#61

RE: nach der Entlassung

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 19.02.2016 20:42
von DoreHolm | 7.690 Beiträge

Zitat von Ebro im Beitrag #56
Bei mir hatte das Geld überhaupt keine Rolle gespielt, als ich mich auf unserer KD beim MfS beworben hatte. Darüber wurde auch vorher nicht gesprochen. Erst mit Unterschrift wusste ich darüber Bescheid.(Einstellung als Ultn., da abgeschlossenes Zivilfachschulstudium).




Kann ich bestätitgen. Bei meinem Anwerbeversuch, der dann schon ziemlich weit gediehen war, hatten materielle Dinge in den Gesprächen wimre keine Rolle gespielt. Wenn es die dann gegeben hätte, dann hätte ich sie nicht abgelehnt. Ich wollte mich verändern, raus aus dem erlernten Beruf und ich war offen für vieles. Das waren die Hauptgründe. Einziger Vorteil, den ich hatte: Meine damalige Verlobte sollte nach dem Lehrerstudium nach Oranienburg gehen, da in EF angeblich keine Lehrerstellen frei wären. Nachdem ich das den Herren erzählt hatte, dauerte es nicht lange, und sie kam mit der Nachricht von ihrem Mentor zurück, daß sie in EF an einer Schule eingesetzt wird. Sonst wäre ich wahrscheinlich Randberliner geworden, ganz in der Nähe, wo ich kurz vorher gedient hatte. Einige Chemiefirmen, in denen ich anfangen konnte, gab es ja in der Region.



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#62

RE: nach der Entlassung

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 19.02.2016 20:43
von Hanum83 | 4.722 Beiträge

Zitat von Ebro im Beitrag #59
ja, ich war sicher ein Idealist. Bin 1976 rotzfrech in Uniform, Ufw, in die KD spaziert und habe jemanden gesucht, der mit Kaderfragen zu tun hat. So ist der erste Kontakt entstanden.


Und was hast du zu dem gesagt, Spiogent ist mein Traumberuf?


"Deitsch on frei wolln mer sei, on do bleibn mer aah derbei"
(Anton Günther)
zuletzt bearbeitet 19.02.2016 20:46 | nach oben springen

#63

RE: nach der Entlassung

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 19.02.2016 20:45
von furry | 3.572 Beiträge

Zitat von Freienhagener im Beitrag #57
Scheinbar alles Idealisten hier.



@Freienhagener , waren wir, das beziehe ich jetzt nur mal auf Dich und mich, nicht auch irgendwie Idealisten. Wir haben das Angebot für irgendeine Uniform ausgeschlagen. Wir wollten in den Beruf, der uns vorschwebte, ohne genau zu wissen, was uns zwischen Daumen und Zeigefinger erwartet. Später im Beruf habe ich dann für mich entschieden, dass ich auf dem Weg nach oben möglichst den Schnittstellen zu den Funktionären aus dem Weg gehe, und das vor und nach 1990. Habe zwar so ein paar Mark oder Euro in den Sand gesetzt, aber mir auch erspart, von diesen Herrschaften heute gestreichelt und morgen in den Hintern getreten zu werden.


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
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#64

RE: nach der Entlassung

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 19.02.2016 20:46
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von Freienhagener im Beitrag #60
Zitat von Alfred im Beitrag #58
Freienhagener,

man konnte dir aber im MfS nicht sagen, wie die Perspektive verlaufen wird. Ähnlich war es auch bei den Offizieren der NVA.

Es ging eben nicht am Einstellungstag zu sagen, DU wirst mal dieses oder jenes. Da gab es viel zu viel Einflüsse, die am dem Tag nicht bekannt waren.


Glaubst Du denn, in der Industrie war ein Weg zum Abteilungsleiter und mehr vorgezeichnet? Aber in jedem Fall verdiente man irgendwann mehr, als ein Arbeiter.
Bei den bewaffneten Organen erfolgen Beförderungen nach Dienstjahren. Keine normale Laufbahn endete als Leutnant. Soviel hat man bei der Armee auch im GWD mitbekommen.




Nicht ganz so.

Es gab ja auch Fähnriche im der entsprechenden Laufbahn.

Und das ein Offizier nicht beim Leutnant endete, ist bekannt, aber es konnte dir keinen sagen, SIE werden Major, OSL, Oberst oder vielleicht General. Und der Dienstgrad war uns ist ja nicht alles. Da kommt ja noch Dienststellung hinzu oder ob weitere Studien anstehen usw.usw.

Über die Stunden die in den bew. Organen unbezahlt geschoben worden, will ich mal nicht sprechen.


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#65

RE: nach der Entlassung

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 19.02.2016 20:47
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von Hanum83 im Beitrag #62
Zitat von Ebro im Beitrag #59
ja, ich war sicher ein Idealist. Bin 1976 rotzfrech in Uniform, Ufw, in die KD spaziert und habe jemanden gesucht, der mit Kaderfragen zu tun hat. So ist der erste Kontakt entstanden.


Und was hast du zu dem gesagt, Spiogent ist mein Traumberuf?



Viel konnte er nicht sagen, da Selbstbewerber eigentlich nicht eingestellt worden sind.


RudiEK89 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#66

RE: nach der Entlassung

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 19.02.2016 20:50
von Hanum83 | 4.722 Beiträge

Zitat von Alfred im Beitrag #65
Zitat von Hanum83 im Beitrag #62
Zitat von Ebro im Beitrag #59
ja, ich war sicher ein Idealist. Bin 1976 rotzfrech in Uniform, Ufw, in die KD spaziert und habe jemanden gesucht, der mit Kaderfragen zu tun hat. So ist der erste Kontakt entstanden.


Und was hast du zu dem gesagt, Spiogent ist mein Traumberuf?



Viel konnte er nicht sagen, da Selbstbewerber eigentlich nicht eingestellt worden sind.


Aha, ist doch aber wohl eingestellt worden


"Deitsch on frei wolln mer sei, on do bleibn mer aah derbei"
(Anton Günther)
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#67

RE: nach der Entlassung

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 19.02.2016 20:51
von Ebro | 565 Beiträge

@Hanum, ja, so ungefähr!
"Ich interessiere mich für eine Tätigkeit im MfS" habe ich, glaub ich, gesagt. Ohne überhaupt was davon zu wissen. (nicht wie viele Mitmenschen, die damals schon genau wussten, womit sich das MfS beschäftigt.)
Später habe ich dann natürlich erfahren, dass sich solche "Selbstbewerber" im Ministerium an einer Hand abzählen lassen, weil es sowas eigentlich nicht gab....!



Hanum83 und Signalobermaat haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#68

RE: nach der Entlassung

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 19.02.2016 20:52
von Signalobermaat | 357 Beiträge

Ich hatte nach 6 Jahren VM/6.GBK meine Entlassung beschlossen, da ich nur eine Planstelle Obermeister hatte und um die Beförderung zu bekommen, hätte ich 4 weitere Jahre dienen müssen.Keine weiteren Aufstiegschancen.Ich wollte mit 24 Jahren noch nicht am Ende angelangt sein.
Da kam mir mein ehemaliger Betrieb zu Hilfe.Sie besuchten just zu dieser Zeit wieder einmal alle ehemaligen Freiwilligen und boten mir ein Studium an der Ing,Schule Senftenberg an.Damit war meine Entlassung festgeschrieben.Erst kam der Zoll und dann meine neue Firma.Da habe ich gesagt, ich gehe erst einmal studieren und die haben gesagt, kannst du bei uns auch.Der Zoll hat keine klaren Entwicklungsmöglichkeiten genannt.Das Gehalt war aber auch gut.
Einstellung als Oberfeldwebel, da ich meine Laufzeit zum nächsten Dienstgrad ja schon weg hatte.Gehalt müßte damals analog der NVA gewesen sein.Die Gehaltaufbesserungen kamen erst später.
Da ich ledig war,stand die Frage Wohnung nicht.Am Anfang noch ein paar Lehrgänge sozusagen Grundausbildung.Nach drei Jahren dann Fachschule und danach Hochschule.Also mit dem Studium hat es geklappt.Habe dann ein Jahr nach meiner Entlassung geheiratet,also das ganze Studium während der Ehe, war schon eine harte Zeit, da alles Fernstudium.
Beim Dienst gab es keine Abstriche.Es gab zwar vorgeschriebene Studientage, aber das hat so richtig keinen interessiert, wenn es Probleme gab, mußten die gelöst werden.Meine Studientage habe ich an dienstfreien Wochenenden genommen, wenn meine Familie baden oder zu verwandtenbesuchen war.Also in einer op. Diensteinheit stand immer die Arbeit im Vordergrund.Ich bin nicht wenige male unvorbereitet zu den
Seminaren gefahren, in der Nacht vorher noch schnell quergelesen,und schnell gemeldet,wenn ich etwas wußte, damit man nicht gefragt wurde, wenn man nichts wußte.Ende gut, alles gut.
Mit der Wohnung hatten wir Glück,da bei uns auf Grund der Großbaustellen die Wohnungen wie vom Fließband gebaut wurden, bekamen wir als unsere Tochter zur Welt kam unsere 1. 2 Raum Neubauwohnung. Bis dahin haben wir in einem Zimmer bei den Schwiegereltern gelebt..
Also, so wie die meisten auch.Bis zu dem Wohnungsneubauprogramm,wo mehrere Stadtteile neu entstanden, sah es auch bei uns mit Wohnungen sehr schlecht aus.
So hat halt jeder seinen Neustart machen müssen.Egal, wo man in der DDR gelandet war,Angst vor einem sozialen Aus gab es nicht,Arbeit gab es immer und davon reichlich, sofern man arbeiten wollte.



Freienhagener und Fritze haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#69

RE: nach der Entlassung

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 19.02.2016 20:54
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von Hanum83 im Beitrag #66
Zitat von Alfred im Beitrag #65
Zitat von Hanum83 im Beitrag #62
Zitat von Ebro im Beitrag #59
ja, ich war sicher ein Idealist. Bin 1976 rotzfrech in Uniform, Ufw, in die KD spaziert und habe jemanden gesucht, der mit Kaderfragen zu tun hat. So ist der erste Kontakt entstanden.


Und was hast du zu dem gesagt, Spiogent ist mein Traumberuf?



Viel konnte er nicht sagen, da Selbstbewerber eigentlich nicht eingestellt worden sind.


Aha, ist doch aber wohl eingestellt worden


Ja, aber Selbstbewerber wurden noch gründlicher unter Kontrolle genommen.


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#70

RE: nach der Entlassung

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 19.02.2016 20:56
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von Signalobermaat im Beitrag #68
Ich hatte nach 6 Jahren VM/6.GBK meine Entlassung beschlossen, da ich nur eine Planstelle Obermeister hatte und um die Beförderung zu bekommen, hätte ich 4 weitere Jahre dienen müssen.Keine weiteren Aufstiegschancen.Ich wollte mit 24 Jahren noch nicht am Ende angelangt sein.
Da kam mir mein ehemaliger Betrieb zu Hilfe.Sie besuchten just zu dieser Zeit wieder einmal alle ehemaligen Freiwilligen und boten mir ein Studium an der Ing,Schule Senftenberg an.Damit war meine Entlassung festgeschrieben.Erst kam der Zoll und dann meine neue Firma.Da habe ich gesagt, ich gehe erst einmal studieren und die haben gesagt, kannst du bei uns auch.Der Zoll hat keine klaren Entwicklungsmöglichkeiten genannt.Das Gehalt war aber auch gut.
Einstellung als Oberfeldwebel, da ich meine Laufzeit zum nächsten Dienstgrad ja schon weg hatte.Gehalt müßte damals analog der NVA gewesen sein.Die Gehaltaufbesserungen kamen erst später.
Da ich ledig war,stand die Frage Wohnung nicht.Am Anfang noch ein paar Lehrgänge sozusagen Grundausbildung.Nach drei Jahren dann Fachschule und danach Hochschule.Also mit dem Studium hat es geklappt.Habe dann ein Jahr nach meiner Entlassung geheiratet,also das ganze Studium während der Ehe, war schon eine harte Zeit, da alles Fernstudium.
Beim Dienst gab es keine Abstriche.Es gab zwar vorgeschriebene Studientage, aber das hat so richtig keinen interessiert, wenn es Probleme gab, mußten die gelöst werden.Meine Studientage habe ich an dienstfreien Wochenenden genommen, wenn meine Familie baden oder zu verwandtenbesuchen war.Also in einer op. Diensteinheit stand immer die Arbeit im Vordergrund.Ich bin nicht wenige male unvorbereitet zu den
Seminaren gefahren, in der Nacht vorher noch schnell quergelesen,und schnell gemeldet,wenn ich etwas wußte, damit man nicht gefragt wurde, wenn man nichts wußte.Ende gut, alles gut.
Mit der Wohnung hatten wir Glück,da bei uns auf Grund der Großbaustellen die Wohnungen wie vom Fließband gebaut wurden, bekamen wir als unsere Tochter zur Welt kam unsere 1. 2 Raum Neubauwohnung. Bis dahin haben wir in einem Zimmer bei den Schwiegereltern gelebt..
Also, so wie die meisten auch.Bis zu dem Wohnungsneubauprogramm,wo mehrere Stadtteile neu entstanden, sah es auch bei uns mit Wohnungen sehr schlecht aus.
So hat halt jeder seinen Neustart machen müssen.Egal, wo man in der DDR gelandet war,Angst vor einem sozialen Aus gab es nicht,Arbeit gab es immer und davon reichlich, sofern man arbeiten wollte.



Nur mal als Frage.

Wo hast Du denn die Unterlagen fürs Studium gelesen ? Mit nach Hause nehmen ging ja nicht bzw. war verboten und allein in der Dienststelle ..


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#71

RE: nach der Entlassung

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 19.02.2016 20:56
von Freienhagener | 3.859 Beiträge

@furry, nun ja. Irgendwie. Aber nur aus politischer Überzeugung einen Beruf zu ergreifen, ist was anderes.

Ich möchte nicht vom Thema abschweifen.
Aber klar bin ich gern Ingenieur. Aber ich gebe zu, daß ich irgendwann auch mehr verdienen wollte als ein Arbeiter, der ich vorher war.
Die von Dir erwähnten Schnittstellen habe ich auch vermieden. Da würde ich aber eher von Überzeugung oder Einstellung reden, als von Idealismus.
Aber es stimmt, ich habe Nachteile in Kauf genommen, hätte mit einer SED-Migliedschaft zum Beispiel meinen Chef "beerben" können. Das hat er mir jedenfalls weißzumachen versucht. Aber das würde ich meinerseits nicht als Idealismus bezeichnen. Das war m. E. gar nicht der Rede wert.


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
furry hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 19.02.2016 21:05 | nach oben springen

#72

RE: nach der Entlassung

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 19.02.2016 20:56
von DoreHolm | 7.690 Beiträge

Zitat von Hanum83 im Beitrag #62
Zitat von Ebro im Beitrag #59
ja, ich war sicher ein Idealist. Bin 1976 rotzfrech in Uniform, Ufw, in die KD spaziert und habe jemanden gesucht, der mit Kaderfragen zu tun hat. So ist der erste Kontakt entstanden.


Und was hast du zu dem gesagt, Spiogent ist mein Traumberuf?


Nee, das hieß, wimre, anders. Nicht "Spiogent", sondern "Sabogent" und Spioteur"



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#73

RE: nach der Entlassung

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 19.02.2016 20:57
von Hanum83 | 4.722 Beiträge

Zitat von Ebro im Beitrag #67
@Hanum, ja, so ungefähr!
"Ich interessiere mich für eine Tätigkeit im MfS" habe ich, glaub ich, gesagt. Ohne überhaupt was davon zu wissen. (nicht wie viele Mitmenschen, die damals schon genau wussten, womit sich das MfS beschäftigt.)
Später habe ich dann natürlich erfahren, dass sich solche "Selbstbewerber" im Ministerium an einer Hand abzählen lassen, weil es sowas eigentlich nicht gab....!



Und warum war das so, ich mein mit den ungeliebten Selbstbewerbern?
Wenn mein Herz glühend für den Sozialismus geschlagen hätte und ich an vorderster Front mithelfen wollte die Feinde der Arbeiterklasse auszumerzen und ich wäre mit dem Ziel auch hingetrabt zur KD, dann Pustekuchen, geh mal lieber zur Kampfgruppe?


"Deitsch on frei wolln mer sei, on do bleibn mer aah derbei"
(Anton Günther)
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#74

RE: nach der Entlassung

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 19.02.2016 21:00
von Alfred | 6.841 Beiträge

Hallo,

ganz einfach, Sicherheitsgründe.

Man ging u.a. immer davon aus, dass sich hinter einen Selbstanbieter ein anderer Geheimdienst verstecken könnte.


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#75

RE: nach der Entlassung

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 19.02.2016 21:00
von Ebro | 565 Beiträge

Ja, ich war sicher ein kleiner Sonderfall. Wer weiß, was man mit mir noch alles vorhatte. Fachschulstudium an der JHS Eiche als operativer Mitarbeiter, schnell zum PGO und stellv. Referatsleiter aufgestiegen, Studienplatz an der JHS für 90 war sicher. Aber kam ja was dazwischen....!
Würde mich mal sehr interessieren, was das alles mit mir werden sollte.



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#76

RE: nach der Entlassung

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 19.02.2016 21:01
von Freienhagener | 3.859 Beiträge

Zitat von Alfred im Beitrag #64
Zitat von Freienhagener im Beitrag #60
Zitat von Alfred im Beitrag #58
Freienhagener,

man konnte dir aber im MfS nicht sagen, wie die Perspektive verlaufen wird. Ähnlich war es auch bei den Offizieren der NVA.

Es ging eben nicht am Einstellungstag zu sagen, DU wirst mal dieses oder jenes. Da gab es viel zu viel Einflüsse, die am dem Tag nicht bekannt waren.


Glaubst Du denn, in der Industrie war ein Weg zum Abteilungsleiter und mehr vorgezeichnet? Aber in jedem Fall verdiente man irgendwann mehr, als ein Arbeiter.
Bei den bewaffneten Organen erfolgen Beförderungen nach Dienstjahren. Keine normale Laufbahn endete als Leutnant. Soviel hat man bei der Armee auch im GWD mitbekommen.




Nicht ganz so.

Es gab ja auch Fähnriche im der entsprechenden Laufbahn.

Und das ein Offizier nicht beim Leutnant endete, ist bekannt, aber es konnte dir keinen sagen, SIE werden Major, OSL, Oberst oder vielleicht General. Und der Dienstgrad war uns ist ja nicht alles. Da kommt ja noch Dienststellung hinzu oder ob weitere Studien anstehen usw.usw.

Über die Stunden die in den bew. Organen unbezahlt geschoben worden, will ich mal nicht sprechen.


Da sind wir uns doch einig. Wie gesagt: Abteilungsleiter und Direktor waren genauso wenig garantiert.
Aber sicherlich weißt auch Du, daß es massenweise altgediente Ingenieure ohne besondere Stellung gibt, aber massenweise altgediente Unterleutnants nicht.


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
nach oben springen

#77

RE: nach der Entlassung

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 19.02.2016 21:06
von Hanum83 | 4.722 Beiträge

Zitat von Alfred im Beitrag #74
Hallo,

ganz einfach, Sicherheitsgründe.

Man ging u.a. immer davon aus, dass sich hinter einen Selbstanbieter ein anderer Geheimdienst verstecken könnte.


Da habt ihr aber manchem glühenden Verfechter der sozialistischen Idee ganz schön Unrecht getan.


"Deitsch on frei wolln mer sei, on do bleibn mer aah derbei"
(Anton Günther)
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#78

RE: nach der Entlassung

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 19.02.2016 21:07
von Freienhagener | 3.859 Beiträge

ich weiß nicht, ob ich hier zu weit greife: Aber die Spionage-Hysterie hat seit Stalin vielen Kommunisten sogar das Leben gekostet.


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
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#79

RE: nach der Entlassung

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 19.02.2016 21:08
von Alfred | 6.841 Beiträge

Hallo,

ganz so kann man dies ja nicht vergleichen, da die Strukturen kaum zu vergleichen waren.

Es gab aber auch in NVA und Co eine nicht geringe Menge an Majoren, OSL usw. die mit im Dienstgrad oder Dienststellung abgeschlossen waren.

Dienstgrade waren ja auch an Dienststellungen gebunden, da kann sicher @Beethoven einiges ausführen.


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#80

RE: nach der Entlassung

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 19.02.2016 21:10
von Freienhagener | 3.859 Beiträge

Gut. Ich meinte im Vergleich Ingenieure in einfachster Dienststellung als Mitarbeiter.
Daß ein Ingenieur auch die Dienststellung Direktor haben konnte, ist bekannt. Aber ein Unterleutnant führt keine Armee.

Im Zivilen gab es jedenfalls keine Dienstgradleiter, an der man mit den Dienstjahren aufsteigen konnte.


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)
zuletzt bearbeitet 19.02.2016 21:20 | nach oben springen


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