#21

RE: Was geschah mit Eigentum, Mobiliär nach einer Flucht / Ausreise ??

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 01.10.2009 08:48
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von Fragesteller1988
Danke erstmal für die Infos... Was bitte ist MFS ??



Gruß
Sascha



MfS, Ministerium für Staatssicherheit, bei euch im Westen auch schlicht und einfach als die pppöööse Stasi bekannt.



Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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#22

RE: Was geschah mit Eigentum, Mobiliär nach einer Flucht / Ausreise ??

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 01.10.2009 11:12
von Fragesteller1988 (gelöscht)
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Wieso hat man Häuser verschenkt, dürfte man die nicht verkaufen ?? Und bestand später nicht irgendwie die Chance enteignete Sachen wie Häuser etc wieder zu bekommen ??

Gruß
sascha


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#23

RE: Was geschah mit Eigentum, Mobiliär nach einer Flucht / Ausreise ??

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 01.10.2009 11:21
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von Fragesteller1988
Wieso hat man Häuser verschenkt, dürfte man die nicht verkaufen ?? Und bestand später nicht irgendwie die Chance enteignete Sachen wie Häuser etc wieder zu bekommen ??

Gruß
sascha



Nicht wenn die ganz alten Besitzer von vor 45 schneller waren, Ansprüche anmelden konntest du nach der Wende schon. Zog ein langes Verfahren und umfangreiche Prüfungen nach sich und wenn es dir gehörte hast es "meistens" auch wieder bekommen.

Anderes Eigentum wie Möbel usw. waren natürlich schon längst entsorgt und da konnte man meines Wissens nach auch keine Ansprüche mehr geltent machen.

Unter den Alteigentümern mußten nach der Wende auch viele leiden, die ein Haus rechtmäßig erworben hatten.

http://wissen.spiegel.de/wissen/dokument...830&top=SPIEGEL


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

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#24

RE: Was geschah mit Eigentum, Mobiliär nach einer Flucht / Ausreise ??

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 01.10.2009 11:48
von josy95 | 4.915 Beiträge

[quote="Fragesteller1988"]Hallo, bin neu hier und habe mal eine Frage die mich brennend interessiert....

Was passierte mit Eigentum der Leute die geflüchtet sind ?? Wurde das vernichtet oder was passierte damit ?? Was passierte zum Beispiel mit Eigentum wie Häuser, wurden die nach der Vereinigung den Besitzern zurück gegeben ??

Und wie war es 1989, die Menschen die über Ungarn ausgereist sind, kamen die zurück und holten ihre Sachen ??

Würde mich über eine Antwort freuen... War selber nur einmal mit 16 für 2 Wochen in West Berlin war 1988, irgendwie hat mich das alles so ergrfiffen.

Wie schon beschrieben, wer illegal die DDR verließ beging nach DDR- Gesetz eine Straftat der s. g. Republikflucht. Selbst der Einigungsvertrag zum Beitritt der DDR zur BRD benutzt hierzu die Forulierung: "Entgegen den damals gültigen Meldevorschriften".
Wie schon gesagt, es wurde wie bei allen schwereren Straftaten auch heute noch üblich (Republikflucht war nach Auffassung der DDR- Strafrechtler eine schwere Straftat!) z. Bsp. die Wohnung durchsucht, Beweismaterial beschlagnahmt und anschließend die Wohnung versiegelt und/ oder überwacht.
Das beschlagnahmte Eigentum wurde in s. g. Volkseigentum überführt und "verwehrtet", d. h. heute käme es in einen An- und Verkauf, damals wurde es zu Gunsten der Staatskasse veräußert oder für gemeinnützige Zwecke (Kindergarten, Schulen, Alten- und Pflegeheime ect.) verwertet, blieb aber Volkseigentum. Was nicht verwertbar war, wurde üblicher Weise entsorgt. Vorrecht bei der Verwertung hatte Schalk- Golodkowskys Firma "KoKO" (Komerzielle Koordinierung). Das lief über einen kleinen, ausgewählten Personenkreis beim zust. Rat des Kreises, Abt. Inneres.
Hier wurden speziell Wertsachen und besonders Antiquitäten für die Firma KoKo "seperiert" und abtransportiert, um anschließend in das NSW (Nichtsozialistische Wirtschaftsgebiet) wie BRD, Schweiz, Östereich ect. verbracht zu werden und hier für harte Devisen "an den Mann gebracht". Die dann natürlich in das DDR- Staatssäckel zurückflossen... !
Es soll Fälle gegeben haben, wo DDR- Flüchtlinge ihr ehemaliges Eigentum (durch Zufall) in irgendwelchen Auktionshäusern/ Antiquitätenläden wiedergefunden/ wiedererkannt haben...!

Es soll auch Fälle, vornehmlich aus den Anfangsjahren der DDR gegeben haben, wo sich SED- Funktionäre gleich vor Ort selbst bedient und sich persönlich bereichert haben. Aus den Erzählungen meines Vaters und anderer sind mir derartige Fälle aus meinem Heimatort bekannt und ich habe keine Zweifel, das diese nicht den Tatsachen entsprechen!

Trat ein Erbfall ein, d. h. ein oder mehrere Erben waren (illegale) Republikflüchtlinge, wurde es kompliziert. (Hatte schon einmal in einem älteren Beitrag von mir darüber ausführlich berichtet). War in der DDR kein verbliebener Erbe auffindbar (auch in der DDR wurde der öffentliche Aufruf zur Suche nach Erben über die Presse praktiziert!), wurde für alles staatliche Vermögensverwaltung angeordnet. Das Erbgut wurde wie o. g. verwetet (veräußert, die Erlöse sollen dann angeblich auf ein Sperrkonto geflossen sein, welches nicht verzinst wurde und mit jährlichen Depotgebühren belegt war, sich irgendwann also mal selbst "auffraß". Nach den Anfang der 70-er wirksamen Reiseerleichterungen hatte der einreisende BRD- Bürger Anrecht darauf, bei jeder Einreise einen bestimmten Betrag in Mark der DDR davon abzuheben und logischer Weise in der DDR auszugeben. DDR- Mark durfte nicht (legal)mit in die BRD genommen werden.
Waren (Mit-) Erben in der DDR vorhanden, hatten diese ein s. g. Vorkaufsrecht auf das Erbgut der "Republikflüchtlinge", das Geld floß dann entsprechend auch auf ein o. g. und beschriebene "Sperrkonto". Haben diese ihr Vorkaufsrecht nicht in Anspruch genommen, wurde wie schon beschrieben, unter staatlicher Vermögensverwaltung das Erbgut veräußert.
Bei allen Veräußerungen muß man natürlich und speziell die damaligen DDR- Preise berücksichtigen. Insbesondere bei Grundstücken (DDR- Einheitspreis für 1 qm Grund und Boden waren 8 (!!!) Pfennige, da in der DDR gesetzlich Grund und Boden nicht als Handels- und Spekulationsobjekt behandelt werden durfte!). Aber auch Antiquitätenpreise, Gold und Silber, Schmuck waren mit den damals in der BRD gängigen, handelsüblichen Preisen nicht vergleichbar. Und schon gar nicht mit den heutigen Preisen! Es ist zu vermuten, das die Preise auch absichtlich gedrückt und klein gehalten wurden, um die Erlöse nicht ausufern zu lassen.

Dieser Umstand hat zu harten Problemen auch im Zuge der Wiedervereinigung geführt, weil viele Altbundesbürger das gar nicht begreifen konnten. Hierzu, wie schon gesagt, Verweis auf einen meiner älteren Beiträge.

Im September oder Oktober 89 war aus unserem Nebeneingang eine Familie wohl über Ungarn "abgedampft".
Als das bekannt und "amtlich" wurde, tauchten Vertreter der Stadt und des Rat des Kreises und ...? auf, um die Wohnung zu öffnen ect. In den damals schon erkennbaren Zerfallserscheinungen der DDR, dem Unmut vieler Bürger hagelte das natürlich massiv Proteste der Anwohner und Nachbarn, es war sogar kurz vor Handgreiflichkeiten. Vermutlich aus Unsicherheit und vielleicht auch Angst zogen dann die Vertreter wieder von dannen..., irgendwann aber war auch diese Wohnung dann plötzlich "beräumt", ohne das einer groß was mitbekommen hat. Wer weiß, was da cfür eine Nacht- und Nebelaktion stattgefunden hat. Es zog bloß urplötzlich ein neuer Mieter ein.

Soweit meine ausführlichen Kenntnisse, Erfahrungen und Erlebnisse zu diesem Thema.

Hoffe, es hat Deinem Informationsdurst einigermaßen gestillt!

josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
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#25

RE: Was geschah mit Eigentum, Mobiliär nach einer Flucht / Ausreise ??

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 01.10.2009 11:51
von Der Feldstecher (gelöscht)
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Wenn Du aus dem Gefängnis heraus vom Westen freigekauft wurdest, ging es zunächst in ein extra dafür eingerichtetes MfS-Untersuchungsgefängnis ins damalige Karl-Marx-Stadt, von Gefangenen auch "Kalle-Malle" genannt, dem heutigen Chemnitz, dem auch historisch ursprünglichen Namen der Stadt. Dort hattest Du Gelegenheit, per Notar persönliche Dinge zu regeln. Ich habe Angehörige beauftragt, mein von der Stadt irgendwo ??? untergestelltes Mobiliar abzuholen. Es gab aber auch Mitgefangene, die das gar nicht mehr interessierte... Und irgendwie winkte ja auch ein lohnenderes Ziel - die Freilassung in den Westen. gruß Peter


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#26

RE: Was geschah mit Eigentum, Mobiliär nach einer Flucht / Ausreise ??

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 01.10.2009 11:51
von CaptnDelta (gelöscht)
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Zitat von Fragesteller1988
Wieso hat man Häuser verschenkt, dürfte man die nicht verkaufen ?? Und bestand später nicht irgendwie die Chance enteignete Sachen wie Häuser etc wieder zu bekommen ??
Gruß
sascha

@Sascha: Man konnte das Haus verkaufen, allerdings hatte der Staat das Vorkaufsrecht, und gezahlt wurde nur der 'Einheitswert', ein praktisch nicht zu akzeptierender Einheitspreis (ungefaehr wie die 5 Pfennig Semmel). Von daher war das praktisch das gleiche als verschenken. Allerdings konnte man sich beim Verschenken aussuchen, wer dann das Haus bekam.

-Th


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#27

RE: Was geschah mit Eigentum, Mobiliär nach einer Flucht / Ausreise ??

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 01.10.2009 11:54
von Der Feldstecher (gelöscht)
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Zitat von CaptnDelta

Zitat von Fragesteller1988
Wieso hat man Häuser verschenkt, dürfte man die nicht verkaufen ?? Und bestand später nicht irgendwie die Chance enteignete Sachen wie Häuser etc wieder zu bekommen ??
Gruß
sascha

@Sascha: Man konnte das Haus verkaufen, allerdings hatte der Staat das Vorkaufsrecht, und gezahlt wurde nur der 'Einheitswert', ein praktisch nicht zu akzeptierender Einheitspreis (ungefaehr wie die 5 Pfennig Semmel). Von daher war das praktisch das gleiche als verschenken. Allerdings konnte man sich beim Verschenken aussuchen, wer dann das Haus bekam.

-Th




Moin Captn, und musste man für das geschenkte Haus im Osten auch noch Schenkungssteuer berappen?gruß Peter


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#28

RE: Was geschah mit Eigentum, Mobiliär nach einer Flucht / Ausreise ??

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 01.10.2009 12:28
von CaptnDelta (gelöscht)
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Zitat von Der Feldstecher
[snip]Moin Captn, und musste man für das geschenkte Haus im Osten auch noch Schenkungssteuer berappen?gruß Peter

Weiss net, muss ich fragen. Weiss nur das man mit der Schenkung eine Hypothek uebertragen konnte, welche schon vor der Antragstellung existiert hatte.
-Th


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#29

RE: Was geschah mit Eigentum, Mobiliär nach einer Flucht / Ausreise ??

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 01.10.2009 14:19
von turtle | 6.961 Beiträge

Zitat von Feliks D.

Zitat von Fragesteller1988
Danke erstmal für die Infos... Was bitte ist MFS ??



Gruß
Sascha



MfS, Ministerium für Staatssicherheit, bei euch im Westen auch schlicht und einfach als die pppöööse Stasi bekannt.




Hallo Feliks D
Ich finde es nicht lustig die Frage,was bitte ist MFS auf diese Art zu beantworten!
Für mich war die Stasi durchaus etwas Böses. Ich denke die meisten ehemaligen DDR Bürger haben auch nicht besonders positiv über die Stasi gedacht. Ich freue mich über sachliche Beiträge von ehemaligen Mitarbeitern des MFS welche dem Verständnis und der Aufklärung dienen!
Nur verharmlosen oder in das Lächerliche ziehen darf man das Thema Stasi nicht.
Die Stasi gehörte nicht zur Heilsarmee! Und Unrecht was durch die Stasi passiert ist ist doch nicht abzustreiten.Denoch brauchen wir keinen Opfertitel wie von Gilbert Wolzow vorgeschlagen! Als Leute immer schön sachlich besonders beim Stasithema,dazu ist gerade dieses Thema Stasi so brisant und voller Emotionen. Egal von welcher Seite jemand die Stasi sieht.Ich mag eine ruhige,sachliche,und faire Aufarbeit unserer deutsch-deutschen Geschichte.
Gruß Peter(turtle)


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#30

RE: Was geschah mit Eigentum, Mobiliär nach einer Flucht / Ausreise ??

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 01.10.2009 14:32
von sentry | 1.077 Beiträge

Zitat von Fragesteller1988
Und wie war es 1989, die Menschen die über Ungarn ausgereist sind...?



Kein Joke, für z.B. Studenten in damaliger Zeit ein Glücksfall. Nicht nur wurden plötzlich haufenweise Wohnungen frei, sie waren auch oft komplett eingerichtet. Niemals gab es eine bessere Chance, aus einem überfüllten Wohnheim 'rauszukommen.
Es gab regelrecht "Beutegänge" in verschiedenen Qualitäten, von Aufklären ungenutzter Wohnungen und Anfrage bei der Wohnungsverwaltung, ob man da rein könnte über Aufbrechen und Ausräumen bis hin zu Aufbrechen und Einziehen.

Ich denke 'mal, das war der Preis der Freiheit, den jeder Abgehauene bereit war zu zahlen.
Konnte ja keiner wissen, das der Rest die Freiheit kurz danach umsonst serviert kriegt - manchmal eben auch garniert mit Nachbars Mobiliar.


zuletzt bearbeitet 01.10.2009 14:32 | nach oben springen

#31

RE: Was geschah mit Eigentum, Mobiliär nach einer Flucht / Ausreise ??

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 01.10.2009 14:35
von Fragesteller1988 (gelöscht)
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Ab wann konnte man praktisch als Flüchtling wieder ohne Angst in die DDR einreisen um zu sehen ob nch was da ist ?? Oktober 1990 oder schon eher ??

Irgendwann mußten doch alle Republikflüchtige in den JVA entlassen werden, spätestens nach der Vereinigung, oder ??

Danke an alle für die vielen Auskünfte.


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#32

RE: Was geschah mit Eigentum, Mobiliär nach einer Flucht / Ausreise ??

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 01.10.2009 15:35
von Augenzeuge (gelöscht)
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Das Einreiseverbot bestand bis 9.11.89. Danach bekamen die meisten Flüchtlinge sofort die Besuchsgenehmigung. Die in DDR-Haft Sitzenden wurden von Mitte November bis Ende Dezember alle entlassen.
Am längsten mussten wohl die wegen Fluchtversuchs Fahnenflüchtigen warten, aber nach meiner Kenntnis konnten alle Weihnachten 1989 in Freiheit feiern. Einer der Letzten war wohl der seit 1979 in Haft sitzende Bodo Strehlow (Info anderer Thread).


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#33

RE: Was geschah mit Eigentum, Mobiliär nach einer Flucht / Ausreise ??

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 01.10.2009 15:51
von Fragesteller1988 (gelöscht)
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Also hätten ja zumindest ein gewisser Anteil es noch zeitlich schaffen können wieder zurück und Hab und Gut nachzuholen ??

Wo lag der unterschied zwischen Fahnenflüchtlingen und anderen ??


zuletzt bearbeitet 01.10.2009 15:51 | nach oben springen

#34

RE: Was geschah mit Eigentum, Mobiliär nach einer Flucht / Ausreise ??

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 01.10.2009 17:10
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von Fragesteller1988
Also hätten ja zumindest ein gewisser Anteil es noch zeitlich schaffen können wieder zurück und Hab und Gut nachzuholen ??

Wo lag der unterschied zwischen Fahnenflüchtlingen und anderen ??




Na ja Republikflüchtlinge sind halt fast alle Flüchtlinge gewesen, wer zu der Zeit gerade bei der NVA z.B. war und geflohen ist, der war ja dann bei der NVA Fahnenflüchtig (Wikipedia hilft) und bei der DDR Republikflüchtling noch dazu.

Flüchtling²


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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#35

RE: Was geschah mit Eigentum, Mobiliär nach einer Flucht / Ausreise ??

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 01.10.2009 17:12
von Augenzeuge (gelöscht)
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Ja, ein Teil hat sicher noch einiges an Hab und Gut nachholen können.........wer im Oktober geflüchtet war, hatte gute Chancen...

Zu Fahnenflüchtigen hatten gegen mehr Gesetze verstossen, als Republikflüchtige, aber zu den Unterschieden haben wir Experten, die sicher gerne bereit sind, hierzu etwas zu schreiben.


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#36

RE: Was geschah mit Eigentum, Mobiliär nach einer Flucht / Ausreise ??

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 01.10.2009 17:38
von Drewitz | 356 Beiträge

Wie sah da eigentlich zum Beispiel in der 70ern mit der Einreise nach einer Flucht aus?Im Transit?Wir hatten an der Güst zwar jede Menge Leute zur Fahndung liegen-aber keine Ahnung wer und was sich dahinter verbirgt.
Drewitz


MfS,BV Potsdam,Abt.VI,PKE Drewitz 1.Zug,1.Gruppe 1988-1990 danach GR44 bis zum Ende


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#37

RE: Was geschah mit Eigentum, Mobiliär nach einer Flucht / Ausreise ??

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 07.12.2009 13:19
von Skydiver (gelöscht)
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Herrenlose Häuser und Grundstücke von RF wurden hochrangigen und verdienten MfS MA zum Kauf angeboten. Die Eltern einer Freundin haben sich Mitte der 80er mehrere Objekte in/bei Berlin angesehen.


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#38

RE: Was geschah mit Eigentum, Mobiliär nach einer Flucht / Ausreise ??

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 07.12.2009 14:13
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

@skydiver, das möchte ich fast bestreiten. einerseits galt ein häuschen fast als kleinbürgerlich und andererseits behinderte es die versetzungsbereitschaft. daher mussten oftmals mfs- mitarbeiter bei erbschaft von häusern eher kündigen als das sie versetzt wurden.
wenn jemand im mfs den wunsch äusserte zu bauen, brach die hölle los....


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
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#39

RE: Was geschah mit Eigentum, Mobiliär nach einer Flucht / Ausreise ??

in Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien 07.12.2009 14:38
von Skydiver (gelöscht)
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Gilbert, das habe ich erwartet; alle MfS MA die ich kannte hatten eine ganz normale Neubauwohnung wie wir Nicht-MfSler auch. Deswegen bezog ich mich ausdrücklich auf "hochrangige" MA, wir reden hier von Jahresgehältern um 58 TM. Vermutlich gab es auch eine Spezialverkaufsstelle; jedenfalls hatten diese Leute auch Westartikel (Fernseher, Stereoanlage, Kosmetika, Lebensmittel etc.) und die kamen ganz sicher nicht aus dem Intershop. Damals vermutete ich, dass man im Objekt Normannenstr. jederzeit Eberswalder Schinken, Schweine- und Rinderfilet kaufen konnte, das war aber wohl nicht der Fall.

Sie haben sich letztlich übrigens gegen das Eigenheim entschieden, vielleicht aus den von Dir genannten Gründen; ich habe es aber nicht hinterfragt. Waren übrigens nette Leute, die perfekten Schwiegereltern, wenn nicht...


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