#141

RE: Ostrente

in Grenztruppen der DDR 29.02.2016 17:12
von Gelöschtes Mitglied
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[quote=Moskwitschka|p526870]Dafür würde ich nicht meine Hand ins Feuer legen @1941ziger . Denn die Sozielversicherung in der DDR umfasste alle Leistungen der Kranken - und Rentenversichrung und noch einiges darüber hinaus wie zum Beispiel Blindengeld oder die 1,000 Mark "Babyprämie" Weiß nicht mehr wie es offiziel heiß). Eingezahlt wurden vom Arbeiter oder Angestellten 20% des Bruttomonatseinkommns, max 120 Mark - wenn er nicht in der FZR war. Ob das alle diese Leistungen abdeckte?

Moskwitschka


Und dafür würde ich mich nicht verbürgen. Generell war bei 60,- Mark/Monat Schluß. Gestempelt als monatliches angerechnetes Einkommen.
Beiträge für das entsprechende Jahr, handschriftlich generell 7.200.-Mark
Beitäge zur FZR wurden separat ausgewiesen.
Gerd


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#142

RE: Ostrente

in Grenztruppen der DDR 29.02.2016 17:16
von Cambrino | 201 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #127
Zitat von 1941ziger im Beitrag #118
Zitat von damals wars im Beitrag #117
Könnte man meine, wenn man das https://de.wikipedia.org/wiki/Umlageverfahren nicht verstanden hat.
Bei der Rente wird kein Geld angespart, und Jahre später ausgezahlt.
Im Gegenteil, Schröder hat die Rücklagen aufgelöst und zu Gunsten des Staatshaushalt verkloppt!


Das haben sie alle gemacht, die Kanzler der BRD.
Die Rente ist ein Umlageverfahren , die Arbeitenden zahlen ein, die Rentner bekommen das Geld.
Wenn gut verdient und mehr eingezahlt wurde blieb was übrig.....das weckte dann die Begehrlichkeiten der jeweiligen Regierungen und
sie griffen zu.Es gab aber auch Zeiten da legte die Rentenversicherung das übrige Geld gut an und schüttet den Gewinn
an die Rentenempfänger aus.....das wurde dann Versteuert.
Seit Schröder (SPD) ist das anders, da versteuerst du die ganze Rente obwohl du deine Lohn schon mal versteuert hast
......also Doppelsteuer, auch eine Errungenschaft der SPD.


Das mit dem Umlageverfahren ist absolut richtig, das einziger Kapital was die Rentenversicherung hat, sind ca. 1 -2 Monatsrenten, je nach Konjunkturlage, auf dem Konto als Sicherheit. Ich gehe davon aus, das die DDR das gleiche oder ein ähnliches Umlageverfahren hatte. Daher sind die polemischen Einlagen von der Plünderung des DDR Rentenvermögens barer Unsinn. Ganz einfach weil kein Vermögen vorhanden wie bei der bundesdeutschen Renteversicherung. Letztere hatte in den 60 er Jahren hohe Überschüsse, die verlieh sie an Interessierte als Hypothek. Auch eine Wohnungsbaugesellschaft nannte sie ihr eigen, die GAGFAH. Gehörte der BfA einer Vorläufergesellschaft der DRV.
Dein Versteuerungsmodell(rot) ist falsch. Zu unserer Arbeitszeit wurden die Beiträge zur Rentversicherung nur zu einem geringen Teil steuerfrei gestellt. Dafür waren die Renten komplett steuerfrei. Schröder hat das gerechter gemacht mit der sogenannten nachgelagerten Besteuerung.
D.h. über einen Zeitraum von 35 Jahren wird sowohl der Beitrag allmählich bis auf 100 % steuerfrei gestellt(jährlich gestaffelt) als auch die Rente nach oben gestaffelt besteuert. Beginn 2005 bei der Rente mit einem Anteil von 50 % , Jahr für Jahr ansteigend bis auf 100 %. Das ist vorteilhafter, weil der Steuervorteil bei der Rente höher ist ( geringerer Betrag muss versteuert werden) als beim Einkommen, höherer Betrag wird steuerfrei gestellt.














Hallo Gert, ist soweit richtig was du hier schreibst, möchte aber deine Ausführungen noch ergänzen. Der bei Beginn der Rente (seit 2005) festgelegte steuerfreie Betrag bleibt bis zum Tot erhalten. Wer in diesem Jahr in Rente geht, hat schon einen steuerpflichtigen Anteil von 72%. Doch der steuerpflichtige Anteil erhöht sich noch mal mit jeder Rentenanpassung. Die Rentenerhöhungen werden also dem steuerpflichtigen Anteil hinzu gerechnet. Von dem steuerpflichtigen Anteil ist der Grundfreibetrag von ca. etwas über 8000,00 Euro (keine genaue Zahl im Kopf) ab zu ziehen, weiterhin kann der Rentner von dem steuerpflichtigen Anteil auch die gesamten Beiträge für Krankenkasse und Pflegeversicherung zu 100% abziehen. Dann gibt es auch noch die vielen Dinge, die im allgemeinen jeder absetzen kann, erst wenn dann von dem steuerpflichtigen Anteil der Rente noch etwas übrig bleibt, ist dieses zu versteuern. Ich mache seit 2005 meine Steuererklärung und muß seit 2010 , jedes Jahr etwas ansteigend Eink. Steuer zahlen und bin jetzt bei ca. 400 Euro im Jahr angekommen. Soweit also nur als Ergänzung.

Gruß CAMBRINO


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zuletzt bearbeitet 29.02.2016 18:06 | nach oben springen

#143

RE: Ostrente

in Grenztruppen der DDR 29.02.2016 17:17
von Moskwitschka | 2.529 Beiträge

@G.Michael Auch in der DDR gab es einen Arbeitgeber - Anteil, der die Höhe des Arbeitnehmers hatte. Ich hätte mich eindeutiger ausdrücken müssen.

So nun habe ich mal zur Sicherheit wiki gefragt https://de.wikipedia.org/wiki/Sozialvers...erkschaftsbunds

Moskwitschka


„Nichts ist schwieriger und nichts erfordert mehr Charakter, als sich im offenen Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein!“

Kurt Tucholsky

zuletzt bearbeitet 29.02.2016 17:19 | nach oben springen

#144

RE: Ostrente

in Grenztruppen der DDR 29.02.2016 17:58
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

Zitat von Moskwitschka im Beitrag #140
Dafür würde ich nicht meine Hand ins Feuer legen @1941ziger . Denn die Sozielversicherung in der DDR umfasste alle Leistungen der Kranken - und Rentenversichrung und noch einiges darüber hinaus wie zum Beispiel Blindengeld oder die 1.000 Mark "Babyprämie" (Weiß nicht mehr wie es offiziel heiß). Eingezahlt wurden vom Arbeiter oder Angestellten 20% des Bruttomonatseinkommns, max 120 Mark - wenn er nicht in der FZR war. Ob das alle diese Leistungen abdeckte?

Moskwitschka





FALSCH!
Die, heute würden wir sagen, Beitragsbemessungsgrenze lag für Arbeiter und Angestellte bei 600,- Mark.
Erst mit der Einführung der FZR ging der Betrag bis 1.200, - Mark und dann ab Anfang der 80ger konnte die FZR für den gesamten Lohn-/Gehaltsanteil welcher über der 600, Mark Grenze lag gezahlt werden.

Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

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#145

RE: Ostrente

in Grenztruppen der DDR 29.02.2016 18:10
von Moskwitschka | 2.529 Beiträge

Das eine ist die Nettolohnberechnung @Nostalgiker, das andere was für den Arbeiter oder Angestellten In die Sozialversicherung abgeführt wurde. Wenn das max. 60 Mark pro Nase ohne FZR gewesen wäre, dann wäre die DDR schon früher Pleite gewesen.

Und selbst mit dem Arbeitgeberanteil bin ich mir nicht sicher, ob in der Sozialversichrungen alle Leistungen der Sozialversicherung abgedeckt gewesen wären. Das herauszufinden überlasse ich Dir,

Moskwitschka


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#146

RE: Ostrente

in Grenztruppen der DDR 29.02.2016 18:21
von damals wars | 12.179 Beiträge

Da es meist Staatsbetriebe waren, zahlte der AG dann automatisch"den Arbeitgeberanteil".


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#147

RE: Ostrente

in Grenztruppen der DDR 29.02.2016 18:22
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Cambrino im Beitrag #142



Hallo Gert, ist soweit richtig was du hier schreibst, möchte aber deine Ausführungen noch ergänzen. Der bei Beginn der Rente (seit 2005) festgelegte steuerfreie Betrag bleibt bis zum Tot erhalten. Wer in diesem Jahr in Rente geht, hat schon einen steuerpflichtigen Anteil von 72%. Doch der steuerpflichtige Anteil erhöht sich noch mal mit jeder Rentenanpassung. Die Rentenerhöhungen werden also dem steuerpflichtigen Anteil hinzu gerechnet. Von dem steuerpflichtigen Anteil ist der Grundfreibetrag von ca. etwas über 8000,00 Euro (keine genaue Zahl im Kopf) ab zu ziehen, weiterhin kann der Rentner von dem steuerpflichtigen Anteil auch die gesamten Beiträge für Krankenkasse und Pflegeversicherung zu 100% abziehen. Dann gibt es auch noch die vielen Dinge, die im allgemeinen jeder absetzen kann, erst wenn dann von dem steuerpflichtigen Anteil der Rente noch etwas übrig bleibt, ist dieses zu versteuern. Ich mache seit 2005 meine Steuererklärung und muß seit 2010 , jedes Jahr etwas ansteigend Eink. Steuer zahlen und bin jetzt bei ca. 400 Euro im Jahr angekommen. Soweit also nur als Ergänzung.

Gruß CAMBRINO


so ist es richtig Cambrino. Die Erhöhung des steuerpflichtigen Anteils hat aber nichts mit der Rentenerhöhung zu tun sondern ist für die Geburtenjahrgänge schon im Voraus festgelegt auf etwa 35 Jahre Ziel 100 %. Dann sind aber auch zu 100 % die Beiträge der AN steuerfrei.
Jetzt geht der Jahrgang 1951 in Rente und da liegt der steuerpflichtige Anteil bei 72 % wie du schriebst. Also 28 % sind steuerfrei.
Zahlenbeispiel: es hat einer 1000€ Rente, so muss er davon 720 € versteuern. Macht 8640 €/anno,. ./. KV 8,2 % = 708,48€, PV 2,05 = 177,12€ ,
so hat er/sie zu versteuern 7754,40 €. Dieser Betrag liegt unter dem Grundfreibetrag ( 2016 = 8652 €). Also ist die Rente steuerfrei.
1000 € ./. KV +PV monatlich 73,80 = 926,20 € netto Rente ausbezahlt


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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zuletzt bearbeitet 29.02.2016 18:26 | nach oben springen

#148

RE: Ostrente

in Grenztruppen der DDR 29.02.2016 18:24
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Moskwitschka im Beitrag #143
@G.Michael Auch in der DDR gab es einen Arbeitgeber - Anteil, der die Höhe des Arbeitnehmers hatte. Ich hätte mich eindeutiger ausdrücken müssen.

So nun habe ich mal zur Sicherheit wiki gefragt https://de.wikipedia.org/wiki/Sozialvers...erkschaftsbunds

Moskwitschka


Siehsde, ich hab mein grünes Buch bemüht.
Gerd


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#149

RE: Ostrente

in Grenztruppen der DDR 29.02.2016 18:34
von Moskwitschka | 2.529 Beiträge

Tja @G.Michael Deine "persönlichen" Anteile vom Lohn für den SV-Jahresbeitrag hätten noch nicht mal gereicht um nur eine MfS - Monats - Rente zu finanziren

Im Rahmen der Wende wurde die Rente für MA des MfS auf max. 802,00 Mark DDR festgelegt.

Da können wir doch alle froh sein, dass alles anders gekommen ist.

Moskwitschka


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Kurt Tucholsky

zuletzt bearbeitet 29.02.2016 18:35 | nach oben springen

#150

RE: Ostrente

in Grenztruppen der DDR 29.02.2016 18:34
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von G.Michael im Beitrag #141
[quote=Moskwitschka|p526870]Dafür würde ich nicht meine Hand ins Feuer legen @1941ziger . Denn die Sozielversicherung in der DDR umfasste alle Leistungen der Kranken - und Rentenversichrung und noch einiges darüber hinaus wie zum Beispiel Blindengeld oder die 1,000 Mark "Babyprämie" Weiß nicht mehr wie es offiziel heiß). Eingezahlt wurden vom Arbeiter oder Angestellten 20% des Bruttomonatseinkommns, max 120 Mark - wenn er nicht in der FZR war. Ob das alle diese Leistungen abdeckte?

Moskwitschka


Und dafür würde ich mich nicht verbürgen. Generell war bei 60,- Mark/Monat Schluß. Gestempelt als monatliches angerechnetes Einkommen.
Beiträge für das entsprechende Jahr, handschriftlich generell 7.200.-Mark
Beitäge zur FZR wurden separat ausgewiesen.
Gerd




für ein solch geringen Beitrag bekam der DDR Bürger früher 420 Ostmark, heute nach 45 Jahren Arbeit 1 Punkt pro Jahr vorausgesetzt 1217 €
keine schlechte Rendite


.
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#151

RE: Ostrente

in Grenztruppen der DDR 29.02.2016 18:36
von Cambrino | 201 Beiträge

Also solche kleinen Pina Beträge kenne ich aus meiner Zeit nicht. Meine Sozialabgaben ( Rentenversicherung, Krankenkasse und Arbeitslosenversicherung ) betrugen in den letzten Berufsjahren bis 1998 zusammen im Jahr zwischen 13000,00 und 14000,00 DM. Und Einkommen - Steuer ca. 18000,00 DM im Jahr.
Das nur mal zum Vergleich mit euren Zahlen.

Gruß CAMBRINO


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zuletzt bearbeitet 29.02.2016 18:37 | nach oben springen

#152

RE: Ostrente

in Grenztruppen der DDR 29.02.2016 18:48
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Cambrino im Beitrag #151
Also solche kleinen Pina Beträge kenne ich aus meiner Zeit nicht. Meine Sozialabgaben ( Rentenversicherung, Krankenkasse und Arbeitslosenversicherung ) betrugen in den letzten Berufsjahren bis 1998 zusammen im Jahr zwischen 13000,00 und 14000,00 DM. Und Einkommen - Steuer ca. 18000,00 DM im Jahr.
Das nur mal zum Vergleich mit euren Zahlen.

Gruß CAMBRINO


stimme ich dir zu, Cambrino. Habe ja auch in der Großchemie gearbeitet und kenne diese Zahlengrößen, wollte sie nur hier nicht so veröffentlichen.
Dagegen sind die SV Beiträge der DDR wirklich Kleingeld, was man uns so abgezogen hat. Ich habe manchmal bei den Gehaltsabrechnungen gestöhnt, denn mit dem AG Anteil, der ja auch noch mal so hoch war, habe ich einen mittleren Rentner 1:1 finanziell am Leben gehalten.

P.S. bei uns ging der Witz um " zahlt mir die Abzüge aus "


.
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zuletzt bearbeitet 29.02.2016 18:50 | nach oben springen

#153

RE: Ostrente

in Grenztruppen der DDR 29.02.2016 19:07
von Cambrino | 201 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #147
Zitat von Cambrino im Beitrag #142



Hallo Gert, ist soweit richtig was du hier schreibst, möchte aber deine Ausführungen noch ergänzen. Der bei Beginn der Rente (seit 2005) festgelegte steuerfreie Betrag bleibt bis zum Tot erhalten. Wer in diesem Jahr in Rente geht, hat schon einen steuerpflichtigen Anteil von 72%. Doch der steuerpflichtige Anteil erhöht sich noch mal mit jeder Rentenanpassung. Die Rentenerhöhungen werden also dem steuerpflichtigen Anteil hinzu gerechnet. Von dem steuerpflichtigen Anteil ist der Grundfreibetrag von ca. etwas über 8000,00 Euro (keine genaue Zahl im Kopf) ab zu ziehen, weiterhin kann der Rentner von dem steuerpflichtigen Anteil auch die gesamten Beiträge für Krankenkasse und Pflegeversicherung zu 100% abziehen. Dann gibt es auch noch die vielen Dinge, die im allgemeinen jeder absetzen kann, erst wenn dann von dem steuerpflichtigen Anteil der Rente noch etwas übrig bleibt, ist dieses zu versteuern. Ich mache seit 2005 meine Steuererklärung und muß seit 2010 , jedes Jahr etwas ansteigend Eink. Steuer zahlen und bin jetzt bei ca. 400 Euro im Jahr angekommen. Soweit also nur als Ergänzung.

Gruß CAMBRINO


so ist es richtig Cambrino. Die Erhöhung des steuerpflichtigen Anteils hat aber nichts mit der Rentenerhöhung zu tun sondern ist für die Geburtenjahrgänge schon im Voraus festgelegt auf etwa 35 Jahre Ziel 100 %. Dann sind aber auch zu 100 % die Beiträge der AN steuerfrei.
Jetzt geht der Jahrgang 1951 in Rente und da liegt der steuerpflichtige Anteil bei 72 % wie du schriebst. Also 28 % sind steuerfrei.
Zahlenbeispiel: es hat einer 1000€ Rente, so muss er davon 720 € versteuern. Macht 8640 €/anno,. ./. KV 8,2 % = 708,48€, PV 2,05 = 177,12€ ,
so hat er/sie zu versteuern 7754,40 €. Dieser Betrag liegt unter dem Grundfreibetrag ( 2016 = 8652 €). Also ist die Rente steuerfrei.
1000 € ./. KV +PV monatlich 73,80 = 926,20 € netto Rente ausbezahlt




Ja Gert, soweit ja richtig auch deine Berechnung, aber für das Finanzamt wird immer der Euro-Betrag von allen Rentenerhöhungen seit Beginn deiner Rente dem ursprünglichen steuerpflichtigen Anteil zu 100% hinzu gerechnet und darum steigt der steuerpflichtige Anteil. Hiervon die Sozialabgaben zu 100% abziehen und sonstige abzugsfähigen Dinge. Erst wenn ich dann noch über dem Grundfreibetrag liege, muß ich den darüber liegenden Teil versteuern. An dem zu Anfang der Rente festgelegtem steuerfreien Anteil ändert sich natürlich nichts.

Gruß CAMBRINO


Gert, 1941ziger und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 29.02.2016 20:05 | nach oben springen

#154

RE: Ostrente

in Grenztruppen der DDR 29.02.2016 20:30
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

Zitat von Moskwitschka im Beitrag #145
Das eine ist die Nettolohnberechnung @Nostalgiker, das andere was für den Arbeiter oder Angestellten In die Sozialversicherung abgeführt wurde. Wenn das max. 60 Mark pro Nase ohne FZR gewesen wäre, dann wäre die DDR schon früher Pleite gewesen.

Und selbst mit dem Arbeitgeberanteil bin ich mir nicht sicher, ob in der Sozialversichrungen alle Leistungen der Sozialversicherung abgedeckt gewesen wären. Das herauszufinden überlasse ich Dir,

Moskwitschka






Bist du dir wirklich sicher das du zu DDR-Zeiten in einer Lohnbuchhaltung gearbeitet hast?
Ach ne, du warst ja wohl in einer Personalabteilung ....

ansonsten schau doch mal in Dein SV Buch was da für Sozialversicherungpflichtige Summen bei dir drin stehen und dann rätsle selber darüber ob das Netto oder Brutto war.

Und Arbeitgeber / Arbeitnehmer, diese Begriffen wurden in der DDR nicht verwendet und sind prinzipiell auch falsch.

Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

Fritze hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 29.02.2016 20:33 | nach oben springen

#155

RE: Ostrente

in Grenztruppen der DDR 29.02.2016 22:53
von Harra318 | 2.514 Beiträge

Zitat von Rostocker im Beitrag #92
Zitat von Hanum83 im Beitrag #89
Ich dachte es geht hier um die Renten von NBL-Bewohnern die ihr Leben lang richtig gearbeitet haben.


Ja viele die richtig gearbeitet haben und viele die beim Amt trotz ihrer Arbeitsjahre noch aufstocken müssen. Ja die Altersarmut steigt und ist nicht wegzulügen. Und es wird noch schlimmer, zum Beispiel--Menschen,die durch jahrelange Arbeitslosigkeit oder Jahre lang in Hartz 4 waren.Denen fehlen später die Arbeitsjahre. Ja auch in einer Demokratie schaut es nicht rosig aus. in Zukunft.


Könnte es denn auch eventuell möglich sein das ihr Gesamtkonzept auf Sand gebaut wurde, man könnte auch sagen auf das Niveau eines Kartenhaus.
.........man schaue sich nur in der näheren Umgebung um, und man stellt fest.(?)
Leute die normalerweise auf Arbeit sein müssten, von ihrem Alter her, schlummern den ganzen Tag vor dem Computer


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#156

RE: Ostrente

in Grenztruppen der DDR 29.02.2016 23:11
von Rostocker | 7.725 Beiträge

Zitat von Harra318 im Beitrag #155
Zitat von Rostocker im Beitrag #92
Zitat von Hanum83 im Beitrag #89
Ich dachte es geht hier um die Renten von NBL-Bewohnern die ihr Leben lang richtig gearbeitet haben.


Ja viele die richtig gearbeitet haben und viele die beim Amt trotz ihrer Arbeitsjahre noch aufstocken müssen. Ja die Altersarmut steigt und ist nicht wegzulügen. Und es wird noch schlimmer, zum Beispiel--Menschen,die durch jahrelange Arbeitslosigkeit oder Jahre lang in Hartz 4 waren.Denen fehlen später die Arbeitsjahre. Ja auch in einer Demokratie schaut es nicht rosig aus. in Zukunft.


Könnte es denn auch eventuell möglich sein das ihr Gesamtkonzept auf Sand gebaut wurde, man könnte auch sagen auf das Niveau eines Kartenhaus.
.........man schaue sich nur in der näheren Umgebung um, und man stellt fest.(?)
Leute die normalerweise auf Arbeit sein müssten, von ihrem Alter her, schlummern den ganzen Tag vor dem Compute

r


Ja Harra318 gute Frage--aber kann dieser Staat diese Leute denn in Lohn und Brot bringen. Oder ist dieser Staat in erster Linie bemüht,Flüchtlingen einen Job zu vermitteln?


IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#157

RE: Ostrente

in Grenztruppen der DDR 29.02.2016 23:14
von Moskwitschka | 2.529 Beiträge

Das ist doch nicht wirklich Dein Niveau @Nostalgiker

Aber Deine kleine Spitze hat Erinnerungen geweckt. So zum Beispiel wie ich einmal monatlich in die Rosa-Luxemburg-Straße gewackelt bin um bei der Sozialversicherung des FDGB (Bezirksverwaltung Berlin ?) die Monatsmeldung meines Betriebes abzugeben. EDV gab es damals nur für die "wichtigen" Betriebe wie z.B. aus dem Bauwesen. Das Rechenzentrum vom "Bau" war damals irgendwo in einer Nebenstraße von den "Unter den Linden".

Und da komme ich auf die Geschichte der Sozialversicherung in der DDR zurück. Vom SMAD Befehl 28, über die Überleitung der Sozialversicherung in den Aufgabenbrereich des FDGB. Ein wirklich interessantes Thema in der Geschichte der DDR.

Aber warum ich überhaupt den Einwurf mit SV - Beiträgen und Steuern gemacht habe, war schon damals (1985) meine Erkenntnis, dass die SV - Beiträge nie die Leistungen der SV decken. Was auch oft unter Kollegen in der Lohnbuchhaltung diskutiert wurde. Nur konnte man das nie belegen. Wie auch.

Stefan Bollinger hat es aber nachträglich gemacht. Und der ist hoffentlich als "Ehemaliger" nicht angreifbar https://de.wikipedia.org/wiki/Stefan_Bollinger



http://www.rosaluxemburgstiftung.de/file...80Bollinger.pdf

Daher schiebe ich noch ein paar Zahlen hinterher, die den "Verschiebebahnhof" der Sozialpolitik und deren Finanzierung in der DDR noch deutlicher macht:

Die Finanzierung erfolgte im Umlageverfahren. Für Arbeitnehmer galt ein Beitragssatz für die Renten- und Krankenversicherung zusammen von 10 Prozent, für Betriebe von 12,5 Prozent mit einer Bemessungsgrenze von 600 Mark. Selbständige zahlten 20 Prozent ihres Einkommens bis zur Beitragsbemessungsgrenze. Die zur Finanzierung der Defizite erforderlichen Mittel wurden durch Staatszuschüsse getragen, die anfangs relativ gering waren (1955: 2,5% der Ausgaben), sich jedoch im Jahr 1989 auf einen Anteil von 48,2 Prozent der Gesamtausgaben beliefen.

http://www.bpb.de/politik/innenpolitik/r...nsystem-der-ddr

Moskwitschka


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Kurt Tucholsky

IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 29.02.2016 23:16 | nach oben springen

#158

RE: Ostrente

in Grenztruppen der DDR 29.02.2016 23:17
von Hanum83 | 4.776 Beiträge

Zitat von Harra318 im Beitrag #155
Zitat von Rostocker im Beitrag #92
Zitat von Hanum83 im Beitrag #89
Ich dachte es geht hier um die Renten von NBL-Bewohnern die ihr Leben lang richtig gearbeitet haben.


Ja viele die richtig gearbeitet haben und viele die beim Amt trotz ihrer Arbeitsjahre noch aufstocken müssen. Ja die Altersarmut steigt und ist nicht wegzulügen. Und es wird noch schlimmer, zum Beispiel--Menschen,die durch jahrelange Arbeitslosigkeit oder Jahre lang in Hartz 4 waren.Denen fehlen später die Arbeitsjahre. Ja auch in einer Demokratie schaut es nicht rosig aus. in Zukunft.


Könnte es denn auch eventuell möglich sein das ihr Gesamtkonzept auf Sand gebaut wurde, man könnte auch sagen auf das Niveau eines Kartenhaus.
.........man schaue sich nur in der näheren Umgebung um, und man stellt fest.(?)
Leute die normalerweise auf Arbeit sein müssten, von ihrem Alter her, schlummern den ganzen Tag vor dem Computer


Mir ging es mehr um die MA-Heuler, also so richtig Schwitze-Jobs waren das ja nun mal nicht würd ich meinen, ok, die selber sehen das sicherlich ganz anders, bescheiden bezahlt waren sie ja eh, haben wir ja nun herausgearbeitet, mehr was für Idealisten die kein Geld brauchen.


"Deitsch on frei wolln mer sei, on do bleibn mer aah derbei"
(Anton Günther)
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zuletzt bearbeitet 29.02.2016 23:19 | nach oben springen

#159

RE: Ostrente

in Grenztruppen der DDR 29.02.2016 23:38
von 1941ziger | 998 Beiträge

Zitat von Moskwitschka im Beitrag #140
Dafür würde ich nicht meine Hand ins Feuer legen @1941ziger . Denn die Sozielversicherung in der DDR umfasste alle Leistungen der Kranken - und Rentenversichrung und noch einiges darüber hinaus wie zum Beispiel Blindengeld oder die 1.000 Mark "Babyprämie" (Weiß nicht mehr wie es offiziel heiß). Eingezahlt wurden vom Arbeiter oder Angestellten 20% des Bruttomonatseinkommns, max 120 Mark - wenn er nicht in der FZR war. Ob das alle diese Leistungen abdeckte?

Moskwitschka



Du irrst , 10% Sozialabgabe, maximal 60 Mark. Hattest du die FZR (die nicht so ganz freiwillig war) maximal 120 Mark.
Mal eine Frage an dich, hattest du den z.Z. der DDR schon mal eine eigene Lohnabrechnung in der Hand......ich schon,
30 Jahre, die 5 Jahre NVA Zeit ausgenommen.

Übrigens wenn du in die SV Bücher schaust wirst unter Arbeitsrechts-und Sozialversicherungsverhältnisse nur
eine Lohneintragung von maximal 7200 Mark sehen, egal was du mehr verdient hast.
Diese 7200 Mark minimieren sich um den Betrag den du möglicherweise als Krankengeld erhalten hast.
Hattest du die FZR war die Eintragung um den Betrag höher der zur Berechnung hinzu gezogen wurde.


Die veröffentlichte Meinung ist nicht die Öffentliche.
Fritze, IM Kressin und der 39. haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 29.02.2016 23:53 | nach oben springen

#160

RE: Ostrente

in Grenztruppen der DDR 01.03.2016 01:48
von StabsfeldKoenig | 2.648 Beiträge

Zitat von 1941ziger im Beitrag #116
Wenn ich immer lese...die Rentenkassen der DDR waren voll.....oder ähnlich, wie soll das gegangen sein.
Der Abzug vom Einkommen waren 10%, das für die Krankenversicherung & für die Rente.
Bei dem der nicht in der FZR war deckelte sich der Abzug der 10% bei 600 M DDR, also max. 30,00 M/Monat.
Sagt mir mal wovon sollen sich die Rentenkassen gefüllt habe.
Egal wie die Einstellung zum System heute ist, die Beitragszeitanrechnung für die Beitragsjahre in der DDR
ist ein Geschenk an uns, denn das haben die Beitragszahler in den alten Bundesländern erarbeitet.
Das sollte man bei aller Kritik, ob berechtigt oder unberechtigt bedenken.



Du begreifst einfach nicht das Prinzip des Umlageverfahrens. Die berufstätige Generation zahlt Beiträge ein, aus der deren Elterngeneration die Rente erhält. Es mußte also kein Wessi Geld zahlen, um DDR-Bürgern ab dem 01.07.1990 die Rente in Westgeld auszuzahlen. Denn dafür wurden die Beiträge, welche die DDR-Bürger im Monat Juli 1990 einzahlten, verwendet. Der in das "Aufbau Ost"-Budget reingerechnete Rententransfer wurde übrigens nicht von Wessis bezahlt, sondern von denen, die um der Arbeitslosigkeit zu entgehen, im Westen arbeiteten.
Im Gegenteil, die im Durchschnitt jüngere DDR-Bevölkerung (gegenüber dem Westen), sowie die sog. Spätaussiedler haben der gesamtdeutschen Rentenversicherung eine notwendige Verjüngung und "Blutauffrischung" verpaßt. Wir zahlen den Wessis die Renten mit, insbesondere wegen der Strafrenten, sowie, weil unser "öffentlicher Dienst" keine Beamten mit Pensionsanspruch aus Steuergeldern hatte.



harald148, damals wars und Signalobermaat haben sich für diesen Beitrag bedankt
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