#81

RE: Unfälle mit der Waffe

in Grenztruppen der DDR 18.03.2016 09:33
von Rostocker | 7.719 Beiträge

Zitat von werner im Beitrag #77
Zitat von G.Michael im Beitrag #54
Zitat @Rostocker

Also echt--den Reinigungsstab im Lauf abbrechen,das muss wohl eine große Kunst gewesen sein, was ich mir nicht vorstellen kann. Aber vielleicht ist die Schnur gerissen,womit man die Reinigungsbürste mit durch zog und so beides sich im Lauf befand. Aber den Reinigungsstab im Lauf abbrechen, nee--wo soll der auch so dermaßen verkanten.

Wo siehst Du das Kunststück? Am unteren Ende war/ist das Teil aufgespalten um Läppchen oder Dochte aufzunehmen. Dann ordentlich im Lauf festgerammelt.
Am oberen Ende einen Dorn durch die Querbohrung, fertsch.Das Ding wird abgewürgt.
Gerd



Waffenreinigen hatte unter Aufsicht zu erfolgen. Wo waren die Vorgesetzten? Nach dem Reinigen das Reinigungsergebnis zu kontrollieren.

Vor jedem Schießen ist der Lauf durchzuziehen, egal ob Platzer oder scharf.
Verursacher des Schadens geklärt und Glück gehabt, dass da nicht noch Pickelschnippsen dabei war.

Wo hatte denn der reinigende Soldat einen Dorn her, der durch die Bohrung des Reinigungsstabes passt und dazu noch kräftiger als der extrem zähe Stahl des Reinigungsstabes ist? Der Dorn vom RG-57 war es jedenfalls nicht. Die kleine Spitze am Fallgewicht des RG ist dafür auch nicht geeignet.

Muss ja überhaupt ´ne richtige Vorkommnistruppe gewesen sein, bei der so grundlegende Vorschriften und Regeln für den Umgang mit Waffen verletzt wurden. Vom Soldaten über den GF über den Waffenwart bis zum ZF.
Und das alles in einer GK versammelt?


Grün--Da werd ich mich etwas falsch ausgedrückt haben--aber eher etwas falsch verstanden haben. Aber es ging darum, das der Reinigungsstab wohl im Lauf abgebrochen ist. Und das kann ich mir nicht vorstellen.


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#82

RE: Unfälle mit der Waffe

in Grenztruppen der DDR 18.03.2016 09:40
von Rostocker | 7.719 Beiträge

Zitat von werner im Beitrag #77
Zitat von G.Michael im Beitrag #54
Zitat @Rostocker

Also echt--den Reinigungsstab im Lauf abbrechen,das muss wohl eine große Kunst gewesen sein, was ich mir nicht vorstellen kann. Aber vielleicht ist die Schnur gerissen,womit man die Reinigungsbürste mit durch zog und so beides sich im Lauf befand. Aber den Reinigungsstab im Lauf abbrechen, nee--wo soll der auch so dermaßen verkanten.

Wo siehst Du das Kunststück? Am unteren Ende war/ist das Teil aufgespalten um Läppchen oder Dochte aufzunehmen. Dann ordentlich im Lauf festgerammelt.
Am oberen Ende einen Dorn durch die Querbohrung, fertsch.Das Ding wird abgewürgt.
Gerd



Waffenreinigen hatte unter Aufsicht zu erfolgen. Wo waren die Vorgesetzten? Nach dem Reinigen das Reinigungsergebnis zu kontrollieren.

Vor jedem Schießen ist der Lauf durchzuziehen, egal ob Platzer oder scharf.
Verursacher des Schadens geklärt und Glück gehabt, dass da nicht noch Pickelschnippsen dabei war.

Wo hatte denn der reinigende Soldat einen Dorn her, der durch die Bohrung des Reinigungsstabes passt und dazu noch kräftiger als der extrem zähe Stahl des Reinigungsstabes ist? Der Dorn vom RG-57 war es jedenfalls nicht. Die kleine Spitze am Fallgewicht des RG ist dafür auch nicht geeignet.

Muss ja überhaupt ´ne richtige Vorkommnistruppe gewesen sein, bei der so grundlegende Vorschriften und Regeln für den Umgang mit Waffen verletzt wurden. Vom Soldaten über den GF über den Waffenwart bis zum ZF.
Und das alles in einer GK versammelt?


Grün---Wir haben öfters die Waffe nach dem GD auf der Bude gereinigt und dann runter gebracht in die Waffenkammer--da gab es keine Aufsicht. In der Ausbildung sah das anders aus,da ging alles nach Vorschrift.


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#83

RE: Unfälle mit der Waffe

in Grenztruppen der DDR 18.03.2016 09:40
von schulzi | 1.757 Beiträge

Zitat von damals wars im Beitrag #67
Zitat von vs1400 im Beitrag #65
bleiben wir doch schlichtweg beim thema, g. michael.

zu meiner zeit wurden derartige probleme mit dem reinigungsstab + multifunktionalem schrauben"zieher", nach hinten gelöst
und immer gelöst.
deine probleme möchtest du nicht schildern, doch dochte oder vergleichbares ( auf grund mangel an dochten) sollten nur mit der öse der reinigungsschnur gezogen werden, an deren ende sich der dorn befand.
mit diesem konnte die schnur stark verdrillt und aufgerollt werden und dass wurde dann auch oft ein 'problem'.

gruß vs


Wurde das Reinigungsgerät nach dem Säubern der Waffen nicht auf Vollständigkeit geprüft? Kann mich da an so etwas erinnern...

Ja aber nur in der Ak,dann gab es nur noch den Rasierpinsel


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#84

RE: Unfälle mit der Waffe

in Grenztruppen der DDR 18.03.2016 09:41
von Rostocker | 7.719 Beiträge

Zitat von schulzi im Beitrag #83
Zitat von damals wars im Beitrag #67
Zitat von vs1400 im Beitrag #65
bleiben wir doch schlichtweg beim thema, g. michael.

zu meiner zeit wurden derartige probleme mit dem reinigungsstab + multifunktionalem schrauben"zieher", nach hinten gelöst
und immer gelöst.
deine probleme möchtest du nicht schildern, doch dochte oder vergleichbares ( auf grund mangel an dochten) sollten nur mit der öse der reinigungsschnur gezogen werden, an deren ende sich der dorn befand.
mit diesem konnte die schnur stark verdrillt und aufgerollt werden und dass wurde dann auch oft ein 'problem'.

gruß vs


Wurde das Reinigungsgerät nach dem Säubern der Waffen nicht auf Vollständigkeit geprüft? Kann mich da an so etwas erinnern...

Ja aber nur in der Ak,dann gab es nur noch den Rasierpinsel


Stimmt


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#85

RE: Unfälle mit der Waffe

in Grenztruppen der DDR 18.03.2016 11:14
von damals wars | 12.143 Beiträge

Ein Blick ins "Mündungsfeuer", in den Lauf, war doch bei jeder Waffenreinigung Pflicht.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
zuletzt bearbeitet 18.03.2016 15:57 | nach oben springen

#86

RE: Unfälle mit der Waffe

in Grenztruppen der DDR 18.03.2016 14:14
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat @DoreHolm

Meinst Du den Unfall mit dem Rohkrepierer bei den 120ern in Oranienburg ? Den kenne ich. War kurz vor meiner Zeit dort in der Nachbarkompanie.
Es war Batterieschießen angesagt. Damals noch ohne diese Ladeklappe, die verhindert, daß eine zweite Granate reingelassen wird und die erste noch drin war. Das ist passiert. Die Bedienung hat es offensichtlich nicht gemerkt in der Hektik des Gefechtes, weil es links und rechts auch donnerte. So wurde es uns übermittelt. Von diesem Zeitpunkt durften wir nur noch mit diesem Ladeschutz schießen. Ich war aber am 81er. Das waren die eigentlichen "Kirschkernspucker", aber wer aus ca. einem Km die Granaten explodieren sah, bekam schon Respekt.

Genau diesen Vorfall meinte ich. Wie das passieren konnte ist klar, aber warum eben nicht. Die Ladesicherungen waren schon seit 77 vorgeschrieben.
Was den besagten Dorn betrifft, der gehörte zum RG 57. (4. von oben)
Gerd

Angefügte Bilder:
dorn.jpg

zuletzt bearbeitet 18.03.2016 17:42 | nach oben springen

#87

RE: Unfälle mit der Waffe

in Grenztruppen der DDR 18.03.2016 15:40
von Häuptling | 77 Beiträge

Es war etwa 1987, Schießausbildung auf dem Schießstand in Groß Glienicke. Nachtschießen, ich glaube auch mit Leuchtspurmuni. Auf dem Schießstand war eine Schießbahn für MPi ausgebaut und zugelassen. Die Kollegen vom GR-34 kennen bestimmt den Schießstand. Ich war als Leiter des Schießens eingesetzt. Das Schießen lief ohne Probleme, bis ein Soldat sich durch die Handfläche schoss. Wie war das passiert?? Ganz einfach. Der Soldat lag in Stellung und nach dem Kommando "Feuer" entsicherte er seine MPi, zielte und stellte dabei fest, dass der Nachvisieraufsatz vom Korn gerutsch war. Er griff von unten (!??!) mit der Hand vor der Mündung Richtung Korn, um den Nachtvisieraufsatz wieder auf das Korn zu setzen.(nur fragt mich nicht, warum er es so tat, es konnte schon damals keiner nachvollziehen).. Nur hatte er bei der wahnwitzigen Aktion seine Waffe nicht wieder gesichtert und kam mit dem Tragegestell an den Abzug... Päng...Loch in Hand...

Er hatte Schwein. Keine Verletzung an den Handknochen, glatter Durchschuß.

Danach war das Nachtschießen gelaufen...


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#88

RE: Unfälle mit der Waffe

in Grenztruppen der DDR 18.03.2016 15:51
von Rostocker | 7.719 Beiträge

Zitat von Häuptling im Beitrag #87
Es war etwa 1987, Schießausbildung auf dem Schießstand in Groß Glienicke. Nachtschießen, ich glaube auch mit Leuchtspurmuni. Auf dem Schießstand war eine Schießbahn für MPi ausgebaut und zugelassen. Die Kollegen vom GR-34 kennen bestimmt den Schießstand. Ich war als Leiter des Schießens eingesetzt. Das Schießen lief ohne Probleme, bis ein Soldat sich durch die Handfläche schoss. Wie war das passiert?? Ganz einfach. Der Soldat lag in Stellung und nach dem Kommando "Feuer" entsicherte er seine MPi, zielte und stellte dabei fest, dass der Nachvisieraufsatz vom Korn gerutsch war. Er griff von unten (!??!) mit der Hand vor der Mündung Richtung Korn, um den Nachtvisieraufsatz wieder auf das Korn zu setzen.(nur fragt mich nicht, warum er es so tat, es konnte schon damals keiner nachvollziehen).. Nur hatte er bei der wahnwitzigen Aktion seine Waffe nicht wieder gesichtert und kam mit dem Tragegestell an den Abzug... Päng...Loch in Hand...

Er hatte Schwein. Keine Verletzung an den Handknochen, glatter Durchschuß.

Danach war das Nachtschießen gelaufen...


Mir ist nur unklar--wie der mit dem Tragegestell am Abzug gekommen ist. Und haben die gelegen oder gekniet beim schießen.


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#89

RE: Unfälle mit der Waffe

in Grenztruppen der DDR 18.03.2016 15:57
von Gelöschtes Mitglied
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@Häuptling, ich versteh es so, ein im Prinzip aufgesetzter Schuß durch die Hand, glatter Durchschuß ohne weitere Verletzungen?.
Gerd


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#90

RE: Unfälle mit der Waffe

in Grenztruppen der DDR 18.03.2016 17:10
von Hanum83 | 4.722 Beiträge

Waffenreinigen an der Grenze, da wir da ja nie geschossen haben im normalen Dienst , schön auf dem Turm abpinseln und einölen wegen Grenzergold, die Knarren waren ganz schön blank gescheuert und rosteten gerne.
Nach dem Zugschießen war jeder selber verantwortlich die Waffe wieder sauber zu machen, solche gemeinsamen Putz-Aktionen auf dem Gang gab es da aber nicht, mit dem Ufo wurde Wasser kochend gemacht und im Bad in die auseinandergebaute Flinte geschüttet, da ging der Pulverschleim super raus
Dann schön Lauf durchziehen und selbstredend alles ordentlich abölen und fertig.
Das Teil in die Waffenkammer tragen, in den Ständer stellen und gut war.
Der Waffen-Uffz hat auch so immer mal stichprobenweise die Waffen durchgeguckt und wenn eine keimig war gab es einen Hinweis an den Nutzer das mal ein Putz fällig ist.


"Deitsch on frei wolln mer sei, on do bleibn mer aah derbei"
(Anton Günther)
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zuletzt bearbeitet 18.03.2016 17:11 | nach oben springen

#91

RE: Unfälle mit der Waffe

in Grenztruppen der DDR 18.03.2016 17:57
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat @werner

Wo hatte denn der reinigende Soldat einen Dorn her, der durch die Bohrung des Reinigungsstabes passt und dazu noch kräftiger als der extrem zähe Stahl des Reinigungsstabes ist? Der Dorn vom RG-57 war es jedenfalls nicht. Die kleine Spitze am Fallgewicht des RG ist dafür auch nicht geeignet.
Muss ja überhaupt ´ne richtige Vorkommnistruppe gewesen sein, bei der so grundlegende Vorschriften und Regeln für den Umgang mit Waffen verletzt wurden. Vom Soldaten über den GF über den Waffenwart bis zum ZF.
Und das alles in einer GK versammelt?

Der geneigte "Theoretiker" sollte sich mal schlau machen bevor er in die Tasten haut.
Wo stand etwas von einer GK?
Wie auch immer, egal. Vorschriften? Klopp se in de Tonne, wenn es um Praxis geht.
Gerd


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#92

RE: Unfälle mit der Waffe

in Grenztruppen der DDR 18.03.2016 18:14
von damals wars | 12.143 Beiträge

Wenn man die Vorschriften nicht in die Tonne kloppte, waren Unfälle so gut wie ausgeschlossen.Gemeinsames Waffenreinigen erfolgt nach Dienstplan , meist Sonnabends zu Helgas Topmusike https://de.wikipedia.org/wiki/Helga_Hahnemann
Hauptproblem war der Sand.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
werner hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#93

RE: Unfälle mit der Waffe

in Grenztruppen der DDR 18.03.2016 21:58
von werner | 1.591 Beiträge

Zitat von G.Michael im Beitrag #91


Der geneigte "Theoretiker" sollte sich mal schlau machen bevor er in die Tasten haut.
Wo stand etwas von einer GK?
Wie auch immer, egal. Vorschriften? Klopp se in de Tonne, wenn es um Praxis geht.
Gerd




Dann eben GAR, wie auch immer.

Wenn der geneigte "Praktiker" schlau wäre, hätte er sich erst mal schlau gemacht, bevor er in die Tasten haut und jemanden "Theoretiker" schimpft.
Und wenn der "Praktiker" sich seinerzeit schlau gemacht hätte, wozu eine Vorschrift im Umgang mit Waffen gut ist und nicht die bereits in der Grundausbildung eingetrichterte Regel in die Tonne getreten hätte, die da sagt, dass vor jedem Schießen durch den Schützen der Lauf durchzuziehen ist, wäre ihm das nicht passiert. Dann wäre ihm auch aufgefallen, dass da was im Lauf oder/und der Reinigungsstab beschädigt ist.
Ach nee, solche Vorschriften galten ja nur für die Anfänger.

Wie auch immer, egal.
Die meisten Unfälle haben Anfänger - oder die "Vollprofis", die nur glauben zu wissen, wann sie Vorschriften umgehen können. Echte Profis wissen es.
Den Unterschied sehe ich heute auch regelmäßig.


Und irgendwo saßen die ganz anonym die leitenden Hirne, die den ganzen Betrieb koordinierten und die politischen Richtlinien festlegten, nach denen dieses Bruchstück der Vergangenheit aufbewahrt, jenes gefälscht, und ein anderes aus der Welt geschafft wurde.
George Orwell, 1984
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#94

RE: Unfälle mit der Waffe

in Grenztruppen der DDR 18.03.2016 22:04
von Gelöschtes Mitglied
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Ach Werner.

Angefügte Bilder:
Mitleid.jpg

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#95

RE: Unfälle mit der Waffe

in Grenztruppen der DDR 18.03.2016 22:22
von Pitti53 | 8.787 Beiträge

Zitat von G.Michael im Beitrag #94
Ach Werner.


Was soll der Kram?

Ich hab in 18 Jahren bei der Truppe genügend Schießübungen erlebt. Es wurde IMMER so wie von @werner geschildert durchgeführt.

Alles andere wäre grob fahrlässig gewesen. Kein Aufsichtshabender Offizier hätte sich auf Spielchen eingelassen.

Angeblich anderes erlebtes ist wohl mehr den Erinnerungslücken geschuldet.

Das es Unfälle gab, lag meist an menschlichem Versagen....gibt es auch täglich


der 39. und Büdinger haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#96

RE: Unfälle mit der Waffe

in Grenztruppen der DDR 18.03.2016 22:49
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Pitti53 im Beitrag #95
Zitat von G.Michael im Beitrag #94
Ach Werner.


Was soll der Kram?

Ich hab in 18 Jahren bei der Truppe genügend Schießübungen erlebt. Es wurde IMMER so wie von @werner geschildert durchgeführt.

Alles andere wäre grob fahrlässig gewesen. Kein Aufsichtshabender Offizier hätte sich auf Spielchen eingelassen.

Angeblich anderes erlebtes ist wohl mehr den Erinnerungslücken geschuldet.

Das es Unfälle gab, lag meist an menschlichem Versagen....gibt es auch täglich


Pitti es ist doch unbestriiten, das es bei Einhaltung der 050/0/001 rein theoretisch keine Unfälle hätte geben können. Nur wo war es so?
Menschliches Versagen oder Überheblichkeit und Nachlässigkeit war immer möglich.
Das "Schulwissen oder Ausbildungswissen" wurde doch recht schnell abgelegt, leider!
Man sollte doch die Realität sehen, und nicht nur die Vorschriften pochen.
Ein erschossener Zivilbeschäftigter, Kraftfahrer auf einem "Verbrechertaxi" sorry, so wurden die W50LA genannt. Auf der Rückfahrt vom Schießplatz
Berge nach Glöwen löste sich ein Schuß aus einer AK 47. Sicherheitskontrolle wohl vermasselt. (insgesamt 40 Verletzte)
Auf dem Papier sieht es immer sehr schön aus.
Gerd


zuletzt bearbeitet 18.03.2016 22:50 | nach oben springen

#97

RE: Unfälle mit der Waffe

in Grenztruppen der DDR 19.03.2016 00:59
von vs1400 | 2.387 Beiträge

Zitat von werner im Beitrag #77
Zitat von G.Michael im Beitrag #54
Zitat @Rostocker

Also echt--den Reinigungsstab im Lauf abbrechen,das muss wohl eine große Kunst gewesen sein, was ich mir nicht vorstellen kann. Aber vielleicht ist die Schnur gerissen,womit man die Reinigungsbürste mit durch zog und so beides sich im Lauf befand. Aber den Reinigungsstab im Lauf abbrechen, nee--wo soll der auch so dermaßen verkanten.

Wo siehst Du das Kunststück? Am unteren Ende war/ist das Teil aufgespalten um Läppchen oder Dochte aufzunehmen. Dann ordentlich im Lauf festgerammelt.
Am oberen Ende einen Dorn durch die Querbohrung, fertsch.Das Ding wird abgewürgt.
Gerd



Waffenreinigen hatte unter Aufsicht zu erfolgen. Wo waren die Vorgesetzten? Nach dem Reinigen das Reinigungsergebnis zu kontrollieren.

Vor jedem Schießen ist der Lauf durchzuziehen, egal ob Platzer oder scharf.
Verursacher des Schadens geklärt und Glück gehabt, dass da nicht noch Pickelschnippsen dabei war.

Wo hatte denn der reinigende Soldat einen Dorn her, der durch die Bohrung des Reinigungsstabes passt und dazu noch kräftiger als der extrem zähe Stahl des Reinigungsstabes ist? Der Dorn vom RG-57 war es jedenfalls nicht. Die kleine Spitze am Fallgewicht des RG ist dafür auch nicht geeignet.

Muss ja überhaupt ´ne richtige Vorkommnistruppe gewesen sein, bei der so grundlegende Vorschriften und Regeln für den Umgang mit Waffen verletzt wurden. Vom Soldaten über den GF über den Waffenwart bis zum ZF.
Und das alles in einer GK versammelt?


hallo werner,
ne 'gk' musste immer auch reagieren
und wenn die leutz, nach zb. 8h regen rein kamen, dann wurde nur das erledigt was sichtbar war.
es war jedoch fast jedem gwd'ler auch bewusst, dass es "seine" waffe war und man gefälligkeiten des verantwortlichen nicht überstrapazieren sollte. denn dann gab es durchaus ne direkte reaktion, im passendem moment.

auf die damalige gefechtsausbildung, einer gk, gehe ich momentan bewusst nicht ein.

gruß vs


04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


werner hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#98

RE: Unfälle mit der Waffe

in Grenztruppen der DDR 19.03.2016 11:09
von der 39. | 522 Beiträge

Während meiner Dienstzeit habe ich eine Anzahl von Waffenunfällen erlebt, mit toten Kameraden und Schwerverletzten und mit tötlichem Erschrecken über das, was hätte passieren können..
Nie ,ich betone nie, hat je eine Waffe nicht richtig funktioniert. Immer war es entweder Nichteinhaltung von Vorschriften, mangelnde Kontrolle oder aber auch purer Leichtsinn oder Spielerei. Beispiele habe ich im Thema "Der erste Tag" genügend geschildert.
Der 39.


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#99

RE: Unfälle mit der Waffe

in Grenztruppen der DDR 06.04.2016 20:54
von amigaguru | 96 Beiträge

Zitat von Mauerschädel im Beitrag #45
Das Sommerlager nahe Eggesin nannte sich nach der Gemeinde Hintersee auf dessen Gebiet es sich befand. Wurde die 1970 dort befindliche Lehrgrenzeinrichtung eigentlich im weiteren Verlauf den neuen technischen Grenzeinrichtungen angepasst?
Die Wildschweine dort waren ja schon zahm, haben uns nicht selten über Nacht in den Zelten besucht.
Gruß Mauerschädel

Außerhalb des Zeltlagers waren die Latrinen.
Es ist nachts dann oft vorgekommen,da so eine Wildsau auf der Latrine erschienen ist.
Dann war großes Geschrei.Es wurde dann versucht mit einer Grube dieses Vieh zu fangen.
Hat nicht geklappt.


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#100

RE: Unfälle mit der Waffe

in Grenztruppen der DDR 06.04.2016 21:30
von Fritze | 3.474 Beiträge

Über den Aufbau des Lagers Hintersee und den Vorgang wie aus der der Kasernierten Volkspolizei die Anfänge der NVA wurden,

wird in diesem Roman geschildert . Der Protagonist war FDJ Kader und dann Freiwilliger der KVP.

http://www.amazon.de/Das-Vorkommando-Hei...l/dp/B0092WWD8O


Ich habe es schon vor der Wende gelesen und zumindest interessant eingestuft .Die Latrine kommt auch nicht zu kurz !

MfG Fritze


"Das kann doch überhaupt nur jemand nicht wissen ,der entweder vollkommen ahnungslos ist ,oder ,oder jemand der also bösartig ist !"

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