#101

RE: Drei Dinge können bleiben .

in Leben in der DDR 10.10.2016 18:55
von Rainer-Maria Rohloff | 1.351 Beiträge

Das wird jetzt der FDGB Ferienplatzfred was?

Mein Vater, Schichtarbeiter seit 1949 bis zu seinem zu frühen Tod 1986 mit 63 Jahren bekam wohl fast jedes Jahr Ostseeplätze. also ich kenne sie Alle, die östlichen Ostseebäder seit ich ca. 3 Jahre alt war. Am Besten haben sich mir die nächtlichen Zugfahrten hin zur Ostsee ins Gedächtniss geschliffen. Die Hand am Koffer vom Vater, der bepackt mit zwei Riesenkoffern , Mutter mit Geschwistern hinterher, Mitternacht, übermüdet dazu,weil geschlafen vorher hinter den Eltern auf dem Abteilsitzen, dann Umsteigen irgendwo vor der Küste....und frühmorgens kamst du über die Dünen gelaufen und da war sie, unsere geliebte Ostsee.

Ich bin heute noch hin und weg, wenn ich im Urlaub das erste Mal im Sand laufe, über die Dünen, hin zum Wasser. Eh geht mir bloß weg mit dieser westlichen Nordsee....was ist das denn...mir wird gleich schlechtHAAAAAAAAAAAAAAAaaaaa

Rainer-Maria



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#102

RE: Drei Dinge können bleiben .

in Leben in der DDR 10.10.2016 19:11
von linamax | 2.018 Beiträge

Zitat von damals wars im Beitrag #92
Zitat von 1941ziger im Beitrag #89
Um für mich das Thema abzuschließen (es gibt ja noch andere Dinge als über des Kaisers Bart zu reden),
ich möchte auf gar keinen Fall wieder eine DDR, auch nicht mit den sogenannten Vorzügen, wieder.
Diese Vorzüge sind nur Potemkinsche Dörfer in den Träumen derer die nicht zurecht kommen.
Sicher in dem jetzigen System ist sich jeder selbst der Nächste und man muß sehen das man zurecht kommt,
aber gegen die Bevormundung von damals möchte ich es nicht eintauschen.



Ich komme zurecht. Aber, wenn ich sehe wie man mit den Kindern der Arbeiterklasse umgeht, da fehlen mir 99 Cent am Euro.
In der DDR wurde der Kinderarmut entgegengesteuert, mit erhöhten Sozialleistungen, mit der Bereitstellung von Urlaubsplätzen
und mit einem durchlässigen Schulsystem, das Kinder der Arbeiterklasse einen sozialen Aufstieg unabhängig vom Geldbeutel
der Eltern ermöglichte.


Meine Schwester durfte nicht studieren, ob wohl Arbeiterkind und strammes FDJ Mitglied . Der Bruder ist in den Westen geflohen, also Sippenhaft .


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#103

RE: Drei Dinge können bleiben .

in Leben in der DDR 10.10.2016 19:47
von Hapedi | 1.875 Beiträge

Zitat von linamax im Beitrag #102
Zitat von damals wars im Beitrag #92
Zitat von 1941ziger im Beitrag #89
Um für mich das Thema abzuschließen (es gibt ja noch andere Dinge als über des Kaisers Bart zu reden),
ich möchte auf gar keinen Fall wieder eine DDR, auch nicht mit den sogenannten Vorzügen, wieder.
Diese Vorzüge sind nur Potemkinsche Dörfer in den Träumen derer die nicht zurecht kommen.
Sicher in dem jetzigen System ist sich jeder selbst der Nächste und man muß sehen das man zurecht kommt,
aber gegen die Bevormundung von damals möchte ich es nicht eintauschen.



Ich komme zurecht. Aber, wenn ich sehe wie man mit den Kindern der Arbeiterklasse umgeht, da fehlen mir 99 Cent am Euro.
In der DDR wurde der Kinderarmut entgegengesteuert, mit erhöhten Sozialleistungen, mit der Bereitstellung von Urlaubsplätzen
und mit einem durchlässigen Schulsystem, das Kinder der Arbeiterklasse einen sozialen Aufstieg unabhängig vom Geldbeutel
der Eltern ermöglichte.


Meine Schwester durfte nicht studieren, ob wohl Arbeiterkind und strammes FDJ Mitglied . Der Bruder ist in den Westen geflohen, also Sippenhaft .



Als wenn das Mädel Schuld an ihrem Mißradenem Bruder war . Aber so waren die Tendakel der Krake ( Stasi )

HAPEDI



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#104

RE: Drei Dinge können bleiben .

in Leben in der DDR 10.10.2016 20:05
von SET800 | 3.104 Beiträge

Zitat von damals wars im Beitrag #92

Ich komme zurecht. Aber, wenn ich sehe wie man mit den Kindern der Arbeiterklasse umgeht, da fehlen mir 99 Cent am Euro.
In der DDR wurde der Kinderarmut entgegengesteuert, mit erhöhten Sozialleistungen, mit der Bereitstellung von Urlaubsplätzen
und mit einem durchlässigen Schulsystem, das Kinder der Arbeiterklasse einen sozialen Aufstieg unabhängig vom Geldbeutel
der Eltern ermöglichte.




Hallo,
zur Ehrenrettung sei gesagt daß das auch für die BRD von 1960, 1980, 2000 oder Jahr 2016 galt und gilt.

In alle den Jahren erreichten Kinder der "Arbeiterklasse" wenn diese und ihre Eltern es wollten jede Ausbildung und auch Spitzenämter.

Siehe Lebenslauf von Gerhard Schröder oder Edelgard Buhlmahn. Zitate:

Beruflicher Aufstieg durch Bildung
Nach dem Besuch der Volksschule 1950 bis 1958 macht Gerhard Schröder zunächst eine Lehre als Einzelhandelskaufmann in einem Gemischtwarenladen in der Kleinstadt Lemgo. Wegen der Armut der Familie, die sich das Schulgeld nicht leisten konnte, war der Besuch einer weiterführenden Schule nicht möglich. Gerhard Schröder nutzt jedoch den zweiten Bildungsweg, um höhere Abschlüsse zu erreichen. Er zieht 1962 in die Universitätsstadt Göttingen und erwirbt dort neben der Arbeit in einem Eisenwarenhandel an einer Abendschule die Mittlere Reife. 1963 wechselt er an ein Bildungsinstitut, das jungen Erwachsenen ermöglicht, das Abitur zu erlangen. Mit 22 Jahren beginnt Gerhard Schröder ein Jurastudium an der Georg-August-Universität in Göttingen. Sein Studium finanziert er durch ein Stipendium der Friedrich-Ebert-Stiftung und durch die Arbeit auf dem Bau.

Edelgard Buhlmahn
Geboren wurde ich am 4. März 1951 in Petershagen/Westfalen als Tochter eines Binnenschiffers und einer Friseurin. Dort besuchte ich die Volksschule und schließlich auch das Aufbaugymnasium – nichts Selbstverständliches zu dieser Zeit für ein Mädchen aus einer Arbeiterfamilie. 1968 war ich 17, voller Hoffnung und wollte eine bessere Welt schaffen. Ich machte meine ersten politischen Erfahrungen in der Schülerselbstverwaltung und war die erste weibliche Schulsprecherin an einer ehemaligen Jungenschule. Ich war ein Rockmusikfan, demonstrierte gegen den Vietnamkrieg und gegen die Niederschlagung des „Prager Frühlings“. „Demokratie wagen“ war auch in dem kleinen Dorf angekommen, in dem ich aufwuchs. Noch bevor ich das Abitur machte, trat ich aus eigener Entscheidung der SPD bei.

Das sind zwei Beispiele, aber es gibt Hundertausende,



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#105

RE: Drei Dinge können bleiben .

in Leben in der DDR 10.10.2016 20:13
von SET800 | 3.104 Beiträge

Zitat von linamax im Beitrag #102

Meine Schwester durfte nicht studieren, ob wohl Arbeiterkind und strammes FDJ Mitglied . Der Bruder ist in den Westen geflohen, also Sippenhaft .



Hallo,
nein keine Sippenhaft. Es gab eine begrenzte Anzahl von Studienplätzen und dank des guten Schulsystem eine größere Anzahl von fachlich und persönlich studierfähigen jungen Leuten.

Also mußten neben Qualifikation und Charakter weitere Kriterien herangezogen werden, eines war eben "kein Zweifel an der Loyalität" gegenüber dem Staat und der DDR-Gesellschaft. Und durch den illegalen Grenzübertritt des Bruders bestanden eben Zweifel. Warum sollte man da langwierig untersuchen, aufwendige Psychotest und Gespräche führen, es gab ja weitere Kandidaten mit guter persönlicher Perspektive das Studium erfolgreich abzuschliessen.



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#106

RE: Drei Dinge können bleiben .

in Leben in der DDR 10.10.2016 20:25
von Hapedi | 1.875 Beiträge

Zitat von SET800 im Beitrag #105
Zitat von linamax im Beitrag #102

Meine Schwester durfte nicht studieren, ob wohl Arbeiterkind und strammes FDJ Mitglied . Der Bruder ist in den Westen geflohen, also Sippenhaft .



Hallo,
nein keine Sippenhaft. Es gab eine begrenzte Anzahl von Studienplätzen und dank des guten Schulsystem eine größere Anzahl von fachlich und persönlich studierfähigen jungen Leuten.

Also mußten neben Qualifikation und Charakter weitere Kriterien herangezogen werden, eines war eben "kein Zweifel an der Loyalität" gegenüber dem Staat und der DDR-Gesellschaft. Und durch den illegalen Grenzübertritt des Bruders bestanden eben Zweifel. Warum sollte man da langwierig untersuchen, aufwendige Psychotest und Gespräche führen, es gab ja weitere Kandidaten mit guter persönlicher Perspektive das Studium erfolgreich abzuschliessen.


Das ist nun wieder mal deine Darstellung zu einem Empfinden des Users @linamax . Es gab viele , viele Beispiele hinter denen man vermutete das die Firma ( Stasi ) dahinter steckt . Warum war das so ? Kann ich dir sagen , weil sich die Meisten die was in der Birne hatten merkten wie der Hase im Arbeiter und Bauern Paradies läuft . Warum hieß es immer " mensch lass das ja keinen hören " Und deswegen gehe ich schon davon aus daß Linamax auf der richtigen Spur ist .

hapedi



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zuletzt bearbeitet 10.10.2016 20:39 | nach oben springen

#107

RE: Drei Dinge können bleiben .

in Leben in der DDR 10.10.2016 20:39
von SET800 | 3.104 Beiträge

Zitat von Hapedi im Beitrag #106

Das ist nun wieder mal deine Darstellung zu einem Empfinden des Users @linamax .
hapedi


Hallo,
pfeif auf die Empfindungen, suche nach der Logik oder den Motiven derer die Entscheidungen anders vorgeben. Das bewahrt vor Magengeschwüren. Versuche zu argumentieren und Änderungen den Weg zu bereiten, erkenne wo du nichts ändern kannst und akzeptiere es dann auch.



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#108

RE: Drei Dinge können bleiben .

in Leben in der DDR 10.10.2016 20:43
von Hapedi | 1.875 Beiträge

Zitat von SET800 im Beitrag #107
Zitat von Hapedi im Beitrag #106

Das ist nun wieder mal deine Darstellung zu einem Empfinden des Users @linamax .
hapedi


Hallo,
pfeif auf die Empfindungen, suche nach der Logik oder den Motiven derer die Entscheidungen anders vorgeben. Das bewahrt vor Magengeschwüren. Versuche zu argumentieren und Änderungen den Weg zu bereiten, erkenne wo du nichts ändern kannst und akzeptiere es dann auch.




Ich weis zwar nicht um was es geht , aber ich bin dagegen

hapedi



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#109

RE: Drei Dinge können bleiben .

in Leben in der DDR 10.10.2016 20:59
von bürger der ddr | 3.594 Beiträge

Die ganze Diskussion na, ja.....
Nur in einem muß ich @Hapedi Recht geben, die Vergabe von Studienplätzen richtete sich auch nach der gesell. Stellung zum Staat. Wie oft habe ich das Argument gehört: "ich bin in die Partei wegen der Karriere".
Traurig, aber es war so....
So ganz kann man das Argument von "Klassenjustiz" im Bildungswesen nicht vom Tisch weisen. Genau diese Art Selbstbetrug hat der DDR die Zukunft gekostet.



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#110

RE: Drei Dinge können bleiben .

in Leben in der DDR 10.10.2016 21:17
von Ebro | 565 Beiträge

Bevormundung...? Werden nicht jetzt auch Menschen bevormundet, die nicht zur reichen Garde gehören bzw.die der Staat nicht mehr haben möchte und deshalb so ein schönes Hartz IV - Gesetz sich "ausgedacht " wurde..?
Was bleibt den Menschen, außer Bevormundung und Schikanen vom Jobcenter dahingehend, dass sie oft sinnlose Weiterbildungsmaßnahmen machen müssen, die ihnen absolut nichts nützen, sondern nur die Bildungscenter sich auch eine goldene Nase verdienen?
In allen privaten Bereichen wird rumgeschnüffelt, müssen Gewehr bei Fuß stehen tagtäglich, falls so ein "Jobmitarbeiter " seine Launen hat....und werden auch sonst übermäßig kontrolliert.
Werden in Zeitarbeit oft gesteckt, wo sie nicht gerade fair behandelt werden, sicher, es gibt auch durchaus Ausnahmen

Ich arbeite seit einiger Zeit in einer privaten Bildungseinrichtung, denen von der Bundesagentur für Arbeit Langzeitarbeitslose, aber auch jüngere Menschen, die schwervermittelbar sind, zum "Fitmachen" für den 1. Arbeitsmarkt geschickt werden.
Diese Menschen werden auf dem Amt vorher gefragt, ob sie diese Maßnahme machen wollen, damit verlängert sich zum Beispiel der Bezug des AlG I um 3 Monate. Einige konnten das nutzen zur Überbrückung bis zum Renteneintritt, andere haben sich beruflich umorientiert und auf dem Arbeitsmarkt Fuß gefasst. also ganz so, wie Du es hier beschreibst ist es nicht. Auch war ich selber 4 Jahre als Leiharbeiter tätig. habe mich in dieser Firma, an die ich ausgeliehen war, vom Bediener eines Hochregals zum stellvertr. Meister hochgearbeitet und bin zuletzt mit einem Geschäftswagen zu Kundenbesuchen gefahren. Als der strukturmässige cheffe aber merkte, dass ich das alles viel besser konnte als er.........., bekam ich die Kündigung, weil kein Bedarf mehr.
war. Logo, fand ich auch nicht sehr lustig.
Aber so pauschal kann ich Deine aussagen nicht unterschreiben.



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#111

RE: Drei Dinge können bleiben .

in Leben in der DDR 10.10.2016 21:36
von Ährenkranz | 842 Beiträge

Zitat von Ebro im Beitrag #110

Aber so pauschal kann ich Deine aussagen nicht unterschreiben.


Kein Problem für mich.
Jedes Jobcenter in den verschiedenen Bundesländern ist anders, hauptsächlich was Mitarbeiter betrifft.

Ich habe das geschrieben, wie ich und auch mein Mann es selbst mal erlebt haben und weiß das auch von Verwandten.
Wir wurden da nicht gefragt, ob wir diese Maßnahme machen wollen, die bekam man aufgebrummt, bei Weigerung drohten Leistungskürzung - und das war oft nur sinnloses Zeugs, weil man damit absolut nichts anfangen konnte, um wieder in Arbeit zu kommen.
Aber es mußte ja unbedingt auch da das Steuergeld aus dem Fenster geschmissen werden und die Bildungscenter wollten ja auch genug verdienen.
Gerade hier entstand ja recht schnell ein 2.Arbeitsmarkt, nur nützte / nützt das arbeitslosen Menschen nichts, sondern nur den Betreibern dieser Einrichtungen, man besitzt sogar die Frechheit, sich an arbeitslose Menschen sich nur zu bereichern.

Genauso werden jetzt Flüchtlinge dazu benutzt, um in Haufen Kohle mit Vermietungen zu machen - da schüttels den Hund hinterm Ofen...

Gegen Weiterbildungen, die einem wirklich was bringen und wo man richtig Interesse daran hat, habe ich absolut nichts, sei es angeknüpft an seinen Beruf oder eben zu einer Neuorientierung.


"Die Dummheit von Regierungen sollte niemals unterschätzt werden" - Helmut Schmidt
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zuletzt bearbeitet 10.10.2016 21:42 | nach oben springen

#112

RE: Drei Dinge können bleiben .

in Leben in der DDR 10.10.2016 21:48
von Ebro | 565 Beiträge

Zu uns kommen viele ältere Arbeitslose, auch gesundheitlich eingeschränkt. Die werden umgeschult in die Richtung Lager und Logistik, bekommen für die Teilnahme an der Maßnahme ein Zertifikat und haben bei uns einen Staplerschein erworben. Und direkt haben wir selber schon viele Teilnehmer in Arbeit gebracht. Zweimal in der Woche wird im Internet die Jobbörse der Bundesagentur nach passenden Jobs durchsucht und dann die entsprechenden Bewerbungen geschrieben. (von mir)



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#113

RE: Drei Dinge können bleiben .

in Leben in der DDR 10.10.2016 21:52
von SET800 | 3.104 Beiträge

Zitat von Ebro im Beitrag #110


Was bleibt den Menschen, außer Bevormundung und Schikanen vom Jobcenter dahingehend, dass sie oft sinnlose Weiterbildungsmaßnahmen machen müssen, die ihnen absolut nichts nützen, sondern nur die Bildungscenter sich auch eine goldene Nase verdienen?

Ich arbeite seit einiger Zeit in einer privaten Bildungseinrichtung, denen von der Bundesagentur für Arbeit Langzeitarbeitslose, aber auch jüngere Menschen, die schwervermittelbar sind, zum "Fitmachen" für den 1. Arbeitsmarkt geschickt werden.
Diese Menschen werden auf dem Amt vorher gefragt, ob sie diese Maßnahme machen wollen, damit verlängert sich zum Beispiel der Bezug des AlG I um 3 Monate. Einige konnten das nutzen zur Überbrückung bis zum Renteneintritt, andere haben sich beruflich umorientiert und auf dem Arbeitsmarkt Fuß gefasst. also ganz so, wie Du es hier beschreibst ist es nicht.


1. Ja, es gibt Arbeitsplätze in Unterzahl, das ist der eine Aspekt, trotzdem holt die Regierung noch Millionen Menschen ins Land.

2. Es gibt gesundheitlich unverschuldet Angeschlagende oder Personen die altersbedingt schwer vermittelbar sind.

3. Es gibt aber auch viele, ich denke eher Millionen schwer Vermittelbare weil sie faul, dumm, unpünktlich, undizipliniert sind oder ihre selbstherbeigeführten "Krankheiten" gut pflegen, z.B. Alkohol, Ängste und Drogen. Und aus dieser Gruppe kommt der größte Teil der Schreihälse die über den Sozialstaat jammern.
Statt dankbar zu sein daß dieser Staat ihnen eine gesichertes Leben über dem Existensminimum gewährt. Z.B. geheizte 45m²-Wohnung und eines der besten Gesundheitssysteme weltweit.

Alkohol und andere Drogen, NIEMAND muss damit anfangen, also selber schuld ohne Ausnahme.



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#114

RE: Drei Dinge können bleiben .

in Leben in der DDR 10.10.2016 21:59
von Ährenkranz | 842 Beiträge

Zitat von Ebro im Beitrag #112
Zu uns kommen viele ältere Arbeitslose, auch gesundheitlich eingeschränkt. Die werden umgeschult in die Richtung Lager und Logistik, bekommen für die Teilnahme an der Maßnahme ein Zertifikat und haben bei uns einen Staplerschein erworben. Und direkt haben wir selber schon viele Teilnehmer in Arbeit gebracht. Zweimal in der Woche wird im Internet die Jobbörse der Bundesagentur nach passenden Jobs durchsucht und dann die entsprechenden Bewerbungen geschrieben. (von mir)


Das finde ich richtig gut, so sollte es ja auch sein - wenns nur überall so wäre.
Nach der Wende hatten wir ja nun absolut keine Ahnung, was Arbeitslosigkeit ist und was für Folgen das alles haben kann.
Dachte eigentlich, das einem beim Arbeitsamt, oder was weiß ich, wie es jetzt wieder heißt, da wurden ja andauernd andere Bezeichnungen ins Lebe gerufen,geholfen wird, um wieder sich seine Brötchen selbst wieder verdienen zu können, mir war das richtig unangenehm, mich da zu melden.
Aber ich wurde eines Besseren belehrt...

Wenn mir von der Mitarbeiterin z.B. gesagt wird, dass der Lebenslauf bis zur Wende absolut nicht zählt - da mußte ich mich schon beherrschen...- von 54 bis 89 einfach mal so alles wegfallen lassen, was hätte ich da ab 1990 noch schreiben können....?

Na ja, da hieß es nur:"Augen zu und durch"!

Ich wünsche dir auf alle Fälle viel Erfolg bei deiner Arbeit, dass du vielen Menschen dabei helfen kannst, wieder in Arbeit zu kommen.
Jeder Einzelne ist wichtig, der sich sein Leben mit eigener Kraft aufbauen kann, unabhängig von staatlichen Leistungen.


"Die Dummheit von Regierungen sollte niemals unterschätzt werden" - Helmut Schmidt
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zuletzt bearbeitet 10.10.2016 22:01 | nach oben springen

#115

RE: Drei Dinge können bleiben .

in Leben in der DDR 10.10.2016 22:00
von Ebro | 565 Beiträge

Zitat von SET800 im Beitrag #113
Zitat von Ebro im Beitrag #110


Was bleibt den Menschen, außer Bevormundung und Schikanen vom Jobcenter dahingehend, dass sie oft sinnlose Weiterbildungsmaßnahmen machen müssen, die ihnen absolut nichts nützen, sondern nur die Bildungscenter sich auch eine goldene Nase verdienen?

Ich arbeite seit einiger Zeit in einer privaten Bildungseinrichtung, denen von der Bundesagentur für Arbeit Langzeitarbeitslose, aber auch jüngere Menschen, die schwervermittelbar sind, zum "Fitmachen" für den 1. Arbeitsmarkt geschickt werden.
Diese Menschen werden auf dem Amt vorher gefragt, ob sie diese Maßnahme machen wollen, damit verlängert sich zum Beispiel der Bezug des AlG I um 3 Monate. Einige konnten das nutzen zur Überbrückung bis zum Renteneintritt, andere haben sich beruflich umorientiert und auf dem Arbeitsmarkt Fuß gefasst. also ganz so, wie Du es hier beschreibst ist es nicht.


1. Ja, es gibt Arbeitsplätze in Unterzahl, das ist der eine Aspekt, trotzdem holt die Regierung noch Millionen Menschen ins Land.

2. Es gibt gesundheitlich unverschuldet Angeschlagende oder Personen die altersbedingt schwer vermittelbar sind.

3. Es gibt aber auch viele, ich denke eher Millionen schwer Vermittelbare weil sie faul, dumm, unpünktlich, undizipliniert sind oder ihre selbstherbeigeführten "Krankheiten" gut pflegen, z.B. Alkohol, Ängste und Drogen. Und aus dieser Gruppe kommt der größte Teil der Schreihälse die über den Sozialstaat jammern.
Statt dankbar zu sein daß dieser Staat ihnen eine gesichertes Leben über dem Existensminimum gewährt. Z.B. geheizte 45m²-Wohnung und eines der besten Gesundheitssysteme weltweit.

Alkohol und andere Drogen, NIEMAND muss damit anfangen, also selber schuld ohne Ausnahme.


Naja, das ist mir auch zu einfach und undifferenzierrt, es gibt dafür viele Ursachen.



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#116

RE: Drei Dinge können bleiben .

in Leben in der DDR 10.10.2016 22:00
von linamax | 2.018 Beiträge

Zitat von SET800 im Beitrag #105
Zitat von linamax im Beitrag #102

Meine Schwester durfte nicht studieren, ob wohl Arbeiterkind und strammes FDJ Mitglied . Der Bruder ist in den Westen geflohen, also Sippenhaft .



Hallo,
nein keine Sippenhaft. Es gab eine begrenzte Anzahl von Studienplätzen und dank des guten Schulsystem eine größere Anzahl von fachlich und persönlich studierfähigen jungen Leuten.

Also mußten neben Qualifikation und Charakter weitere Kriterien herangezogen werden, eines war eben "kein Zweifel an der Loyalität" gegenüber dem Staat und der DDR-Gesellschaft. Und durch den illegalen Grenzübertritt des Bruders bestanden eben Zweifel. Warum sollte man da langwierig untersuchen, aufwendige Psychotest und Gespräche führen, es gab ja weitere Kandidaten mit guter persönlicher Perspektive das Studium erfolgreich abzuschliessen.

Nur zur Information meine Schwester hatte ihr Abitur mit eins gemacht . Und es war doch Sippenhaft auch wenn dir der Ausdruck nicht paßt .


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#117

RE: Drei Dinge können bleiben .

in Leben in der DDR 10.10.2016 22:06
von damals wars | 12.130 Beiträge

Bei "Sippenhaft" hätte sie auch ihr Abitur nicht machen dürfen!


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#118

RE: Drei Dinge können bleiben .

in Leben in der DDR 10.10.2016 22:07
von Ebro | 565 Beiträge

Zitat von linamax im Beitrag #116
Zitat von SET800 im Beitrag #105
Zitat von linamax im Beitrag #102

Meine Schwester durfte nicht studieren, ob wohl Arbeiterkind und strammes FDJ Mitglied . Der Bruder ist in den Westen geflohen, also Sippenhaft .



Hallo,
nein keine Sippenhaft. Es gab eine begrenzte Anzahl von Studienplätzen und dank des guten Schulsystem eine größere Anzahl von fachlich und persönlich studierfähigen jungen Leuten.

Also mußten neben Qualifikation und Charakter weitere Kriterien herangezogen werden, eines war eben "kein Zweifel an der Loyalität" gegenüber dem Staat und der DDR-Gesellschaft. Und durch den illegalen Grenzübertritt des Bruders bestanden eben Zweifel. Warum sollte man da langwierig untersuchen, aufwendige Psychotest und Gespräche führen, es gab ja weitere Kandidaten mit guter persönlicher Perspektive das Studium erfolgreich abzuschliessen.

Nur zur Information meine Schwester hatte ihr Abitur mit eins gemacht . Und es war doch Sippenhaft auch wenn dir der Ausdruck nicht paßt .


Ja und? Meine Schwester hatte ihr Abi mit 1 Komma was weiß ich gemacht. Und konnte ihren Wunsch Medizin auch nicht studieren, obwohl der ältere Bruder beim MfS war. Sippenhaft oder einfach keine Kapazität??



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#119

RE: Drei Dinge können bleiben .

in Leben in der DDR 10.10.2016 22:08
von linamax | 2.018 Beiträge

Zitat von Ebro im Beitrag #118
Zitat von linamax im Beitrag #116
Zitat von SET800 im Beitrag #105
Zitat von linamax im Beitrag #102

Meine Schwester durfte nicht studieren, ob wohl Arbeiterkind und strammes FDJ Mitglied . Der Bruder ist in den Westen geflohen, also Sippenhaft .



Hallo,
nein keine Sippenhaft. Es gab eine begrenzte Anzahl von Studienplätzen und dank des guten Schulsystem eine größere Anzahl von fachlich und persönlich studierfähigen jungen Leuten.

Also mußten neben Qualifikation und Charakter weitere Kriterien herangezogen werden, eines war eben "kein Zweifel an der Loyalität" gegenüber dem Staat und der DDR-Gesellschaft. Und durch den illegalen Grenzübertritt des Bruders bestanden eben Zweifel. Warum sollte man da langwierig untersuchen, aufwendige Psychotest und Gespräche führen, es gab ja weitere Kandidaten mit guter persönlicher Perspektive das Studium erfolgreich abzuschliessen.

Nur zur Information meine Schwester hatte ihr Abitur mit eins gemacht . Und es war doch Sippenhaft auch wenn dir der Ausdruck nicht paßt .


Ja und? Meine Schwester hatte ihr Abi mit 1 Komma was weiß ich gemacht. Und konnte ihren Wunsch Medizin auch nicht studieren, obwohl der ältere Bruder beim MfS war. Sippenhaft oder einfach keine Kapazität??

Willste mich auf den Arm nehmen .


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#120

RE: Drei Dinge können bleiben .

in Leben in der DDR 10.10.2016 22:18
von Ebro | 565 Beiträge

Zitat von linamax im Beitrag #119
Zitat von Ebro im Beitrag #118
Zitat von linamax im Beitrag #116
Zitat von SET800 im Beitrag #105
Zitat von linamax im Beitrag #102

Meine Schwester durfte nicht studieren, ob wohl Arbeiterkind und strammes FDJ Mitglied . Der Bruder ist in den Westen geflohen, also Sippenhaft .



Hallo,
nein keine Sippenhaft. Es gab eine begrenzte Anzahl von Studienplätzen und dank des guten Schulsystem eine größere Anzahl von fachlich und persönlich studierfähigen jungen Leuten.

Also mußten neben Qualifikation und Charakter weitere Kriterien herangezogen werden, eines war eben "kein Zweifel an der Loyalität" gegenüber dem Staat und der DDR-Gesellschaft. Und durch den illegalen Grenzübertritt des Bruders bestanden eben Zweifel. Warum sollte man da langwierig untersuchen, aufwendige Psychotest und Gespräche führen, es gab ja weitere Kandidaten mit guter persönlicher Perspektive das Studium erfolgreich abzuschliessen.

Nur zur Information meine Schwester hatte ihr Abitur mit eins gemacht . Und es war doch Sippenhaft auch wenn dir der Ausdruck nicht paßt .


Ja und? Meine Schwester hatte ihr Abi mit 1 Komma was weiß ich gemacht. Und konnte ihren Wunsch Medizin auch nicht studieren, obwohl der ältere Bruder beim MfS war. Sippenhaft oder einfach keine Kapazität??

Willste mich auf den Arm nehmen .


Wie kommst Du auf dieses schmale Brett? Versteh ich nicht....!



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