#1

Abhörmethoden in den Kompaniegebäuden

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.10.2009 09:03
von Tine (gelöscht)
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Guten Morgen,

wer weiß welche Technik verwendet wurde und wo diese installiert bzw. versteckt war?

Ich habe in der Gedenkstätte Bautzen II die, runden ca. 40mm, Wanzen gesehen, die unter Putz lagen und dann stellten sie dort noch eine großvolumige Technik aus, an der viele Knöpfe und Leuchten waren. Ist das ähnlich auch in den Grenzkompanien installiert gewesen?

Mit vielen Grüßen und Dank
Tine


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#2

RE: Abhörmethoden in den Kompaniegebäuden

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.10.2009 12:10
von Gelöschtes Mitglied
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Hallo Tine,

zu meiner Zeit scheint es diese Wanzen in unserer Kompanie noch nicht gegeben zu haben.Jedenfalls habe ich so etwas nie gesehen oder darüber gehört.Und wen es so gewesen wäre,dann hätten sie uns mit Sicherheit nicht mehr an den Kanten gelassen oder abgeholt.Denn wir waren keine lieben "Genossen"sondern einfache Soldaten und haben unsere Meinung in den Stuben offen gesagt.Wir waren Grenzkameraden und nie Genossen!!So wurde man halt von den Batzen angesprochen,ob man wollte oder nicht.Das ging uns immer tierisch auf den Geist.Klar hat man gehört,daß es immer in der Kompanie nen Spitzel gibt,aber wir haben uns darüber überhaupt keine Gedanken gemacht.Wir waren wahrscheinlich noch zu jung und unbefangen.Eigentlich muß es aus heutiger Sicht einen wundern,daß nichts passiert ist.Aber wir waren auch ein Lodderhaufen und hatten viele Freiheiten,von denen die GK Brietz und GK Hoyersburg nur träumten.

Gruß ek40


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#3

RE: Abhörmethoden in den Kompaniegebäuden

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.10.2009 12:23
von Stabsfähnrich | 2.046 Beiträge

Hallo Tine,
dass wäre mir jetzt auch neu, dass es in den GK`s Abhörvorrichtungen gegeben haben soll. Mit Sicherheit wurde die Telefonanlage sowie das Funknetz überwacht.


Mit freundlichen Grüßen - Chris
www.polizeilada.de
www.grenzradio911.info
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#4

RE: Abhörmethoden in den Kompaniegebäuden

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.10.2009 12:30
von Tine (gelöscht)
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Hallo EK40,

wann warst du denn dort?
Ich denke mal spätestens in den 70ger Jahren war die Technik eingebaut. Ich habe nach der Wende mal eine ehemalige Grenzkompanie in Eisfeld angeschaut in der damals schon Asylanten wohnten und ich damit beruflich zu tun hatte und da waren auch diese komischen Lautsprecherboxen über der Tür in jedem Zimmer. Und Lautsprecher konnten wohl auch Mikro sein - so haben ich es in der gedenkstätte gelesen. Das unter den sogenannten Kameraden auch Spitzel waren, das ist auch klar wie Klosbrühe. Wäre auch interessant zu wissen welchen Prozentsatz von IM's man in den einzelnen Zimmern untergebracht hat. 50 % klingt viel, aber könnte ich mir sogar vorstellen.

Mit Grüßen
Tine


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#5

RE: Abhörmethoden in den Kompaniegebäuden

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.10.2009 12:35
von CaptnDelta (gelöscht)
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Zitat von Tine
...Und Lautsprecher konnten wohl auch Mikro sein - so haben ich es in der gedenkstätte gelesen. ...

Yikes, wer erzaehlt da nur so'n Schmarren...
-Th


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#6

RE: Abhörmethoden in den Kompaniegebäuden

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.10.2009 12:38
von Der Feldstecher (gelöscht)
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Zitat von Tine
Guten Morgen,

wer weiß welche Technik verwendet wurde und wo diese installiert bzw. versteckt war?

Ich habe in der Gedenkstätte Bautzen II die, runden ca. 40mm, Wanzen gesehen, die unter Putz lagen und dann stellten sie dort noch eine großvolumige Technik aus, an der viele Knöpfe und Leuchten waren. Ist das ähnlich auch in den Grenzkompanien installiert gewesen?

Mit vielen Grüßen und Dank
Tine



@Tine: Hallo grüß Dich. Ob es dass in DDR-Grenzer-Kasernen gab, kann ich nicht sagen - aber soviel, in allen MfS-U-Haftanstalten gehörte das Abhören aller Zellen zum "täglichen Geschäft". Eine "beliebte Technik" des MfS bei besonders hartnäckig schweigenden Untersuchungsgefangenen war es auch, den Betreffenden allein auf eine Zelle zu legen und ihn mit elektronisch übertragenen Dauergeräuschen wie tropfendem Wasserhahn, Windgeräusche hoher aber noch hörbarer Frequenz oder Bassbeats "mürbe" zu machen - und das in einer Form, dass Du wirklich irgendwann nervlich zusammengekracht bist - psychische Folter. Oh die Herren waren meist fein in ihren Methoden und haben sich nur selten ihre Finger dreckig gemacht.
Und in den Zuchthäusern und Gefängnissen - den Strafvollzugsanstalten (StVA) der DDR - die zwar offiziell dem Ministerium des Inneren (MdI)unterstanden, führte ebenfalls das MfS mit Regie. In Brandenburg gab es wie in allen StVAs Dienststellen des MfS, mit hauptamtlich tätigen MfS-Offizieren besetzt, die natürlich "zur Tarnung" in schwarzen Uniformen der Gefängnisbediensteten herumliefen. Zu meiner Haftzeit in Brandenburg hießen sie bei Gefangen nur "die mit der unsichtbaren Blindenarmbinde".Und kritische "Zellenbesatzungen" in Brandenburg wurden entweder mit einem als IM tätigen Mitgefangenen besetzt oder in "ganz kritischen Phasen" wie Gefahr der Meuterei, der kollektiven Verweigerung der Zwangsarbeit, Ausbruchsvorbereitungen oder spektakulären Protestaktionen sogar direkt abgehört. Ob alle Zellen nun ständig "verwanzt" waren, oder ob dazu erst eine heimliche Installation nötig war, weiß ich leider nicht. Aber von spektakulären Protestaktionen in Brandenburg weiß ich von zweien: 1. Michael Gartenschläger - der bis 1971 in Brandenburg einsaß, dann vom Westen freigekauft wurde und die DDR-Propaganda und das menschenverachtende Grenzregime durch die geglückte Demontage zweier Selbstschussminen SM 70 von der Zonengrenze bloßstellte - kletterte in Brandenburg auf eine Plattform des Schornsteins der zentralen Heizungsanlage des Zuchthauses in zirka 20 Meter Höhe. Dort verbrachte er in Kälte fast einen ganzen Tag und schrieb - Mitgefangene sagten mit der Knast-Schlemmkreide-Zahnpasta - Worte wie "Hunger" und "Freiheit" an die Schornsteinwand aus rotem Klinker. Ende der 70er Jahre berichtete mir ein Pilot der Britischen Airways, der ständig mit seiner Maschine die Linie Hannover-Westberlin beflog, dass dieser Vorgang mit entsprechender Fotooptik aus dem Flugzeug fotografiert werden konnte und sich herumsprach. 2. Einem anderen mir persönlich bekannten politischen Häftling gelang es 1976, aus einem Bettlaken mit Zigarettenasche bemalt - Rauchen war im Knast beliebte Ablenkung und Tabak eine hochgehandelte Devise - eine Hakenkreuzfahne unbemerkt anzufertigen. Damit entwich er während der Freistunde zu einer spekulären Aktion. Es gelang ihm auf das Dach des etwa 30 Meter hohen Zentralgebäudes zu klettern und dort die als Protest gegen die Haftbedingungen und Folter im Zuchthaus gedachte Hakenkreuzfahne zu hissen. Und diese wurde sogar von einer Delegation der ständigen Vertretung der Bundesrepublik in der DDR gesehen, die gerade vor dem Zuchthausportal vorfuhr, um eingesperrte westdeutsche Fluchthelfer konsularisch aufzusuchen... gruß Peter (Der Bildanhang zeigt - zwar in schlechter Qualität - das "Portal" des Zuchthauses Brandenburg mit dem Zentralgebäude in der Mitte, auf das der Häftling zum Protest mit der Hakenkreuzfahne 1976 kletterte!!! Alle Achtung)

Angefügte Bilder:
afad6f9076b29793ffff879aac14421f.jpg

zuletzt bearbeitet 01.10.2009 12:46 | nach oben springen

#7

RE: Abhörmethoden in den Kompaniegebäuden

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.10.2009 13:43
von dein1945 (gelöscht)
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Zitat von CaptnDelta

Zitat von Tine
...Und Lautsprecher konnten wohl auch Mikro sein - so haben ich es in der gedenkstätte gelesen. ...

Yikes, wer erzaehlt da nur so'n Schmarren...
-Th




Warum Schmarren ? Ob das in GK angewandt wurde, sorry kann ich nicht sagen, aber jede analoge Türsprechanlage funktioniert so, Lautsprecher gleich Mikrofon ! Nicht immer alles in Abrede stellen, hab auf dem Gebiet etwas Erfahrung !
Gruß aus Berlin


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#8

RE: Abhörmethoden in den Kompaniegebäuden

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.10.2009 13:51
von Mongibella (gelöscht)
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Auf jeden Fall is der Gedanke, das die Stasi auch da abhörte oder spitzelte alles andere dann abwegig....

Mara


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#9

RE: Abhörmethoden in den Kompaniegebäuden

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.10.2009 14:05
von Alfred | 6.848 Beiträge

Hallo,

wie viele Angehörige hatten die GT ?

Und die wurden dann alle abgehört, Wahnsinn.

Einige scheinen wirklich keine Ahnung zu haben welch technischer und auch personeller Aufwand für solche Maßmahmen notwendig ist.


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#10

RE: Abhörmethoden in den Kompaniegebäuden

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.10.2009 14:16
von sentry | 1.098 Beiträge

Zitat von Tine
50 % klingt viel, aber könnte ich mir sogar vorstellen.



20 % ist eine realistische Schätzung.

Interessant finde ich übrigens die angewandte Logik, wenn es das im Knast gegeben hat, müsste es das in Grenzkompanien auch gegeben haben.
Nicht vergessen, im DDR-System waren die Grenzer "die Guten". Sie haben mitgewirkt, dass das System nicht auseinanderbricht. Mit Knastis, insbesondere "Politischen" hatten sie nicht viel gemein.
Zur "Überwachung der Überwacher" wäre so eine komplette Raumüberwachung sicher ein bisschen too much. In meinem Kompaniegebäude hat's sicher 25-30 ständig nutzbare Räume gegeben. Mit welcher man power hätte ich denn das überwachen wollen?
Ich bin zwar kein Experte, aber ich weiß aus eigener Erfahrung, dass es für die 2000er besonders schwer war, konspirativ erworbene Erkenntnisse für irgendwelche Maßnahmen zu nutzen. Es bestand immer eine große Gefahr, dass sofort die Quellen aufflogen. ("Das habe ich doch nur dem und dem erzählt."; "Das habe ich doch nur in einem Brief an meine Omi erwähnt.")
Zur simplen Verhinderung einer mangelhaften Dienstdurchführung konnte man solche Erkenntnisse oft gar nicht verwenden. Eine Fahnenflucht zu verhndern, weil der fluchtwillige Soldat sich einem Kameraden offenbart oder im Schlaf spricht, war denn wohl doch mehr als unwahrscheinlich.

Aber, großes Aber, wissen weiß ich natürlich auch nichts darüber...alles Spekulation und Gedanken.


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#11

RE: Abhörmethoden in den Kompaniegebäuden

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.10.2009 14:17
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von Alfred
Hallo,

wie viele Angehörige hatten die GT ?

Und die wurden dann alle abgehört, Wahnsinn.

Einige scheinen wirklich keine Ahnung zu haben welch technischer und auch personeller Aufwand für solche Maßmahmen notwendig ist.






Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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#12

RE: Abhörmethoden in den Kompaniegebäuden

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.10.2009 14:17
von Wolfgang B. (gelöscht)
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Zitat von Alfred
Hallo,

wie viele Angehörige hatten die GT ?

Und die wurden dann alle abgehört, Wahnsinn.

Einige scheinen wirklich keine Ahnung zu haben welch technischer und auch personeller Aufwand für solche Maßmahmen notwendig ist.



Pro Mann ein Lauscher? Hätte ja auch EINER gleichzeitig ALLE abhören können


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#13

RE: Abhörmethoden in den Kompaniegebäuden

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.10.2009 14:19
von sentry | 1.098 Beiträge

boah...jede Menge Parallelschreiber - kaum fertig ist mein Beitrag schon der Drittletzte und steht auf der vorletzten Seite - nee nee nee.


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#14

RE: Abhörmethoden in den Kompaniegebäuden

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.10.2009 14:26
von Pitti53 | 8.789 Beiträge

Zitat von Tine
Hallo EK40,

wann warst du denn dort?
Ich denke mal spätestens in den 70ger Jahren war die Technik eingebaut. Ich habe nach der Wende mal eine ehemalige Grenzkompanie in Eisfeld angeschaut in der damals schon Asylanten wohnten und ich damit beruflich zu tun hatte und da waren auch diese komischen Lautsprecherboxen über der Tür in jedem Zimmer. Und Lautsprecher konnten wohl auch Mikro sein - so haben ich es in der gedenkstätte gelesen. Das unter den sogenannten Kameraden auch Spitzel waren, das ist auch klar wie Klosbrühe. Wäre auch interessant zu wissen welchen Prozentsatz von IM's man in den einzelnen Zimmern untergebracht hat. 50 % klingt viel, aber könnte ich mir sogar vorstellen.

Mit Grüßen
Tine


die dinger über den türen waren wirklich nur lautsprecher,zum empfang mehrerer ddr sender.die sendeanlage stand beim polit im zimmer.damit wollte man das betreiben privater radios und den empfang von westsendern verhindern.als die dinger eingebaut wurden,haben unsere soldaten die seeehr mißtrauisch beäugt.es kamen auch gerüchte über abhören auf,bis ich mich gezwungen sah eine leervorführung zu organisieren.ergebnis:einsicht war da,daß es doch nur eine sendeanlage war


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#15

RE: Abhörmethoden in den Kompaniegebäuden

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.10.2009 14:41
von sentry | 1.098 Beiträge

Zitat von Pitti53
einsicht war da,daß es doch nur eine sendeanlage war



Grenzenloses Vertrauen aber nie. Bei uns war es üblich über Ereignisse und Handlungen im Grenzdienst auf Stube nicht zu reden. Das wurde zwar nicht hundertptozentig konsequent eingehalten, aber üblicherweise hat man nicht auf Stube rumgeprahlt, wass man auf dem Turm für Schei*e gebaut hat, ob der E einen gequält hat (oder man selber einen Posten hat durchstehen lassen) oder wo die Postenpunktverstecke für "staubige" Gegenstände, wie Zeitungen, Postenpunktmaßband, zusätzliche Stühle usw. sind.
Auch über Fragen der Schusswaffenanwendung oder (hypothetische) Fluchtmöglichkeiten oder -ideen wurde nicht gesprochen. Schon das Anschneiden so eines Themas hätte den Betreffenden höchst verdächtig aussehen lassen. Das wäre der so schnell auch nicht wieder losgeworden.

Und ganz nebenbei hat die Zonendose über der Tür mit der vermeintlichen Abhöranlage auch gleich noch das beste Gegenmittel mitgeliefert. Ein Radiolautsprecher unmittelbar neben einem Mikrofon hätte dem Gummiohr wohl keine Freude gemacht.


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#16

RE: Abhörmethoden in den Kompaniegebäuden

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.10.2009 14:48
von Pitti53 | 8.789 Beiträge

Zitat von sentry

Zitat von Pitti53
einsicht war da,daß es doch nur eine sendeanlage war



Grenzenloses Vertrauen aber nie. Bei uns war es üblich über Ereignisse und Handlungen im Grenzdienst auf Stube nicht zu reden. Das wurde zwar nicht hundertptozentig konsequent eingehalten, aber üblicherweise hat man nicht auf Stube rumgeprahlt, wass man auf dem Turm für Schei*e gebaut hat, ob der E einen gequält hat (oder man selber einen Posten hat durchstehen lassen) oder wo die Postenpunktverstecke für "staubige" Gegenstände, wie Zeitungen, Postenpunktmaßband, zusätzliche Stühle usw. sind.
Auch über Fragen der Schusswaffenanwendung oder (hypothetische) Fluchtmöglichkeiten oder -ideen wurde nicht gesprochen. Schon das Anschneiden so eines Themas hätte den Betreffenden höchst verdächtig aussehen lassen. Das wäre der so schnell auch nicht wieder losgeworden.

Und ganz nebenbei hat die Zonendose über der Tür mit der vermeintlichen Abhöranlage auch gleich noch das beste Gegenmittel mitgeliefert. Ein Radiolautsprecher unmittelbar neben einem Mikrofon hätte dem Gummiohr wohl keine Freude gemacht.




maaan.die dinger wurden doch laufend auseinandermontiert um zu schauen ob da ein mikro drinne ist.zumindendestens in der anfangszeit.die fehlerquote war entsprechend hoch.und die monteure aus hohenmölsen freuten sich mal wieder auf eine dienstreise


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#17

RE: Abhörmethoden in den Kompaniegebäuden

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.10.2009 14:51
von sentry | 1.098 Beiträge

Ja, die von mir beschriebenen Verhaltensweisen hatten auch nicht explizit mit den Zonendosen zu tun. Das kam jetzt im Kontext vielleicht falsch wieder.
Sollte nur bedeuten: Abhören hätte wohl nicht viel gebracht.

Wir haben einfach in der Einheit nicht über staubige Sachen im Grenzdiesnt gesprochen - weil das niemanden etwas anging, nur das betreffende Postenpaar.


zuletzt bearbeitet 01.10.2009 14:58 | nach oben springen

#18

RE: Abhörmethoden in den Kompaniegebäuden

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.10.2009 15:06
von Pitti53 | 8.789 Beiträge

Zitat von sentry
Ja, die von mir beschriebenen Verhaltensweisen hatten auch nicht explizit mit den Zonendosen zu tun. Das kam jetzt im Kontext vielleicht falsch wieder.
Sollte nur bedeuten: Abhören hätte wohl nicht viel gebracht.

Wir haben einfach in der Einheit nicht über staubige Sachen im Grenzdiesnt gesprochen - weil das niemanden etwas anging, nur das betreffende Postenpaar.


aso.alles klar


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#19

RE: Abhörmethoden in den Kompaniegebäuden

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.10.2009 15:19
von Drewitz | 356 Beiträge

Bei uns in der Grundausbildung gab es auch diese netten Lautsprecher-für die Radiosender der DDR und zur Befehlsausgabe (glaub ich zumindest?).Wir waren noch gar nicht richtig angekommen,da schraubten schon einige von uns Elektronik FAs an den Kästen-und an den Steckdosen und den Verteilern...und guckten hinter die Spinde...
Ansonsten dudelten die Kästen den lieben langen Tag-schöne Geräuschkulisse.
Und geflucht und gemeckert haben wir auf den Stuben-über die Uffze,die Offiziere,den Saufraß,das Kohle schippen,den Samenstau,den Lagerkoller...

Drewitz


MfS,BV Potsdam,Abt.VI,PKE Drewitz 1.Zug,1.Gruppe 1988-1990 danach GR44 bis zum Ende


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#20

RE: Abhörmethoden in den Kompaniegebäuden

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.10.2009 15:25
von Pitti53 | 8.789 Beiträge

Zitat von Drewitz
Bei uns in der Grundausbildung gab es auch diese netten Lautsprecher-für die Radiosender der DDR und zur Befehlsausgabe (glaub ich zumindest?).Wir waren noch gar nicht richtig angekommen,da schraubten schon einige von uns Elektronik FAs an den Kästen-und an den Steckdosen und den Verteilern...und guckten hinter die Spinde...
Ansonsten dudelten die Kästen den lieben langen Tag-schöne Geräuschkulisse.
Und geflucht und gemeckert haben wir auf den Stuben-über die Uffze,die Offiziere,den Saufraß,das Kohle schippen,den Samenstau,den Lagerkoller...

Drewitz




noch so ein zerstörer von volkseigentumaber die minikameras habt ihr nicht gesehen?die waren auf den klos


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