#61

RE: "Tag der Befreiung" - oder etwa nicht?

in Themen vom Tage 09.05.2016 19:47
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von werner im Beitrag #57
Zitat von eisenringtheo im Beitrag #52

Die Front am Atlantik wurde erst auf Druck der Sowjetunion eingerichtet, sie wollte den westlichen Alliierten etwas Dampf machen, weil sie die Hauptlast des Krieges bestreiten musste.
Theo


Auf der nicht protokollierten Tonspur wird Stalin vermutlich auch deutlich gemacht haben, dass er notfalls kein Problem haben wird, bis an den Atlantik durchzurennen und sich die Westalliierten dann eine Einflussnahme in Europa von der Backe schmieren können.

Oder hat jemand eine andere Erklärung für die Planung "Operation Unthinkable"?

wurde leider nicht in die Tat umgesetzt!


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#62

RE: "Tag der Befreiung" - oder etwa nicht?

in Themen vom Tage 09.05.2016 19:49
von Larissa | 834 Beiträge

@Gert Vielen Dank lieber Gert.
@B208 Du hast den richtigen Gedanken. 48 geboren, bin ich mit den Folgen dieser Zeit aufgewachsen und musste mir so einiges anhoeren, was ich nicht alles verstand. Es hat mein Leben gepraegt bis heute. Mein Vater ging mit seinem Hakenkreuz ins Grab. Es sind in den USA (bis vor kurzem) nur noch 2 Veteranen aus dem 2. Weltkrieg ueberlebend. Ein paar mehr ehemals aktive Veteranen nur in Russland. In der russischen Familie haben wir einen 89jaehrigen. Nur, ob bei 600000 oder bei 27 Millionen Menschen Verlusten, sind immer Familien damit verbunden gewesen. Und diese Ueberlebenden mussten damit aufwachsen und fertig werden mit ihren entsetzlichen Verlusten. Die Probleme fuer die nachkommenden Generationen waren vorprogrammiert, wie in Millionen von Familien. Und das ist bis heute so. Und darum sieht es in Deutschland heute so aus, weil keiner das Rueckgrat hat, der schleichenden Schuld ein Ende zu machen und vernuenftig zu reagieren gegen aeussere Einfluesse.

@Speedbus Ja, eine maechtiger Show. Und warum nicht? Die versteckte Show, das heisst Saebelrasseln und Aufruesten, zeigt die USA ebenso via sog. NATO. Und dieses zur Schau gestellte Gleichgewicht der Grossmaechte sicherte den Frieden ueber Jahrzehnte. Haette es dieses nicht gegeben, Deutschland und grosse Teile der uebrigen heutigen EU waeren eine Staubwolke, schlimmer als den damals fuer Deutschland angedachten Kartoffeln und Bauernstaat. Da waere bei einem Nuclear War naemlich keine Kartoffeln mehr gewachsen. Im uebrigen, die USA hat in den letzten Jahren die 12fachen Ausgaben der RF im militarischen Bereich. Wenn auch nicht so die Bilder, so die Zahlen sprechen fuer sich. In Russland wirst Du nicht hoeren, dass ein Russe die Deutschen verflucht, sondern die Nazis und den Faschismus. Nun, wir wissen, wohin wir auch gehen, diese Burschen sind wieder auf dem Vormarsch, da ist auch Russland nicht ausgenommen. Anderes Thema. Jedenfalls, keiner hat das Recht, den Russen diesen Tag abzuerkennen. So weit sind wir - noch nicht.

@eisenringtheo Leider muss ich Dir widersprechen lieber Theo. Sehr wohl feiert die USA das Ende des 2. Weltkriegs, nur, der 8. Mai ist nur eines von vielen Feiern zum Ende des Krieges. Zig mal erlebt in Gods own Country. Es wird, bei sich immer wiederholenden patriotischen Feiern, mit allen militaerischen Ehren uebers Jahr, die Veteranen und der toten Soldaten, an vielen verschiedenen Orten gedacht, so auch Pearl Harbor, Normandie usw. Also nicht direkt nur der 8. Mai. Und zwar, mit und ohne Militaer. In September werden wieder 50 ehemalige B17 Bomber ueber Washington kreisen. Das sind die Flugzeuge, die zusammen mit den britischen Staffeln des Bomber Harris, in Tag und Nachtschicht mit den Amerikanern abwechselnd Europa in Schutt und Asche legten, obwohl das Reich bereits am Ende war, und hunderttausende von Zivilisten und Fluechtlingen in einer Feuersbrunst umkamen. Auch in England gibt es nicht nur den Poppy Day, (Poppy = Mohnblume = Blutrot) der die Veteranen unterstuetzt und an den grossen Sieg erinnert. In England heisst es, we won the war against the Germans. Lasst uns nicht im Detail verharren. Es ist so wie es ist.
Und wir bekommen immer mehr zu hoeren.
Ich empfehle jedem hier sich anzuschauen die Documentary Zeitgeschichte: Die Verbrechen der Sieger. So langsam, pro Jahr ein Wort, kommt heraus die schreckliche Wahrheit ueber die vermeintlich guten Sieger des 2. Weltkriegs. Nicht nur, dass deutsche Soldaten von unfaehigen feigen Generaelen hunderttausendfach vor den Toren Moskaus oder in Gefangenschaft gerieten, aus denen sie nicht heimkehrten. Auch unsere lieben US Freunde haben Dreck am Stecken, und nicht wenig. Deutsche verhungerten und verdursteten auf den Gefangenenwiesen, wie die Deutschen russische Gefangene verhungern liessen.
Bleibt nur zu hoffen, dass wir leben in einer besseren Gesellschaft, egal wo wir leben, woran ich nicht mehr glaube. Aber, heute posaunt Deutschland, wo es heisst - Putins Machtspiele. Nochmal, es wurden heute die Toten geehrt, und nicht nur die Russischen Verluste.

Die westliche Propaganda muss sich langsam ueber sich selbst schaemen. Was fuer Kommentatoren. Nicht, dass in Russland alles in Ordnung ist, nur, Ihr seid nicht viel besser wenn Ihr die heutige Lage in der Welt und das falsche Tun der eigenen Politiker mit Scheuklappen geschehen lasst.
Larissa


"Keine Jagd ist so wie die Jagd auf Menschen und die, die lange genug Menschen gejagt haben, die Spaß daran hatten, interessieren sich nie wieder für etwas anderes." — Hemingway
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zuletzt bearbeitet 09.05.2016 19:51 | nach oben springen

#63

RE: "Tag der Befreiung" - oder etwa nicht?

in Themen vom Tage 09.05.2016 19:49
von Mike59 | 7.977 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #8
hab gestern mal mdr geschaut und da brachten sie die Meldung in Erfurt ( meine alte Heimat) hat die Thr. Landesregierung am sowj. Ehrenmal für die Gefallenen Sowjetsoldaten einen Kranz niedergelegt.- Soweit so gut, Gefallene sollten geehrt werden. Aber meines Wissens haben die Russen Thüringen erts am 1.7.45 betreten, also im Ergebnis der allierten Vereinbarung über die Besatzungszonen kamen sie ganz friedlich daher. Erfurt wurde von US Truppen "befreit", wenn die Erzählungen meiner Mutter so stimmen . Ostern 1945 waren sie da. Diese Soldaten werden offenbar nicht geehrt, jedenfalls kann ich mich an kein Denkmal, nicht mal ein Schild, das an dieses Ereignis erinnert, erinnern.
Mein persönlicher Befreiungstag ist der 9.November 1989, da begann die Befreiung von der Landplage SED & Co
Eine sonnige Woche wünsche ich allen, besonders @Larissa, schön wieder mal von dir zu hören nur was du berichtest über deine Gesundheit ist leider nicht so schön. Ich wünsche dir eine gute Genesung


Ja ist ein klein wenig dubios mit den Heldenfriedhöfen in Thüringen. Hier in Vacha gibt es auch einen, wenn man sich mit der Geschichte ein klein wenig befasst, dann kommt man auch dahinter weswegen kaum ein Westalliierter hier bestattet liegt. Die wurden mehrheitlich exhumiert und in die Heimat überführt.
Nach 45 mußten auf Anweisung des Völkerbundes in deutschen Verwaltungszentren/ größere Kommunen Sammelfriedhöfe (o.s.ä.) angelegt werden in denen vor allem verstorbene Zwangsarbeiter und gefallene Piloten der Alliierten bestattet werden mußten. Vor der Übergabe Thüringens an die sowjetischen Besatzungstruppen wurden in Vacha die gefallenen US / UK Soldaten exhumiert und in die Heimat überführt, bis in die 50er Jahre lag hier noch ein italienischer und ein belgischer Zwangsarbeiter, die aber auch in die Heimat verlegt wurden, jetzt sind nur noch polnische und russische Gräber vorhanden darunter auch zwei verstorbene Säuglinge. Wenn ich mich recht erinnere liegen hier auch zwei russ. Soldaten welche nach 45 hier an der Demarkationslinie getötet wurden. Muß mal nachsehen wo ich die Unterlagen vergraben habe.


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#64

RE: "Tag der Befreiung" - oder etwa nicht?

in Themen vom Tage 09.05.2016 19:53
von Ari@D187 | 1.989 Beiträge

Hmm, alle Jahre wieder...

Zitat von Ari@D187 im Beitrag RE: Zum 70. Mal - 2015 Der Tag der Befreiung vom Faschismus
Bereits mein Wissen um das Leid meiner Großeltern und Eltern in der Zeit des zweiten Weltkrieges und der Respekt vor deren Lebensgeschichte und Lebensleistung verbietet es mir, den Tag der bedingungslosen Kapitulation als einen Tag der Befreiung zu deuten.

Eine solche Wertung kann nur Menschen zustehen, welche diese Zeit bewusst erlebt und erlitten haben und das damalige Gefühl beschreiben können. Dies dürften nach mittlerweile 70 Jahren nur noch recht wenige sein. Mit dem Blickwinkel und dem Maßstab von heute, aus dem warmen Wohlstandssessel heraus, einen Zeitabschnitt zu beurteilen oder gar umzudeuten halte ich für respektlos und anmassend.

Ari


Zitat von Ari@D187 im Beitrag RE: Zum 70. Mal - 2015 Der Tag der Befreiung vom Faschismus
Ob es ein Tag des der Befreiung oder der Besatzung war läßt sich doch an den Absichten der Alliierten ablesen.
Ziel war es u.A. Deutschland zu besiegen und in Besatzungszonen aufzuteilen.

Deutschland wurde dann auch besiegt und besetzt. In z.B. Frankreich, wird entsprechend der 8. Mai als der Tag des Sieges gefeiert.

Ari


Zitat von Ari@D187 im Beitrag RE: Zum 70. Mal - 2015 Der Tag der Befreiung vom Faschismus
Zitat von Georg im Beitrag RE: Zum 70. Mal - 2015 Der Tag der Befreiung vom Faschismus
In den Medien - hier nur mal eine Zeitung:

http://www.sz-online.de/nachrichten/8-ma...ng-3090933.html

wird berichtet, dass laut Forsaumfrage für die Mehrheit der Deutschen der 8. Mai Tag der Befreiung ist. Und was ich beachtlich finde, dass sich die Einstellung der Deutschen dazu deutlich verändert hat.

Ich halte so eine Umfrage für völligen Unsinn. Wie soll denn z.B. ich, oder jeder andere, welcher diesen Krieg überhaupt nicht miterlebt hat, beurteilen können, ob dieser Tag für die deutsche Bevölkerung ein Tag der Befreiung (oder was auch immer) war?

Ich lese gerade das Buch "Corse 1943 - Les combattants de la liberté". Jeder darin zu Wort kommende Überlebende hat für die Befreiung Korsikas gekämpft und diese erlebt. Sollte ich dieses Jahr an einer der Gedenkstätten Korsikas einen dieser Veteranen antreffen, werde ich es tunlichst vermeiden vom 8. Mai als einen Tag der Befreiung für die Deutschen zu sprechen. Erstens aus Respekt vor der Lebensleistung und Tapferkeit dieser Personen und zweitens um mir das Tragen einer von hinten geknöpften Jacke zu ersparen.

Ari


Thüringen wurde gleich mehrfrach befreit:

Zitat von Ari@D187 im Beitrag RE: 8. Mai 45 - War es wirklich ein Tag der Befreiung?
Die u.A. thüringer Bevölkerung muß noch glücklicher gewesen sein, da nach wenigen Wochen nochmals die Besatzungstruppen wechselten.

Ari


Ari


Scheint es auch Wahnsinn, so hat es doch Methode...
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#65

RE: "Tag der Befreiung" - oder etwa nicht?

in Themen vom Tage 09.05.2016 20:02
von Freienhagener | 3.877 Beiträge

Zitat von hanseatin im Beitrag #21
Befreit um besetzt zu werden ? Befreit beinhaltet auch Freiheit. Wie frei war Deutschland nach 1945 ? Geteilt und aufgeteilt ,kontrolliert ,und besetzt?
Der Faschismus wurde besiegt ,aber frei ? Stacheldraht und Minen? Wer hat nun wem befreit? Am 8. Mai der vielen Gefallenen gedenken ja,den vielen Opfern des Krieges ja, Ein Gedenktag dafür ja. "Einen Tag der Befreiung "nein. Es gab keine Befreiung.


1945 habe ich nicht erlebt - dafür den Abzug der Russen. Das hatte was Befreiendes - auch wenn die Sanierung der verseuchten Kaserengelände einige Zeit dauerte (Ich habe neben 2 Kasernen gelebt - heute ist das Gelände in Leipzig-Paunsdorf ein "Grüner Bogen" mit Tiergehege - super).


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
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#66

RE: "Tag der Befreiung" - oder etwa nicht?

in Themen vom Tage 09.05.2016 20:29
von beobachter | 92 Beiträge

Stimmt genau. Kenne hier auch einige ehem. liegenschaften der Russen. Als sie abzogen hinterliessen sie marode verseuchte kasernen mit allem drum und dran.Man konnte erahnen wie ein großteil mehr vegetierte wie lebte.Als sie weg waren wurde es mit erleichterung aufgenommen. Was nicht heissen soll das es auch positive moment e des miteinander gab.


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#67

RE: "Tag der Befreiung" - oder etwa nicht?

in Themen vom Tage 09.05.2016 20:33
von Freienhagener | 3.877 Beiträge

Leipzig Grünau hieß nach einer großen Munitions-Explosion in der Russenkaserne im Volksmund "La Granada".
Informiert wurde die Bevölkerung nicht.
Sowas wird man gern los..........


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
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zuletzt bearbeitet 09.05.2016 20:35 | nach oben springen

#68

RE: "Tag der Befreiung" - oder etwa nicht?

in Themen vom Tage 09.05.2016 20:42
von B Man | 193 Beiträge

Zitat von beobachter im Beitrag #66
. Kenne hier auch einige ehem. liegenschaften der Russen.


Bis zu 500 000 Angehörige der GSSD musste man ja irgendwo unterbringen und das Land Brandenburg wird noch lange an diesem Erbe zu knabbern haben.


Gruss Andreas
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#69

RE: "Tag der Befreiung" - oder etwa nicht?

in Themen vom Tage 09.05.2016 22:14
von SET800 | 3.104 Beiträge

Zitat von Mike59 im Beitrag #63
Vor der Übergabe Thüringens an die sowjetischen Besatzungstruppen wurden in Vacha die gefallenen US / UK Soldaten exhumiert und in die Heimat überführt, bis in die 50er Jahre lag hier noch ein italienischer und ein belgischer Zwangsarbeiter, die aber auch in die Heimat verlegt wurden,


Hilft das Ausgraben, Transportieren, anderswo wieder eingraben den Angehörigen den Verlust leichter zu ertragen?

Ich denke Ehrenmale wie in vielen deutschen Dörfern mit allen Namen der Gefallenden aus dem Ort oder symbolisch wie in Verdun, Mutter Heimat in Wolgograd, Treptower Park und im Tiergarten erfüllen auch den Zweck in angemessender würdiger Form.

Detail Berlin, so wie ich las war da Ehrenmal im Treptower Park während der DDR-Zeit immer öffentlich zugänglich, das Denkmal im Tiergarten war aber bis etwa 1995 nicht betretbar, warum?



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#70

RE: "Tag der Befreiung" - oder etwa nicht?

in Themen vom Tage 09.05.2016 22:26
von icke46 | 2.593 Beiträge

Zitat von SET800 im Beitrag #69


Hilft das Ausgraben, Transportieren, anderswo wieder eingraben den Angehörigen den Verlust leichter zu ertragen?





Doch, ich glaube schon, dass das hilft - wenn die Hinterbliebenen ihren toten Angehörigen nahe sein können. Vermutlich ist das auch die Intention der Amerikaner die mit dem Spruch "Bringing our Boys back home" umschrieben wird. Nicht umsonst sammeln sie auch heute noch ihre Toten zum Beispiel in Vietnam ein, um sie in die USA zu überführen. Man kann nun dazu stehen, wie man will, aber nachvollziehbar ist es für mich durchaus.

Gruss

icke



damals wars hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#71

RE: "Tag der Befreiung" - oder etwa nicht?

in Themen vom Tage 10.05.2016 03:07
von B208 | 1.352 Beiträge

"Der Tag der Befreiung"

in einigen Beiträgen wird das "Spektakel" verwechselt mit dem

-Volkstrauertag-

oder wie ein Tag in der DDR hieß

- Internationaler Gedenktag für die Opfer des faschistischen Terrors und Kampftag gegen Faschismus und imperialistischen Krieg-

Auch die Gedenkstätten des -unbekannten Soldaten- werden zum stillen Gedenken an die Opfer genutzt , wie die vielen Soldatenfriedhöfe und die Ehrenmale in fast jedem Dorf mit der Gedenktafel der Gefallenen und Vermissten des Ortes .


Aber ein Spektakel mit Panzerketten ist wohl nicht der richtige Weg um Trauer auszudrücken .

Das erinnert dann schon eher an -Heldengedenktag- .


Und als Zuschauer solcher militärischen Inszenierungen , woran denkt man ?

An die Gefallenen , das Elend , die Bilder aus den heutigen Kriegsgebieten , an die Verwundeten , an die Opfer

oder doch eher

an die gute alte Zeit , erfreut sich an neuen Panzermodellen und Waffensystemen des ehemaligen Waffenbruders , bekommt Gänsehaut vor Erregung und denkt , ja , das mit der Krim , Jungs , das habt ihr gut gemacht ?!?!

B208


Freienhagener hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 10.05.2016 07:10 | nach oben springen

#72

RE: "Tag der Befreiung" - oder etwa nicht?

in Themen vom Tage 10.05.2016 03:17
von B208 | 1.352 Beiträge

Zitat von damals wars im Beitrag #9
Zitat von B208 im Beitrag #4
Gibt es in diesem Forum denn überhaupt Menschen die befreit wurden ? Sind doch eher alle aus der Nachkriegsgeneration oder hat jemand die Befreiung noch miterlebt ?

B208


Ich hatte schon geschrieben, das es für viele Angehörigen/Vorfahren vor allem eine Befreiung von Bombennächte war. Die Auswirkungen dieser Nächte auf die junge Generation können wir kaum nachvollziehen.
Den Befreiern sei Dank.
Und auf vielen Friedhöfen der Sowjetarmee befinden sich auch Ehrenmale für die Gefallenen des zweiten Weltkrieges, daher ist eine Ehrung dort sehr angebracht!



Also die Hamburger wurden durch die britischen Soldaten von den britischen Bombenangriffen befreit .

Diese Bombennächte auf deutsche Städte hätte es gar nicht gebraucht !

B208


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#73

RE: "Tag der Befreiung" - oder etwa nicht?

in Themen vom Tage 10.05.2016 04:41
von B208 | 1.352 Beiträge

Tag der Befreiung .

Warum ist es dem Befreier aus dem Osten in all den Jahrzehnten nicht gelungen einen positiven Eindruck bei den Nachbarn zu hinterlassen , die ja wirklich kurzzeitig " befreit " wurden .

Warum war es für die Befreier mit grössten Gefahren verbunden nach der Wende auf dem Landweg von der ehem. DDR in Richtung Russland zu fahren ?

und

warum haben die Bürger der oben angesprochenen Staaten heute diese grosse Angst vor einer erneuten " Befreiung " durch die Russen .

In dem Beitrag #2 wurde ja auch ganz offen der Wunsch der Russen nach einer neuen Sowjetunion angesprochen !

Aber es gibt niemand der befreit werden möchte !!!

B208


Freienhagener und beobachter haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 10.05.2016 07:11 | nach oben springen

#74

RE: "Tag der Befreiung" - oder etwa nicht?

in Themen vom Tage 10.05.2016 06:12
von damals wars | 12.186 Beiträge

Zitat von B208 im Beitrag #72
Zitat von damals wars im Beitrag #9
Zitat von B208 im Beitrag #4
Gibt es in diesem Forum denn überhaupt Menschen die befreit wurden ? Sind doch eher alle aus der Nachkriegsgeneration oder hat jemand die Befreiung noch miterlebt ?

B208


Ich hatte schon geschrieben, das es für viele Angehörigen/Vorfahren vor allem eine Befreiung von Bombennächte war. Die Auswirkungen dieser Nächte auf die junge Generation können wir kaum nachvollziehen.
Den Befreiern sei Dank.
Und auf vielen Friedhöfen der Sowjetarmee befinden sich auch Ehrenmale für die Gefallenen des zweiten Weltkrieges, daher ist eine Ehrung dort sehr angebracht!



Also die Hamburger wurden durch die britischen Soldaten von den britischen Bombenangriffen befreit .

Diese Bombennächte auf deutsche Städte hätte es gar nicht gebraucht !

B208



Stimmt, aber die armen Irren mußten ja bis zum bitteren Ende weiter kämpfen und weiter morden
(Stichworte Nerobefehl und Todesmärsche).


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#75

RE: "Tag der Befreiung" - oder etwa nicht?

in Themen vom Tage 10.05.2016 06:23
von damals wars | 12.186 Beiträge

Zitat von icke46 im Beitrag #70
Zitat von SET800 im Beitrag #69


Hilft das Ausgraben, Transportieren, anderswo wieder eingraben den Angehörigen den Verlust leichter zu ertragen?





Doch, ich glaube schon, dass das hilft - wenn die Hinterbliebenen ihren toten Angehörigen nahe sein können. Vermutlich ist das auch die Intention der Amerikaner die mit dem Spruch "Bringing our Boys back home" umschrieben wird. Nicht umsonst sammeln sie auch heute noch ihre Toten zum Beispiel in Vietnam ein, um sie in die USA zu überführen. Man kann nun dazu stehen, wie man will, aber nachvollziehbar ist es für mich durchaus.

Gruss

icke



Die Tradition, Gefallene und Gestorbene in der Heimaterde zu Begraben, ist für mich eine Form des Respekts.
In Korbetha gab es ein Gräberfeld mit verstorbenen Zwangsarbeitern etc. Die Italiener z.B.wurden nach der
Wende umgebettet, dadurch sieht der Friedhof seltsam aus. Eine Gedenkstele ist vorhanden.
Das ist mit den Millionen Verstorbenen der Hauptkriegsgegner kaum zu machen.
Ich würde es trotzdem befürworten.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#76

RE: "Tag der Befreiung" - oder etwa nicht?

in Themen vom Tage 10.05.2016 07:58
von werner | 1.591 Beiträge

Zitat von eisenringtheo im Beitrag #60
Zitat von werner im Beitrag #57
(...)

. . . . die Planung "Operation Unthinkable"?

. . . .
Planen muss man doch immer alles. Das verlangt die strategische Voraussicht.
. . . . .

Theo


Achso, es gab also eine Notwendigkeit, dass Churchill die militärische Planung der Unterwerfung der Sowjetunion in Auftrag gegeben hat?
Die strategische Voraussicht verlangt eine Aggressionsplanung?

Wenn das ein Witz sein sollte, dann ein grottenschlechter.


Und irgendwo saßen die ganz anonym die leitenden Hirne, die den ganzen Betrieb koordinierten und die politischen Richtlinien festlegten, nach denen dieses Bruchstück der Vergangenheit aufbewahrt, jenes gefälscht, und ein anderes aus der Welt geschafft wurde.
George Orwell, 1984
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#77

RE: "Tag der Befreiung" - oder etwa nicht?

in Themen vom Tage 10.05.2016 08:13
von werner | 1.591 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #61
Zitat von werner im Beitrag #57
Zitat von eisenringtheo im Beitrag #52

Die Front am Atlantik wurde erst auf Druck der Sowjetunion eingerichtet, sie wollte den westlichen Alliierten etwas Dampf machen, weil sie die Hauptlast des Krieges bestreiten musste.
Theo


Auf der nicht protokollierten Tonspur wird Stalin vermutlich auch deutlich gemacht haben, dass er notfalls kein Problem haben wird, bis an den Atlantik durchzurennen und sich die Westalliierten dann eine Einflussnahme in Europa von der Backe schmieren können.

Oder hat jemand eine andere Erklärung für die Planung "Operation Unthinkable"?

wurde leider nicht in die Tat umgesetzt!


https://de.wikipedia.org/wiki/Operation_Unthinkable


@Gert , Du behauptest, kein Nazi zu sein und bedauerst zugleich, dass die Westalliierten zu den 65Millionen Opfern, die dieser Krieg ohnehin schon gekostet hat, nicht noch einmal ein paar Millionen obendrauf gelegt haben? Es wären ja nur Russen gewesen oder was? Und dass von den 100.000 geplanten Wehrmachtssoldaten, die geradeso überlebt haben auch noch ein paar Zehn-Tausend verreckt wären, wäre Dir auch Recht?

Und @eisenringtheo klatscht Beifall.


Und irgendwo saßen die ganz anonym die leitenden Hirne, die den ganzen Betrieb koordinierten und die politischen Richtlinien festlegten, nach denen dieses Bruchstück der Vergangenheit aufbewahrt, jenes gefälscht, und ein anderes aus der Welt geschafft wurde.
George Orwell, 1984
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#78

RE: "Tag der Befreiung" - oder etwa nicht?

in Themen vom Tage 10.05.2016 08:13
von werner | 1.591 Beiträge

doppelt


Und irgendwo saßen die ganz anonym die leitenden Hirne, die den ganzen Betrieb koordinierten und die politischen Richtlinien festlegten, nach denen dieses Bruchstück der Vergangenheit aufbewahrt, jenes gefälscht, und ein anderes aus der Welt geschafft wurde.
George Orwell, 1984
zuletzt bearbeitet 10.05.2016 08:22 | nach oben springen

#79

RE: "Tag der Befreiung" - oder etwa nicht?

in Themen vom Tage 10.05.2016 08:53
von eisenringtheo | 9.179 Beiträge

Zitat von werner im Beitrag #76
(...)
Achso, es gab also eine Notwendigkeit, dass Churchill die militärische Planung der Unterwerfung der Sowjetunion in Auftrag gegeben hat?
Die strategische Voraussicht verlangt eine Aggressionsplanung?(...)

Ja, es gab sicher auch Pläne des Osten, den Westen anzugreifen. Im Falle eines Falles, sei er noch so unwahrscheinlich, muss man die nötigen Massennahmen gebrauchsfertig aus den Schublade ziehen können. Und wenn die Erfolgsaussichten günstig sind, werden die Aggressionspläne auch hervorgeholt und umgesetzt. Es gibt zig militärische Unternehmen, bei denen die Amis Aggressionspläne gegen schwächere umgesetzt haben, so hat auch die Sowjetunion gehandelt und heute Russland wohl auch: Das Auftauchen von grünen Männchen in der Ukraine im Jahre 2014 ist mir noch in guter Erinnerung.
Die Grossmächte haben aber immer vorgesorgt, dass man sie nicht angreifen kann. Dass die Briten 1945 mit kriegsmüden eigenen Soldaten und einigen Deutschen in der damals aktuellen Situation wirklich die Sowjetunion angreifen würden und könnten, halte ich für einen Witz und habe es entsprechend kommentiert (Achtung Sarkasmus).
Theo


Gert hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 10.05.2016 08:55 | nach oben springen

#80

RE: "Tag der Befreiung" - oder etwa nicht?

in Themen vom Tage 10.05.2016 09:39
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von werner im Beitrag #77
Zitat von Gert im Beitrag #61
Zitat von werner im Beitrag #57
Zitat von eisenringtheo im Beitrag #52

Die Front am Atlantik wurde erst auf Druck der Sowjetunion eingerichtet, sie wollte den westlichen Alliierten etwas Dampf machen, weil sie die Hauptlast des Krieges bestreiten musste.
Theo


Auf der nicht protokollierten Tonspur wird Stalin vermutlich auch deutlich gemacht haben, dass er notfalls kein Problem haben wird, bis an den Atlantik durchzurennen und sich die Westalliierten dann eine Einflussnahme in Europa von der Backe schmieren können.

Oder hat jemand eine andere Erklärung für die Planung "Operation Unthinkable"?

wurde leider nicht in die Tat umgesetzt!


https://de.wikipedia.org/wiki/Operation_Unthinkable


@Gert , Du behauptest, kein Nazi zu sein und bedauerst zugleich, dass die Westalliierten zu den 65Millionen Opfern, die dieser Krieg ohnehin schon gekostet hat, nicht noch einmal ein paar Millionen obendrauf gelegt haben? Es wären ja nur Russen gewesen oder was? Und dass von den 100.000 geplanten Wehrmachtssoldaten, die geradeso überlebt haben auch noch ein paar Zehn-Tausend verreckt wären, wäre Dir auch Recht?

Und @eisenringtheo klatscht Beifall.

@werner
@eisenringtheo hat es in # 79 sehr gut erklärt, dieser Erklärung kann ich mich voll anschließen. Um den Kommunismus nciht zu mögen und ihn fernzuhalten muss man nicht Nazi sein, es gibt auch noch Milliarden andere Menschen die den Kommunismus nicht vor ihrer Haustür haben wollen. Das war ja auch Churchills Intention. Er hat die Ausbreitungsaktivitäten der Sowjets sehr gut erkannt, konnte sie aber letztendlich leider nicht verhinden.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
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Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
zuletzt bearbeitet 10.05.2016 09:41 | nach oben springen



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