#141

RE: Die "alte Bundesrepublik Deutschland"- doch nur ein Potemkinsches Dorf ?

in Das Ende der DDR 23.05.2016 22:42
von bürger der ddr | 3.594 Beiträge

Zitat von Hanum83 im Beitrag #140
Zitat von bürger der ddr im Beitrag #138
Zitat von Hanum83 im Beitrag #126
mal ein beispiel, hier wird immer im brustton der überzeugung behauptet das der westen 89 pleite war und sich nur durch die übernahme des wirtschaftlichen rohdiamanten ddr gerettet hat.
naja, wie so ein pleitelände die mächtigen transfers wie z.b. in die modernisierung der maroden infrastruktur geschafft hat ist aber dann mehr als interessant.
sind alles solche sachen wo wohl eher vermutung als wissen zum zug kommt.



Wenn Du etwas mehr Kenntnisse über wirtschaftliche Zusammenhänge hättest (ich meine nicht Kneipe), dann wüßtest Du das auch ein neuer Markt über eine anstehende wirtschaftliche Talfahrt helfen kann.


na aber nu, hab sogar ein wirtschaftsstudium erfolgreich absolviert und das nicht in der kneipe


Dann meinen Glückwunsch!



Hanum83 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#142

RE: Die "alte Bundesrepublik Deutschland"- doch nur ein Potemkinsches Dorf ?

in Das Ende der DDR 23.05.2016 22:53
von Ari@D187 | 1.989 Beiträge

Zitat von LO-Wahnsinn im Beitrag #119
[...]Fakt scheint auch zu sein, dass sich die alte BRD im Jahre 1989 in einer Rezession befand, [...]

Gibt es für diesen scheinbaren Fakt Quellen?

Ari


Scheint es auch Wahnsinn, so hat es doch Methode...
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#143

RE: Die "alte Bundesrepublik Deutschland"- doch nur ein Potemkinsches Dorf ?

in Das Ende der DDR 23.05.2016 23:40
von linamax | 2.018 Beiträge

Zitat von Ari@D187 im Beitrag #142
Zitat von LO-Wahnsinn im Beitrag #119
[...]Fakt scheint auch zu sein, dass sich die alte BRD im Jahre 1989 in einer Rezession befand, [...]

Gibt es für diesen scheinbaren Fakt Quellen?

Ari


Da sage ich dir nur einfach den User aus Halle fragen .


Freienhagener hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#144

RE: Die "alte Bundesrepublik Deutschland"- doch nur ein Potemkinsches Dorf ?

in Das Ende der DDR 23.05.2016 23:42
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von LO-Wahnsinn im Beitrag #119
Nur Werbung?
Nun wer sich nur dafür interessierte, der hat natürlich recht wenig mitbekommen.
Das Fernsehn bietet natürlich auch immer die Möglichkeit zwischen den Zeilen zu lesen, Radio hören war auch angesagt.
Und ob es gefällt oder nicht, man konnte aus dem Schwarzen Kanal sehr viel herausfiltern, wenn man hart genug war sich das wöchentlich anzutun und wenn man in der Lage war, die Hasstiraden der Probaganda mental abzuschneiden.
Der Schnitzler hat nämlich immer wieder aus dem Leben der Arbeiterklasse erzählt, nicht wie in Filmen oder Werbung wo alles heile Welt ist.
Auch Debatten aus dem Bundestag waren hin und wieder zu sehen, aus diesen man viel lernen kann wie Freienhagener schon sagte.

Fakt scheint auch zu sein, dass sich die alte BRD im Jahre 1989 in einer Rezession befand, durch die Vereinigung wurde sie um 10-15 Jahre verschoben, dann kam das nächste Loch, zum Glück wurde dann die EU erweitert.

Fakt ist auch, so meine Erfahrung in all den Jahren die ich ja nun extrem viel mit Altbundesbürgern zutun hatte und weiterhin habe, oft mehr Schein als Sein, schöne Fassade und innen recht einfarbig, vorallem in der Mittelschicht die ja damals sehr stark war.
Die Leute selber werden das weder merken noch so empfinden, aber so wirkten viele auf mich der ich anders sozialisiert bin.


Tja, LO da hast du ja nun eine Reihe Stereotypen, Vorurteile und Falschinformationen aufgelistet. Ich sage dir auf den Kopf zu, dass du von den paar Bundestagsdebatten und dem Nachspann auf die Persilreklame kein reales Bild der Bundesrepublik erhalten hast. Von Krise habe ich im Jahre 1989 nichts verspürt, das Leben lief ganz normal, ebenso die Arbeitswelt. Wir bekamen aber umso mehr von dem Aufruhr in der Zone mit. ich weiss noch ich war im Oktober 89 in Kalifornien. In den USA bekommst du normalerweise nichts von Europa und Deutschland mit.
Ich gehe an einem TV laden vorbei und seh zufällig Züge der Reichsbahn voll mit Flüchtlingen die in Richtung Westen fuhren im amerikanischen TV. Ich dachte mich tritt ein Pferd, da muss was ungeheures im Gange sein. Paar Tage später war ich zurück in D und da sah die Montagsdemo in Leipzig. Da war mir klar das ist das Ende der DDR.Wir wussten also sehr genau, wenn man es wissen wollte, wie es um die DDR bestellt war.
Nun noch etwas zur Informationsbeschaffung. Viele deiner "DDR Freunde" haben mir über die letzten 6 Jahre ( ja heute ist mein 6.Geburtstag in diesem Forum) jeweils das Recht abgesprochen über die Zeit nach meiner Flucht aus der DDR ausreichend informiert gewesen zu sein, weil ich ja nicht mehr dort lebte.
Ich hatte im Westen ausreichend Möglichkeiten mich über meine alte Heimat zu informieren, mehr als es DDR Bürger umgekehrt hatten. Es interessierte mich auch und so tat ich es.Darüber hinaus war ich ab 1972 regelmäßig mehrmals im Jahr in Thüringen bei meinen Verwandten und Freunden. Ich hatte viele Gespräche mit ihnen und konnte mir ein recht gutes aktuelles Bild machen und natürlich auch optisch den Niedergang dieses Staates verfolgen, trotzdem wurde ich immer wieder hier angegriffen ich könnte überhaupt nicht mitreden. So weit so gut
Im umgekehrten Fall, der nicht den Bruchteil der Informationsmöglichkeiten, wie ich sie hatte, bot, soll aber ein zuverlässiger Informationsstand hier über die Bundesrepublik vor 1989 bei dir und bei anderen bestehen?Den bestreite ich dir einfach, denn du hast ja noch nicht mal deinen Fuss auf westdeutschen Boden gesetzt, geschweige denn vom alltäglichen Leben eines Bürgers hier etwas mitbekommen. Gar nichts wusstet ihr. Hanum hat es sehr bildhaft formuliert, es ist so als wenn Blinde über Farben diskutieren. Mehr ist dazu nicht zu sagen. Ihr konntet nichts dafür, die SED hat euch vom Konkurrenzmodell sehr gut abgeschirmt in einer sehr rigiden Form mit Hilfe ihrer Prätorianer. 18 Monate war ich ja auch ( zwangsweise ) dabei für Abschottung zu sorgen. Aber die freien Gedanken und Ideen lassen sich nicht hinter den Mauern von HSH verstecken, das hat schon der alte Fritz mit seinen Gegnern erfahren dürfen.


.
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#145

RE: Die "alte Bundesrepublik Deutschland"- doch nur ein Potemkinsches Dorf ?

in Das Ende der DDR 23.05.2016 23:44
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Ari@D187 im Beitrag #142
Zitat von LO-Wahnsinn im Beitrag #119
[...]Fakt scheint auch zu sein, dass sich die alte BRD im Jahre 1989 in einer Rezession befand, [...]

Gibt es für diesen scheinbaren Fakt Quellen?

Ari




Blödsinn, von Rezession war 1989 nichts zu spüren
Zitat aus dem Handelsblatt :
Nachtrag :
Die Bundesrepublik Deutschland hat bislang vier ausgeprägte Rezessionsphasen erlebt: Nach den Wirtschaftswunderjahren ging erstmals 1967 die Wirtschaftsleistung im Vergleich zum Vorjahr zurück. 1975 und 1982 - nach den damaligen Ölkrisen - schrumpfte die Wirtschaft abermals. Das bislang letzte Rezessionsjahr gab es nach dem Ende des Einheitsbooms 1993. Manche Ökonomen sprechen allerdings auch schon von einer Rezession, wenn das Bruttoinlandsprodukt in zwei Quartalen niedriger ausfällt als im jeweiligen Vorquartal. Eine solche Schwächephase erlebte die deutsche Wirtschaft zuletzt in der zweiten Jahreshälfte 2001 - und nun wieder zum Jahreswechsel 2002/03.


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zuletzt bearbeitet 23.05.2016 23:46 | nach oben springen

#146

RE: Die "alte Bundesrepublik Deutschland"- doch nur ein Potemkinsches Dorf ?

in Das Ende der DDR 23.05.2016 23:47
von Fritze | 3.474 Beiträge

Zitat von Ari@D187 im Beitrag #142
Zitat von LO-Wahnsinn im Beitrag #119
[...]Fakt scheint auch zu sein, dass sich die alte BRD im Jahre 1989 in einer Rezession befand, [...]

Gibt es für diesen scheinbaren Fakt Quellen?

Ari



Bitte schön !


"Das kann doch überhaupt nur jemand nicht wissen ,der entweder vollkommen ahnungslos ist ,oder ,oder jemand der also bösartig ist !"

"If you get up and walk away, leave the past behind, go ahead and take a ride ,no telling what you find ! "
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#147

RE: Die "alte Bundesrepublik Deutschland"- doch nur ein Potemkinsches Dorf ?

in Das Ende der DDR 23.05.2016 23:52
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von DoreHolm im Beitrag #136
Hanum: naja, diejenigen die kolportieren das der westen sich an der ddr gesund gestoßen hat, behaupten aber auch inbrünstig das die 16 millionen, wie schreibst du, finanziell potenden konsumenten, ab 90 in der übergroßen mehrheit der arbeitslosigkeit und verelendung anheim fielen, ist eigentlich ein recht dürrer absatzmarkt.

Klar brach für Viele die Arbeit weg. Aber eben meist nicht sofort mit Stichtag der Währungsunion und außerdem war viel Erspartes auf den Konten und der Drang nach langersehnten Gütern, die man bislang nur aus der Werbung kannte, war übermächtig und ließ so Manchem zum Portemonaie greifen, trotz prekärem Arbeitsplatz. Außerdem waren Schulden plötzlich etwas ganz Normales und die Bank drohte nicht gleich mit Kontensperre, wenn mal um ein paar DM überzogen wurde.

nicht zu vergessen die umfangreichen Geldgeschenke in Form von mehr als vorteilhaften Umtauschraten der Aluchips. Kohl hat Wort gehalten mit der langjährigen Floskel "Brüdern und Schwestern" denn nur solchen lässt man solche Geschenke zukommen. Ganz Findige haben das dann auch noch potenziert, indem sie andere für sich tauschen ließen, man könnte es auch Betrug nennen.


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#148

RE: Die "alte Bundesrepublik Deutschland"- doch nur ein Potemkinsches Dorf ?

in Das Ende der DDR 24.05.2016 08:26
von eisenringtheo | 9.164 Beiträge

Die Arbeitslosigkeit in Westdeutschland war nach der Ölkrise bis 1989 ziemlich hoch.
http://www.sozialpolitik-aktuell.de/tl_f...ien/abbIV33.pdf
Entlassungen und hohe Arbeitslosigkeit ist immer ein Indiz, dass es den Betrieben nicht so gut läuft und sie nicht soviel produzieren können, wie sie gerne wollen. Da die Wirtschaft dank ihren Lobbyisten prominent in der Politik mitmischt, denke ich schon, dass die Konzerne stark aufs Gaspedal bei der deutschen Einheit gedrückt haben: Denn 17 Millionen neue Konsumenten waren sicher gut für die Umsätze.
Aus diesem Blickwinkel ist es auch verständlich, dass einige SPD Vertreter eher bremsen wollten. Sie befürchteten eine hohe Arbeitslosigkeit im Osten.
Theo


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#149

RE: Die "alte Bundesrepublik Deutschland"- doch nur ein Potemkinsches Dorf ?

in Das Ende der DDR 24.05.2016 10:49
von Lutze | 8.033 Beiträge

Zitat von eisenringtheo im Beitrag #148
Die Arbeitslosigkeit in Westdeutschland war nach der Ölkrise bis 1989 ziemlich hoch.
http://www.sozialpolitik-aktuell.de/tl_f...ien/abbIV33.pdf
Entlassungen und hohe Arbeitslosigkeit ist immer ein Indiz, dass es den Betrieben nicht so gut läuft und sie nicht soviel produzieren können, wie sie gerne wollen. Da die Wirtschaft dank ihren Lobbyisten prominent in der Politik mitmischt, denke ich schon, dass die Konzerne stark aufs Gaspedal bei der deutschen Einheit gedrückt haben: Denn 17 Millionen neue Konsumenten waren sicher gut für die Umsätze.
Aus diesem Blickwinkel ist es auch verständlich, dass einige SPD Vertreter eher bremsen wollten. Sie befürchteten eine hohe Arbeitslosigkeit im Osten.
Theo


Das kann man auch aus einem anderen Blickwinkel sehen,
ziemlich oft wurde in dieser Zeit der Spruch auf Plakaten gezeigt-
"kommt die DM-Mark nicht zu uns,gehen wir zu ihr"
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
Gert hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#150

RE: Die "alte Bundesrepublik Deutschland"- doch nur ein Potemkinsches Dorf ?

in Das Ende der DDR 24.05.2016 10:59
von Heckenhaus | 5.127 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #149


Das kann man auch aus einem anderen Blickwinkel sehen,
ziemlich oft wurde in dieser Zeit der Spruch auf Plakaten gezeigt-
"kommt die DM-Mark nicht zu uns,gehen wir zu ihr"
Lutze

Das war nur der Persilschein, die Sache zu beschleunigen.
Wann kümmert man sich denn sonst um Volkes Wille ?

Nur, was hat das alles mit dem Thema zu tun ???


.
.
„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
.
bürger der ddr und Fritze haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#151

RE: Die "alte Bundesrepublik Deutschland"- doch nur ein Potemkinsches Dorf ?

in Das Ende der DDR 24.05.2016 11:07
von Lutze | 8.033 Beiträge

Zitat von Heckenhaus im Beitrag #150
Zitat von Lutze im Beitrag #149


Das kann man auch aus einem anderen Blickwinkel sehen,
ziemlich oft wurde in dieser Zeit der Spruch auf Plakaten gezeigt-
"kommt die DM-Mark nicht zu uns,gehen wir zu ihr"
Lutze

Das war nur der Persilschein, die Sache zu beschleunigen.
Wann kümmert man sich denn sonst um Volkes Wille ?

Nur, was hat das alles mit dem Thema zu tun ???


Vielleicht haben viele DDR-Bürger nur die schönen Aussenfassaden
der Bundesrepublik gesehen
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
zuletzt bearbeitet 24.05.2016 11:08 | nach oben springen

#152

RE: Die "alte Bundesrepublik Deutschland"- doch nur ein Potemkinsches Dorf ?

in Das Ende der DDR 24.05.2016 11:12
von Hanum83 | 4.702 Beiträge

es geht immer nur um geld und schöne, eventuell auch täuschende fassaden.
das viele auch einfach nur den drang hatten ihr weitestgehend von anderen aufgestülptes leben zu verändern und (es darf wieder gelacht werden) ihre persönliche freiheit zu genießen, egal mit welchem risiko auch immer, geht wie immer unter.


"Deitsch on frei wolln mer sei, on do bleibn mer aah derbei"
(Anton Günther)
matloh hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 24.05.2016 11:15 | nach oben springen

#153

RE: Die "alte Bundesrepublik Deutschland"- doch nur ein Potemkinsches Dorf ?

in Das Ende der DDR 24.05.2016 11:14
von Heckenhaus | 5.127 Beiträge

Zitat
Vielleicht haben viele DDR-Bürger nur die schönen Aussenfassaden der Bundesrepublik gesehen



Das ganz sicher.
Aber das stimmt doch alles nicht, wie hier schon lauthals verkündet wurde.
Glaube soll bekanntlich sogar Berge versetzen können...


.
.
„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

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#154

RE: Die "alte Bundesrepublik Deutschland"- doch nur ein Potemkinsches Dorf ?

in Das Ende der DDR 24.05.2016 11:20
von bürger der ddr | 3.594 Beiträge

Ich denke die "Alte BRD" war kein "Potemkinsches Dorf", sie war damals gelebte Realität. Diese Realität kenne ich nicht persönlich, da nach 1989 schlagartig ein Wandel eingetreten ist. Auch war für mich so viel neues an der Situation, das man sich erst einmal andere Gedanken machte.
Ich habe im AWE gearbeitet und der "Wartburg" war mit einem Schlag nicht mehr beliebt, da kamen schon sehr schnell die Sorgen um Zukunft und Arbeitsplatz und in dieser Zeit war der Wandel von DDR zur BRD so "erfüllend", das man sich keinen Gedanken darüber machen konnte wie sich zu dieser Zeit die BRD wandelte.
Für mich ist das heute ein "gefühlter" Rückblick. Nicht die Fassade der BRD hat sich geändert, sondern die BRD selber. Diese Änderung hat wohl etwas mit dem Zusammenbruch des gesammten soz. Systems zu tun. Irgendwie standen ja die Systeme im Wettstreit (ohne hier weiter auf die Stärken eingehen zu wollen), dieser Wettstreit wurde ja beendet und es kam zu einer neuen Etappe der Entwicklung. Diese Entwicklung war gesteuert durch die wuchernde Globalisierung und der Stärkung der Konzerne.
Selbst das Bild in der Politik hat sich geändert, Gesetze werden durch "Berater" der Industrie vorgelegt und abgesegnet, zu wessen Gunsten?
Die soziale Marktwirtschaft wurde immer weiter aufgeweicht in Richtung US Kapitalismus (der Gipfel H4), Unternehmen im öffentlichen Bereich wurden privatisiert und vieles mehr.
Das mag wohl das Bild der "Trugwelt" BRD auslösen, doch es war keine Trugwelt, die BRD war wirklich (in meinen Augen) damals lebenswerter.

Zu dem Thema könnten die Sendungen "Die tagesschau vor X jahren" passen, da mal Vergleiche mit heute ziehen....



Heckenhaus und LO-Wahnsinn haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#155

RE: Die "alte Bundesrepublik Deutschland"- doch nur ein Potemkinsches Dorf ?

in Das Ende der DDR 24.05.2016 11:20
von B Man | 193 Beiträge

Zitat von Heckenhaus im Beitrag #153

Aber das stimmt doch alles nicht, wie hier schon lauthals verkündet wurde.




Ja sagen die anderen Betonköpfe.

Ich habe damals nicht verstanden ( oder nicht verstehen wollen ) warum die Leute aus dem Werra Meißner Kreis die Steine von ihren Garagen und Gartenlauben spenden wollten um die Mauer wieder auf zu bauen.
Jetzt verstehe ich die immer mehr


Gruss Andreas
Gert hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#156

RE: Die "alte Bundesrepublik Deutschland"- doch nur ein Potemkinsches Dorf ?

in Das Ende der DDR 24.05.2016 11:49
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von bürger der ddr im Beitrag #154
Ich denke die "Alte BRD" war kein "Potemkinsches Dorf", sie war damals gelebte Realität. Diese Realität kenne ich nicht persönlich, da nach 1989 schlagartig ein Wandel eingetreten ist. Auch war für mich so viel neues an der Situation, das man sich erst einmal andere Gedanken machte.
Ich habe im AWE gearbeitet und der "Wartburg" war mit einem Schlag nicht mehr beliebt, da kamen schon sehr schnell die Sorgen um Zukunft und Arbeitsplatz und in dieser Zeit war der Wandel von DDR zur BRD so "erfüllend", das man sich keinen Gedanken darüber machen konnte wie sich zu dieser Zeit die BRD wandelte.
Für mich ist das heute ein "gefühlter" Rückblick. Nicht die Fassade der BRD hat sich geändert, sondern die BRD selber. Diese Änderung hat wohl etwas mit dem Zusammenbruch des gesammten soz. Systems zu tun. Irgendwie standen ja die Systeme im Wettstreit (ohne hier weiter auf die Stärken eingehen zu wollen), dieser Wettstreit wurde ja beendet und es kam zu einer neuen Etappe der Entwicklung. Diese Entwicklung war gesteuert durch die wuchernde Globalisierung und der Stärkung der Konzerne.
Selbst das Bild in der Politik hat sich geändert, Gesetze werden durch "Berater" der Industrie vorgelegt und abgesegnet, zu wessen Gunsten?
Die soziale Marktwirtschaft wurde immer weiter aufgeweicht in Richtung US Kapitalismus (der Gipfel H4), Unternehmen im öffentlichen Bereich wurden privatisiert und vieles mehr.
Das mag wohl das Bild der "Trugwelt" BRD auslösen, doch es war keine Trugwelt, die BRD war wirklich (in meinen Augen) damals lebenswerter.

Zu dem Thema könnten die Sendungen "Die tagesschau vor X jahren" passen, da mal Vergleiche mit heute ziehen....

Hallo Thomas
na dann fang mal an zu beschreiben, was in der " alten " BRD besser war ? Ich bin mal gespannt auf deine Fakten worin sich das Leben in der Alten und Neuen unterscheidet :
ich kann aus persönlichem Erleben die Bundesrepublik vom April 1965 bis heute, das sind schlappe 51 Jahre, bewerten.


.
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#157

RE: Die "alte Bundesrepublik Deutschland"- doch nur ein Potemkinsches Dorf ?

in Das Ende der DDR 24.05.2016 11:52
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von B Man im Beitrag #155
Zitat von Heckenhaus im Beitrag #153

Aber das stimmt doch alles nicht, wie hier schon lauthals verkündet wurde.




Ja sagen die anderen Betonköpfe.

Ich habe damals nicht verstanden ( oder nicht verstehen wollen ) warum die Leute aus dem Werra Meißner Kreis die Steine von ihren Garagen und Gartenlauben spenden wollten um die Mauer wieder auf zu bauen.
Jetzt verstehe ich die immer mehr


Andreas, aber nur die Glasbausteine, damit man sehen kann, was hinter der Mauer so passiert


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#158

RE: Die "alte Bundesrepublik Deutschland"- doch nur ein Potemkinsches Dorf ?

in Das Ende der DDR 24.05.2016 11:54
von Hanum83 | 4.702 Beiträge

Das Bessere an der alten BRD soll bestimmt diese geheimnisvolle soziale Marktwirtschaft sein, frag mich ständig was die bedeuten soll


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#159

RE: Die "alte Bundesrepublik Deutschland"- doch nur ein Potemkinsches Dorf ?

in Das Ende der DDR 24.05.2016 12:02
von bürger der ddr | 3.594 Beiträge

Zitat von B Man im Beitrag #155
Zitat von Heckenhaus im Beitrag #153

Aber das stimmt doch alles nicht, wie hier schon lauthals verkündet wurde.




Ja sagen die anderen Betonköpfe.

Ich habe damals nicht verstanden ( oder nicht verstehen wollen ) warum die Leute aus dem Werra Meißner Kreis die Steine von ihren Garagen und Gartenlauben spenden wollten um die Mauer wieder auf zu bauen.
Jetzt verstehe ich die immer mehr


Na, da haben wir doch schon eine Einigkeit erreicht......



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#160

RE: Die "alte Bundesrepublik Deutschland"- doch nur ein Potemkinsches Dorf ?

in Das Ende der DDR 24.05.2016 12:05
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Hanum83 im Beitrag #158
Das Bessere an der alten BRD soll bestimmt diese geheimnisvolle soziale Marktwirtschaft sein, frag mich ständig was die bedeuten soll


hat Ludwig Erhard "erfunden". vereinfacht bedeutet das,, dass keiner auf der Strasse liegt oder hungern muss. Es sind die sozialen Gesetze verschiedenster Art. In der Ehemaligen gab es das auch, da Arbeitspflicht bestand mussten auch die "Unwilligen" eingestellt werden. Sie bezogen dann keinen Lohn sondern Anwesenheitsprämie, obwohl sich der eine oder andere entweder durch Arbeitsbummelei oder Krankschreibung der Anwesentheit entzog. Ging doch risikolos, da sie nicht entlassen werden konnten. Na ja und fürn Fläsch Bier und ne Lulle reichte dieser Lohn auch.
Wa so ne Art getarnte Hartz IV Versorgung, also geheim, wie so vieles im SED Staat


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