#361

RE: MfS Inland - Fragen zum persönlichen Erleben

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 16.05.2016 16:56
von Lutze | 8.035 Beiträge

So manchen Engpass hätten viele sicherlich auch in Kauf genommen,
nach dem Motto,bringst mir beim nächsten Besuch das und das mit
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
nach oben springen

#362

RE: MfS Inland - Fragen zum persönlichen Erleben

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 16.05.2016 16:57
von 80er | 571 Beiträge

Ist es nicht eigenartig? Bei x-beliebigen politischen Themen wird angemahnt, dass spätestens nach dem dritten Beitrag schon wieder in das Thema "MfS" abgedriftet wird.

Jetzt, wo es mal ein interessantes Thema gibt, in dem sich ehemalige Mitarbeiter zu ihrer Arbeit und ihren Beweggründen äussern, scheint nichts interessanter als die Fragen "was wäre gewesen, wenn ..." und weshalb die Verantwortlichen in der DDR so auf dem § 213 bestanden haben!

Einigen hier kann es niemand recht machen.


nach oben springen

#363

RE: MfS Inland - Fragen zum persönlichen Erleben

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 16.05.2016 17:12
von der alte Grenzgänger | 1.002 Beiträge

Warum ist es eigentlich so schwer, mal beim Thema zu bleiben ?
Dass ein Jungspund wie Josef mal übers Ziel schießt, ist ja noch verständlich- aber die Moskauerin?
Ich halte Dich für "intellektuell in der Lage" zu erkennen / verstehen, worum es hier im Thema geht...
warum machst Du dann diesen Einwurf ?
Wohl wissend, dass er nicht passt..?

Zu "was wäre, wenn.. gibt es doch schon etliche andere Themen..

Siggi


"Man rühmt und man schmäht die meisten Dinge, weil es Mode ist, sie zu rühmen oder sie zu schmähen"
La Rochefoucauld (1613 - 1680)
nach oben springen

#364

RE: MfS Inland - Fragen zum persönlichen Erleben

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 16.05.2016 17:14
von KARNAK | 1.694 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #355
Die Ausreiseanträge hätte man großzügiger genehmigen sollen,
wer weg will,bittesehr soll gehen und fertig,


Es hätte nicht funktioniert,die DDR wäre lange vor 89 kollabiert. In der Zeit einer Sytemauseinandersetztung hätte man notfalls,bei einer überbordenen Menge von Übersiedlern die vielleicht Gesellschaft und Arbeitsmark der Bundesrepublik überfordern noch ein paar Millarden Schulden aufgenommen um das zu stemmen,besser bis zum "Endsieg"zu überbrücken. Die DDR und ihre Ökononomie hätte da nie gegenhalten können.Die hier Gebliebenen hätten von den Weggegangenen schon erfahren,dass sie"gut angekommen sind"Das hat man auch in der DDR an entsprechender Stelle in Wahrheit gewusst,also blieb nur die Menge der Ausreiseantragsstellungen so niedrig als möglich zu halten und das auch nur um die eigene Existenz zu verlängern ,nicht zu sichern,dass war letztlich aussichtslos.


"Das Unglück ist,dass jeder denkt, der Andere ist wie er,und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt."
damals wars, Gert, Altmark01 und lhsecurity haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 16.05.2016 17:15 | nach oben springen

#365

RE: MfS Inland - Fragen zum persönlichen Erleben

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 16.05.2016 17:14
von Moskwitschka | 2.529 Beiträge

Sieh das mal so @80er Das ist entspannte Unterhaltung zwischendurch. Mir persönlich ist bei dem einen oder anderen Beitrag die Galle hoch gekommen. Ich lass das aber unwidersprochen so stehen. Nicht zuletzt weil es die sehr persönlichen Erinnerungen einzelner sind. Nicht zletzt in der Hoffnung, dass die Erinnerungen und Erfahrungen anderer genauso respektiert werden.

Moskwitschka


„Nichts ist schwieriger und nichts erfordert mehr Charakter, als sich im offenen Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein!“

Kurt Tucholsky

damals wars und Josef haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 16.05.2016 17:16 | nach oben springen

#366

RE: MfS Inland - Fragen zum persönlichen Erleben

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 16.05.2016 17:31
von Ebro | 576 Beiträge

Darf ich mich nach Deiner Galle erkundigen? Was hat Dich denn so mitgenommen, hast Du alles richtig verstanden?



nach oben springen

#367

RE: MfS Inland - Fragen zum persönlichen Erleben

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 16.05.2016 17:39
von Hanum83 | 4.775 Beiträge

Zitat von Moskwitschka im Beitrag #360
Zitat von Hanum83 im Beitrag #357
Zitat von Lutze im Beitrag #355
Die Ausreiseanträge hätte man großzügiger genehmigen sollen,
wer weg will,bittesehr soll gehen und fertig,
der §213zener wäre kaum noch zur Anwendung gekommen und
weniger Tote an der Grenze hätte es auch gegeben
Lutze


In den desillusionierten Endachtzigern hätte dann aber Erich seinen 40sten wirklich ziemlich alleine feiern müssen
Lutze, da kann man schon nachvollziehen das dagegen die Schwerter und Schilder ausgepackt werden mussten.
Obwohl, eventuell wurde auch die Waffe verkannt, wir überschwemmen den Klassenfeind ungebremst mit assihafter (O-Ton DDR-Meinungsbildungsorgane) Humanenergie, hätte vielleicht durchaus was gebracht für die auch so schon absterbende DDR.
Aber unkonventionelle Ideen waren wohl nichts für die Opas in "Pankoff".


Das wäre vielleicht sogar ein echtes Geschäftsmodell geworden Nehmen wir mal an, nur einmal 2 Mio DDR Bürger wären ganz entspannt ausgereist und würden regelmäßig ihre Familien in der DDR besuchen. Denn heimatverbunden sind die meisten. Nicht auszudenken wieviel Einnahmen in Valuta Mark durch den "Zwangsumtausch" in den Staatshaushalt geflossen wären. In einem der Berichte des MfS habe ich gelesen, dass 1988 in einer Juni - Woche alleine 1,38 Mio bei der Eineise in die DDR eingenommen wurden. Da wäre wahrsheinlich auch der menschenunwürdige Freikauf übrflüssig gworden. Von der finanziellen Unterstützung der Zurückgeblieben ganz abgesehen. Manche Gewerbetreibende und Handwerker wären nicht in den Schlaf gekommen

Moskwitschka



Ist zwar nun müßig weil hätte hätte Fahrradkette, aber nach dem Abhandenkommen des sozialistischen Oberlehrers hätten "wir" ja einfach vom Kapitalismus lernen können und eventuelle Ironie der Geschichte, vielleicht hätt es sogar gefunzt
Sorry für die Niederschrift meiner Gedanken, weiter zum MfS.
Glasnost hätte die DDR irgendwie erhalten als Modell, geahnt habe ich immer das dieser unvorstellbare Schachzug gut gewesen wäre.
Aber er war nun wirklich unvorstellbar, weil man seine Wohnung halt nicht neu tapezieren kann (muss) wenn es der Nachbar tut.
Wie hieß die sozialistische Führungs-Flachzange die das inbrünstig rausposaunt hatte, Konrad Naumann


"Deitsch on frei wolln mer sei, on do bleibn mer aah derbei"
(Anton Günther)
zuletzt bearbeitet 16.05.2016 17:44 | nach oben springen

#368

RE: MfS Inland - Fragen zum persönlichen Erleben

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 16.05.2016 17:44
von Alfred | 6.848 Beiträge

Zitat von Hanum83 im Beitrag #367
[quote=Moskwitschka|p543003][quote=Hanum83|p543000][quote=Lutze|p542997]D
Aber er war nun wirklich unvorstellbar, weil man seine Wohnung halt nicht neu tapezieren kann (muss) wenn es der Nachbar tut.
Wie hieß die sozialistische Führungs-Flachzange die das inbrünstig rausposaunt hatte, Konrad Naumann



Du Flachzange,

dass war nicht Konrad Naumann, sondern Hager.


Hanum83 und Niederlausitzer haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#369

RE: MfS Inland - Fragen zum persönlichen Erleben

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 16.05.2016 17:44
von Josef | 631 Beiträge

Hanum, ich meine, die DDR war nicht zu retten, selbst wenn man auf Glasnost gemacht hätte, spätestens anfangs der 90er mit Ende der Sowjetunion hätte es auch einer erneuerten DDR die Totenglocken geschlagen und der Westen hätte sie dann übernommen. Aber hätte-hätte, stimmt schon, Fahrradkette.... alles Spekulation


nach oben springen

#370

RE: MfS Inland - Fragen zum persönlichen Erleben

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 16.05.2016 17:44
von Moskwitschka | 2.529 Beiträge

Du darfst @Ebro Hier ein Beispiel, wo ich überhaupt nicht mitgehen kann. Es ist meiner Meinung nach eine einseitige Überhöhung.

Zitat von ehem. Hu im Beitrag #309
Auch wenn das dauernde Anzweifeln langsam nervt, so hat es doch etwas Nachdenkenswertes. Offenbar haben wir es - zumindest was z. B. die bewaffneten Organe und vielleicht den Staatsapparat betrifft - tatsächlich geschafft, sozialistische Persönlichkeiten mit derart starken Grundüberzeugungen herauszubilden, dass eben die materielle Komponente nicht im Vordergrund stand. Das muss so unglaublich sein, dass der Kollege Josef (und andere, auch in früheren Themen) es einfach nicht fassen können. Dabei haben wir uns Anpassungsfähigkeit und Flexibilität bewahrt. Denn nach der Kehre mussten wir uns um des Überlebens willen der westlichen Welt insofern unterwerfen, dass jetzt (fast) alles in materiellen Kategorien gedacht werden musste. Viele haben das trotz ihrer Überzeugungen bis heute geschafft. (Saublöde Frage: Was wäre wenn sich die Wende wieder wenden würde?...)




Ich will das jetzt an dieser Stelle nicht auseinanderpflücken. Sich darüber auszutauschen, ist meiner Meinung nach ein eigener thread wert.

Moskwitschka


„Nichts ist schwieriger und nichts erfordert mehr Charakter, als sich im offenen Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein!“

Kurt Tucholsky

zuletzt bearbeitet 16.05.2016 17:46 | nach oben springen

#371

RE: MfS Inland - Fragen zum persönlichen Erleben

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 16.05.2016 17:45
von Hanum83 | 4.775 Beiträge

Zitat von Alfred im Beitrag #368
Zitat von Hanum83 im Beitrag #367
[quote=Moskwitschka|p543003][quote=Hanum83|p543000][quote=Lutze|p542997]D
Aber er war nun wirklich unvorstellbar, weil man seine Wohnung halt nicht neu tapezieren kann (muss) wenn es der Nachbar tut.
Wie hieß die sozialistische Führungs-Flachzange die das inbrünstig rausposaunt hatte, Konrad Naumann



Du Flachzange,

dass war nicht Konrad Naumann, sondern Hager.


Eigentlich waren es ja alles Flachzangen unsere ungewählten Führer, ob die nun Konrad oder Kurt hießen
Ach Alfred, über nichts kann man sich vortrefflicher streiten als über ungeliebte geschichtliche Tatsachen


"Deitsch on frei wolln mer sei, on do bleibn mer aah derbei"
(Anton Günther)
Niederlausitzer hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 16.05.2016 18:00 | nach oben springen

#372

RE: MfS Inland - Fragen zum persönlichen Erleben

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 16.05.2016 17:56
von Ebro | 576 Beiträge

Zitat von Moskwitschka im Beitrag #370
Du darfst @Ebro Hier ein Beispiel, wo ich überhaupt nicht mitgehen kann. Es ist meiner Meinung nach eine einseitige Überhöhung.

Zitat von ehem. Hu im Beitrag #309
Auch wenn das dauernde Anzweifeln langsam nervt, so hat es doch etwas Nachdenkenswertes. Offenbar haben wir es - zumindest was z. B. die bewaffneten Organe und vielleicht den Staatsapparat betrifft - tatsächlich geschafft, sozialistische Persönlichkeiten mit derart starken Grundüberzeugungen herauszubilden, dass eben die materielle Komponente nicht im Vordergrund stand. Das muss so unglaublich sein, dass der Kollege Josef (und andere, auch in früheren Themen) es einfach nicht fassen können. Dabei haben wir uns Anpassungsfähigkeit und Flexibilität bewahrt. Denn nach der Kehre mussten wir uns um des Überlebens willen der westlichen Welt insofern unterwerfen, dass jetzt (fast) alles in materiellen Kategorien gedacht werden musste. Viele haben das trotz ihrer Überzeugungen bis heute geschafft. (Saublöde Frage: Was wäre wenn sich die Wende wieder wenden würde?...)




Ich will das jetzt an dieser Stelle nicht auseinanderpflücken. Sich darüber auszutauschen, ist meiner Meinung nach ein eigener thread wert.

Moskwitschka



Verstehe jetzt nicht so recht, was an diesem Beitrag Bauchschmerzen verursachen könnte? Irgendwie war das schon so. Aber hast recht, passt nicht hierher.



nach oben springen

#373

RE: MfS Inland - Fragen zum persönlichen Erleben

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 16.05.2016 18:01
von Pitti53 | 8.789 Beiträge

Zitat von Moskwitschka im Beitrag #370
Du darfst @Ebro Hier ein Beispiel, wo ich überhaupt nicht mitgehen kann. Es ist meiner Meinung nach eine einseitige Überhöhung.

Zitat von ehem. Hu im Beitrag #309
Auch wenn das dauernde Anzweifeln langsam nervt, so hat es doch etwas Nachdenkenswertes. Offenbar haben wir es - zumindest was z. B. die bewaffneten Organe und vielleicht den Staatsapparat betrifft - tatsächlich geschafft, sozialistische Persönlichkeiten mit derart starken Grundüberzeugungen herauszubilden, dass eben die materielle Komponente nicht im Vordergrund stand. Das muss so unglaublich sein, dass der Kollege Josef (und andere, auch in früheren Themen) es einfach nicht fassen können. Dabei haben wir uns Anpassungsfähigkeit und Flexibilität bewahrt. Denn nach der Kehre mussten wir uns um des Überlebens willen der westlichen Welt insofern unterwerfen, dass jetzt (fast) alles in materiellen Kategorien gedacht werden musste. Viele haben das trotz ihrer Überzeugungen bis heute geschafft. (Saublöde Frage: Was wäre wenn sich die Wende wieder wenden würde?...)




Ich will das jetzt an dieser Stelle nicht auseinanderpflücken. Sich darüber auszutauschen, ist meiner Meinung nach ein eigener thread wert.

Moskwitschka



Besser zu deinem eigenen Wohlbefinden wäre (Galle) dich aus Themen rauszuhalten von denen du keine Ahnung hast! Ich praktiziere das auch so.......Als Admin muß ich nur ordnend eingreifen. Deine Einwürfe sind manchmal nur peinlich....ich habe gesprochen und erwarte von dir hier keinen Kommentar dazu um das Thema nicht zu zerschießen.

Solltest du es doch tun werde ich das kommentarlos löschen


nach oben springen

#374

RE: MfS Inland - Fragen zum persönlichen Erleben

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 16.05.2016 18:09
von ehem. Hu | 466 Beiträge

Zitat von Pitti53 im Beitrag #373
[quote=Moskwitschka|p543022]
Besser zu deinem eigenen Wohlbefinden wäre (Galle) dich aus Themen rauszuhalten von denen du keine Ahnung hast! Ich praktiziere das auch so.......Als Admin muß ich nur ordnend eingreifen. Deine Einwürfe sind manchmal nur peinlich....ich habe gesprochen und erwarte von dir hier keinen Kommentar dazu um das Thema nicht zu zerschießen.
Solltest du es doch tun werde ich das kommentarlos löschen


Mag so sein, da ich aber nicht für das körperliches Unwohlsein der Kollegin verantwortlich sein möchte, würde mich schon interessieren, was da wohl den Brechreiz auslöst? Moskwitschka, kannst es mir ja auch über andere Wege zerpflücken, da bin ich schon gespannt.

reidliche Grüße Andreas


zuletzt bearbeitet 16.05.2016 18:14 | nach oben springen

#375

RE: MfS Inland - Fragen zum persönlichen Erleben

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 16.05.2016 18:12
von 80er | 571 Beiträge

Zitat von Moskwitschka im Beitrag #365
Sieh das mal so @80er Das ist entspannte Unterhaltung zwischendurch.[...]


Dagegen wäre nichts einzuwenden, die Erfahrung zeigt aber leider, dass es häufig, einmal begonnen, bei "entspannter Unterhaltung" bleibt!
Obwohl mir das bei vielen Themen wurscht ist, fände ich es hier schade.


Ebro und damals wars haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#376

RE: MfS Inland - Fragen zum persönlichen Erleben

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 16.05.2016 20:05
von damals wars | 12.176 Beiträge

Zitat von Pitti53 im Beitrag #373
Zitat von Moskwitschka im Beitrag #370
Du darfst @Ebro Hier ein Beispiel, wo ich überhaupt nicht mitgehen kann. Es ist meiner Meinung nach eine einseitige Überhöhung.

Zitat von ehem. Hu im Beitrag #309
Auch wenn das dauernde Anzweifeln langsam nervt, so hat es doch etwas Nachdenkenswertes. Offenbar haben wir es - zumindest was z. B. die bewaffneten Organe und vielleicht den Staatsapparat betrifft - tatsächlich geschafft, sozialistische Persönlichkeiten mit derart starken Grundüberzeugungen herauszubilden, dass eben die materielle Komponente nicht im Vordergrund stand. Das muss so unglaublich sein, dass der Kollege Josef (und andere, auch in früheren Themen) es einfach nicht fassen können. Dabei haben wir uns Anpassungsfähigkeit und Flexibilität bewahrt. Denn nach der Kehre mussten wir uns um des Überlebens willen der westlichen Welt insofern unterwerfen, dass jetzt (fast) alles in materiellen Kategorien gedacht werden musste. Viele haben das trotz ihrer Überzeugungen bis heute geschafft. (Saublöde Frage: Was wäre wenn sich die Wende wieder wenden würde?...)




Ich will das jetzt an dieser Stelle nicht auseinanderpflücken. Sich darüber auszutauschen, ist meiner Meinung nach ein eigener thread wert.

Moskwitschka



Besser zu deinem eigenen Wohlbefinden wäre (Galle) dich aus Themen rauszuhalten von denen du keine Ahnung hast! Ich praktiziere das auch so.......Als Admin muß ich nur ordnend eingreifen. Deine Einwürfe sind manchmal nur peinlich....ich habe gesprochen und erwarte von dir hier keinen Kommentar dazu um das Thema nicht zu zerschießen.

Solltest du es doch tun werde ich das kommentarlos löschen



Wenn man den Beitrag von ehem. Hu versteht, versteht man auch das persönliche Handeln der Mitarbeiter des MfS.
Man/Frau muß ihn sich ja nicht zu eigen machen.
Macht aber eine Annäherung an das Thema einfacher.
Ein Stück Blech ersetzt keine Grundüberzeugungen.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
Moskwitschka hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#377

RE: MfS Inland - Fragen zum persönlichen Erleben

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 16.05.2016 20:25
von Signalobermaat | 358 Beiträge

Schade, daß man eine offene Grenze nicht mal üben konnte und dann wie beim PC Knopf drücken und vorherige Situation wieder herstellen.
Spaß bei seite.Viele wären schon aus Neugier erst einmal rüber, vor allem hätten uns die Hoch und Fachschulabsolventen gefehlt, der Westen hätte sie alle mit Kußhand genommen,ob er sie gebraucht hätte oder nicht, schon um der DDR zu schaden.Viele Bundesbürger wären arbeitslos geworden, weil gut ausgebildete DDR Leute für billgeres Geld gearbeitet hätten, nur um nicht arbeitslos zu werden.Die Geheimdienste hätten ein riesiges Potential für Agenten gehabt, die sie zurückgeschickt hätten, als 5. Kolonne.Analog zur Situation vor 1961, wo viele Erstzuzüge und Rückkehrer vorher angeworben wurden.
Wir hätten uns nen Wolf gelaufen und hätten es trotzdem nicht in Griff bekommen.
Es hatte ja seinen Grund, die Grenzen 1961 erst einmal zu schließen.Um sie wieder zu öffnen hätte es langfristig ein paar Veränderungen in Ökonomie und Gesellschaft geben müssen u.a.das GG nicht auf die DDR auszudehnen und einiges mehr.
Ich denke mal, daß es darüber schon in oberen Kreisen Diskussionen gab, aber man kam zu keinem vernünftigem Kompromiß.
Soweit mir bekannt, soll Mielke schon ein recht akzeptables Reisegesetz zur Diskussion gestellt haben, was abgelehnt wurde.
Mich hätte wirklich mal interessiert, wie das über Nacht ab10.11.89 in Kraft getretene Reisegesetz in der DDR Perspektive gelaufen wäre,ohne
die DDR aufzugeben.Sicherlich nur mit gravierenden gesellschaftlichen Veränderungen und der planmäßigen Wiedervereinigung und mit Kompromissen für beide Seiten.



nach oben springen

#378

RE: MfS Inland - Fragen zum persönlichen Erleben

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 16.05.2016 20:31
von der alte Grenzgänger | 1.002 Beiträge

gelöscht- hat keinen Zweck..


"Man rühmt und man schmäht die meisten Dinge, weil es Mode ist, sie zu rühmen oder sie zu schmähen"
La Rochefoucauld (1613 - 1680)
damals wars hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 16.05.2016 20:43 | nach oben springen

#379

RE: MfS Inland - Fragen zum persönlichen Erleben

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 16.05.2016 21:04
von Hanum83 | 4.775 Beiträge

Zitat von Signalobermaat im Beitrag #377
Schade, daß man eine offene Grenze nicht mal üben konnte und dann wie beim PC Knopf drücken und vorherige Situation wieder herstellen.
Spaß bei seite.Viele wären schon aus Neugier erst einmal rüber, vor allem hätten uns die Hoch und Fachschulabsolventen gefehlt, der Westen hätte sie alle mit Kußhand genommen,ob er sie gebraucht hätte oder nicht, schon um der DDR zu schaden.Viele Bundesbürger wären arbeitslos geworden, weil gut ausgebildete DDR Leute für billgeres Geld gearbeitet hätten, nur um nicht arbeitslos zu werden.Die Geheimdienste hätten ein riesiges Potential für Agenten gehabt, die sie zurückgeschickt hätten, als 5. Kolonne.Analog zur Situation vor 1961, wo viele Erstzuzüge und Rückkehrer vorher angeworben wurden.
Wir hätten uns nen Wolf gelaufen und hätten es trotzdem nicht in Griff bekommen.
Es hatte ja seinen Grund, die Grenzen 1961 erst einmal zu schließen.Um sie wieder zu öffnen hätte es langfristig ein paar Veränderungen in Ökonomie und Gesellschaft geben müssen u.a.das GG nicht auf die DDR auszudehnen und einiges mehr.
Ich denke mal, daß es darüber schon in oberen Kreisen Diskussionen gab, aber man kam zu keinem vernünftigem Kompromiß.
Soweit mir bekannt, soll Mielke schon ein recht akzeptables Reisegesetz zur Diskussion gestellt haben, was abgelehnt wurde.
Mich hätte wirklich mal interessiert, wie das über Nacht ab10.11.89 in Kraft getretene Reisegesetz in der DDR Perspektive gelaufen wäre,ohne
die DDR aufzugeben.Sicherlich nur mit gravierenden gesellschaftlichen Veränderungen und der planmäßigen Wiedervereinigung und mit Kompromissen für beide Seiten.




Waren ja nur 28 Jährchen bis diese grundhaften Veränderungen eintraten, eine überschaubare Zeit, geschichtlich, Gott sei Dank.
Dieser ganz kurzen geschichtlichen Spanne verdanken wir das wir uns heute noch so schön bekoffern können, man überlege mal die DDR hätte es tatsächlich 100 Jahre gegeben, das Internetz wäre so was von langweilig, zumal die West-Bewohner da heute noch unter sich wären, vermutlich


"Deitsch on frei wolln mer sei, on do bleibn mer aah derbei"
(Anton Günther)
Hapedi hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 16.05.2016 21:11 | nach oben springen

#380

RE: MfS Inland - Fragen zum persönlichen Erleben

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 16.05.2016 21:54
von thomas 48 | 3.569 Beiträge

Zitat von Signalobermaat im Beitrag #377
Schade, daß man eine offene Grenze nicht mal üben konnte und dann wie beim PC Knopf drücken und vorherige Situation wieder herstellen.
Spaß bei seite.Viele wären schon aus Neugier erst einmal rüber, vor allem hätten uns die Hoch und Fachschulabsolventen gefehlt, der Westen hätte sie alle mit Kußhand genommen,ob er sie gebraucht hätte oder nicht, schon um der DDR zu schaden.Viele Bundesbürger wären arbeitslos geworden, weil gut ausgebildete DDR Leute für billgeres Geld gearbeitet hätten, nur um nicht arbeitslos zu werden.Die Geheimdienste hätten ein riesiges Potential für Agenten gehabt, die sie zurückgeschickt hätten, als 5. Kolonne.Analog zur Situation vor 1961, wo viele Erstzuzüge und Rückkehrer vorher angeworben wurden.
Wir hätten uns nen Wolf gelaufen und hätten es trotzdem nicht in Griff bekommen.
Es hatte ja seinen Grund, die Grenzen 1961 erst einmal zu schließen.Um sie wieder zu öffnen hätte es langfristig ein paar Veränderungen in Ökonomie und Gesellschaft geben müssen u.a.das GG nicht auf die DDR auszudehnen und einiges mehr.
Ich denke mal, daß es darüber schon in oberen Kreisen Diskussionen gab, aber man kam zu keinem vernünftigem Kompromiß.
Soweit mir bekannt, soll Mielke schon ein recht akzeptables Reisegesetz zur Diskussion gestellt haben, was abgelehnt wurde.
Mich hätte wirklich mal interessiert, wie das über Nacht ab10.11.89 in Kraft getretene Reisegesetz in der DDR Perspektive gelaufen wäre,ohne
die DDR aufzugeben.Sicherlich nur mit gravierenden gesellschaftlichen Veränderungen und der planmäßigen Wiedervereinigung und mit Kompromissen für beide Seiten.



Diese Gedanken hätte ich von Dir nicht vermutet


nach oben springen


Ähnliche Themen Antworten/Neu Letzter Beitrag⁄Zugriffe
Frage zur Staatsbürgerschaft der DDR
Erstellt im Forum DDR Staat und Regime von Cambrino
73 19.06.2016 19:16goto
von Commander • Zugriffe: 2518
Fragen zum Transitverkehr
Erstellt im Forum Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze von TOMMI
13 02.05.2014 19:23goto
von küchenbulle • Zugriffe: 1498
Allgemeine Fragen an die Insider der ehemaligen "bewaffneten Organe der DDR"
Erstellt im Forum DDR Staat und Regime von ABV
160 11.11.2014 23:21goto
von amigaguru • Zugriffe: 11769

Besucher
14 Mitglieder und 37 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: Andre Lambert
Besucherzähler
Heute waren 676 Gäste und 46 Mitglieder, gestern 3660 Gäste und 197 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 14371 Themen und 558186 Beiträge.

Heute waren 46 Mitglieder Online:

Besucherrekord: 589 Benutzer (24.10.2016 20:54).

Xobor Ein eigenes Forum erstellen