#121

RE: Drei Dinge können bleiben .

in Leben in der DDR 10.10.2016 22:21
von Ebro | 561 Beiträge

Warum schliesst Du das von vornherrein aus, weil nicht sein kann, was nicht sein darf, weil es nicht in Dein bisheriges Bild passt, oder wie??



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#122

RE: Drei Dinge können bleiben .

in Leben in der DDR 10.10.2016 22:42
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Ährenkranz im Beitrag #111
Zitat von Ebro im Beitrag #110

Aber so pauschal kann ich Deine aussagen nicht unterschreiben.


Kein Problem für mich.
Jedes Jobcenter in den verschiedenen Bundesländern ist anders, hauptsächlich was Mitarbeiter betrifft.

Ich habe das geschrieben, wie ich und auch mein Mann es selbst mal erlebt haben und weiß das auch von Verwandten.
Wir wurden da nicht gefragt, ob wir diese Maßnahme machen wollen, die bekam man aufgebrummt, bei Weigerung drohten Leistungskürzung - und das war oft nur sinnloses Zeugs, weil man damit absolut nichts anfangen konnte, um wieder in Arbeit zu kommen.
Aber es mußte ja unbedingt auch da das Steuergeld aus dem Fenster geschmissen werden und die Bildungscenter wollten ja auch genug verdienen.
Gerade hier entstand ja recht schnell ein 2.Arbeitsmarkt, nur nützte / nützt das arbeitslosen Menschen nichts, sondern nur den Betreibern dieser Einrichtungen, man besitzt sogar die Frechheit, sich an arbeitslose Menschen sich nur zu bereichern.

Genauso werden jetzt Flüchtlinge dazu benutzt, um in Haufen Kohle mit Vermietungen zu machen - da schüttels den Hund hinterm Ofen...

Gegen Weiterbildungen, die einem wirklich was bringen und wo man richtig Interesse daran hat, habe ich absolut nichts, sei es angeknüpft an seinen Beruf oder eben zu einer Neuorientierung.



ja was denn nun, Weiterbildung oder auf der Wiese schlafen ? was sollen die Flüchtlinge denn machen? Gerade im Erzgebirge sind die Nächte doch jetzt schon recht kalt, wenn die Flüchtlinge aus Sparsamkeitsgründen auf der Wiese schlafen sollen und dann morgens zum Deutschunterricht gehen ?


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
zuletzt bearbeitet 10.10.2016 22:42 | nach oben springen

#123

RE: Drei Dinge können bleiben .

in Leben in der DDR 10.10.2016 23:01
von Ährenkranz | 839 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #122

ja was denn nun, Weiterbildung oder auf der Wiese schlafen ? was sollen die Flüchtlinge denn machen? Gerade im Erzgebirge sind die Nächte doch jetzt schon recht kalt, wenn die Flüchtlinge aus Sparsamkeitsgründen auf der Wiese schlafen sollen und dann morgens zum Deutschunterricht gehen ?


Ach Gert, auch dir dürfte nicht entgangen sein, dass z.B.mal in Berlin Fälle bekannt wurden, wo Hostels 80 Flüchtlinge reingepfercht haben und für jeden pro Tag 35 EURO bezahlt wurden, das ergab eine Tageseinnahme von 2800 EURO!
Das habe ich damit gemeint.

Außerdem ging es bei meinem Post nicht um Weiterbildung für Flüchtlinge.

Und ja, bei uns sind seit paar Tagen nachts Minusgrade, tagsüber um die 5 Grad maximal.
Winterräder habe ich heute auf meinen Corsa aufgezogen.


"Die Dummheit von Regierungen sollte niemals unterschätzt werden" - Helmut Schmidt
zuletzt bearbeitet 10.10.2016 23:09 | nach oben springen

#124

RE: Drei Dinge können bleiben .

in Leben in der DDR 10.10.2016 23:29
von Hanum83 | 4.662 Beiträge

Zitat von damals wars im Beitrag #92
Zitat von 1941ziger im Beitrag #89
Um für mich das Thema abzuschließen (es gibt ja noch andere Dinge als über des Kaisers Bart zu reden),
ich möchte auf gar keinen Fall wieder eine DDR, auch nicht mit den sogenannten Vorzügen, wieder.
Diese Vorzüge sind nur Potemkinsche Dörfer in den Träumen derer die nicht zurecht kommen.
Sicher in dem jetzigen System ist sich jeder selbst der Nächste und man muß sehen das man zurecht kommt,
aber gegen die Bevormundung von damals möchte ich es nicht eintauschen.



Ich komme zurecht. Aber, wenn ich sehe wie man mit den Kindern der Arbeiterklasse umgeht, da fehlen mir 99 Cent am Euro.
In der DDR wurde der Kinderarmut entgegengesteuert, mit erhöhten Sozialleistungen, mit der Bereitstellung von Urlaubsplätzen
und mit einem durchlässigen Schulsystem, das Kinder der Arbeiterklasse einen sozialen Aufstieg unabhängig vom Geldbeutel
der Eltern ermöglichte.


So ein Quatsch, die Arbeiterklasse verdient hier mehr als gut mit ordentlichen Berufen und denen ihre Kinder können, Fleiß vorausgesetzt, auch aufsteigen.
Wo wohnst denn du noch, in Old Manchester?
Du machst doch die Hallenser dööfer als sie sind.


Ein Jahr lang 10 Kilometer der innerdeutschen Grenze 1983/84 mitbewacht.
(Zusatz-Info auf Wunsch eines einzelnen Users: War dabei auch Postenführer.)
zuletzt bearbeitet 10.10.2016 23:31 | nach oben springen

#125

RE: Drei Dinge können bleiben .

in Leben in der DDR 10.10.2016 23:47
von vs1400 | 2.364 Beiträge

Zitat von Hanum83 im Beitrag #124

So ein Quatsch, die Arbeiterklasse verdient hier mehr als gut mit ordentlichen Berufen und denen ihre Kinder können, Fleiß vorausgesetzt, auch aufsteigen.
Wo wohnst denn du noch, in Old Manchester?
Du machst doch die Hallenser dööfer als sie sind.


ich finde es beachtlich,
wie manche user sich auf einen einschießen und sogar noch ein moderator nach schlägt. ... ist jedoch voll ot.

Hanum,
was ist denn unter arbeiterklasse zu verstehen, auf deine aussage bezogen?
was ist, aus deiner sicht, ein ordentlicher beruf?
kann man, aus deiner sicht, von einem acht stunden job leben, pro person?

gruß vs


04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


zuletzt bearbeitet 10.10.2016 23:58 | nach oben springen

#126

RE: Drei Dinge können bleiben .

in Leben in der DDR 11.10.2016 00:39
von Schuddelkind | 3.505 Beiträge

Ich würde nur eine "Sache" mitnehmen.........meine Frau, weil die sowieso am nächsten Tag den Ausreiseantrag stellen würde......


Intellektuelle spielen Telecaster
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#127

RE: Drei Dinge können bleiben .

in Leben in der DDR 11.10.2016 01:00
von Grenzverletzerin | 1.180 Beiträge

Zitat von SET800 im Beitrag #105
Zitat von linamax im Beitrag #102

Meine Schwester durfte nicht studieren, ob wohl Arbeiterkind und strammes FDJ Mitglied . Der Bruder ist in den Westen geflohen, also Sippenhaft .



Hallo,
nein keine Sippenhaft. Es gab eine begrenzte Anzahl von Studienplätzen und dank des guten Schulsystem eine größere Anzahl von fachlich und persönlich studierfähigen jungen Leuten.


.



Irgendwie liest sich das gerade wie der blanke Hohn...natürlich gab es Sippenhaft und es waren eben nicht immer die fachlich Kompetenten, die diese Studienplätze bekamen.....


Unter Chemikern funktioniert die Evolution noch: Dumme Experimentierer werden natürlicherweise und rasch eliminiert.

linamax hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 11.10.2016 01:08 | nach oben springen

#128

RE: Drei Dinge können bleiben .

in Leben in der DDR 11.10.2016 01:27
von Schuddelkind | 3.505 Beiträge

Zitat von SET800 im Beitrag #105



Hallo,
nein keine Sippenhaft. Es gab eine begrenzte Anzahl von Studienplätzen und dank des guten Schulsystem eine größere Anzahl von fachlich und persönlich studierfähigen jungen Leuten.

Also mußten neben Qualifikation und Charakter weitere Kriterien herangezogen werden, eines war eben "kein Zweifel an der Loyalität" gegenüber dem Staat und der DDR-Gesellschaft. Und durch den illegalen Grenzübertritt des Bruders bestanden eben Zweifel. Warum sollte man da langwierig untersuchen, aufwendige Psychotest und Gespräche führen, es gab ja weitere Kandidaten mit guter persönlicher Perspektive das Studium erfolgreich abzuschliessen.


Nach deiner Denke gab es wahrscheinlich in der DDR auch überflüssige Menschen........
Ja nee, is klar.....es gab zu wenige Studienplätze, aber wenn sich einer 3 Jahre zur NVA verpflichtet hat, konnte er selbstverständlich studieren, auch wenn er doof wie Stulle war. Nach den fachlichen Qualifikationen ging es in der Verflossenen wohl nicht immer. Hat man nicht durch solche Aktionen die Leute zur Illoyalität getrieben? Den "Brain-Drain" hat man doch auf diese Weise noch gesteigert..........aber DU gehörst zu den Leuten, die das eh nie rallen werden.......


Intellektuelle spielen Telecaster
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#129

RE: Drei Dinge können bleiben .

in Leben in der DDR 11.10.2016 05:55
von damals wars | 12.113 Beiträge

De DDR war bestrebt, Akademiker nicht auf "Halde" auszubilden. Dafür gab es eine Studienlenkung.Die Zahl der Studienplätze war beschrängt. Fast überall gab es ein Nummerus Clausus.
Als ich mich entschloss, zu studieren, bin ich in meinen Betrieb, dort gab es ein Heft, in dem dieStudienrichtungen und die entsprechenden Studienrichtungen aufgelistet waren. Ziel meinerseits war eine sogenannte Deligierung, das heißt, eine Empfehlung des Betriebes, zum Studium zugelassen zu werden.
Die Empfehlung beinhaltete eine Verpflichtung, nach dem Studium 3 Jahre in dem Betrieb zu verbleiben.
Ökonomie (BWL) konnte man fast überall studieren. Meine Fachrichtung nur in Senftenberg. Also war Pendeln mit dem Zug angesagt.
Um Frauen in technische Berufe zu bekommen, gab es das Frauensonderstudium!
https://tu-dresden.de/Members/angela.buchwald/ihd/stud_a_fs


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
Ebro, SET800 und DoreHolm haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#130

RE: Drei Dinge können bleiben .

in Leben in der DDR 11.10.2016 06:42
von Ebro | 561 Beiträge

Zitat von damals wars im Beitrag #129
De DDR war bestrebt, Akademiker nicht auf "Halde" auszubilden. Dafür gab es eine Studienlenkung.Die Zahl der Studienplätze war beschrängt. Fast überall gab es ein Nummerus Clausus.
Als ich mich entschloss, zu studieren, bin ich in meinen Betrieb, dort gab es ein Heft, in dem dieStudienrichtungen und die entsprechenden Studienrichtungen aufgelistet waren. Ziel meinerseits war eine sogenannte Deligierung, das heißt, eine Empfehlung des Betriebes, zum Studium zugelassen zu werden.
Die Empfehlung beinhaltete eine Verpflichtung, nach dem Studium 3 Jahre in dem Betrieb zu verbleiben.
Ökonomie (BWL) konnte man fast überall studieren. Meine Fachrichtung nur in Senftenberg. Also war Pendeln mit dem Zug angesagt.
Um Frauen in technische Berufe zu bekommen, gab es das Frauensonderstudium!
https://tu-dresden.de/Members/angela.buchwald/ihd/stud_a_fs



Stimmt, und diese Studienlenkung machte schon Sinn!
Hier in Ba-Wü, woanders ist es sicher ähnlich, sind -zig Lehrstellen frei, weil kein Schulabgänger mehr arbeiten will, sondern alle zum Studium gehen. Und die Folge davon sind viele Studierte, die keine Anstellung bekommen, weil die Wirtschaft gar nicht so viele Stellen hat. Dafür hat man dann studierte Kellner und Taxifahrer und die Industrie sucht händeringend Arbeitskräfte. Und greift dann auf "günstige" ausländische Kräfte zurück. Und dann ist das Geschrei wieder groß....!



damals wars und SET800 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#131

RE: Drei Dinge können bleiben .

in Leben in der DDR 11.10.2016 07:05
von Hanum83 | 4.662 Beiträge

Zitat von vs1400 im Beitrag #125
Zitat von Hanum83 im Beitrag #124

So ein Quatsch, die Arbeiterklasse verdient hier mehr als gut mit ordentlichen Berufen und denen ihre Kinder können, Fleiß vorausgesetzt, auch aufsteigen.
Wo wohnst denn du noch, in Old Manchester?
Du machst doch die Hallenser dööfer als sie sind.


ich finde es beachtlich,
wie manche user sich auf einen einschießen und sogar noch ein moderator nach schlägt. ... ist jedoch voll ot.

Hanum,
was ist denn unter arbeiterklasse zu verstehen, auf deine aussage bezogen?
was ist, aus deiner sicht, ein ordentlicher beruf?
kann man, aus deiner sicht, von einem acht stunden job leben, pro person?

gruß vs




Abgesehen davon das nicht ich den Begriff der Arbeiterklasse ins Spiel gebracht habe, weißt du aber sicherlich noch wie man sie definierte, kein Besitz an Produktionsmitteln und daher Verkauf der Arbeitskraft, heute allgemein Arbeitnehmer genannt, die Schicht der werktätigen Intelligenz schließe ich da mal mit ein.
Ein ordentlicher Beruf ist für mich einer der mit einer anspruchsvollen Ausbildung am Ende befähigt diese seine Arbeitskraft am Markt quasi gut zu vermarkten, sprich eine relativ gute Entlohnung zu erzielen.
Eine detaillierte Auflistung dieser Berufe wirst du mir sicherlich nicht abfordern wollen, die kann man selbst recherchieren.
Zur letzten Frage, ja, in Deutschland kann man von einem Job in Vollzeit leben wobei es gut und weniger gut entlohnte Anstellungen gibt, wie in einem Markt nun mal üblich.
Tja, mit der Einschießerei die du ganz am Anfang erwähnst ist es so eine Sache, mit deiner traditionell liebevollen Hinwendung zu meinen Beiträgen, egal ob hässliche Gartenbank, vor sich hinleidende Pflanzen, die Diskrepanz von meiner und deiner Zeit bei Grenzthemen und so weiter und so fort, bist du gefühlt wohl auch nicht ganz frei davon, aber wenn man sich entschließt sich im Internet zu äußern muss man da halt durch, also null problemo


Ein Jahr lang 10 Kilometer der innerdeutschen Grenze 1983/84 mitbewacht.
(Zusatz-Info auf Wunsch eines einzelnen Users: War dabei auch Postenführer.)
zuletzt bearbeitet 11.10.2016 08:31 | nach oben springen

#132

RE: Drei Dinge können bleiben .

in Leben in der DDR 11.10.2016 08:32
von SET800 | 3.090 Beiträge

Zitat von Schuddelkind im Beitrag #128

Ja nee, is klar.....es gab zu wenige Studienplätze, aber wenn sich einer 3 Jahre zur NVA verpflichtet hat, konnte er selbstverständlich studieren, auch wenn er doof wie Stulle war.


Hallo,
wirklich, wieviele der "doof wie Stulle" mit NVA-Verpflichtung scheiterten denn im Studium? Nahm die NVA Doofis als Offiziersanwärter?



damals wars hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#133

RE: Drei Dinge können bleiben .

in Leben in der DDR 11.10.2016 08:40
von Georg | 1.003 Beiträge

" doof wie Stulle " da wär doch die Alternative Koch im Fernsehstudio
" doof wie 50 Km Landstraße " die Alternative ? Umweg !!


Einen Dummen anzuhören ist anstrengender, als einen Klugen zu widersprechen. ( W.Eckert )
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#134

RE: Drei Dinge können bleiben .

in Leben in der DDR 11.10.2016 08:46
von marc | 561 Beiträge

Fakt ist, wer "doof wie Stulle" war scheiterte in der DDR schon beim Abitur und erst recht beim Studium. Dort waren die Anforderungen nicht zu unterschätzen. Da konnte man das Semester auch nicht wiederholen. Wer die Leistungsanforderung bei der ersten Wiederholungsprüfung nicht schaffte, musste gehen.



damals wars hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 11.10.2016 08:58 | nach oben springen

#135

RE: Drei Dinge können bleiben .

in Leben in der DDR 11.10.2016 08:49
von SET800 | 3.090 Beiträge

Zitat von Hanum83 im Beitrag #131

Ein ordentlicher Beruf ist für mich einer der mit einer anspruchsvollen Ausbildung am Ende befähigt diese seine Arbeitskraft am Markt quasi gut zu vermarkten, sprich eine relativ gute Entlohnung zu erzielen.



Bauahndwerker, Elektriker in der Industrie usw. kommen auf 22€/h, das ergibt ca. 4000€ brutto im Monat.

Übrigens ist das ein Verdienst den viele der überflüssigen Akadmiker mit ihren Teilzeitverträgen nicht erreichen.

Lange Jahre nichts gescheites studiert, Neben- und 400€-Jobs, Teilzeit mit befristeten Verträgen als SozPäd in irgendwelchen Beratungsvereinen, das sind die zukünftigen Armutsrentner, selber schuld, kein Mitleid.



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#136

RE: Drei Dinge können bleiben .

in Leben in der DDR 11.10.2016 09:35
von Georg | 1.003 Beiträge

Armutsrentner ? Mitleid ?

Dafür wird in deutscher Freiheit gelebt !

Selber Schuld ? - stimmt, jeder ist seines Glückes Schmied. Auch wenn die Esse aus ist und das Eisen kalt.


Einen Dummen anzuhören ist anstrengender, als einen Klugen zu widersprechen. ( W.Eckert )
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#137

RE: Drei Dinge können bleiben .

in Leben in der DDR 11.10.2016 09:45
von vs1400 | 2.364 Beiträge

Zitat von Hanum83 im Beitrag #131

Abgesehen davon das nicht ich den Begriff der Arbeiterklasse ins Spiel gebracht habe, weißt du aber sicherlich noch wie man sie definierte, kein Besitz an Produktionsmitteln und daher Verkauf der Arbeitskraft, heute allgemein Arbeitnehmer genannt, die Schicht der werktätigen Intelligenz schließe ich da mal mit ein.
Ein ordentlicher Beruf ist für mich einer der mit einer anspruchsvollen Ausbildung am Ende befähigt diese seine Arbeitskraft am Markt quasi gut zu vermarkten, sprich eine relativ gute Entlohnung zu erzielen.
Eine detaillierte Auflistung dieser Berufe wirst du mir sicherlich nicht abfordern wollen, die kann man selbst recherchieren.
Zur letzten Frage, ja, in Deutschland kann man von einem Job in Vollzeit leben wobei es gut und weniger gut entlohnte Anstellungen gibt, wie in einem Markt nun mal üblich.
Tja, mit der Einschießerei die du ganz am Anfang erwähnst ist es so eine Sache, mit deiner traditionell liebevollen Hinwendung zu meinen Beiträgen, egal ob hässliche Gartenbank, vor sich hinleidende Pflanzen, die Diskrepanz von meiner und deiner Zeit bei Grenzthemen und so weiter und so fort, bist du gefühlt wohl auch nicht ganz frei davon, aber wenn man sich entschließt sich im Internet zu äußern muss man da halt durch, also null problemo


dein wort, Hanum,
in gottes ohr.
selbst mit abschluss wird es doch heute schwierig ne vollzeit- oder festanstellung zu bekommen, im osten fast unmöglich. im handel findet man fast nur noch 6stunden job's und dann nur mit mindestlohn bezahlt. zeitverträge oder zeitarbeitsfirmen in massen und dann sollen junge leute noch rücklagen bilden. von was denn?
wenn es so einfach wäre in diesem deutschland, bräuchten sich "einige" wohl eher keinen kopf über ihre rente zu machen. oder?

gruß vs


04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


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#138

RE: Drei Dinge können bleiben .

in Leben in der DDR 11.10.2016 09:49
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von SET800 im Beitrag #135
Zitat von Hanum83 im Beitrag #131

Ein ordentlicher Beruf ist für mich einer der mit einer anspruchsvollen Ausbildung am Ende befähigt diese seine Arbeitskraft am Markt quasi gut zu vermarkten, sprich eine relativ gute Entlohnung zu erzielen.



Bauahndwerker, Elektriker in der Industrie usw. kommen auf 22€/h, , das ergibt ca. 4000€ brutto im Monat.

Übrigens ist das ein Verdienst den viele der überflüssigen Akadmiker mit ihren Teilzeitverträgen nicht erreichen.

Lange Jahre nichts gescheites studiert, Neben- und 400€-Jobs, Teilzeit mit befristeten Verträgen als SozPäd in irgendwelchen Beratungsvereinen, das sind die zukünftigen Armutsrentner, selber schuld, kein Mitleid.




Da schließt sich wieder mal ein Kreis, wonach "reine" Arbeiter die Akademiker von rechts überholen, so wie das in der DDR schon mal war, wenngleich die Zusammenhänge andere waren.
Dort wo die Marktwirtschaft tatsächlich funktioniert, klappt es auch mit der Sozialpartnerschaft und wenn jemand unabhängig von Angebot und Nachfrage seinen Traumberuf trotzdem "durchziehen" will setzt er sich eben einer ruinösen Konkurrenz aus und wird halt vom Proletariat überholt.
Während der Maurer aus dem Kombinat sein Einkommen früher auf Schwarzbaustellen aufgestockt hat, kann heute ein spezialisierter und nachgefragter Handwerker und Facharbeiter auch ohne Abi diese 22€ Stundenlohn schaffen, das ist die Realität.
Wenn ich drei Dinge aus dieser Zeit in eine Reset- DDR (Ausgangsfrage) mitnehmen könnte, wäre es das durch ehrliche Arbeit erworbene Privatvermögen, das ich vorher noch in ein Unternehmen (Privatlok, Baumaschinen, Immobilien, Fischzuchtanlage...) verwandeln würde um damit in der alten Republik so wie sie vor 1973 mit ihren immer noch spürbaren Privatbetrieben mal war, durchzustarten.
Das alles natürlich verbunden mit der Hoffnung, nicht von Neidhammeln und Gutmenschen enteignet zu werden, auf einen solchen sich schließenden Kreis könnte ich auch verzichten.
Der Threaderöffner spach aber von einer "Stunde Null...1989(?)" - unter diesen Bedingungen wäre das natürlich hinfällig, man müßte sich schon mit der dann wieder dominierenden Planwirtschaft, z. B. auch der DR arrangieren.
Mitnehmen würde ich natürlich auch gerne das seitdem erworbene Wissen über wirtschaftliche Zusammenhänge und Personen, die ich als seriöse Partner kennenlernen durfte und natürlich meine Gesundheit.
An ein Leben in Luxus und Müßiggang als Ausbeuter denke ich trotz meiner unternehmerischer Ambitionen gar nicht, würde am Ende sogar alles in eine Stiftung oder in Staatsbesitz überführen, ein Leben als Weltreisender, Parteifunktionär, Promi oder was weiß ich was, wäre ohne jeglichen Wert für mich.
Ich fände es übrigens gar nicht mal so abwegig und unlösbar, mit Kleinvermögen wie man sie nach 35 Jahren Arbeit und Investmentdisziplin durchaus erwirtschaften konnte, diesen Traum tatsächlich zu verwirklichen, allerdings nicht im Schlußlichtkreis vom Schlußlichtland.



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#139

RE: Drei Dinge können bleiben .

in Leben in der DDR 11.10.2016 09:55
von bürger der ddr | 3.578 Beiträge

Es ist wieder einmal köstlich, hier treffen zwei Welten aufeinander, meist so richtige DDR Kenner.
der selbsternannte Weltverbesserer, der mit seiner Arroganz solche Bemerkungen:
Zitat @Schuddelkind:
"Ja nee, is klar.....es gab zu wenige Studienplätze, aber wenn sich einer 3 Jahre zur NVA verpflichtet hat, konnte er selbstverständlich studieren, auch wenn er doof wie Stulle war"
vom Stapel läßt.
Und auch ein Schönfärber der DDR, der die Realität aus der DDR nicht kennt. (@SET800 )

Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen, meine Meinung :
- es wurde bei der vergabe der Studienplätze nach den Leistungen vergeben
- es gab eine zeit wo für das Abbi auch ein gesell. Schlüssel zu Grunde gelegt wurde (z.B. XY Prozent aus der Arbeiterklasse)
- und es wurden auch gesell. Aspekte mit in Betracht gezogen

Es war eine Mischung und welche Gesellschaft möchte schon potentielle Gegner an den Schaltstellen der Wirtschaft haben? Nur die Definition für "Gegner" war manchmal schon etwas "eng gefasst" .....

Und das heute Kinder aus allen Schichten studieren können, das sollte man im Thema "Was zum lachen" posten. In einer Gesellschaft wo schon der Ferienverdienst der Kinder auf das H4 "Einkommen" der Eltern angerechnet wird, wo eine Klassenfahrt schon zum Problem wird, wo das Kind gemobt wird weil es keine Markenklamotten trägt und, und, wie soll ein solches Kind den Weg zum Studium schaffen?
Leider fühlen sich heute viele Studierende "elitär" und lassen das auch die anderen spüren. Warum fällt mir der Begriff "Stallgeruch" nur ein?

Heute gibt es keine direkte gesellschaftlichen Zwänge bei der Gestaltung des Bildungsweges, heute macht man das viel defizieler über die wirtschaftliche Schiene und da sind wir wieder bei der Bevorteilung von Klassen und Schichten.

Es gibt keine Gerechtigkeit, weder in der DDR noch in der BRD.



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#140

RE: Drei Dinge können bleiben .

in Leben in der DDR 11.10.2016 10:36
von Heckenhaus | 5.110 Beiträge

Zitat von Hanum83 im Beitrag #124

So ein Quatsch, die Arbeiterklasse verdient hier mehr als gut mit ordentlichen Berufen und denen ihre Kinder können, Fleiß vorausgesetzt, auch aufsteigen.
Wo wohnst denn du noch, in Old Manchester?
Du machst doch die Hallenser dööfer als sie sind.


Wenn du das Handwerk ebenfalls zu den ordentlichen Berufen zählst, die Einkommen dort sind im Bundesdurchschnitt absolut nicht
mit denen der Industriearbeiter vergleichbar.
Ich habe das in BaWü erlebt, BRUTTO-Entgelte begannen bereits weit unter 2000 Euro im Monat (1800 € Gerüstbau in einem
Betrieb in Filderstadt vor den Toren Stuttgarts) und endeten (tariflich) bei max. 2800 € Brutto !, je nach Gewerk.
Und wie man weiß, ist das verbleibende Netto auch noch von der Gnade der Steuerklasse nicht unwesentlich abhängig.
Was wiederum ganz speziell Alleinerziehende trifft, neben der meist schlechteren Berufsschancen. Da können die Kinder noch so
schlau sein.
Das ist dann auch Meilen entfernt von Löhnen der Industrie, und betrachtet man die Lebenshaltungskosten, dann ist das, was netto verbleibt,
ganz schnell verpufft. Mieten vorangestellt, das ist der unverschämte Posten. Und zieht man weiter ins Umland, braucht man mehr private
Transpotrtmöglichkeiten, als gewinnt man auch nichts.

Ob dann die Kinder aufsteigen können, das hängt keineswegs nur am Verdienst der Eltern, sondern das bestimmen auch die Unterkunftspreise
in Studentenbuden, die oft frei gemietet werden müssen. Wenn ich dann gesehen habe, was im Umfeld der Uni Hohenheim (Stuttgart)
gebaut wurde zum Zwecke der Nutzung durch Studenten, das kann kein noch so intelligentes Arbeiterkind bezahlen.

Also rosarote Brille absetzen und mal über die hallenser Gemarkungsgrenze hinausschauen, das bringt völlig neue Erkenntnisse.


.
.
„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
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bürger der ddr und 1941ziger haben sich für diesen Beitrag bedankt
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