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#801

RE: MfS Inland - Fragen zum persönlichen Erleben

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 08.01.2017 11:28
von andyman | 2.033 Beiträge | 468 Punkte
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Zitat von Ebro im Beitrag #793
Vielleicht sollte sich Jeder, der Willens ist, sich von den jahrelang verzapften Stasimärchen mal trennen und objektiv in diese Zeit schauen.
Die Märchen können nur durch Euch selbst richtiggestellt werden,dazu gibt es hier die Gelegenheit.Das es auch viele geben wird die nicht alles glauben können,versteht sich von selbst,zu unterschiedlich sind die Erfahrungen und Erlebnisse der letzten Jahrzehnte.




Man nannte das Räumliche Trennung



Eine schmerzliche Erfahrung für diesen Mitarbeiter,er hatte immerhin die Wahl.Denke bitte mal an die Tausenden Berliner die über Nacht von Familienangehörigen zwangsgetrennt wurden,ohne eine Wahl zu haben.
Lgandyman


Gruß aus Südschweden
Was nützt alles Hasten und Jagen,auch du bist nur ein Tropfen im Meer der Unendlichkeit. Confuzius
Ebro und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 08.01.2017 11:29 | nach oben springen

#802

RE: MfS Inland - Fragen zum persönlichen Erleben

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 08.01.2017 13:04
von Gert | 13.089 Beiträge | 1700 Punkte
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Zitat von 94 im Beitrag #798
Zitat von Gert im Beitrag #796
Handy's 1987 in der DDR?
Guckst Du ... DDR Funktelefone schon 1980 !

Und achso, auch 1987 gab es zum 38. Jahrestages der Gründung des erstens Arbeiter- und Bauernstaates auf deutschen Boden eine allgemeine Amnestie, hier die Ankündigung auf der Titelseite des Zentralorgans ...
nd-archiv.de/pdfimgs/1987/167_ND_1987-07-18_001.jpg


also 94er, ich war nah dran an der Geburtsstunde der Mobilfunker. etwa 1992 startete D 2 Mannesmann(später von Vodafone geschluckt ) und 2 Jahre später E-Plus, beide in D'dorf. Habe sehr gute Kontakte dorthin aufgebaut und entsprechend gute Aufträge für meinen damaligen AG an Land gezogen. War ne tolle Zeit.


.🇩🇪
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#803

RE: MfS Inland - Fragen zum persönlichen Erleben

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 08.01.2017 13:32
von Ebro | 891 Beiträge | 621 Punkte
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Zitat von andyman im Beitrag #801
Zitat von Ebro im Beitrag #793
Vielleicht sollte sich Jeder, der Willens ist, sich von den jahrelang verzapften Stasimärchen mal trennen und objektiv in diese Zeit schauen.
Die Märchen können nur durch Euch selbst richtiggestellt werden,dazu gibt es hier die Gelegenheit.Das es auch viele geben wird die nicht alles glauben können,versteht sich von selbst,zu unterschiedlich sind die Erfahrungen und Erlebnisse der letzten Jahrzehnte.




Man nannte das Räumliche Trennung



Eine schmerzliche Erfahrung für diesen Mitarbeiter,er hatte immerhin die Wahl.Denke bitte mal an die Tausenden Berliner die über Nacht von Familienangehörigen zwangsgetrennt wurden,ohne eine Wahl zu haben.
Lgandyman


Zu den Zuständen 61 bei der Teilung Berlins kann ich nichts beitragen oder sagen. Ich pflege eigentlich mich nur zu Dingen äußern, von denen ich Kenntnis und Ahnung habe.
Der Mitarbeiter war ich......!



Ostlandritter und vs1400 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#804

RE: MfS Inland - Fragen zum persönlichen Erleben

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 08.01.2017 13:38
von Ostlandritter | 2.455 Beiträge | 14 Punkte
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Zitat von Ebro im Beitrag #803
Zitat von andyman im Beitrag #801
Zitat von Ebro im Beitrag #793
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Man nannte das Räumliche Trennung



Eine schmerzliche Erfahrung für diesen Mitarbeiter,er hatte immerhin die Wahl.Denke bitte mal an die Tausenden Berliner die über Nacht von Familienangehörigen zwangsgetrennt wurden,ohne eine Wahl zu haben.
Lgandyman


Zu den Zuständen 61 bei der Teilung Berlins kann ich nichts beitragen oder sagen. Ich pflege eigentlich mich nur zu Dingen äußern, von denen ich Kenntnis und Ahnung habe.
Der Mitarbeiter war ich......!


Ich kann mir gut vorstellen ,- wie hart und schmerzlich dieser berufliche Einschnitt für Dich war !
Sind Dir in diesem Zusammenhang denn nie irgendwelche Zweifel an der Richtigkeit der Regeln des MfS für die eigenen Mitarbeiter gekommen ?
Und ,- hast Du nie eigene Gedanken dazu gehabt ,- wie das MfS seine Arbeit besser und gerechter hätte durchführen können ?


....................................
Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !
Ebro hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#805

RE: MfS Inland - Fragen zum persönlichen Erleben

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 08.01.2017 14:54
von 1941ziger | 1.210 Beiträge | 509 Punkte
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Zitat von Pit 59 im Beitrag #799
Handy's 1987 in der DDR?


Konnte man die als Einzelperson schon Tragen ?

Na ja die C-Netz hier waren auch nicht ohne:


Die veröffentlichte Meinung ist nicht die Öffentliche.
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#806

RE: MfS Inland - Fragen zum persönlichen Erleben

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 08.01.2017 16:27
von Ebro | 891 Beiträge | 621 Punkte
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Zitat von Ostlandritter im Beitrag #804
Zitat von Ebro im Beitrag #803
Zitat von andyman im Beitrag #801
Zitat von Ebro im Beitrag #793
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Zu den Zuständen 61 bei der Teilung Berlins kann ich nichts beitragen oder sagen. Ich pflege eigentlich mich nur zu Dingen äußern, von denen ich Kenntnis und Ahnung habe.
Der Mitarbeiter war ich......!


Ich kann mir gut vorstellen ,- wie hart und schmerzlich dieser berufliche Einschnitt für Dich war !
Sind Dir in diesem Zusammenhang denn nie irgendwelche Zweifel an der Richtigkeit der Regeln des MfS für die eigenen Mitarbeiter gekommen ?
Und ,- hast Du nie eigene Gedanken dazu gehabt ,- wie das MfS seine Arbeit besser und gerechter hätte durchführen können ?



Ich habe diese Entscheidung auch nicht alleine gefällt. Es sind viele Gespräche mit meiner damaligen und auch jetzigen Ehefrau geführt worden, die mir im Endeffekt dazu geraten hat, weil sie mich ja am Besten kannte.
Und Zweifel hatte ich eigentlich keine, dass ist der einzige Punkt, den ich mir heute vorwerfe. Pro erzogen worden, durch den Leistungssport nur pro Umgang und Freunde, 2 enge Verwandte waren schon Mitarbeiter des MfS, eine Schwester tätig im Militärlazarett und und.....! In meinen Augen war es eben so und es war richtig.
Zweifel kamen erst später, aber ich stelle die Arbeit des ehemaligen MfS deshalb nicht in Frage, im Gegenteil. Dass man einiges hätte anders und besser machen können-hinterher ist man immer schlauer.



Ostlandritter, vs1400 und andyman haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#807

RE: MfS Inland - Fragen zum persönlichen Erleben

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 11.01.2017 08:31
von Gert | 13.089 Beiträge | 1700 Punkte
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@Ebro ich habe gestern mal ein Filmchen auf you tube angeschaut über eine ziemlich fiese SS Figur, die man oft sieht auf Fotos anläßlich der Räumung des Warschauer Ghettos. Der Mann mit der Mpi im Anschlag und der Motorradbrille auf dem Stahlhelm, im Vordergrund ein kleiner , verängstigter Junge. Man hat ihn erwischt. Er war nach dem Krieg in Thüringen gelandet und arbeitete unauffällig im Kalibergbau in Vacha.
Das MfS hat ihn wirklich festgenommen. Aber stell dir, nach einem Tip aus Hamburg auf seinen Aufenthaltsort. Sie brauchten ihn nur nach der Nachtschicht am Werkstor abholen. Na ja wie auch immer er wurde vor dem Landgericht Erfurt verurteilt ( dort wäre ich auch gelandet, hätte man uns bei der Flucht erwischt). Urteil: Tod
Also das MfS hat wirklich Nazis "gejagt".
https://www.google.de/search?q=bl%C3%B6s...kBK7i8Af24ryoAQ


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zuletzt bearbeitet 11.01.2017 09:21 | nach oben springen

#808

RE: MfS Inland - Fragen zum persönlichen Erleben

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 11.01.2017 09:53
von Merkur | 1.062 Beiträge | 96 Punkte
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@Gert, hast Du auch gelesen, was sein Vernehmer zu dem Fall im Buch "unbequeme Zeitzeugen" Bd 2 geschrieben hat? Kann man sich bei MfS Insider runterladen.



zuletzt bearbeitet 11.01.2017 09:56 | nach oben springen

#809

RE: MfS Inland - Fragen zum persönlichen Erleben

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 22.01.2017 20:45
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Ich will mal meine Erfahrungen zu dem Thema IM hier hinein schreiben, weil die Beiträge sich schon wieder weit vom Thema( IM in den GK) entfernt haben und eigentlich hier hinein passen.

Riemchen '282 bis 273
Was soll den das für ein Wettbewerb gewesen sein, wer die meisten IM wirbt?, der hat sich doch selbst einen gemacht, denn da hing doch nachhaltig eine Menge Arbeit dran und brachte außer sinnlosem Papier und Ärger nichts.
Ich kann mir nicht vorstellen, daß die Leitung der DE solch einen Unsinn mitgemacht hat.Wem sollte das denn nutzen.
Die Jahresplanung hat doch jeder selbst mitgestaltet und in Absprache mit dem jeweiligen Dienstvorgesetzten wurden entsprechend die vorhandenen Schwerpunkt -oder Sicherungsbereichen festgelegt, was,wo und warum etwas getan werden mußte.Bei uns gab es keine Werbung nach Masse, sondern zur Lösung festgelegter Aufgabenstellung. Masse ging überhaupt nicht.
Es ging auch nicht um leichte Werbung von SED Mitgliedern,das war entsprechend der Aufgabenstellung manchmal unumgänglich, wenn es ein Sicherungsbereich war,wo nur SED Mitglieder tätig waren.
Da mußten aber schon op.Hinweise vorliegen, die eine solche Werbung notwendig machten.
SED Mitglied war auch nicht gleich SED Mitglied, ich habe einige male erlebt, daß die Ehrlichkeit von Blockparteimitglieder bzw.Parteilosen größer war als von Parteimitgliedern.Es ist nie die Parteizugehörigkeit, sondern immer die Person entscheidend.Auch heut gehen viele in eine Partei,um des Vorteils willen, und ob man sich auf die verlassen kann, wenn die Vorteile weg sind ?
Natürlich war man bemüht, seinen Plan zu erfüllen,aber in der op. Praxis änderte sich auch einiges und wenn sich eine Werbung nicht mehr notwendig machte, weil das Problem anderweitig gelöst wurde,dann wurde die Position begründend gestrichen.
In der Praxis sah das aber in der Regel so aus, daß es keine Defizite gab, weil sich auf anderen Linien neue Schwerpunkte ergaben, wo gehandelt wurde und so glich sich das aus.
Bestimmte Dinge mußten einfach nur begründet werden.Wir haben immer darauf geachtet, daß sich Abschreibungen( Archivierung) und Neuwerbungen die Waage hielten.
Karteileichen findet man überall, bei uns gab es eine gängige Praxis, wenn die Aufgabe, für den IM erledigt war und dieser Bereich kein Schwerpunkt war, wurde die Verbindung auf größere Abstände verlegt, bzw. die Verbindung nach op. Notwendigkeit aufgenommen.Z.B. zur Deckung des Informationsbedarfes auf Grund aktueller Anlässe.Das wurde dokumentiert, vom Leiter bzw. Stellv. ja nach Anleitungsbereich bestätigt.Dagegen kam auch keine Kontrolle an.
Wir haben sehr viel mit Anforderungsbildern gearbeitet, d.h.der MA mußte sich zur Realisierung der Aufgaben Gedanken machen, über welche Fähigkeiten und Persönlichkeitsmerkmale sollte der neue IM verfügen, um die notwendigen Aufgaben zu erfüllen.Manchmal waren schon Vorstellungen da,wenn nicht ging die Suche u. Auswahl los.
Dazu diente dann auch die Vorlaufphase um zu prüfen ist es der Richtige.Vor allem Ehrlichkeit ,Zuverlässigkeit und Verschwiegenheit waren wichtige Kriterien. Manchmal hatte man auch keine Wahl,und mußte einen qualifizieren,wenn kein geeigneter da war.Also Werbung nach dem Prinzip. wer bei drei nicht auf dem Baum ist, der wird IM , nur weil der Plan erfüllt werden mußte,gab es bei mir nicht.
Entlassungen habe ich einige erlebt,Unehrlichkeit, Diebstahl, Homosexualität.Das ging ganz schnell.Aussprache beim Leiter unter Beteiligung der Kaderabt.unter Aufsicht die persönlichen Sachen nehmen Ausweis ,Waffe und Pz Schlüssel abgeben und die DE verlassen.



passport und Ebro haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#810

RE: MfS Inland - Fragen zum persönlichen Erleben

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 23.01.2017 07:18
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Zitat von der alte Grenzgänger im Beitrag #14
Zitat von Ebro im Beitrag #8
... hauptamtlicher inoffizieller MA, unter der Legendierung eines Offiziers der Zollfahndung. Hatte in der Kreisstadt ein eigenes Büro, ...

Ich fange mal mit einfachen Dingen an-
"Zollfahndung in der DDR" sagt mir gar nichts.. was war das für ein Haufen ?
"Büro in der Kreisstadt"- gab es da draußen ein Schild dran "Zoll" oder "Zollfahndung" ?
Ich habe so etwas nie gesehen (vielleicht auch übersehen..)
Trugen die Zollfahnder Uniform ?
Wenn ja, hattest Du als Absolvent eine zivilen Studiums dann auch eine ? Wegen der Legende ?

Siggi



Gab in den 60er Jahren eine mehrteilige Fernsehserie Zollfahndung zu finden unter www.veoh.


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#811

RE: MfS Inland - Fragen zum persönlichen Erleben

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 23.01.2017 07:20
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Zitat von Signalobermaat im Beitrag #809
Ich will mal meine Erfahrungen zu dem Thema IM hier hinein schreiben, weil die Beiträge sich schon wieder weit vom Thema( IM in den GK) entfernt haben und eigentlich hier hinein passen.

Riemchen '282 bis 273
Was soll den das für ein Wettbewerb gewesen sein, wer die meisten IM wirbt?, der hat sich doch selbst einen gemacht, denn da hing doch nachhaltig eine Menge Arbeit dran und brachte außer sinnlosem Papier und Ärger nichts.
Ich kann mir nicht vorstellen, daß die Leitung der DE solch einen Unsinn mitgemacht hat.Wem sollte das denn nutzen.
Die Jahresplanung hat doch jeder selbst mitgestaltet und in Absprache mit dem jeweiligen Dienstvorgesetzten wurden entsprechend die vorhandenen Schwerpunkt -oder Sicherungsbereichen festgelegt, was,wo und warum etwas getan werden mußte.Bei uns gab es keine Werbung nach Masse, sondern zur Lösung festgelegter Aufgabenstellung. Masse ging überhaupt nicht.
Es ging auch nicht um leichte Werbung von SED Mitgliedern,das war entsprechend der Aufgabenstellung manchmal unumgänglich, wenn es ein Sicherungsbereich war,wo nur SED Mitglieder tätig waren.
Da mußten aber schon op.Hinweise vorliegen, die eine solche Werbung notwendig machten.
SED Mitglied war auch nicht gleich SED Mitglied, ich habe einige male erlebt, daß die Ehrlichkeit von Blockparteimitglieder bzw.Parteilosen größer war als von Parteimitgliedern.Es ist nie die Parteizugehörigkeit, sondern immer die Person entscheidend.Auch heut gehen viele in eine Partei,um des Vorteils willen, und ob man sich auf die verlassen kann, wenn die Vorteile weg sind ?
Natürlich war man bemüht, seinen Plan zu erfüllen,aber in der op. Praxis änderte sich auch einiges und wenn sich eine Werbung nicht mehr notwendig machte, weil das Problem anderweitig gelöst wurde,dann wurde die Position begründend gestrichen.
In der Praxis sah das aber in der Regel so aus, daß es keine Defizite gab, weil sich auf anderen Linien neue Schwerpunkte ergaben, wo gehandelt wurde und so glich sich das aus.
Bestimmte Dinge mußten einfach nur begründet werden.Wir haben immer darauf geachtet, daß sich Abschreibungen( Archivierung) und Neuwerbungen die Waage hielten.
Karteileichen findet man überall, bei uns gab es eine gängige Praxis, wenn die Aufgabe, für den IM erledigt war und dieser Bereich kein Schwerpunkt war, wurde die Verbindung auf größere Abstände verlegt, bzw. die Verbindung nach op. Notwendigkeit aufgenommen.Z.B. zur Deckung des Informationsbedarfes auf Grund aktueller Anlässe.Das wurde dokumentiert, vom Leiter bzw. Stellv. ja nach Anleitungsbereich bestätigt.Dagegen kam auch keine Kontrolle an.
Wir haben sehr viel mit Anforderungsbildern gearbeitet, d.h.der MA mußte sich zur Realisierung der Aufgaben Gedanken machen, über welche Fähigkeiten und Persönlichkeitsmerkmale sollte der neue IM verfügen, um die notwendigen Aufgaben zu erfüllen.Manchmal waren schon Vorstellungen da,wenn nicht ging die Suche u. Auswahl los.
Dazu diente dann auch die Vorlaufphase um zu prüfen ist es der Richtige.Vor allem Ehrlichkeit ,Zuverlässigkeit und Verschwiegenheit waren wichtige Kriterien. Manchmal hatte man auch keine Wahl,und mußte einen qualifizieren,wenn kein geeigneter da war.Also Werbung nach dem Prinzip. wer bei drei nicht auf dem Baum ist, der wird IM , nur weil der Plan erfüllt werden mußte,gab es bei mir nicht.
Entlassungen habe ich einige erlebt,Unehrlichkeit, Diebstahl, Homosexualität.Das ging ganz schnell.Aussprache beim Leiter unter Beteiligung der Kaderabt.unter Aufsicht die persönlichen Sachen nehmen Ausweis ,Waffe und Pz Schlüssel abgeben und die DE verlassen.

Wettbewerb im klassischen Sinne doch nicht aber es gab Werbungsvorgaben, den Bestand halten bzw.ausbauen


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#812

RE: MfS Inland - Fragen zum persönlichen Erleben

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 23.01.2017 07:28
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Ja klar war nicht SED Mitglied gleich immer echter überzeugter Genosse und manche haben es sich einfach gemacht mit der Erfassung und Werbung. Nur wenn man sich auch mal die Namensliste anschaut, das MfS war ja teilweise reinste Inzucht, Vater, Mutter, Tochter, Sohn etc. Eigentlich auch logisch und verständlich denn war für jeden Kaderknülch einfacher wenn das Raster schon fast erfüllt war.


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#813

RE: MfS Inland - Fragen zum persönlichen Erleben

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 23.01.2017 07:37
von Alfred | 7.139 Beiträge | 506 Punkte
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Das gab es aber auch im zivilen Sektor, dass die Kinder etc. im Betrieb der Eltern tätig waren.


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#814

RE: MfS Inland - Fragen zum persönlichen Erleben

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 23.01.2017 07:51
von Ebro | 891 Beiträge | 621 Punkte
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Zitat von Riemchen im Beitrag #810
[quote=der alte Grenzgänger|p541632][quote=Ebro|p541624]... hauptamtlicher inoffizieller MA, unter der Legendierung eines Offiziers der Zollfahndung. Hatte in der Kreisstadt ein eigenes Büro, ...

Ich fange mal mit einfachen Dingen an-
"Zollfahndung in der DDR" sagt mir gar nichts.. was war das für ein Haufen ?
"Büro in der Kreisstadt"- gab es da draußen ein Schild dran "Zoll" oder "Zollfahndung" ?
Ich habe so etwas nie gesehen (vielleicht auch übersehen..)
Trugen die Zollfahnder Uniform ?
Wenn ja, hattest Du als Absolvent eine zivilen Studiums dann auch eine ? Wegen der Legende ?

Siggi

Was die Zollfahndung für ein Haufen war, kann ich Dir nicht sagen. Ich hatte einen DA, Bild in Uniformjacke, quer in Rot ein Stempel"Zollfahndungsdienst", Dienstgrad Zollkommissar.
Ein Schild hing nicht an der Bürotür, war ja ein konspiratives Objekt, und bei Fachfragen der Bürger hätte ich natürlich alt ausgesehen.
Eine Uniform hatte ich nicht, immer zivil, daher ja auch das monatliche Bekleidungsgeld.
Ich hatte auch später als op. Mitarbeiter in der KD keine Uniform, nur eine ESKS für Geländemassnahmen und Schießausbildung.



der alte Grenzgänger hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#815

RE: MfS Inland - Fragen zum persönlichen Erleben

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 23.01.2017 10:10
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Zitat von Alfred im Beitrag #813
Das gab es aber auch im zivilen Sektor, dass die Kinder etc. im Betrieb der Eltern tätig waren.

Wohl wahr aber da konnte man immerhin noch kündigen


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#816

RE: MfS Inland - Fragen zum persönlichen Erleben

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 23.01.2017 10:14
von Alfred | 7.139 Beiträge | 506 Punkte
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Zitat von Riemchen im Beitrag #815
Zitat von Alfred im Beitrag #813
Das gab es aber auch im zivilen Sektor, dass die Kinder etc. im Betrieb der Eltern tätig waren.

Wohl wahr aber da konnte man immerhin noch kündigen



Konnte man im MfS auch, selbst mehrfach erlebt.


zuletzt bearbeitet 23.01.2017 19:14 | nach oben springen

#817

RE: MfS Inland - Fragen zum persönlichen Erleben

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 23.01.2017 10:50
von der alte Grenzgänger | 1.149 Beiträge | 124 Punkte
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Zitat von Ebro im Beitrag #814
... immer zivil, daher ja auch das monatliche Bekleidungsgeld.
....



Ich war auch immer in Zivil- ohne Bekleidungsgeld !

Siggi


"Der Tonfall des Landes, in dem man geboren ist, haftet im Verstand und im Herzen wie in der Sprache"
La Rochefoucauld (1613 - 1680)
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#818

RE: MfS Inland - Fragen zum persönlichen Erleben

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 23.01.2017 11:15
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Zitat von der alte Grenzgänger im Beitrag #817
Zitat von Ebro im Beitrag #814
... immer zivil, daher ja auch das monatliche Bekleidungsgeld.
....



Ich war auch immer in Zivil- ohne Bekleidungsgeld !

Siggi



Tja, Du warst ja auch nicht bei einem militärischen Organ....!



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#819

RE: MfS Inland - Fragen zum persönlichen Erleben

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 23.01.2017 11:51
von Riemchen | 108 Beiträge
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Zitat von Alfred im Beitrag #816
Zitat von Riemchen im Beitrag #815
Zitat von Alfred im Beitrag #813
Das gab es aber auch im zivilen Sektor, dass die Kinder etc. im Betrieb der Eltern tätig waren.

Wohl wahr aber da konnte man immerhin noch kündigen



Konnte man bei MfS auch, selbst mehrfach erlebt.

Das schon war aber nicht soooo einfach wie in nem VEB , Aufhebungsvertrag war auch nicht möglich


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#820

RE: MfS Inland - Fragen zum persönlichen Erleben

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 23.01.2017 18:55
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Riemchen '812
Auf einer KD gab es grundsätzlich keine zwei op. tätige Familienangehörige.möglich.Soweit mir bekannt, auch nicht in einer Abt. der BV. Allerdings in unterschiedlichen Abt.der BV.
H-IM Bereich Ermittlung oder Beob. ohne offiziellen Bezug zur KD war möglich.
Wir hatten im Ref. SÜP(ehemals Linie VIII )mehrere HA IM, die unterschiedlich legendiert waren u.a. auch Zollfahndung. Ziviler Einsatz.



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