#1

Die Notdurft im Grenzdienst ...

in Grenztruppen der DDR 14.09.2016 23:16
von vs1400 | 2.376 Beiträge

...ach gottchen was fürn thema, sagen die einen.
doch wen es betraf, für den war es durchaus ein thema. war man posten oder postenführer und der letztere hatte wohl eher immer das problem der persönlichen entscheidung.

ich hielt es zu meiner zeit so, dass ich oder mein posten ihr geschäft im busch erledigen durfte und sollte.
mit sollte waren eben auch reine b-turm schichten gemeint, obwohl es auf den bt's ja auch ne "toilette" (ne art plumpsklo eben) gab,
und mir mein damaliger einweisenden gefreiter postenführer sehr deutlich klar machte, dass diese reste ja dort auch wieder raus müssten.
ja, dass blieb mir verständlich in erinnerung und sobald jemand wollte, dann ging es gemeinsam runter und dass nur in der ersten zeit mit abmeldung beim kgsi.
egal ...

meine option beim geschäft war,
du bleibst in hörweite und antwortest auf meine fragen, dass war meine sicherheit.

gruß vs


04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


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#2

RE: Die Notdurft im Grenzdienst ...

in Grenztruppen der DDR 14.09.2016 23:48
von LO-Wahnsinn | 3.485 Beiträge

Das Problem hatten wir als Futtertruppe zum Glück nicht, denn wir waren ja je nur kurzzeitig im Abschnitt und eine Kompanie lag dann immer auf dem Weg.
Fürs kleine Geschäft gab es ja das riesige Bioklo


Ein Volk, das sich einem fremden Geist fügt,
verliert schließlich alle guten Eigenschaften und damit sich selbst.
Ernst Moritz Arndt (1769 - 1860)
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#3

RE: Die Notdurft im Grenzdienst ...

in Grenztruppen der DDR 15.09.2016 00:28
von Hanum83 | 4.675 Beiträge

Zitat von vs1400 im Beitrag #1
...ach gottchen was fürn thema, sagen die einen.
doch wen es betraf, für den war es durchaus ein thema. war man posten oder postenführer und der letztere hatte wohl eher immer das problem der persönlichen entscheidung.

ich hielt es zu meiner zeit so, dass ich oder mein posten ihr geschäft im busch erledigen durfte und sollte.
mit sollte waren eben auch reine b-turm schichten gemeint, obwohl es auf den bt's ja auch ne "toilette" (ne art plumpsklo eben) gab,
und mir mein damaliger einweisenden gefreiter postenführer sehr deutlich klar machte, dass diese reste ja dort auch wieder raus müssten.
ja, dass blieb mir verständlich in erinnerung und sobald jemand wollte, dann ging es gemeinsam runter und dass nur in der ersten zeit mit abmeldung beim kgsi.
egal ...

meine option beim geschäft war,
du bleibst in hörweite und antwortest auf meine fragen, dass war meine sicherheit.

gruß vs






Wo war denn bei den runden Türmen das Plumsklo
Nachts fürs kleine Geschäft, Luke auf, ans Geländer gestellt und dem Strahl nachgeguckt, natürlich freundwärts.
Fürs große, Druck-Meldung, gemeinsam absitzen, Wald.
Du oder der Kollege durfte natürlich unbewacht, hätt da auch nicht daneben stehen wollen.
In der Regel haben wir es aber gehalten wie im Soz. üblich, also ausgeschissen zur Arbeit gehen


Ein Jahr lang 10 Kilometer der innerdeutschen Grenze 1983/84 mitbewacht.
(Zusatz-Info auf Wunsch eines einzelnen Users: War dabei auch Postenführer.)
suentaler und vs1400 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 15.09.2016 00:51 | nach oben springen

#4

RE: Die Notdurft im Grenzdienst ...

in Grenztruppen der DDR 15.09.2016 02:32
von Kalubke | 2.293 Beiträge

Das nachstehende Bierliedchen kommt doch bestimmt von den Grenzern oder?

"Scheint die Sonne so warm, nehm ich's Papier untern Arm,
Scheint die Sonne so heiß, geh ich in'n Wald rein und
Scheint die Sonne so warm ..."


Wie haben das eigentlich die Kollegen v. BGS, BGP und GZD gemacht? Gabs da evt. ein Trockenklo im Bulli?

Gruß Kalubke



zuletzt bearbeitet 15.09.2016 03:40 | nach oben springen

#5

RE: Die Notdurft im Grenzdienst ...

in Grenztruppen der DDR 15.09.2016 07:41
von Hanum83 | 4.675 Beiträge

Sonderfall, Kackimäsig, war wohl A-Gruppe, wir waren als Abschnitts-A-Gruppe nicht in der Führungsstelle sondern in einem Container in der Botanik, ohne Erleichterungsmöglichkeit für 24 Stunden und das nächste Buschwerk war dort ein ganzes Stück weg.
Wie ich mich erinnern kann, haben wir uns zu viert abgemeldet wenn ein Kollege ein großes Werk vollbringen musste, A-Gruppe durfte ja nicht auseinandergerissen werden wegen schneller Abriegellung, dann am Ort der Verrichtung ans GMN angestöpselt falls Auslösung war, wenn musste der Verrichter dann schnell machen, also Hose hoch und ab, Tragegestell durfte in dem Fall in der Hand mitgeführt werden


Ein Jahr lang 10 Kilometer der innerdeutschen Grenze 1983/84 mitbewacht.
(Zusatz-Info auf Wunsch eines einzelnen Users: War dabei auch Postenführer.)
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zuletzt bearbeitet 15.09.2016 07:45 | nach oben springen

#6

RE: Die Notdurft im Grenzdienst ...

in Grenztruppen der DDR 15.09.2016 07:48
von Harsberg | 3.247 Beiträge

Ach wie hatten wir es noch gut:
- Keine A-Gruppe,
- Keine Füst
- Abmeldung über GMN?

Wenn einer das Bedürfnis hatte, wurde der nächste Busch, Hecke, Wäldchen usw. gesucht, Waffe blieb am Mann, danach ging die Schicht weiter.


Phantasie ist wichtiger denn Wissen, denn Wissen ist begrenzt!
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#7

RE: Die Notdurft im Grenzdienst ...

in Grenztruppen der DDR 15.09.2016 07:55
von Hanum83 | 4.675 Beiträge

Zitat von Harsberg im Beitrag #6
Ach wie hatten wir es noch gut:
- Keine A-Gruppe,
- Keine Füst
- Abmeldung über GMN?

Wenn einer das Bedürfnis hatte, wurde der nächste Busch, Hecke, Wäldchen usw. gesucht, Waffe blieb am Mann, danach ging die Schicht weiter.


Ja, war später alles auf den Punkt durchorganisiert, sogar das "Geschäftliche"


Ein Jahr lang 10 Kilometer der innerdeutschen Grenze 1983/84 mitbewacht.
(Zusatz-Info auf Wunsch eines einzelnen Users: War dabei auch Postenführer.)
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#8

RE: Die Notdurft im Grenzdienst ...

in Grenztruppen der DDR 15.09.2016 08:31
von Rainer-Maria Rohloff | 1.342 Beiträge

Das Thema hat eigentlich einen Bart, weil, wurde hier schon früher behandelt. War das nicht in Zusammenhang mit den runden(eckigen Erdbunkern? Diese, die immer so herlich nach Urinate dufteten.

Rainer-Maria der heute noch in der Nacht in die Landschaft........weil, also vor der Arbeit so Hanum klappt einfach nicht immer. Das sind dann nur Sekunden, um das mal köstlich auszubauen...so in der Not irgendwo gehalten, Türe aufgerissen, raus, Laufschritt mit zusammen gefalteten PObacken, im Laufen noch Papier aus der Arschtasche raus, dann Hose runter, hingehockt ...AHHHHHHHHHHHHHHHH.....UHHHHHHHHHHHHHhh

Und allen einen guten Tages...(fast hätte ich jetzt Schiss getextet)ins Forum



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#9

RE: Die Notdurft im Grenzdienst ...

in Grenztruppen der DDR 15.09.2016 08:38
von Blitz_Blank_Kalle | 316 Beiträge

War Durchfall ein Grund für "Dienstuntauglichkeit" ?
Ich meine , wenn einer akute permanente Scheißerei hat, kann er ja schlecht ordnungsgemäß die Staatsgrenze der DDR schützen oder hätte der Feind (aus welcher Richtung er auch käme) darauf Rücksicht genommen?.


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#10

RE: Die Notdurft im Grenzdienst ...

in Grenztruppen der DDR 15.09.2016 08:40
von sentry | 1.077 Beiträge

Ein paar Erinnerungen von der GÜSt Marienborn 87-88:

Wir hatten ja nun fast nur feste Postenpunkte, so dass einfach mal schnell in den Wald gehen nicht so einfach war.
Pinkeln war nicht das Problem. Ob vom Dach des Stellwerkes der Eisenbahn-GÜSt oder durch Schießscharten der Türme - da waren wir ganz schmerzfrei.
Vom BT-11 durch die Schießscharten pinkeln, die etwa auf Kniehöhe lagen, ging so:.
- Klappe der Schießscharte mit dem Fuß nach oben aufschieben (nicht mit Hand, weil vollgepinkelt)
- Seitengewehr an der Seite in die Öffnung stellen (die Haken zum Arretieren fehlten meist schon und das Seitengewehr passte ganz genau rein, so dass die "Guillotine" nicht wieder runterrasseln konnte)
- Regenrolle vor der Schießscharte auf den Boden werfen
- mit einem Knie darauf abknien (macht die Sache etwas bequemer) und loslegen.

Auf's Dach gegangen sind wir nicht, weil überall Kameras waren und man ständig von irgendwo beobachtet werden konnte.
Im Winter konnte das Dach des BT-11 ganz schön gefährlich werden, weil es leicht abschüssig war und ordentlich glatt sein konnte.
Vorne an der Grenzlinie hatten wir diesen großen Metallgitterturm (das "Schiff"). Der hatte auch Schießscharten am Balkon. Da musste man zusätzlich auf die Windrichtung achten, damit man die offenliegende Treppe nicht vollpinkelte. Guter Anhaltspunkt waren immer die Fahnen der Alliierten drüben an der GKSt Helmstedt (Checkpoint Alpha).

Für größere Geschäfte gab es im Autobahn-Abschnitt der SiK Marienborn tatsächlich eine Toilette, von uns "Schei*haus in Süd3" genannt. Das war ein kleines Gebäude was ich während meiner ganzen Dienstzeit nie wahrgenommen hatte, sozusagen nur vom Hörensagen kannte, obwohl ich -zigmal daran vorbeigelaufen bin. Das war ein gemauertes Plumpsklo im leicht bewaldeten südwestlichen Abschnitt der GÜSt. Das Ding steht übrigens heute noch.
Mir persönlich ist kein Fall bekannt, dass das Klo jemals benutzt wurde, das wäre "unehrenhaft" gewesen.
Wie wäre nun der Grenzer vorschriftsmäßig von seinem Postenpunkt (B-Turm) zu diesem Klo gekommen?
Die Kontrollstreife hätte ausrücken müssen. Der Posten der KS hätte zeitweilig den "Delinquenten" an seinem Postenpunkt ersetzt. Der Postenführer der KS hätte den Betreffenden zum Schei*haus in Süd3 gebracht, anschließend wieder zurück und alles auf Anfang.
Natürlich wollte man der KS, insbesondere dem Postenführer, diesen Sackgang ersparen. Die wollten ja auch ihre Ruhe haben und am liebsten die ganze Schicht auf der Führungsstelle rumlungern. Also hat man sich den Anruf gespart und irgendwelche anderen Wege gesucht, die ich hier aber nicht thematisieren möchte.
Das Verlassen der B-Türme war nicht ohne Weiteres möglich, weil in Marienborn die Türen beim unangekündigten Öffnen Grenzalarm ausgelöst hätten. Aber auch dafür hatten wir natürlich "kampferprobte" Mittel und Wege, die man allerdings nur im absoluten Notfall anwendete.

Auf der Eisenbahn-GÜSt wäre das ähnlich gelaufen, nur dass dort der Posten mit dem Problem durch den Gehilfen des DHO (GDHO/E) abgelöst worden wäre. Wo der Posten dann sein Geschäft hätte verrichten sollen und wie er allein da hingekommen wäre, weiß ich aber nicht mehr. Auch hier gilt: Ich habe das nie erlebt. Keiner wollte einem anderen Kameraden Umstände machen, nur weil er den Druck nicht mehr aushielt. Also wurde man kreativ.
Schwierig war der Postenpunkt B5, der den rückwärtigen Eingang zur Eisenbahn-GÜSt bewachte, denn hier saß ein Postenführer ganz allein. Üblicherweise versuchte man, sich so lange zurückzuhalten, bis der GDHO/E mal routinemäßig vorbeikam, z.B. um dem DHO Futter zu holen, bei seinem einmal pro Schicht fälligen Rundgang um die GÜSt oder bei der Alarmüberprüfung. Dann übernahm der GDHO/E kurz den Posten und man ging irgendwo in den Windschatten oder auf die Toilette der Kantine oder so.
Ich selbst hatte allerdings in einer Frühschicht ganz früh morgens mal erhebliche Magenprobleme, so dass Abwarten nicht mehr möglich war. Also habe ich mit dem Aufführenden auf der Beschauerbrücke, dem GUvD in der Kaserne und dem Posten A5 auf dem Anmarschweg zum Bahnhof telefonisch das operative Zusammenwirken abgestimmt. Im Wesentlichen ging es um die Art und Weise der Benachrichtigung bei Vorkommnissen oder Postenkontrollen (z.B. zweimal Sprechtaste auf dem Funkgerät drücken). Dann habe ich mir das UFT-Funkgerät und die Kanone gegriffen und bin in der benachbarten Sparkassenbaracke aufs Angestelltenklo gegangen...
Zum Glück war das noch so früh am Morgen, dass kein Angestellter oder gar Passkontrolleur um die Zeit die GÜSt betreten wollte. Ansonsten wäre diese "Gefährdung der Grenzsicherheit" wohl schnell aufgeflogen - mit der Folge anständiger Bestrafung. Aber ist ja zum Glück alles gutgegangen.
Heute fasst man sich an den Kopf, welches Risiko man aus banalen Beweggründen eingegangen ist. Aber damals ging es uns eben voll gegen die Grenzerehre, einem Kameraden Umstände zu machen, nur weil man selber ein Problem hatte. Es hätte ja auch jemand auf die Idee kommen können, mich auszulösen, weil ich Magenprobleme habe. Das hätte dann aber bedeutet, dass ein Kamerad, der eigentlich Freizeit oder gar "Nachtruhe" hatte, für mich einspringen müsste - und das ging überhaupt nicht.


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zuletzt bearbeitet 15.09.2016 08:43 | nach oben springen

#11

RE: Die Notdurft im Grenzdienst ...

in Grenztruppen der DDR 15.09.2016 08:40
von Rostocker | 7.717 Beiträge

Ich glaube,wenn ich erzählen würde,das zu meiner Zeit jemand wenn der seine Notdurft verrichten wollte- für eine Stunde unter Kontrolle der Stasi--vom Grenzdienst rausgenommen wurde. Ich glaube das würde man mir auch noch abnehmen hier.


Krepp hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#12

RE: Die Notdurft im Grenzdienst ...

in Grenztruppen der DDR 15.09.2016 17:43
von Krepp | 533 Beiträge

Zitat von Blitz_Blank_Kalle im Beitrag #9
War Durchfall ein Grund für "Dienstuntauglichkeit" ?
Ich meine , wenn einer akute permanente Scheißerei hat,

dann war der mindestens Krank/Dienstunfähig geschrieben,
wenn nicht gar in Quarantäne.

Edit: Bei uns wurde immer einzeln vom Turm abgesessen,
Der "Kacker" wurde dann von oben indirekt beobachtet ob er
in Richtung Feindwärts abdriftet.
War auch so nicht das Problem, da wir in 3 Abschnitten die
SM70 bzw. Minenfeld hatten.
Und im Abschnitt 9 (Lassahn - Schaalseebereich) waren an den kritischen punkten
sowieso nur 2 A-Bestätigte auf Wacht.



Gruß aus Leipzig
I/1979-II/1979 GAR05 GAK9
II/1979-II/1980 GR6 3.GB 10.GK Zarrentin
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zuletzt bearbeitet 15.09.2016 17:48 | nach oben springen

#13

RE: Die Notdurft im Grenzdienst ...

in Grenztruppen der DDR 15.09.2016 17:54
von Blitz_Blank_Kalle | 316 Beiträge

Zitat von Krepp im Beitrag #12

dann war der mindestens Krank/Dienstunfähig geschrieben,
wenn nicht gar in Quarantäne.





Ich weiß , meine Fantasie geht manchmal mit mir durch. Mal theoretisch, wenn der Chefkoch fluchtwillig gewesen wäre, hätte er die Kompanie vorübergehend lahm legen können? Im Augenmerk selbstverständlich, dass alle das Selbe essen, auch die die gerade draußen sind.

Sorry, ich weiß klingt blöde die Idee, aber nachdem was ich alles so gelesen habe, suche ich immer noch unterbewusst einen Fluchtplan, wie man das fast schon perfekte Grenzsystem hätte überwinden können.


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#14

RE: Die Notdurft im Grenzdienst ...

in Grenztruppen der DDR 15.09.2016 18:02
von Freienhagener | 3.856 Beiträge

Das Thema war doch nicht der Rede wert, nicht offiziell und nicht in der Mannschaft - die jeweils zu zweit einsam in der Natur weilte.

Ohnehin regelte sich das weitgehend ganz automatisch: Man war meistens in der Kompanie fertig damit.


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
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#15

RE: Die Notdurft im Grenzdienst ...

in Grenztruppen der DDR 15.09.2016 18:03
von mibau83 | 820 Beiträge

Zitat von Blitz_Blank_Kalle im Beitrag #13

Ich weiß , meine Fantasie geht manchmal mit mir durch. Mal theoretisch, wenn der Chefkoch fluchtwillig gewesen wäre, hätte er die Kompanie vorübergehend lahm legen können? Im Augenmerk selbstverständlich, dass alle das Selbe essen, auch die die gerade draußen sind.



dann wäre die gesamte kompanie eine zeit lang aus dem grenzdienst herausgelöst worden und eine andere kompanie hätte bzw. die anderen 3 kompanien des grenzbataillions, hätten den grenzabschnitt mit übernommen.


zuletzt bearbeitet 15.09.2016 18:04 | nach oben springen

#16

RE: Die Notdurft im Grenzdienst ...

in Grenztruppen der DDR 15.09.2016 18:08
von eisenringtheo | 9.160 Beiträge

Zitat von Blitz_Blank_Kalle im Beitrag #9
War Durchfall ein Grund für "Dienstuntauglichkeit" ?
Ich meine , wenn einer akute permanente Scheißerei hat, kann er ja schlecht ordnungsgemäß die Staatsgrenze der DDR schützen oder hätte der Feind (aus welcher Richtung er auch käme) darauf Rücksicht genommen?.

Seit wann gibt es eigentlich Loperamid (Imodium)? Das hilft eigentlich immer und sofort.
Ein neueres Urteil mit DDR Bezug (es geht um Loperamid und um die Streitsumme von 66,75 Euro)
Tatbestand
Der Kläger begehrt die Versorgung mit bzw. die Kostenerstattung für Arzneimittel mit dem Wirkstoff Loperamid.
Der 1944 geborene Kläger leidet, bedingt durch belastende Lebenserfahrungen in den Jahren 1968 bis 1972 im Rahmen eines Ausreiseverfahrens aus der damaligen DDR, an einer teilweise zu Stuhlinkontinenz führenden psychogenen, chronischen, schweren Diarrhö(....)

https://openjur.de/u/328449.html
Theo


zuletzt bearbeitet 15.09.2016 18:09 | nach oben springen

#17

RE: Die Notdurft im Grenzdienst ...

in Grenztruppen der DDR 15.09.2016 18:09
von Blitz_Blank_Kalle | 316 Beiträge

Zitat von mibau83 im Beitrag #15


dann wäre die gesamte kompanie eine zeit lang aus dem grenzdienst herausgelöst worden und eine andere kompanie hätte bzw. die anderen 3 kompanien des grenzbataillions, hätten den grenzabschnitt mit übernommen.



Na gut. Ich merke schon. Keine Chance in den Westen abzuhauen. . Muss man halt bis 89 warten, dann interessiert es keinen mehr.

Na vielleicht die Hinterbliebenen der "Maueropfer" hat`s noch ein wenig interessiert. (Ist jetzt allgemein auf das System bezogen).^^


zuletzt bearbeitet 15.09.2016 18:14 | nach oben springen

#18

RE: Die Notdurft im Grenzdienst ...

in Grenztruppen der DDR 15.09.2016 18:18
von Freienhagener | 3.856 Beiträge

Seid mal realistisch. Eine Scheißerei wurde nicht offiziell gemeldet. Die hat man durchgestanden wie alle anderen Widernisse.
Mit solch einem "Problem" beim Spieß anzutanzen war sicherlich gewagt, da der sicherlich annahm, man wollte sich mit Bagatellen vom Dienst drücken.
Auch wollte man ja nicht ohne Not andere mit zusätzlichen Diensten belasten.


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
zuletzt bearbeitet 15.09.2016 18:19 | nach oben springen

#19

RE: Die Notdurft im Grenzdienst ...

in Grenztruppen der DDR 15.09.2016 18:47
von Rainer-Maria Rohloff | 1.342 Beiträge

Ein Volker Zottmann schrieb einmal über seine Zeit als Bausoldat(nicht Spatensoldat) in Neiden bei Torgau, das da Toilettenpapier so ne Art echte Mangelware war. Hatte somit Grenzer immer ne Resterrolle von dem rauhen grauem Zeugs dabei oder habt ihr so wie Zottmann das Neue Deutschland in handliche Stücke gerissen?

Rainer-Maria



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#20

RE: Die Notdurft im Grenzdienst ...

in Grenztruppen der DDR 15.09.2016 18:51
von Heckenhaus | 5.112 Beiträge

Junge Junge, das sind aber Scheißsorgen hier,


.


.
.
„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
.
Freienhagener, Rainer-Maria Rohloff und Ährenkranz haben sich für diesen Beitrag bedankt
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