#21

RE: DDR mein Land

in Leben in der DDR 07.11.2009 19:21
von exgakl (gelöscht)
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Zitat von Rainer-Maria-Rohloff
Um hier gleich mal einen Einwurf zu bringen, was Westberlin und die " Blockade" betrifft,ich habe einmal gelesen, das die DDR Lieferungen jeder Art zugesagt hatte, aber der Westen war zu stolz, er wollte wohl das " Opfer" sein, um sich so richtig von den vielen Flugzeugen mit dem vollem Bauch trösten zu lassen.
Jetzt sind die Historiker gefragt: Ist da was drangewesen? Stimmt den das?

Gruß Rainer- Maria

PS: Und chucky, bleib stark, die ganzen...., die sich heute als " Deutscher" bezeichnen, die sollten mal H. Heine und das Wintermärchen lesen.
Den denk ich an D...., na, ich lasse es lieber.





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#22

RE: DDR mein Land

in Leben in der DDR 07.11.2009 19:48
von SanGefr | 218 Beiträge

Das mit dem "Stolz" stimmt nicht ganz:
Worum ging es Walter Ulbricht bei der Berlin-Blockade? Um das Wohlergehen der West-Berliner? Für Ulbrichts Mannen war West-Berlin ein Stachel im Fleisch seiner Macht. Es gab ja damals noch nicht die DDR und die BRD. Warum hat Ulbricht Warenlieferungen an West-Berlin angeboten? Aus Barmherzigkeit? Ganz bestimmt nicht. Er wollte mit diesen Warenlieferungen West-Berlin ganz einfach wirtschaftlich von Ost-Berlin abhängig machen um so den Abzug der britischen, französischen und amerikanischen Soldaten zu erzwingen und damit ganz Berlin für seinen Machtbereich zu vereinnahmen. Das hat der Bürgermeister von West-Berlin, Ernst Reuther sofort erkannt. Es gab auch einige Stimmen in der US-Army, die einen Abzug der alliierten Truppen aus West-Berlin befürworteten. Dank Ernst Reuthers weltbekannter, brillianter Rede ("Ihr Völker der Welt.... schaut auf diese Stadt.....") und Dank General Clay und dem US-Präsidenten Harry S. Truman blieb es letzendlich bei dem freien Teil Berlins. Das das dem Genossen Ulbricht quer runterging, ist verständlich.


zuletzt bearbeitet 07.11.2009 19:50 | nach oben springen

#23

RE: DDR mein Land

in Leben in der DDR 07.11.2009 19:57
von Patriot (gelöscht)
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Für Walter Ulbricht war Westberlin zweifelsohne der "Stachel im Fleisch der DDR" und für Ernst Reuter Westberlin dagegen die billigste Atombombe. Die Halbwertzeiten stimmten dann auch einigermaßen und noch im alten Jahrhundert wurde die DDR weggefegt. Sehr zum Ärger der Herrschenden aber ausgelöscht dennoch nicht.


zuletzt bearbeitet 07.11.2009 20:01 | nach oben springen

#24

RE: DDR mein Land

in Leben in der DDR 07.11.2009 20:16
von Mongibella (gelöscht)
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Zitat von Patriot
noch im alten Jahrhundert wurde die DDR weggefegt....[...]....aber ausgelöscht dennoch nicht.



Häääh....hab ich was verpasst oder war meine Frage doch berechtigt.....


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#25

RE: DDR mein Land

in Leben in der DDR 07.11.2009 20:20
von SanGefr | 218 Beiträge

So waren sie schon immer, die Kommunisten. Wenn sie ihren Willen nicht durchsetzen konnten, waren sie mucksch, wollten auf den Arm und drohten mit der Atombombe.


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#26

RE: DDR mein Land

in Leben in der DDR 07.11.2009 20:24
von Patriot (gelöscht)
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Ernst Reuter war kein Kommunist und sein Wohnsitz war ... ?

Antwort: http://www.berlin.de/rubrik/hauptstadt/g...reuterrede.html


zuletzt bearbeitet 07.11.2009 20:29 | nach oben springen

#27

RE: DDR mein Land

in Leben in der DDR 07.11.2009 20:44
von wosch (gelöscht)
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Zitat von Rainer- Maria:

PS: Und chucky, bleib stark, die ganzen...., die sich heute als " Deutscher" bezeichnen, die sollten mal H. Heine und das Wintermärchen lesen.
Den denk ich an D...., na, ich lasse es lieber.[/quote]

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RainerMaria, wolltest Du nicht mit Chucky zu "Timur und sein Trupp"?
Schönen Gruß aus der Gebrüder-Grimm-Stadt


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#28

RE: DDR mein Land

in Leben in der DDR 07.11.2009 21:07
von Mongibella (gelöscht)
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Zitat von wosch
RainerMaria, wolltest Du nicht mit Chucky zu "Timur und sein Trupp"?
Schönen Gruß aus der Gebrüder-Grimm-Stadt



Ich fand ja *Emil und die Detektive* viel spannender.....und *Käutzchenkuhle*.....kennt jemand die Bücher....se waren Pflichtlektüre an unserer Schule....POS Egon Schulz Kuhfelde.....

Grüsse aussa Herbert-Grönemeier-Stadt

Mara


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#29

RE: DDR mein Land

in Leben in der DDR 07.11.2009 21:08
von glasi | 2.815 Beiträge

schönen guten abend. letzes jahr lief doch der film an die grenze. es ging um einen jungen mann der seinen wehrdienst an der innerdeutschen grenze machen muste. als er mit seinem postenführer auf streife war sagte sein postenfürer. stell dir mal vor. hätte hitler nicht denn bürgerbräukeller zu früh verlassen dann gäbe es diese grenze nicht. UND DAS SEHE ICH GENAUSO. hätten wir nicht diesen blöden 2 weltkrieg nicht angefangen.oder hätten wir hitler zum teufel gejagt dann hätte wir diese problem nicht. dann gäbe es keine ddr oder brd . wir waren doch nach dem 2 welkrieg nur 2 satilietenstaten. deswegen kann nicht verstehen warum hier einige sagen sie fühlen sich nicht als bundesbürger. lg glasi.



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#30

RE: DDR mein Land

in Leben in der DDR 07.11.2009 21:43
von EK-Zappel-79-2 (gelöscht)
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Was ist die DDR für mich?
Die DDR ist für mich eine Ära in der deutschen Geschichte und wir sind einfach ein Produkt dieser Zeit.
Ohne diese Geschichte würde es uns als Person nicht geben weil es ganz andere Lebenswege gegeben hätte und wenn wir dies weiter zurück verfolgen hat alles was hinter uns liegt seine Richtigkeit ... für uns, nur wir sollten daraus lernen, zurückdrehen der Geschichte geht nicht.
UND; da muss ich nochmal ein Stück zurück greifen, wenn immer wieder davon gesprochen oder geträumt wird was wäre gewesen wenn der Graf Stauffenberg den Schnauzbärtigen in die Luft gejagt hätte oder die 6. Armee unter Paulus wäre in Stalingrad nicht untergegangen sondern hätte das andere Ufer der Wolga genommen, ja verdammt dann hätte es vielleicht die DDR und die Mauer nicht gegeben, aber dadurch hätten sich meine Eltern nicht kennen gelernt, aber eine Welt ohne Zappel? nee Leute nee die kann ich mir nun gar nicht vorstellen und sie wäre doch ziemlich arm drann ... erlaube ich mir jetzt mal zu sagen


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#31

RE: DDR mein Land

in Leben in der DDR 08.11.2009 00:44
von Berliner (gelöscht)
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OK, ich muss mich hier endlich mal aeussern (nichts schlimmes).

Ich bin Amerikaner, ist schon klar, aber ich fange mal den Satz so an:

"Was war die DDR fuer mich?

es war ein Land, dass etwas gutes wollte, an dem man glauben konnte. Die Erziehung war toll, die Versorgung vom Staat auch. Man hatte das Gefuehl man ist Teil von etwas gutem, und dadurch hat das eigene Leben auch eine Bedeutung gehabt. Es gab zwar nicht viel, aber was es gab war gut. Und den meisten Schrott aus dem Westen haette ich 'eh nicht gebraucht. Es haette mich nur noch gierig gemacht...man hat sich ueber die einfachen und guten Dinge im Leben gefreut, und das war sehr schoen...

Was fuer mich aber abstossend war, war dass man nie die Chance hatte voranzukommen. Andere haben fuer mich bestimmt was ich tun oder nicht tun kann. Am Ende war es nicht so wie am Anfang, wo Erfindergeist belohnt wurde. Es ging nur noch ums Ueberleben und die Erhaltung des Mindestmasses um die Preisgabe der Wahrheit zu vermeiden. Es haben viele vieles gehabt, aber die meisten nicht so viel. Und man hat das Gefuehl, man ist nichts, es sei denn man passt in ein bestimmes Schema hinein.

Am Ende als Wessi ist es fuer mich am Besten. Da ist viel Kampf, aber man lebt in keiner Traumwelt mehr. Man hat kein Sicherheitsnetz sowie damals, aber man weiss man verdient was man sich erkaempft. Die Welt ist nicht perfekt, aber zumindest habe ich das Gefuehl an ihrem Schaffen daran teilzuhaben...ich wuensche mir keine Mauern mehr, keine Unwahrheit, keine Unterdrueckung andersdenkenden...ich wuensche mir die Realitaet und die Moeglichkeit etwas an ihr verbessern zu koennen."

So, und das aus der Sicht eines bekannten nicht DDR-Buergers, nicht Deutschen und nicht Sozialisten. Mal sehen, ob es ankommt...

Berliner


zuletzt bearbeitet 08.11.2009 02:28 | nach oben springen

#32

RE: DDR mein Land

in Leben in der DDR 08.11.2009 08:38
von schlaudi | 46 Beiträge

Hi,

Zitat von Berliner


ich freue mich, dass andere auch diesen Satz lustig finden. Hier in den USA reden wir davon (nach einer Pruegelei, z.B.), dass unsere Prellungen noch Prellungen haben... Und damit in der DDR vermutlich soviel nichts war, gab es nur "vom nichts nichts und das reichlich" als Versteigerungsform...

Danke, ich habe gelacht.
Berliner



ja der Satz kam immer, wenn irgendjemand sagte wie schlecht es uns jetzt (nach der Wende) geht: "Denkt drann bei den Kommunisten gabs von nüschten nüschts und das reichlich." natürlich auf gut Randdresdner Sächsisch. Der Satz hält natürlich keiner wissenschaftlichen Prüfung stand...

Warum sich manche mit der DDR mehr identifizieren, vielleicht liegt es auch daran, dass der jetzige Staat keiner ist, mit dem man sich so identifizieren kann/muß. Der heutige Staat stellt einfach den Rahmen und jeder muß sehen wie er kommt... Man muß sich da nicht als BRD-Bürger fühlen. Ich fühl mich auch eher als Sachse und als Europäer.

Viele Grüße aus dem Erzgebirge

Sascha


zuletzt bearbeitet 08.11.2009 08:39 | nach oben springen

#33

RE: DDR mein Land

in Leben in der DDR 08.11.2009 10:23
von dein1945 (gelöscht)
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Zitat von Rainer-Maria-Rohloff
Um hier gleich mal einen Einwurf zu bringen, was Westberlin und die " Blockade" betrifft,ich habe einmal gelesen, das die DDR Lieferungen jeder Art zugesagt hatte, aber der Westen war zu stolz, er wollte wohl das " Opfer" sein, um sich so richtig von den vielen Flugzeugen mit dem vollem Bauch trösten zu lassen.
Jetzt sind die Historiker gefragt: Ist da was drangewesen? Stimmt den das?

Gruß Rainer- Maria

PS: Und chucky, bleib stark, die ganzen...., die sich heute als " Deutscher" bezeichnen, die sollten mal H. Heine und das Wintermärchen lesen.
Den denk ich an D...., na, ich lasse es lieber.



Um hier gleich mal einen Einwurf zu bringen, was Westberlin und die " Blockade" betrifft,

Lieber Rainer-Maria,

als Geschichten-Erzähler bist Du große Klasse, nur mit der "Geschichte" ist es bei Dir nicht weit her. Die Berlin-Blockade war vom 24.06.1948 bis 12.05.1949, also logischer Weise vor Gründung der DDR ! Berlin war zu der Zeit eine vier Sektoren-Stadt und dies blieb so bis zur Vereinigung am 3.10.1990. Der damalige Magistrat von "Russisch besetzten Teil" (Ostberlin), hat sehr wohl den Westberliner-Bürgen ein Angebot unterbreitet, Lebensmittel im Ostsektor einzukaufen, nur war dafür eine Anmeldung als Wohnsitz im Ostteil erforderlich. Von diesem Angebot haben aber nur wenige gebrauch gemacht, es musten dazu auch Lebensmittelkarten in Ostberlin beantragt werden. Zum anderen gab es noch das Problem der verschiedenen Währungen, hier das West- dort das Ostgeld. Man konnte zwar mit Ostmark im Westen kaufen, Umtausch damals ca. 1:5, aber nicht umgekehrt. Die Einführung der Ostmark erfolgte bereits am 23.07.1948 und war für ganz Berlin gedacht, daraufhin entschlossen sich die Westmächte die Einführung der D-Mark (die Scheine hatten ein "B" aufgedruckt) im Westteil, erst am 20.03.1949 wurde die D-Mark alleiniges Zahlungsmittel in den West-Sektoren,
Gruß aus Berlin


zuletzt bearbeitet 08.11.2009 10:48 | nach oben springen

#34

RE: DDR mein Land

in Leben in der DDR 08.11.2009 13:01
von Augenzeuge (gelöscht)
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Guter Artikel, Achim,

weißt du, in der DDR wurde das alles in den Geschichtsbüchern etwas anders erzählt. Aus bekannten Gründen. Die wahren Gründe der Blockade wurden ebenso verschwiegen, wie auch die zeitliche Abfolge von politischen Ereignissen bei der Währungsreform. Die Einführung der DM in Westberlin wurde immer als Ausgang der Trennung vermittelt, die vom Westen ausging. Dabei wollte sogar die amerikanische Besatzungsmacht die Ostwährung in Gesamtberlin akzeptieren. Die Einführung der DM-West musste nur aufgrund fehlender Zusagen des SMAD erfolgen.

Gruß, Jörg


Dateianlage:
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#35

RE: DDR mein Land

in Leben in der DDR 08.11.2009 13:54
von MajorTom | 217 Beiträge

Zitat von dein1945
...nach lesart der DDR gehörten wir Berliner ja nicht zur BRD. Habs aber mit Humor genommen meinen "Behelfsmässigen Ausweis" getauscht und mich damit abgefunden. ...



@Dein1945, auch wenn Dein Posting eher als "Wort zu Sonntag" denn Ernst genommen werden soll, ein kleiner Hinweis muß sein:
Daß Westberlin nicht zur BRD gehörte, lag weniger an der Lesart der DDR, sondern am Vier-Mächte-Abkommen, das dieses regelte. Und - wenn Du für Dich damit zufrieden bist, dann gestehe ich Dir das gerne zu, erwarte jedoch eben auch, daß Du mir gleichfalls zugestehst, nicht zufrieden zu sein.
Schönen Sonntag,
Tom


Die DDR war meine Heimat, auch wenn nicht alles Gold war, was glänzte - wo die DDR war, ist meine Heimat nicht mehr


zuletzt bearbeitet 08.11.2009 13:55 | nach oben springen

#36

RE: DDR mein Land

in Leben in der DDR 08.11.2009 14:12
von MajorTom | 217 Beiträge

Zitat von Berliner
OK, ich muss mich hier endlich mal aeussern (nichts schlimmes).

Ich bin Amerikaner, ist schon klar, aber ich fange mal den Satz so an:

"Was war die DDR fuer mich?

es war ein Land, dass etwas gutes wollte, an dem man glauben konnte. Die Erziehung war toll, die Versorgung vom Staat auch. Man hatte das Gefuehl man ist Teil von etwas gutem, und dadurch hat das eigene Leben auch eine Bedeutung gehabt. Es gab zwar nicht viel, aber was es gab war gut. Und den meisten Schrott aus dem Westen haette ich 'eh nicht gebraucht. Es haette mich nur noch gierig gemacht...man hat sich ueber die einfachen und guten Dinge im Leben gefreut, und das war sehr schoen...

Was fuer mich aber abstossend war, war dass man nie die Chance hatte voranzukommen. Andere haben fuer mich bestimmt was ich tun oder nicht tun kann. Am Ende war es nicht so wie am Anfang, wo Erfindergeist belohnt wurde. Es ging nur noch ums Ueberleben und die Erhaltung des Mindestmasses um die Preisgabe der Wahrheit zu vermeiden. Es haben viele vieles gehabt, aber die meisten nicht so viel. Und man hat das Gefuehl, man ist nichts, es sei denn man passt in ein bestimmes Schema hinein.

Am Ende als Wessi ist es fuer mich am Besten. Da ist viel Kampf, aber man lebt in keiner Traumwelt mehr. Man hat kein Sicherheitsnetz sowie damals, aber man weiss man verdient was man sich erkaempft. Die Welt ist nicht perfekt, aber zumindest habe ich das Gefuehl an ihrem Schaffen daran teilzuhaben...ich wuensche mir keine Mauern mehr, keine Unwahrheit, keine Unterdrueckung andersdenkenden...ich wuensche mir die Realitaet und die Moeglichkeit etwas an ihr verbessern zu koennen."

So, und das aus der Sicht eines bekannten nicht DDR-Buergers, nicht Deutschen und nicht Sozialisten. Mal sehen, ob es ankommt...

Berliner



@Berliner, mit Deinem ersten Absatz kann ich 100% mitgehen. Den zweiten sehe ich anders. Zum Beispiel hat meine Ex-Verlobte vom ersten NVA-Standort Bauzeichnerin gelernt. War damals allerdings geistig nicht ausgelastet und fühlte sich zu Höherem berufen. Also bei der Abendschule angemeldet, Abi nachgemacht, um Studienplatz beworben, und in Dresden an der TU Bau studiert. Zwar kam die Kehre dazwischen, aber sie hätte danach in der DDR durchaus als Bau-Ing. arbeiten können, statt als Bauzeichnerin. Man konnte also vorankommen, wenn man wollte. Da mußte man sich allerdings - wie heute auch - selber kümmern! Sie war übrigens nicht in der Partei, wollte auch absolut nicht. Und trotzdem.
Anderes schönes Beispiel, daß man auch als Nicht-Konformist vorankommen konnte: Mein Abteilungsleiter im ehemaligen Lehr-Betrieb. Bekennender Katholik, und trotzdem stellvertretender Hauptabteilungsleiter geworden.
Zum dritten Absatz: Du wünschst Dir keine Unwahrheiten mehr - schau mal in die heutigen Zeitungen, höre/sehe Nachrichten.
Da wirst Du mit Lügen und Halbwahrheiten nur so bombardiert. Nimm nur mal das Beispiel des Überfalls auf Jugoslawien damals. Kommandierende NATO-Offiziere geben heute zu, daß die humanitäre Katastrophe dort erst durch den Überfall auf Jugoslawien ausgelöst wurde. Uns erzählte man damals, sie bestehe dort beeits, und deshalb müsse dort eingegriffen werden. Nimm den Überfall der USA auf den Irak, weil der "Massenvernichtungswaffen habe". Die von den USA und der BRD gelieferten selbigen hat er aber bei seinen Giftgasangriffen gegen die Kurden im eigenen Land (übrigens denselben, die von der Türkei im Irak mit NATO-Waffen bekämpft werden!) verbraucht, bei etwaigen Restbeständen hätte man erst noch die Stempel "Made in USA" respektive "...Germany" wegfeilen müssen, ehe man sie der Weltöffentlichkeit präsentierte. Nebenbei war Saddam Hussein lange Jahre amerikanische Marionette, ehe er überflüssig wurde. Der Punkt für die Amerikaner, der das Faß zum Überlaufen brachte, war, daß er die Erdölexporte seines Landes von Dollar- auf €uro-Abrechnung umstellen wollte.
Und sowas macht mich halt wütend, wenn man den ganzen Tag von vorn bis hinten verar...t wird, schlimmer als jemals in der DDR! Google mal nach dem "Guttenberg - Dossier" von Zeitgeist Online...
Tom


Die DDR war meine Heimat, auch wenn nicht alles Gold war, was glänzte - wo die DDR war, ist meine Heimat nicht mehr


zuletzt bearbeitet 08.11.2009 14:12 | nach oben springen

#37

RE: DDR mein Land

in Leben in der DDR 08.11.2009 14:16
von karl143 (gelöscht)
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@ major tom
im Gegensatz hat sich die Bundesrepublik auch an das Viermächteabkommen gehalten. Zum B. besondere, kenntlich gemachte Personalausweise, ein eingeschränktes Stimmrecht für die Berliner Abgeordneten im Deutschen Bundestag, keine Bundeswehr in Westberlin, und demzufolge auch keine Wehrpflicht.

Dagegen die DDR: Stationierung von NVA in Ostberlin, einheitliche Ausweise, natürlich die Wehrpflicht für Ostberliner, und das volle Stimmrecht (was war es denn auch Wert!) für die Berliner Abgeordneten in der Volkskammer.

Das solltest du mal bei Ausagen, wie dem "Wort zum Sonntag" bedenken. Die DDR verging sich immer wieder an diesem Abkommen und hielt es nie ein.


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#38

RE: DDR mein Land

in Leben in der DDR 08.11.2009 14:23
von MajorTom | 217 Beiträge

Karl143, kann mich nicht erinnern, behauptet zu haben, daß die DDR es einhielt, sondern lediglich der Behauptung widersprochen, daß Westberlin "nach Lesart der DDR" nicht zur BRD gehörte. Das "Wort zum Sonntag" war ein Zitat, stammte nicht von mir. Und - wenn die drei westlichen Alliierten ein Problem mit dem Status von Berlin - Hauptstadt der DDR gehabt hätten, dann hätten sie sicher eine Veränderung des Status' herbeiführen können...
Tom


Die DDR war meine Heimat, auch wenn nicht alles Gold war, was glänzte - wo die DDR war, ist meine Heimat nicht mehr


zuletzt bearbeitet 08.11.2009 14:24 | nach oben springen

#39

RE: DDR mein Land

in Leben in der DDR 08.11.2009 14:30
von karl143 (gelöscht)
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Zitat von MajorTom
Karl143, kann mich nicht erinnern, behauptet zu haben, daß die DDR es einhielt, sondern lediglich der Behauptung widersprochen, daß Westberlin "nach Lesart der DDR" nicht zur BRD gehörte. Das "Wort zum Sonntag" war ein Zitat, stammte nicht von mir. Und - wenn die drei westlichen Alliierten ein Problem mit dem Status von Berlin - Hauptstadt der DDR gehabt hätten, dann hätten sie sicher eine Veränderung des Status' herbeiführen können...
Tom


Die DDR hat immer wieder betont, das Westberlin nicht zur BRD gehört. Das kam zum Beispiel ganz klar bei der Aktuellen Kamera zum Ausdruck. Und diese gab bestimmt nicht Nachrichten ohne Überprüfung heraus. Wie hätten die drei Westmächte zum Beispiel die regelmäßigen Paraden der NVA in Ostberlin verhindern können. Mit dem 3. Weltkrieg? Protestiert haben sie dagegen regelmäßig. Was bringt es bei einem Staat wie der DDR?


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#40

RE: DDR mein Land

in Leben in der DDR 08.11.2009 14:30
von dein1945 (gelöscht)
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Zitat von MajorTom

Zitat von dein1945
...nach lesart der DDR gehörten wir Berliner ja nicht zur BRD. Habs aber mit Humor genommen meinen "Behelfsmässigen Ausweis" getauscht und mich damit abgefunden. ...



@Dein1945, auch wenn Dein Posting eher als "Wort zu Sonntag" denn Ernst genommen werden soll, ein kleiner Hinweis muß sein:
Daß Westberlin nicht zur BRD gehörte, lag weniger an der Lesart der DDR, sondern am Vier-Mächte-Abkommen, das dieses regelte. Und - wenn Du für Dich damit zufrieden bist, dann gestehe ich Dir das gerne zu, erwarte jedoch eben auch, daß Du mir gleichfalls zugestehst, nicht zufrieden zu sein.
Schönen Sonntag,
Tom




Hallo Tom,
dann lassen wir mal die lesart der DDR weg, Vier-Mächte-Abkommen, danach die 3 Westsektoren, nicht Sitz des Bundestages, nicht Sitz der Regierung, keine Wehrpflicht, nicht mal wählen konnten wir den Bundestag, Gesetze musten vom Senat in extra Sitzungen übernommen werden.
Der Ostsektor unter russischer Verwaltung, denn wer hatte im Endefekt das sagen, Sitz der Volkskammer, Sitz der Regierung, Wehrpflicht vom ersten Tag an auch in Ostberlin, auch die Volkskammer durfte in Ostberlin gewählt werden, sogar mit 99,9999%, Gesetze galten 1:1, alles nach lesart Vier-Mächte-Abkommen. Nur das Verteidigungs-Ministerium hatte seinen Sitz in Strausberg, soviel dazu, ob Du persönlich in Ost oder West zufrieden warst ist mir im Grunde egal, ich jedenfalls war es in meiner geteilten Stadt. Bin allerdings auch glücklich darüber, dass es
nicht mehr so ist, daher ist der 9.Nov. für mich ein Freudentag,
Gruß aus Berlin


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