#41

RE: Wie wurde man Mitarbeiter der Staatssicherheit der DDR?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 26.09.2009 14:05
von Merkur | 1.018 Beiträge

Zitat von Augenzeuge
Das M bei IM steht auch für Mitarbeiter, oder? Und für welche Organisation hat der IM gearbeitet?



Da gab es mehrere in der DDR. Das MfNV, das MdI...



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#42

RE: Wie wurde man Mitarbeiter der Staatssicherheit der DDR?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 26.09.2009 14:30
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Zitat von Bunkerkommandant

Zitat von Angelo
Und die Stasi Leute wurden als Mordende Maschinen dargestellt.



Ah...jetzt weiß ich endlich, wie ich nach außen rüberkomme.




Thomas,ich wollte dich mal irgendwann im Bunker besuchen,komme ich auch lebend nach
Hause ?



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#43

RE: Wie wurde man Mitarbeiter der Staatssicherheit der DDR?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 26.09.2009 14:36
von Augenzeuge (gelöscht)
avatar

Zitat von Zermatt

Thomas,ich wollte dich mal irgendwann im Bunker besuchen,komme ich auch lebend nach
Hause ?



Klar, den eingepflanzten Chip merkst du gar nicht....


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#44

RE: Wie wurde man Mitarbeiter der Staatssicherheit der DDR?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 26.09.2009 15:11
von Stabsfähnrich | 2.046 Beiträge

Zitat von GilbertWolzow

Zitat von Stabsfähnrich

Noch eine kleine Anmerkung. Den Dienstgrad Ofw. erreichte man etwas schneller als bei den anderen bewaffneten Organen NVA/GT/ZV.



um deine aussage einschätzen zu können @stabsfähnrich, würde mich doch mal die laufbahnordnung der anderen bewaffneten organe interessieren. wann, nach wieviel dienstjahren, wurde man z.b. in der nva oberfeldwebel? um hier nicht durcheinander zu kommen, sollten wir auch den zeitlichen rahmen benennen, da die laufbahnordnung ständigen veränderungen unterlag.




...........ich nehme einfach mal meinen Werdegang: sechs Monate Uffz.Schule, Ernennung zum Unteroffizier, normaler weise nach einem Jahr Beförderung zum Unterfeldwebel (bei guten Leistungennach einem halben Jahr), ein weiteres Jahr Beförderung zum Feldwebel, noch ein Jahr Beförderung zum Oberfeldwebel, nach zwei Jahren Beförderung zum Stabsfeldwebel ( den habe ich aber nicht erhalten da ab Ofw. Fähnrich. Dienstzeit Fähnrich zwei Jahr, dann Beförderung zum Oberfähnrich, nach drei Jahren zum Stabsfähnrich. Krönender Abschluss wäre der Stabsoberfähnrich gewesen. Ich hoffe die Anfrage beantwortet zu haben.


Mit freundlichen Grüßen - Chris
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#45

RE: Wie wurde man Mitarbeiter der Staatssicherheit der DDR?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 26.09.2009 15:16
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

hmmmm, ich kann jetzt von der laufzeit keinen unterschied zur laufbahnordnung im mfs feststellen. wie kommst du darauf, dass man ofw im mfs etwas schneller wurde?


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
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#46

RE: Wie wurde man Mitarbeiter der Staatssicherheit der DDR?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 26.09.2009 15:33
von Stabsfähnrich | 2.046 Beiträge

Zitat von GilbertWolzow
hmmmm, ich kann jetzt von der laufzeit keinen unterschied zur laufbahnordnung im mfs feststellen. wie kommst du darauf, dass man ofw im mfs etwas schneller wurde?



aus sicherer Quelle, welche ich persönlich kenne: der hatte vier Wochen Grundausbildung bei Gosen (inkl. Heimschläfer). Anschließend Ernennung zum Uffz. - und Versetzung zum Hausdienst Magdalenenstraße. Dort ca. ein dreiviertel Jahr Dienst (überwiegend Ausgang U-Bahnhof Magdalenenstraße oder Übergang zur HA A - auf Höhe Zoschke Stadion) Beförderung zum Feldwebel. Dienst in der Genslerstraße in Berlin. Innerhalb der Dienstzeit Beförderung zum Ofw. und Versetzung zur BV Lichtenberg. Hier erst Dienst bei --------man wie hat er gesagt? Aussenstelle Am Tierpark, dann übernahme als hauptamtlicher Mitarbeiter und Dienst in der "neuen" BV - Alt Friedrichsfelde. Ich hoffe nur, dass ich das Gespräch richtig wieder gegeben habe.


Mit freundlichen Grüßen - Chris
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#47

RE: Wie wurde man Mitarbeiter der Staatssicherheit der DDR?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 26.09.2009 15:47
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

@stabsfähnrich, wenn die geschichte deines freundes stimmen sollte, dann nur, wenn er bereits vorher eine militärische ausbildung bei einem anderen bewaffneten organ hatte ansonsten... hat er dir (leider) die taschen gefüllt.

die militärische grundausbildung belief sich im mfs auf 6 wochen, wobei bis mitte der 70´er jahre diese bei der ha ps bei einem halben jahr lag. danach wurde diese verkürzt auf nur 10 wochen. auch im wachregiment waren die dienstzeiten analog.

ein freund von mir, wurde am gleichen tag eingezogen und landete als mos´er in gosen. er war nach seiner grundausbildung erst nach 6 wochen wieder daheim und dann erst heimschläfer, früher nicht.

p.s. du solltest evtl. deine sichere quelle noch einmal kontaktieren. auch sein werdegang ist etwas wirr...


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
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#48

RE: Wie wurde man Mitarbeiter der Staatssicherheit der DDR?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 26.09.2009 16:03
von Stabsfähnrich | 2.046 Beiträge

Zitat von GilbertWolzow
@stabsfähnrich, wenn die geschichte deines freundes stimmen sollte, dann nur, wenn er bereits vorher eine militärische ausbildung bei einem anderen bewaffneten organ hatte ansonsten... hat er dir (leider) die taschen gefüllt.

die militärische grundausbildung belief sich im mfs auf 6 wochen, wobei bis mitte der 70´er jahre diese bei der ha ps bei einem halben jahr lag. danach wurde diese verkürzt auf nur 10 wochen. auch im wachregiment waren die dienstzeiten analog.

ein freund von mir, wurde am gleichen tag eingezogen und landete als mos´er in gosen. er war nach seiner grundausbildung erst nach 6 wochen wieder daheim und dann erst heimschläfer, früher nicht.

p.s. du solltest evtl. deine sichere quelle noch einmal kontaktieren. auch sein werdegang ist etwas wirr...



zu1) bis auf GST vormilitärische Ausbildung - keine weitere oder vorhergehende Ausbildung (mit Ausnahme Facharbeiter).
zu2) steht der Jenige mir so nahe........dass ich sogar bezeugen kann, dass Er jeden Tag zu Hause war.
zu3) ich kann weiterhin bezeugen, dass der Jenige bereits Unteroffizier war, als ich immernoch als Waldmeistergefreiter umhersprang.


Mit freundlichen Grüßen - Chris
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#49

RE: Wie wurde man Mitarbeiter der Staatssicherheit der DDR?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 26.09.2009 20:56
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von Sauerländer

Zitat von Merkur

das MfS... EOS besuchte, NSW-Kontakte, PKE, EOS, JHS des MfS, OHS der NVA/des MdI



Das ist jetzt nicht unbedingt ein gutes Beispiel hier, aber beim Lesen der diversen Freds ist mir aufgefallen, daß die vielen Abkürzungen nicht unbedingt jedem Leser was sagen. (Bei der BRD-BW hiess es: "Das ist der BW-Abküfi - der Bundeswehr-Abkürzungsfimmel").


Wir wäre es dann mal mit einem Fred, in dem die ganzen Abkürzungen gesammelt und erklärt werden ? Alle könnten daran mitarbeiten, und man könnte verhindern dass in ein paar Jahren keiner mehr was damit anzufangen weiß.





Also zumindest für die Abk. des MfS gibts einen solchen schon

In Antwort auf:
Allerdings muss man sicher Unterschiede zwischen einfachen Spitzeltätigkeiten und direkten MfS-Angestellten machen.



Aua, schau an Angestellte, na ja ich lern nie aus *g*

In Antwort auf:
Moin Moin,
die "Werbung" für eine evtl. Tätigkeit im MfS fing bereits im Elternhaus an, wenn Vater oder Mutter bei der Firma beschäftigt waren.



Stimmt uneingeschränkt


In Antwort auf:
Zitat von Angelo
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Und die Stasi Leute wurden als Mordende Maschinen dargestellt.
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Ah...jetzt weiß ich endlich, wie ich nach außen rüberkomme.



Weißt das erst seit heute? ;)

In Antwort auf:
Auch wenn du jetzt wieder anderer Meinung sein wirst, viele Leute die ihre Familienmitglieder, Freunde bespitzelt hatten, kamen nicht aus eigenem Ermessen darauf, dies zu tun. Der frühere Freund des Ballonfahrers, kam erst in Haft und reiste dann seinem Freund hinterher um ihn zu bespitzeln. Wäre er je rausgekommen, hätte er dies abgelehnt?
Wer meint, dies alles erfolgte ohne jeglichen Druck, dem ist nicht mehr zu helfen.....



Aha deshalb also Druck? Na dann hätte er doch erst einmal im Westen angekommen sofort die Zusammenarbeit beenden können wenn es angeblich unter Druck war. Wäre logisch oder????

In Antwort auf:
Eines ist klar-Das MFS holte sich nur die Besten.



Da konnte man sich aber auch nich bei allen sicher sein *lach*


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
zuletzt bearbeitet 26.09.2009 21:03 | nach oben springen

#50

RE: Wie wurde man Mitarbeiter der Staatssicherheit der DDR?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 26.09.2009 21:31
von glasi | 2.815 Beiträge

wie war das mit kündigen? ganz normal? gab es da später probleme? oder war es so schön das mann garnicht mehr weg wollte? lg glasi



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#51

RE: Wie wurde man Mitarbeiter der Staatssicherheit der DDR?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 26.09.2009 22:29
von Mongibella (gelöscht)
avatar

Zitat von glasi
wie war das mit kündigen? ganz normal? gab es da später probleme? oder war es so schön das mann garnicht mehr weg wollte? lg glasi



Jetz wirste hier wohl ein klein wenig spitzfindig was.....???


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#52

RE: Wie wurde man Mitarbeiter der Staatssicherheit der DDR?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 27.09.2009 06:57
von Stabsfähnrich | 2.046 Beiträge

Moin Glasi,
deine Anfrage möchte ich wie folgt beantworten: die Zugehörigkeit zum MfS war mit einem Arbeitsverhältnis nicht zu vergleichen. Es handelte sich hierbei um eine Dienstverhältnis, in welches man berufen wurde. Eine Kündigung war nicht möglich, maximal eine Entlassung aus dem Dienstverhältnis. Dies erfolgte durch kaderbefehl (glaube so hieß das damals).


Mit freundlichen Grüßen - Chris
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#53

RE: Wie wurde man Mitarbeiter der Staatssicherheit der DDR?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 27.09.2009 10:17
von Alfred | 6.841 Beiträge

Stabsfähnrich,


es war aber möglich, seinen Vorgesetzten mitzuteilen, dass man nicht mehr im MfS "dienen" wollte.

Eine Entlassung war - nach Gesprächen - entsprechend die Folge.


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#54

RE: Wie wurde man Mitarbeiter der Staatssicherheit der DDR?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 27.09.2009 10:29
von Stabsfähnrich | 2.046 Beiträge

Zitat von Alfred
Stabsfähnrich,


es war aber möglich, seinen Vorgesetzten mitzuteilen, dass man nicht mehr im MfS "dienen" wollte.

Eine Entlassung war - nach Gesprächen - entsprechend die Folge.


..........hatte extra in meinem Beitrag die Entlassunggründe weggelassen. Der von Dir genannte Grund hieß - Entlassung aus persönlichen Gründen. Es war jedoch bei den bewaffneten Organen nicht etwas so, heute das Gespräch und morgen Frei. Nee nee, nach Einreichung des Entlassungsgesuches erfolgten dann noch wundervolle Gespräche so ab Ebene Batt.Kom. aufwärts, welche dann mit dem Kaderbefehl enden. Dieser endet meistens mit den Maßnahmen zur weiteren Förderung des Entlassenen.
Irgendwann.............vor meiner Dienstzeit, gab es auch die unehrenhafte Entlassung. Vielleicht kann sich dazu hier jemand von der noch "älteren" Generation, als ich es bin ---- äußern.


Mit freundlichen Grüßen - Chris
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#55

RE: Wie wurde man Mitarbeiter der Staatssicherheit der DDR?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 27.09.2009 10:58
von Merkur | 1.018 Beiträge

Es gab eine Reihe von Gründen/Möglichkeiten aus dem MfS entlassen zu werden.
1. Erreichen der für das Dienstverhältnis festgelegten Dienstzeit, i. d. R. 25 Jahre
2. Erreichen der Altersgrenze
3. Übernahme wichtiger staatlicher bzw. gesellschaftlicher Aufgaben
4. außergewöhnlich schwierige persönliche Verhältnisse
5. strukturelle Veränderungen bzw. fehlende Einsatzmöglichkeit
6. zeitliche bzw. dauernde Dienstunfähigkeit für den Dienst im MfS
7. Nichteignung für den Dienst im MfS
8. ungenügende Voraussetzungen für den Dienst als BU/Fähnrich/BO
9. mangelnde Erfüllung der Dienstpflichten
10. Entlassung aus disziplinarischen Gründen



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#56

RE: Wie wurde man Mitarbeiter der Staatssicherheit der DDR?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 27.09.2009 11:26
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

Zitat von Stabsfähnrich

zu2) steht der Jenige mir so nahe........dass ich sogar bezeugen kann, dass Er jeden Tag zu Hause war.



@stabsfähnrich wenn er dir so nahe steht, wäre es nett, wenn du ihn noch einmal kontaktieren und nach den genauen hintergründen fragen könntest. hatte derjenige vorher eine (zivile) hochschule absolviert?


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
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#57

RE: Wie wurde man Mitarbeiter der Staatssicherheit der DDR?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 27.09.2009 11:32
von Stabsfähnrich | 2.046 Beiträge

Moin Gilbert,
nee hatte Er nicht. Kein Studium, keine Fachschule. Nur 10. Klassen POS und dann FA Ausbildung. Beim MfS in keiner Spezialdienststelle und oder Diensteinheit. Für Insider: er hat bis 1993 bei der MT Berlin gearbeitet. Na klickert es?


Mit freundlichen Grüßen - Chris
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#58

RE: Wie wurde man Mitarbeiter der Staatssicherheit der DDR?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 27.09.2009 11:58
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

Zitat von Stabsfähnrich
Für Insider: er hat bis 1993 bei der MT Berlin gearbeitet. Na klickert es?



neee stabsfähnrich, es klickert nicht... die abkürzung "mt berlin" sagt mir z.zt. nichts...

p.s. und bei den voraussetzungen die dein bekannter geschildert hat, würde ich eher behaupten: taschen zuhalten...
ich lass mich gern vom gegenteil überzeugen, denn man sollte ja niemals nie sagen...



* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
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#59

RE: Wie wurde man Mitarbeiter der Staatssicherheit der DDR?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 27.09.2009 13:38
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von Stabsfähnrich
Moin Moin,
die "Werbung" für eine evtl. Tätigkeit im MfS fing bereits im Elternhaus an, wenn Vater oder Mutter bei der Firma beschäftigt waren. Meistens endeten die Gespräche mit den Worten "..........auf Dich werden in der nächsten Zeit die Genossen zukommen." Das nächste Gespräch wurde im Wehrkreiskommando geführt. Die dort in Aussicht gestellte Perspektive hieß Wachregiment. Allerdings nicht Adlershof, sondern Hausdienst in einer Bezirksverwaltung oder Kreisdienststelle des MfS. Innerhalb dieser Tätigkeit mit Erreichen des Dienstgrad Ofw. erfolgte die weitere Weichenstellung. Wenn die entsprechende Richtung bei dem Betreffenden stimmte wurde man in ein Dienstverhältnis berufen.
Die oben von mir getätigten Feststellungen, kenne ich leider nur vom Hören sagen - bis auf die Erfahrung beim WKK.
Noch eine kleine Anmerkung. Den Dienstgrad Ofw. erreichte man etwas schneller als bei den anderen bewaffneten Organen NVA/GT/ZV.




Hallo,
Kann das aus eigener Erfahrung mit zwei Klassenkameraden aus meiner POS- Zeit (Hoppla, Abkürzung: POS = Politechnische Oberschule mit 10. Klasse- Abschluß, heute analog Realschulabschluß) bestätigen. Bei beiden waren zumindest die Väter Volkspolizeiangehörige. Beide sind auch zum Wachregiment "Felix Dzersinsky" für 3 Jahre gegagen. Ihr 10- Klasse- Abschluß wurde ihnen relativ geschenkt, beide haben nach ihren 3 Jahren eine relativ steile Karriere gemacht, obwohl der IQ nicht besonders hoch war. Wegen dem einen bin ich 1986 aus der freiwilligen Feuerwehr ausgetreten. Mein Wunsch war es, dort mal einen Maschinistenlehrgang zu absolvieren. Da kam plötzlich dieser Typ, und vorbei war alles...!
Der hat an Technik mehr kaputt gekriegt als kaum ein anderer, war aber immer der Beste und verstand es vorzüglich, mit Alkohol & Co (eine Runde nach der anderen ausgeben) die Zungen seiner Kameraden "locker zu machen"... und sich dadurch (Vermutlich) gewisse Vorteile zu verschaffen! Wir haben uns immer gefragt, wo der das viele Geld für diese Runden herhatte...! Verdacht war schon da. Und da man bekanntlich auch bei einer freiwilligen Feuerwehr genug persönliche Opfer an Zeit und Aufwand bringt, hab ich mir das nicht mehr lange mit angeschaut. Höhepunkt war eine Beschuldigung gegen mich, ich soll mich an der Getränkekasse (Bierkasse) vergriffen haben...! Da war dann endgültig Schluß. Ich wollte damals eigentlich Anzeige wegen Verleumdung erstatten, es hat mir jemand im Vier- Augen- Gespräch dringend davon abgeraten. Heute ist bekannt, das auch der bei der "Firma" war. Später ist dann noch rausgekommen, das durch viele unbezahlte Runden und alkoholpegel bedingte Erinnerungslücken dieser "Sauf- Kammeradschaft" der Überblick über "die Kasse des Vertrauens" wohl vollständig verloren gegangen war.

Das hat man mir nach der Wende mal offiziell mitgeteilt und mit der Bitte, doch wieder in die Feuerwehr einzutreten. Hab es nicht getan.

Besagter ehem. Klassenkamerad hat dann nach der Wende überhaupt nicht mehr die Kurve gekriegt und ist total dem Alkohol verfallen. Seit eingen Jahren ruht er 1,80 m tief. Klingt hart. Ist aber traurige Tatsache.


josy95



Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
zuletzt bearbeitet 27.09.2009 13:43 | nach oben springen

#60

RE: Wie wurde man Mitarbeiter der Staatssicherheit der DDR?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 28.09.2009 15:00
von Drewitz | 356 Beiträge

Tja-wie? Überzeugter FDJler,GST-Mitglied,Durchschnitt 1,2,keine (bekannte) Westverwanschaft...Irgendwann kam ein netter,symphatischer Herr im hellen Anzug zu mir nach Hause.Sprach erst mit meinen Eltern,dann mit mir.
Bereitschaftserklärung (?) unterschrieben-das normale Formular für Dienst 25 Jahre NVA.Mitglied Bewerberkollektiv in der Schule (neben anderen,die wirklich zur Fahne wollten).Kein Abschluß geschenkt-weder 10.Klasse noch FA oder Abitur.Im Gegenteil.In Lehre und Abi besonders getriezt worden durch Lehrer,die -sagen wir mal nett-als Oppositionelle Leute wie mich nicht mochten.(O-Ton Chemie Lehrer an der BS:Sie bestehen das Abi bei mir nie!-2.Unterrichtsstunde nach Beginn der Lehre...)
Ziel Offiziersschule des MfS.Im 2.Lehrjahr große Klappe in der Parteiversammlung über unsere saufende und faule Arbeiterklasse im Lehrbetrieb.
Auf einmal war der Studienplatz weg.
Meine Entscheidung-so schnell werdet ihr mich nicht los!Also Umverpflichtung zum Berufsunteroffizier beim MfS und ab zur PKE.

Drewitz


MfS,BV Potsdam,Abt.VI,PKE Drewitz 1.Zug,1.Gruppe 1988-1990 danach GR44 bis zum Ende


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