#281

RE: MfS Inland - Fragen zum persönlichen Erleben

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.05.2016 15:28
von RudiEK89 | 1.950 Beiträge

@damals wars ,
dein Beitrag ist für mein Befinden am Thema vorbei.
Es geht hier um die persönlichen Erlebnisse der Angehörigen des MfS.
Ich bin an den Erlebnissen interessiert und möchte, dass die Angehörigen weiter berichten.
Diesbezüglich ist dein Beitrag nicht dienlich.
Schau zum Thema "Volkspolizist dein Freund und Helfer", dort habe ich Fragen ehrlich aus meiner Sicht beantwortet und stehe nach wie vor für aufkommende Fragen bereit.

Dein Beitrag jetzt dazu war Kontraproduktiv.


März 1986 - Herbst 1986 Uffz. Schule Perleberg, GAR5. Glöwen
Herbst 1986 - Februar 1989 GR Heiligenstadt I. GB Klettenberg, 3. GK Silkerode
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#282

RE: MfS Inland - Fragen zum persönlichen Erleben

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.05.2016 15:29
von damals wars | 12.130 Beiträge

Zitat von Josef im Beitrag #265
Westgeld konnte man nur im "Intershop" anbringen oder auch bei DDR-Läden/Handwerkern ? Was fehlte denn, neben Bohrmaschinen und Autos, mit am meisten? Baumaterial ? Kleidung ? Oder einfach irgendwie fast alles ?


Sicher schwer nachzuvollziehen, auch anhand der Beiträge, die sich hier im Forum finden!
Aber viele Bürger der DDR mussten auch ohne Westgeld auskommem.
Da wurde die Wäsche mit Spee gewaschen, und nicht mit Persil.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#283

RE: MfS Inland - Fragen zum persönlichen Erleben

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.05.2016 15:35
von Josef | 631 Beiträge

Mich würden natürlich die Privilegien (!) der MfSler jenseits von Camel und Mon Chéri interessieren. Die Bohrmaschine war ja schonmal etwas.

Sicher, das Bekleidungsgeld für einen Anzug aus Baumwolle und nicht aus Kunstfaser, in der man schwitzt, gehört dazu. Auch das gehört zu den Erlebnissen, der persönliche Konsum von Waren, die dem gemeinen Bürger nicht oder nicht so einfach zu Verfügung standen. ZB Spülmaschine oder besondere Sanitärarmaturen und dergleichen mehr. Der nicht ganz kleine, aber auch nicht der ganz große Luxus ist gemeint.

Mir kann niemand erzählen, dass die DDR-Führung für gefährliche Einsätze nur Ordensblech oder Beförderungen vergab, es muss schon mehr gewesen sein, das in diesen Dienst hineingelockt hat als der Kampf der Klassen oder die sozialistische Grundeinstellung. Schließlich ist der Sozialismus auch ein Materialismus. Da muss es doch was gegeben haben. Leckerlis.


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#284

RE: MfS Inland - Fragen zum persönlichen Erleben

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.05.2016 15:38
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von Josef im Beitrag #283

Mir kann niemand erzählen, dass die DDR-Führung für gefährliche Einsätze nur Ordensblech oder Beförderungen vergab, es muss schon mehr gewesen sein, das in diesen Dienst hineingelockt hat als der Kampf der Klassen oder die sozialistische Grundeinstellung. Schließlich ist der Sozialismus auch ein Materialismus. Da muss es doch was gegeben haben. Leckerlis.


Da DEINE Meinung schon fest steht, brauch man nicht antworten.


Fritze hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#285

RE: MfS Inland - Fragen zum persönlichen Erleben

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.05.2016 15:39
von Josef | 631 Beiträge

Zitat von Alfred im Beitrag #284
Zitat von Josef im Beitrag #283

Mir kann niemand erzählen, dass die DDR-Führung für gefährliche Einsätze nur Ordensblech oder Beförderungen vergab, es muss schon mehr gewesen sein, das in diesen Dienst hineingelockt hat als der Kampf der Klassen oder die sozialistische Grundeinstellung. Schließlich ist der Sozialismus auch ein Materialismus. Da muss es doch was gegeben haben. Leckerlis.


Da DEINE Meinung schon fest steht, brauch man nicht antworten.


Falsch ! DEINE Meinung, werter Genosse Alfred, die stand schon fest, da war ich noch nicht geboren.


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#286

RE: MfS Inland - Fragen zum persönlichen Erleben

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.05.2016 15:46
von Alfred | 6.841 Beiträge

Du solltest dich bei speziellen BUNTEN Blättern bewerben, die stehen auf entsprechende Schlagzeilen. Und genügend Abnehmer für den ganzen Unfug gibt es ja.


Signalobermaat, bürger der ddr und Fritze haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#287

RE: MfS Inland - Fragen zum persönlichen Erleben

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.05.2016 15:52
von Moskwitschka | 2.529 Beiträge

Mal ne andere Frage. Es gab ja nicht wenige Vorfälle - an der Grneze oder Haverien in Betrieben, an deren Aufklärung das MfS beteiligt war. Wie erfolgte die Information an die Medien? Direkt vom MfS? Oder anders - Welchen Einfluss hatte das MfS auf die Pressemitteilungen?

Ich denke, sowas gehörte auch zum Alltagsgeschäft, oder

Moskwitschka


„Nichts ist schwieriger und nichts erfordert mehr Charakter, als sich im offenen Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein!“

Kurt Tucholsky

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#288

RE: MfS Inland - Fragen zum persönlichen Erleben

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.05.2016 16:04
von passport | 2.628 Beiträge

Zitat von Josef im Beitrag #283
Mich würden natürlich die Privilegien (!) der MfSler jenseits von Camel und Mon Chéri interessieren. Die Bohrmaschine war ja schonmal etwas.

Sicher, das Bekleidungsgeld für einen Anzug aus Baumwolle und nicht aus Kunstfaser, in der man schwitzt, gehört dazu. Auch das gehört zu den Erlebnissen, der persönliche Konsum von Waren, die dem gemeinen Bürger nicht oder nicht so einfach zu Verfügung standen. ZB Spülmaschine oder besondere Sanitärarmaturen und dergleichen mehr. Der nicht ganz kleine, aber auch nicht der ganz große Luxus ist gemeint.

Mir kann niemand erzählen, dass die DDR-Führung für gefährliche Einsätze nur Ordensblech oder Beförderungen vergab, es muss schon mehr gewesen sein, das in diesen Dienst hineingelockt hat als der Kampf der Klassen oder die sozialistische Grundeinstellung. Schließlich ist der Sozialismus auch ein Materialismus. Da muss es doch was gegeben haben. Leckerlis.




Das einzigste Privileg was ein MA des MfS hatte war Arbeit, Arbeit und nochmals Arbeit verbunden mit sehr vielen Stunden. Der MA der PKE Marienborn / A. kam im Durchschnitt auf 250 Stunden im Monat.


passport


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#289

RE: MfS Inland - Fragen zum persönlichen Erleben

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.05.2016 16:10
von LO-Wahnsinn | 3.489 Beiträge

Zitat
Da muss es doch was gegeben haben. Leckerlis.



Um Leckerlis wörtlich zu nehmen, ja gab es, Feiern bis der "Abschleppwagen" kommt, mit Leckerlis zum Essen und Trinken.

Josef, für Dich als im Westen sozialisierter Mensch (teilweise noch nach der Wende), wie hier schon gesagt wurde, wird es Dir schwer fallen an "Überzeugungstäter" zu glauben.
Es gab auch in der DDR massig Leute die immer die Hand aufgehalten hätten, ich glaube da sogar an eine Mehrheit.
Es gab aber auch die Anderen und das waren auch nicht wenige.

Ich habe für meine bescheidenen Deinste garnichts bekommen, das stand auch beiderseits nie zur Debatte und war auch nirgends geregelt oder vermerkt, auch wenn meine Deinste natürlich mit denen hier erzählten in keinster Weise mithalten können.
Ich war aber auch Überzeugungstäter, ich fühlte mich in dem Land wohl und mein Beitrag zur Zukunft des Landes (somit auch meines Umfeldes) lag darin, mitzuhelfen Schaden vom Land abzuwenden.
Ich teile heute die Auffassung des Staates DDR über "Schädlinge" nicht mehr in dem Umfang wie damals, bereits damals bröckelte sie schon recht frühzeitig, aber ich halte es vom Grundsatz auch heute noch für richtig, das Land in dem man lebt vor Ungemach zu schützen.

Ich erkläre es mal so...
Auch wenn ich heute die Politik ablehne, ich die in Berlin am liebsten 1:1 austauschen würde, sollte ich Kenntnis z.B. über einen geplanten Terrorakt erlangen, würde ich meine Informationen sofort dem Staat zur Verfügung stellen um das Land und die Menschen zu schützen.

Nicht viel anders war meine Einstellung damals und ich denke so, oder so ähnlich, waren für viele die Beweggründe sich in Staatsdienste zu begeben oder beim MfS mitzuwirken.


Ein Volk, das sich einem fremden Geist fügt,
verliert schließlich alle guten Eigenschaften und damit sich selbst.
Ernst Moritz Arndt (1769 - 1860)
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#290

RE: MfS Inland - Fragen zum persönlichen Erleben

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.05.2016 16:26
von Lutze | 8.033 Beiträge

Das einzigste Privileg was ein MA des MfS hatte war Arbeit, Arbeit und nochmals Arbeit verbunden mit sehr vielen Stunden. Der MA der PKE Marienborn / A. kam im Durchschnitt auf 250 Stunden im Monat.


passport[/quote]

So viele Überstunden im Monat?kam sowas öfters vor?
konnte man die Überstunden auch abbummeln?
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#291

RE: MfS Inland - Fragen zum persönlichen Erleben

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.05.2016 16:31
von passport | 2.628 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #290




Das einzigste Privileg was ein MA des MfS hatte war Arbeit, Arbeit und nochmals Arbeit verbunden mit sehr vielen Stunden. Der MA der PKE Marienborn / A. kam im Durchschnitt auf 250 Stunden im Monat.


passport


So viele Überstunden im Monat?kam sowas öfters vor?
konnte man die Überstunden auch abbummeln?
Lutze
[/quote]


Hallo @Lutze , Durchschnitt heisst die Gesamtzahl der Stunden eines Jahres durch die 12 Kalendermonate.
Abbummeln der Überstunden war bei den bewaffneten Organen nicht üblich.


passport


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#292

RE: MfS Inland - Fragen zum persönlichen Erleben

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.05.2016 16:47
von Ebro | 565 Beiträge

Leckerlis-ich glaube ich spinne. Und dann wundert man sich, wenn ich etwas sarkastisch die Bildung und die Kenntnisse der Altbundesbürger (!) beurteile.
Nein, es gab keine Leckerli. Das einzige Leckerli waren 2 Tage dienstfrei nach einem Einsatz mit sowjetischen Soldaten, wo ich Sachen gesehen habe, die mich etwas "grün im Gesicht" in die Dienststelle zurückkehren ließen.
Es gab keine Belohnungen oder sonst was, Überstunden wurden weder bezahlt, noch abgebummelt.
Zu den Feiertagen im MfS, am 8. Februar oder 7.Oktober, gab es die fälligen Beförderungen und Ordensverleihungen, wenn man die Zeit dafür erreicht hatte.



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#293

RE: MfS Inland - Fragen zum persönlichen Erleben

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.05.2016 17:19
von icke46 | 2.593 Beiträge

Zitat von Josef im Beitrag #283
Mich würden natürlich die Privilegien (!) der MfSler jenseits von Camel und Mon Chéri interessieren. Die Bohrmaschine war ja schonmal etwas.




Ich weiss nicht, aber ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass Du nur darauf aus bist, Deine Vorurteile bestätigt zu bekommen. So kann man natürlich auch Geschichte aufarbeiten: Ich sage euch, wie das damals war, und ihr sagt dann gefälligst, so war das. Erinnert auch so ein bisschen an die an anderer Stelle zitierte Pippi Langstrumpf.

Nur ein Hinweis: Die in Deinem Zitat erwähnte Bohrmaschine hatte nichts mit einer Tätigkeit im oder für das MfS zu tun. Ich würde Dir empfehlen, die Beiträge von @GKUS64 #262 und #264 nochmal verstehend zu lesen.

Gruss

icke



Krepp und Ebro haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#294

RE: MfS Inland - Fragen zum persönlichen Erleben

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.05.2016 17:24
von Zange | 391 Beiträge

Zitat von Ebro im Beitrag #292
Leckerlis-ich glaube ich spinne. Und dann wundert man sich, wenn ich etwas sarkastisch die Bildung und die Kenntnisse der Altbundesbürger (!) beurteile.
Nein, es gab keine Leckerli. Das einzige Leckerli waren 2 Tage dienstfrei nach einem Einsatz mit sowjetischen Soldaten, wo ich Sachen gesehen habe, die mich etwas "grün im Gesicht" in die Dienststelle zurückkehren ließen.
Es gab keine Belohnungen oder sonst was, Überstunden wurden weder bezahlt, noch abgebummelt.
Zu den Feiertagen im MfS, am 8. Februar oder 7.Oktober, gab es die fälligen Beförderungen und Ordensverleihungen, wenn man die Zeit dafür erreicht hatte.

Beim BGS gab es in den 70er Jahren für 24 Stunden Wachdienst immerhin einen halben Tag Dienstausgleich, also ganze vier Stunden.


Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen (Helmut Schmidt)
Lutze und Hapedi haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#295

RE: MfS Inland - Fragen zum persönlichen Erleben

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.05.2016 18:40
von Signalobermaat | 356 Beiträge

In den letzten Jahren gab es bei uns nach regulärem 24h Dienst OvD , Dienstfrei bis zum nächsten Tag, sofern keine Dienstversammlung oder eine andere op. Maßnahme dazwischen kam.
Der OvD durfte nicht schlafen. Aber ich glaube, daß war in den jeweiligen BV unterschiedlich geregelt.
Bei op. Einsätzen. Bränden Havarien u.a. Vorkommnissen,auch wenn sie weit bis in die Nachtstunden gingen, gab es kein frei und um 08.00Uhr war spätestens Dienstbeginn, manchmal mit nur einer Mütze Schlaf und im ungünstigsten Fall gar keinen.
Das Längste bei mir waren mal 48h hintereinander,dann für 3-4h kurzschlaf und weiter ging es.
Das war aber auch bei der VP-K normal, wenn es um den ersten Angriff ging.Da standen wir oft Seite an Seite und keiner gab sich die Blöße zu gehen. Da hat erst mal jeder im Kreis Dienst gemacht bis zum Umfallen.
Da hat auch keiner mit Leckerlies geliebäugelt, Da spielte es auch keine Rolle, ob Geburtstag,oder andere Feierlichkeiten anstanden.
Im nachhinein muß ich sagen, haben wir unseren Familien manchmal ganz schön etwas zugemutet.
Es war einfach die Einstellung zu diesem Dienst und da wurde auch schon in der Kaderaufklärung Wert gelegt,daß solche Bedürfnisse nicht hervortraten.
Für Auszeichnungen / Beförderungen waren 8.Februar u. 7.Oktober vorgesehen.Das war auch kein Mußablauf,sondern eine Kannbestimmung, da gab es festgelegt Kriterien, Wartezeiten, die eingehalten werden mußten .Z.B, gab es zumindesten bei uns keine doppelten Auszeichnungen, z.B. Medaille u. Beförderung.Zwischen beiden mußten1 bzw. 2 Jahre liegen.Es war dann immer nicht einfach auszuwählen, wenn jemand gut war.
Bekam er eine Medaille, hat man ihm möglicherweise die Beförderung versaut und umgekehrt.Aber hier will ich mich nicht für alle DE festlegen.
Ich habe einmal auf Vorschlag der SED KL die Verdienstmed. der KG erhalten und durfte daraufhin ein Jahr länger Leutnant sein, weil das von der Kaderabt.als Auszeichnung registriert wurde.
Prämien, für sehr gute Arbeitsergebnisse konnten dazwischen verteilt werden,aber die mußten schon gut begründet werden, z.B. mit konkreten bedeutenden Arbeitsergebnissen.Z.B. Vorgangsabschluß mit Verhinderung eines bedeutenden volkswirtschaftlichen Schadens usw.
Dienst nach Vorschrift, gab es bei uns eigentlich nicht,da war vieles über Einstellung und Bewustsein geregelt und den Kreis ziehe ich mal bis zu den Berufssoldaten der NVA und VP, soweit ich davon persönlich welche kannte.
Es war auch in vielen Bereichen der DDR so,daß nicht gefragt wurde, was bekomme ich, sondern, daß man da war, wenn m,an gebraucht wurde.
Nach der Wende hat sich das auch schlagartig geändert, da wurde dann oft gesagt, wat zahlste.
Es war einfach ein anderer Zusammenhalt, schade, daß man sich so schnell dem Westen angepaßt hatte.



Lutze, Josef, bürger der ddr, passport, seaman, Ebro, Klauspeter und Fritze haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#296

RE: MfS Inland - Fragen zum persönlichen Erleben

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.05.2016 18:41
von Josef | 631 Beiträge

Zitat von Alfred im Beitrag #286
Du solltest dich bei speziellen BUNTEN Blättern bewerben
.


Nein, danke.

Zitat von icke46 im Beitrag #293
[
Ich weiss nicht, aber ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass Du nur darauf aus bist, Deine Vorurteile bestätigt zu bekommen.



Nein, da könnte ich mir die Mühe zu fragen auch sparen.

Zitat von Signalobermaat im Beitrag #295

Prämien


Danke, Signalobermaat, also gab es, neben den "Auszeichnungen" und Beförderungen auch Prämien.

Ich glaube nicht an die Mär, dass ein MfSler sein Familienleben von "der Firma" durchleuchten lässt, anstrengende Dauereinsätze macht, sich Risiken aussetzt - und das alles nur aus Glauben an die Sache des Sozialismus. Auch der MfSler ist ein Mensch mit Bedürfnissen, ich glaube sogar, die menschlichen Grundbedürfnisse waren zu allen Zeiten, unter jedem politischen System die gleichen. Ich glaube auch nicht daran, dass der Sozialismus per se bessere Menschen oder "Helden" hervorbrachte.

Ich denke schlicht daran, dass man dafür, dass man etwas bestimmtes unter Last und mit Mühen tut, auch etwas dafür haben will, es muss ja nicht unbedingt Geld sein.


zuletzt bearbeitet 15.05.2016 19:21 | nach oben springen

#297

RE: MfS Inland - Fragen zum persönlichen Erleben

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.05.2016 19:16
von Signalobermaat | 356 Beiträge

Josef,Das ist schlicht und einfach der Unterschied zwischen soz. und westlicher Ideologie, wir taten Vieles aus Überzeugung und ihr nur für Geld.
Überzeugung ist in der Regel ein haltbareres Motiv,deshalb hatte auch bei der Anwerbung als IM, die Überzeugung den Vorrang. Geld war wenig haltbar,wenn der nächste besser zahlte,wechselte er die Fronten.
Aber, wenn du uns nicht glauben willst, stelle keine Fragen, oder beantworte sie dir selbst,da braucht du keine Fragen stellen.



bürger der ddr, seaman, Ebro, damals wars, Klauspeter und Fritze haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#298

RE: MfS Inland - Fragen zum persönlichen Erleben

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.05.2016 19:25
von TAO | 232 Beiträge

Will ja niemandem etwas unterstellen - hatten in unserer Verwandschaft auch welche die dabei waren- aber fühlte man sich mit unter nicht doch etwas priveligierter? Immerhin hatte man ja gegenüber dem normalen DDR-Bürger eine gewisse Macht (wenn man es wollte). Wie gesagt, es ist nicht böse gemeint. Mich würde da nur mal die Meinung von ehemaligen Mitarbeitern interessieren. Zumindest, als sie bei der Firma begannen.


Josef hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#299

RE: MfS Inland - Fragen zum persönlichen Erleben

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.05.2016 19:27
von Josef | 631 Beiträge

Zitat von Signalobermaat im Beitrag #297
Josef,Das ist schlicht und einfach der Unterschied zwischen soz. und westlicher Ideologie, wir taten Vieles aus Überzeugung und ihr nur für Geld.
Überzeugung ist in der Regel ein haltbareres Motiv,deshalb hatte auch bei der Anwerbung als IM, die Überzeugung den Vorrang. Geld war wenig haltbar,wenn der nächste besser zahlte,wechselte er die Fronten.
Aber, wenn du uns nicht glauben willst, stelle keine Fragen, oder beantworte sie dir selbst,da braucht du keine Fragen stellen.


Die sozialistische Persönlichkeit, die aus Überzeugung für ihren Staat handelt ? Das mag ein Motivteil sein und ich glaube, dass die MfSler in ihrer Mehrheit Genossen waren. Das ändert nichts daran, dass sie auch Menschen waren, für ihre Arbeit auch was haben wollten, dass sie von denen unterschied, die genau diese Arbeit nicht taten.


zuletzt bearbeitet 15.05.2016 19:57 | nach oben springen

#300

RE: MfS Inland - Fragen zum persönlichen Erleben

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.05.2016 19:29
von B Man | 193 Beiträge

Zitat von Josef im Beitrag #296


Ich denke schlicht daran, dass man dafür, dass man etwas bestimmtes unter Last und mit Mühen tut, auch etwas dafür haben will, es muss ja nicht unbedingt Geld sein.



Zur Zeit des kalten Krieges gab es auf beiden Seiten vom Zaun Leute die haben Sachen gemacht weil sie getan werden mussten ohne etwas dafür zu verlangen.
Man hat auch nicht dauernd hinterfragt warum das jetzt so getan werden muss. Man hatte eine Aufgabe und hat die ausgeführt.
Viele Dinge aus dieser Zeit sind heute nicht mehr vorstellbar.

Auch im Westen gibt es Leute die auch heute noch nicht viel von ihrer Aufgabe oder dem Drumherum erzählen auch wenn die Geheimhaltung längst abgelaufen ist.


Gruss Andreas
seaman, Ebro, damals wars und furry haben sich für diesen Beitrag bedankt
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