#21

RE: 50 € Steuern für 1 Mio Gewinn

in Presse Artikel Grenze 31.08.2016 18:52
von SET800 | 3.104 Beiträge

Zitat von BautznerSenf im Beitrag #19

Aber im Grunde geht einem Unternehmen die Umsatzsteuer faktisch "quer am Ar... vorbei", da er sie nur mit der Vorsteuer verrechnet.
Und da er sich (i. d. R.) nur ein kleines Einkommen (mit Einkommensteuerpflicht) gewaehrt, jedoch Sachleistungen bezieht (und den Dienstwagen dann nicht versteuert, wenn er es clever einfaedelt...), bleibt ein erklecklicher Unternehmensgewinn, den man ggf. verschieben kann:




Hallo, nicht Mehrwertsteuer meine ich sondern echte Umsatzssteuer, gab es bis etwas 1965 in der BRD, 4% im Einzelhandel und Gastronomie, 1% in allen anderen Handel- und Produktionsstufen. Diese konnte NICHT als Vorsteuer abgezogen werden.

Für alle Firmen galt vertikale Integration spart Steuern..., also keine ausgelagerten Wachdienste, Putzleute, Leiharbeiter, Gartenfirmen, Hausmeisterdienste usw.



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#22

RE: 50 € Steuern für 1 Mio Gewinn

in Presse Artikel Grenze 01.09.2016 08:15
von Hanum83 | 4.730 Beiträge

Vertippt


"Deitsch on frei wolln mer sei, on do bleibn mer aah derbei"
(Anton Günther)
zuletzt bearbeitet 01.09.2016 08:21 | nach oben springen

#23

RE: 50 € Steuern für 1 Mio Gewinn

in Presse Artikel Grenze 01.09.2016 08:45
von eisenringtheo | 9.170 Beiträge

Zitat von SET800 im Beitrag #21
Zitat von BautznerSenf im Beitrag #19

Aber im Grunde geht einem Unternehmen die Umsatzsteuer faktisch "quer am Ar... vorbei", da er sie nur mit der Vorsteuer verrechnet.
Und da er sich (i. d. R.) nur ein kleines Einkommen (mit Einkommensteuerpflicht) gewaehrt, jedoch Sachleistungen bezieht (und den Dienstwagen dann nicht versteuert, wenn er es clever einfaedelt...), bleibt ein erklecklicher Unternehmensgewinn, den man ggf. verschieben kann:




Hallo, nicht Mehrwertsteuer meine ich sondern echte Umsatzssteuer, gab es bis etwas 1965 in der BRD, 4% im Einzelhandel und Gastronomie, 1% in allen anderen Handel- und Produktionsstufen. Diese konnte NICHT als Vorsteuer abgezogen werden.

Für alle Firmen galt vertikale Integration spart Steuern..., also keine ausgelagerten Wachdienste, Putzleute, Leiharbeiter, Gartenfirmen, Hausmeisterdienste usw.



Einphasen- und Mehrphasensteuer. Bei der Einphasensteuer ist es so, dass jeder Verkaufs-/Dienstleistungsvorgang ohne Vorsteuerabzug direkt besteuert wird, während die heutige Mehrwertsteuer mehrere Phasen durchläuft (Steuer und Vorsteuerabzug). Diese ist gerechter und Steuerhinterziehung ist schwerer möglich, man fliegt auf, wenn einer der Abnehmer den Vorsteuerabzug macht.
Aber es fördert natürlich tatsächlich die Auslagerung ganzer Betriebsteile an darauf spezialisierte Unternehmen, teilweise auch ins Ausland (Produktion in China, Buchhaltung in Polen, telefonischer Kundendienst in Spanien)
Theo


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#24

RE: 50 € Steuern für 1 Mio Gewinn

in Presse Artikel Grenze 02.09.2016 00:33
von Wahlhausener | 270 Beiträge

Zitat von BautznerSenf im Beitrag #10
Hallo!

Niemand zahlt gern mehr Steuern, als er muss.
Und wann immer es Moeglichkeiten zur Steuer-Optimierung gibt, dann nutzt man die - auch Du gibst alles in Deiner Steuer-Erklaerung an, was Dir nutzt.
Und so, wie das U. S.-Konzerne tun, machen das deutsche Firmen ebenso - Daimler hat zeitweise gar nicht in Deutschland versteuert, weil man in Tuscaloosa beim Bau einer neuen Fabrik ein paar Jahre Steuerfreiheit hatte. Da sah es in Sindelfingen ganz mau aus...

Das Problem ist die Gesetzgebung, die so etwas zulaesst!

Nur ist das hier doch nicht anders - da wird in Sachsen ein Milchwerk der Molkerei M. angesiedelt und mit -zig Millionen Euro gefoerdert, wobei gleichzeitig in Niedersachsen ein Werk geschlossen und die gleiche Zahl an Arbeitsplaetzen abgebaut wird.
Da verkaufen deutsche Kommunen ihre Strassenbahn oder ihr Wassernetz an Investoren, um es wieder zurueckzumieten ("Sell and lease back") und dabei Steuervorteile auszunutzen... Als sich die U. S.-Gesetzgebung verschaerfte, war ploetzlich nichts mehr mit sparen - und man hat fuer teures Geld alles zurueckgekauft... Immer Mist, wenn Politiker ohne Ahnung mit viel Geld hantieren (vor allem dann, wenn's nicht ihr eigenes Geld ist).

Solange sich Staedte und Gemeinden, Bundeslaender oder EU-Partner gegenseitig Konkurrenz machen, indem sie (Gewerbe-)Steuerzahler abwerbenm, solange duerfen wir uns nicht beschweren, dass uns andere Staaten Unternehmen steuerlich abwerben.

Gruss vom

B. S.



Meine Gedanken gingen in dieselbe Richtung. Wenn ich mich aber auch noch von Lobbyisten beim Verfassen eines Gesetzes beraten lasse, sie sich auch aktiv daran beteiligen, brauche ich mich doch nicht über Steuerschlupflöcher wundern. Und wenn das dann Firmen nutzen, ist das noch nicht mal strafbar. Strafbar ist da eigentlich nur das(vorsätzliche?) Einbringen eines fehlerhaften Gesetzes.
rot- Warum regen wir uns eigentlich so über Steuerschluplöcher auf? Warum hört man bei Steuerverschwendung nie etwas von strafrechtlicher Verfolgung? Aber da kommen wieder Staatsanwälte ins Spiel. Wem sind sie weisungsgebunden?
Das was mit Irland im Großen funktioniert, geht in Deutschland auch im Kleinen. In Karlsruhe gibts die Aktion Erstwohnsitz. Da werden Studenten mit kleinen Geschenken geködert ihren Erstwohnsitz hier anzumelden. Dann gibts mehr Steuern für die Stadt Karlsruhe.
Und wenn ich irgendwo etwas lese über Steuerhinterziehung/ vermeidung fällt mir immer gleich unser Finanzminister Schwarzgeldschäuble ein.


Signatur gelöscht...


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#25

RE: 50 € Steuern für 1 Mio Gewinn

in Presse Artikel Grenze 02.09.2016 09:09
von eisenringtheo | 9.170 Beiträge

Zitat von Wahlhausener im Beitrag #24
(...)
Und wenn ich irgendwo etwas lese über Steuerhinterziehung/ vermeidung fällt mir immer gleich unser Finanzminister Schwarzgeldschäuble ein.


Hat jemand verstanden, wie man die Einmalzahlung (zur Abgeltung bisheriger Steuerhinterziehung) berechnet??


wobei:

falls:

Quelle Wikipedia
Theo


zuletzt bearbeitet 02.09.2016 09:10 | nach oben springen

#26

RE: 50 € Steuern für 1 Mio Gewinn

in Presse Artikel Grenze 02.09.2016 09:33
von SET800 | 3.104 Beiträge

Nicht im Detail, aber es ist eine einfache Nährungsformel ( Polynom ) die zwischen kurz- mittel- und lamgfristigen Zinssatz einen Ausgleich schafft und eine logarhitmische Potenzrechnung vermeidet.

Da die Zinssätze nicht vorhersehbar sind wird diese Formel verwendet, auch dann wenn im detail evtl. "ungerecht", wem das nicht passt muß eben Steuern korrekt und pünktlich zahlen....



eisenringtheo hat sich für diesen Beitrag bedankt
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