#21

RE: Experten Vermittlung:Rundfunk Berlin-Brandenburg Sondersendung Glienicker Brücke

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 29.09.2009 13:43
von Alter_Fritz (gelöscht)
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Zitat von Drewitz
Sockenzähler?

Drewitz


Mit dem Abbruch der Kontakte

er hat es mir selbst erzählt, sonst wäre ich garnicht darauf gekommen.


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#22

RE: Experten Vermittlung:Rundfunk Berlin-Brandenburg Sondersendung Glienicker Brücke

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 29.09.2009 13:45
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

Zitat von Alter_Fritz


1. du musst mein buch nicht lesen

5. mein buch wird sogar sehnsüchtig in amerika , in der schweiz und in österreich erwartet.
und du kannst mir glauben..... nicht nur dort.



hier steht meine bitte seit heute mittag... ---> http://www.forum-ddr-grenze.de/t1658f53-...igen-jahre.html


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
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#23

RE: Experten Vermittlung:Rundfunk Berlin-Brandenburg Sondersendung Glienicker Brücke

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 29.09.2009 13:45
von Drewitz | 356 Beiträge

Ich kenne es so nicht-werde mich aber hüten zu sagen,das gab es nicht!
Drewitz


MfS,BV Potsdam,Abt.VI,PKE Drewitz 1.Zug,1.Gruppe 1988-1990 danach GR44 bis zum Ende


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#24

RE: Experten Vermittlung:Rundfunk Berlin-Brandenburg Sondersendung Glienicker Brücke

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 29.09.2009 13:50
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von Alter_Fritz

Zitat von GilbertWolzow

Zitat von Alter_Fritz
und er war einer von den treuesten und besten.


Zitat von Feliks D.

Bilde ich mir das ein oder schwingt da ein negativer Unterton mit? Kann mich ja auch täuschen...



1. du musst mein buch nicht lesen
4. als gleichgesinnter kannst du garnicht anderer auffassung sein. auch heute nicht nach zwanzig jahren mauerfall.
5. mein buch wird sogar sehnsüchtig in amerika , in der schweiz und in österreich erwartet.
und du kannst mir glauben..... nicht nur dort.





1. Schaun wir mal, wie Gilbert sagt Leseprobe wäre spanndend
2. Nicht nur Autor, auch noch Psychologe
3. Mensch in so vielen Ländern und dann noch sehnsüchtig ??? Wie hoch is dann die Auflage??? *g* Soll es ein Sachbuch oder eher eine Räubergeschichte mit leichten realen Ansätzen werden?


MfG




Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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#25

RE: Experten Vermittlung:Rundfunk Berlin-Brandenburg Sondersendung Glienicker Brücke

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 29.09.2009 13:56
von wosch (gelöscht)
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Zitat von Feliks D.

Zitat von Alter_Fritz

Zitat von GilbertWolzow

Zitat von Alter_Fritz
und er war einer von den treuesten und besten.


Zitat von Feliks D.

Bilde ich mir das ein oder schwingt da ein negativer Unterton mit? Kann mich ja auch täuschen...



1. du musst mein buch nicht lesen
4. als gleichgesinnter kannst du garnicht anderer auffassung sein. auch heute nicht nach zwanzig jahren mauerfall.
5. mein buch wird sogar sehnsüchtig in amerika , in der schweiz und in österreich erwartet.
und du kannst mir glauben..... nicht nur dort.





1. Schaun wir mal, wie Gilbert sagt Leseprobe wäre spanndend
2. Nicht nur Autor, auch noch Psychologe
3. Mensch in so vielen Ländern und dann noch sehnsüchtig ??? Wie hoch is dann die Auflage??? *g* Soll es ein Sachbuch oder eher eine Räubergeschichte mit leichten realen Ansätzen werden?


MfG




::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::

Vielleicht noch mit einem Vorwort von Rainer-Maria???
In jedem Falle bin auch ich gespannt.
Schönen Gruß aus Kassel


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#26

RE: Experten Vermittlung:Rundfunk Berlin-Brandenburg Sondersendung Glienicker Brücke

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 29.09.2009 15:47
von sentry | 1.103 Beiträge

Zitat von Alter_Fritz

2. als rentner kann herr behrendt natürlich so tun als wäre er der revoluzzer im system gewesen
3. ich kenne herrn behrendt als potsdamer sehr gut ,nur gehe ich nicht zu seinen vorlesungen, weil ich die ganze misere an der menschenfeindlichen ,verlogenen grenze hautnah miterlebt habe. gerade auch solche menschen wie herr behrendt haben sich tief in mein gedächtnis eingegraben....
4. als gleichgesinnter kannst du garnicht anderer auffassung sein. auch heute nicht nach zwanzig jahren mauerfall.



So richtig verstehe ich diese leicht(?) hasserfüllten Tiraden nicht. Was stört Dich an diesen Leuten. Dass Sie dem System gedient haben oder dass sie ihre Einstellung geändert haben?

Du scheinst Deinen Beitrag in mehreren bewaffneten Organen, teilweise sogar "Spezialeinheiten"(?) ja auch weit über die geforderte Wehrpflicht hinaus geleistet zu haben, 'mal abgesehen von dem Wohnsitz in einer "Hochburg der Privilegierten". Von Freizeitgestaltung in der GST ist da die Rede, Polizei und NVA, dem Wunsch in der Grenzbrigade Küste zu dienen, Training der Einnahme und Verteidigung West-Berlins, Grenztruppen, alles in allem wohl mindestens 10 Jahre.

Was stört Dich denn heute tatsächlich so sehr an diesen anderen Kollegen, z.B. PKE?


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#27

RE: Experten Vermittlung:Rundfunk Berlin-Brandenburg Sondersendung Glienicker Brücke

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 29.09.2009 15:54
von Merkur | 1.020 Beiträge

Zitat von Alter_Fritz

Die kreisdienststelle in der puschkinallee nicht ausgenommen. am eingang war eine wechselsprechanlage montiert. was die wenigsten wussten: der diensthabende konnte jedes gespräch vor dem tor abhören. super was ?



Na das ist ja ein Ding.
Gab es denn wenigstens Spione, Staatsfeinde und Terroristen, die dort ihre konspirativen Absprachen getroffen haben ?



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#28

RE: Experten Vermittlung:Rundfunk Berlin-Brandenburg Sondersendung Glienicker Brücke

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 29.09.2009 16:03
von sentry | 1.103 Beiträge

Zitat von Merkur
Na das ist ja ein Ding.
Gab es denn wenigstens Spione, Staatsfeinde und Terroristen, die dort ihre konspirativen Absprachen getroffen haben ?



Wir, die wir eine coole RFT-Welton-Wechselsprechanlage zu Hause hatten, wussten natürlich um dieses Feature und haben in der Nähe solcher Gebäude nur darüber philosphiert, warum Straßenbahnen in der Kurve quietschen.


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#29

RE: Experten Vermittlung:Rundfunk Berlin-Brandenburg Sondersendung Glienicker Brücke

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 29.09.2009 16:05
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von sentry

Zitat von Alter_Fritz

2. als rentner kann herr behrendt natürlich so tun als wäre er der revoluzzer im system gewesen
3. ich kenne herrn behrendt als potsdamer sehr gut ,nur gehe ich nicht zu seinen vorlesungen, weil ich die ganze misere an der menschenfeindlichen ,verlogenen grenze hautnah miterlebt habe. gerade auch solche menschen wie herr behrendt haben sich tief in mein gedächtnis eingegraben....
4. als gleichgesinnter kannst du garnicht anderer auffassung sein. auch heute nicht nach zwanzig jahren mauerfall.



So richtig verstehe ich diese leicht(?) hasserfüllten Tiraden nicht. Was stört Dich an diesen Leuten. Dass Sie dem System gedient haben oder dass sie ihre Einstellung geändert haben?

Du scheinst Deinen Beitrag in mehreren bewaffneten Organen, teilweise sogar "Spezialeinheiten"(?) ja auch weit über die geforderte Wehrpflicht hinaus geleistet zu haben, 'mal abgesehen von dem Wohnsitz in einer "Hochburg der Privilegierten". Von Freizeitgestaltung in der GST ist da die Rede, Polizei und NVA, dem Wunsch in der Grenzbrigade Küste zu dienen, Training der Einnahme und Verteidigung West-Berlins, Grenztruppen, alles in allem wohl mindestens 10 Jahre.

Was stört Dich denn heute tatsächlich so sehr an diesen anderen Kollegen, z.B. PKE?




Ja darauf hätte ich auch gern eine Antwort, du warst wie sie und auch du ändertest deine Meinung.

Jetzt bitte deine Antwort


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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#30

RE: Experten Vermittlung:Rundfunk Berlin-Brandenburg Sondersendung Glienicker Brücke

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 29.09.2009 19:14
von Alter_Fritz (gelöscht)
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ich war bis zu meinem 21.lebensjahr wie sie. wieso bis zu meinem 21.lebensjahr wirst du fragen. da nämlich wurde ich das erste mal mit dem "antifa-schutzwall" konfrontiert. das war 1971 in Kleinmachnow wenn dir der name etwas sagt.
Doch lies selbstin meinen Memoiren

Der unsichtbare Feind
Die Grenztruppen der DDR hatten die Aufgabe, die militärisch hoch gerüstete Staatsgrenze zu überwachen. So jedenfalls stand es in dem von den Abgeordneten der Volkskammer am 25. März 1982 beschlossen Grenzgesetzes. Meine erste persönliche Begegnung mit dem „Antifaschistischen Schutzwall“ hatte ich erstmals Mitte des Jahres 1971. Der Befehl an die Grenze zu fahren, kam überraschend für mich. Es hiess, die Grenzsicherungsanlagen im Bereich Teltow/Kleinmachnow sollten ausgebaut und erweitert werden. Von Grenzoffizieren erfuhr ich, dass unser Pionierbautrupp gerade dabei war, einen sogenannten Grenz-Signalzaun im Bereich Teltow-Kleinmachnow zu errichten.
Auf einen der Mannschaftswagen wurden mehrere Spaten, Schaufeln und Spitzhacken verladen. Dazu etliche Rollen Stacheldraht, geliefert von der Firma Krupp und mehrere „Universalbagger 1“ (UB 1). Zum Schluss noch die zwei bis drei Meter lange Betonsäulen, Zementsäcke und anderes Baumaterial. Punkt Zehn Uhr am Vormittag trafen wir schliesslich am Tor zum Grenssicherungsabschnitt ein. Weshalb wir auf das Mitführen unserer Kalaschnikows und des üblichen Ein-Strich-zwei-Strich Kampfanzug verzichten mussten, erfuhren wir später. Für Arbeiten an vorderster Front sollten unsere schwarzen Arbeitskombinationen genügen.
Damit niemand von meinen Spezialpionieren auf „dumme Gedanken“ kam, wurden uns neben den Soldaten auf den Türmen, noch zwei Sicherungsposten zugeteilt. Unsere MPis blieben also nur deshalb in der Waffenkammer zurück, weil die beiden Grenzer den Auftrag hatten, uns vor Angriffen des Feindes zu „beschützen“.
Mir war das hektische Treiben, besonders dort oben auf dem elf Meter hohen Wachturm gleich aufgefallen. Laute Telefonate hallten durch die offenen Turmfenster bis zu uns herunter.
Dann plötzlich das laute metallische Scheppern einer zugeworfenen Einstiegsluke, hoch über uns in der Turmkanzel. Nur wenige Augenblicke später erschien ein junger Leutnant im Eingangsbereich zum Wachturm, der die beiden großen Torflügel öffnete und sofort wieder verriegelte, nachdem unsere LKWs auf den mit Bitumen überzogenen Kolonnenweg gefahren waren.
Der Offizier schwang sich in seinen Grenzertrabi und führte uns zu einer, in einigen hundert Meter vom Tor entfernten Baustelle.
Das mulmige Gefühl was sich in meiner Magengegend breit machte, kann nicht mehr beschreiben. Zum ersten Mal bekam ich die Grenzanlagen zu sehen. Der betreffende Grenzabschnitt wurde schon von einer Mauer gesichert und trotzdem war es mir von meinem erhöhten Standort aus möglich, das rege Treiben drüben auf Westberliner Seite zu verfolgen.
So also sah sie aus, die Nahtstelle zwischen den beiden unversöhnlichen Gesellschaftssystemen. Ein Unterschied wie zwischen Feuer und Wasser. Dort drüben, keine einhundert Meter entfernt hinter der Mauer, da stand der Feind der nur darauf wartete, unserem geliebten sozialistischen Vaterland Schaden zuzufügen, vielleicht auch noch heimtückisch zu überfallen.
Sehr schnell bemerkte ich, dass die vielen Politunterrichtsstunden (Rotlicht) ihre Wirkung noch nicht verfehlt hatten. Im Gegenteil, ich war sogar stolz darauf, ein Teil dieser riesigen Militär-Maschinerie zu sein, die jederzeit bereit und in der Lage war, dem „Feind“ seine Grenzen aufzuzeigen. Langsam wich die Spannung von mir und ich folgte den neugierigen Blicken meiner Unterstellten. Ich hätte gern von diesem und jenem erfahren, ob sie beim Anblick des „Schutzwalls“ genauso dachten und fühlten wie ich.
Später, in meiner Unterkunft konnte ich einfach nicht einschlafen. Es waren die vielen Eindrücke des Tages, die durch meinen Kopf schwirrten. Von der Mauer hatte ich bis dato nur gehört. Doch nun wurde ich selbst mit ihr konfrontiert und das was ich gesehen hatte, stimmte mich sehr nachdenklich. Es war eine echte Herausforderung und wurde gleichzeitig auch zur Belastungsprobe für mich.
Später stellte ich mir immer wieder die Frage, wieso eigentlich, wurden die Kfz Sperrgräben, die Stacheldraht und Streckmetallzäune, sowie die Hundelaufanlagen nicht jenseits der Mauer, also feindwärts errichtet?
War es nicht so gedacht, dass Grenzverletzer bereits vor der Mauer durch Hindernisse aufgehalten werden sollten? In der offiziellen Darstellung der Regierenden in der DDR hieß es doch immer, dass der „antifaschistische Schutzwall“, die DDR vor Übergriffen aus dem Westen bewahren würde.
Der Gedanke daran ließ mich lange nicht zur Ruhe kommen. Ich fand damals einfach noch keine Antwort auf meine Fragen. Erschreckenderweise sollte ich in den Jahren danach noch die ganze Wahrheit erfahren.
1973, ein Jahr nach der Konferenz von Helsinki, wurde aus dem NVA-Ausbildungsregiment Nr.5 die Unteroffiziersschule VII der DDR Grenztruppen. Das aber blieb sie nicht lange, da die gesamte militärische Einrichtung und große Teile des Personalbestandes in das Städtchen Perleberg, nördlich von Brandenburg verlegt wurden. Für mich als Berufssoldat war klar, ich sollte mich für eine sehr lange Zeit aus Potsdam verabschieden. Das wollte ich so nicht hinnehmen und legte wegen der bevorstehenden Versetzung Widerspruch ein. Dem wurde tatsächlich auch entsprochen. Ich war froh in Potsdam bleiben zu dürfen.
Anmerkung:
Ich wurde Berufssoldat und später Polizist aus rein wirtschaftlichen Gründen. So etwas gab es schliesslich auch.
Ich war, nur weil ich im Grenzgebiet wohnte keinesfall privilegiert. Ich als Ofw. wurde von den Staagsorganen nicht anders behandelt wie das "gemeine Volk". Auch ich war ihren täglichen Schikanen ausgesetzt. Eine Wohnung suchte ich für meine Familie und die wurde mir in Babelsberg zur Verfügung gestellt. Acht Jahre habe ich im Grenzgebiet gewohnt und die Zeit dort hat mich geprägt:
Hier ein weiterer Auszug aus meinen Lebenserinnerungen
Die Erinnerungen an die Zeit auf dem Potsdamer Hinterhof wollten wir so schnell wie möglich vergessen. Von nun an galt unser Interesse der neuen Wohnung mit seiner interessanten Umgebung.
Wer nicht mit den Besonderheiten der Babelsberger Enklave vertraut war, konnte schnell zu dem Schluss kommen, dass die Menschen hier wie in einem „Paradies“ lebten.
Die zu den Villen gehörenden Gärten, mit ihrem Sträuchern und Bäumen versperrten gerade in den Sommermonaten die Sicht zu den in unmittelbarer Nähe befindlichen Grenzanlagen. Wir lebten in einem hochherrschaftlichen Villenviertel, das von Streckmetall- und Hinterlandszäunen, Wachtürmen, sowie einer drei Meter hohen Mauer umgeben war.
Den sonst üblichen Kfz-Sperrgraben gab es hier nicht, dafür aber Stahl-und Betonhöckersperren, die jegliche Durchbruchsversuche mit Kraftfahrzeuge vereiteln sollten. Links der Zufahrtsstraße entlang, in Richtung unserer Wohnung, der Griebnitzsee. Weiter hinten am Ende der riesigen Sackgasse, gleich hinter der Mauer, befand sich der Westberliner Campingplatz Kohlhasenbrück. Rechts von der Straße aus gesehen, verliefen die alten S-Bahngleise und Schienenstränge der Deutschen Reichsbahn. Auf ihnen durften nur noch die sogenannten Interzonenzüge verkehren.
Auf alten Potsdamer Stadtplänen war das nach außen hin streng abgeschirmte, ehemals noble Stadtviertel, durch eine rotschraffierte Umrandung gekennzeichnet.
Zur Erhöhung der „Sicherheit im Grenzgebiet“ hielten es die Grenzsicherungsorgane noch für erforderlich, ein zusätzliches Sperrelement für Kraftfahrzeuge, die sogenannte „Schikane“ zu errichten. Zu diesem Zweck wurden an der Zufahrt zur Enklave ein Schlagbaum, sowie drei, ein Meter hohe und ebenso breite Betonbarrieren errichtet. Gleich hinter der ersten Sperre, auf einer leicht abschüssigen Strecke aus Beton, befand sich der „Rammbock“, ein drei Meter langer tonnenschwerer Stahlträger auf Schienen. Dieses stählerne Ungetüm hatte nur eine Aufgabe und die bestand darin, Fahrzeuge die für einen gewaltsamen Grenzdurchbruch verwendet wurden, von der Seite her zu rammen. Die Grenzer brauchten dafür nur einen Hebel herum zu werfen und das Monstrum aus Stahl hätte sich in die Flanke des Fluchtfahrzeuges gebohrt. Die Funktionstüchtigkeit dieser gemeinen Sperre wurde mindestens einmal im Monat und unter Aufsicht eines Grenzoffiziers überprüft. Ob die Ramme während meines achtjährigen Aufenthalts im Grenzgebiet jemals zum Einsatz kam, kann ich nicht sagen.
Zwei zusätzliche, mit Maschinenpistolen bewaffnete Grenzer, führten an dieser Stelle am Tage wie auch bei Nacht, ständige Personen und Fahrzeugkontrollen durch. Innerhalb des ummauerten Wohngebiets aber fanden nur sporadische Pkw und Personenkontrollen statt.
Spaziergänge, die ich mit meiner Familie besonders an den Wochenenden unternahm, führten uns manchmal direkt an die Mauer. Wir konnten sie berühren und wußten schon lange, dass sich dahinter ein Campingplatz befand. In den Sommermonaten, besonders an warmen Wochenenden drangen von dort immer wieder flotte Tanzmusikrythmen zu uns herüber. Es war Musik die garnicht für unsere Ohren bestimmt war. Eine kostenlose open Air Veranstaltung war es allemal für uns.
Manchmal hatten es sich die Campingplatzbewohner auf der Betonröhre, oberhalb der Mauer bequem gemacht. Was uns gleich auffiel war, dass sie sich uns gegenüber immer sehr zurückhaltend verhielten. Mit herab baumelnden Beinen blätterten sie in irgendwelchen Zeitungen und schwiegen sofort, wenn wir unterhalb der Mauer an ihnen vorbei schlenderten. Oft hatten wir das Gefühl, dass die da oben genauso wie wir nur darauf warteten, wer als erster das Gespräch beginnt.
Das Verhalten der Leute erinnerte mich oft an die vielen Reisenden in den Interzonenzügen, wenn diese mit geschlossenen Fenstern an unserem Garten vorbei, in den Grenzbahnhof Griebnitzsee einfuhren. Was sollts, für uns waren es die „Normalos“ eben Menschen wie du und ich.

Die Bezeichnung "Spezialeinheit" stammt aus der Feder des Journalisten. Ich war lediglich Sprengausbilder (Sprengausbildungsberechtigter) und bekleidete diese Funktion über lange Jahre hinweg.
Ich wollte meinen Wehrdienst bei der Volksmarine bzw bei der Grenzbrigade Küste leisten. Das nur deshalb, weil ich später die seemännische Laufbahn einschlagen wollte. In meinen Stasiakten konnte ich nachlesen warum ich dafür nicht "geeignet" war. Ich wollte aufs Wasser und hätte es auch in Kauf genommen auf Grenzsicherungsbooten zu dienen. Schliesslich kam ich auch dafür nicht in Betracht. Du siehst, es gibt für alles eine Erklärung. Ich weiss nicht, ob du mit meinen Antworten
"leben" kannst. Ich bin gern bereit noch weitere Fragen zu beantworten.
Besser aber Du lies meine Geschichte selbst von vorn bis hinten.
Grus Jens

Angefügte Bilder:
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#31

RE: Experten Vermittlung:Rundfunk Berlin-Brandenburg Sondersendung Glienicker Brücke

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 29.09.2009 19:23
von Pitti53 | 8.789 Beiträge

Zitat von Alter_Fritz
ich war bis zu meinem 21.lebensjahr wie sie. wieso bis zu meinem 21.lebensjahr wirst du fragen. da nämlich wurde ich das erste mal mit dem "antifa-schutzwall" konfrontiert. das war 1971 in Kleinmachnow wenn dir der name etwas sagt.
Doch lies selbstin meinen Memoiren

Der unsichtbare Feind
Die Grenztruppen der DDR hatten die Aufgabe, die militärisch hoch gerüstete Staatsgrenze zu überwachen. So jedenfalls stand es in dem von den Abgeordneten der Volkskammer am 25. März 1982 beschlossen Grenzgesetzes. Meine erste persönliche Begegnung mit dem „Antifaschistischen Schutzwall“ hatte ich erstmals Mitte des Jahres 1971. Der Befehl an die Grenze zu fahren, kam überraschend für mich. Es hiess, die Grenzsicherungsanlagen im Bereich Teltow/Kleinmachnow sollten ausgebaut und erweitert werden. Von Grenzoffizieren erfuhr ich, dass unser Pionierbautrupp gerade dabei war, einen sogenannten Grenz-Signalzaun im Bereich Teltow-Kleinmachnow zu errichten.
Auf einen der Mannschaftswagen wurden mehrere Spaten, Schaufeln und Spitzhacken verladen. Dazu etliche Rollen Stacheldraht, geliefert von der Firma Krupp und mehrere „Universalbagger 1“ (UB 1). Zum Schluss noch die zwei bis drei Meter lange Betonsäulen, Zementsäcke und anderes Baumaterial. Punkt Zehn Uhr am Vormittag trafen wir schliesslich am Tor zum Grenssicherungsabschnitt ein. Weshalb wir auf das Mitführen unserer Kalaschnikows und des üblichen Ein-Strich-zwei-Strich Kampfanzug verzichten mussten, erfuhren wir später. Für Arbeiten an vorderster Front sollten unsere schwarzen Arbeitskombinationen genügen.
Damit niemand von meinen Spezialpionieren auf „dumme Gedanken“ kam, wurden uns neben den Soldaten auf den Türmen, noch zwei Sicherungsposten zugeteilt. Unsere MPis blieben also nur deshalb in der Waffenkammer zurück, weil die beiden Grenzer den Auftrag hatten, uns vor Angriffen des Feindes zu „beschützen“.
Mir war das hektische Treiben, besonders dort oben auf dem elf Meter hohen Wachturm gleich aufgefallen. Laute Telefonate hallten durch die offenen Turmfenster bis zu uns herunter.
Dann plötzlich das laute metallische Scheppern einer zugeworfenen Einstiegsluke, hoch über uns in der Turmkanzel. Nur wenige Augenblicke später erschien ein junger Leutnant im Eingangsbereich zum Wachturm, der die beiden großen Torflügel öffnete und sofort wieder verriegelte, nachdem unsere LKWs auf den mit Bitumen überzogenen Kolonnenweg gefahren waren.
Der Offizier schwang sich in seinen Grenzertrabi und führte uns zu einer, in einigen hundert Meter vom Tor entfernten Baustelle.
Das mulmige Gefühl was sich in meiner Magengegend breit machte, kann nicht mehr beschreiben. Zum ersten Mal bekam ich die Grenzanlagen zu sehen. Der betreffende Grenzabschnitt wurde schon von einer Mauer gesichert und trotzdem war es mir von meinem erhöhten Standort aus möglich, das rege Treiben drüben auf Westberliner Seite zu verfolgen.
So also sah sie aus, die Nahtstelle zwischen den beiden unversöhnlichen Gesellschaftssystemen. Ein Unterschied wie zwischen Feuer und Wasser. Dort drüben, keine einhundert Meter entfernt hinter der Mauer, da stand der Feind der nur darauf wartete, unserem geliebten sozialistischen Vaterland Schaden zuzufügen, vielleicht auch noch heimtückisch zu überfallen.
Sehr schnell bemerkte ich, dass die vielen Politunterrichtsstunden (Rotlicht) ihre Wirkung noch nicht verfehlt hatten. Im Gegenteil, ich war sogar stolz darauf, ein Teil dieser riesigen Militär-Maschinerie zu sein, die jederzeit bereit und in der Lage war, dem „Feind“ seine Grenzen aufzuzeigen. Langsam wich die Spannung von mir und ich folgte den neugierigen Blicken meiner Unterstellten. Ich hätte gern von diesem und jenem erfahren, ob sie beim Anblick des „Schutzwalls“ genauso dachten und fühlten wie ich.
Später, in meiner Unterkunft konnte ich einfach nicht einschlafen. Es waren die vielen Eindrücke des Tages, die durch meinen Kopf schwirrten. Von der Mauer hatte ich bis dato nur gehört. Doch nun wurde ich selbst mit ihr konfrontiert und das was ich gesehen hatte, stimmte mich sehr nachdenklich. Es war eine echte Herausforderung und wurde gleichzeitig auch zur Belastungsprobe für mich.
Später stellte ich mir immer wieder die Frage, wieso eigentlich, wurden die Kfz Sperrgräben, die Stacheldraht und Streckmetallzäune, sowie die Hundelaufanlagen nicht jenseits der Mauer, also feindwärts errichtet?
War es nicht so gedacht, dass Grenzverletzer bereits vor der Mauer durch Hindernisse aufgehalten werden sollten? In der offiziellen Darstellung der Regierenden in der DDR hieß es doch immer, dass der „antifaschistische Schutzwall“, die DDR vor Übergriffen aus dem Westen bewahren würde.
Der Gedanke daran ließ mich lange nicht zur Ruhe kommen. Ich fand damals einfach noch keine Antwort auf meine Fragen. Erschreckenderweise sollte ich in den Jahren danach noch die ganze Wahrheit erfahren.
1973, ein Jahr nach der Konferenz von Helsinki, wurde aus dem NVA-Ausbildungsregiment Nr.5 die Unteroffiziersschule VII der DDR Grenztruppen. Das aber blieb sie nicht lange, da die gesamte militärische Einrichtung und große Teile des Personalbestandes in das Städtchen Perleberg, nördlich von Brandenburg verlegt wurden. Für mich als Berufssoldat war klar, ich sollte mich für eine sehr lange Zeit aus Potsdam verabschieden. Das wollte ich so nicht hinnehmen und legte wegen der bevorstehenden Versetzung Widerspruch ein. Dem wurde tatsächlich auch entsprochen. Ich war froh in Potsdam bleiben zu dürfen.
Anmerkung:
Ich wurde Berufssoldat und später Polizist aus rein wirtschaftlichen Gründen. So etwas gab es schliesslich auch.
Ich war, nur weil ich im Grenzgebiet wohnte keinesfall privilegiert. Ich als Ofw. wurde von den Staagsorganen nicht anders behandelt wie das "gemeine Volk". Auch ich war ihren täglichen Schikanen ausgesetzt. Eine Wohnung suchte ich für meine Familie und die wurde mir in Babelsberg zur Verfügung gestellt. Acht Jahre habe ich im Grenzgebiet gewohnt und die Zeit dort hat mich geprägt:
Hier ein weiterer Auszug aus meinen Lebenserinnerungen
Die Erinnerungen an die Zeit auf dem Potsdamer Hinterhof wollten wir so schnell wie möglich vergessen. Von nun an galt unser Interesse der neuen Wohnung mit seiner interessanten Umgebung.
Wer nicht mit den Besonderheiten der Babelsberger Enklave vertraut war, konnte schnell zu dem Schluss kommen, dass die Menschen hier wie in einem „Paradies“ lebten.
Die zu den Villen gehörenden Gärten, mit ihrem Sträuchern und Bäumen versperrten gerade in den Sommermonaten die Sicht zu den in unmittelbarer Nähe befindlichen Grenzanlagen. Wir lebten in einem hochherrschaftlichen Villenviertel, das von Streckmetall- und Hinterlandszäunen, Wachtürmen, sowie einer drei Meter hohen Mauer umgeben war.
Den sonst üblichen Kfz-Sperrgraben gab es hier nicht, dafür aber Stahl-und Betonhöckersperren, die jegliche Durchbruchsversuche mit Kraftfahrzeuge vereiteln sollten. Links der Zufahrtsstraße entlang, in Richtung unserer Wohnung, der Griebnitzsee. Weiter hinten am Ende der riesigen Sackgasse, gleich hinter der Mauer, befand sich der Westberliner Campingplatz Kohlhasenbrück. Rechts von der Straße aus gesehen, verliefen die alten S-Bahngleise und Schienenstränge der Deutschen Reichsbahn. Auf ihnen durften nur noch die sogenannten Interzonenzüge verkehren.
Auf alten Potsdamer Stadtplänen war das nach außen hin streng abgeschirmte, ehemals noble Stadtviertel, durch eine rotschraffierte Umrandung gekennzeichnet.
Zur Erhöhung der „Sicherheit im Grenzgebiet“ hielten es die Grenzsicherungsorgane noch für erforderlich, ein zusätzliches Sperrelement für Kraftfahrzeuge, die sogenannte „Schikane“ zu errichten. Zu diesem Zweck wurden an der Zufahrt zur Enklave ein Schlagbaum, sowie drei, ein Meter hohe und ebenso breite Betonbarrieren errichtet. Gleich hinter der ersten Sperre, auf einer leicht abschüssigen Strecke aus Beton, befand sich der „Rammbock“, ein drei Meter langer tonnenschwerer Stahlträger auf Schienen. Dieses stählerne Ungetüm hatte nur eine Aufgabe und die bestand darin, Fahrzeuge die für einen gewaltsamen Grenzdurchbruch verwendet wurden, von der Seite her zu rammen. Die Grenzer brauchten dafür nur einen Hebel herum zu werfen und das Monstrum aus Stahl hätte sich in die Flanke des Fluchtfahrzeuges gebohrt. Die Funktionstüchtigkeit dieser gemeinen Sperre wurde mindestens einmal im Monat und unter Aufsicht eines Grenzoffiziers überprüft. Ob die Ramme während meines achtjährigen Aufenthalts im Grenzgebiet jemals zum Einsatz kam, kann ich nicht sagen.
Zwei zusätzliche, mit Maschinenpistolen bewaffnete Grenzer, führten an dieser Stelle am Tage wie auch bei Nacht, ständige Personen und Fahrzeugkontrollen durch. Innerhalb des ummauerten Wohngebiets aber fanden nur sporadische Pkw und Personenkontrollen statt.
Spaziergänge, die ich mit meiner Familie besonders an den Wochenenden unternahm, führten uns manchmal direkt an die Mauer. Wir konnten sie berühren und wußten schon lange, dass sich dahinter ein Campingplatz befand. In den Sommermonaten, besonders an warmen Wochenenden drangen von dort immer wieder flotte Tanzmusikrythmen zu uns herüber. Es war Musik die garnicht für unsere Ohren bestimmt war. Eine kostenlose open Air Veranstaltung war es allemal für uns.
Manchmal hatten es sich die Campingplatzbewohner auf der Betonröhre, oberhalb der Mauer bequem gemacht. Was uns gleich auffiel war, dass sie sich uns gegenüber immer sehr zurückhaltend verhielten. Mit herab baumelnden Beinen blätterten sie in irgendwelchen Zeitungen und schwiegen sofort, wenn wir unterhalb der Mauer an ihnen vorbei schlenderten. Oft hatten wir das Gefühl, dass die da oben genauso wie wir nur darauf warteten, wer als erster das Gespräch beginnt.
Das Verhalten der Leute erinnerte mich oft an die vielen Reisenden in den Interzonenzügen, wenn diese mit geschlossenen Fenstern an unserem Garten vorbei, in den Grenzbahnhof Griebnitzsee einfuhren. Was sollts, für uns waren es die „Normalos“ eben Menschen wie du und ich.

Die Bezeichnung "Spezialeinheit" stammt aus der Feder des Journalisten. Ich war lediglich Sprengausbilder (Sprengausbildungsberechtigter) und bekleidete diese Funktion über lange Jahre hinweg.
Ich wollte meinen Wehrdienst bei der Volksmarine bzw bei der Grenzbrigade Küste leisten. Das nur deshalb, weil ich später die seemännische Laufbahn einschlagen wollte. In meinen Stasiakten konnte ich nachlesen warum ich dafür nicht "geeignet" war. Ich wollte aufs Wasser und hätte es auch in Kauf genommen auf Grenzsicherungsbooten zu dienen. Schliesslich kam ich auch dafür nicht in Betracht. Du siehst, es gibt für alles eine Erklärung. Ich weiss nicht, ob du mit meinen Antworten
"leben" kannst. Ich bin gern bereit noch weitere Fragen zu beantworten.
Besser aber Du lies meine Geschichte selbst von vorn bis hinten.
Grus Jens




die kfz-sperre wurde jede nacht geprüft,nicht nur einmal im monat.und sie sollte nicht seitlich auf das kfz treffen sondern frontal.mit dem ding konnte man kein zielschießen veranstalten


zuletzt bearbeitet 29.09.2009 19:23 | nach oben springen

#32

RE: Experten Vermittlung:Rundfunk Berlin-Brandenburg Sondersendung Glienicker Brücke

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 29.09.2009 19:26
von sentry | 1.103 Beiträge

Ich gebe zu, ich habe das jetzt nicht alles gelesen. Auf eine eindeutige Frage wäre mir eine eindeutige Antwort mit eigenen Worten lieber gewesen...so ein kleiner Dreizeiler eben, auch dazu sollte ein Schriftsteller noch fähig sein.


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#33

RE: Experten Vermittlung:Rundfunk Berlin-Brandenburg Sondersendung Glienicker Brücke

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 29.09.2009 19:30
von Pitti53 | 8.789 Beiträge

Zitat von sentry
Ich gebe zu, ich habe das jetzt nicht alles gelesen. Auf eine eindeutige Frage wäre mir eine eindeutige Antwort mit eigenen Worten lieber gewesen...so ein kleiner Dreizeiler eben, auch dazu sollte ein Schriftsteller noch fähig sein.




meinst du mich?


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#34

RE: Experten Vermittlung:Rundfunk Berlin-Brandenburg Sondersendung Glienicker Brücke

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 29.09.2009 19:37
von sentry | 1.103 Beiträge

lol, nee, deins war ja nur zitat. ich meine den alten fritzen.
deine ausführungen kann ich natürlich bestätigen.
die fahrzeug-abschuss-funktion ist absoluter schwachsinn. es handelte sich um eine kräftige durchbruchssichere sperre, die natürlich nur im ernstfall ausgefahren wurde, weil der übergang sonst keiner gewesen wäre.


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#35

RE: Experten Vermittlung:Rundfunk Berlin-Brandenburg Sondersendung Glienicker Brücke

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 29.09.2009 19:44
von Alter_Fritz (gelöscht)
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[quote="Pitti53"][quote="Alter_Fritz"]ich war bis zu meinem 21.lebensjahr wie sie. wieso bis

die kfz-sperre wurde jede nacht geprüft,nicht nur einmal im monat.und sie sollte nicht seitlich auf das kfz treffen sondern frontal.mit dem ding konnte man kein zielschießen veranstalten
ich sage ja. es gibt immer die besserwissenden unter uns. mag ja sein dass es bei euch auf der güst so war. die sperre in die babelsberger enklave gehörte nun mal nicht dazu. da ging es auch nicht frontal zu ,sondern tatsächlich seitwärts. deine unkenntnis resultiert sicherlich daraus, dass du nicht mit den örtlichen verhältnissen in babelsberg vertraut warst.


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#36

RE: Experten Vermittlung:Rundfunk Berlin-Brandenburg Sondersendung Glienicker Brücke

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 29.09.2009 19:47
von Pitti53 | 8.789 Beiträge

Zitat von Alter_Fritz
[quote="Pitti53"][quote="Alter_Fritz"]ich war bis zu meinem 21.lebensjahr wie sie. wieso bis

die kfz-sperre wurde jede nacht geprüft,nicht nur einmal im monat.und sie sollte nicht seitlich auf das kfz treffen sondern frontal.mit dem ding konnte man kein zielschießen veranstalten
ich sage ja. es gibt immer die besserwissenden unter uns. mag ja sein dass es bei euch auf der güst so war. die sperre in die babelsberger enklave gehörte nun mal nicht dazu. da ging es auch nicht frontal zu ,sondern tatsächlich seitwärts. deine unkenntnis resultiert sicherlich daraus, dass du nicht mit den örtlichen verhältnissen in babelsberg vertraut warst.




ja die kam seitwärts raus.sollte aber das kfz frontal erwischen.zielschießen wäre wohl schlecht gegangen


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#37

RE: Experten Vermittlung:Rundfunk Berlin-Brandenburg Sondersendung Glienicker Brücke

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 29.09.2009 19:54
von sentry | 1.103 Beiträge

Zitat von Alter_Fritz
da ging es auch nicht frontal zu ,sondern tatsächlich seitwärts. deine unkenntnis resultiert sicherlich daraus, dass du nicht mit den örtlichen verhältnissen in babelsberg vertraut warst.



Mag ja sein, dass das Ding seitwärts geschlossen wurde. Dennoch war die Funktionsweise die, dass die Sperre geschlossen werden sollte, bevor ein zu stoppendes Fahrzeug dort ankam.
Ein Fahrzeug mit einem derartigen technischen Gerät von der Fahrbahn schießen zu wollen, wäre fast unmöglich und wurde ja, wie du selber festgestellt hast, auch nie trainiert.
Idiotisch wäre es auch aus Gründen der Grenzsicherung, denn wenn der Versuch misslingt, ist der Durchbruch nicht mehr zu verhindern.
Macht das Sinn?

Dein letzter Satz ist leicht anmaßend. Hier sind eine Menge Leute, die ein bisschen mehr als Unkenntnis mitbringen. Für einen gestandenen Mann, der offensichtlich viel erlebt hat, bringst Du erstaunlich viele Vorurteile ein.


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#38

RE: Experten Vermittlung:Rundfunk Berlin-Brandenburg Sondersendung Glienicker Brücke

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 29.09.2009 20:04
von Oss`n | 2.779 Beiträge

Hallo und guten Abend,
zur Person des HDB mal ausführliches unten angef. Bild.
Ich kenne Herrn HDB nicht persönlich, sondern nur aus einem Forum und aus einigen PN.
MfS hin..GT her..... .
Ich habe ihn als korrekten Mann, wenn auch nicht ohne Launen und mit einer sehr gefestigten Einstellung (im www) kennen gelernt.
Wenn ich mal etwas über PN gefragt habe, habe ich immer eine korrekte und freundliche Antwort erhalten.
Hier soll es ja auch darum gehen Geschichte zu erfahren und nicht voreingenommen zu urteilen.
Nat. knallt es auch mal bei mir durch.
Nat. waren die Leute des MfS nicht die Leute, die am anderen Ende einer Babyklappe standen.
Nat. hat ein OSL nicht nur Wache gestanden.
Egal.
Kann man ihm Böses nachweisen, so soll er auch dafür büßen - wenn nicht, kann man viel erfahren, wie es wirklich war.
So, Herr HDB ich hoffe, so wie ich das geschrieben habe ist das auch für Sie ok ?
Auch wenn Sie den letzten Satz nicht selbst lesen sollten, bin ich mir doch sicher, das Sie dies in kürzester Zeit erfahren.
Sie haben mir mal einen sehr, sehr interessanten Insidertip gegeben.
Dafür bin ich Ihnen heute noch sehr dankbar.
Ich halte immer mein Wort und PN bedeutet bei mir auch P !
Also - für die kleinen Zuträger: Schönen Gruß an Hans Dieter von der Moni.

PS: mal so zum nachdeken:

Nicht alle Grenzer haben auf Menschen geschossen !
Man muss nur die richtigen Grenzer finden und bestrafen.
Auch wenn ich es ungerne zugebe, weil es da schon große Unterschiede gibt, aber es ist beim MfS nicht anders.




Bis später sagt mal der

Oss`n


Spucke nie in einen Brunnen - es könnte sein, du mußt mal daraus trinken !
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#39

RE: Experten Vermittlung:Rundfunk Berlin-Brandenburg Sondersendung Glienicker Brücke

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 29.09.2009 20:09
von Alter_Fritz (gelöscht)
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was mich daran stört:

das heute noch menschen davor angst haben müssen in das blickfeld eines unmenschlichen geheimdienstes zu geraten.
Das bestätigen mir sogar altgediente Polizisten, die wahrlich viel an erfahrungen mit den machenschaften des mfs haben.
das mfs war der staat im staate--sicherlich nichts neues für die, die selbst dabei waren.
was mich an diesem ( für mich nun mal kein Kollege) stört, nun diese Frage hat er mir selbst auch einmal gestellt. er reist durchs land, erzählt den Leuten wie das so ablief an der grenze. sicherlich wurde auch ihm die frage gestellt nach dem schusswaffengebrauch. interessant wäre zu erfahren wie er damals dazu stand. ich habe und werde seine erinnerungen nicht lesen, weil ich genau das erfahren würde würde, wozu er lange jahre bereit war-- nämlich auf das eigenen Volk zu schiessen. Für die Presse ist es immer wieder interessant jemanden zu interviewen der ein eifriger vertreter einer diktatur war.
denken wir doch einmal weiter-- zwanzig ,dreissig jahre. wenn den leuten nicht ihre macht genommen wäre, wo befänden wir uns heute? ich möchte garnicht darüber nachdenken.
PKE stelle ich in die Reihe eines ehemaligen Grenztruppenkommandeurs. der nämlich gab in einem interview klar zu verstehen: Ich hätte auf jedenfall geschossen!!
Ja richtig ich war Berufsunteroffizier und diente zehn Jahre bei den Grenztruppen der DDR-- hatte ich übrigens schon oft erwähnt


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#40

RE: Experten Vermittlung:Rundfunk Berlin-Brandenburg Sondersendung Glienicker Brücke

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 29.09.2009 20:11
von Pitti53 | 8.789 Beiträge

Zitat von Alter_Fritz
was mich daran stört:

das heute noch menschen davor angst haben müssen in das blickfeld eines unmenschlichen geheimdienstes zu geraten.
Das bestätigen mir sogar altgediente Polizisten, die wahrlich viel an erfahrungen mit den machenschaften des mfs haben.
das mfs war der staat im staate--sicherlich nichts neues für die, die selbst dabei waren.
was mich an diesem ( für mich nun mal kein Kollege) stört, nun diese Frage hat er mir selbst auch einmal gestellt. er reist durchs land, erzählt den Leuten wie das so ablief an der grenze. sicherlich wurde auch ihm die frage gestellt nach dem schusswaffengebrauch. interessant wäre zu erfahren wie er damals dazu stand. ich habe und werde seine erinnerungen nicht lesen, weil ich genau das erfahren würde würde, wozu er lange jahre bereit war-- nämlich auf das eigenen Volk zu schiessen. Für die Presse ist es immer wieder interessant jemanden zu interviewen der ein eifriger vertreter einer diktatur war.
denken wir doch einmal weiter-- zwanzig ,dreissig jahre. wenn den leuten nicht ihre macht genommen wäre, wo befänden wir uns heute? ich möchte garnicht darüber nachdenken.
PKE stelle ich in die Reihe eines ehemaligen Grenztruppenkommandeurs. der nämlich gab in einem interview klar zu verstehen: Ich hätte auf jedenfall geschossen!!
Ja richtig ich war Berufsunteroffizier und diente zehn Jahre bei den Grenztruppen der DDR-- hatte ich übrigens schon oft erwähnt


und du hättest natürlich nieeee?leicht zu sagen aus heutiger sicht


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