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#41

RE: Computer in der DDR

in Leben in der DDR 09.05.2016 11:47
von coff | 793 Beiträge | 107 Punkte
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Zitat von RiFu im Beitrag #37

Was nicht selbst herstellbar war wurde auf dunklen Kanälen besorgt. Am Ende war man in der Lage 1 Mbit Chips zu bauen. Der U6264 wurde zwar dann nicht mehr in Serie gefertigt, die Musterfertigung hat aber funktionierende Exemplare erzeugt.


Mit U6264 liegst Du wenn Du den 1 Mbit Speicher meinen solltest völlig daneben, das war der U61000, der ist dann in Erfurt zwar nicht mehr in die Serienfertigung gegangen aber in Dresden wurde einiges mehr als nur "funktionierende Exemplare" in der ZVE II hergestellt...


"Wer halb Kalkutta aufnimmt, rettet nicht Kalkutta, sondern der wird selbst Kalkutta." Peter Scholl - Latour
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#42

RE: Computer in der DDR

in Leben in der DDR 09.05.2016 11:55
von RiFu | 209 Beiträge | 18 Punkte
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Zitat von Fritze im Beitrag #40
Am ersten Schachcomputer spielte ich mit 15 Jahren ! (1979) Glaube Tennis , Pelota,und Squash waren auch drauf .



Das war das BSS01 -> https://de.wikipedia.org/wiki/BSS_01
Der Schachcomputer hieß SC2 -> http://www.schach-computer.info/wiki/index.php/SC_2
Und da fällt mir gleich noch der PolyPlay ein -> www.polyplay.de

Karsten


EK 88 I


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#43

RE: Computer in der DDR

in Leben in der DDR 09.05.2016 12:18
von coff | 793 Beiträge | 107 Punkte
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Zitat von RiFu im Beitrag #31


Nach den PC1715 ging es weiter mit AC7100 und später mit AC7150. Das waren dann schon richtige IBM-PC Klone. Die gab es dann auch mit Harddisk und Farbgrafik, hergestellt übrigens in Dresden.




Der AC7100 ( der Buchstabe C war ein russisches "S" ) oder A7100 war der erste serienmäßig produzierte 16-Bit-PC der DDR aber nicht mit IBM-PCs kompatibel.

Der A7100 wurde später durch seinen Nachfolger, den Computer A7150 abgelöst, der ihn vor allem durch das Vorhandensein einer Festplatte und die freie Nutzbarkeit des Betriebssystems DCP übertraf --> DOS kompatibel

Der Preis des A7100 lag bei anfangs ( 1985 ) 62.226 Mark, später (1988) sank er auf 39.750 Mark.
Der Preis des A7150 lag anfangs ( 1988 ) bei 56.873 Mark, ein Jahr später sank er auf 43.969 Mark, die letzten Geräte wurden in der DDR (1990) für 36.000 Mark verkauft. Nach der politischen Wende wurden die letzten Lagerbestände für 300 DM verramscht.


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#44

RE: Computer in der DDR

in Leben in der DDR 09.05.2016 12:26
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Zitat von coff im Beitrag #41
Mit U6264 liegst Du wenn Du den 1 Mbit Speicher meinen solltest völlig daneben, das war der U61000, der ist dann in Erfurt zwar nicht mehr in die Serienfertigung gegangen aber in Dresden wurde einiges mehr als nur "funktionierende Exemplare" in der ZVE II hergestellt...


Stimmt, sorry. der U8264 war ein 8*8k sRAM. Und natürlich wurde(und wird..) in Dresden mehr hergestellt.


EK 88 I


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#45

RE: Computer in der DDR

in Leben in der DDR 09.05.2016 13:07
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Also ich persönlich hatte schon während meiner Lehrzeit - 1972 bis 1975 - das Fach EDV, in dem man mir versuchte beizubringen, wie Computerprogramme geschrieben werden ...
Einmal haben wir uns auch einen Großrechner irgendwo in einem Adlershofer Rechenzentrum angeguckt.
1986 wurde kurz nach meinem Weggang von einer Tageszeitung auch auf Computertechnik umgestellt und in den Großraumbüros von ADN hatte auch schon jeder Journalist seinen PC auf dem Schreibtisch, was ich damals irgendwie beängstigend fand . Ich habe heute immernoch neben meinen beiden Notebooks eine elektrische Schreibmaschine im Schrank - man weiß ja nie .


damals wars hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#46

RE: Computer in der DDR

in Leben in der DDR 09.05.2016 14:39
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Zitat von damals wars im Beitrag #32
Ich habe mal gelesen, das die Stellwerke der DR bereits vernetzt waren,trotz Embargo mit Rechentechnik aus dem NSW Dank SG.
Die Bedeutung der Rechentechnik hatte die DDR schon erkannt, daher auch die Rieseninvestitionen im Bereich der Mikroelektronik.
Die Japaner waren bei der Umgehung der Embargomaßnahmen wohl sehr behilflich!


Nicht nur die, ZFTM hatte unter anderem neben der robusten russischen Technik unter anderem französische Einscheibenplasmaätzer von Alcatel oder BMGs ( Breitenmeßgeräte ) von Leitz Wetzlar. Bei letzterem kam sogar der Techniker aus Wetzlar direkt in den Reinraum so daß an etlichen anderen Produktionsanlagen die Herstellerschilder überklebt werden mußten...
Da sahen wir zum ersten Mal IBM-XT ( 286er ) Rechner die mit den Meßgeräten gekoppelt waren...


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#47

RE: Computer in der DDR

in Leben in der DDR 09.05.2016 20:24
von Marius Arnaldus | 15 Beiträge
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Zitat von Pit 59 im Beitrag #33
Ja wir waren Führend,wie war doch die Devise "Überholen statt Einholen"

Und das auch noch einern Schritt vor dem Abgrund!


"Die wohlstrukturierte Geschichte"
HistoryHacking.de
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#48

RE: Computer in der DDR

in Leben in der DDR 09.05.2016 20:27
von damals wars | 13.108 Beiträge | 637 Punkte
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Zitat von Marius Arnaldus im Beitrag #47
Zitat von Pit 59 im Beitrag #33
Ja wir waren Führend,wie war doch die Devise "Überholen statt Einholen"

Und das auch noch einern Schritt vor dem Abgrund!



Siehste, sogar das Navi wurde in der DDR erfunden!


Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#49

RE: Computer in der DDR

in Leben in der DDR 09.05.2016 20:35
von Freienhagener | 4.501 Beiträge | 1011 Punkte
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Besonders große DDR-Geräte bezeichnete man ironisch als "mongolische Mikroelektronik"


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


Josef hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#50

RE: Computer in der DDR

in Leben in der DDR 09.05.2016 22:39
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Zitat von EMW-Mitarbeiter im Beitrag #19
Vernetzung gabs auch. Nur nicht flächendeckend.


Hallo,
sehr wohl flächendeckend, nur nicht für alle Bürger, PGH oder LPG. Sehr gut vernetzt und waren zum Beispiel die Meßstellen des meterologischen Dienstes der DDR, inkl. Wind- und Regenmessung. Fernübertragung der aktuellen Meßwerte nach Potsdam-Caputh. Auf der Schmücke und dem Brocken ( evtl. auch dem Fichtelberg ) allerdings einen elektrischen Windmeßsensor vom Westdeutschen Wetterdienst des Instrumentamtes München.



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#51

RE: Computer in der DDR

in Leben in der DDR 10.05.2016 01:39
von StabsfeldKoenig | 2.929 Beiträge | 134 Punkte
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Zitat von damals wars im Beitrag #32
Ich habe mal gelesen, das die Stellwerke der DR bereits vernetzt waren,trotz Embargo mit Rechentechnik aus dem NSW Dank SG.
Die Bedeutung der Rechentechnik hatte die DDR schon erkannt, daher auch die Rieseninvestitionen im Bereich der Mikroelektronik.
Die Japaner waren bei der Umgehung der Embargomaßnahmen wohl sehr behilflich!



Du meinst damit sicherlich die Fernsteuerung von Gleisbild-Stellwerken (z.B. Fernsteuerstrecke Neustrelitz - Rostock und einzelne Nachbar-Fernsteuerungen). Diese liefen nicht über Computer, sondern auf Relais-Basis (Zu GS II, GS II Sp 64 und GS III Sp 68 ab Mitte 60er Jahre eingebaut).


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#52

RE: Computer in der DDR

in Leben in der DDR 13.05.2016 20:44
von Marius Arnaldus | 15 Beiträge
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Konkret zu den in der DDR hergestellten Großrechnern habe ich folgende interessante Webseite gefunden:
http://www.robotrontechnik.de/index.htm?...mputer/eser.htm


"Die wohlstrukturierte Geschichte"
HistoryHacking.de
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