#1

Waffenfragen

in Ausrüstung/Waffen/Fahrzeuge/Verordnungen/Uniformen/ 14.02.2016 18:29
von Fritze | 3.474 Beiträge

Bei den verschiedensten Gelegenheiten kommen sich ja die Experten ins Gehege, wenn es um waffentechnische Fragen geht .

Vlt. kann man in diesem Thread dann Licht ins Dunkel bringen .

Fangen wir doch mal mit dem Moisin an !

https://de.wikipedia.org/wiki/Mosin-Nagant



MfG Fritze


"Das kann doch überhaupt nur jemand nicht wissen ,der entweder vollkommen ahnungslos ist ,oder ,oder jemand der also bösartig ist !"

"If you get up and walk away, leave the past behind, go ahead and take a ride ,no telling what you find ! "
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#2

RE: Waffenfragen

in Ausrüstung/Waffen/Fahrzeuge/Verordnungen/Uniformen/ 14.02.2016 18:49
von Moskwitschka | 2.532 Beiträge

Hier ist es etwas ausführlicher https://ru.wikipedia.org/wiki/%D0%92%D0%...%B8%D0%BD%D0%B0

Moskwitschka


„Nichts ist schwieriger und nichts erfordert mehr Charakter, als sich im offenen Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein!“

Kurt Tucholsky

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#3

RE: Waffenfragen

in Ausrüstung/Waffen/Fahrzeuge/Verordnungen/Uniformen/ 14.02.2016 18:56
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von Moskwitschka im Beitrag #2
Hier ist es etwas ausführlicher https://ru.wikipedia.org/wiki/%D0%92%D0%...%B8%D0%BD%D0%B0

Moskwitschka



Danke, ich habe etwas wieder erkannt, was wir auch noch in den 80gern hatten.
7,62 mm x 54R,i.L.
Gerd


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#4

RE: Waffenfragen

in Ausrüstung/Waffen/Fahrzeuge/Verordnungen/Uniformen/ 14.02.2016 19:08
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von Moskwitschka im Beitrag RE: Bummis Waffen und dessen Ausbildung
...

Und dann habe ich ein wenig weiter gelesen und bin auf folgende Quelle gestoßen:

http://piterhunt.ru/library/books/patron...8x57_mauser.htm

Und da steht doch tatsächlich, dass das R nicht von Rand kommt, sondern von rund ...

Upps, wer sich so alles für's Knall-Bum interessiert. R für Rund ... schon klar. Da gings aber um die Mauserpatrone 8x57? Da bezieht sich das R wie rund auf's Geschoß und nicht auf den Hülsenboden. Und das, also das Geschoß hatte nämlich einen Rundkopf. Im Gegensatz dazu hatte 8x57is, sprich Infantrie-spitz einen ... (welch Überraschung?) ... spitzes Geschoß. Angehängte Grafik übrigens gefunden auf ...
http://piterhunt.ru/library/books/patron...8x57_mauser.htm

Achso, die Mauserpatrone hatte als eine der ersten einen eingezognen Hülsenrand, auf deutsch randlos und im englischen rimless,
fängt ja auch beides mit R an *grins*
Ob nun aber das S bei 8x57is nun wirklich für spitz steht? Ursprünglich hieß es mal Starkmantel, immerhin gibt es ja auch die Patrone 8x57irs

Angefügte Bilder:
tmpC2F-31.jpg

Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


zuletzt bearbeitet 14.02.2016 19:09 | nach oben springen

#5

RE: Waffenfragen

in Ausrüstung/Waffen/Fahrzeuge/Verordnungen/Uniformen/ 14.02.2016 19:11
von Fritze | 3.474 Beiträge

Die Patrone 8 × 57 IS wird seit Jahrzehnten in verschiedenen Varianten als Jagdmunition weiterproduziert. Ein Grund dafür war die einfache Verfügbarkeit alter Militärwaffen in diesem Kaliber, die einfach zu Jagdwaffen umgebaut werden konnten. Die 8 × 57 IS wird zu den sogenannten Mittelkalibern gerechnet und ist für alles europäische Wild geeignet. Die Patrone bietet ausreichende Leistungsreserven selbst für kapitales Rotwild, ohne jedoch beim Erlegen von leichtem Rehwild das Wildbret allzu sehr in Mitleidenschaft zu ziehen. Das Kaliber 8 × 57 ist für Kipplaufwaffen auch als Randpatrone mit der Bezeichnung 8×57IRS verfügbar. Wie bei vielen anderen Kalibern ist auch bei der 8 × 57IRS die Randversion mit einem etwas geringeren Maximaldruck definiert (3300 statt 3900 bar), um den schwächeren Verschlusskonstruktionen von Kipplaufwaffen Rechnung zu tragen.


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#6

RE: Waffenfragen

in Ausrüstung/Waffen/Fahrzeuge/Verordnungen/Uniformen/ 15.02.2016 18:51
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von DoreHolm im Beitrag RE: Bummis Waffen und dessen Ausbildung
Diese Bezeichnung auf dem Patronenboden bezieht sich ausschließlich auf das Kaliber, die Hülsenlänge und Hülsenart und auch das Kurzzeichen für den Hersteller. Manchmal, bei Militärpatronen, habe ich auch bemerkt, dasß dieser Herstellerhinweis feht. ...

Da will ich fast zustimmen, mich stört nur dieses 'ausschließlich'. Das weckt dann doch den sultaninischen Widerspruchsgeist. Gerade bei militärischer Munition findet sich 'alles Mögliche' auf dem Hülsenboden. Einen Einblick bietet da der verlinkte 'kurze' Abriß (1) zur deutschen 8x57. Wie Umfangreich das Thema ist, erkennt man (oder auch frau) daran das der Autor keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt, trotz der 88 Seiten, ahja.

Was ich sagen wollt, da zum Beispiel finden sich schon öfters auch Angaben zum verwendeten Geschoß auf dem Hülsenboden. Macht ja auch Sinn, denn Militär lädt selten wieder und oft auch wird die Berdanzündung (2) genutzt. Demzufolge wird die Patrone als Einheit von Hülse und Geschoß betrachtet, was sich auch in der Bodenstempelung widerspiegelt.
Bei 'ziviler' Munition dagegen erfüllen die viele Hersteller die Anforderungen des Marktes, also sprich halten die einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen ein. Das für Deutschland geltende Waffenrecht zum Beispiel fordert in einer seiner Durchführungsbestimmungen die Kennzeichnung der Hülse mit dem Hersteller- oder Händlerzeichen und die Bezeichnung der Munition. Also wie weiter oben schon zu sehen S&B (Sellier&Bellot aus Tschechien) oder G.F.L. (Fiocchi, Italien) und 357MAGNUM resp. 7.62x54R sprechen ja für sich. Die 14 übrigens auf der Sellerie-und-Bleichfuß-Hülse ist auch nicht das Herstellungsjahr, na egal. Auf der kleinsten Verpackungseinheit der Munition, also der Munitionsschachtel, kommt noch die Losnummer, die Anzahl und das CIP-Prüfzeichen hinzu, so der gesetzgeberische Wille. Da nun aber das Waffenrecht NICHT für die Behörden gültet, findet man auf behördliche Hülsenböden oft nur eine Losnummer. Falls sehr selten ein solches Los dann mal doch auf den zivilen Markt kommt, werden die notwendigen Angaben dann an der Hülsenseite aufgestempelt. Das Behördenmunition aber auch am Handel vorbei in nichtbehördliche Hände kommen kann, na das belegt beispielhaft folgendes Leak (3). Also zwar ganz schön oT. Aber vielleicht ja doch otschen interessno, odär?

Also so vielleicht als ganz grobe Richtlinie:
zivil: Herstellerkürzel und Kaliberbezeichnung
behördlich: Losnummer
militärisch: 'alles Mögliche'

(1) waffen-welt.de/bilder/DiePatrone7.92x57.pdf
(2) wiki.waffen-online.de/index.php?title=Berdan-Z%C3%BCndung
(3) sicherungsblog.wordpress.com/2014/09/09/woher-hatten-die-uwes-behordenmunition-pep-men-919-luger-nicht-aus-heilbronn/


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#7

RE: Waffenfragen

in Ausrüstung/Waffen/Fahrzeuge/Verordnungen/Uniformen/ 15.02.2016 20:11
von Fritze | 3.474 Beiträge

Was bedeutet das IS bei dem Kaliber 8x57IS ?

Antwort
von checkdass, 27.04.2008
das ist eine Patrone aus dem weltbekannten Wehrmachstkarabiner 98k. Im ersten Weltkrieg wurde das Gewehr 88 sowie das Gewehr 98 genutzt. Diese Patrone hatte den Namen 8x57 I I= Infanterie. Das genaue Kaliber war 8,02mm Geschossdicke und 57 mm Hülsenlänge. Diese Patrone erwies sich als nicht leistungsstark genug. Die Patrone wurde darauf hin abgewandelt in 8x57IS Kaliber 8,20 mm x 57 mm Hülse. Das Geschoss wird als Spitzgeschoss oder schweres GEschoss bezeichnet. Leider ist es möglich eine Waffe mit der Bezeichnung 8x57I auch mit der PATRONE 8X57is ZU LADEN. Falls man diese Patronen verwechselt, kann es zu schweren Unfällen kommen, denn der Lauf einer 8x57I ist eben etwas kleiner. Wenn man also die8x57IS in einer Waffe 8x57I verschießen will, so kommen ca. 4000 bar Gasdruck zum tragen, die ein ZU dickes Geschoss durch den Lauf treiben wollen. Militärwaffen sind möglichst billig produziert und die Verschlusswarzen an einem Karabiner (meist nur zwei), die den Gasdruck nach hinten "abfangen" sollen scheren u.U. ab, sodass dem Schützen das Gewehrschloss ins Gesicht fliegt (4000 bar). Was dabei passieren kann, mag ich mir gar nicht vorstellen. Da die Patrone immer noch sehr beliebt ist, steht auf der 8x57IS Packung in der Regel immer drauf: Achtung S Geschoss"
das S steht für Stark.Infanteriemunition (I)ist immer spitz.IS heißt Infantrie stark.Feld und Zugmaße sind 7,92-8,22.die alte Munition,8x57 ist ein zehntel millimeter kleiner.Deshalb können schwere Unfälle passieren,wenn man die IS Munition in das alte 98er lädt,was bedauerlicherweise möglich ist.


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#8

RE: Waffenfragen

in Ausrüstung/Waffen/Fahrzeuge/Verordnungen/Uniformen/ 15.02.2016 20:18
von DoreHolm | 7.707 Beiträge

Zitat von Moskwitschka im Beitrag #2
Hier ist es etwas ausführlicher https://ru.wikipedia.org/wiki/%D0%92%D0%...%B8%D0%BD%D0%B0

Moskwitschka




Das gibts auch im deutschsprachigen Wiki. Wäre vielleicht besser für die meisten von uns.



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#9

RE: Waffenfragen

in Ausrüstung/Waffen/Fahrzeuge/Verordnungen/Uniformen/ 15.02.2016 20:50
von 94 | 10.792 Beiträge

iss aber nicht so ausführlich und die 5 bis 9 Jahre po-russkij-for-you aus der Schul- und Studienzeit sollten sich ja irgendwann im Leben ja auch mal rechnen, odär?


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#10

RE: Waffenfragen

in Ausrüstung/Waffen/Fahrzeuge/Verordnungen/Uniformen/ 15.02.2016 21:10
von Fritze | 3.474 Beiträge

Mal ne Frage an die Pistolenschützen ! Wer ist denn der Meinung ,daß die PM Makarow so schlecht ist ,wie immer von einigen behauptet wird .
Also ich bin der Meinung ,sie schlägt sich gar nicht so schlecht . Natürlich ist die Durchschlagkraft nicht mit 9mm Para zu vergleichen ,aber bei kurzen Entfernungen spielt das wohl auch nicht die Rolle !

Jedenfalls hatte ich auf 15m und auch 25m Scheibe keine schlechteren Ergebnisse als mit Luger 08, P38 oder S&W 38 .

Mfg Fritze


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#11

RE: Waffenfragen

in Ausrüstung/Waffen/Fahrzeuge/Verordnungen/Uniformen/ 15.02.2016 21:11
von DoreHolm | 7.707 Beiträge

Hier mal eine kleine Auswahl von Hülsen.
Obere Reihe v.l.n.r.
1. 45 Automatic
2. 9 mm Luger
3. 38 special
4. 357 magnum (aus gleicher Waffe kann auch die 38 spec. verschossen werden, aber nicht umgekehrt)
Untere Reihe
1. 22 lfb (die normale Kleinkalibermunition f. Sportschützen, auch international)
2. .17 (Kaliber etwa wie die diabolos bei Luftgewehren)
3. 22 magnum (wie Kleinkaliber, aber mit stärkerer Ladung. 2. u. 3. werden bevorzugt durch Jäger für die Kleintierjagd verwendet.
4. 7,62 x 39 (z.B. AK 47)
5. .223 rem(ington). NATO-Kaliber, wird insbes. aus Erfahrungen aus den Kämpfen in Nahost wegen ihrer geringen Durchschlagskraft (Mauerwerk, Schutzwesten) z.T. auf größere Kaliber umgestellt.
6. .308 w(inchester)
7. 6,5 x 56 SE (z.B. im Schweden-Mauser). In Skandinavien werden trotz des kleineren Kalibers sogar Elche damit erlegt. Wegen des damit verbundenen geringeren Geschossgewichte wird eine größere Anfangsgeschwindigkeit erreicht und damit ergibt sich eine gestrecktere Flugbahn, was positiv bei öfteren Ändern der Zielentfernung ist. Der Schweden-Mauser gilt als frauenfreundlich wegen seines im Vergleich zu anderen Infanteriekarabinern geringeren Rückschlages.
8. 7,62 x 54R (wie schon erwähnt)
9. 8 x 57 IS
10. 12,7 mm Für gepanzerte Ziele. Auch als weittragende Scharfschützenwaffe. Sehr gute Abpolsterung notwendig. Einzige offizielle Schießmöglichkeit damit auch für Nichtmitglieder kenne ich eine bei Berlin, allerdings zu horrenden Preisen für einige Schuss.




Der Mosin Nagant hat ein eindeutiges Erkennungsmerkmal, wenn er von der Seite zu sehen ist, welches ich bisher bei keiner anderen Langwaffe gesehen habe. Das ist der gleichmäßige Übergang von Vorderschaft bis zum Abzugsbügel. Darunter verbirgt sich das Magazin.
Bei den oben Abgebildeten sind sowohl die Normalversion als auch die Sniperversion zu sehen. Das abgebildete ZF schein das Originale zu sein. Auch der Kammerstengel (also der Hebel seitlich beim Laden) ist nach unten gebogen im Gegensatz zur Normalversion (gerader Kammerstengel), weil es sonst Probleme mit dem ZF gäbe.



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#12

RE: Waffenfragen

in Ausrüstung/Waffen/Fahrzeuge/Verordnungen/Uniformen/ 15.02.2016 21:29
von DoreHolm | 7.707 Beiträge

Zitat von Fritze im Beitrag #10
Mal ne Frage an die Pistolenschützen ! Wer ist denn der Meinung ,daß die PM Makarow so schlecht ist ,wie immer von einigen behauptet wird .
Also ich bin der Meinung ,sie schlägt sich gar nicht so schlecht . Natürlich ist die Durchschlagkraft nicht mit 9mm Para zu vergleichen ,aber bei kurzen Entfernungen spielt das wohl auch nicht die Rolle !

Jedenfalls hatte ich auf 15m und auch 25m Scheibe keine schlechteren Ergebnisse als mit Luger 08, P38 oder S&W 38 .

Mfg Fritze


Ja, natürlich kann man mit ihr auch treffen, wenn man weiß, wie man Pistole schießt. Damals als RPG-Schütze bei den KG hatte ich mit ihr einigemale geschossen, ohne Erfahrung, einhändig frei. Ein miserables Ergebnis. Auf 25 m lagen nur wenige Treffer auf der Mannscheibe. Es ist schon ein gewaltiger Unterschied, ob man einhändig oder zweihändig (wie in Krimis zu sehen) schießt, die zweite Hand gibt wesentlich mehr Stabilität. Der Makarov sind natürlich Grenzen gesetzt wegen der Lauflänge (93 mm = ca. 3,7 Zoll). Wenigstens ist die Visierlänge mit 130 mm da besser (beides je länger desto treffsicherer). Normale für sportliches Schießen eingesetzte Kurzwaffen haben eine Lauflänge i.d.R. von 5,5 - 6 Zoll. Die Makarov war m.E. eher eine Waffe für Verteidigungszwecke und Zielbekämpfung auf kurze Entfernungen. Eine längerläufige Waffe ständig mit sich herumzutragen war auch ziemlich lästig wegen des höheren Gewichtes (geladen 810 g).



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zuletzt bearbeitet 15.02.2016 21:31 | nach oben springen

#13

RE: Waffenfragen

in Ausrüstung/Waffen/Fahrzeuge/Verordnungen/Uniformen/ 15.02.2016 21:57
von 94 | 10.792 Beiträge

Also wenn ich aus den im #10 vorgeschlagnen Waffen, ähm Sportgeräten wählen müßte würde ich mich ohne viel Nachdenkens für den 38er entscheiden. Voraussetzung ordentlicher Abzug, also keine augenuddelte Feder und selbstgeladene Munition. Natürlich runtergeladen mit WC-Geschossen. Revolver ist was die Genauigkeit angeht der Automatik schon konstruktionsbedingt weit überlegen. Bei den Pistolen fällt die Auswahl schwer und ist fast nur noch Geschmackssache. Besitzen doch alle drei erwähnten Modell, also Null-Acht, P38 und auch die PM einen starren Lauf. Warscheinlich würde ich mich für die Luger entscheiden, die liegt mir irgendwie am besten in der Hand. Besonders in normal kurz, die lange Ari-08 ist mir irgendwie ä bissel zu kopflastig. Da bringt mir auch die Lauflänge nix an mehr. Gegen die PM spricht das die Visierung nicht fest mit dem Lauf verbunden ist. Na und das die Munition wenig Spielraum für eine ordentliche Laborierung bietet. Die Visierlänge ist mir (fast) egal, Hauptsache ich sehe das Korn scharf. Und auch ein Unterschied bei kurzen Distanzen zwischen ein- und beidhändig ist außerdem ... einhändig bin ich fast einen Meter näher am Ziel. Ganz witzig isses übrigens auchmal mit der 'schwachen' Hand zu schießen, also der Linksschütze mit recht bzw. umgekehrt.
Am liebsten schieß ich übrigens P7, na und noch lieber fast mit einem 1911-A1. Wobei beide von der Präzision her nun micht sooo die Bringer sind, Spazzz machts trotzdem.


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#14

RE: Waffenfragen

in Ausrüstung/Waffen/Fahrzeuge/Verordnungen/Uniformen/ 15.02.2016 22:17
von 94 | 10.792 Beiträge

Upps, jetzt habsch mich vertan, die P38 hat ja garkeinen festen Lauf, na zumindest ist das Korn fest mit diesem verbunden. Apropos Korn, eine besonders mit dem Alter leicht nachlassende Sehkraft nicht zu vernachlässigendes Detail einer treffsichern Waffe. Wenn ich denn wählen darf, es sollt hinterschnitten und leicht angerußt sein.

Also neue Reihenfolge: .38 - 08 - PM - P38

P.S.
@DoreHolm zu 7. in #11, also der Patrone 6.5×55SE ... und wofür steht SE *breitfragendes_grins*
@Moskwitschka Du wolltest doch mal eine Liste haben, hier die der C.I.P., also sozusagend offiziell ...
http://www.cip-bobp.org/homologation/de/homologation_public


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zuletzt bearbeitet 15.02.2016 22:33 | nach oben springen

#15

RE: Waffenfragen

in Ausrüstung/Waffen/Fahrzeuge/Verordnungen/Uniformen/ 15.02.2016 22:40
von DoreHolm | 7.707 Beiträge

Hallo 94, ja, jeder hat da seine Vorlieben. Bin jetzt ein Jahr in einem Verein und hatte bisher mit Leihwaffen geschossen (auch sog. "Vereinshuren") .
Nervt zwar mit der Zeit, wenn man sich immer auf eine neue Visierung einstellen muß und erst mal Probeschießen angesagt ist, damit man weis, ob bei gestrichen Korn Zielmitte oder irgendwo handbreit rechtsoben angehalten werden muß. Es hat aber den Vorteil, wenn man sehr oft mitschießt (bisher über 40 Einträge im Schießbuch), daß man dadurch eine Menge der verschiedensten Waffen kennenlernt bis zu Trap (Tontauben) und Vorderlader (macht ungeheuer Spaß wegen dem dumpferen Knall und dem Qualm) und sich dann für bestimmte Waffen entscheiden kann, sobald man alle Voraussetzungen für eigene Waffen erfüllt hat. Auch die Fachgespräche und Ratschläge der schon längere Zeit Schießenden sind unheimlich wertvoll. Aktiv schießen ist kostenmäßig so ähnlich wie Autokauf. Die Waffe kaufen, damit ist es nicht erledigt. Der große Posten, der dann kommt, sind die Munitionskosten, die insb. bei größeren Kalibern für Langwaffen das Budget sprengen können (bis zu 1,- €/Patrone, bei Jagdmunition oft noch weit mehr). Da überlegt man sich, ob man an einem Veranstaltungstag eine ganze Schachtel mit 50 Patronen verballert oder es bei 30 genug sein läßt. Deshalb schießen auch sehr viele Sportschützen mit Kleinkaliber ( Kosten ca. 3,50 €/50 Patronen i.d.R.).
Dazu Standgebühr, Wettkampfgebühr u.s.w. Um die Anzahl Patronen bei Wettkämpfen kommt man da natürlich nicht herum und die 300 m-Schützen kostet es dann schon mal locker mit allen Nebenkosten 50,- bis 100,- €. Die Waffenpreise selbst liegen bei guten Langwaffen zwischen ca. 200,-€ (Ordonanzgewehre, d.h. Militärgewehre bis 1963) bis zu mehreren tausend Euro. Bei Sammlerwaffen kann es auch mal fünfstellig werden, aber die hängen nur im Schrank, mit denen schießt man nicht.
Meine Vorzugswaffen werden wohl jeweils eine KK- Kurz (Margolin)- und Langwaffe sein (Matchausführung bei Langwaffe mit Diopter) sowie bei Großkaliber der Schweden-Mauser oder Mosin Nagant, bei Kurzwaffe der 357 Mag Revolver mit 6´´- Lauf. Mehr wäre finanziell nicht drin. Für andere Sportausscheide muß ich mir dann eben eine vom Vereinskameraden oder aus dem Vereinsbestand ausborgen (z.B. Tontauben). Übrigens, die Naturschützer haben durchgesetzt, daß der Begriff "Tontauben" oder "Wurftauben" nicht mehr verwendet werden darf, wegen der Verherrlichung des Schießens auf unschuldige Tiere .



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#16

RE: Waffenfragen

in Ausrüstung/Waffen/Fahrzeuge/Verordnungen/Uniformen/ 15.02.2016 22:52
von DoreHolm | 7.707 Beiträge

Zitat von 94 im Beitrag #14
Upps, jetzt habsch mich vertan, die P38 hat ja garkeinen festen Lauf, na zumindest ist das Korn fest mit diesem verbunden. Apropos Korn, eine besonders mit dem Alter leicht nachlassende Sehkraft nicht zu vernachlässigendes Detail einer treffsichern Waffe. Wenn ich denn wählen darf, es sollt hinterschnitten und leicht angerußt sein.

Also neue Reihenfolge: .38 - 08 - PM - P38

P.S.
@DoreHolm zu 7. in #11, also der Patrone 6.5×55SE ... und wofür steht SE *breitfragendes_grins*
@Moskwitschka Du wolltest doch mal eine Liste haben, hier die der C.I.P., also sozusagend offiziell ...
http://www.cip-bobp.org/homologation/de/homologation_public


Grün: Du hast mich ein bischen auf dem falschen Fuß erwischt, aber meine vorherige Vermutung scheint sich bestätigt zu haben, nachdem ich ein bischen gegoogelt habe. SE steht für Schweden. Das geht auf die C.I.P. zurück, einer internationalen Prüforganisation für Handfeuerwaffen. Mehr habe ich nicht herausbekommen, genügt mir auch und wenn ich daran denke, frage ich mal jemand vom Schießplatz.
Aber ich nehme an, daß Du es schon wußtest und mich nur mal testen wolltest, stimmts ?



94 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 15.02.2016 22:53 | nach oben springen

#17

RE: Waffenfragen

in Ausrüstung/Waffen/Fahrzeuge/Verordnungen/Uniformen/ 22.02.2016 14:26
von Winch | 171 Beiträge

Das SE beim Cal 6,5X55 SE steht für Schweden,das ist so richtig. Nenne solch ein Schätzchen auch mein Eigen. Baujahr 1905 Arsenalwaffe, da lassen sich selbst mit gekaufter Munni traumhafte Sreukreise in die Pappe stanzen, von selbstgestopften ganz zu schweigen.
Auch möchte ich mich der Meinung von 94 er anschließen, für Präzi Disziplinen nehme ich lieber den S&W 686 6zoll und für dynamische Disziplinen den 1911A1.


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#18

RE: Waffenfragen

in Ausrüstung/Waffen/Fahrzeuge/Verordnungen/Uniformen/ 22.02.2016 16:02
von der 39. | 522 Beiträge

Zitat von Fritze im Beitrag #10
Mal ne Frage an die Pistolenschützen ! Wer ist denn der Meinung ,daß die PM Makarow so schlecht ist ,wie immer von einigen behauptet wird .
Also ich bin der Meinung ,sie schlägt sich gar nicht so schlecht . Natürlich ist die Durchschlagkraft nicht mit 9mm Para zu vergleichen ,aber bei kurzen Entfernungen spielt das wohl auch nicht die Rolle !

Jedenfalls hatte ich auf 15m und auch 25m Scheibe keine schlechteren Ergebnisse als mit Luger 08, P38 oder S&W 38 .

Mfg Fritze

War ja viele Jahre Sportschütze mit beachtlichen Erfolgen und nur Pistole. Beim KK-Schießen Kombi war die Pistole Nr 1 die Margulin ( Name aus dem Gedächtnis) Beim Scheibenpistolenschießen die in Suhl individuell angepasste Scheibenpistole Fabrikat unbekannt und zum Schnellfeuerpistenschießen Großkaliber die P08 aus Altbeständen, weil die Makarow einfach ungenau war. Zum Scheibenpistolenschießen Großkaliber nur der Revolver Schmitt&Wesson. von Dynamo in Polen eingekauft, leider auch die teure Munition. Zum Training dann eben meist auch die 08.Die 08 Parabellum ( Sog. Reiterpistole mit verlängertem Lauf) war für Wettkämpfe nicht zugelassen.
Der 39.


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#19

RE: Waffenfragen

in Ausrüstung/Waffen/Fahrzeuge/Verordnungen/Uniformen/ 22.02.2016 16:55
von Hanum83 | 4.796 Beiträge

Zitat von Fritze im Beitrag #10
Mal ne Frage an die Pistolenschützen ! Wer ist denn der Meinung ,daß die PM Makarow so schlecht ist ,wie immer von einigen behauptet wird .
Also ich bin der Meinung ,sie schlägt sich gar nicht so schlecht . Natürlich ist die Durchschlagkraft nicht mit 9mm Para zu vergleichen ,aber bei kurzen Entfernungen spielt das wohl auch nicht die Rolle !

Jedenfalls hatte ich auf 15m und auch 25m Scheibe keine schlechteren Ergebnisse als mit Luger 08, P38 oder S&W 38 .

Mfg Fritze


Als Soldat hast du ja deine Übung mit dem ZF geschossen, bei uns war immer nur ein Zug von der GK auf dem Schießplatz, da der Leutnant öfters mit der Pistole geschossen hat, hatte er auch was getroffen, ich nicht


"Deitsch on frei wolln mer sei, on do bleibn mer aah derbei"
(Anton Günther)
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#20

RE: Waffenfragen

in Ausrüstung/Waffen/Fahrzeuge/Verordnungen/Uniformen/ 22.02.2016 17:07
von Winch | 171 Beiträge

Sei nicht traurig Hanum 83. Bei der Pistole M kommen mehrere Faktoren zum tragen
Übung war nicht zu ersetzten und die hatten die Meisten nicht.
Dann musste man ein Exemplar ergattern, das einigermassen geradeaus schoss (keinen Einfluss drauf)
Zum Schluß musste einem das Modell auch liegen.
Ich selber durfte meinen Waffe sogar beim Wechsel der GK mitnehmen , da ich in der Pistolenmannschaft des GR war.


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