#1

Mal wieder ein NS-Zeit-Film, jetz über Euthanasie.

in Themen vom Tage 28.09.2016 11:50
von SET800 | 3.104 Beiträge

Hallo,
jedes Jahr gibt es ca. 10 Filmpreise, 8 davon bekommen von den Jurys den Preis weil es um NS-Zeit im Film geht, das nervt langsam. Ist den ewig Aschermittwoch oder Canossa aktuell?

Das alles ist jetzt über 70 Jahre her, trotzdem wird es penetrnt hochgekocht.

Gegenbeispiel USA, die Kriege gen die prarieindianer 1865 bis 1890.

https://de.wikipedia.org/wiki/Indianerkr...865_bis_1890.29

Was drehten die US-Amerikaner 30, 50 oder 70 Jahre später für Filme über das Thema?

Nicht ständige Selbstvorwürfe sondern Action, Abenteuer, Helden usw.

Muss vielleicht auch nicht sein, aber dazwischen gäbe es diskretere Verhaltensweisen.

Und die 70 Jahre Wiederkäuen,haben neue Verbrechen der Politik weltweit NICHT verhindert.



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#2

RE: Mal wieder ein NS-Zeit-Film, jetz über Euthanasie.

in Themen vom Tage 28.09.2016 16:12
von BautznerSenf | 57 Beiträge

Hallo!

Kann man so sehen - muss man aber nicht.
Wenn wir diese Erinnerungen nicht wach und im kollektiven Bewusstsein halten, gehen sie verloren.

Und wenn Du schreibst, es haette nichts verhindert -weit gefehlt!
Denn wo stuenden wir erst, wenn wir diese Erinnerungskultur nicht haetten?
Wir leben in der laengsten Friedensperiode, die es in der Geschichte je gab - was auch an der Erfahrungen der damaligen Zeit und der Folgerung "Nie wieder Krieg!" liegt.

Schuld empfinde ich (als Nachgeborener) nicht - aber Verantwortung durchaus.

Gruss

B. S.


Schuddelkind hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#3

RE: Mal wieder ein NS-Zeit-Film, jetz über Euthanasie.

in Themen vom Tage 28.09.2016 16:12
von BautznerSenf | 57 Beiträge

Hallo!

Kann man so sehen - muss man aber nicht.
Wenn wir diese Erinnerungen nicht wach und im kollektiven Bewusstsein halten, gehen sie verloren.

Und wenn Du schreibst, es haette nichts verhindert -weit gefehlt!
Denn wo stuenden wir erst, wenn wir diese Erinnerungskultur nicht haetten?
Wir leben in der laengsten Friedensperiode, die es in der Geschichte je gab - was auch an der Erfahrungen der damaligen Zeit und der Folgerung "Nie wieder Krieg!" liegt.

Schuld empfinde ich (als Nachgeborener) nicht - aber Verantwortung durchaus.

Gruss

B. S.


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#4

RE: Mal wieder ein NS-Zeit-Film, jetz über Euthanasie.

in Themen vom Tage 28.09.2016 20:21
von eisenringtheo | 9.183 Beiträge

Das muss ich mir nicht antun. Das kollektive Gedächtnis, ob Nazi oder Stasi ist mir wurscht. Ich schaue nur NAZI, wenn sie von Quentin Tarrantino inszeniert sind

Theo


zuletzt bearbeitet 28.09.2016 20:22 | nach oben springen

#5

RE: Mal wieder ein NS-Zeit-Film, jetz über Euthanasie.

in Themen vom Tage 28.09.2016 20:26
von damals wars | 12.204 Beiträge

Zitat von SET800 im Beitrag #1
Hallo,
jedes Jahr gibt es ca. 10 Filmpreise, 8 davon bekommen von den Jurys den Preis weil es um NS-Zeit im Film geht, das nervt langsam. Ist den ewig Aschermittwoch oder Canossa aktuell?

Das alles ist jetzt über 70 Jahre her, trotzdem wird es penetrnt hochgekocht.

Gegenbeispiel USA, die Kriege gen die prarieindianer 1865 bis 1890.

https://de.wikipedia.org/wiki/Indianerkr...865_bis_1890.29

Was drehten die US-Amerikaner 30, 50 oder 70 Jahre später für Filme über das Thema?

Nicht ständige Selbstvorwürfe sondern Action, Abenteuer, Helden usw.

Muss vielleicht auch nicht sein, aber dazwischen gäbe es diskretere Verhaltensweisen.

Und die 70 Jahre Wiederkäuen,haben neue Verbrechen der Politik weltweit NICHT verhindert.


Immerhin könnte es ja die Geschichte Deines Großonkels sein. Und er wäre der Bruder Deiner Großmutter gewesen,
die seinen schrecklichen Tod nie verwunden hätte.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
zuletzt bearbeitet 28.09.2016 20:27 | nach oben springen

#6

RE: Mal wieder ein NS-Zeit-Film, jetz über Euthanasie.

in Themen vom Tage 29.09.2016 07:40
von BautznerSenf | 57 Beiträge

Hallo!

Bei Spiegel-Online gab es heute eine schoene, sehr passende Aussage dazu:
"Die fremdenfeindliche Gewalt in Deutschland nimmt sprunghaft zu. Jeder Zehnte wünscht sich einen Führer, der das Land mit starker Hand regiert. Elf Prozent glauben, dass Juden zu viel Einfluss haben. Zwölf Prozent sind der Ansicht, Deutsche seien anderen Völkern von Natur aus überlegen. Ein Drittel hält Deutschland für gefährlich überfremdet. Knapp neun Prozent sind der Ansicht, dass es wertvolles und unwertes Leben gebe, und mehr als acht Prozent glauben, dass der Nationalsozialismus auch seine guten Seiten hatte.

Einstellungen wie diese sind brandgefährlich, wie die jüngsten Attacken in Bautzen oder Dresden wieder gezeigt haben."
(Quelle: http://www.spiegel.de/einestages/massake...-a-1114350.html)

Und indem man diese Taten thematisiert, bringt man Menschen zum Nachdenken.
Ich trage keine Schuld fuer die Taten der Generation meiner Gross- und Urgrosseltern, doch ich trage Verantwortung dafuer, dass diese Taten nicht vergessen werden.
Als ich 18 Jahre alt war, traf ich im Ausland mit ein paar Oesterreichern und Schweizern zusammen. Ein sehr alter Mann (ca. 90) begann ploetzlich, deutsch mit uns zu reden, das sei doch einfacher als Englisch, schliesslich kaemen wir alle aus deutschsprachigen Laendern.
Auf die Frage, woher er so gut deutsch sprechen koenne, schob er seinen Aermel hoch, wies auf die Nummer und entgegnete laechelnd, gelernt sei gelernt...
Als er sah, dass ich als einziger Deutscher in der Gruppe schluckte, lachte er und sagte: "Junge, da kannst Du nichts fuer. Deine Eltern auch nicht - eventuell Deine Grosseltern. Aber fuer die bist du nicht verantwortlich!"

Und so habe ich spaeter im Leben auch Israelis und Belgier erlebt - trotz allem Groll auf manche Deutsche differenzieren sie sehr wohl, wer Taeter gewesen sein koennte und wer es nicht gewesen sein kann.

Heute habe ich einen multi-nationalen Freundeskreis, nationalistische Bestrebungen sind mir fremd.

Gruss

B. S.


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#7

RE: Mal wieder ein NS-Zeit-Film, jetz über Euthanasie.

in Themen vom Tage 29.09.2016 08:24
von SET800 | 3.104 Beiträge

Zitat von BautznerSenf im Beitrag #6
Hallo!

Bei Spiegel-Online gab es heute eine schoene, sehr passende Aussage dazu:
1."Die fremdenfeindliche Gewalt in Deutschland nimmt sprunghaft zu.
2. Jeder Zehnte wünscht sich einen Führer, der das Land mit starker Hand regiert.
3. Elf Prozent glauben, dass Juden zu viel Einfluss haben.
4. Zwölf Prozent sind der Ansicht, Deutsche seien anderen Völkern von Natur aus überlegen.
5. Ein Drittel hält Deutschland für gefährlich überfremdet. Knapp neun Prozent sind der Ansicht, dass es wertvolles und unwertes Leben gebe,
6. und mehr als acht Prozent glauben, dass der Nationalsozialismus auch seine guten Seiten hatte.
Einstellungen wie diese sind brandgefährlich, wie die jüngsten Attacken in Bautzen oder Dresden wieder gezeigt haben."

Gruss B. S.



Ich denke nur Punkt 3 beruht auf übernommenden alten Vorurteilen die durch Aufklärung aller Art obsolet gemacht werden müssen..

1: Da gilt "schlage den Sack und meine den Esel", daher an der Stelle kann man die politische Führung provozieren und kundtun daß Einwanderung unerwünscht ist. Siehe auch Punkt 5. Bautzen und Dresden waren mehr oder weniger Feurwerkskörper die wohl wie beabsichtigt einen großen Medienknall verursachten. Das gilt auch dann wenn man diese Art der politischen Argumentation ablehnt, es wirkt aber.

4. Nur zwölf Prozent, frage mal die Bürger der USA! Und das Rangfolgen gibt kann im Raum Berlin jeder Lehrer bestätigen, Schulerfolg von Asiatenkindern vs. Arab-Islam-Bengeln.

6. Wieviel Gesetze und Strukturen aus de zeit von 1933 bis 1945 wurden beibehalten, Richtiges wird nicht falsch weil die Falschen Richtiges tun...



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#8

RE: Mal wieder ein NS-Zeit-Film, jetz über Euthanasie.

in Themen vom Tage 29.09.2016 09:45
von HG19801 | 1.613 Beiträge

Der Nationalsozialismus samt Tod & Folter, Völkermord, Holocaust, KZ, Weltkrieg, Ethanasie und vielem mehr ist das abscheulichste Kapitel deutscher Geschichte. Daran gibt es keinen Zweifel und dass dies alles nicht vergessen werden darf, steht ebenfalls außer Frage. Kein Verbrechen, kein Unrecht und kein Leid in der Zeit von 1933 bis 1945 sollen herabgewürdigt oder in den Dreck gezogen werden.
Aaaber: Das krankhaft zu nennende sich selbst fortwährend Asche aufs Haupt streuen nimmt in unserem Land schon grotesk zu nennende Züge an. Kaum ein Tag, an dem nicht belehrend NS-bezogene Themen über die hiesigen Bildschirme flimmern.
... und Adolfs Scheiße macht wohl Quote (oder soll sie zumindest machen), nicht umsonst sieht unsere Fernseh, -Schreib, Sprach -und sonstige Kulturlandschaft entsprechend aus.
Die Menschen sollen nicht vergessen, wollen sie sicher mehrheitlich auch gar nicht. Doch wenn ihnen der ewige Schuldkult stets und ständig mit dem Nürnberger Trichter eingebimst wird, dann ...
... ja dann läuft das Dingens über, weil die Leute den Rüssel einfach dicht haben von einer Kasteiung, die selbst denen aufgepfropft wird, welche schon längst die Nachgeborenen von Nachgeborenen sind.
Die Selbstzerfleischung der Deutschen ist leider schon längst zum politischen, kulturellen als auch alltäglichen Instrumentarium geworden, welches mittlerweile hysterisch zu nennen ist.
Ja, da dürfen die "Zehn kleinen Negerlein" keine Negerlein, der Negerkuss kein Negerkuss mehr sein und den Weihnachtsmarkt wollen gewisse sich politisch korrekt sowie wichtig glaubende Vordenker auch umbenennen. Derlei Beispiele gibt es noch und nöcher.
Doch wehe, wenn man dies kritisiert, mal frei von der Leber weg redet, dann ist man umgehend das Feindbild - der Rassist, der Faschist, der ewig Gestrige, der NAZI.


"Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit,
aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher." – Albert Einstein


LO-Fahrer und SET800 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#9

RE: Mal wieder ein NS-Zeit-Film, jetz über Euthanasie.

in Themen vom Tage 29.09.2016 09:47
von bürger der ddr | 3.638 Beiträge

Zitat von BautznerSenf im Beitrag #6
Hallo!

Einstellungen wie diese sind brandgefährlich, wie die jüngsten Attacken in Bautzen oder Dresden wieder gezeigt haben."

B. S.



Wie einfach, die Täter stehen schon vor einem Ermittlungsergebnis (im Fall DD) für Dich fest und in Bautzen wer ist mit diversen "Werkzeugen" auf andere Bürger losgegangen?
Aber so einfach ist die Welt Dank unserer Medien und deren Gehrinwäsche.



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#10

RE: Mal wieder ein NS-Zeit-Film, jetz über Euthanasie.

in Themen vom Tage 29.09.2016 10:16
von Thüringer1970 | 219 Beiträge

Das ist das, Die Opfer haben Namen was ich nicht mehr lesen kann. Und immer nur die jüdischen Opfer darstellen. Anscheinend gab es im und nach dem II.WK keine anderen Opfer mehr.
Wer arbeitet die Geschichte nach 1945 auf. Was ist mit den nicht mal aufgearbeiteten Massenerschießungen von Tiot in Slowenien? Wo ganze Familien (Kroaten, Slowenen, Deutsche, Italiener, Kriegsgefange) in Stollen (Barbara Stollen) getrieben wurden und die dann einfach gesprengt wurden. Wo sich heute noch Massengräber befinden die nicht mal einen Gedenkstein erhalten. Wo Engländer, sind ja berühmt immer für ihr Fair Play, Kriegsgefangene auslieferten, wo sie wußten, was ihnen genau bevor stand.
Und von Stalin seine "Ruhmestaten" ganz zu schweigen. Die bis heute nicht aufgearbeitet wurden. Wie sagt man so schön, der Sieger schreibt die Geschichte.

Massaker von Bleiburg


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#11

RE: Mal wieder ein NS-Zeit-Film, jetz über Euthanasie.

in Themen vom Tage 29.09.2016 10:33
von damals wars | 12.204 Beiträge

Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#12

RE: Mal wieder ein NS-Zeit-Film, jetz über Euthanasie.

in Themen vom Tage 29.09.2016 10:40
von damals wars | 12.204 Beiträge

Zitat von Thüringer1970 im Beitrag #10
Das ist das, Die Opfer haben Namen was ich nicht mehr lesen kann. Und immer nur die jüdischen Opfer darstellen. Anscheinend gab es im und nach dem II.WK keine anderen Opfer mehr.
Wer arbeitet die Geschichte nach 1945 auf. Was ist mit den nicht mal aufgearbeiteten Massenerschießungen von Tiot in Slowenien? Wo ganze Familien (Kroaten, Slowenen, Deutsche, Italiener, Kriegsgefange) in Stollen (Barbara Stollen) getrieben wurden und die dann einfach gesprengt wurden. Wo sich heute noch Massengräber befinden die nicht mal einen Gedenkstein erhalten. Wo Engländer, sind ja berühmt immer für ihr Fair Play, Kriegsgefangene auslieferten, wo sie wußten, was ihnen genau bevor stand.
Und von Stalin seine "Ruhmestaten" ganz zu schweigen. Die bis heute nicht aufgearbeitet wurden. Wie sagt man so schön, der Sieger schreibt die Geschichte.

Massaker von Bleiburg


Ausgeliefert wurden, vereinbarungsgemäß, SS Verbände, die sich an diversen Verbrechen beteiligten, darin kann ich nichts schlimmes sehen.
Das die angesichts ihrer Verbrechen Angst hatten, vor einer Bestrafung, ist verständlich!
Warum sollte das die Engländer bekümmern, wurden sie doch an der Invasionsfront von solchen Truppen bekämpft?


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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