#21

RE: Ausbildungsplatz in der DDR war alles möglich?

in Leben in der DDR 29.09.2009 09:08
von CaptnDelta (gelöscht)
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Zitat von GilbertWolzow

Zitat von CaptnDelta

war ein anderer Thread wo Du zugegeben hattest das das mit direkt Abi machen fuer \'nonkonforme\' eher abgelehnt wurde, allerdings das Abi auf zweit oder drittweg (manchmal) moeglich gemacht war.


zugegeben... hört sich ein wenig nach verhör oder in die ecke drängen an...



Naja, zugegebenerweise mag 'zugegeben' die falsche Wortwahl hier gewesen sein, sorry. Vielleicht kann man sich auf 'bestaetigen' einigen?
-Th


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#22

RE: Ausbildungsplatz und Studienplatz in der DDR war alles möglich?

in Leben in der DDR 29.09.2009 10:07
von sentry | 1.108 Beiträge

Zitat von Angelo
Die Macht des staatlichen Bildungsmonopols setzte früh ein. Schon die Kleinsten unter den Heranwachsenden nahmen am "einheitlichen sozialistischen Bildungssystem" Teil...



Das ist natürlich so ein geniale Wortwahl, die etwas normales (oder heute viel gewünschtes) in so eine Art Gehirnwäsche-Ecke drückt.
Insbesondere der letzte Satz liest sich so, als wenn den Muttis "die Kleinsten" sofort entrissen wurden, um aus ihnen entwickelte sozialistische Persönlichkeiten zu formen. Ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube das gibts nicht mal in Nordkorea.
Weder musste man als "Kleinster" am "einheitlichen sozialistischen Bildungssystem" teilnehmen, noch gab es einheitliche sozialistische Lehrpläne für Minimenschen.

Ich glaube die Art und Qualität der tatsächlichen Bildung in der DDR muss sich, 'mal abgesehen von der so unglaublich viel Zeit verschwendenden Rotlichtbestrahlung, überhaupt nicht verstecken.
Kein Rumpelzoni muss sich mit seiner Bildung vor irgendeiner repräsentativen Vergleichsgruppe aus welchem Land auch immer verstecken.


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#23

RE: Ausbildungsplatz und Studienplatz in der DDR war alles möglich?

in Leben in der DDR 29.09.2009 12:33
von Affi976 (gelöscht)
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genau Senty, dass glaube ich auch.
Noch zu Mauerzeiten wurden Ingeneure, Ärzte, Schauspieler, Musiker, Handwerker....die im "Westen" blieben mit "KUSSHAND" genommen. Die Kollegen von mir, die bei Reisen ins "kapitalistische" Ausland drüben blieben, sind zum absolut größten Teil alle was geworden und die anderen haben aber definitiv nicht schlechter gelebt als hier.
Nach der Wende kenne ich allerdings Fälle, wo Abschlüsse mit Hammer und Zirkel nicht mehr viel Wert waren - komisch wa????
VG Affi


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#24

RE: Ausbildungsplatz und Studienplatz in der DDR war alles möglich?

in Leben in der DDR 29.09.2009 14:44
von Nomex | 254 Beiträge

Ja das ist schon ein Paradoxum, die Ausbildung im Osten ist von vielen Abreitgebern im Westen schon anerkannt worden. Wissenschaftler, Ing. und Facharbeiter waren auf einem hohen handwerklichen Niveau ausgebildet. Na wo sonst hat man gelernt aus Sch.... Bonbons zu machen. Halt auch eine Auswirkung der Mangelwirtschaft.

Das Bildungssystem kann so schlecht nicht gewesen sein. Schließlich hat doch wohl Finnland das System übernommen und bei PISA damit geglänzt. Oder ist diese These mitlerweile wiederlegt.

Stellt euch mal vor, der ganze ideologische Ballast wäre über Bord geworfen worden und die Zeit auch noch für Fachausbildung genutzt worden. Walters Traum von "Überholen ohne Einzuholen" wäre tatsächlich war geworden.

Bei mir selbst ist Folgendes passiert. Ich hatte wärend der Ausbildung zum Schlosser (in einem Kombinat der Energeiwirtschaft) mal den Wunsch geäußert zu studieren. Wärend meiner Dienstzeit bekamm ich auf einmal Post von einer Ing.-Schule. "Wir freuen uns ihnen mitteilen....ab...bei uns studieren." Und das ohne jegliche Rücksprache oder Bewerbung. Ich hab das Angebot dankend angenommen und beim Studium in Lpz. einen der schönsten Abschnitte meines Lebens erlebt.

Nach meine Erfahrung hat die ideologische Komponente der Zulassung zu Abi oder Studium im Laufe der DDR-Geschicht immer mehr abgenommen.

Gruß


~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Günther Zieschong: "Mir hätten das System erst mal leasen solln...."
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#25

RE: Ausbildungsplatz und Studienplatz in der DDR war alles möglich?

in Leben in der DDR 29.09.2009 18:13
von NPKCA (gelöscht)
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Zitat von sentry

Zitat von Angelo
Die Macht des staatlichen Bildungsmonopols setzte früh ein. Schon die Kleinsten unter den Heranwachsenden nahmen am "einheitlichen sozialistischen Bildungssystem" Teil...



Das ist natürlich so ein geniale Wortwahl, die etwas normales (oder heute viel gewünschtes) in so eine Art Gehirnwäsche-Ecke drückt.
Insbesondere der letzte Satz liest sich so, als wenn den Muttis "die Kleinsten" sofort entrissen wurden, um aus ihnen entwickelte sozialistische Persönlichkeiten zu formen. Ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube das gibts nicht mal in Nordkorea.
Weder musste man als "Kleinster" am "einheitlichen sozialistischen Bildungssystem" teilnehmen, noch gab es einheitliche sozialistische Lehrpläne für Minimenschen.

Ich glaube die Art und Qualität der tatsächlichen Bildung in der DDR muss sich, 'mal abgesehen von der so unglaublich viel Zeit verschwendenden Rotlichtbestrahlung, überhaupt nicht verstecken.
Kein Rumpelzoni muss sich mit seiner Bildung vor irgendeiner repräsentativen Vergleichsgruppe aus welchem Land auch immer verstecken.






Da kann ich mich nur anschliessen. Aus meinem persönlichen Bekanntenkreis sind eigentlich auch nur Leute mit Durchschnitt 1 zur EOS gegangen. Nicht etwa besonders Linientreue. Ganz einfach weils keinen Sinn macht jemanden mit schlechteren Leistungen durch's ABI zu drücken nur weil's (wie heute so oft) die Eltern gut finden. Klar wer KFZ Mechanniker werden wollte, musste schon "Zugeständnisse" machen- Angebot und Nachfrage. So hat man die Quoten an Längerdienenden auch aufgebessert.
Ich selbst habe auch ohne Parteibuch und als Grundwehrdienstler meinen Ing. gemacht- wie viele andere auch. Die Empfehlung kam aber auch vom Betrieb-logisch wenn irgendwann ein älterer Kollege in Rente geht, braucht man schließlich Nachwuchs. Personalplanung ist also auch keine Erfindung der heutigen Zeit und irgendwie treiben wir ja heute auch eine gewisse "Planwirtschaft". Heißt bloß anders...


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#26

RE: Ausbildungsplatz und Studienplatz in der DDR war alles möglich?

in Leben in der DDR 29.09.2009 19:33
von sentry | 1.108 Beiträge

In Antwort auf:
Ich selbst habe auch ohne Parteibuch und als Grundwehrdienstler meinen Ing. gemacht- wie viele andere auch.



Dito + Opi Pastor und mehr West- als OStverwandtschaft.
Aber was meine Alten für Stunts gemacht haben, damit mein Bruder und ich Abitur machen durften, war pervers. Will ich hier aber nicht weiter ausbreiten.
Doe Notwendigkeit ergab sich aber mehr aus dem von mir weiter oben beschriebenen Quotenproblem.


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#27

RE: Ausbildungsplatz und Studienplatz in der DDR war alles möglich?

in Leben in der DDR 29.09.2009 19:46
von Mongibella (gelöscht)
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Zitat von Affi976
Nach der Wende kenne ich allerdings Fälle, wo Abschlüsse mit Hammer und Zirkel nicht mehr viel Wert waren - komisch wa????



So komisch ist das garnich....von Seiten der Wessies gab et dann auch schnell den Titel des Jammerossies....

....ich denk, das es nach der Wende viel häufiger dazu kam, das einige Ossies sich halt aus verschiedenen Gründen nich bewährt haben und dadurch ein allgemeines Bild entstanden ist....

Schön möglich Affi976, oder...

groetjes

Mara


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