01.2013 16:14
von DoreHolm | 7.710 Beiträge

Zitat von Damals87 im Beitrag #23
Hallo,

etwas mir wichtiges, das bleibt und auch wechselnde Zeiten überdauern wird, sind unzählige Werke in Kunst, Musik und Literatur, die nur in dem Mikroklima DDR und in einem nichtkapitalistischen Wirtschaftsraum entstehen konnten und die somit in ihrer Art einmalig sind. Die Musik haben ja schon @Grenzwolf62 und @Jobnomade angesprochen.
Vergleichbares konnte und kann unter kapitalistischen Bedingungen und somit dem Diktat des Kommerz bzw. mindestens der Rentabilität nur sehr schwer bis gar nicht entstehen.
Ich denke, den meisten Foristen werden genügend Künstler und Werke einfallen, so daß ich hier keine nennen muß.

Grüße aus Hessen



Das Bauernkriegs-Panorama bei Bad Frankenhausen fällt mir da spontan ein. Große Klasse.



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#25

RE: Erinnerungen an die DDR was ist geblieben?

in Presse Artikel Grenze 22.01.2013 20:35
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Rainman2 im Beitrag #21
[quote=Schuddelkind|...
Wat is ein Tesi?

Kradmelder fuhren i.d.R. mit der MZ-TS. Von TS leitet sich Tesi ab.[/quote]
---------------------------------------------------------------------------------------------------------
Rainman erläuterte es ja schon,hier nochmal ein Bild.


Quelle: http://www.ostmotorrad.de/setframe.php4?...tframe=left.php


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#26

RE: Erinnerungen an die DDR was ist geblieben?

in Presse Artikel Grenze 26.01.2013 20:02
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von Harzwanderer im Beitrag #16
Was ich in der DDR am besten fand, als damals leidenschaftlicher Eisenbahnfan, waren die Dampfloks, und zwar die im Regelbetrieb, nicht so Museumsbahnen. Habe die ganze DDR damals bereist, von Rügen bis Jöhstadt, Amerika, Sachsen, Mügeln, und natürlich Harz bis Zittau. Auch so manche Regelspurlok, 01.5,03,50.35, 52.80 und so manchen "Provisorisch Mobilen Dampfspender" PMD, etc. erlebt.
Die meisten Touren mit PKW und als Tagesausflug ab Berlin gemacht (sogar Hiddensee als Tagesausflug ab Berlin) weil das Beantragen jeder Übernachtung für West-Berliner dann zur echten Formsache ausartete. Nur im Harz habe ich meistens ein paar Tage übernachtet. Man musste meistens zum An- und Abmelden zur VP. Superumständlich. Aber war interessant. Dort mussten auch die Leute hin um das Ergebnis ihres Reise- oder Ausreiseantrages abzuholen (offenbar viele mit Ablehnung) Die rannten dann laut schimpfend durch die KD der VP in Wernigerode. Bald darauf kriegten die Westler einer separaten Warteraum dort.
DIe eigentlichen Tagesausflüge waren ganz easy. Man brauchte einen laufenden "Mehrfachberechtigungsschein zur Beantragung eines Visums", galt immer so drei Monate, meine ich, und dann konnte man spontan bei der Passierscheinstelle erscheinen und losfahren. Grenze, Mindestumtausch und da war man...


Da schreibst Du was Wahres, Harzwanderer.
Ich hätte nur zwei Jahre früher geboren werden müssen, so hätte ich die Dampflokzeit zumindest als Heizer in meinem Betrieb noch mit erleben können.
Könnte ich heute noch einen Tag auf Zeitreise zurück in die DDR gehen (...schönes Thema fürs Forum ?), so hätte ich den halben Tag schon benötigt, um diesen Alltag mit der Kamera zu dokumentieren.
Zwar habe ich auch einige Fotos gemacht, aber bei weitem nicht alle wunderbaren Erinnerungen an den Reichsbahnalltag auf Bildern verewigt.
Andere haben es getan http://www.bahnmotive.de/europa/deutschl...ngen_teil_4.htm und zwar in einer nahezu lückenlosen professionellen historischen Abhandlung durch einen einzelnen Bahnfan, der damals richtig gehend zum Inventar meines Arbeitsumfeldes gehörte.
Diesem Hobbyfilmer bin ich heute noch unendlich dankbar für sein Schaffen, ich selbst und viele Mitstreiter von damals haben diese Betriebschronik ergänzt, es würde sie aber ohne das Engagement dieses Vollblut- Eisenbahnfans niemals in einer solchen Datenmenge und Qualität geben.
Eine richtige Schmalfilmkamera war damals nirgends zu bekommen aber diese kleine Erinnerung an die Mangelwirtschaft ist nur ein kleines schwarzes Pünktchen in meiner DDR- Erinnerung, warum sollte man auch etwas unbedingt filmen, was (vermeintlich) Alltag für alle Ewigkeit sein würde.
Andere Dokumente von regionalen Rang sind ebenfalls digital verarbeitet und der Öffentlichkeit (DVD) zugänglich gemacht worden, so z.B. auch eine Reportage der Romonta Amsdorf von 1974, dem einzigen heute noch relevanten Großbetrieb im ehemaligen Industrierevier des Braunkohlekombinats.
So etwas einmal wieder zu sehen ist eine Bereicherung der ansonsten restlos verödeten TV- Landschaft, wo wirklich wertvolle Zeitdokumente entweder ins Nachtprogramm vergrängt oder gar nicht mehr aufgegriffen werden.



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#27

RE: Erinnerungen an die DDR was ist geblieben?

in Presse Artikel Grenze 26.01.2013 20:44
von Harzwanderer | 2.943 Beiträge

Zum Thema Dampfloks:
Was mir damals echt zu denken gegeben hat: In den späteren 80ern wurden die im RAW Meiningen frisch hauptuntersuchten Dampfloks plötzlich nur noch in schwarz und rostrot (statt im üblichen schwarz und rot) lackiert. In der DDR war die rote Farbe ausgegangen. Da dachte man sich, jetzt wird es wirtschaftlich ernst.


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#28

RE: Erinnerungen an die DDR was ist geblieben?

in Presse Artikel Grenze 26.01.2013 21:41
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von Harzwanderer im Beitrag #27
Zum Thema Dampfloks:
Was mir damals echt zu denken gegeben hat: In den späteren 80ern wurden die im RAW Meiningen frisch hauptuntersuchten Dampfloks plötzlich nur noch in schwarz und rostrot (statt im üblichen schwarz und rot) lackiert. In der DDR war die rote Farbe ausgegangen. Da dachte man sich, jetzt wird es wirtschaftlich ernst.


Vielleicht wurde sie ja auch nur geklaut, wie so vieles andere auch, so unwahrscheinlich ist das gar nicht.
Ich kann mich erinnern, wie voll bepackt unserer IfT (Instrukteur für Triebfahrzeuge) immer von seinen Lokabholungen im Raw Cottbus/ Stendal/ Karl- Marx- Stadt zurück kam.
Die haben dort systematisch geklaut, wenn auch im Interesse des Betriebes, privat waren die meisten Teile nicht zu gebrauchen, aber immerhin war dieses Verhalten unserer Vorbilder salonfähig, wenn auch aus der Not geboren.
Zum IfT fällt mir noch eine kleine Episode ein.
Der hatte als Lokführer in früheren Jahren mal beim Tanken vergessen, den Rüssel wieder abzumontieren und führ mit 10 m Schlauch an den Zug, als er dann später als Vorgesetzter beim Dienstunterricht die Arbeitsschutzbelehrung "Verhalten an Lok- Versorgungseinrichtungen" abzuhandeln hatte, gab es nur ein kurzes verschämtes Grinsen und das Thema war durch, wir Junglokführer waren bereits eingeweiht und fragten auch nicht mehr nach, was nun beim Tanken zu beachten ist.
Ganz böse Zungen behaupteten dann immer, daß man wegen R. überhaupt erst den Tankwart für Dieselloks erfunden hatte.



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#29

RE: Erinnerungen an die DDR was ist geblieben?

in Presse Artikel Grenze 27.01.2013 05:46
von furry | 3.581 Beiträge

Zitat von Hackel39 im Beitrag #26
Zwar habe ich auch einige Fotos gemacht, aber bei weitem nicht alle wunderbaren Erinnerungen an den Reichsbahnalltag auf Bildern verewigt.
Andere haben es getan http://www.bahnmotive.de/europa/deutschl...ngen_teil_4.htm und zwar in einer nahezu lückenlosen professionellen historischen Abhandlung durch einen einzelnen Bahnfan, der damals richtig gehend zum Inventar meines Arbeitsumfeldes gehörte.



@Hackel, eine schöne Seite, die Du verlinkt hast.
Mein Vater war einer von denen, die den legendären "Gipser" lange vor Deiner Zeit mit der 44er bewegt haben. Damals ging der außer nach Coswig auch noch nach Wolfen.


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
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#30

RE: Erinnerungen an die DDR was ist geblieben?

in Presse Artikel Grenze 27.01.2013 08:39
von Gelöschtes Mitglied
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Dem kann ich mich nur anschliessen.
Bis zu dem Tag, an dem ich meine Frau kennenlernte, hatte ich es mit der Eisenbahn bzw. der DR nur als Reisender zu tun. Aber dann kam ich in eine Eisenbahnerfamilie. Mein Schwiegervater war der Leiter des Bw in Saalfeld und ich konnte mir nichts groß darunter vorstellen. Das änderte sich dann zusehends, nachdem ich das Bw und seine eigentlichen Prunkstücke kennenlernen durfte - die BR 01. Das Bw Saalfeld hatte den größten Bestand von aktiven und stillgelegten Dampflokomotiven der BR 01 in der DDR und sie waren begehrte Fotomotive für Eisenbahnfreaks im In- und Ausland. Fotostandort, die Brücke, die am Bw vorbei in Richtung Unterwellenborn führte. Bedauerlicherweise wurde diese Eisenbahnromantik durch die Traktionsumstellung gestört - die Dampflokomotiven der BR 01 und BR 44 wurden zunehmend durch die leistungsstarken "Taigatrommeln" ersetzt.



http://www.google.de/imgres?imgurl=http:...9QEwBQ&dur=1495
Der ganze Stolz meines Schwiegervaters, war der neue Lokschuppen und die vorgelagerte Drehscheibe (er hatte den genehmigten Investitionsumfang zugunsten des Bw geändert). Bis zum Ende der DDR stand er dem Bw in Saalfeld vor und lehnte jede Versetzung in RBD Erfurt und die damit verbundene Beförderung zum Reichsbahn-Hauptrat ab.

Vierkrug


furry und Hackel39 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 27.01.2013 09:16 | nach oben springen

#31

RE: Erinnerungen an die DDR was ist geblieben?

in Presse Artikel Grenze 27.01.2013 09:48
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von Vierkrug im Beitrag #30
Dem kann ich mich nur anschliessen.
Bis zu dem Tag, an dem ich meine Frau kennenlernte, hatte ich es mit der Eisenbahn bzw. der DR nur als Reisender zu tun. Aber dann kam ich in eine Eisenbahnerfamilie. Mein Schwiegervater war der Leiter des Bw in Saalfeld und ich konnte mir nichts groß darunter vorstellen. Das änderte sich dann zusehends, nachdem ich das Bw und seine eigentlichen Prunkstücke kennenlernen durfte - die BR 01. Das Bw Saalfeld hatte den größten Bestand von aktiven und stillgelegten Dampflokomotiven der BR 01 in der DDR und sie waren begehrte Fotomotive für Eisenbahnfreaks im In- und Ausland. Fotostandort, die Brücke, die am Bw vorbei in Richtung Unterwellenborn führte. Bedauerlicherweise wurde diese Eisenbahnromantik durch die Traktionsumstellung gestört - die Dampflokomotiven der BR 01 und BR 44 wurden zunehmend durch die leistungsstarken "Taigatrommeln" ersetzt.



http://www.google.de/imgres?imgurl=http:...9QEwBQ&dur=1495
Der ganze Stolz meines Schwiegervaters, war der neue Lokschuppen und die vorgelagerte Drehscheibe (er hatte den genehmigten Investitionsumfang zugunsten des Bw geändert). Bis zum Ende der DDR stand er dem Bw in Saalfeld vor und lehnte jede Versetzung in RBD Erfurt und die damit verbundene Beförderung zum Reichsbahn-Hauptrat ab.

Vierkrug


Ja Vierkrug Saalfeld war eine Dampflokhochburg, das Bw habe ich aber erst 2005 noch kurz vor meiner Entlassung bei der DB kennen lernen dürfen, damals hatte man noch die Leute solange überall hin versetzt bis sie sich von alleine vom Acker machten.
Ich war damals für vier Monate dort, da gabs auch noch ein kleines Skandälchen als wir uns die Unterkunft selber suchen durften.
Ich checkte nämlich im "Taubenschlag" ein, für mich eine ganz normale Pension, für die einheimischen Personale eine ganz besondere Adresse wie der Name schon vermuten läßt.
Allerdings nicht mehr zu dieser Zeit.
Die Reichsbahnzeit in der DDR war übrigens eine richtige Kleinstaaterei, jedes Betriebswerk hatte ihr eigenes Revier, in Richtung Saalfeld war für uns Röblinger in Merseburg die Welt Richtung Süden zu Ende, lediglich "Raw- Fahrer" zur Überführung von Loks durften DDR- weit unterwegs sein, es waren ja auch dem Bw zugeteilte Maschinen.
Großdienststellen wie Halle fuhren wohl bis Camburg, dort war die Oberleitung zur Zeit meiner E- Lok Ausbildung 1989 zu Ende, ansonsten bis Seddin, Heiligenstadt, Falkenberg...eben im max. 200 km- Radius um den Kirchturm.
Alles war streng geregelt in der DDR, man hatte sogar eigene Planloks für die es auch personenbezogene Putz- und Pflegepläne gab, undenkbar heute, wo kaum noch einer von den Jobbern die Fenster putzt.
Das Bordwerkzeug war in verschließbaren Kisten, selbst Ersatzlampen, bei der V 60 die Abölspritze, eben alles was auf eine Lok gehörte, wurde von der Besatzung wie Eigentum behandelt, aber es war eben nicht so einfach, wenn da was weg kam, ein Engpaß waren z.B. die 100 W- Scheinwerfer für das Spitzenlicht, wenn man so etwas mal auf einer "fremden" Lok wechseln mußte, war es ein ungeschriebenes Gesetz, jemanden von der Planbesatzung zu informieren, da fing dann fast schon der Kindergarten an, aber für uns war das normal.



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#32

RE: Erinnerungen an die DDR was ist geblieben?

in Presse Artikel Grenze 27.01.2013 10:25
von furry | 3.581 Beiträge

Jetzt hat uns @Hackel auf die richtige Spur geführt, ohne dass wir das Thema verlassen.
Ich musste eben schnell mal nach den wenigen Fotos meines Vaters aus der Zeit der Dampfeisenbahn sehen und schon fällt mir wieder einiges aus der damaligen Zeit ein.
Wie schon an anderer Stelle geschrieben, war mein Vater mit ganzem Herzen Lokführer. Seine unregelmäßigen Dienstzeiten führten für mich im häuslichen Bereich doch zu einigen Einschränkungen. Wenn Vater schlief, hatte Ruhe zu herrschen. Teilweise war er über 24 Stunden unterwegs. Vor jeder Schicht musste meine Mutter immer einen riesigen Berg Brote schmieren und in eine alte Alu-Feldflasche wurde mit Tee oder Malzkaffee gefüllt, die dann gemeinsam in eine schwarze Aktentasche gepackt wurden. Nach Schichtende war diese Aktentasche auch gefüllt, mit Brikett und eventuell einem Hasenbrot. Die Kantinenversorgung war wohl in den 50ern weniger umfangreich.
Stolz war Vater immer, wenn er berichten konnte, dass er mal wieder ein paar hundert Tonnen mehr am Haken hatte, als der Plan es vorsah, denn das bedeutete auch mehr Geld. Zu dieser Zeit hat sich kaum jemand an die Grenzlasten für bestimmte Strecken und Lokbaureihen gehalten. Es musste einfach rollen. Und damit es rollte, hat auch der Lokführer mit dem Heizer gemeinsam das, was man Kohle nannte, geschaufelt.
Im Personenzugdienst solles auch einmal vorgekommen sein, dass er mit seinem Heizer nach einer langen Nachtschicht bei der Beförderung des ersten Arbeiterzuges zu den Kaligruben auf der Lok eingeschlafen ist. Irgendwie hat einer der beiden aber doch noch so im Halbschlaf die Bahnhofsbeleuchtung einer Haltestelle bemerkt. Ran an die Bremse und ... die Kohle, die vorher auf dem Tender lag, füllte den Führerstand. In den 60ern ist hat sich diese Ackerei nebst Aufbaustunden für eine AWG-Wohnung arg gerächt und sich Richtung Herz verlagert. Damit war es erstmal für längere Zeit aus mit dem Fahrdienst. Irgendwann später ist er wieder auf die Lok geklettert, die dann mit Diesel fuhren und über ein paar Zwischenstufen 1990 als Reichsbahnrat nach 50 Dienstjahren in Rente gegangen.


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#33

RE: Erinnerungen an die DDR was ist geblieben?

in Presse Artikel Grenze 27.01.2013 11:13
von Gelöschtes Mitglied
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Ich kann mich auch noch daran erinnern, dass mein Schwiegervater oftmals an den Wochenenden und den Feiertagen zu Aufgleisungen geholt wurde - meistens zum Leidwesen meiner Schwiegermutter zur Mittagszeit. Auf einem Nebengleis stand immer der Aufgleisungszug in Bereitschaft und dann war er auch immer für Stunden verschwunden. Er konnte ohne sein Bw nicht leben.
Auch er hatte im Bw Sangerhausen als Heizer auf einer Dampflokomotive begonnen und ist dann über die Zwischenstation Eisenach nach Saalfeld gekommen.

Vierkrug


furry und Hackel39 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#34

RE: Erinnerungen an die DDR was ist geblieben?

in Presse Artikel Grenze 27.01.2013 11:41
von furry | 3.581 Beiträge

Zitat von Vierkrug im Beitrag #33
Ich kann mich auch noch daran erinnern, dass mein Schwiegervater oftmals an den Wochenenden und den Feiertagen zu Aufgleisungen geholt wurde - meistens zum Leidwesen meiner Schwiegermutter zur Mittagszeit. Auf einem Nebengleis stand immer der Aufgleisungszug in Bereitschaft und dann war er auch immer für Stunden verschwunden. Er konnte ohne sein Bw nicht leben.
Auch er hatte im Bw Sangerhausen als Heizer auf einer Dampflokomotive begonnen und ist dann über die Zwischenstation Eisenach nach Saalfeld gekommen.

Vierkrug

Es ist nicht ausgeschlossen, dass sich die beiden alten Herren sogar kannten. Mein Vater, den ich leider nicht mehr fragen kann, hat öfters von Saalfeld geredet. Nur weiß ich nicht, in welchem Zusammenhang.


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#35

RE: Erinnerungen an die DDR was ist geblieben?

in Presse Artikel Grenze 27.01.2013 11:48
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von furry im Beitrag #32
Jetzt hat uns @Hackel auf die richtige Spur geführt, ohne dass wir das Thema verlassen.
Ich musste eben schnell mal nach den wenigen Fotos meines Vaters aus der Zeit der Dampfeisenbahn sehen und schon fällt mir wieder einiges aus der damaligen Zeit ein.
Wie schon an anderer Stelle geschrieben, war mein Vater mit ganzem Herzen Lokführer. Seine unregelmäßigen Dienstzeiten führten für mich im häuslichen Bereich doch zu einigen Einschränkungen. Wenn Vater schlief, hatte Ruhe zu herrschen. Teilweise war er über 24 Stunden unterwegs. Vor jeder Schicht musste meine Mutter immer einen riesigen Berg Brote schmieren und in eine alte Alu-Feldflasche wurde mit Tee oder Malzkaffee gefüllt, die dann gemeinsam in eine schwarze Aktentasche gepackt wurden. Nach Schichtende war diese Aktentasche auch gefüllt, mit Brikett und eventuell einem Hasenbrot. Die Kantinenversorgung war wohl in den 50ern weniger umfangreich.
Stolz war Vater immer, wenn er berichten konnte, dass er mal wieder ein paar hundert Tonnen mehr am Haken hatte, als der Plan es vorsah, denn das bedeutete auch mehr Geld. Zu dieser Zeit hat sich kaum jemand an die Grenzlasten für bestimmte Strecken und Lokbaureihen gehalten. Es musste einfach rollen. Und damit es rollte, hat auch der Lokführer mit dem Heizer gemeinsam das, was man Kohle nannte, geschaufelt.
Im Personenzugdienst solles auch einmal vorgekommen sein, dass er mit seinem Heizer nach einer langen Nachtschicht bei der Beförderung des ersten Arbeiterzuges zu den Kaligruben auf der Lok eingeschlafen ist. Irgendwie hat einer der beiden aber doch noch so im Halbschlaf die Bahnhofsbeleuchtung einer Haltestelle bemerkt. Ran an die Bremse und ... die Kohle, die vorher auf dem Tender lag, füllte den Führerstand. In den 60ern ist hat sich diese Ackerei nebst Aufbaustunden für eine AWG-Wohnung arg gerächt und sich Richtung Herz verlagert. Damit war es erstmal für längere Zeit aus mit dem Fahrdienst. Irgendwann später ist er wieder auf die Lok geklettert, die dann mit Diesel fuhren und über ein paar Zwischenstufen 1990 als Reichsbahnrat nach 50 Dienstjahren in Rente gegangen.




Zum Thema Tiefschlaf mal noch zwei (aus heutiger Sicht) amüsante Geschichten.
Es stimmt, daß wir Lokpersonale oft an die Grenzen der Belastbarkeit gehen mußten im Hinblick auf Überstunden und den niemals kalkulierbaren Feierabend.
So trug es sich in Merseburg einmal zu, daß der Lokführer die Vorheizzeit auf dem Bahnhof im ersten Wagen verbrachte und sich dort ein Bett gebaut hatte, hier war es nun mal gemütlicher als auf der Lok und die machte schließlich alles allein.
Erst als 10 min nach der planmäßigen Abfahrtzeit die ersten Fahrgäste auch an seiner Abteiltür rüttelten war die Nacht zu Ende und der Streß fing an.
Der Zugführer telefonierte schon aufgeregt mit der Heimatdienststelle, ob es denn einen außerplanmäßigen Personalwechsel gäbe.
Aber da es keine Dampflok war, ging es auch schon recht zügig los nach Schafstädt und der Kollege bekam wohl nicht allzu viel Ärger, der war ja fast jeden Tag auf Arbeit.
Mir selbst ist etwas ähnliches mal in Helfta im Überholgleis passiert.
Es gab zu dieser Zeit natürlich noch keinen Zugfunk und ich war 10 km vor dem Ziel nach 14 Stunden Dienst auf Abruf zum Endbahnhof.
So träumte ich von der Seefahrt und vernahm in diesem Traum ein Signalhorn wie es bei Dampfern üblich war.
Nahtlos mischte sich in diesem Traum die Realität in Gestalt des wie verrückt mit seiner Tröte pfeifenden Stellwerkers, der zusätzlich bereits das volle Scheinwerferlicht auf die Lok gerichtet hatte.
Niemals zuvor und nie wieder danach war ich dermaßen weit weg während meiner Arbeitszeit, passieren konnte ja nichts aber für die Gesundheit war das bestimmt nicht gut.
Leider gibt es aus meiner Heimatdienststelle nur noch drei Kollegen, welche die 85 bisher geschafft haben, das sind kaum 10 % der Ruheständler und vielleicht verlängert die Wende ja auch das Leben von ein paar mehr Eisenbahnern, wenngleich der Streß heute ein anderer ist.



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zuletzt bearbeitet 27.01.2013 12:00 | nach oben springen

#36

RE: Erinnerungen an die DDR was ist geblieben?

in Presse Artikel Grenze 27.01.2013 11:56
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von furry im Beitrag #34
Zitat von Vierkrug im Beitrag #33
Ich kann mich auch noch daran erinnern, dass mein Schwiegervater oftmals an den Wochenenden und den Feiertagen zu Aufgleisungen geholt wurde - meistens zum Leidwesen meiner Schwiegermutter zur Mittagszeit. Auf einem Nebengleis stand immer der Aufgleisungszug in Bereitschaft und dann war er auch immer für Stunden verschwunden. Er konnte ohne sein Bw nicht leben.
Auch er hatte im Bw Sangerhausen als Heizer auf einer Dampflokomotive begonnen und ist dann über die Zwischenstation Eisenach nach Saalfeld gekommen.

Vierkrug

Es ist nicht ausgeschlossen, dass sich die beiden alten Herren sogar kannten. Mein Vater, den ich leider nicht mehr fragen kann, hat öfters von Saalfeld geredet. Nur weiß ich nicht, in welchem Zusammenhang.


Das ist wirklich nicht auszuschliessen, denn als gebürtiger Blankenheimer zog es ihn auch später immer wieder nach Sangerhausen, um Kollegen aus dieser Zeit zu treffen.
Woran ich mich auch noch erinnere ist die Tatsache, das er, wenn er zu Dienstberatungen in die RBD nach Erfurt fuhr, immer eine Greußener Salami mitbrachte, die ich noch heute in Gestalt der "Thüringer Spitze" gerne verkonsumiere. Ich glaube der Laden war in der Nähe des Erfurter Hbf. gewesen. Mannoman, was so als aus der Vergangeheit an das Tageslicht wieder kommt.

Vierkrug


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zuletzt bearbeitet 27.01.2013 11:57 | nach oben springen

#37

RE: Erinnerungen an die DDR was ist geblieben?

in Presse Artikel Grenze 27.01.2013 11:58
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von Vierkrug im Beitrag #33
Ich kann mich auch noch daran erinnern, dass mein Schwiegervater oftmals an den Wochenenden und den Feiertagen zu Aufgleisungen geholt wurde - meistens zum Leidwesen meiner Schwiegermutter zur Mittagszeit. Auf einem Nebengleis stand immer der Aufgleisungszug in Bereitschaft und dann war er auch immer für Stunden verschwunden. Er konnte ohne sein Bw nicht leben.
Auch er hatte im Bw Sangerhausen als Heizer auf einer Dampflokomotive begonnen und ist dann über die Zwischenstation Eisenach nach Saalfeld gekommen.

Vierkrug


Auch da gab es auf dem Rangierbahnhof in Röblingen mal eine verrückte Geschichte mit dem Hilfszug.
Nachdem ein Rangierer wohl durch einen vergessenen Hemmschuh 3 oder 4 Wagen auf den Zug draufknallen ließ, mußte der Hilfszug aus Sangerhausen anrücken, die hatten aber nur ein Drehgestell aufzugleisen und waren schnell wieder fertig.
Einer der Rangierer sagte noch zum Spaß, daß sie nicht allzu weit wegfahren sollten, das war's noch nicht und prompt flog in der selben Schicht ein weiterer Wagen in den Dreck, wobei man diese Äußerung besser nicht mehr aufgriff, es war auch jemand anders aus dem benachbarten Personenbahnhof und auch die beteiligte Lok war eine andere und auch die Ursache hatte nicht mit dem Rangierer zu tun sondern der Stellwerker hatte die Weiche unter der fahrenden Wagengruppe mit Lok (Rangierabteilung) gedreht.
Manchmal ist es wirklich besser, einfach nur die Schnauze zu halten.
Übrigens waren die Sangerhäuser wohl die berühmtesten Energiesparer der Reichsbahndirektion, wenn die zum Blankenheimer Berg zum Schieben dran hingen, dann hingen die auch.
Die machten wohl nur 10 (von 15) Fahrstufen rein und wenn der vorne auch sparsam war, fuhr man eben die 13 km mit 20 km/ h hoch.
Es hat sich aber wohl noch nie zugetragen, daß zwei Sangerhäuser mal am Zug waren, dann hätten die bereits am Block Steinberg gestanden.



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zuletzt bearbeitet 27.01.2013 12:28 | nach oben springen

#38

RE: Erinnerungen an die DDR was ist geblieben?

in Presse Artikel Grenze 27.01.2013 12:23
von Ecki | 408 Beiträge

Zitat von Damals87 im Beitrag #23
... etwas mir wichtiges, das bleibt und auch wechselnde Zeiten überdauern wird, sind unzählige Werke in Kunst, Musik und Literatur ...
Mein lieber Damals87,

nicht nur das. Heute redet z. B. keiner mehr davon, dass in der DDR ganz wichtige historische Bauwerke im völlig zerstörten Zentrum von Dresden wieder aufgebaut wurden, denken wir nur an den Zwinger, die Kreuzkirche oder die Semperoper.

Liebe Grüße

Ecki


Gott sei Dank!


furry hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#39

RE: Erinnerungen an die DDR was ist geblieben?

in Presse Artikel Grenze 27.01.2013 16:49
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von furry im Beitrag #29
Zitat von Hackel39 im Beitrag #26
Zwar habe ich auch einige Fotos gemacht, aber bei weitem nicht alle wunderbaren Erinnerungen an den Reichsbahnalltag auf Bildern verewigt.
Andere haben es getan http://www.bahnmotive.de/europa/deutschl...ngen_teil_4.htm und zwar in einer nahezu lückenlosen professionellen historischen Abhandlung durch einen einzelnen Bahnfan, der damals richtig gehend zum Inventar meines Arbeitsumfeldes gehörte.



@Hackel, eine schöne Seite, die Du verlinkt hast.
Mein Vater war einer von denen, die den legendären "Gipser" lange vor Deiner Zeit mit der 44er bewegt haben. Damals ging der außer nach Coswig auch noch nach Wolfen.


Ja der Gipser von Niedersachswerfen nach Merseburg Süd, immer um die 2000 t mit Schiebelok ab Sangerhausen....das kenne ich nur noch mit der 131er Diesellok und ich kann mir schon vorstellen, wie die Dampflokheizer da geknilcht haben, um anzukommen.
Ablösung vormittags im Heimatbahnhof aber mit durchlaufender Lok, das war damals eher die Ausnahme für uns.
Der Ablöser nahm auf dem Rückweg von Merseburg immer einen Güterzug mit, der unterwegs auf 34 km Laufweg noch zwei Bahnhöfe (Angersdorf und Teutschenthal) zu bedienen hatte, das gleiche galt übrigens auch für die Hettstedter Eckzüge, da wurde in Eisleben, Helbra und Klostermansfeld noch Station gemacht, für die Frachten spielte Zeit gar keine Rolle und auch heute noch erscheint mir die ehrlich gelebte Strategie, Transporte schwerpunktmäßig auf die Schiene zu verlagern außerordentlich fortschrittlich und effizient.
Die Anlagen sind nun fast alle weg, die Bahn hat sich selbst kastriert und ist nur noch Kulisse ohne strategische Überlebenschancen im Nahgüterverkehr, schade drum.



furry und Schmiernippel haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#40

RE: Erinnerungen an die DDR was ist geblieben?

in Presse Artikel Grenze 27.01.2013 17:11
von furry | 3.581 Beiträge

Zitat von Vierkrug im Beitrag #36
Woran ich mich auch noch erinnere ist die Tatsache, das er, wenn er zu Dienstberatungen in die RBD nach Erfurt fuhr, immer eine Greußener Salami mitbrachte, die ich noch heute in Gestalt der "Thüringer Spitze" gerne verkonsumiere. Ich glaube der Laden war in der Nähe des Erfurter Hbf. gewesen. Mannoman, was so als aus der Vergangeheit an das Tageslicht wieder kommt.

Vierkrug



Greußener Salami, das nächste Stichwort und schon öffnen sich neue Türen, damals in Firmen heute im Oberstübchen.
In Greußen wurde auch ein Doppel-Caramell hergestellt. Das haben wir gern statt Bier zum Grillen genommen wegen des hohen Malzzuckeranteiles.
Und dann gab es noch in Greußen einen Möbelhändler Georgi. Jung verheiratet (1974) brauchte man auch was in die zugeteilte Wohnung. Georgi hatte Schrankwände der Marke "Hellerau" gehandelt. Per ES 150 sind meine Frau und ich zu Georgi gedüst. Da hieß es nicht "Ham wa nich!", sondern wie soll die Schranwand aussehen. "Hellerau" konnte nach einem Baukastenprinzip nach Belieben zusammengestellt werden. Jedenfalls hat der gute Mann unsere Vorstellung zu Papier gebracht und es dauerte auch nicht lange, da wurde geliefert und von dem Jungehekredit haben 2000 Mark den Besitzer gewechselt.


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
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