#21

RE: "Tag der Befreiung" - oder etwa nicht?

in Themen vom Tage 09.05.2016 09:49
von hanseatin | 145 Beiträge

Befreit um besetzt zu werden ? Befreit beinhaltet auch Freiheit. Wie frei war Deutschland nach 1945 ? Geteilt und aufgeteilt ,kontrolliert ,und besetzt?
Der Faschismus wurde besiegt ,aber frei ? Stacheldraht und Minen? Wer hat nun wem befreit? Am 8. Mai der vielen Gefallenen gedenken ja,den vielen Opfern des Krieges ja, Ein Gedenktag dafür ja. "Einen Tag der Befreiung "nein. Es gab keine Befreiung.



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#22

RE: "Tag der Befreiung" - oder etwa nicht?

in Themen vom Tage 09.05.2016 09:55
von TOMMI | 1.988 Beiträge

@Gert , zu #17: Ergänzend möchte ich dazu noch sagen, dass eben dieses kleine Denkmal für die Amerikaner in Hottelstedt nach der Wende aufgestellt wurde.

@damals wars , stimmt, Eugens Kogons Werk "Der SS-Staat", in dem er das System der Konzentrationslager am Beispiel Buchenwald beschreibt, kann man als Standardwerk ansehen. Wenn auch ein Fachbuch, ist es sehr lesenswert. Auch die Phase der Lagerbefreiung wird geschildert.
Kurz und knapp: Angesichts der herannahenden Amerikaner kam es zu Auflösungserscheinungen bei der SS. Im neu gestalteten Lagermuseum liest man, dass ca. 14:45 Waffen an Angehörige der IMO (Internationale Militätorganisation) der Häftlinge ausgegeben wurde. Diese besetzten dann die Wachtüme und nahmen verbliebene Wachposten gefangen. Danach wurden auf dem Haupttor die weiße Fahne gehisst. Gegen 15:15 war das Lager komplett in der Gewalt der Häftlinge (diese Zeit wird heute noch an der Uhr über dem Tor angezeigt). Die Amerikaner unternahmen zunächst keinen direkten Vorstoß gegen das Lager selbst, sondern bekamen es erst später von den bewaffneten Häftlingen übergeben. Was bedauerlich ist, dass sich zu jeder Zeit die offizielle (oberflächliche) Geschichtsschreibung die Rosinen aus dem Kuchen pickt. Hat man uns als Schülern noch erzählt, dass man mit riesen Hurra und Attacke die SS zu Teufel gejagd hatte (nur der wirklich Interessierte konnte herauslesen, wie es wirklich war), erzählt man heute, das Lager haben die Amerikaner befreit. Punkt. Über die Rolle des Häftlingswiderstandes schweigt man. (fast) Auch hier gilt: Nur der wirklich Interessierte findet die ganze Wahrheit heraus.


EK 88/I
GR4 / 5.GK (Teistungen)


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#23

RE: "Tag der Befreiung" - oder etwa nicht?

in Themen vom Tage 09.05.2016 09:55
von SET800 | 3.104 Beiträge

Война до конца , там мир

Voyna do kontsa , tam mir



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#24

RE: "Tag der Befreiung" - oder etwa nicht?

in Themen vom Tage 09.05.2016 10:01
von bürger der ddr | 3.637 Beiträge

Ja, es war eine Befreiung, eine Befreiung von dem Faschismus. Zu dem Thema Besatzung, da würde ich sehr vorsichtig sein, wir haben ja immer noch Besatzer und das sind nicht die Russen.....
Die Besatzungszeit der Amis in Japan dauerte vom 02.09.1945 bis zum 28.04.1952. beendet wurde diese Zeit völkerrechtlich korrekt durch den Friedensvertrag (San Francisco). Die Japaner haben die USA direkt angegriffen und ihre Methoden waren ja auch nicht gerade von der Menschlichkeit beseelt, nur in Deutschland haben die Amis noch heute Besatzungsrechte und es gibt bis heute noch keinen Friedensvertrag und keine Verfassung.

Die Sowjetunion hat eindeutig die Hauptlast des Krieges zu tragen gehabt und die höchste Zahl der Opfer, ich denke man sollte dies einfach anerkennen und nicht versuchen "klein zu reden".



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#25

RE: "Tag der Befreiung" - oder etwa nicht?

in Themen vom Tage 09.05.2016 10:04
von Speedbus | 98 Beiträge

Was für ein Zirkus diese Parade.
Man will doch nur zeigen das man Militärisch noch aktuell ist.


Wer einen Fehler gemacht hat und ihn nicht korrigiert, begeht einen zweiten.

Konfuzius
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#26

RE: "Tag der Befreiung" - oder etwa nicht?

in Themen vom Tage 09.05.2016 10:10
von eisenringtheo | 9.182 Beiträge

Hübsche Mädels mit Zöpfen und eine Dame mit einem Hofknicks vor Putin. Immer Bodyguards im Bild. Die Inszenierung erinnert etwas an die Machtdemonstration der Naziveranstaltungen vor dem Zweiten Weltkrieg.
Gut lebe ich in der Schweiz! Die wird man wohl in Ruhe lassen, weil hier die Knete der russischen Oligarchen liegt.
Theo


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#27

RE: "Tag der Befreiung" - oder etwa nicht?

in Themen vom Tage 09.05.2016 10:14
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

@hanseatin , lies Dir bitte einfach mal die Rede vom ehemaligen Bundespräsidenten Weizsäcker durch welche er auf der Gedenkveranstaltung zum 40. Jahrestag des Endes zweiten Weltkrieges in Europa im Deutschen Bundestag hielt.
Rede von Weizsäcker

Gruß
Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

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#28

RE: "Tag der Befreiung" - oder etwa nicht?

in Themen vom Tage 09.05.2016 10:15
von Udo | 1.267 Beiträge

Zitat von Alfred im Beitrag #5
Auf alle Fälle schaue ich mir um 09.00 Uhr die Parade an.

Wo wird die übertragen?


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#29

RE: "Tag der Befreiung" - oder etwa nicht?

in Themen vom Tage 09.05.2016 10:20
von Alfred | 6.853 Beiträge

Zitat von Udo im Beitrag #28
Zitat von Alfred im Beitrag #5
Auf alle Fälle schaue ich mir um 09.00 Uhr die Parade an.

Wo wird die übertragen?



Z.B. Phönix.


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#30

RE: "Tag der Befreiung" - oder etwa nicht?

in Themen vom Tage 09.05.2016 11:00
von Hanum83 | 4.788 Beiträge

Mein Vater war 1993 als ehemaliger Feind von einem Russischen Veteranenverband schriftlich eingeladen worden an den Feierlichkeiten in Wolgograd teilzunehmen, fand ich als eine große Geste, eventuell nicht gerade der Versöhnung aber zumindest der Anerkennung.


"Deitsch on frei wolln mer sei, on do bleibn mer aah derbei"
(Anton Günther)
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#31

RE: "Tag der Befreiung" - oder etwa nicht?

in Themen vom Tage 09.05.2016 11:23
von beobachter | 92 Beiträge

Der Tag der Befreiung ist im grundegenommen der anfang einer jahrzehntelangen Besatzung Deutschlands durch die Aliierten.Befreit wäre man wenn man danach ein souveräner Staat geworden wäre mit völliger Unabhängigkeit. Aber ?Nichts traf ein! Ohne jetzt die Leistung der Sowjetarmee schmälern zu wollen muss nan aber die frage stellen warum der Russe so riesige Verluste hatte? Ein Hauptgrund war mit Sicherheit der mangelnde Ausbildungsstand der Soldaten sowie sowie die Unfähigkeit der Generalität auf entsprechende Situationen zu reagieren.Der Soldat als Mensch spielte nur eine untergeordnete Rolle ohne Rücksicht auf Verluste. Dies ging bis zum Kriegsende .


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#32

RE: "Tag der Befreiung" - oder etwa nicht?

in Themen vom Tage 09.05.2016 11:29
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von bürger der ddr im Beitrag #24
Ja, es war eine Befreiung, eine Befreiung von dem Faschismus. Zu dem Thema Besatzung, da würde ich sehr vorsichtig sein, wir haben ja immer noch Besatzer und das sind nicht die Russen.....
Die Besatzungszeit der Amis in Japan dauerte vom 02.09.1945 bis zum 28.04.1952. beendet wurde diese Zeit völkerrechtlich korrekt durch den Friedensvertrag (San Francisco). Die Japaner haben die USA direkt angegriffen und ihre Methoden waren ja auch nicht gerade von der Menschlichkeit beseelt, nur in Deutschland haben die Amis noch heute Besatzungsrechte und es gibt bis heute noch keinen Friedensvertrag und keine Verfassung.

Die Sowjetunion hat eindeutig die Hauptlast des Krieges zu tragen gehabt und die höchste Zahl der Opfer, ich denke man sollte dies einfach anerkennen und nicht versuchen "klein zu reden".


Thomas, die Akteure der Zeit haben es nicht als Befreiung empfunden. Ich habe viel mit meiner Mutter gesprochen, die mit mir in Thr. war.
Sie nannten es den "Zusammenbruch", Befreiung vom Faschismus war höchsten bei den Gegnern der Nazis ein Begriff, was ja auch verständlich war wenn man die Lagerhaft und anderes überlebt hatte. In der Nachkreigszeit wurde dann durch die Besatzungstruppen "befreit", und zwar von allen tatsächlichen und vermeintlichen Gegnern. Die durften dann die saubere Luft in Sibieren atmen, wenns ganz schlimm kam haben sie das nicht überlebt. Um die tatsächlichen Nazis tut es mir nicht leid, die hatten es nicht besser verdient, geht also in Ordnung. Aber zu viele Unschuldige sind mit unter die Räder gekommen, davon viele Jugendliche die man des Wehrwolfs verdächtigte, viele Sozialdemokraten die von den Kommunistne als Feinde bei den Russen denunziert wurden usw.. Das war die gleiche Paranoia wie die bei den Amerikanern angenommen Alpenfestung, die sich auch in Luft auflöste .


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#33

RE: "Tag der Befreiung" - oder etwa nicht?

in Themen vom Tage 09.05.2016 11:34
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von beobachter im Beitrag #31
Der Tag der Befreiung ist im grundegenommen der anfang einer jahrzehntelangen Besatzung Deutschlands durch die Aliierten.Befreit wäre man wenn man danach ein souveräner Staat geworden wäre mit völliger Unabhängigkeit. Aber ?Nichts traf ein! Ohne jetzt die Leistung der Sowjetarmee schmälern zu wollen muss nan aber die frage stellen warum der Russe so riesige Verluste hatte? Ein Hauptgrund war mit Sicherheit der mangelnde Ausbildungsstand der Soldaten sowie sowie die Unfähigkeit der Generalität auf entsprechende Situationen zu reagieren.Der Soldat als Mensch spielte nur eine untergeordnete Rolle ohne Rücksicht auf Verluste. Dies ging bis zum Kriegsende .


Ich darf auch daran erinnern, dass Stalin in den 30er Jahren die Sowjetarmee komplett enthauptet hat, d.h. ein Großteil der Armeeführer wurde unter einem Vorwand der Konterrevolution ermordet durch das NKWD und seinen Führer Berija den man getrost auf eine Stufe mit Himmler stellen kann.
Die General des Krieges, die sicher später im Krieg zu großen Heerführern aufstiegen, waren am Kriegsbeginn alle aus der 2. Reihe hervorgetreten.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
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#34

RE: "Tag der Befreiung" - oder etwa nicht?

in Themen vom Tage 09.05.2016 11:49
von eisenringtheo | 9.182 Beiträge

Ob man etwas feiert, hat auch mit der Mentalität der Bevölkerung zu tun. Von den wichtigen Siegermächten feiern nur Russland und Frankreich das Kriegsende als Feiertag und mit Militärparaden. Die Franzosen haben nicht sehr viel für ihre Befreiung getan und die Russen müssten sich die Frage gefallen lassen, warum Stalin mit Hitler von 1939 bis 1941 mit Hitler kollaboriert hat. Offenbar haben Frankreich und Russland das Bedürfnis der eigenen Bevölkerung zu zeigen, wie wichtig die Leistung der Vorfahren im Kampf gegen die Nazis war. Möglicherweise weil ein kleiner oder grösserer Teil der Bevölkerung in kritischer Distanz zur Fühung steht oder gar Nazigedankengut pflegt?
Theo


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#35

RE: "Tag der Befreiung" - oder etwa nicht?

in Themen vom Tage 09.05.2016 11:57
von Rostocker | 7.728 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #32
Zitat von bürger der ddr im Beitrag #24
Ja, es war eine Befreiung, eine Befreiung von dem Faschismus. Zu dem Thema Besatzung, da würde ich sehr vorsichtig sein, wir haben ja immer noch Besatzer und das sind nicht die Russen.....
Die Besatzungszeit der Amis in Japan dauerte vom 02.09.1945 bis zum 28.04.1952. beendet wurde diese Zeit völkerrechtlich korrekt durch den Friedensvertrag (San Francisco). Die Japaner haben die USA direkt angegriffen und ihre Methoden waren ja auch nicht gerade von der Menschlichkeit beseelt, nur in Deutschland haben die Amis noch heute Besatzungsrechte und es gibt bis heute noch keinen Friedensvertrag und keine Verfassung.

Die Sowjetunion hat eindeutig die Hauptlast des Krieges zu tragen gehabt und die höchste Zahl der Opfer, ich denke man sollte dies einfach anerkennen und nicht versuchen "klein zu reden".


Thomas, die Akteure der Zeit haben es nicht als Befreiung empfunden. Ich habe viel mit meiner Mutter gesprochen, die mit mir in Thr. war.
Sie nannten es den "Zusammenbruch", Befreiung vom Faschismus war höchsten bei den Gegnern der Nazis ein Begriff, was ja auch verständlich war wenn man die Lagerhaft und anderes überlebt hatte. In der Nachkreigszeit wurde dann durch die Besatzungstruppen "befreit", und zwar von allen tatsächlichen und vermeintlichen Gegnern. Die durften dann die saubere Luft in Sibieren atmen, wenns ganz schlimm kam haben sie das nicht überlebt. Um die tatsächlichen Nazis tut es mir nicht leid, die hatten es nicht besser verdient, geht also in Ordnung. Aber zu viele Unschuldige sind mit unter die Räder gekommen, davon viele Jugendliche die man des Wehrwolfs verdächtigte, viele Sozialdemokraten die von den Kommunistne als Feinde bei den Russen denunziert wurden usw.. Das war die gleiche Paranoia wie die bei den Amerikanern angenommen Alpenfestung, die sich auch in Luft auflöste .


Das gab es auch in anderen Besatzungszonen. Aber bevor man davon spricht--sollte man die Massakers deutscher Truppen mit aufführen. Begangen durch Wehrmacht,SS und Polizeibattalionen in den besetzen Gebieten. Wenn russische Truppen nur 3 Monate so gehaust hätten bei der Befreiung--wie deutsche Truppen über 3 Jahre in der Sowjetunion dann hätte es wohl noch schlimmer ausgesehen.


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#36

RE: "Tag der Befreiung" - oder etwa nicht?

in Themen vom Tage 09.05.2016 11:57
von Heckenhaus | 5.153 Beiträge

Zitat von beobachter im Beitrag #31
Der Tag der Befreiung ist im grundegenommen der anfang einer jahrzehntelangen Besatzung Deutschlands durch die Aliierten.Befreit wäre man wenn man danach ein souveräner Staat geworden wäre mit völliger Unabhängigkeit. Aber ?Nichts traf ein! Ohne jetzt die Leistung der Sowjetarmee schmälern zu wollen muss nan aber die frage stellen warum der Russe so riesige Verluste hatte? Ein Hauptgrund war mit Sicherheit der mangelnde Ausbildungsstand der Soldaten sowie sowie die Unfähigkeit der Generalität auf entsprechende Situationen zu reagieren.Der Soldat als Mensch spielte nur eine untergeordnete Rolle ohne Rücksicht auf Verluste. Dies ging bis zum Kriegsende .

Es gab bekanntlich einen Nichtangriffspakt zw. Hitler und Stalin, warum sollte dann über Gebühr ausgebildet und aufgerüstet werden
von Seiten der UdSSR ?
http://www.vorkriegsgeschichte.de/content/view/30/46/

Wenn sich das Hitlerregime es sich dann 1940 anders überlegte bzw. schon immer heimlich gehegte Pläne umsetzte und im darauffolgenden
Jahr das Unternehmen Barbarossa in Gang setzte, mit dem Ziel, den Bolschewismus auszurotten, und das trotz des 1939 erst geschlossenenNichtangriffspaktes, wie und womit sollte die Rote Armee in so kurzer Zeit derart gerüstet sein, um einer anfänglich übermächtigen Wehrmacht etwas entgegenzusetzen ?
http://www.geschichte-lexikon.de/unternehmen-barbarossa.php

Da nutzten auch keine zeitigen Warnungen des russ. Geheimdienstes.
Daß letztendlich geografische und meteorologische Bedingungen Ursache für ein Scheitern des Rußlandfeldzuges waren, das spielte der
sich erst langsam zu größerer Kampfkraft entwickelnden Roten Armee in die Hände.

Der Tag der Befreiung, der 8. Mai 1945, ist schon ein befreiender Tag gewesen. Er befreite vom Faschismus und vom Krieg.

Was danach kam, das konnte kaum jemand ahnen.Es ist lebendige Geschichte, die bis heute keinen Abschluß findet.
Noch heute befinden sich fremde Truppen auf dem Gebiet Deutschlands, eine völle Souveranität kann ich nicht erkennen.


.
.
„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
.
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#37

RE: "Tag der Befreiung" - oder etwa nicht?

in Themen vom Tage 09.05.2016 12:10
von damals wars | 12.201 Beiträge

Zitat von eisenringtheo im Beitrag #34
Ob man etwas feiert, hat auch mit der Mentalität der Bevölkerung zu tun. Von den wichtigen Siegermächten feiern nur Russland und Frankreich das Kriegsende als Feiertag und mit Militärparaden. Die Franzosen haben nicht sehr viel für ihre Befreiung getan und die Russen müssten sich die Frage gefallen lassen, warum Stalin mit Hitler von 1939 bis 1941 mit Hitler kollaboriert hat. Offenbar haben Frankreich und Russland das Bedürfnis der eigenen Bevölkerung zu zeigen, wie wichtig die Leistung der Vorfahren im Kampf gegen die Nazis war. Möglicherweise weil ein kleiner oder grösserer Teil der Bevölkerung in kritischer Distanz zur Fühung steht oder gar Nazigedankengut pflegt?
Theo


Beim https://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%BCnchner_Abkommen hatte Hitler noch andere Verbündete.
Warum man sich so an Stalin festbeißt? Das dient doch nur zur Kaschierung dieser Tatsache.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#38

RE: "Tag der Befreiung" - oder etwa nicht?

in Themen vom Tage 09.05.2016 12:17
von eisenringtheo | 9.182 Beiträge

Dass die SU den Nichtangriffspakt abgeschlossen hat, entspringt sicher der Überlegung, Zeit zu gewinnen, um die eigene Rüstung hochzufahren, die Streitkräfte personell zu stärken und besser auszubilden. Man hoffte auf einen Zermürbungskrieg im Westen und damit einhergehend, eine Schwächung der Naziarmee. Dass sich die USA (bis Ende 1941) nicht am Krieg beteiligt hat, verschlechterte die Position der Sowjetunion ganz massiv; die Sowetunion und der Kommunismus hatten wenige Freunde in den USA. Erst der Überfall der Japaner trat die USA hat die Anti-Hitlerkoalition möglich gemacht. Die USA hätte mit dem Kriegsbeitritt wohl zugewartet, bis Deutschland und die Sowjetunion nach einem zermürbenden Kampf gegenseitig geschwächt hätten.
Theo


Gert und Freienhagener haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 09.05.2016 12:21 | nach oben springen

#39

RE: "Tag der Befreiung" - oder etwa nicht?

in Themen vom Tage 09.05.2016 12:35
von SET800 | 3.104 Beiträge

Zitat von eisenringtheo im Beitrag #34
Die Franzosen haben nicht sehr viel für ihre Befreiung getan und die Russen müssten sich die Frage gefallen lassen, warum Stalin mit Hitler von 1939 bis 1941 mit Hitler kollaboriert hat.
Theo


Warum, weil es durch Frankreich und Großbritannien zu einem Weltkrieg wurde, der Anschluß Österreichs, Zerschlagung der Rest-Tschechei, Bündnis mit Ungarn und Slowakei, da alles stellte mehr oder wenig die mitteleuropäischen Grenzen von 1914 wieder her, ohne den "cordon sanitaire".

Ich vermute gerade wegen des "Hitler-Stalin-Pakt" und damit Beseitigung des cordon-santaire erklärten Frankreich und England am 3.9.1939 dem Deutschen Reich den Krieg.



eisenringtheo hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#40

RE: "Tag der Befreiung" - oder etwa nicht?

in Themen vom Tage 09.05.2016 13:22
von bürger der ddr | 3.637 Beiträge

@Gert , stimmt viele sahen das Ende des Krieges als Zusammenbruch, eine Zeit mit einer Ideologie war zu Ende, die Bevölkerung war müde, man hatte Angst vor der Rache, man hatte Angst vor den "Bolschewiken" und dem neuen System.
Es war eine schlimme Zeit für alle. ich möchte auch nicht die Kriegsgefangenen vergessen, ein eigenes Kapitel.

Und in diese Zeit mit all den Ängsten der Verlierer und auch dem Haß der Sieger, da war es schwer den Begriff Befreiung anzuwenden. Nur es wurde auch wirklich befreit, befreit von den endlosen Bombennächten, von dem Sterben an der Front, von den Grausamkeiten in den KZ. Das diese Art der Befreiung in der dt. Bevölkerung kein Glücksgefühl auslösen konnte, sondern eher eine Erleishterung des Endes ist verständlich.
damals gab es hinter vorgehaltener hand den Spruch:
"Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende". Für diesen Spruch hätte man schon an der Wand stehen können.....

Zu oft wurde das Thema hier schon berührt, auch die verbrechen der Besatzer. Ich sage bewußt Besatzer, da dies alle Besatzungsarmeen so trieben. Heute redet man auch über die Vergewaltigungen durch Amerikaner. Der Haß der in diesem Krieg entstanden ist war nur sehr schwer zu überwinden.

Mir geht es eigentlich darum, die Leistungen und Opfer der sow. Armee sollten nicht geschmälert werden, nur weil es Soldaten bzw. eine Armee eines soz. Landes waren.



Gert hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 09.05.2016 13:23 | nach oben springen



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