#101

RE: Interzonenzüge zwischen der DDR und der BRD

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 25.11.2010 20:52
von Thunderhorse | 4.016 Beiträge

Route of the British Military Train (Berlin - Braunschweig - Berlin)

http://www.php.isn.ethz.ch/collections/c...3&navinfo=27752


"Mobility, Vigilance, Justice"
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#102

RE: Interzonenzüge zwischen der DDR und der BRD

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 25.11.2010 22:08
von eisenringtheo | 9.178 Beiträge

Sehr interessantes Dokument. Griebnitzsee wurde "links" liegengelassen, die Kontrolle war in Potsdam und beschränkte sich auf die Lok. Ich denke immer, die DDR Oberen haben sich immer geärgert, dass sie inbezug auf die Alliierten nichts zu sagen hatten. Als Ausländer habe ich mehrmals den Übergang Checkpoint Charlie und Bf. Friedrichstrasse (Bahn) benutzt. An beiden Orten waren Russen. Und wenn Allierte kamen, war das DDR Personal "abgemeldet".
Checkpoint Charlie war für mich 1986 sehr eindrücklich. Während es sonst eher aufwändig und eine frühzeitige Planung nötig war, wenn man in die DDR reisen wollte, so konnte man spontan und ohne Dokumente einen Tagesbesuch in Ostberlin machen. Vor mir waren zwei AmiGirls mit wenig Textil, ohne Pass, ohne Geld, nur mit Kreditkarte. Kein Problem: Rechts zum Fotoautomat (2DM), Identitätsbescheinigung (10DM), Visum (5DM), Mindestumtausch 25DM, und alles auf Mastercard...
Theo


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#103

RE: Interzonenzüge zwischen der DDR und der BRD

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 25.11.2010 22:17
von GZB1 | 3.287 Beiträge

Na einen Führerschein hatten sie sicher dabei (Personalausweis gibts ja nicht in den USA), wie hätte man sonst die Identität feststellen können. Mastercard mit Foto gab´s ja damals noch nicht.


zuletzt bearbeitet 25.11.2010 22:28 | nach oben springen

#104

RE: Interzonenzüge zwischen der DDR und der BRD

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 25.11.2010 22:41
von Eumel | 139 Beiträge

Zitat von eisenringtheo
... Als Ausländer habe ich mehrmals den Übergang Checkpoint Charlie und Bf. Friedrichstrasse (Bahn) benutzt. An beiden Orten waren Russen. Und wenn Allierte kamen, war das DDR Personal "abgemeldet".
Checkpoint Charlie war für mich 1986 sehr eindrücklich. Während es sonst eher aufwändig und eine frühzeitige Planung nötig war, wenn man in die DDR reisen wollte, so konnte man spontan und ohne Dokumente einen Tagesbesuch in Ostberlin machen. Vor mir waren zwei AmiGirls mit wenig Textil, ohne Pass, ohne Geld, nur mit Kreditkarte. Kein Problem: Rechts zum Fotoautomat (2DM), Identitätsbescheinigung (10DM), Visum (5DM), Mindestumtausch 25DM, und alles auf Mastercard...
Theo



Das glaube ich allerdings nicht. Bhf. Friedrichstraße gab es keine Russen, welche da Kontrolle gemacht haben könnten. Ohne Dokument hättest du auch keinen Grenzübertritt geschafft . Ansonsten hast du recht. Zum Tagesbesuch hast du (mit z.B. ungültigen Pass, Bundesbürger mit Ausweis usw.) für 2 DM eine IB bekommen + 5 DM für Tagesvisum und hast dann beim Zoll deine 25 DM entrichtet. Das war aber an jedem Übergang mit Ausländerverkehr in Berlin so ... Und Checkpoint Charlie hatte einen Sonderstatus

Edit fügt noch eine Erklärung zu obiger Aussage aus der Wiki bei:

"Der Kontrollpunkt durfte nur von alliierten Militär- und Botschaftsangehörigen, Ausländern und Mitarbeitern der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei der DDR sowie von DDR-Funktionären benutzt werden."


zuletzt bearbeitet 25.11.2010 22:45 | nach oben springen

#105

RE: Interzonenzüge zwischen der DDR und der BRD

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 25.11.2010 23:03
von eisenringtheo | 9.178 Beiträge

Zitat von Eumel
Das glaube ich allerdings nicht. Bhf. Friedrichstraße gab es keine Russen, welche da Kontrolle gemacht haben könnten. Ohne Dokument hättest du auch keinen Grenzübertritt geschafft . Ansonsten hast du recht. Zum Tagesbesuch hast du (mit z.B. ungültigen Pass, Bundesbürger mit Ausweis usw.) für 2 DM eine IB bekommen + 5 DM für Tagesvisum und hast dann beim Zoll deine 25 DM entrichtet. Das war aber an jedem Übergang mit Ausländerverkehr in Berlin so ... Und Checkpoint Charlie hatte einen Sonderstatus


Irgendwas hatten die Girls wohl schon gefunden, um sich auszuweisen. Und am Bahnhof Friedrichstrasse gab es mehrere Reihen: Für DDR Bürger, für Westberliner, BRD Bürger, Ausländer (ausg. BRD) und für Diplomaten/Alliierte. Meistens kam ich abends an und da waren nur noch zwei Reihen. Ich musste da bei der Reihe "Ausländer (ausg. BRD), Diplomaten/Alliierte" durch und da hatte es auch einen Russen. Aber Alzheimer lässt grüssen, beschwören will ich es nicht. Zu lange her...
http://www.berlinermaueronline.de/geschi...int-charlie.htm
Theo


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#106

RE: Interzonenzüge zwischen der DDR und der BRD

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 25.11.2010 23:07
von eisenringtheo | 9.178 Beiträge

Zitat von eisenringtheo

Zitat von Eumel
Das glaube ich allerdings nicht. Bhf. Friedrichstraße gab es keine Russen, welche da Kontrolle gemacht haben könnten. Ohne Dokument hättest du auch keinen Grenzübertritt geschafft . Ansonsten hast du recht. Zum Tagesbesuch hast du (mit z.B. ungültigen Pass, Bundesbürger mit Ausweis usw.) für 2 DM eine IB bekommen + 5 DM für Tagesvisum und hast dann beim Zoll deine 25 DM entrichtet. Das war aber an jedem Übergang mit Ausländerverkehr in Berlin so ... Und Checkpoint Charlie hatte einen Sonderstatus


Irgendwas hatten die Girls wohl schon gefunden, um sich auszuweisen. Und am Bahnhof Friedrichstrasse gab es mehrere Reihen: Für DDR Bürger, für Westberliner, BRD Bürger, Ausländer (ausg. BRD) und für Diplomaten/Alliierte. Meistens kam ich abends an und da waren nur noch zwei Reihen. Ich musste da bei der Reihe "Ausländer (ausg. BRD), Diplomaten/Alliierte" durch und da hatte es auch einen Russen. Aber Alzheimer lässt grüssen, beschwören will ich es nicht. Zu lange her... Und es ging immer ruckizucki. Die DDR Bürger, Westberliner und BRD Reihen hatten häufig lange Schlangen.
http://www.berlinermaueronline.de/geschi...int-charlie.htm
Theo



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#107

RE: Interzonenzüge zwischen der DDR und der BRD

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 25.11.2010 23:24
von Eumel | 139 Beiträge

Stimmt so nicht. Es gab den Schalter Diplomaten. Der war auch für Dienstreisende (nicht alle). Für Alliierte war diese Güst offiziell nicht. Normal war der Schalter für Ausländer immer extra. Allerdings kann es durchaus sein, dass du auch mal am Diplomatenschalter durch durftest. Bei wenig Verkehr (und damit wenigstens mal eine Pause für den Kontrolleur möglich war) hat auch der Diplo-Schalter mal was mitgemacht . Ansonsten stimmt das mit den Schaltern.

Allerdings gab es mit Sicherheit keine Russen da in der Abfertigung. Die Kontrolleure am Diplomatenschalter waren ganz normale Passkontrolleure, die auch normal in die Schichten integriert waren.

Wie ich schon schrieb ... Checkpoint Charlie ist eine ganz andere Geschichte.


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#108

RE: Interzonenzüge zwischen der DDR und der BRD

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 25.11.2010 23:28
von eisenringtheo | 9.178 Beiträge

http://books.google.ch/books?id=GiCgOUq9...strasse&f=false

Ist aber lange her und auch nicht so wichtig. GIs habe ich aber immer gesehen, die dort zirkulierten..
Theo


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#109

RE: Interzonenzüge zwischen der DDR und der BRD

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 25.11.2010 23:52
von Eumel | 139 Beiträge

Das Buch kannte ich noch nicht. GIs gab es ab und an. Wie gesagt, häufig waren die nicht. Btw.: Bei Interesse könnte ich da sogar einen Einreisestempelabdruck vom Diploschalter von 1989 schicken.

... aber wir sind wohl hier wirklich weg vom Topic. Um die Kurve zu kriegen: Es gab auch extra Schalter für Transit. Das war dann aber auch eher speziell. Es kam, wer am Ostbahnhof umsteigen musste, Flughafen Schönefeld nicht über Rudower wollte/konnte oder auch mal ein verhinderter Autofahrer ... aber das war nicht meine Baustelle.


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#110

RE: Interzonenzüge zwischen der DDR und der BRD

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 26.05.2014 10:12
von lokgrenzer | 25 Beiträge

[
quote=josy95|p28433]

Zitat von FSK-Veteran

@josy95:
Zu meiner Zeit war fasst ausschließlich die "Taiga-Trommel" im Einsatz. Das war dieses russische Dieselmonster, daß die Viadukte der Berliner Stadtbahnstrecke sanierungsreif geschädigt hat...



Hallo FSK- Veteran

Kleiner Eisenbahn- Nachhilfeunterricht.

Taiga- Trommel war ein anderer Loktyp. s. g. BR (BR ür Baureihe) 120, hatte einen 14- Zylinder- Zwei- Takt- Dieselmotor. Wurde fast ausschließlich nur für Güterzugdienst eingesetzt, da Höchstgeschwindigkeit nur 100 km/h und diese Lok nicht über eine elektr. Zugheizeinrichtung/ Elektroenergieversorgung verfügte.
Die Lokomotiven, die Du meinst, war die (modernere) Nachfolgeversion BR 132, V-max 120 (140) km/h und elektrische Zugheizeinrichtung/ Elektroenergieversorguung. Hatte auch einen 16- Zylinder Viertakt- Dieselmotor mit wesentlich höherer Leistung. Nachteil: Schlecht abgefederte Achsen in dreiachsigen Drehgestellen (davon die Brückenschäden), sehr lauter Turbo- Lader (das berühmte Pfeifen/ Heulen von den Dingern) und hoher Motorölverbrauch, also nicht unbedingt ein "russischer Umweltaktivist". Wenn die losfuhren, da sah die Abgasfahne manchmal schlimmer als bei einer Dampflok aus...!


josy95[/quote]

Ja das war die Staatsreserve für alle Zugleistungen, ausgesuchte Loks, Top gewartet mit 5500 l Diesel im Bauch.


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#111

RE: Interzonenzüge zwischen der DDR und der BRD

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 26.05.2014 13:36
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von lokgrenzer im Beitrag #110
Zitat von josy95 im Beitrag #29

Zitat von FSK-Veteran

@josy95:
Zu meiner Zeit war fasst ausschließlich die "Taiga-Trommel" im Einsatz. Das war dieses russische Dieselmonster, daß die Viadukte der Berliner Stadtbahnstrecke sanierungsreif geschädigt hat...


Hallo FSK- Veteran

Kleiner Eisenbahn- Nachhilfeunterricht.

Taiga- Trommel war ein anderer Loktyp. s. g. BR (BR ür Baureihe) 120, hatte einen 14- Zylinder- Zwei- Takt- Dieselmotor. Wurde fast ausschließlich nur für Güterzugdienst eingesetzt, da Höchstgeschwindigkeit nur 100 km/h und diese Lok nicht über eine elektr. Zugheizeinrichtung/ Elektroenergieversorgung verfügte.
Die Lokomotiven, die Du meinst, war die (modernere) Nachfolgeversion BR 132, V-max 120 (140) km/h und elektrische Zugheizeinrichtung/ Elektroenergieversorguung. Hatte auch einen 16- Zylinder Viertakt- Dieselmotor mit wesentlich höherer Leistung. Nachteil: Schlecht abgefederte Achsen in dreiachsigen Drehgestellen (davon die Brückenschäden), sehr lauter Turbo- Lader (das berühmte Pfeifen/ Heulen von den Dingern) und hoher Motorölverbrauch, also nicht unbedingt ein "russischer Umweltaktivist". Wenn die losfuhren, da sah die Abgasfahne manchmal schlimmer als bei einer Dampflok aus...!


josy95


Ja das war die Staatsreserve für alle Zugleistungen, ausgesuchte Loks, Top gewartet mit 5500 l Diesel im Bauch.

Also 14-Zylinder kenne ich nur als Stern. Der Motor der M62 (1) nannte sich zwar 14D40, hatte aber nichtsdestotrotz 'nur' zwölf Zylinder. Böse Zungen behaupten die Typenbezeichnung bedeudet das angeblich 14 Donkosaken ihn 40 Jahre aus einem Stück gefeilt haben, aber das wird wohl doch nur Legende sein. (2) Im weiten Sowjetreich gabs diese Lok auch mit einem 4taktenden Diesel, dieser nannte sich dann 2Д49. Eigentlich vollkommen logisch, also russische Logik, odär? Die Ungarische Staatsbahn übrigens setzte diese Lok mit einem zusätzlichen Heizwagen (3) auch für den Reisezugverkehr ein.
Doch nun genug Sultaninen gek*ckt, der korrekte Spitzname der Taiga-Trommel-Nachfolgerin (übrigens exklusiv für die Deutsche Reichsbahn gefertigten Baureihe 130) dürfte 'Ludmilla' sein?

(1) http://de.wikipedia.org/wiki/LTS_M62
(2) http://www.cargoman.de/Technik/Dieselmot...or_14_d_40.html
(3) http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:M62-246.jpg


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


Hagen Friedrichs hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 26.05.2014 13:38 | nach oben springen

#112

RE: Interzonenzüge zwischen der DDR und der BRD

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 26.05.2014 15:33
von furry | 3.580 Beiträge

Zitat von 94 im Beitrag #111
Also 14-Zylinder kenne ich nur als Stern. Der Motor der M62 (1) nannte sich zwar 14D40, hatte aber nichtsdestotrotz 'nur' zwölf Zylinder. Böse Zungen behaupten die Typenbezeichnung bedeudet das angeblich 14 Donkosaken ihn 40 Jahre aus einem Stück gefeilt haben, aber das wird wohl doch nur Legende sein. (2) Im weiten Sowjetreich gabs diese Lok auch mit einem 4taktenden Diesel, dieser nannte sich dann 2Д49. Eigentlich vollkommen logisch, also russische Logik, odär? Die Ungarische Staatsbahn übrigens setzte diese Lok mit einem zusätzlichen Heizwagen (3) auch für den Reisezugverkehr ein.
Doch nun genug Sultaninen gek*ckt, der korrekte Spitzname der Taiga-Trommel-Nachfolgerin (übrigens exklusiv für die Deutsche Reichsbahn gefertigten Baureihe 130) dürfte 'Ludmilla' sein?

(1) http://de.wikipedia.org/wiki/LTS_M62
(2) http://www.cargoman.de/Technik/Dieselmot...or_14_d_40.html
(3) http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:M62-246.jpg




Mit der russischen Logik haut das nicht so ganz hin, entweder sowjetische oder besser ukrainische Logik.
Siehe (1) oben, Herstellungsort Lugansk oder nach heutiger Aussprache (?) Luhansk.


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
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#113

RE: Interzonenzüge zwischen der DDR und der BRD

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 26.05.2014 16:36
von 94 | 10.792 Beiträge

Und zwischenzeitlich hieß der Ort auch mal nach einem sowjetischen Marschall Woroschilowgrad. Nee, was ich, zugegebnermaßen etwas despektierlich, mit russischer Logik meinte, ist die Falle in die auch Josy tappte. Hierzulande, also zumindest in der Verflossenen, wurden Dieselmotoren mal etwas sinnvoller typbezeichnet. Ordentliche Deutsche Logik: zum Beispiel 12KVD18/21-A, da sieht auch der interessierte Laie auf den ersten Blick Anzahl der Zylinder, Bauart, Bohrung und Hub. Das K wie Kompressor ist für Kurzhub (gut ist jetzt nicht übermäßig logisch), das V wie Vier für 4takt und das D wie Diesel für Diesel. Zum Schluß das A ist endlich der Turbo, also A wie Aufgeladen)
Im großen Reich dagegen scheint auf den ersten Blick ein ähnliches System dahinter zu stecken, verleitet dann zu solchen Fehlschlüssen wie 14-Zylinder. Der zweite Blick dann, es wird eher verwirrend und auch der 3. und nachfolgende Blicke bringen kein System, ebend 'Russisch'. Betrifft ja nich nur jetzt mal zufällig diese Lokdieselmotoren. Mal den Grau-Index mit der RLM-Typliste vergleichen, doch ich schweife ab ...


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


Hagen Friedrichs und furry haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 26.05.2014 16:38 | nach oben springen

#114

RE: Interzonenzüge zwischen der DDR und der BRD

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 26.05.2014 19:00
von Harzwanderer | 2.923 Beiträge

Ein Lokführer von der Rbd Magdeburg hat mir mal berichtet, dass im (damaligen) Motorblock der 132 an irgendeiner versteckten Stelle die Worte "General Electric" eingegossen seien. Soll direkt ein US-Lizenzbau gewesen sein. Ich erinnere mich, die große Uhr, vorne rechts im Führerstand, war auch was Feines aus dem Westen. Jaeger (Schweiz) glaub ich.

Das war einer von den besonderen Lokführern der Transit-US-Militärschnellzüge, die nach WB durften. Die wurden übrigens in Potsdam Stadt von den Freunden kontrolliert.


zuletzt bearbeitet 26.05.2014 19:01 | nach oben springen

#115

RE: Interzonenzüge zwischen der DDR und der BRD

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 28.05.2014 08:57
von Hagen Friedrichs | 103 Beiträge

Zitat von Harzwanderer im Beitrag #114
Ein Lokführer von der Rbd Magdeburg hat mir mal berichtet, dass im (damaligen) Motorblock der 132 an irgendeiner versteckten Stelle die Worte "General Electric" eingegossen seien. Soll direkt ein US-Lizenzbau gewesen sein. Ich erinnere mich, die große Uhr, vorne rechts im Führerstand, war auch was Feines aus dem Westen. Jaeger (Schweiz) glaub ich.

Das war einer von den besonderen Lokführern der Transit-US-Militärschnellzüge, die nach WB durften. Die wurden übrigens in Potsdam Stadt von den Freunden kontrolliert.

Also, ich kenne hier den Eigentümer des früheren BW-Eisenach. Da stehen mehrere Motoren der BR-132. Da steht nirgends was von "GE". Aber vielleicht sind original oder nachträglich Komponenten von "GE" verbaut., vielleicht irgendwelche elktrischen Teile. Es gibt auch in der USA keine vergleichbaren Loks. Ausserdem brauchen die für vergleichbare Leistungen immer mindestens Doppeltraktion.

Vor allem, warum sollte man das versteckt machen?

Die ersten IFA Wartburg 1.3 mit VW-Lizenzmotor hatten komplette VW-Beschriftung auf den Motoren. Und das deutlich sichtbar.

Sowjetische Flugzeuge hatten beispielsweise oft Lampen von "GE" in den Landescheinwerfern.



zuletzt bearbeitet 28.05.2014 08:59 | nach oben springen

#116

RE: Interzonenzüge zwischen der DDR und der BRD

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 28.05.2014 09:06
von Hagen Friedrichs | 103 Beiträge

Zitat von 94 im Beitrag #111
[quote=lokgrenzer|p357983]


Doch nun genug Sultaninen gek*ckt, der korrekte Spitzname der Taiga-Trommel-Nachfolgerin (übrigens exklusiv für die Deutsche Reichsbahn gefertigten Baureihe 130) dürfte 'Ludmilla' sein?


"Ludmilla" ist eine Westdeutsche Nachwendeerfindung, hat sich aber durchgesetzt. In der DDR hiess die auch "Gruß-Russe". BR-130 mit v/max 140 hiess auch "Renn-Russe".



hundemuchtel 88 0,5 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#117

RE: Interzonenzüge zwischen der DDR und der BRD

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 28.05.2014 12:28
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von Hagen Friedrichs im Beitrag #116
"Ludmilla" ist eine Westdeutsche Nachwendeerfindung, hat sich aber durchgesetzt.
Sicher? Diese Behauptung geistert ja schon einige Zeit durch einschlägige Internetz-Plattformen, dagegen aber auch Zeitzeugenwissen (?) wie folgt ...
http://www.drehscheibe-online.de/foren/r...4474927,4475182

Zitat
In der DDR hiess die auch "Gruß-Russe". BR-130 mit v/max 140 hiess auch "Renn-Russe".

Also 'Rennrusse' ist nachvollziehbar, aber wie kommt 'Grußrusse' zustande?



Doch um mal wieder zum Thema zu kommen, also irgendwie zumindest, versuch ich mal ein Zitat von folgender Internetzpräsenz ...

Zitat von cargo-ludmilla.de/html/geschichte.html
Berühmt wurde die Maschine im Herbst 1989, als sie den Prager Flüchtlingszug durch die DDR fuhr.


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


zuletzt bearbeitet 28.05.2014 12:28 | nach oben springen

#118

RE: Interzonenzüge zwischen der DDR und der BRD

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 28.05.2014 13:15
von Hans | 2.166 Beiträge

Mahlzeit, Gemeinde....
Das mit dem "Ludmilla ist eine Nachwendeerfindung" ist eine von vielen Interneterfindungen.
Die Maschine bekam den Spitznamen schon kurz nach ihrer Indienststellung bei der DR. Rennrusse kam ab und zu mal vor, auch Rennludmilla, für die Maschinen, die 140 laufen konnten.
Großrusse - nie gehört.
73 Hans


I´m just a truckle, but I don´t like to truckle. ( Prokop; Unterschenkel )
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#119

RE: Interzonenzüge zwischen der DDR und der BRD

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 28.05.2014 16:00
von uffz_nachrichten | 475 Beiträge

Zitat von Hagen Friedrichs im Beitrag #115
Zitat von Harzwanderer im Beitrag #114
Ein Lokführer von der Rbd Magdeburg hat mir mal berichtet, dass im (damaligen) Motorblock der 132 an irgendeiner versteckten Stelle die Worte "General Electric" eingegossen seien. Soll direkt ein US-Lizenzbau gewesen sein. Ich erinnere mich, die große Uhr, vorne rechts im Führerstand, war auch was Feines aus dem Westen. Jaeger (Schweiz) glaub ich.

Das war einer von den besonderen Lokführern der Transit-US-Militärschnellzüge, die nach WB durften. Die wurden übrigens in Potsdam Stadt von den Freunden kontrolliert.

Also, ich kenne hier den Eigentümer des früheren BW-Eisenach. Da stehen mehrere Motoren der BR-132. Da steht nirgends was von "GE". Aber vielleicht sind original oder nachträglich Komponenten von "GE" verbaut., vielleicht irgendwelche elktrischen Teile. Es gibt auch in der USA keine vergleichbaren Loks. Ausserdem brauchen die für vergleichbare Leistungen immer mindestens Doppeltraktion.

Vor allem, warum sollte man das versteckt machen?

Die ersten IFA Wartburg 1.3 mit VW-Lizenzmotor hatten komplette VW-Beschriftung auf den Motoren. Und das deutlich sichtbar.

Sowjetische Flugzeuge hatten beispielsweise oft Lampen von "GE" in den Landescheinwerfern
.


IMHO wurden damals nicht alle 1.1er btw. 1.3er VW-Polo-Motoren in der DDR gefertigt? War wohl Teil des Vertrages mit VW damals. Warum sollten dann auf den Motoren im Wartburg nicht VW auf´m Deckel stehen?
Gleiches für deine angeführten "Glühbirnchen". Lend & Lease, Lizenzbau, k.A. Vllt. konnte Narva auch nur nicht so schnell den entsprechenden Typ liefern.



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#120

RE: Interzonenzüge zwischen der DDR und der BRD

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 28.05.2014 16:42
von Hagen Friedrichs | 103 Beiträge

Zitat von uffz_nachrichten im Beitrag #119
Zitat von Hagen Friedrichs im Beitrag #115
Zitat von Harzwanderer im Beitrag #114
Ein Lokführer von der Rbd Magdeburg hat mir mal berichtet, dass im (damaligen) Motorblock der 132 an irgendeiner versteckten Stelle die Worte "General Electric" eingegossen seien. Soll direkt ein US-Lizenzbau gewesen sein. Ich erinnere mich, die große Uhr, vorne rechts im Führerstand, war auch was Feines aus dem Westen. Jaeger (Schweiz) glaub ich.

Das war einer von den besonderen Lokführern der Transit-US-Militärschnellzüge, die nach WB durften. Die wurden übrigens in Potsdam Stadt von den Freunden kontrolliert.

Also, ich kenne hier den Eigentümer des früheren BW-Eisenach. Da stehen mehrere Motoren der BR-132. Da steht nirgends was von "GE". Aber vielleicht sind original oder nachträglich Komponenten von "GE" verbaut., vielleicht irgendwelche elktrischen Teile. Es gibt auch in der USA keine vergleichbaren Loks. Ausserdem brauchen die für vergleichbare Leistungen immer mindestens Doppeltraktion.

Vor allem, warum sollte man das versteckt machen?

Die ersten IFA Wartburg 1.3 mit VW-Lizenzmotor hatten komplette VW-Beschriftung auf den Motoren. Und das deutlich sichtbar.

Sowjetische Flugzeuge hatten beispielsweise oft Lampen von "GE" in den Landescheinwerfern
.


IMHO wurden damals nicht alle 1.1er btw. 1.3er VW-Polo-Motoren in der DDR gefertigt? War wohl Teil des Vertrages mit VW damals. Warum sollten dann auf den Motoren im Wartburg nicht VW auf´m Deckel stehen?
Gleiches für deine angeführten "Glühbirnchen". Lend & Lease, Lizenzbau, k.A. Vllt. konnte Narva auch nur nicht so schnell den entsprechenden Typ liefern.



Steht bei Volvo denn Audi drauf?

Hintergrund war, das die Werkzeuge mit IFA-Emblem noch nicht fertig waren.



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