#121

RE: Schießen oder nicht und wohin hätte man gezielt?

in Grenztruppen der DDR 16.04.2016 19:15
von Moskwitschka | 2.532 Beiträge

Hier mal ein thread, der sich mit der "psychologischen Betreuung" im Grenzdienst beschäftigte. Psychologische Hilfe?

Moskwitschka


„Nichts ist schwieriger und nichts erfordert mehr Charakter, als sich im offenen Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein!“

Kurt Tucholsky

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#122

RE: Schießen oder nicht und wohin hätte man gezielt?

in Grenztruppen der DDR 17.04.2016 00:49
von vs1400 | 2.397 Beiträge

Zitat von Harzwanderer im Beitrag #114
Erstmal ein Riesendankeschön. Ihr habt genau kapiert, wie ich es gemeint hatte. Ohne Zerfleischen einfach sagen, wie man es gesehen hat.

Was ich vergessen hatte, wie ich drauf gekommen war:
Im Thread vom Paulus zum Saulus beschrieb ein Dresdner sehr eindrucksvoll seine Flucht. Einst war er selbst bei den Grenztruppen und hatte sich damals vorgenommen, bevor er schießt lässt er sich mit festnehmen. Als er später selber geflüchtet ist, hatte er genau geplant, wie er sich möglichst streßfrei für die Grenztruppen ergibt, damit die nicht noch schießen.

Mich hat erstaunt, wie "schlecht" und selten die Schießausbildung rein praktisch gewesen zu sein scheint. Trotz Schützenschnur. Schon die Beschreibung der Waffen klingt ja finster. Dabei hat die DDR die doch selbst hergestellt?
Vermutlich wollte man wirklich schießen durch festnehmen ersetzen. Allerdings wurden bis fast zur Wende (Februar 89 Chris Gueffroy) Leute noch richtig erschossen.


Wie wurde man eigentlich psychologisch auf das Schießen vorbereitet? Angst vor dem GV scheint ja eine große Rolle gespielt zu haben. Vielleicht auch vor Agenten aus dem Westen und Angreifern. Aber was war, wenn da nun plötzlich ein 20-Jähriger aus dem Osten in einer Jeans quer zum Zaun rennt? Dann ist doch das erwartete Bild völlig erschüttert worden? Hat man da nochmal differenziert oder war der Ablauf immer gleich? Hat man sich gesagt, das kann auch ein gut verkleideter CIA-Agent sein oder so?


mich erstaunt, @Harzwanderer,
wie wenig du mit diesen informationen anfangen kannst.
deine vermutung und gleichzeitiges erwähnen eines vorfalles, spricht schon etwas für sich

der februar 89, auch wenn es als wendejahr bezeichnet wird, kam an der grenze erst monate später an und dann erst gab es eine offizielle veränderung der schusswaffengebrauchsbstimmung.

es war nicht entscheidend, welche klamotten man trug.
in einer sperrzone gab es klare vorgaben.

gruß vs


04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


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#123

RE: Schießen oder nicht und wohin hätte man gezielt?

in Grenztruppen der DDR 17.04.2016 01:21
von Harzwanderer | 2.930 Beiträge

Das Beispiel passt durchaus zum Thema. Gueffroy ist erst zweimal in die Beine geschossen worden und dann ins Herz. Von vorne. Als er eine "Räuberleiter" für seinen Freund gemacht hat. Aus etwa 40 Metern Entfernung.


zuletzt bearbeitet 17.04.2016 01:23 | nach oben springen

#124

RE: Schießen oder nicht und wohin hätte man gezielt?

in Grenztruppen der DDR 17.04.2016 04:32
von damals wars | 12.201 Beiträge

"Aber was war, wenn da nun plötzlich ein 20-Jähriger aus dem Osten in einer Jeans quer zum Zaun rennt?"

Wen Du Dir die Bilder vom Sturm der Ossis auf die Prager BRD- Botschaft anschaust, wirst Du feststellen,
das Jeans das vorherschende Kleidungsstück war. Also kein Markenzeichen für Westflüchtlinge.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#125

RE: Schießen oder nicht und wohin hätte man gezielt?

in Grenztruppen der DDR 17.04.2016 09:41
von Harzwanderer | 2.930 Beiträge

Ich meinte eher den Unterschied vom erwarteten Feindbild zur Realität. Statt die Grenze "angreifendem" BGS, Bundeswehr, Amerikanern in Uniform, wie es vielleicht geschult wurde, waren es hier z.B. "unprofessionell" ausgestattete und sich verhaltende Zivilisten auf dem Weg nach Westen, unbewaffnet und das vielleicht sogar erkennbar. Das ist ja vermutlich eine Überraschung gegenüber der Erwartung, die man hatte und es könnte auch das im Prinzip verständliche Motiv "er oder ich?" (der eigenen Planung gegenüber, dass man schießt um sich zu wehren) entfallen lassen.


zuletzt bearbeitet 17.04.2016 09:55 | nach oben springen

#126

RE: Schießen oder nicht und wohin hätte man gezielt?

in Grenztruppen der DDR 17.04.2016 09:50
von vs1400 | 2.397 Beiträge

Zitat von Harzwanderer im Beitrag #123
Das Beispiel passt durchaus zum Thema. Gueffroy ist erst zweimal in die Beine geschossen worden und dann ins Herz. Von vorne. Als er eine "Räuberleiter" für seinen Freund gemacht hat. Aus etwa 40 Metern Entfernung.


damit würdest du jedoch dein erstelltes thema 'sprengen', Harzwanderer,
und mit hilfe der sufu findet man schon einiges zu gueffroy.

gruß vs


04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


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#127

RE: Schießen oder nicht und wohin hätte man gezielt?

in Grenztruppen der DDR 17.04.2016 09:50
von Harzwanderer | 2.930 Beiträge

Ich weiß darüber Bescheid, vielen Dank. Brauchst hier nicht reinzureden.


zuletzt bearbeitet 17.04.2016 09:51 | nach oben springen

#128

RE: Schießen oder nicht und wohin hätte man gezielt?

in Grenztruppen der DDR 17.04.2016 09:54
von Hanum83 | 4.788 Beiträge

Zitat von Harzwanderer im Beitrag #114


Wie wurde man eigentlich psychologisch auf das Schießen vorbereitet? Angst vor dem GV scheint ja eine große Rolle gespielt zu haben. Vielleicht auch vor Agenten aus dem Westen und Angreifern. Aber was war, wenn da nun plötzlich ein 20-Jähriger aus dem Osten in einer Jeans quer zum Zaun rennt? Dann ist doch das erwartete Bild völlig erschüttert worden? Hat man da nochmal differenziert oder war der Ablauf immer gleich? Hat man sich gesagt, das kann auch ein gut verkleideter CIA-Agent sein oder so?


Auch wenn es ein blöder Ausdruck ist, aber das war halt die Zielgruppe, wir haben gewusst aus welcher Richtung dicht gemacht werden musste.
Überstiege aus West-Ost hätten wir rein technisch ja nicht mal mitbekommen, allerhöchstens wenn der Zaun beim letztendlichen Husch in die DDR geklingelt hätte.
Angeblich soll mal paar Kilometer von mir entfernt ein Ex-Genosse wieder über den Zaun re-gestiegen sein weil er die Gehirnwäsche beim CIA nicht ausgehalten hätte, ich musste als der Polit damals diese Story intensiv ausgewalzt hat arg mit dem Einschlafen kämpfen, so ein Quatsch, der hätte sich an jeder Güst gefahrlos wieder zurückmelden können.


"Deitsch on frei wolln mer sei, on do bleibn mer aah derbei"
(Anton Günther)
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zuletzt bearbeitet 17.04.2016 10:08 | nach oben springen

#129

RE: Schießen oder nicht und wohin hätte man gezielt?

in Grenztruppen der DDR 17.04.2016 09:59
von vs1400 | 2.397 Beiträge

Zitat von Harzwanderer im Beitrag #125
Ich meinte eher den Unterschied vom erwarteten Feindbild zur Realität. Statt die Grenze "angreifendem" BGS, Bundeswehr, Amerikanern in Uniform, wie es vielleicht geschult wurde, waren es hier z.B. "umprofessionell" ausgestattete und sich verhaltende Zivilisten auf dem Weg nach Westen, unbewaffnet und das vielleicht sogar erkennbar. Das ist ja vermutlich eine Überraschung gegenüber der Erwartung, die man hatte und es könnte auch das im Prinzip verständliche Motiv "er oder ich?" (der eigenen Planung gegenüber, dass man schießt um sich zu wehren) entfallen lassen.


nun ja, Harzwanderer,
woran erkennt man, in einem sperrgebiet, dass jemand unbewaffnet ist, war?
was könnte als waffe gegen "mich" eingesetzt werden?

gruß vs


04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


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#130

RE: Schießen oder nicht und wohin hätte man gezielt?

in Grenztruppen der DDR 17.04.2016 10:01
von Harzwanderer | 2.930 Beiträge

Alles kann ne Waffe sein. Jeder Ast. Jede Klappleiter könnte auch eine Waffe sein, wenn jemand in der Dämmerung hinter einem Busch hockt.
Ich schrieb ja extra "vielleicht". Das soll hier auch gerade nicht in irgendein moralisierendes Anklagen münden.
Es geht nur um die Meinungen und persönlichen Einstellungen von damals.


zuletzt bearbeitet 17.04.2016 16:53 | nach oben springen

#131

RE: Schießen oder nicht und wohin hätte man gezielt?

in Grenztruppen der DDR 17.04.2016 10:06
von DoreHolm | 7.706 Beiträge

Zitat von Harzwanderer im Beitrag #125
Ich meinte eher den Unterschied vom erwarteten Feindbild zur Realität. Statt die Grenze "angreifendem" BGS, Bundeswehr, Amerikanern in Uniform, wie es vielleicht geschult wurde, waren es hier z.B. "umprofessionell" ausgestattete und sich verhaltende Zivilisten auf dem Weg nach Westen, unbewaffnet und das vielleicht sogar erkennbar. Das ist ja vermutlich eine Überraschung gegenüber der Erwartung, die man hatte und es könnte auch das im Prinzip verständliche Motiv "er oder ich?" (der eigenen Planung gegenüber, dass man schießt um sich zu wehren) entfallen lassen.



Wimre war das Thema "Bewaffneter Angriff durch Kräfte des BGS (gab es um WB nicht), Polizei oder Alliierten" nicht der Hauptschwerpunkt der Motivation zum Waffeneinsatz. Das war schlicht und einfach der, daß jeder GV als Feind der Soz. Gesellschaftsordnung und damit des Volkes dargestellt wurde, der dem Volk durch Kindergarten, Schule, Studium viel Geld gekostet hatte und nun Verrat an der Arbeiterklasse übte. Es wurde dargestellt, daß unter den GV sich auch kriminelle Elemente befanden, die sich durch Flucht der Verantwortung zu entziehen versuchen. Solche Fälle waren gar nicht so selten, standen sie doch regelmäßig in den Fahndungsbüchern, die für die KPs ständig aktualisiert wurden. Letztlich wurden natürlich auch versuchte Fluchten zum Thema gemacht, bei denen offensichtlich der GV den mitgeführten "Werkzeugen" nach zu urteilen auch bereit war, einen Grenzer zu töten, wenn ihm nur das die Flucht ermöglichste. Das Thema Schwedt spielte bei uns damals kaum eine Rolle. Hinzu kam noch, daß schon vor der Einberufung zur Grenze auch die politische Grundhaltung des Wehrpflichtigen betrachtet wurde, die eine Motivierung/Überzeugung einfacher machte.



Harzwanderer und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 17.04.2016 10:06 | nach oben springen

#132

RE: Schießen oder nicht und wohin hätte man gezielt?

in Grenztruppen der DDR 17.04.2016 10:06
von vs1400 | 2.397 Beiträge

Zitat von Harzwanderer im Beitrag #130
Alles kann ne Waffe sein. Jeder Ast. Jedes Klappleiter könnte auch eine Waffe sein, wenn jemand in der Dämmerung hinter einem Busch hockt.
Ich schrieb ja extra "vielleicht". Das soll hier auch gerade nicht in irgendein moralisierendes Anklagen münden.
Es geht nur um die Meinungen und persönlichen Einstellungen von damals.


na dann bin wohl lediglich ein wenig zu sensibel ...
Zitat von Harzwanderer im Beitrag #127
Ich weiß darüber Bescheid, vielen Dank. Brauchst hier nicht reinzureden.
...

gruß vs


04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


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#133

RE: Schießen oder nicht und wohin hätte man gezielt?

in Grenztruppen der DDR 17.04.2016 10:19
von Rainer-Maria Rohloff | 1.377 Beiträge

Ihr wisst das ich bei solchen Themen immer leicht ironisch werde, so Harzwanderer in #123 mit dem jungen Gueffroy und den 40 Metern. Mir fällt da doch sofort ne Geschichte ein.

Heute, beim Morgenspaziergang, wir kommen also um die Ecke an unserem Grundstück. Bis zum anderen Eck sind es jetzt so gute 30 Meter, das ist schon ne ordentliche Entfernung, so meint der Rainer. Jetzt noch zehn Meter drauf, sind wir bei 40 Metern und jetzt stellte ich mir gerade ne mannsgroße Stoffpuppe vor, auf die ich sofort (Anruf und Warnschuss dazwischen) mit Waffe runter von der Schulter gleich zielen müsste?

Was ich da wohl treffe? Wo genau ich da wohl treffe? Und aus welcher Position schoss sich gleich nochmal am sichersten? Liegen, stehen, abknien?
Dann die ganze Aufregung, der Blutdruck, das Adrenalin pur von dem B208 bereits schrieb?

Rainer-Maria



GZB1 und der 39. haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#134

RE: Schießen oder nicht und wohin hätte man gezielt?

in Grenztruppen der DDR 17.04.2016 15:23
von GZB1 | 3.287 Beiträge

Ja Rainer-Maria,

und man vorher noch, von Null auf Hundert, mit seinem ganzen Gerödel von BT absitzen musste und erstmal 150m in Richtung sprinten musste, weil der Anruf und der Warnschuss ignoriert wurde !!


Rainer-Maria Rohloff und vs1400 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 17.04.2016 15:58 | nach oben springen

#135

RE: Schießen oder nicht und wohin hätte man gezielt?

in Grenztruppen der DDR 17.04.2016 15:48
von Freienhagener | 3.877 Beiträge

Zitat von Rainer-Maria Rohloff im Beitrag #133

Was ich da wohl treffe? Wo genau ich da wohl treffe? Und aus welcher Position schoss sich gleich nochmal am sichersten? Liegen, stehen, abknien?
Dann die ganze Aufregung, der Blutdruck, das Adrenalin pur von dem B208 bereits schrieb?

Rainer-Maria


Keine Stoffpuppe, sondern eine sich scnell bewegende Person, die in Deckung bleibt und selbstverständlich die Dunkelheit nutzt. Und der sollst Du dann in die flitzenden Beine zielen.


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
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#136

RE: Schießen oder nicht und wohin hätte man gezielt?

in Grenztruppen der DDR 18.04.2016 08:37
von sentry | 1.108 Beiträge

Zitat von Harzwanderer im Beitrag #114
Aber was war, wenn da nun plötzlich ein 20-Jähriger aus dem Osten in einer Jeans quer zum Zaun rennt? Dann ist doch das erwartete Bild völlig erschüttert worden?

Zitat von Harzwanderer im Beitrag #125
...Das ist ja vermutlich eine Überraschung gegenüber der Erwartung, die man hatte ...


Mal zur Klarstellung aus meiner ganz persönlichen Erfahrung in den 80er Jahren: Wenn Du in meiner Grenzkompanie eine Umfrage gestartet hättest, aus welcher Richtung der nächste Grenzverletzer erwartet wird, hätten wohl weit über 90% in Richtung Osten gezeigt.
Meiner Meinung nach ist es ein falsches Bild, dass die Grenzer so rot und gehirngewaschen (oder einfach nur so dumm) waren, dass ein Grenzverletzer aus Richtung Osten "eine Überraschung" oder auch nur entgegen den allgemeinen Erwartungen gewesen wäre.

Bis auf den Aspekt der Aufklärung westlicher Aktivitäten auf Postenpunkten, wo dies in Frage kam, war die bei Weitem überwiegende Anstrengung auf Verhinderung von Grenzdurchbrüchen Ost->West ausgerichtet. Mag sein, dass das für einige im Zivilleben komplett Ahnungslose eine Überraschung gewesen ist. Aber das dürfte sich schon nach der ersten Woche im Grenzdienst verflüchtigt haben.


DoreHolm und vs1400 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#137

RE: Schießen oder nicht und wohin hätte man gezielt?

in Grenztruppen der DDR 18.04.2016 09:41
von damals wars | 12.201 Beiträge

Zitat von Hanum83 im Beitrag #128


Auch wenn es ein blöder Ausdruck ist, aber das war halt die Zielgruppe, wir haben gewusst aus welcher Richtung dicht gemacht werden musste.
Überstiege aus West-Ost hätten wir rein technisch ja nicht mal mitbekommen, allerhöchstens wenn der Zaun beim letztendlichen Husch in die DDR geklingelt hätte.
Angeblich soll mal paar Kilometer von mir entfernt ein Ex-Genosse wieder über den Zaun re-gestiegen sein weil er die Gehirnwäsche beim CIA nicht ausgehalten hätte, ich musste als der Polit damals diese Story intensiv ausgewalzt hat arg mit dem Einschlafen kämpfen, so ein Quatsch, der hätte sich an jeder Güst gefahrlos wieder zurückmelden können.



Von welcher Seite kannte ein Grenzer die GüST?
Wenn er denn überhaupt eine kannte..


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
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#138

RE: Schießen oder nicht und wohin hätte man gezielt?

in Grenztruppen der DDR 18.04.2016 10:02
von sentry | 1.108 Beiträge

Zitat von damals wars im Beitrag #137

Von welcher Seite kannte ein Grenzer die GüST?


Grenzer der Sicherungseinheiten an einer GÜSt kannten diese in der Regel von allen Seiten.
An der Autobahn-GÜSt Marienborn waren alle Postenpunkte der SiK westlich des Kontrollterritoriums, bis auf den Posten, der den Zugang zum KT und zum Raum der Sicherstellung kontrollierte.

Deswegen hatten wir so große Schwierigkeiten, Grenzdurchbrüche West->Ost zu verhindern - wir wussten einfach noch nicht, dass es ein Durchbruchsversuch ist, wenn der GV bei uns vorbeikam...es sei denn, er kam zu Fuß.


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#139

RE: Schießen oder nicht und wohin hätte man gezielt?

in Grenztruppen der DDR 25.10.2016 14:19
von pee | 44 Beiträge

Na, wenigstens wird in diesem Forum nicht bestritten, daß es überhaupt einen Schießbefehl gab. Das war vor 20 - 25 jahren noch anders.


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#140

RE: Schießen oder nicht und wohin hätte man gezielt?

in Grenztruppen der DDR 25.10.2016 14:37
von Heckenhaus | 5.153 Beiträge

Zitat von pee im Beitrag #139
Na, wenigstens wird in diesem Forum nicht bestritten, daß es überhaupt einen Schießbefehl gab. Das war vor 20 - 25 jahren noch anders.

Es gab eine Waffengebrauchsbestimmung, keinen Schießbefehl.
Doch das dürfte hier ausführlich behandelt worden sein von denen, die dabei waren.
.


.
.
„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
.
IM Kressin, Fritze und der 39. haben sich für diesen Beitrag bedankt
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