#1

Deine Geschichte zum Mauerfall wie hast du die Wende erlebt ?

in Das Ende der DDR 06.10.2009 11:54
von Angelo | 12.396 Beiträge

Für viele DDR Bürger kam die Wende überraschend wie hast du die Wende erlebt ? Konntest du gleich glauben was da im Fernsehen gezeigt worden ist? Was hast du als erstes gemacht als du wußtes ich bin frei ? Wie haben sich die ehemaligen DDR Grenztruppen gefühlt als sie erfahren haben das Ihr Arbeitsplatz auf einmal Wertlos geworden ist ?

Wie haben sich die BGS Leute auf der anderen Seite der Grenze verhalten? Wurden die Menschen noch abgehalten die Grenze zu überschreiten?


zuletzt bearbeitet 06.10.2009 11:59 | nach oben springen

#2

RE: Deine Geschichte zum Mauerfall wie hast du die Wende erlebt ?

in Das Ende der DDR 06.10.2009 12:21
von Oss`n | 2.779 Beiträge

Angelo, das kann man nicht beschreiben was in uns vorging.
Ich hab zu meinem Chef gesagt - du ich fahre morgen mal in den Westen (kleiner Privatbetrieb mit 3 Gesellen und einem Lehrling)
Du, der hat sich mit mir bzw. uns so gefreut.
Fahrt, hat er gesagt, schaut es euch an.
Das Gefühl was uns bewegte kennt nur jemand, der es erlebt hat.

Und bis `87 selber noch die Grenze bewacht !

Kurtz darauf bin ich dann mal nach Hohengandern gefahren.
Da war ein Grenzübergang an der B 80 .
Ich habe mir mein einstiges "Eckhaus" angeschaut und Augen von Bu`s und Offizieren schauten mich durch das Fenster an.
Da war sie wieder - nicht Angst, sondern der Respeckt.
Nur langsam habe ich begriffen, das es vorbei ist - das die mir nix mehr können.
Das war für mich ein Stück Freiheit, wobei es mir heute noch eisekalt den Buckel runterläuft, wenn ich daran denke.
Diese Macht des Staates war vorbei.
Uuuuuuuuuuuuuunbeschreiblich dieses Gefühl.


PS.: Eckhaus wurden sie bei uns genannt, weil sie meistens mit einer Ecke zur Straße standen.

Bis dann mal


Oss`n


Spucke nie in einen Brunnen - es könnte sein, du mußt mal daraus trinken !
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#3

RE: Deine Geschichte zum Mauerfall wie hast du die Wende erlebt ?

in Das Ende der DDR 06.10.2009 12:43
von TOMMI | 1.988 Beiträge

Also den 9.November, die entscheidenden Stunden erlebte ich auf Arbeit.
Ich hatte damals Spätschicht. Zu der Zeit waren die Nachrichten und die Zeitungen
interessanter geworden. Sie waren kritischer und wahrheitsgetreuer.
Wir hatten da ein Radio stehen. Auch an diesem Tag krochen die Kollegen da förmlich hinein.
Fast stündlich hörte man da was neues. Tage vorher war die Fluchtbewegung angeschwollen,
erst über Ungarn, dann über die CSSR. Wenn man vorher die Flüchtlinge pro Tag zählte, geschah dies zu diesem zeitpunkt schon nach Stunden.
In diesem Zusammenhang muss man die Berichterstattung zur berühmten Schabowski-Pressekonferenz
sehen. Und so wurde damals im Radio darüber berichtet: "....Ausreisen können von nun an über
Grenzübergänge der DDR vorgenommen werden...."
Toll, dachten wir. Wir waren sogar sauer, weil wir dachten, nur die, die endgültig weg wollten, durften diese Übergänge benutzen. Und die, die reisen wollen, zu ihrer Verwandtschaft usw, die schauen wieder in die Röhre. So kam das bei vielen an.
Wir waren 100km von der nächsten Grenze weg und tiefste Provinz. Was zu der zeit in Berlin
abging, wussten wir nicht. Welche, die Gerüchteweise wissen wollten, die Mauer sei auf, erklärten wir für verrückt. Dann kam der Feierabend, wir fuhren nach Hause und machten den Fernseher an. Erst dann wussten wir, was wirklich geschehen war....


EK 88/I
GR4 / 5.GK (Teistungen)


zuletzt bearbeitet 06.10.2009 12:44 | nach oben springen

#4

RE: Deine Geschichte zum Mauerfall wie hast du die Wende erlebt ?

in Das Ende der DDR 06.10.2009 14:25
von josy95 | 4.915 Beiträge

[quote="TOMMI"]Also den 9.November, die entscheidenden Stunden erlebte ich auf Arbeit.
quote]


Hallo TOMMI,

hatte das selbige "Glück" am 09. November, es war ein Donnerstag, mit Schicht. Wir hatten damals so eine Tour, die nannten wir immer "Übernachtung". Späten Nachmittag 16.10 Uhr den letzten Zug nach Nordhausen, ca. 18.30 dort. Lok nachgesehen, Feuer ausgeschlackt, Kohle geladen ect. für die nächste Tour am nächsten Tag zurück nach WR und noch ein bischen "aufgepaßt" auf das gute Stück, bis die Nachtschicht dort in Nordhausen so gegen 22 Uhr Dienstbeginn hattte. Schlafraum befand sich im Lokschuppen (ja, ja, die Reichsbahn hat es nicht besonders gut gemeint mit uns, primitives Kabuff, ohne Radio, geschweige Fernseher...!) Dienstbier und Radio haben wir uns von zu Haus mitgebracht, noch in die Kantine, was mampfen...! Es war ne Schei*- Schicht. Keiner mochte die gern. Lange unterwegs und durch die nächtliche Pause von 22 bis 4 Uhr hat man auch nicht viel dabei verdient. Man kam immer wie gerädert nach Haus...!
Jedenfalls besagten 9.11.89, man war ja irgendwie schon in Euphorie und es lag ja auch was "in der Luft". Wir haben die ganze Nacht statt geschlafen, vorm Radio gehockt und die Geschehnisse in Berlin verfolgt, für uns gefeiert, leider war nicht genug Bier da - damit hatte ja keiner gerechnet. Nächsten Morgen den Frühzug nach Ilfeld und zurück, die Menschen waren alle fröhlich und ausgelassen (wieviele davon mögen denn das heute noch sein???)

Auch beim Zug nach Wernigerode war die gute Stimmung überall zu spüren. In WR angekommen, Ablösung stand schon am Bahnsteig, schnell unter die Dusche und ab nach Hause - mein ältester Sohn hatte ja auch am 10. seinen 3. Geburtstag! Dafür hatte ich mein altes DDR- Holzdreirad mit Anhänger(!), welches meine Mama für mich aufgehoben hatte, wieder aufgemöbelt. Mit Beleuchtung, Hupe und anderem "Schnickschnack"!
Aber erstmal vor die Glotze, Informationsdefizit ausgeglichen! Meinen Olli und seinen Bruder (2) dann Mittag aus dem Kindergarten geholt und Geburtstag eingeläutet! Werde nie die leuchtenden Augen meines Olli vergessen, als ich ihm das Dreirad geschenkt hab...! (Werde in einem anderen Therad noch mal darauf zurückkommen) Das hat sich bei mir so im Gedächtnis als eine meiner schönsten Erinnerungen an meine Kinder, mein gesamtes Leben und die Grenzöffnung eingebrannt!

Muß da immer etwas aufpassen, das mich die Emotionen nicht allzusehr erwischen...!

Der Kindergeburtstag war nicht so recht ein Kindergeburtstag, vielzusehr drehte sich das Thema um die Grenzöffnung und die Glotze war mehr als üblich an. Aber ein Dreijähriger und ein zweijähriger und die kleine Gästeschar nahmen das (damals) niemanden übel, die konnten sich noch echt über Geschenke, Gäste wie Omas und Opas und das drumherum freuen und hatten ihren Spaß.

Am Abend, als die Kinder nach einem schönen Tag im doppelten Sinne des Wortes eingeschlafen waren, hieß es, in Stapelburg wird auch die Grenze aufgemacht. Da hab ich mich noch bei Sauwetter auf mein Jawa- Moped geschwungen, und bin gegen 22 Uhr Richtung Stapelburg abgedüst. NVA- Regenkombi samt Moped in Stapelburg "versteckt", zu Fuß Richtung Grenze (Eckerbrücke) weiter. Da war ein Loch in der Mauer (2 Betonelemente hatte man herausgenoimmen), ein provisorischer Steg über die Ecker (hatte wohl das bundesdeutsche THW schnell gebaut) und wo war ich??? Im (damals goldenen) WESTEN! Im Eckertal am GüP standen Busse bereit, und ab gings nach Bad Harzburg. Die Stadt, von der mein Vater, die "Alten" immer so viel erzählt haben, die so nah und doch unerreichbar. Dort hat man uns fast vorm Rathaus abgesetzt, wohlwissend, das wir unsere 100 DM Begrüßungsgeld abholen wollten. Gesagt, getan. Anschließend kleinen Stadtbummel gemacht, es waren ja Menschenmassen unterwegs, fast alle Geschäfte auf! Bei Woolworth, da hab ich mich zuerst "reingetraut" ein paar Süßigkeiten (Ü- Eier, Haribo. Bärchen) für die Kinder gekauft, mit den Leuten geschwatzt und dann irgendwann in der Nacht, innerlich aufgewühlt, voller tiefer Eindrücke zurück nach Eckertal, wieder "rüber" und ab nach Hause. Nächsten Tag rief ja wieder der Dienst...!


Fortsetzung folgt!


josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

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#5

RE: Deine Geschichte zum Mauerfall wie hast du die Wende erlebt ?

in Das Ende der DDR 06.10.2009 15:40
von Grete85 | 840 Beiträge

Hallo josy,

du hast ja auch so´ne bescheiden schöne Nachtschicht gehabt. Ich hatte an dem besagten 9.November.89 auch wieder mal Nachtschicht.Wir haben damals alle in unserer Dienststelle Bln-Haupt(Ost)bahnhof mehr oder weniger mit den Geschehnissen in dieser Zeit zutun. Auch weil wir Züge von und nach Bad Schandau zu begleiten hatten. Meine "Nachtschicht" fing um 16 Uhr an. Von Bln-Schönefeld zwei Nahverkehrszüge nach Wünsdorf begleiten. Und dann das absolute "Highlight" der Schicht,der D 1191, Wünsdorf-Brest-Moskau!!!!!!!(Urlauberzug für Angehörige der Sowjetarmee) Naja, den Zug fertig gemacht, rauf auf die Lok und los. In Bln-Ostbahnhof die Lok auf die andere Seite gesetzt.In der Zwischenzeit mein Frauchen angerufen,hatte noch Spätschicht als Fahrdienstleiter in Spindlersfeld,da sagte sie mir das die Grenze auf wär.??????(ich konnte ja kein Radio hören)Mit der Nachricht vor zum Lokführer.Der meinte auch schon sowas gehört zu haben.Naja, in Bhf Briesen haben wir ja Betriebshalt, da können wir ja Rias hören. Gesagt getan, ich konnte es garnicht recht glauben,was ich da gehört habe. Und unsereins fährt nach Osten und bringt die Russen heim!
Ich konnte in der Übernachtung nicht so recht schlafen. Naja, dann noch den einen D-Zug nach Bln-Ostbahnhof gebracht und dann heim.Es war recht ruhig auf der Straße.Selbst am Grenzübergang Sonnenallee, wo ich nur 200 m weiter weg damals gewohnt habe,war es ruhig.Von den vereinzelten "Grenzgängern",die noch übrig geblieben waren. Mein Frauchen erzählte mir, das, als sie heim kann,die Hölle los war.Jubel und Sektkorkengeknalle.
Gegen Vormittag gings dann richtig los.Drei Fahrspuren in Richtung Westberlin und eine zurück. Den Linienbus (Rentnerexpress) mußten sie dann über die Gegenspur lotsen.
Wir sind einige Tage später rüber.Arbeit ging nun mal vor und Westberlin rennt nicht weg. Vom ersten Geld hat sich meine Frau ein Zimmerpflanzenbuch geholt.(das gibts immer noch!)Ich weiß garnicht mehr was ich mir damals geholt hab. Ich wollte einfach nur schauen.

So das war meine Geschichte.

Gruß Grete


--------------------------------------------------
Geschichte ist nichts anderes
als die Unfallchronik der Menschheit.

Chales Talleyrand,französicher
Staatsmann (1754-1838)
--------------------------------------------------
Gedient von Frühjahr 1982 bis Frühjahr 1985 beim
VEB Landesverteidigung, Betriebsteil Grenzsicherung Rhön
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#6

RE: Deine Geschichte zum Mauerfall wie hast du die Wende erlebt ?

in Das Ende der DDR 06.10.2009 17:44
von Klaus K (gelöscht)
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Ich habe den Mauerfall auf Arbeit,ich bin Lokführer, erlebt. Hatte am späten Nachmittag nen Güterzug von Stralsund nach Rostock Seehafen zu fahren. Unterwegs im Radio, das hören iss eigentlich verboten,brachten sie viele Interessante Themen. Auf der Rückfahrt von Rostock hatte ich nen Aufenthalt in Gelbensande,dort hörte ich dann das die Grenzen offen sind. Mein weg ging gleich zum dortigen Fahrdienstleiter;für unkundige das iss der der die Weichen und Signale bewegt, um mich zu vergewissern das ich nicht spinne. Der hatte es auch gehört, also stimmte es. Irgendwann in der Nacht hatte ich dann Feierabend. Im Kreise der Kollegen in der Lokleitung( Einsatzleitung) haben wir noch ne Zeit geredet. Als ich dann zu Hause war habe ich als erstes meine Frau geweckt um ihr die Neuigkeit mitzuteilen. Die konnte es nicht glauben und meinte das ich ja spinne.Ich konnte sie dann aber doch vom Gegenteil überzeugen und wir sind dann 7 oder 8 Tage später über die Grenze gefahren, die ich 18 mon. " bewacht" habe.


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#7

RE: Deine Geschichte zum Mauerfall wie hast du die Wende erlebt ?

in Das Ende der DDR 08.10.2009 10:36
von josy95 | 4.915 Beiträge

[quote="josy95"][quote="TOMMI"]Also den 9.November, die entscheidenden Stunden erlebte ich auf Arbeit.
quote]

Fortsetzung folgt!


Hier ist sie (die Fortsetzung!):

Nächsten Tag (Samstag, 11.11.89) Spätschicht, wieder nach Nordhausen, aber auch wieder nach Wernigerode zurück. Mit einer unserer neuen (umgespurten) Dieselloks (s. g. "Harzkamele", von 1435 mm Normalspur auf 1000 mm Schmalspur umgespurte DR- Lokomotive der BR 110) gefahren und einen Kollegen zur Einweisung mitgehabt. Thema war natürlich klar, alles drehte sich nur um die Grenzöffnung. Hatten dann beide den darauffolgenden Sonntag frei und haben uns verabredet, über Stapelburg "rüberzumachen". Mein Kollege hatte eine mit meinem Großen gleichaltrige Tochter (3), die er auch mitbrachte. Mit den Motorädern, Kind im Tragegesellrucksack auf dem Rücken nach Stapelburg. Endlos- Autoschlangen, alles zugeparkt, Menschenmassen, einfach Chaos pur. Noch nicht einmal mit dem Motorad ein Durchkommen möglich! Motoräder am Ortseingang abgestellt und weiter zu Fuß, ist ein ganz schönes Stück. Aber man hat`s mit Humor genommen, war ja noch nicht so verwöhnt wie heute....
Endlosschlange am Grenzübergang, der Behelfssteg war immer noch, bei der alten Straßenbrücke waren die Grenzpioniere gerade dabei, die Sperranlagen zu demontieren, um die Brücke wieder befahrbar zu machen. Einen besonders vertrauenserweckenden Eindruck hat die Bausubstanz nicht mehr gemacht, aber sie hielt, und das noch eine ganze Zeit bis zum Neubau.
Volksfeststimmung im Eckertal. Wieder nur Menschenmassen! Wir wollten eigentlich nach Bad Harzburg rein, aber die überfüllten Busse, nee, das war nicht unser Ding, auch wegen der Kinder. Da sind wir denn ein wenig im Eckertal rumgewandert, hier ein Schwätzchen, dort ein Schwätzchen...! Ein Herr verteilte Bananen, vornehmlich an Kinder. Mein Großer, bei mir auf den Rücken, bekam natürlich auch eine und wie Kinder nun mal mit 3 Jahren so sind, gleich mit Schale in den Mund...!
Erste Negativerlebnis im goldenen Westen. Die meißten Umstehenden haben gelacht und sich gefreut, was soll`s!
Eine etwas ältere, mega aufgetakelte Fregatte entrüstete sich lautstark: ...nur gucke sich einer die Zonenkinder an, kennen noch nicht einmal Bananen...!"
Das "Zonenkinder" hat mich sehr verletzt, etliche Anwesende aus (augenscheinlich) Ost und West auch..., ich hab dazu nichts gesagt, heute hätte die Dame von mir einen Spruch bekommen, der sich gewaschen hätte...!
Aber so ist das nun mal mit den großen und kleinen Zonenkindern und (verbrauchten) Altbundesbürgern...!

Fortsetzung folgt.

josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
zuletzt bearbeitet 08.10.2009 10:37 | nach oben springen

#8

RE: Deine Geschichte zum Mauerfall wie hast du die Wende erlebt ?

in Das Ende der DDR 08.10.2009 10:52
von FSK-Veteran (gelöscht)
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Zitat von josy95
Erste Negativerlebnis im goldenen Westen. Die meißten Umstehenden haben gelacht und sich gefreut, was soll`s!
Eine etwas ältere, mega aufgetakelte Fregatte entrüstete sich lautstark: ...nur gucke sich einer die Zonenkinder an, kennen noch nicht einmal Bananen...!"
Das "Zonenkinder" hat mich sehr verletzt, etliche Anwesende aus (augenscheinlich) Ost und West auch..., ich hab dazu nichts gesagt, heute hätte die Dame von mir einen Spruch bekommen, der sich gewaschen hätte...!
Aber so ist das nun mal mit den großen und kleinen Zonenkindern und (verbrauchten) Altbundesbürgern...!



Hast Du Recht, Josy! Da gab es leider immer schon ein paar unsensible Exemplare mehr von...
Weil die Leute im Westen leider zu nicht unwesntlichen Teilen permanent damit beschäftigt waren, als großen Lebensinhalt: sich selbst und ihre Geltungssucht in den Mittelpunkt zu stellen. Zu dieser Art billigem Hobby gehörte leider auch immer schon, daß man sich selbst in den Vordergrund stellt: und seinen Nachbarn gerne mal etwas herabwürdigt....

Ich sage nur: Regine Hildebrand und die Frage, warum im Westen das Abitur ein Jahr länger dauert...

Deswegen mache ich auch bis heute meine Deutschland-Urlaube in Sachsen. Und vor allem an der Ost-Ostsee.... So gut wie nie im Westen meines geliebten Vaterlandes.

Diesbezüglich bin ich ein echter Ostdeutscher geworden...


zuletzt bearbeitet 08.10.2009 10:57 | nach oben springen

#9

RE: Deine Geschichte zum Mauerfall wie hast du die Wende erlebt ?

in Das Ende der DDR 08.10.2009 11:02
von mrbigbud (gelöscht)
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Na hallo, hiermal die eindrücke eines zivilisten!
ich hatte nach de arbeit den tv an.....ich konnts nich glauben.....
mir kamen vor freude die tränen......
viel zeit hat ich allerdings nich, denn schon gegen 23 uhr standen verwandte meines
freundes mit ihrem trabbi vor der tür..(aus eisenach)
wir ham uns schön ein hinter die binde gekippt, bis morgends um 3.....gg
Am nächsten tag (10.nov 89)
sind wir mit dem besuch rüber nach amsterdam gefahren......

---fortsetzung folgt-----

buddy


zuletzt bearbeitet 08.10.2009 11:06 | nach oben springen

#10

RE: Deine Geschichte zum Mauerfall wie hast du die Wende erlebt ?

in Das Ende der DDR 08.10.2009 11:17
von FSK-Veteran (gelöscht)
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Morgens um 5.30 Uhr klingelt das Telefon.
"Mach mal den Fernseher an. SFB-Sondersendung der Abendschau. Die Mauer ist auf..."

Ich dachte immer noch an einen Scherz. Morgens um 6 Uhr. Helmut Karras von der SFB-Abendschau (der seit dem Mauerbau ´61 gegebüber der DDR immer eine deutliche, unmißverständliche Sprache an den Tag gelegt hatte) kommentierte ab 6 die Bilder der letzten Nacht. Das Video habe ich heute noch.

Ich: sofort frei genommen.
Zum KuDamm. Schwarz vor Menschen. Trabi´s überall. Die Luft blau. Die Verkehrsmittel überfüllt. Die Menschen glücklich. Wir waren zutiefst gerührt, weil unser Traum in Erfüllung gegangen ist. Einer der schönsten Tage meines Lebens!


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#11

RE: Deine Geschichte zum Mauerfall wie hast du die Wende erlebt ?

in Das Ende der DDR 08.10.2009 19:30
von S51 | 3.733 Beiträge

Ich war zu der zeit als Offiziersschüler in Aschersleben. Studium fand schon seit Ende September kaum noch statt. Wir pendelten als Einsatzreserve zwischen Aschersleben, Berlin, Halle und Leipzig und schliefen im wesentlichen auf den Lkw.
Als die Meldung vom Ansturm auf die Grenze kam, waren wir froh, nicht dort zu sein. Noch war es uns unvorstellbar, dass dies gut ausgehen könnte. Genaugenommen haben wir auf den "großen Knall" gewartet.
Dann war klar, dass sich nun alles ändern würde. Wir waren alle jung, hatten vom Dienst her aber genug erfahren um zu wissen dass diese DDR sich ohne Grenze nicht mehr lange würde halten können. Am nächsten Wochenende fuhr ich im Ausgang erstmals über jene Grenze, die ich wenige Jahre vorher noch mit allem Verfügbaren verteidigt hätte. Ein merkwürdiges Gefühl, vergleichbar eigentlich nur mit jenem, welches man von einer Beisetzung kennt. Das war schon komisch.
Einige wochen später wurde das Studium unterbrochen. Wir gingen in´s Praktikum und ich habe in Berlin wieder Einbrecher gejagd. Als in Berlin-Lichtenberg die MfS-Zentrale gestürmt wurde, war ich nicht weit weg. Hatte in der Rathausstraße Dienst und habe am nächsten Morgen Spuren gesichert.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#12

RE: Deine Geschichte zum Mauerfall wie hast du die Wende erlebt ?

in Das Ende der DDR 08.10.2009 19:58
von manudave (gelöscht)
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Wir saßen damals alle in unserem Notaufnahmelager in einer ehemaligen Walldorfschule.
Auf einmal brüllte jemand durchs Haus "...die machen die Mauer auf !!!".
Nun sind alle in Richtung Fernsehzimmer gestürzt.

Alle?

Nein, nicht alle...

Der Älteste unter den Kindern musste auf alle anderen aufpassen - in einem kleinem engen Zimmer - natürlich ich.
Zu allem Überfluss hat mir so ein kleiner Wurm noch in mein Bett gepinkelt, als ich Geschichten vorlaß.

Ich bekam vom 09.11. eigentlich nüscht mit.

Auch das WM-Finale 1990 bekam ich nicht mit - Stubenarrest.


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#13

RE: Deine Geschichte zum Mauerfall wie hast du die Wende erlebt ?

in Das Ende der DDR 08.10.2009 20:41
von Gefr83 | 22 Beiträge

Ich hatte an diesem Tag Spätdienst. Das Telefon klingelt und ein Kollege schreit in das Telefon: "SIE MAUER IST OFFEN!" . Ich dachte, dass er mich verar***** wollte und habe das Radio angemacht. Da wurde es bestätigt. Urlaub nehmen oder frei machen ging nicht.

Einen Beigeschmack hatte diese Zeit auch. Einige Kollegen sind vorher überraschend nach Ungarn gefahren . Das hieß, sie sind nicht zum Dienst erschienen. Da hat man dann Doppelschichten machen müssen. Ich erinnere mich an einen Dienst (wieder Spätdienst), da erhielt ich gegen 20:30 Uhr einen Anruf von meiner Ablösung. Er teilte mir voller Freude mit, dass er nicht zum Nachtdienst kommen kann, da er aus "dem Westen" anruft. Das war vor dem Mauerfall. D. h. für mich; noch mal eben einen Nachtdienst dranhängen. Mein Dienst wäre eigentlich 22:00 Uhr zu Ende gewesen.

Viele Grüße



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#14

RE: Deine Geschichte zum Mauerfall wie hast du die Wende erlebt ?

in Das Ende der DDR 08.10.2009 20:57
von mrbigbud (gelöscht)
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so, schnell noch de 2 teil vom 9/10 nov 89

Mit unseren 2 ver/bekannten gings dann im trabbi nach amsterdam!
Grosse panik ob der ddr-pass zur einreise nach holland reicht.
Aber 0 problemo. Grosses hallo bei der passkontrolle nach holland.
(Staunende grenzer ob des "funny cars").
In Amsterdam wars einfach echt schön....alles mitgenommen...coffee shops...rotlichtviertel....
total stoned deutsch-deutsche wiedervereinigung in NL.
Und unserer bekannter aus dem Osten hat mit stadtplan die reiseleitung gemacht.
9 Nov 89......ich finds heut noch den schönsten tag der (selbsterlebten) Geschichte.

so long
buddy


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#15

RE: Deine Geschichte zum Mauerfall wie hast du die Wende erlebt ?

in Das Ende der DDR 09.10.2009 08:37
von küche69 | 428 Beiträge

Also wenn ich jetzt noch einmal darüber nachdenke, naja. Also bis zum 26.10.89 war ich ja noch an der Grenze und das ganze drum herum habe ich nur am Rande mitbekommen. Und der Abend des 09.11.89, diesen habe ich noch so in Erinnerung, ich saß vor dem Fernseher und konnte garnicht glauben, was ich sah, aber als dann die Mauer aufging, es war unfassbar. Nach einiger Zeit klingelte main Nachbar bei mir und sagte unter Tränen wir sind wieder ein deutsches Volk usw. und das er jetzt seine Geschwister immer besuchen könnte. Es war jedenfalls für mich unglaublich wenn man bedenkt, dass ich ja noch 14- zehn Tage zuvor noch an der Grenze war. Und ich habe auch lange gebraucht um dann dem "Westen" einen Besuch abzustatten!



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#16

RE: Deine Geschichte zum Mauerfall wie hast du die Wende erlebt ?

in Das Ende der DDR 09.10.2009 09:01
von josy95 | 4.915 Beiträge

Hast Du Recht, Josy! Da gab es leider immer schon ein paar unsensible Exemplare mehr von...
Weil die Leute im Westen leider zu nicht unwesntlichen Teilen permanent damit beschäftigt waren, als großen Lebensinhalt: sich selbst und ihre Geltungssucht in den Mittelpunkt zu stellen. Zu dieser Art billigem Hobby gehörte leider auch immer schon, daß man sich selbst in den Vordergrund stellt: und seinen Nachbarn gerne mal etwas herabwürdigt....

Ich sage nur: Regine Hildebrand und die Frage, warum im Westen das Abitur ein Jahr länger dauert...

Deswegen mache ich auch bis heute meine Deutschland-Urlaube in Sachsen. Und vor allem an der Ost-Ostsee.... So gut wie nie im Westen meines geliebten Vaterlandes.

Diesbezüglich bin ich ein echter Ostdeutscher geworden...[/quote]

Hallo mein lieber FSK- Veteran, danke für Deinen guten Kommentar. Besonders gut find ich Deine Formulierung "Zu dieser Art billigem Hobby...", muß ich mir unbedingt merken und zu meinem Wortschatz hinzufügen.

Diese Art billiges Hobby scheint mir aber Momentan zum gesteuerten Hauptlebensinhalt dieser deutschen Nachwendegesellschaft geworden zu sein, weil sich damit Geld in Größenordnungen verdienen läßt, die es nie zuvor gegeben hat. Eben brutal und rücksichtslos das große schnelle Geld verdienen, skrupellos Menschen abzocken, um ihre Existenz bringen, egal, wie moralisch verwerflich, eben amerikanischer wie die Amerikaner! Neuer Begriff: Deutschamerikanischdeutschdenglisch... .

Ja, das erste Negativerlebnis. Es folgten auch noch andere. Wir wurden beim Einkauf in Bad Harzburg alsbald als "DDR- Türken" beschimpft, weil der bis dahin verwöhnte Altbundesbürger nicht verstehen konnte, mal 2 Minuten nach einem Einkaufswagen oder 5 Minuten an der Kasse anstehen zu müssen. Das aber Unmengen Mehrwertsteuereinnahmen gen Westen flossen, naja, soweit hat anscheinend die Bildung dort nicht gereicht. Darum weiß ich, welchen Geistes Kind dieses Vokabular ist und hab es selbst nie überbewertet. Warum auch? Es gab und gibt nach wie vor auch die guten Erlebnisse, und die überwiegen! War Himmelfahrt bei Eisenbahnfreunden das erste mal im Weserbergland, eine derart herzliche Aufnahme, quer durch alle Reihen...!

Und das Du Dich in Deinem Urlaub an der Ost- Ostsee und in Sachsen wohlfühlst, spricht ebenso für die, unsere (!!!) guten Erfahrungen. Das haben 40 Jahre Mauer, 40 Jahre Trennung und 20 Jahre demagogische Vergiftung der deutschen Einheit nicht geschafft!

Hab da nur noch einen Satz für: FSK, wir verstehen uns!

...und vielleicht treffen wir uns ja mal irgendwann an der Ost- Ostsee!

josy95


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Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
zuletzt bearbeitet 09.10.2009 09:04 | nach oben springen

#17

RE: Deine Geschichte zum Mauerfall wie hast du die Wende erlebt ?

in Das Ende der DDR 09.10.2009 11:05
von FSK-Veteran (gelöscht)
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Würde mich freuen!!

Viel Spaß in Helmstedt, mein Lieber...


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#18

RE: Deine Geschichte zum Mauerfall wie hast du die Wende erlebt ?

in Das Ende der DDR 09.10.2009 13:01
von Alter_Fritz (gelöscht)
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[quote="Angelo"]Für viele DDR Bürger kam die Wende überraschend wie hast du die Wende erlebt ?

Aus meinem Buch:
Die aggressive Stimmung der Bevölkerung gegenüber der Volkspolizei hielt auch dann noch an, als Günther Schabowski, Mitglied des Politbüros am 9.11.1989 alle VP Ämter anwies, Visa zur ständigen Ausreise, sofort und ohne Vorliegen von Voraussetzungen zu erteilen. An diesem Tag war ich so etwas wie eine Türeinlasskontrolle, als hunderte Potsdamer vor dem Amt erschienen, um den begehrten Visastempel in ihre Pässe gedrückt zu bekommen. Mit solch einem Ansturm hatten die
Mitarbeiter des Pass-und Meldewesens sicherlich nicht gerechnet. Die Stimmung unter den Wartenden aber wurde immer explosiver. Von Stunde an wuchs die Zahl der Menschen, die auf das Eingangsportal zu strömten. Die Stempelaktion dauerte den Potsdamern scheinbar viel zu lange, so dass es für mich am Eingang zum VPKA immer brenzliger wurde. Irgendwann ließ ich alles „stehen und liegen“ und machte mich auf und davon. Was aus den Offizieren geworden ist, die meine Kollegen und mich noch kurz vor dem Mauerfall an die DDR Justiz ausliefern wollten, interessierte mich schon immer. Einmal hiess es, der Chef des Amtes wäre irgendwo im Thüringischen untergetaucht und würde dort ein Wachunternehmen leiten. Andere ließen verlauten, dass der Politchef des Amtes heute noch Zeitungen in der Stadt austrägt.
Später berichteten andere, dass es Offiziere im Amt gab, die nur zur Tarnung als sogenannte OiBE´s (Offiziere im besonderen Einsatz) die grüne Uniform der Volkspolizei trugen. Das waren Polizei-Offiziere, die ihren Dienst im Auftrag des MfS versahen.
Sonntag der 10.Novermber 1989 wars. Bettina war gerade dabei das Abendessen zu bereiten (Steaks gab’s), als uns über den RIAS die Nachricht,erreichte, dass Punkt 18.00 Uhr die Schlagbäume auf der Glienicker Brücke (besser bekannt als Agentenbrücke bzw. Brücke der Einheit) geöffnet werden sollen. Bettina und ich schauten uns ungläubig an. Ich sagte zu ihr: „Nimm die Pfanne vom Herd, wir fahren sofort hin!“ Nur wenige Minuten benötigten wir bis zur Brücke. Wir, das waren Bettina, meine Tochter und ich wollten unbedingt die ersten sein. Doch als wir die vielen Pkws vor uns sahen, blieb uns nichts weiter übrig, als uns am Ende der langen Kolonne einzureihen. Im Radio hiess es, die Brücke würde um 18.00 Uhr für das Potsdamer und Berliner Volk geöffnet. Es war erst 17.30 Uhr, als wir schliesslich die weiße Grenzlinie auf dem Asphalt der geschichtsträchgen Brücke überfuhren.Doch was uns danach erwartete, lässt sich kaum noch mit eigenen Worten nachvollziehen. Wir hatten den Eindruck, die Westberliner wollten unser Auto auseinandernehmen. Sie rüttelten an unserem Lada, das uns Angst und Bange wurde. Durch die offenen Fenster wurde uns Sekt in Gläsern gereicht. Selina wurde mit Geld und Schokolade überhäuft. Es war ein Spießrutenlauf der Gefühle, der Freude und Begeisterung.
Von der Situation total überwältig, machten wir nach fünfhundert Meter erst einmal Halt. Das ganze Ausmaß der Ereignisse zu verkraften fiel uns allen außerordentlich schwer. Nicht einmal weinen konnten wir, so wie viele andere Besucher des Brückenspektakels.
Obwohl es dunkel war, entschlossen wir uns schliesslich noch an die Stelle zu fahren, an der über Jahrzehnte hinweg die Ortsteile Babelsberg und Kohlhasenbrück jahrzehntelang durch eine Mauer voneinander getrennt waren. Wir hatten tatsächlich die Absicht bei den Familien zu klingeln, deren Kinder wir acht Jahre lang durch den Streckmetallzaun heranwachsen sahen. Leider hatten wir dort niemanden angetroffen. Dafür aber wurden wir von einem Ehepaar aus der Nachbarschaft mit offenen Armen empfangen. Mit ihnen hatten wir später auf den Fall der Mauer angestoßen. Aus der „Mauerbegegnung“ entwickelte sich so etwas wie eine Familienfreundschaft. Dass der Ehemann Chef eines großen Kaufhauses in Steglitz war, hatten wir erst erfahren, als dieser uns zu sich in sein Büro eingeladen hatte. Die freundschaftlichen Beziehungen hielten nicht lange, dafür sorgten leider familiäre Probleme unserer Freunde in Westberlin.
Am 12. November 89 sind wir noch einmal über die Brücke nach Wannsee gefahren, um in der Sparkassenfiliale unser Begrüssungsgeld in Empfang zu nehmen. Mit dem Geld sind wir weiter nach Steglitz und hatten uns im Kaufhaus Karstadt eine Stereo–Kassetten-Deck Anlage und beim Türken eine preisgünstige braune Flickenlederjacke für mich gekauft. Das Auto stellten wir später in der Wannseer Königstrasse ab. Wir hatten uns vorgenommen, die Brücke auch mal von Westberliner Seite aus zu betreten. Was uns sofort auffiel, waren die vielen Satelittenschüsseln auf den Dächern der deutschen und internationalen Übertragungsstationen.Kameramänner wirbelten einen Hornissenschwarm gleich, von einer Seite der Brücke auf die andere. Schon von weitem erkannte ich den Bundespräsidenten Richard von Weizäcker. Dem Mann einmal auf die Schulter zu klopfen, war mir sofort ein Bedürfnis.
Mit meiner Lederjacke bin ich gleich am nächsten Tag zur Dienststelle gefahren. "Sie hatten von uns noch keine Genehmigung nach Westberlin zu fahren!“, musste ich mir gleich vom Leiter der Schutzpolizei anhören. Mir wars mittlerweile egal wer von den Führungsoffizieren nach dem Fall der Mauer sich noch einmal mit Gewalt in Erinnerung bringen wollte. Ein paar Monate nach der Revolution im Dienstgrad zwar herabgesetzt, saßen die gleichen Typen wieder auf ihre Posten.Der Dienstgrad hatte sich zwar geändert, der Name und die Dienststellung aber blieben.




zuletzt bearbeitet 09.10.2009 13:02 | nach oben springen

#19

RE: Deine Geschichte zum Mauerfall wie hast du die Wende erlebt ?

in Das Ende der DDR 09.10.2009 13:08
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Und ich hab mir schon gedacht, schon lange keine Werbung für Fritzens Buch mehr gelesen. Mußte da an Angelo abdrücken das hier so fleißig werben darfst?


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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#20

RE: Deine Geschichte zum Mauerfall wie hast du die Wende erlebt ?

in Das Ende der DDR 09.10.2009 13:14
von Alter_Fritz (gelöscht)
avatar

Zitat von Feliks D.
Und ich hab mir schon gedacht, schon lange keine Werbung für Fritzens Buch mehr gelesen. Mußte da an Angelo abdrücken das hier so fleißig werben darfst?



Du hast tatsächlich "gedacht"??? Vielleicht auch ein wenig nachgedacht? Hätte ja sein können.


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