#61

RE: Unfälle im Dienst an der innerdeutschen Grenze

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 28.01.2012 10:59
von Fall 80 | 171 Beiträge

Ich habe 1991-92 einen Angehörigen der GT (Hauptmann?) in Heiligenstadt getroffen, er hatte eine Beinprothese. Er soll das Bein durch eine Minendetonation verloren haben. Ich wollte damals aber nicht weiter Fragen. Vielleicht kennt Ihn ja Jemand.

Zitat von
Im Juni 1980 wurden Minensucharbeiten im Bereich Wirpketal durchgeführt. Am 4. Juni um 13:35 Uhr brachte ein Pionier eine verlegte Mine zur Detonation. Der Soldat arbeitet mit einer Minensonde. Der verletzte Soldat wurde von zwei anderen Gresos zum Sanitäts - Kfz gebracht. Die Arbeiten wurden für kurze Zeit unterbrochen, später wurden sie ganz eingestellt. Inwieweit der Pionier verletzt war, konnte von unserer Seite nicht festgestellt werden. *** Ich kann mir vorstellen, das es bei diesen Arbeiten öfters mal zu Unfällen kam.

Ich habe mal ein Bild angehängt: Pionier mit Gesichtsschutz und Suchstange beim aufspüren von Minen. Das Foto stammt aus Juni 1976 als im Bereich ostwärts von Offleben nach Minen gesucht wurde. Damals war der gesamte Maschinen- und Kfz Park auf dem Gelände der ehemaligen Ziegelei Offleben (PC402782) abgestellt.


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#62

RE: Unfälle im Dienst an der innerdeutschen Grenze

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 29.01.2012 17:17
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von GKUS64
(Ich glaube Jawa350 kann darüber berichten)


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#63

RE: Unfälle im Dienst an der innerdeutschen Grenze

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 30.01.2012 14:21
von Jawa 350 | 676 Beiträge

Mensch "94" Du einen aber auch nerven - "GKUS64" hat doch schon fast alles geschrieben.

Ich werde versuchen mit dem damaligen Postenführer zu telefonieren, denn ich glaube es war ein klein wenig anders...
Dann werde ich im Thema der GK Untersuhl berichten!


MfG
Jawa350
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#64

RE: Unfälle im Dienst an der innerdeutschen Grenze

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 30.01.2012 15:37
von Mholzmichel | 381 Beiträge

Zitat von Rostocker
Ich kann nur sagen,wenn man aus dem Grenzdienst kam und der Zug auf den Hof stand zu Waffenkontrolle.Das hin und wieder mal vergessen wurde das volle Magazin aus der Waffe zu nehmen.Und dann passierte es,aber meisten nach den Nachtdienst,zum Glück nie was passiert.
Wie hieß es doch noch gleich,bei der Waffenkontrolle durch den Zugführer.Genosse sowieswo--Waffe entladen,Patronenlager frei.


Und genau das ist mir in Berlin passiert. Nach einer Nacht und Nebelschicht. Nachder Ablösung musste ich am Führungsturm noch mal absitzen (Akkus holen), Magazin rein hoch auf den Turm wieder runter und drauf auf den W50.
Auf dem Hof dann Waffenkontrolle, ging ja ratz fatz, der Ltnt. hatte Glück dass er mit dem Kopf schon an meinem Lauf vorbei war. Im Moment hatte ich es gar nicht geklickert, dass es meine Flinte war.


EK 81/2
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#65

RE: Unfälle im Dienst an der innerdeutschen Grenze

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 30.01.2012 15:51
von Freedom (gelöscht)
avatar

Was sollte, aus meiner Sichtweise, im Falle einer Minendetonation da noch wirklich schützen?
Okay ich sehe diese Pioniere als "Kanonenfutter" an!


zuletzt bearbeitet 30.01.2012 15:52 | nach oben springen

#66

RE: Unfälle im Dienst an der innerdeutschen Grenze

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 30.01.2012 17:12
von eisenringtheo | 9.165 Beiträge

Zitat von Freedom
Was sollte, aus meiner Sichtweise, im Falle einer Minendetonation da noch wirklich schützen?
Okay ich sehe diese Pioniere als "Kanonenfutter" an!




Quelle des Bildes?
Theo


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#67

RE: Unfälle im Dienst an der innerdeutschen Grenze

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 30.01.2012 17:57
von Freedom (gelöscht)
avatar

Zitat von eisenringtheo

Zitat von Freedom
Was sollte, aus meiner Sichtweise, im Falle einer Minendetonation da noch wirklich schützen?
Okay ich sehe diese Pioniere als "Kanonenfutter" an!




Quelle des Bildes?
Theo





Seite 3!


zuletzt bearbeitet 30.01.2012 17:59 | nach oben springen

#68

RE: Unfälle im Dienst an der innerdeutschen Grenze

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 30.01.2012 19:20
von eisenringtheo | 9.165 Beiträge

Zitat von Freedom
(...)
Seite 3!


Dort ist leider auch keine Quelle angegeben. Ich tippe mal: BGS.
Theo


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#69

RE: Unfälle im Dienst an der innerdeutschen Grenze

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 30.01.2012 19:21
von exgakl | 7.227 Beiträge

Zitat von eisenringtheo

Zitat von Freedom
(...)
Seite 3!


Dort ist leider auch keine Quelle angegeben. Ich tippe mal: BGS.
Theo




den Tipp abzugeben war ja nun nicht schwer Theo


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....
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#70

RE: Unfälle im Dienst an der innerdeutschen Grenze

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.02.2012 12:23
von GeMi | 556 Beiträge

Mahlzeit,

in unserer Kompanie (Lockstedt bis Mai 78) hat ein LO-Fahrer bei Schichtende neben den Grenzern noch diverse Betonplatten auf der Ladefläche. Die Soldaten hatten alle die Füße oben drauf als die ganze Ladung ins Rutsche kam. So hat niemand seine Beine eingebüßt. Das LO-Fahrerhaus ist von einem Peitschenmast mittig halbiert worden und mein Lieblingsfahrer lag im Krankenhaus.
Erstaulicherweise ist nichts Schlimmes passiert. Konsequenzen für die Kompanieleitung gab es glaube icht nicht.


Die Menschheit besteht aus einigen wenigen Vorläufern, sehr vielen Mitläufern und einer unübersehbaren Zahl von Nachläufern.

Jean Cocteau
rufteddy14 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#71

RE: Unfälle im Dienst an der innerdeutschen Grenze

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 03.02.2012 20:37
von VNRut | 1.485 Beiträge

Nach einem Grenz-Alarm im Winter 1982/83 mussten auch Soldaten des Grenzausbildungsregiment 40 (Oranienburg/Falkensee) zur Absicherung im Hinterland mit ausrücken. Während der Schicht ging ein Motorrad kaputt, das nach der Ablösung der dienenden Kräfte mit auf den LKW verladen wurde um es ins Objekt zurück zu führen. In einer vereisten Kurve geriet der LKW außer Kontrolle und überschlug sich mehrmals. Das Krad verletzte zwei (oder drei) Soldaten tödlich. Fortan gab es den Befehl, keine schweren Güter mehr mit Personen zu befördern.


GKM - 05/05/1982 bis 28/10/1983 im GAR 40/1.Abk/2.Zug (Oranienburg 17556) & GR 34/1.Gk/2.Zug (Groß-Glienicke 85981)
Aufrichtigkeit ist wahrscheinlich die verwegenste Form der Tapferkeit. (William Somerset Maugham, britischer Schriftsteller 1874 - 1965)
Ohne die Kälte und Trostlosigkeit des Winters gäbe es die Wärme und die Pracht des Frühlings nicht. (Ho Chi Minh)

http://www.starsofvietnam.net/
https://www.youtube.com/watch?v=OAQShi-3MjA
Gruß Wolle
zuletzt bearbeitet 03.02.2012 20:42 | nach oben springen

#72

RE: Unfälle im Dienst an der innerdeutschen Grenze

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 03.02.2012 21:07
von Oltn. Peter (gelöscht)
avatar

Ich glaube es war 1983 im GK Nord. Nach Dienstschluss raste ein P3 mit überhöhter Geschwindigkeit auf den Weg zur Kompanie frontal gegen einen Baum. Es war in einer Kurve, bei regennasser Fahrbahn und Kopfsteinpflaster. Zwei Tote, 2 Schwer verletzte und er Hund hat auch etwas abbekommen. Wehr den P3 kennt, der Fahrersitz war bis auf den Boden heruntergedrückt. Der Wagen war Totalschaden. Wir wurden damals in der Nacht zum Unfallort geholt. Es kam dann noch schlimmer, den Eltern es schonend beizubringen.


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#73

RE: Unfälle im Dienst an der innerdeutschen Grenze

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 03.02.2012 22:01
von Anja-Andrea | 902 Beiträge

Anfang der siebziger Jahre ist ein Grenzer in der Grenzkompanie Dahrendorf im Grenzdienst durch einen Blitzschlag getötet worden. Mein Vater war damals Offizier in besagter Grenzkompanie.

Andreas


http://kaube-blog.de/


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#74

RE: Unfälle im Dienst an der innerdeutschen Grenze

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 04.02.2012 09:35
von Fall 80 | 171 Beiträge

Hier mal ein Pressebericht aus der HNA. Kann sich jemand an diesen Vorfall erinnern?

Angefügte Bilder:
zuletzt bearbeitet 04.02.2012 09:38 | nach oben springen

#75

RE: Unfälle im Dienst an der innerdeutschen Grenze

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 04.02.2012 11:34
von Jawa 350 | 676 Beiträge

Ich frage mich, weshalb haben wir hier kaum Berichte von der westlichen Seite der Grenze ?

Ich kann mir nicht vorstellen das über den BGS oder Zoll nichts zu berichten gibt!


MfG
Jawa350
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#76

RE: Unfälle im Dienst an der innerdeutschen Grenze

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 04.02.2012 12:33
von Pit 59 | 10.132 Beiträge

Was soll es da zu Berichten geben ? Für die Jungs vom BGS und Zoll war das doch alles viel Entspannender.Spazieren gehen ohne Stress,und das alles gut Bezahlt.


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#77

RE: Unfälle im Dienst an der innerdeutschen Grenze

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 04.02.2012 13:37
von stutz | 568 Beiträge

Zitat von Pit 59
Was soll es da zu Berichten geben ? Für die Jungs vom BGS und Zoll war das doch alles viel Entspannender.Spazieren gehen ohne Stress,und das alles gut Bezahlt.



Nana, wenn das alles immer so schön und entspannt war....
Nicht, dass Finanzminister Schäubele noch nachträglich Vergnügungssteuer erhebt.


"Mein Volk, dem ich angehöre und das ich liebe, ist das deutsche Volk;
und meine Nation, die ich mit großen Stolz verehre, ist die deutsche Nation.
Eine ritterliche, stolze und harte Nation." ( Ernst Thälmann )
Diskus303 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#78

RE: Unfälle im Dienst an der innerdeutschen Grenze

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 04.02.2012 13:38
von archivar | 5 Beiträge

Zitat von Fall 80
Hier mal ein Pressebericht aus der HNA. Kann sich jemand an diesen Vorfall erinnern?


Es handelt sich um André Rößler, der in Mühlhausen stationiert war und mit dem Kasernenalltag überhaupt nicht zurecht kam. Aus Verzweiflung versucht er direkt beim damaligen Grenzübergang Duderstadt/Worbis die Grenze zu überwinden und wird dabei von den SM 70 so schwer verletzt, daß er auf dem Weg ins Krankenhaus stirbt.
Im Grenzlandmuseum Eichsfeld in Teistungen wird der Fall dokumentiert und an der Unglücksstelle wird ebenfalls darauf hingewiesen



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#79

RE: Unfälle im Dienst an der innerdeutschen Grenze

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 04.02.2012 15:56
von Mike59 | 7.946 Beiträge

In diesem Buch sind ab Seite 179 diverse Todesfälle im Bereich des GR-3 (nur GR-3) aufgelistet. Darunter auch diverse Unfälle. Allein der "Unfall" am 16.05.1980 welche eigentlich kein Unfall war, legt nahe das die Aufstellung etwas lückenhaft ist. Auf alle Fälle sind es jede Menge Vorfälle! Siehe Anhänge und Quelle s. o.

Mike59

P.S. Handelt sich natürlich nicht nur um Todesfälle!

Angefügte Bilder:
zuletzt bearbeitet 04.02.2012 16:02 | nach oben springen

#80

RE: Unfälle im Dienst an der innerdeutschen Grenze

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 04.02.2012 18:13
von Thunderhorse | 4.008 Beiträge

Zitat von Mike59
In diesem Buch sind ab Seite 179 diverse Todesfälle im Bereich des GR-3 (nur GR-3) aufgelistet. Darunter auch diverse Unfälle. Allein der "Unfall" am 16.05.1980 welche eigentlich kein Unfall war, legt nahe das die Aufstellung etwas lückenhaft ist. Auf alle Fälle sind es jede Menge Vorfälle! Siehe Anhänge und Quelle s. o.

Mike59

P.S. Handelt sich natürlich nicht nur um Todesfälle!




Ja Mike59, Unfälle mit Todesfolge bzw. mehr oder weniger schwer Verletzten gabs mehr als zur Genüge bei der GT, NVA-Kdo Grenze, DGP.


"Mobility, Vigilance, Justice"
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