#81

RE: MDR - "Das Wunder von Leipzig"

in Leben in der DDR 09.10.2009 18:01
von Augenzeuge (gelöscht)
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Zitat von Alfred
Augenzeuge,
mal wieder Vermutungen von Deiner Seite.
"Alle verfügbaren Leute", die waren längst nicht aufgeboten.
Du hättest vielleicht mal das persönliche Gespräch mit einigen Zeitzeugen suchen sollen.
Mara,
entschuldige, aber Deine Art ...
Schreib lieber Märchen.



Alfred, es gibt sicher immer unterschiedliche Zeitzeugen. Die, die hautnah dabei waren und die, die meinten alles im Griff zu haben. Ich habe übrigens nicht vermutet sondern Zeugen zitiert bzw. den Inhalt sinngemäß wiedergegeben! Alles Fakten. Aber hast sicher andere Zeitzeugen..... Nun hast du wieder ein Wort gefunden, was dir nicht gefällt: Verfügbar? Es gab also noch Einheiten, die man zurückgehalten hat? Absichtlich? Ach Alfred, ich schlage vor, du gibst im TV mal alle Fakten preis, damit die Geschichte endlich anders geschrieben werden kann. Du scheinst ja doch alles besser zu wissen. Aber wenn du wirklich recht haben solltest, dann bestätigt das nur, das man der Lage keinesfalls Herr war und alles völlig falsch eingeschätzt hat.


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#82

RE: MDR - "Das Wunder von Leipzig"

in Leben in der DDR 09.10.2009 18:10
von mrbigbud (gelöscht)
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hallöchens!

na ob jetz die befehlslage unklar war, ob die entscheidungsträger " die hosen vollhatten",
die Demonstranten zu "keine gewalt" aufriefen oder auch die schon weiter obenzietierten 6 aus leipzig
dafür gesorgt haben das die ganze sache (fast) gewaltfrei ablief. Es wird wohl die mischung aus
allen gewesen sein. Mir persönlich ists im nachhinein fast egal.Wichtig für mich ist, das es kein
Blutbad gegeben hat. Mein Dank gilt allen Beteiligten, und die dürfen auch stolz darauf sein.
just my 2 cents
peace
buddy


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#83

RE: MDR - "Das Wunder von Leipzig"

in Leben in der DDR 09.10.2009 18:11
von Alfred | 6.841 Beiträge

Augenzeuge,

dass die DDR einiges mehr unter Waffen hatte als von Dir oben genannt, ist doch kein Geheimnis.

Als Zeitzeugen hätte -kann - ich empfehlen, Minister Mielke, die Generale Mittig,Neiber,Minister Keßler , Streletz, Minister Dickel, General Wagner. Dann vielleicht noch Krenz, Honecker und einige andere.

Wenn Du mit diesen Herren ein Gespräch geführt hättest,- hast - dann könnten wir uns unterhalten .....

Oder hast Du mit diesen Herren gesprochen ?

Und noch ein Hinweis. Man sollte sich nicht immer auf kleine Ausschnitte aus dem Fernsehen verlassen.

Ich kenne zig Beispiele, da wurden zig Stunden aufgezeichnet, gezeigt wurden Bruchteile und aus dem Zusammenhang gerissenes.


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#84

RE: MDR - "Das Wunder von Leipzig"

in Leben in der DDR 09.10.2009 18:11
von dein1945 (gelöscht)
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Zitat von Augenzeuge

Zitat von Alfred
Augenzeuge,
mal wieder Vermutungen von Deiner Seite.
"Alle verfügbaren Leute", die waren längst nicht aufgeboten.
Du hättest vielleicht mal das persönliche Gespräch mit einigen Zeitzeugen suchen sollen.
Mara,
entschuldige, aber Deine Art ...
Schreib lieber Märchen.



Alfred, es gibt sicher immer unterschiedliche Zeitzeugen. Die, die hautnah dabei waren und die, die meinten alles im Griff zu haben. Ich habe übrigens nicht vermutet sondern Zeugen zitiert bzw. den Inhalt sinngemäß wiedergegeben! Alles Fakten. Aber hast sicher andere Zeitzeugen..... Nun hast du wieder ein Wort gefunden, was dir nicht gefällt: Verfügbar? Es gab also noch Einheiten, die man zurückgehalten hat? Absichtlich? Ach Alfred, ich schlage vor, du gibst im TV mal alle Fakten preis, damit die Geschichte endlich anders geschrieben werden kann. Du scheinst ja doch alles besser zu wissen. Aber wenn du wirklich recht haben solltest, dann bestätigt das nur, das man der Lage keinesfalls Herr war und alles völlig falsch eingeschätzt hat.




Zeitzeugen werden doch nur anerkannt, wenn sie die Meinung von Alfred, Feliks und GW vertreten, siehe gestern zu Hermlin, obwohl er am 7.10. mit seinen Musikern selbst im Palast war wird er nicht als Zeitzeuge anerkannt, aber ich wiederhole gerne meine Frage von gestern, ALFRED wo bist Du in dieser Zeit gewesen, kenne die Antwot schon nur SCHWEIGEN.


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#85

RE: MDR - "Das Wunder von Leipzig"

in Leben in der DDR 09.10.2009 18:15
von Pitti53 | 8.785 Beiträge

manchmal ist das besser so mein1945


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#86

RE: MDR - "Das Wunder von Leipzig"

in Leben in der DDR 09.10.2009 18:23
von Pitti53 | 8.785 Beiträge

grad im fernsehen.man will den 09.10.1989 nachstellen.die beteiligung ist aber sehr mäßig


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#87

RE: MDR - "Das Wunder von Leipzig"

in Leben in der DDR 09.10.2009 18:27
von dein1945 (gelöscht)
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Zitat von Pitti53
grad im fernsehen.man will den 09.10.1989 nachstellen.die beteiligung ist aber sehr mäßig



Klar die damals dabei waren sind zwanzig Jahre älter und die meisten haben heute andere Sorgen !


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#88

RE: MDR - "Das Wunder von Leipzig"

in Leben in der DDR 09.10.2009 18:31
von Alfred | 6.841 Beiträge

dein,

noch ist es wohl so, dass ich Dir keine Rechenschaft ablegen muss. Aber ich kann es Dir sagen, am 7. Oktober war ich in Berlin.

Zeizeugen, ja, die suche ich mir selbst aus, so ist dies im Leben. Ich gehe aber davon aus, dass ich mit meinen Zeizeugen ganz gut liege. Ich kann und muss ja hier nicht alle nennen.


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#89

RE: MDR - "Das Wunder von Leipzig"

in Leben in der DDR 09.10.2009 18:32
von Oss`n | 2.777 Beiträge

Hallo,
ich war nicht dabei.
Weder auf der einen noch auf der anderen Seite.
Meine Meinung ist, das einzig allein die Zeit und die schnellen "etwas" unerwarteten Abläufe der Aktionen vielen Menschen das Leben gerettet haben.
Hätten die "Befehlshaber" mehr Zeit gehabt zu "überlegen", hätte das ein sehr blutiges Ende genommen.
Niemand wollte in der kürze der Zeit die Verantwortung übernehmen.
Das war`s, was Leben gerettet hat.

Meine Meinung !



Oss`n


Spucke nie in einen Brunnen - es könnte sein, du mußt mal daraus trinken !
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#90

RE: MDR - "Das Wunder von Leipzig"

in Leben in der DDR 09.10.2009 18:49
von Mongibella (gelöscht)
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Zitat von Alfred
"Alle verfügbaren Leute", die waren längst nicht aufgeboten.



Das stimmt allerdings....wir wurden nur drauf aufmerksam gemacht, das wir ewentuell auch antraben können um Demos zu verhindern....ich denk, sowas wurde jedem einfachen und auch höhergradigen Soldat gesagt im Oktober....

Zitat von Alfred
Mara,

entschuldige, aber Deine Art ...

Schreib lieber Märchenoder mal was richtiges zu den Luftstreitkräften



Naja, das dir das nicht gefällt, was ich schreibe Alfred(heisst du wirklich Alfred?), das musst du dir aber gefallen lassen, weil das Thema hier die Grenze ist(und nicht die Luftstreitkräfte/Luftverteidigung), ich nimm sicher kein Blatt vor den Mund und schreib alles so auf, wie ich es sehe, gesehen habe....und dabei ist es wirklich nicht schlimm wenn wir verschiedener Meinung sind....schlimm wäre es uns deswegen in die Köppe zu kriegen....meinst du nicht auch....

....jeder im Machtapparat hat geschworen im Ernstfall....oder besser auf Befehl, die DDR mit seinem Leben zu verteidigen....der Machtapparat hat nicht umsonst trainiert und wie wahnsinnig Oppositionelle gejagt, ausspioniert und weggeschlossen....das Volk hatte bedingungslos zu gehorchen, anders war es nichts wert....der Machtapparat war schwer bewaffnet und das nich nur um die Nato draussen zu halten....

....und noch was.....der Machtapparat hat mit sovielen Leben gespielt, Eigentum weggenommen, Familien auseinandergerissen und gegeneinander ausgespielt..usw usf....ja klar das die heutigen Medien da ne Story draus machen....aber vieles ist halt auch so abgelaufen....wir waren der Macht ausgeliefert und konnten ohne Repressialien da nichts gegen tun....schon eine Falsche Einstellung konnte einem da einiges an Problemen bringen....

Es war ne Diktatur....und nein, nicht das Volk hat diktiert....nee, der SED-Machtstaat der keine Veränderungen zugelassen hat....schade eigendlich, vielleicht hätte es ja doch was werden können mit dem echten Kommunismus...aber so sicher nich....

Das ist kein Märchen, es war bittere Realität!

Ich bleib auf jeden Fall links wählen in der Hoffnung, das es doch noch ein wenig sozial zugeht in der Welt, zumindestens in dem Land in dem ich jetzt lebe....auch seh ich das Soziale überall schwinden....und glaub mir, ich bin mit der Welt heute auch nich voll zufrieden, gerade darum.....aber so wie es in der DDR abging, darf es sicher nich mehr geben....

Wir sind hier um uns über das Erlebte auszutauschen und wie schon gesagt, lass es uns dann auch normal und gesittet tun, ich jedenfalls finde es richtig gut, das du Alfred zB auch hier am schreiben bist....es bereichert das Forum....ich mag auch die humorvolle Art von Feliks D. bei dem ich seh, das er sich wirklich Gedanken gemacht hat in den letzten 20 Jahren....

groetjes

Mara


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#91

RE: MDR - "Das Wunder von Leipzig"

in Leben in der DDR 09.10.2009 19:17
von Pitti53 | 8.785 Beiträge
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#92

RE: MDR - "Das Wunder von Leipzig"

in Leben in der DDR 09.10.2009 19:21
von Alfred | 6.841 Beiträge

Mara,

dann schreib doch mal was zur Luftraumüberwachung Richtung BRD / WB.

Wie waren die Regeln, wenn Flugzeuge aus Richtung BRD die Staatsgrenze / Luftraum der DDR verletzten ?

Wer hatte das SAGEN was die Luftraumüberwachung der DDR betraf ? So, dies hat ja nun was mit Staastgrenze zu schaffen.


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#93

RE: MDR - "Das Wunder von Leipzig"

in Leben in der DDR 09.10.2009 19:32
von Mongibella (gelöscht)
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Zitat von Alfred
Mara,

dann schreib doch mal was zur Luftraumüberwachung Richtung BRD / WB.

Wie waren die Regeln, wenn Flugzeuge aus Richtung BRD die Staatsgrenze / Luftraum der DDR verletzten ?

Wer hatte das SAGEN was die Luftraumüberwachung der DDR betraf ? So, dies hat ja nun was mit Staastgrenze zu schaffen.




Okee Alfred, das mach ich noch....auch weiss ich kaum noch etwas von damals....ich war ja nur 6 Monate da und nur einfacher Soldat....ich steh grad beim Laden in Norditalien und bin nachher in der Schweiz, da hab ich kein Internet...aber wenn ich mal wieder nen Wochenende rumsteh irgendwo wo es langweilig ist, dann kommt sicher mal was über meine Zeit bei der NVA, versprochen....aber bis auf ne verirrte Chessna hab ich nich so viel erlebt am Bildschirm....aber sonst jede Menge Blödsinn gemacht und blödsinnige Dinge tun müssen....

....zum Beispiel, wie mir in der Grundausbildung mein Walkman für Ärger gesorgt hat, oder wie wir mal die ganze Technische Zone in Rövershagen tarnen mussten.....aber wo halt die 20 Meter Traglufthalle immer noch super zu sehen war unter der meine Station stand....achja....

groetjes

Mara


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#94

RE: MDR - "Das Wunder von Leipzig"

in Leben in der DDR 09.10.2009 19:41
von Augenzeuge (gelöscht)
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Zitat von Alfred
Augenzeuge,
dass die DDR einiges mehr unter Waffen hatte als von Dir oben genannt, ist doch kein Geheimnis.

Das man nicht erwog diese einzusetzen, habe ich vorausgesetzt.

Als Zeitzeugen hätte -kann - ich empfehlen, Minister Mielke, die Generale Mittig,Neiber,Minister Keßler , Streletz, Minister Dickel, General Wagner. Dann vielleicht noch Krenz, Honecker und einige andere.
Wenn Du mit diesen Herren ein Gespräch geführt hättest,- hast - dann könnten wir uns unterhalten .....
Oder hast Du mit diesen Herren gesprochen ?

Witzig, Alfred. Du meinst echt, ich hätte eine Chance gehabt, mit denen reden zu können? Klasse. Wo die doch schon so eine Angst vor mir hatten, sonst hätten sie mich ja normal einreisen lassen, die Feiglinge. Naja, früher liessen sie nicht mit sich reden, später wollten sie nicht mehr und versteckten sich vor der Öffentlichkeit bzw. entzogen sich dem Zugriff in der Horizontalen bei 2 m Deckung. Ich kenne nur General Kurt Wagner, gestorben in 7/1989. Von den aufgezählten leben ja nur noch 3 und du. Wobei ich nicht mal ausschliessen kann, dass du einer von den 3 bist...




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#95

RE: MDR - "Das Wunder von Leipzig"

in Leben in der DDR 09.10.2009 20:30
von Alfred | 6.841 Beiträge

Augenzeuge,

keiner der Herren hatte Angst vor Dir, sei versichert.

Viele haben sich nach 1989 wenn es der Gesundheitszusrtand zulies und sie nicht in haft saßen in den verschiedensten veranstaltungen dem breiten Publikum gestellt.

Übrigens, Generaloberst Wagner, Chef des Stabes und Stellvertreter des MdI ist nicht 1989 verstorben.

Er war sogar im November 89 Mitglied der operativen Führungsgruppe.


Dein General ist wie von Dir geschrieben im Sommer 89 verstorben und konnte ja somit nichts mehr mit dem Herbst zu schaffen haben.

Denkst Du ich habe hier Tote in ein Amt versetzt.....


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#96

RE: MDR - "Das Wunder von Leipzig"

in Leben in der DDR 09.10.2009 22:48
von Augenzeuge (gelöscht)
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Ein Informant des ehemaligen Politbüros aus seinem Tagebuch: (Quelle Bernd Schulte, 1990)

"Man wollte hart durchgreifen".

Am 9.10. hätten "Schabowski und Krenz in Leipzig hart antworten" wollen. Aber es sei auch erwogen worden,
"etwas gegen Honecker zu unternehmen. Wenn man am Montag das Politbüro kippen will, dann muß das Leipzig ruhig ablaufen. Da Honecker gewußt hat, daß es Leute gegen ihn gibt, hat er die Befehle zurückgenommen. Wer wollte Ernst machen? Befehl von Honecker. Masur hatte angerufen. Dann ist erreicht worden, über Krenz die Sache zurückzunehmen".

Die "Armee wird von der Armee bestimmt. Im Rahmen des Verteidigungsrates" - so mein Informant - seien diese Fragen diskutiert worden. Es habe die Meinung vorgeherrscht, "es muß etwas passieren". Am 16.10.1989 hätten Krenz, Schabowski und Mielke beschlossen, "hart vorzugehen". Aber "die ganze Führung muß weg. Dann aber Leipzig anders anpacken".

Generaloberst Goldbach versucht in zwei Gesprächen, deutlich zu machen, die NVA - und damit die DDR - sei auf einen Bürgerkrieg nicht vorbereitet gewesen.Es sei "keine Entschlossenheit mehr vorhanden gewesen, mit allen Mitteln die Macht zu erhalten".

Generalmajor Gemert, dem es in Dresden oblag, den Einsatz der NVA gegen die Demonstranten zu leiten, sucht die Tatsache zu entschärfen, daß in Dresden zunächst die NVA-Kräfte mit Waffe und Munition am Mann eingesetzt wurden, was einerseits den Grad der Konfusion der Führung, oder aber deren Willen zum Einsatz der Armee, ausdrücken mag.

Wie sehr eingebunden - und damit weniger verantwortlich - die NVA in die Parteistrukturen gewesen sei, betont Generalmajor Günther Diederich, der Chef des Wehrbezirkskommandos Leipzig. Politorgane und Stasi erscheinen bei Diederich als die wahren Verantwortlichen. Die zentrale Leitung des Polizeieinsatzes in Leipzig unterstand demnach der Stasi. Wenn nicht dort, dann habe bis zum 8.Oktober in Leipzig keinerlei Lagebeurteilung stattgefunden. Diederich sagt: ein Einfluß der NVA sei in besserer Erkenntnis, daß derartige Einsätze gegen das eigene Volk zu keinem Ergebnis führen würden, jedoch gleichfalls nicht ausgeübt worden.

Jedenfalls erscheint die gesamte staatliche Struktur, die Armee- und politische Führung ignorant und überheblich. Ausdrücklich nennt Diederich hier seinen frühreren Minister Keßler. Eine Führung, die nicht führt erscheint als Ursache des Zusammenbruchs.

Diese Szenarien sind während der Krisenkonferenz vom 13.Oktober in Leipzig offensichtlich auf höchster Ebene durchgespielt worden. Krenz, Strehletz, Wittich, Wagner und Herger entschieden über Wohl und Wehe Europas. Daß aber die Entscheidung für den Frieden in Leipzig noch nicht gefallen war, unterstreicht die Befehlsausgabe bei Strehletz in Berlin am folgenden Sonnabend, dem 14.Oktober. Der Staatsrats- vorsitzende wankte und wich nicht. Honecker hatte seinem Stabschef die Hand geführt und befahl, "ein Ausweiten von Demonstrationen [sei] zu verhindern". Wie das ohne den Einsatz von Kampfmitteln erreicht werden sollte, ließ der Befehl offen.

Doch die Zusammenhänge offenbaren vorhandene Rezepte zur Bekämpfung innerer Unruhen und Befehle, Anweisungen und Handlungen schließen den Waffeneinsatz gegen das eigene Volk letztlich nicht aus.

Oberst Dr.Meisner gesteht ein, in der Parteiführung sei offensichtlich ein Einsatz der Armee nach innen erwogen worden. Dann in Dresden zunächst der Einsatz speziell gebildeter Einheiten mit Waffe und Munition am Mann, und schließlich mit Schlagstöcken!


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#97

RE: MDR - "Das Wunder von Leipzig"

in Leben in der DDR 09.10.2009 22:56
von Augenzeuge (gelöscht)
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Zitat von Alfred
Augenzeuge,
keiner der Herren hatte Angst vor Dir, sei versichert.



So sicher sei da mal nicht Alfred. Vielleicht nicht vor mir allein. Immerhin kann ich aber die Art des Umganges mit mir schon so deuten.
Sie hatten seit 1953 nur Angst vor dem ganzen Volk. Weil sie selbst an ihre eigene Sache nicht glaubten, und aus Angst ihre Macht zu verlieren, versuchten sie mittels Überwachung das Volk im Griff zu halten!


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#98

RE: MDR - "Das Wunder von Leipzig"

in Leben in der DDR 09.10.2009 23:47
von Rostocker | 7.715 Beiträge

Wie soll man es so sagen.Die SED die Partei die ja angeblich immer Recht hatte,die sich ein Machtapperat geschaffen hat zum eigenen Schutz-was sich Schild und Schwert dieser Partei nannte,das MfS.Das MfS war nicht dem Volk oder den Blockparteien Rechenschaft schuldig,nur einer Partei der SED.Aber warum schaft sich so eine Partei so einen Machtapperat,weil sie Angst haben die Macht zu verlieren.Sie hatten schon von Anfang an Angst vor dem eigenenen Volk und vor anders Denkenden.Sicher anders Denkende sind auch heute nicht gern gesehen,da gehen auch manche in der Demokratie die Nackenhaare hoch.Aber man muss damit leben und zwar ohne Unterdrückung.


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#99

RE: MDR - "Das Wunder von Leipzig"

in Leben in der DDR 10.10.2009 00:17
von TOMMI | 1.984 Beiträge

Hallo Leute!
Hier habe ich eine Seite gefunden, wo
jemand beschreibt, wie es ausgesehen hätte,
wenn es vor 20 jahren in der DDR nicht so
friedlich ausgegangen wäre:

http://www.zeitenschmiede.de/szenario_ddr2.html


EK 88/I
GR4 / 5.GK (Teistungen)


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#100

RE: MDR - "Das Wunder von Leipzig"

in Leben in der DDR 10.10.2009 09:51
von Alfred | 6.841 Beiträge

Selten solchen Unfug gelesen.

Am 16.10 sollte überhaupt nichts passieren, da ja hier schon der Befehl 9/89 von Honecker Gültigkeit hatte. Sprich, hier war klipp verankert, dass der Einsatz der Schusswaffe verboten ist.

Weder Mielke noch Krenz wollten hart durchgreifen oder wie man dies formulieren möchte. An diesen Tag befanden sich u.a. Krenz, Honecker und Mielke und den genannte Generaloberst Streletz – nicht Strehletz- im MdI und schauten sich über Monitore die Demo in Leipzig an.

Zu keinen Zeitpunkt wurde von den Anwesenden ein härteres Vorgehen geplant.

Noch ein Hinweis.

Wenn von dem Autoren das wegbleiben vom Verteidigungsminister Keßler als Führungsschwäche oder ähnliches eingestuft wird, so ist dies seine Sache und zeugt von wenig Ahnung. Wie sollte der Verteidigungsminister Keßler anwesend sein, wenn er zur gleichen Zeit eine Militärdelegation in Nicaragua leitet ?

Das ist wohl von niemanden zu schaffen !

Generaloberst Goldbach hat sich später stets von dieser Äußerung in dieser Art distanziert. Diese Äußerung sei aus den Zusammenhang gerissen und so nie abgegeben worden, da die NVA nie für einen Bürgerkrieg eingesetzt werden sollten, nicht mal in der Planung.

Und wenn ich dann lese :

„Politorgane und Stasi erscheinen bei Diederich als die wahren Verantwortlichen. Die zentrale Leitung des Polizeieinsatzes in Leipzig unterstand demnach der Stasi.“

Ja, was denn nun wieder „erscheinen“ , reine Vermutung. Ich würde den Herren mal ein Gespräch mit dem Leiter der BV Leipzig General Hummitzsch empfehlen, sicher gibt er hier gern Aufklärungsunterricht.

Auch hat Honecker seinen Stabschef am 14.10. nie die Hand geführt. Erstens war Streletz Chef des Hauptstabes, zweitens wurde der Befehl von Streletz am 13.10. auf dem Rückflug von Leipzig nach Berlin ausgearbeitet und dann von Streletz und Krenz Herrn Honecker zur Unterschrift vorgelegt. Streletz gab noch einige Erläuterung und klärte Fragen, anschließend unterzeichnet Honecker den o.g. Befehl. Auch sollte der Autor nicht vergessen, dass Streletz mehr als Sekretär des Nationalen Verteidigungsrates handelte, da es sich ja um einen Befehl des Vorsitzenden des Nationalen Verteidigungsrates der DDR handelte.

Und wie Oberst Meissner zu seinen Einschätzungen kommt, bleibt wohl sein Geheimnis. Denn bei den Gesprächen in Berlin war er nicht anwesend.

Und über die Rezepte gegen die inneren Unruhen würde ich gern mal mehr erfahren, mal schauen was da die Insider zu berichten wissen , da dürfte dann der nächste Kracher folgen. Sicher wieder so gut geschrieben wie der obige Beitrag.

Ich kann nur staunen für welches Geschreibe einige Geld erhalten.


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