#1

Hans-Joachim Pohl: über seine schmerzvolle Spurensuche nach der DDR-Vergangenheit seiner Familie.

in Presse Artikel Grenze 23.10.2009 09:09
von Angelo | 12.397 Beiträge

Sehr viel ideelle Unterstützung erfährt der Wermelskirchener Hans-Joachim Pohl seit unserer Erstveröffentlichung über seine schmerzvolle Spurensuche nach der DDR-Vergangenheit seiner Familie. Im September hatte der 69-Jährige die Stasi-Akte seiner Familie einsehen und damit erstmals verstehen können, woher das Trauma seiner Familie herrührt: aus dem Unrechtsstaat der DDR, dessen Vergangenheit nicht vergessen werden darf, wie Pohl anmahnt.

http://www.rp-online.de/public/article/w...-vergessen.html


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#2

RE: Hans-Joachim Pohl: über seine schmerzvolle Spurensuche nach der DDR-Vergangenheit seiner Familie.

in Presse Artikel Grenze 23.10.2009 09:44
von seaman | 3.487 Beiträge


Acht Monate Haft,nur weil man einen Brief in den Westen schicken wollte?
Das interessiert mich...
seaman


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#3

RE: Hans-Joachim Pohl: über seine schmerzvolle Spurensuche nach der DDR-Vergangenheit seiner Familie.

in Presse Artikel Grenze 23.10.2009 11:14
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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Hallo alle zusammen, interressant wäre, zu erfahren:
A) Was stand in diesem Brief?
B) Welchen Zeitraum umfasst die ganze Angelegenheit.
Meine Meinung, es ist Alles zu undurchsichtig, ich zweifle auch an, das jemand für einen normalen Brief usw.in den Strafvollzug musste.
Warten wir also auf mehr Akteneinsicht.

Gruß Rainer- Maria


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#4

RE: Hans-Joachim Pohl: über seine schmerzvolle Spurensuche nach der DDR-Vergangenheit seiner Familie.

in Presse Artikel Grenze 23.10.2009 12:02
von wosch (gelöscht)
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Zitat von Rainer-Maria-Rohloff
Hallo alle zusammen, interressant wäre, zu erfahren:
A) Was stand in diesem Brief?
B) Welchen Zeitraum umfasst die ganze Angelegenheit.
Meine Meinung, es ist Alles zu undurchsichtig, ich zweifle auch an, das jemand für einen normalen Brief usw.in den Strafvollzug musste.
Warten wir also auf mehr Akteneinsicht.

Gruß Rainer- Maria



....................................................................................................................

Mich interessiert in erster Linie, mit welchem Recht in der DDR die Stasi in fremden Briefen rumgeschnüffelt hat!!!
Schönen Gruß aus Kassel.
wosch


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#5

RE: Hans-Joachim Pohl: über seine schmerzvolle Spurensuche nach der DDR-Vergangenheit seiner Familie.

in Presse Artikel Grenze 23.10.2009 12:06
von Alfred | 6.857 Beiträge

wosch,

mit dem gleichen Recht wie andere Geheimdienste in der Welt auch Briefe kontrollieren.


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#6

RE: Hans-Joachim Pohl: über seine schmerzvolle Spurensuche nach der DDR-Vergangenheit seiner Familie.

in Presse Artikel Grenze 23.10.2009 12:24
von Wolfgang B. (gelöscht)
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Zitat von Alfred
wosch,

mit dem gleichen Recht wie andere Geheimdienste in der Welt auch Briefe kontrollieren.



also mit keinem Recht.


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#7

RE: Hans-Joachim Pohl: über seine schmerzvolle Spurensuche nach der DDR-Vergangenheit seiner Familie.

in Presse Artikel Grenze 23.10.2009 12:27
von wosch (gelöscht)
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Zitat von Alfred
wosch,

mit dem gleichen Recht wie andere Geheimdienste in der Welt auch Briefe kontrollieren.



::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::

Alfred, du bist mir noch eine Antwort schuldig geblieben, bezüglich Deines Vorwurf´s, ich hätte Strehlow zu den Toten gezählt. Ich hatte dich auf Deinen Irrtum hingewiesen. Schon vergessen?

Wenn Du meinst, daß Ihr Recht hattet, Millionenfach in fremder Post rumzuschnüffeln, dann beweist das doch nur Deine Einstellung zu den grundlegenden Werten, wie Freiheit und Demokratie. Alfred, ich bin froh, daß man Euch das Handwerk gelegt hat!!
Schönen Gruß aus Kassel


zuletzt bearbeitet 23.10.2009 12:27 | nach oben springen

#8

RE: Hans-Joachim Pohl: über seine schmerzvolle Spurensuche nach der DDR-Vergangenheit seiner Familie.

in Presse Artikel Grenze 23.10.2009 12:29
von Alfred | 6.857 Beiträge
zuletzt bearbeitet 23.10.2009 12:38 | nach oben springen

#9

RE: Hans-Joachim Pohl: über seine schmerzvolle Spurensuche nach der DDR-Vergangenheit seiner Familie.

in Presse Artikel Grenze 23.10.2009 12:42
von glasi | 2.815 Beiträge

hallo wosch. das sehe ich genauso.. jedes paket von uns war geöffnet. wenn das nicht schon schlimm genug war. es fehlten auch noch sachen. lebensmittel, kaffee, süßigkeiten. na alfred. was hat das mit geheimdienst zutuen.. das waren wohl menschliche genüße.



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#10

RE: Hans-Joachim Pohl: über seine schmerzvolle Spurensuche nach der DDR-Vergangenheit seiner Familie.

in Presse Artikel Grenze 23.10.2009 12:48
von Alfred | 6.857 Beiträge

Glasi,

wie soll ich nachvollziehen können, ob was fehlte ?

Wenn was fehlte gibt es wohl verschiedene Möglichkeiten. Oder ? Warum soll gleich wieder das MfS geklaut haben ?

Es gab u.a. auch Zollbestimmungen, schon vergessen oder wer sagt, dass es nicht durch die Post geklaut wurde, wenn dem so war.

Aber eigentlich sind mir solche Verallgemeinerungen zu primitiv.


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#11

RE: Hans-Joachim Pohl: über seine schmerzvolle Spurensuche nach der DDR-Vergangenheit seiner Familie.

in Presse Artikel Grenze 23.10.2009 12:53
von karl143 (gelöscht)
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Alfred das konnte man ganz einfach nachvollziehen. Damals mußte eine Inhaltsliste in jedes Packet mit reingelegt werden. Das war eine Vorschrift der DDR.


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#12

RE: Hans-Joachim Pohl: über seine schmerzvolle Spurensuche nach der DDR-Vergangenheit seiner Familie.

in Presse Artikel Grenze 23.10.2009 12:54
von wosch (gelöscht)
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Zitat von Alfred


Vielleicht findest Du hier was:

http://www.forum-ddr-grenze.de/t1912f53-...rk-Rostock.html




....................................................................................................................

Ach Alfred, wenn Du mit Deinen Link auf den Rausschmiß vom Merkurs Buchvorlage hinweisen willst, ist das ein sehr erbärmlicher Versuch vom Thema "Millionenfache Verletzung des Postgeheimnisses durch das MfS" abzulenken. Zu den Herren Kierstein und Schramm, den Autoren dieses Buches, möchte ich mich mit Dir übrigens auch gar nicht unterhalten, es würde uns nicht weiter bringen. Daß der Kierstein von der UHA Hohenschönhausen für Dich ein ehrenwerter Mensch ist setz ich mal vorraus!
Schönen Gruß aus Kassel


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#13

RE: Hans-Joachim Pohl: über seine schmerzvolle Spurensuche nach der DDR-Vergangenheit seiner Familie.

in Presse Artikel Grenze 23.10.2009 12:55
von Alfred | 6.857 Beiträge

Karl,

bitte richtig lesen.

Ich schrieb, ich kann nicht nachvollziehen ob was fehlte.

Aber vielleicht finden wir zu dieser Thematik was im erwähnten Buch.

Wosch

Und der Link hat doch nichts mit Herr Kierstein und Schramm zu schaffen, da geht es um ein ganz anderes Buch.


zuletzt bearbeitet 23.10.2009 12:59 | nach oben springen

#14

RE: Hans-Joachim Pohl: über seine schmerzvolle Spurensuche nach der DDR-Vergangenheit seiner Familie.

in Presse Artikel Grenze 23.10.2009 13:05
von wosch (gelöscht)
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Zitat von Alfred
Karl,

bitte richtig lesen.

Ich schrieb, ich kann nicht nachvollziehen ob was fehlte.

Aber vielleicht finden wir zu dieser Thematik was im erwähnten Buch.

Wosch

Und der Link hat doch nichts mit Herr Kierstein und Schramm zu schaffen, da geht es um ein ganz anderes Buch.




..............................................................................................................

Alles klar Alfred, ich dachte nur weil das Thema in dem Thread auf Die Löschung von Merkur´s Artikel umgeschlagen war.
Also Du meintest das angeführte Buch. T´schuldigung
Schönen Gruß aus Kassel

P.S. So kann mann sich vertu´n, denke dabei auch an Deinen Vorwurf in Bezug auf "Strehlow", wenn Du verstehst, was ich meine?!


zuletzt bearbeitet 23.10.2009 13:07 | nach oben springen

#15

RE: Hans-Joachim Pohl: über seine schmerzvolle Spurensuche nach der DDR-Vergangenheit seiner Familie.

in Presse Artikel Grenze 23.10.2009 13:44
von Mongibella (gelöscht)
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Pakete nur mit Klamotten waren meistens nich geöffnet worden, wahrscheinlich haben se das durchs Durchleuchten sehen können und haben sich das Öffnen gespart....

....wir haben massenhaft Klamotten geschickt bekommen aus dem Sauerland....ich war so gut wie immer komplett in Westklamotten gekleidet mit allen schiefen Blicken die ich damit geerntet habe....auch wenn vieles davon nur second hand war....

Nix gegen Zollkontrollen, aber die DDR hat gewaltig übertrieben und echt millionenfach das Postgeheimnis gebrochen und Sachen untersucht, was sie echt nichts anging....es war echt nich schön ein Westpaket aufzureissen, dem man es ansah, das es nicht orginal verschlossen war....und wo nur Kaffee und Schokolade drin war und so....

Mara


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#16

RE: Hans-Joachim Pohl: über seine schmerzvolle Spurensuche nach der DDR-Vergangenheit seiner Familie.

in Presse Artikel Grenze 23.10.2009 14:12
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

Zitat von wosch


Wenn Du meinst, daß Ihr Recht hattet, Millionenfach in fremder Post rumzuschnüffeln, dann beweist das doch nur Deine Einstellung zu den grundlegenden Werten, wie Freiheit und Demokratie. Alfred, ich bin froh, daß man Euch das Handwerk gelegt hat!!
Schönen Gruß aus Kassel



ach mensch @wosch...vieleicht wäre es wirklich besser, wenn du erstmal luft holst... ich möchte dir als erstes ein buch einen ehem. bnd.mitarbeiters empfehlen: "bedingt dienstbereit" von juretzko. dort kannst du nachlesen, dass "die neuen im dienst" als erstes briefe in den osten öffnen lernen mussten. wie dies geschah ist genau beschrieben. das es so etwas nur in der diktatur gab war mir ja bekannt, aber in einer demokratie... nee, hätte ich echt nie geglaubt
wir sollten das thema auch trennen. briefkontrolle durch das mfs und poaketkontrolle durch den zoll waren zwei grundverschiedene dinge.

p.s. in den siebziger jahren muss mal die bv berlin einen vorgang gegen diebe von westpaketen bzw. erbrochenen paketen geführt haben. raus kam, das reichsbahner bei ankunft der pakete auf dem bahnhof lichtenberg oder ostbahnhof (mein gedächtniss ist hier nicht sicher ) die pakete erbrachen und innenliegende waren stahlen. die krönung muss dabei ein alkoholiker gewesen sein, der die pakete geschüttelt haben soll um festzustellen, ob sich alkohol in ihnen befand. dann erst erbrach er das paket. irgendwann hatte er aus einem erbrochenem paket den alkohol aus dicken gläsern getrunken und die innenliegenden exponate übersehen...


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
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#17

RE: Hans-Joachim Pohl: über seine schmerzvolle Spurensuche nach der DDR-Vergangenheit seiner Familie.

in Presse Artikel Grenze 23.10.2009 14:14
von Wolfgang B. (gelöscht)
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Zum Thema Postgeheimnis eine Anekdote aus meinem persönlichen Erleben.

Ende der 1970er Jahre bekam ich von meiner Mutter (BRD) die Adresse meiner Großeltern (DDR) zugesteckt.
Die Adresse hatte sie seit etwa 1959/60 vor mir versteckt.
Ich schrieb dann an meine "unbekannten" Großeltern einige Briefe.
Alle kamen wieder zurück mit dem Vermerk (sinngemäß) "Auch nach mehrmaligem Ausrufen Adressat unbekannt".
Darufhin nahm ich an, dass die Großeltern nicht mehr lebten.
Der Ort zählt nebenbei bemerkt gerade mal um die 2.000 Einwohner.
Nach der "Wende" konnte ich feststellen, dass meine Großeltern zum Zeitpunkt meiner Schreiben zwar tatsächlich schon verstorben waren, aber damals eine Tante und zwei Cousinen unter der Adresse wohnten. Außerdem gab es in unmittelbarer Nachbarschaft eine weitere Tante mit weiteren Cousins und Cousinen.
So viel zum Thema "Ausrufen".
Ob meine Schreiben damals "irgendetwas" in Gang setzten ist mir nicht bekannt. Merkwürdigerweise fiel aber ein "tragisches" Ereignis in Zusmmenhang mit meinem Onkel (1949-1957 in Westdeuitschland) genau in diesen Zeitraum.

Bitte, das ist nur eine Geschichte. Ich will damit keine Behauptungen o.ä. in irgendeiner Form aufstellen.


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#18

RE: Hans-Joachim Pohl: über seine schmerzvolle Spurensuche nach der DDR-Vergangenheit seiner Familie.

in Presse Artikel Grenze 23.10.2009 15:32
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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Hallo alle zusammen, ich hab da was schönes gefunden, es brauchte damals auch keinen Geheimdienst, um in der Post aus der Zone, der Ostzone herumzuschnüffeln. die Quelle füge ich unten an. Also, Wolfgang ( wosch) immer schön an die eigene Nase...fassen...ha, ha, ha
Du kennst doch mittlerweile deinen Busenfreund Rainer- Maria, wenn er etwas zur Sache finden will, findet er es auch.
Nicht das mir jetzt wieder Augenzeuge, mein Freund Jörg mit der Masche wie über das Ruhrgebiet kommt, so nach dem Motto" Das war ja Damals, später, ja, da hatte sich das alte Westdeutschland aber auch Soetwas zum Positiven gewandelt. Wer es glaubt, wird wahrscheinlich selig werden.

Senator Biermann- Ratjen gibt vor der Bürgerschaft zu, daß von September bis Dezember 1964 in Hamburg mehr als 130000 Postsendungen aus der DDR beschlagnahmt worden sind. Nach seinen Angaben wurden " verdächtige" Sendungen aussortiert und über das Hamburger Zollamt Post dem Oberstaatsanwalt beim Landgericht zugeleitet.
Aus einem Bericht des Bundesamtes für Verfassungsschutz geht hervor, daß in Westdeutschland monatlich etwa 812000 Privatpostsendungen aus der DDR " sichergestellt" werden. Zum Durchschnüffeln der Weihnachtspost, insbesondere der Solidaritätspakete für die Familien politischer Häftlinge, waren am 19.11 zusätzliche Richtlinien erlassen worden.

Quelle-Jahrbuch der DDR/ Deutscher Geschichtskalender 1964

Gruß Rainer- Maria


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#19

RE: Hans-Joachim Pohl: über seine schmerzvolle Spurensuche nach der DDR-Vergangenheit seiner Familie.

in Presse Artikel Grenze 23.10.2009 15:36
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von GilbertWolzow


p.s. in den siebziger jahren muss mal die bv berlin einen vorgang gegen diebe von westpaketen bzw. erbrochenen paketen geführt haben. raus kam, das reichsbahner bei ankunft der pakete auf dem bahnhof lichtenberg oder ostbahnhof (mein gedächtniss ist hier nicht sicher ) die pakete erbrachen und innenliegende waren stahlen. die krönung muss dabei ein alkoholiker gewesen sein, der die pakete geschüttelt haben soll um festzustellen, ob sich alkohol in ihnen befand. dann erst erbrach er das paket. irgendwann hatte er aus einem erbrochenem paket den alkohol aus dicken gläsern getrunken und die innenliegenden exponate übersehen...




Hallo Gilbert,
das stimmt schon genau, das es ein feiner Unterschied war, ob Pakete durch Zoll oder einen Geheimdienst (hier MfS) geöffnet bzw. kontrolliert wurden/ werden. Bei grenzüberschreitendem Verkehr zwischen zwei Staaten ist das durch den Zoll denk ich mal heute noch eine durchaus gängige Praxis, um die Einhaltung zollrechtlicher Bestimmungen zu kontrollieren. Gehe aber davon aus, das dies nur stichprobenartig bzw. in begründeten Verdachtsfällen geschieht. (Nicht umsonst muß man ja für Pakete außerhalb der EU eine Zollerklärung über den Inhalt abgeben!). Zu DDR- Zeiten geschah das aber flächendeckend, da ist nichts dran zu rutschen/ zu verharmlosen. Und es ist auch Tatsache, das da MfS und Zoll "eng" (Steigerungsform: enger, am engsten...) zusammenarbeiteten. Für die Betroffenen (Empfänger/ Absender) war da eeh kein Unterschied zu erkennen. Wenn es da zwei (rechtlich) verschiedene Dienststellen (eben Zoll und MfS) gegeben hat, so ist das nicht zu bestreiten, aber eben das MfS war bekannter und erwiesener Weise allgegenwärtig..., und das auch beim Zoll...!


Zu der anderen Sache mit den Diebstählen von/ aus Westpaketen:

Da gab es oft Fälle, das Pakete (Briefe) ganz verschwanden. Selbst bzw. meine Eltern die Erfahrung gemacht. Bei uns in Ilsenburg hat man in den 70-ern eine Mitarbeiterin der ehem. DDR- Post derartiger Taten überführt. Sie ist zu mehreren Jahren Haft verurteilt wurden. Durchgesickert ist, das man bei der Hausdurchsuchung auf dem Dachboden ein Warenlager mit bundesdeutschen (West-) Produkten gefunden hat, um das sie jeder Intershop beneidet hätte...!

Schwarze Schafe wird es da überall gegeben haben, bei Post, Reichsbahn (damals war ja noch reger Bahnpostverkehr) Zoll und eben auch MfS, die Versuchung wird eben für manche zu groß gewesen sein. Es war natürlich und gerade für Mitarbeiter von Zoll und MfS bestimmt noch schwerwiegender, dabei erwischt zu werden.

Wir haben es auch erlebt, das Pakete mit Hilfe von (dünnen) Nadeln durchstochen waren, man hat`s dem Vacum- verpackten Kaffee und anderen Sachen angesehen, es kamen auch Pakete, da war mehr herausgenommen, als auf dem Entnahmeprotokoll verzeichnet..., z. Bsp. von 10 Tafeln Schokolade waren nur noch 9 drin...!

Genauso mit Briefen zu Feierlichkeiten wie Jugendweihe, Konfimation, Geburt, Hochzeit ect., wo gerne mal ein Geldschein reingesteckt wurde (heute auch noch üblich). War und ist zwar dahingehend nicht zulässig, weil kein Schadenersatz geltend gemacht werden kann. Zu DDR- Zeiten verstieß es ja wohl auch gegen deviesenrechtliche Bestimmungen. Oft kamen derartige Briefe gar nicht an oder man sah, das sie geöffnet waren und Geld war logischer Weise verschwunden. Gerüchte (?) besagen, das MfS soll diese Art der Geldentnahme aus Briefsendungen in den 70-ern als zusätzliche Einnahmequelle zur Deviesenbeschaffung entdeckt haben...!

josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
zuletzt bearbeitet 23.10.2009 15:42 | nach oben springen

#20

RE: Hans-Joachim Pohl: über seine schmerzvolle Spurensuche nach der DDR-Vergangenheit seiner Familie.

in Presse Artikel Grenze 23.10.2009 16:20
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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Kleine Korrektur zu meinem Text von 15.32 Uhr, den wir wollen doch akurat Deutsch vorgehen, es war der 9. Dezember 1964, als dieser Senator Biermann- Ratjen....
Jetzt wird es aber langsam wieder Zeit, das Einer, eventuell Herr Pohl selbst zum eigentlichen Thema beiträgt, den die Bildzeitung schmeißt auch erst Mal das Monster auf die Titelseite und wartet dann, was anschließend passiert.

Gruß Rainer- Maria


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