#21

RE: Die Grenze

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 07.11.2009 12:43
von SanGefr | 218 Beiträge

Verd...., jetzt kann ich nix mehr berichtigen!


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#22

RE: Die Grenze

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 07.11.2009 12:45
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Zitat von TOMMI
Ich war Grenzer, nicht mehr nicht weniger.
Ich bin weder stolz darauf, noch schäme ich mich dessen.
Wenn ich stolz bin, dann dafür, dass durch mich niemand zu
Schaden kam und dass ich genau dieselben 60 Patronen, die
ich am Beginn meiner Dienstzeit empfangen habe, auch wieder
am Ende abgegeben habe.

TOMMI


Ein guter Beitrag Tommi.So haben es wohl viele gesehen.Die Dienstzeit antreten,an sein Tagewerk gehen,möglichst
ohne Zwischenfälle und so auch die Dienstzeit zu beenden.



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#23

RE: Die Grenze

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 07.11.2009 13:07
von SanGefr | 218 Beiträge

Hallo manudave!
Man lernt nie aus. Wir lernen alle dazu!
Gruß Jürgen


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#24

RE: Die Grenze

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 07.11.2009 13:11
von SanGefr | 218 Beiträge

Sorry Tommi!
Ich habe da mal eine Frage mit den 60 Patronen empfangen und abgeben. War das symbolisch gemeint?
Gruß Jürgen


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#25

RE: Die Grenze

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 07.11.2009 13:24
von Ludwig | 252 Beiträge

Hallo, SanGefr,

danke für die Antwort, ich habe den Sinn und Zweck kapiert.
Übrigens sind wir der gleiche Jahrgang, die neuen "Nachwende"-Regeln der Orthograph(oder f)ie ignoriere
ich komplett.



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#26

RE: Die Grenze

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 07.11.2009 13:33
von SanGefr | 218 Beiträge

Hallo Ludwig!
Echt cool. Jetzt sind wir schon zwei, denen die jetzige Rechtschreibung an einem gewissen Körperteil vorbeigeht. Wenn sich noch einer meldet, gründen wir einen Verein!
Gruß Jürgen


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#27

RE: Die Grenze

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 07.11.2009 14:25
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

....also ich bin jetzt echt erstaunt, dass nicht einer von euch bisher stolz auf seine waffengattung und seine leistung ist. man muss nicht alles unbedingt auf das negative reduzieren...


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
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#28

RE: Die Grenze

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 07.11.2009 15:11
von Mongibella (gelöscht)
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Zitat von GilbertWolzow
....also ich bin jetzt echt erstaunt, dass nicht einer von euch bisher stolz auf seine waffengattung und seine leistung ist. man muss nicht alles unbedingt auf das negative reduzieren...



Mein Gott GW, worauf sollen sie denn stolz sein....sollen se stolz drauf sein die Wächter gewesen zu sein, die aufgepasst haben das keiner wegläuft....und nee, das is doch keine Reduktion aufs Negative.....das war schlichtweg die Aufgabe....

....ich bin zB auch nich stolz auf meine Leistung, daran beteiligt gewesen zu sein, das ein verirrter Sportflieger zum Landen gezwungen wurde....nee, der tat mir nur leid und es löste Sehnsucht bei mir aus, weil ich wusste, das er danach auch wieder freigelassen wurde und wieder raus aus der DDR durfte....

Mara


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#29

RE: Die Grenze

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 07.11.2009 15:21
von Danny_1000 | 166 Beiträge

Zitat von GilbertWolzow
....also ich bin jetzt echt erstaunt, dass nicht einer von euch bisher stolz auf seine waffengattung und seine leistung ist. man muss nicht alles unbedingt auf das negative reduzieren...


Wie das mit dem Stolz damals – als junger Spunt – war, weiß ich heute nicht mehr. Aber heute, nach alldem was wir nun mittlerweile wissen… ?

Wiki schreibt über den Stolz u.a.:
„Er (der Stolz) entspringt der (subjektiven) Gewissheit, etwas Besonderes, Anerkennenswertes oder Zukunftsträchtiges geleistet zu haben oder daran mitzuwirken.“

Zukunftsträchtig war unser Job an der Grenze nun wahrlich nicht. Und was an dem Dienst anerkennenswert gewesen sein soll, erschleißt sich mir heute nicht mehr.

Der Dienst bei der Armee war für die meisten ein Pflichtdienst, den sie zudem noch widerwillig ableisteten. So gesehen hält sich der Stolz auf den Dienst bei den GT für die allermeisten wohl in Grenzen.

Nein, stolz bin ich darauf heute nicht mehr.

Gruß
Daniel


Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst !
(Voltaire frz. Philosoph 1694 - 1778)
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#30

RE: Die Grenze

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 07.11.2009 15:22
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

also präzisiere ich das ganze mal: könnt ihr mit stolz auf eure vergangenheit blicken? habt ihr eure aufgabe u.a. die sicherung der grenze und des friedens an der nahtstelle zweier militärpakte und unterschiedlichen systeme erfüllt?


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
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#31

RE: Die Grenze

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 07.11.2009 15:28
von nimmnix | 196 Beiträge

Zitat von GilbertWolzow
....also ich bin jetzt echt erstaunt, dass nicht einer von euch bisher stolz auf seine waffengattung und seine leistung ist. man muss nicht alles unbedingt auf das negative reduzieren...




stolz könnte ich sein wenn ich FREIWILLIG bei einer Waffengattung
gedient hätte .

ich bin "Zwangsweise " zum dienst gegangen .


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#32

RE: Die Grenze

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 07.11.2009 15:32
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

...das schon @nimmnix, aber normalerweise schaut jeder mensch auf etwas vollbrachtes mit stolz. hat man rückwärtsblickend nur negative erinnerungen, bei aller härte, so wird man auch nicht stolz auf einen lebensabschnitt sein. hier ist nun der dienst "am kanten" gefragt.


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
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#33

RE: Die Grenze

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 07.11.2009 15:35
von Danny_1000 | 166 Beiträge

Zitat von GilbertWolzow
also präzisiere ich das ganze mal: könnt ihr mit stolz auf eure vergangenheit blicken? habt ihr eure aufgabe u.a. die sicherung der grenze und des friedens an der nahtstelle zweier militärpakte und unterschiedlichen systeme erfüllt?


Ich blicke heute mit einem komischen Gefühl auf diese 3 Jahre in Berlin zurück. Die, die uns damals als „Grenzverletzer“ – als Feinde – dargestellt wurden, waren in den allermeisten Fällen Leute, die einfach nur woanders leben wollten. Und dass ich mit dazu beigetragen habe, dies zu verhindern, erzeugt in mir u.a. diese oben beschrieben Gefühl.

Was das immer wieder angeführte Argument der „Sicherung des Friedens“ betrifft, so ist das wahrlich kein Alleinstellungsmerkmal der Grenztruppen der DDR, welches eine Hervorhebung verdient.
Um den Frieden – so denke ich – haben sich ganz andere Persönlichkeiten in Europa und der Welt viel wirkungsvoller verdient gemacht.

Gruß
Daniel


Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst !
(Voltaire frz. Philosoph 1694 - 1778)
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#34

RE: Die Grenze

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 07.11.2009 15:44
von Gelöschtes Mitglied
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stolz könnte ich sein wenn ich FREIWILLIG bei einer Waffengattung
gedient hätte .

ich bin "Zwangsweise " zum dienst gegangen . [/quote]


Hallo @nimmnix,

deiner Ausführung habe ich nichts hinzu zufügen.

Ich war erleichtert und froh,ohne "Vorkommnisse"nach Haus gekommen zu sein!
Ich war nie froh darüber ein Grenzer gewesen zu sein und möchte mich auch nicht dafür rechtfertigen!

ek40


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#35

RE: Die Grenze

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 07.11.2009 16:27
von Oss`n | 2.777 Beiträge

Zitat von nimmnix

Zitat von GilbertWolzow
....also ich bin jetzt echt erstaunt, dass nicht einer von euch bisher stolz auf seine waffengattung und seine leistung ist. man muss nicht alles unbedingt auf das negative reduzieren...




stolz könnte ich sein wenn ich FREIWILLIG bei einer Waffengattung
gedient hätte .

ich bin "Zwangsweise " zum dienst gegangen .




Recht muß schon Recht bleiben.
Die GT wahren wohl die einzige Waffengattung wo niemand "Zwangsweise" an die Linie mußte.
Auch nur die allerkleinste Bitte nicht seinen Dienst an der Grenze verrichten zu müssen genügte um aus der Grenzkompanie entfernt zu werden.
Also wer da behauptet zum Grenzdienst gezwungen geworden zu sein erzählt einfach nur einen Schmarrn.
In wie weit man dann nat. zu hunderten WE - Schichten im Regiment verdonnert wurde und damit warscheinlich auch nicht ganz glücklich war weis ich nicht.
Von uns wollte das niemand - deshalb hieß es Klappe halten, denn so locker wie an der Grenze ging es wohl nirgends zu.

Oss`n


Spucke nie in einen Brunnen - es könnte sein, du mußt mal daraus trinken !
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#36

RE: Die Grenze

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 07.11.2009 16:35
von maja64 (gelöscht)
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Zitat von Oss`n

Zitat von nimmnix

Zitat von GilbertWolzow
....also ich bin jetzt echt erstaunt, dass nicht einer von euch bisher stolz auf seine waffengattung und seine leistung ist. man muss nicht alles unbedingt auf das negative reduzieren...




stolz könnte ich sein wenn ich FREIWILLIG bei einer Waffengattung
gedient hätte .

ich bin "Zwangsweise " zum dienst gegangen .




Recht muß schon Recht bleiben.
Die GT wahren wohl die einzige Waffengattung wo niemand "Zwangsweise" an die Linie mußte.
Auch nur die allerkleinste Bitte nicht seinen Dienst an der Grenze verrichten zu müssen genügte um aus der Grenzkompanie entfernt zu werden.
Also wer da behauptet zum Grenzdienst gezwungen geworden zu sein erzählt einfach nur einen Schmarrn.
In wie weit man dann nat. zu hunderten WE - Schichten im Regiment verdonnert wurde und damit warscheinlich auch nicht ganz glücklich war weis ich nicht.
Von uns wollte das niemand - deshalb hieß es Klappe halten, denn so locker wie an der Grenze ging es wohl nirgends zu.

Oss`n









Gebe ich Dir zu 100% recht.


maja


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#37

RE: Die Grenze

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 07.11.2009 18:33
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von maja64

Zitat von Oss`n

Zitat von nimmnix

Zitat von GilbertWolzow
....also ich bin jetzt echt erstaunt, dass nicht einer von euch bisher stolz auf seine waffengattung und seine leistung ist. man muss nicht alles unbedingt auf das negative reduzieren...


stolz könnte ich sein wenn ich FREIWILLIG bei einer Waffengattung
gedient hätte .
ich bin "Zwangsweise " zum dienst gegangen .



Recht muß schon Recht bleiben.
Die GT wahren wohl die einzige Waffengattung wo niemand "Zwangsweise" an die Linie mußte.
Auch nur die allerkleinste Bitte nicht seinen Dienst an der Grenze verrichten zu müssen genügte um aus der Grenzkompanie entfernt zu werden.
Also wer da behauptet zum Grenzdienst gezwungen geworden zu sein erzählt einfach nur einen Schmarrn.
In wie weit man dann nat. zu hunderten WE - Schichten im Regiment verdonnert wurde und damit warscheinlich auch nicht ganz glücklich war weis ich nicht.
Von uns wollte das niemand - deshalb hieß es Klappe halten, denn so locker wie an der Grenze ging es wohl nirgends zu.
Oss`n



Gebe ich Dir zu 100% recht.
maja




Na ja,einige scheinen es ja hier nicht verstehen zu wollen oder können es leider nicht.
Nochmal zum mitschreiben:Ich war nicht freiwillig in diesem Verein,ich habe zur Musterung gesagt,das ich nicht an die Grenze möchte.
Dies wurde mir dann zugesichert.Als aber die Einberufung kam,ging es eben doch an den Zaun!
Nun war man sauer und hat an die Konsequenzen gedacht,die einem selber oder seiner Familie widerfahren könnten,wenn man Stress macht.Was ihr mir hier vorwerfen könnt ist Inkonsequenz!!!Nicht mehr und nicht weniger,weil man sich der eigenen beruflichen Zukunft und Familie wegen dann mit dieser Tatsache arrangierte.Aber von Schmarrn zu reden ist einfach nur niedriges Niveau!!!Ich dachte man tauscht sich hier über Zeitgeschichte aus,die wir selbst miterlebt haben und beleidigt sich nicht.Denn nichts anderes ist es,wenn Oss'n und maja von Schmarrn reden.
Sie bezichtigen einem quasi der Lüge.Ich hatte in diesem Forum schon einige Ausführungen über dieses Thema gemacht,die ihr sicherlich noch nicht gelesen habt.Zu meiner Zeit am Zaun hab ich dann so viel Mist gebaut,das ich eigentlich tagtäglich von dort hätte abgeholt werden müßen!Aber es geschah nichts!!!!!Ich weiß auch nicht warum!Das laß ich mir doch von euch nicht absprechen!Das war dort mein Leben,so hab ichs erlebt.Eigentlich wäre mir nur noch die Flucht geblieben um von dort wegzukommen,aber das kam zur damaligen Zeit aus schon erklärten Gründen nicht in Frage.Heute sag ich leider!!!
Ach ja,ich war nie in der Partei,wollte zur Meisterschule/Studium,sollte dafür in die SED.Hab es immer abgelehnt!Wurde dann mit Versetzung zur "Soz.Hilfe" für 8 Wochen in eine ander Abteilung bestraft.Durfte im Osten nie zur Weiterbildung!
Das ich für ein Jahr lang am "Antifaschistischem Schutzwall"stand und die "Werktätige Bevölkerung" nebst ihren Familien vor dem bösen "Klassenfeind" geschützt hab,hat kein Sch.... interessiert.

Selbstverständlich war es Zwang!Nun könnt ihr noch mit der Wehrdienstverweigerung kommen,die ja auch so "demokratisch" in dieser DDR gehandhabt wurde.
Ich will mich jetzt hier nicht weiter reinsteigern und breche lieber ab.

ek40


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#38

RE: Die Grenze

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 07.11.2009 20:00
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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Sag einmal Mario, dein Anfangsbeitrag auf Seite 1 haut mich aber aus den Socken. Ich, und stolz...ein Grenzer...also ich wollte nur Nachhause, jeden Tag, jeden Monat, na gut, das letzte dreiviertel Jahr hatte ich ja meine Liebeslaube in Boizenburg.
Aber jetzt mal im Ernst, die Armeezeit stahl mir die schönsten Monate, die ein junger Vater von seinem Kind haben kann, das merke ich jetzt bei meiner Enkelin.
Ich hab das auch schon am Anfang in der Elbgrenze einmal geschrieben: Ich streckte die Arme aus, bei meinem ersten Urlaub nach ca. 13 Wochen und meine Tochter von anderhalb Jahren rannte zu meinem Schwiegervater".
Das Gefühl wünsche ich keinem, nicht Einem.
Dann hatte ich einen Beruf, der war wie ein Goldesel, der Dukaten sche..t, ich brauchte mir bloß den Hintern aufzureisen, und das habe ich gemacht.
Also wieder 18 Monate weniger Dukaten, aber ich glaube, ich lasse es erstmal zum Sonnabend, ehe ich mich noch aufrege.
Aber du kennst meinen Humor, Mario, mein Freund und Chucky, das wollte ich noch anfügen: "Die Frage ist nicht schlecht formuliert, aber manchem könnte davon schlecht werden".

Gruß Rainer- Maria

PS: Verdammt, jetzt hatte ich ja meine junge Frau vergessen, den sie hatte ich vorher jeden Tag um mich, Tag und Nacht...also ich weiß nicht...Männer...oder soll ich weiter schreiben...


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#39

RE: Die Grenze

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 07.11.2009 20:06
von Mongibella (gelöscht)
avatar

Zitat von Rainer-Maria-Rohloff
also ich weiß nicht...Männer...oder soll ich weiter schreiben...



Nee...bitte keine Details....das geht uns einfach nichts an....hahahahaha.....


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#40

RE: Die Grenze

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 07.11.2009 20:18
von wosch (gelöscht)
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Zitat von EK40:

Na ja,einige scheinen es ja hier nicht verstehen zu wollen oder können es leider nicht.
Nochmal zum mitschreiben:Ich war nicht freiwillig in diesem Verein,ich habe zur Musterung gesagt,das ich nicht an die Grenze möchte.
Dies wurde mir dann zugesichert.Als aber die Einberufung kam,ging es eben doch an den Zaun!
Nun war man sauer und hat an die Konsequenzen gedacht,die einem selber oder seiner Familie widerfahren könnten,wenn man Stress macht.Was ihr mir hier vorwerfen könnt ist Inkonsequenz!!!Nicht mehr und nicht weniger,weil man sich der eigenen beruflichen Zukunft und Familie wegen dann mit dieser Tatsache arrangierte.Aber von Schmarrn zu reden ist einfach nur niedriges Niveau!!!Ich dachte man tauscht sich hier über Zeitgeschichte aus,die wir selbst miterlebt haben und beleidigt sich nicht.Denn nichts anderes ist es,wenn Oss'n und maja von Schmarrn reden.
Sie bezichtigen einem quasi der Lüge.Ich hatte in diesem Forum schon einige Ausführungen über dieses Thema gemacht,die ihr sicherlich noch nicht gelesen habt.Zu meiner Zeit am Zaun hab ich dann so viel Mist gebaut,das ich eigentlich tagtäglich von dort hätte abgeholt werden müßen!Aber es geschah nichts!!!!!Ich weiß auch nicht warum!Das laß ich mir doch von euch nicht absprechen!Das war dort mein Leben,so hab ichs erlebt.Eigentlich wäre mir nur noch die Flucht geblieben um von dort wegzukommen,aber das kam zur damaligen Zeit aus schon erklärten Gründen nicht in Frage.Heute sag ich leider!!!
Ach ja,ich war nie in der Partei,wollte zur Meisterschule/Studium,sollte dafür in die SED.Hab es immer abgelehnt!Wurde dann mit Versetzung zur "Soz.Hilfe" für 8 Wochen in eine ander Abteilung bestraft.Durfte im Osten nie zur Weiterbildung!
Das ich für ein Jahr lang am "Antifaschistischem Schutzwall"stand und die "Werktätige Bevölkerung" nebst ihren Familien vor dem bösen "Klassenfeind" geschützt hab,hat kein Sch.... interessiert.

Selbstverständlich war es Zwang!Nun könnt ihr noch mit der Wehrdienstverweigerung kommen,die ja auch so "demokratisch" in dieser DDR gehandhabt wurde.
Ich will mich jetzt hier nicht weiter reinsteigern und breche lieber ab.

ek40[/quote]

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Hallo EK40!
Ohne daß ich hier für Jemanden Partei ergreifen möchte, will ich an dieser Stelle noch einmal kurz darstellen wie "zwangslos" man mich überredet hatte, seinerzeit meine "freiwillige" Verpflichtungserklärung für die NVA abzugeben:
Am 2. oder 3. Januar 1962 kamen 8 Personen zu mir (NVA Offizier, Polizei-Offizier, Kampfgruppen-Kommandeur, Parteisekretär, FDJ-Sekretär, Kaderleiter vom Betrieb und zwei mir unbekannte Zivilisten). Man legte mir einen Zettel vor, den ich unterschreiben sollte. Der Inhalt dieses Zettels lautete sinngemäß so : "Hiermit verpflichte ich mich freiwillig zum sofortigen Eintritt in die bewaffneten Streikräfte der Nationalen Volksarmmee der DDR." Zu sagen,daß ich da nicht hin wollte, konnte man sich nicht erlauben, denn eine Absage bedeutete damals, man ist gegen den Frieden. "Man
wollte ja nur meine Bereitschaft sehen", das "sofort" wurde durchgestrichen und ich wurde ca 3 Stunden bearbeitet, bis man mir mit dem Hinweis, daß meine Mutter (Unterstufen)Lehrerin an einer Sozialistischen Schule sei und man sich deswegen meine Einstellung nicht erklären könne, meine "freiwillige" Verpflichtungserklärung erschwindelt hatte. Es war schlicht gesagt eine Erpressung. Man wollte ja nur meine Bereitschaft sehen und trotzdem wurde ich am nächsten Tag gemustert und bekam auch schon die Einheit zugewiesen, wo und wann ich mich einzufinden hatte. Daß ich mich 2 Tage später
nach Hamburg "durchgeschlagen" hatte, dürfte wohl Beweis genug dafür sein, daß es mit meiner "freiwilligen" Verpflichtungserklärung nicht so "Freiwillig" gewesen sein kann.
Was daß mit dem Dienst an der Grenze zu tun hat? Ich bin nach meiner Erfahrung mit den "Überredungskünsten" der Genossen ziemlich sicher, daß es nicht einfach war, zu sagen, ich möchte nicht..... Bevor man seinerzeit mit dem "Hinweis" auf meine Mutter kam, hatte man mir unter Anderem zu verstehen gegeben, daß man mich im Weigerungsfalle nicht auf die ABF delegieren würde und nur Arbeitsmöglichkeiten mit geringem Verdienst für mich hätte. Ich bin überzeugt davon, daß ähnlich versteckte "Hinweise" auch dem gegeben wurde, der seinen Dienst nicht an der Grenze versehen wollte.
Schönen Gruß aus Kassel


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