#1

Unerlaubte Entfernung / Verdacht auf 213

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 13.02.2016 08:22
von Waldmeister | 149 Beiträge

Im Jahr 1985 bin ich mit meinem damaligen Kumpel F.K., wie ich SAZ im Wachregiment F.D. In den Urlaub gefahren / getrampt. Urlaub hieß ja, das man anzugeben hatte, wo man sich aufhält. Wir wollten trampen in der DDR ohne festes Ziel? Hm, wie machen wir das? Ich habe meinen Bruder als Adresse angegeben, der hatte eines der wenigen Telefone, dort konnte ich ja in regelmäßigen Abständen nachfragen, ob einer was von mir will.

Also los. Wir sind dann am Ende mehr Zug gefahren, irgendwie waren wir zu doof.

In Potsdam stiegen wir in den Zug nach Magdeburg. Dieser war voll wie zu DDR-Zeiten üblich. Der Zug fuhr los. "Guten Tag, die Ausweise bitte". Ach du Scheiße, na wird nur Routine sein. Immerhin waren wir ja nicht an der Stelle, wo wir sein sollten, auch wenn es Urlaub war. Und dann wurden die beiden Trapos neugierig:

"Na, wo wollen Sie denn hin?"

Ähm, wir wollen in den Harz!'

"Aha, wohin?"

Ähm, Wernigerode.

"Und, wo werden Sie schlafen?"

Wissen wir noch nicht. - kurze Pause - Wir wollen in die Jugendherberge. Die werden bestimmt Plätze frei haben.

Ein gaaaaaaaaanz langer Prüfblick folgte. Für mich unendlich lange. Wenn der gewusst hätte, wie es in mir aussah.

Nach einer gefühlten Ewigkeit gab er uns die Ausweise zurück und ging weiter. Ein tiefer Blick in die Augen meines Kumpels. Ich denke, wir hatten verdammt viel Glück. Wären unsere Personalien geklärt worden, wir hätten Bautzen von innen kennengelernt, glaube ich. Wir sind trotzdem in den Harz gefahren, einmal mit der Bimmelbahn am Grenzzaun lang (nächster Idiotischer Einfall aus heutiger Sicht) und haben dann noch sehr schöne Tage in den beengten Weiten der DDR verbracht.

Berlin,Weimar, Potsdam, Wernigerode - Urlaub kann so schön sein.

wm


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#2

RE: Unerlaubte Entfernung / Verdacht auf 213

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 13.02.2016 09:52
von TOMMI | 1.987 Beiträge

@Waldmeister
Oje, da habt ihr einen Schutzengel gehabt.


EK 88/I
GR4 / 5.GK (Teistungen)


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#3

RE: Unerlaubte Entfernung / Verdacht auf 213

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 13.02.2016 10:15
von Gert | 12.354 Beiträge

Ein sehr ungewöhnlicher Vorfall. So etwas wäre dir im heutigen Deutschland nicht passiert.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
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Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
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#4

RE: Unerlaubte Entfernung / Verdacht auf 213

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 13.02.2016 10:32
von DoreHolm | 7.698 Beiträge

Was hätten die Euch eigentlich anhaben wollen ? Nichts ! Weiß nicht mehr, in welchem Thrad ich es schon geschrieben hatte, aber es war ein ähnliches Erlebnis in Nordhausen nachts auf dem Bahnhof, nach meiner Grenzerzeit. Aber da hatte ich die Trapo bewust provoziert und die konnten mir auch nichts. Ich war die Ruhe in Person und das war für mich wie ein "innerer Parteitag", weil ich wußte was sie denken, was sein könnte.
Für was nach bautzen ?Daß Ihr getramt seid ? Daß ihr in Magdeburg ward, wesentlich weiter vom Grenzgebiet entfernt als Nordhausen ? Daß Ihr noch Wachregimentangehörige ward ?



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#5

RE: Unerlaubte Entfernung / Verdacht auf 213

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 13.02.2016 10:34
von DoreHolm | 7.698 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #3
Ein sehr ungewöhnlicher Vorfall. So etwas wäre dir im heutigen Deutschland nicht passiert.


Das war sicher nicht Ungewöhnlices. Generell wurde im Hinterland grenznah kontrolliert, wenn insbes. Jugendliche in diese Richtung fuhren.
Und daß das im heutigen Deutschland nicht passiert, wußten wir alle schon vor Deinem Beitrag.



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#6

RE: Unerlaubte Entfernung / Verdacht auf 213

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 13.02.2016 10:38
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von DoreHolm im Beitrag #5
Zitat von Gert im Beitrag #3
Ein sehr ungewöhnlicher Vorfall. So etwas wäre dir im heutigen Deutschland nicht passiert.


Das war sicher nicht Ungewöhnlices. Generell wurde im Hinterland grenznah kontrolliert, wenn insbes. Jugendliche in diese Richtung fuhren.
Und daß das im heutigen Deutschland nicht passiert, wußten wir alle schon vor Deinem Beitrag.


Dore wollte nur mal den "kleinen" Unterschied herausarbeiten zwischen einem friedfertigen Land, in dem eine Vertrauensathmosphöre besteht und einem ....... na ja, lassen wir das


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#7

RE: Unerlaubte Entfernung / Verdacht auf 213

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 13.02.2016 10:38
von exgakl | 7.237 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #3
Ein sehr ungewöhnlicher Vorfall. So etwas wäre dir im heutigen Deutschland nicht passiert.


Stimmt Gert, aber dafür wurde ich im heutigen Deutschland schon mehrfach vom Zoll angehalten und mal ehrlich, du kennst mich... mit meinem charmanten Lächeln lässt man mich ja eigentlich durchfahren
Bei der letzten Kontrolle (übrigens kurz vor Bremerhaven) wurde ich gefragt ob ich Zigaretten dabei hätte.... meine Antwort "Ihre sind wohl alle" fanden die im ersten Moment nicht so witzig....

VG vom Rhin an den Rhein


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....
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#8

RE: Unerlaubte Entfernung / Verdacht auf 213

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 13.02.2016 10:40
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von exgakl im Beitrag #7
Zitat von Gert im Beitrag #3
Ein sehr ungewöhnlicher Vorfall. So etwas wäre dir im heutigen Deutschland nicht passiert.


Stimmt Gert, aber dafür wurde ich im heutigen Deutschland schon mehrfach vom Zoll angehalten und mal ehrlich, du kennst mich... mit meinem charmanten Lächeln lässt man mich ja eigentlich durchfahren
Bei der letzten Kontrolle (übrigens kurz vor Bremerhaven) wurde ich gefragt ob ich Zigaretten dabei hätte.... meine Antwort "Ihre sind wohl alle" fanden die im ersten Moment nicht so witzig....

VG vom Rhin an den Rhein


mich hat auch einmal der Zoll auf der A 44 angehalten, da fuhr ich Diesel. Sie dachten wohl ich fahre Heizöl, aber war nix mit Steuerhinterziehung hatte Quittung dabei und der chemische Test war auch negativ.


.
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#9

RE: Unerlaubte Entfernung / Verdacht auf 213

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 13.02.2016 10:41
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von exgakl im Beitrag #7
Zitat von Gert im Beitrag #3
Ein sehr ungewöhnlicher Vorfall. So etwas wäre dir im heutigen Deutschland nicht passiert.


Stimmt Gert, aber dafür wurde ich im heutigen Deutschland schon mehrfach vom Zoll angehalten und mal ehrlich, du kennst mich... mit meinem charmanten Lächeln lässt man mich ja eigentlich durchfahren
Bei der letzten Kontrolle (übrigens kurz vor Bremerhaven) wurde ich gefragt ob ich Zigaretten dabei hätte.... meine Antwort "Ihre sind wohl alle" fanden die im ersten Moment nicht so witzig....

VG vom Rhin an den Rhein


die Antwort finde ich sehr gut !! ( Könnte auch von mir sein)


.
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zuletzt bearbeitet 13.02.2016 10:42 | nach oben springen

#10

RE: Unerlaubte Entfernung / Verdacht auf 213

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 13.02.2016 10:55
von furry | 3.576 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #6

Dore wollte nur mal den "kleinen" Unterschied herausarbeiten zwischen einem friedfertigen Land, in dem eine Vertrauensathmosphöre besteht und einem ....... na ja, lassen wir das


Datenspeicherung, NSA et c.


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
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#11

RE: Unerlaubte Entfernung / Verdacht auf 213

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 13.02.2016 11:00
von Heckenhaus | 5.142 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #6

Dore wollte nur mal den "kleinen" Unterschied herausarbeiten zwischen einem friedfertigen Land, in dem eine Vertrauensathmosphöre besteht und einem ....... na ja, lassen wir das


Einer solchen Athmosphöre (was bitte ist das ? ) würde ich überhaupt nicht trauen...


.
.
„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
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#12

RE: Unerlaubte Entfernung / Verdacht auf 213

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 13.02.2016 11:05
von damals wars | 12.177 Beiträge

Nicht, das jetzt jemand denkt, Zugfahrten von Potsdam nach Magdeburg wären verboten gewesen, Im Urlaub, den es eh selten genug gab,
hatte man in seinem Wehrdienstausweis einen Urlaubsschein, der gleichzeitig Fahrkarte zum Heimatort war.
Und zu den Reisen ins Sperrgebiet gibt es hier genügend Beiträge, wobei Wernigerode nur "in der Nähe" eines Sperrgebietes https://de.wikipedia.org/wiki/Schierke lag.
Ob es für "Felix" erweiterte Sperrgebiete gab, weiß ich allerdings nicht.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#13

RE: Unerlaubte Entfernung / Verdacht auf 213

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 13.02.2016 11:17
von DoreHolm | 7.698 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #6
Zitat von DoreHolm im Beitrag #5
Zitat von Gert im Beitrag #3
Ein sehr ungewöhnlicher Vorfall. So etwas wäre dir im heutigen Deutschland nicht passiert.


Das war sicher nicht Ungewöhnlices. Generell wurde im Hinterland grenznah kontrolliert, wenn insbes. Jugendliche in diese Richtung fuhren.
Und daß das im heutigen Deutschland nicht passiert, wußten wir alle schon vor Deinem Beitrag.


Dore wollte nur mal den "kleinen" Unterschied herausarbeiten zwischen einem friedfertigen Land, in dem eine Vertrauensathmosphöre besteht und einem ....... na ja, lassen wir das


Grün: Vertrauensatmosphäre ? In der BRD ? Wo lebst Du denn ? Im Elfenbeinschloss ? Datensammelwut, NSA u.v.m., sagt Dir nichts. Auch daß Ellenbogenfreiheit in vielen Bereichen der Gesellschaft herrscht und daß auch in den Firmen, Teamwork nach Außen, aber innen wie ein Luchs darauf achten, daß man beim Chef immer als besser dasteht als der Teamkollege. Eine Vertrauensbasis sieht anders aus.



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#14

RE: Unerlaubte Entfernung / Verdacht auf 213

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 13.02.2016 11:21
von Waldmeister | 149 Beiträge

Die Sache war einfach die, daß wir statt an unserem angegebenen Urlaubsort uns auf der Reise ins (erweiterte) Grenzgebiet befanden. Die Fahrt am Zaun entlang (dann ja schon im Harz), hinter dem die "blutrünstigen" Grenzhunde waren, erschien mir zumindest imposant. Von dort waren es ja nur noch (Insider bitte korrigiert mich) gefühlte 500m bis zum richtigen Zaun.

Und wenn zwei Angehörige von Felix (sicherlich von absolut untergeordneter Bedeutung, eben einfache Wachknochen) mal eben so im kitzeligen Gebiet unterwegs sind, äh, hat man das tatsächlich von Seiten der Kontrollen so locker gesehen? Würde mich überraschen, aber ich weis es eben auch nicht. Habe ich mir damals wohl umsonst den Schweißausbruch gegönnt.


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zuletzt bearbeitet 13.02.2016 11:24 | nach oben springen

#15

RE: Unerlaubte Entfernung / Verdacht auf 213

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 13.02.2016 11:26
von Waldmeister | 149 Beiträge

Lustig war auch der Umstand, daß man in Sorge / Elend nicht aussteigen durfte. Wir sind dann, glaube ich, weiter nach Nordhausen gefahren.

wm


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#16

RE: Unerlaubte Entfernung / Verdacht auf 213

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 13.02.2016 11:29
von Rostocker | 7.723 Beiträge

Vertrauensatmosphäre--die hatte ich in der DDR auch, Kumpels Familie, Kollegen. Also da muss mir keiner was erklären der nicht oder kaum in der DDR gelebt hat. Ach ja--als ich mal 12 bis 14 std bei der Kripo saß--da war es natürlich nicht so groß. Und übrigens--politisch verfolgt wurde ich auch nicht. Kenne auch unter Kollegen und bekannten keinen--der von der Stasi abgeholt wurde. Sicher haben nun einige was anderes erwartet--aber es war so. Aber man will auch nicht abstreiten--das es keine Überwachung gab- die gab es sicher und die gibt es auch noch heute.


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#17

RE: Unerlaubte Entfernung / Verdacht auf 213

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 13.02.2016 11:29
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von DoreHolm im Beitrag #13
Zitat von Gert im Beitrag #6
Zitat von DoreHolm im Beitrag #5
Zitat von Gert im Beitrag #3
Ein sehr ungewöhnlicher Vorfall. So etwas wäre dir im heutigen Deutschland nicht passiert.


Das war sicher nicht Ungewöhnlices. Generell wurde im Hinterland grenznah kontrolliert, wenn insbes. Jugendliche in diese Richtung fuhren.
Und daß das im heutigen Deutschland nicht passiert, wußten wir alle schon vor Deinem Beitrag.


Dore wollte nur mal den "kleinen" Unterschied herausarbeiten zwischen einem friedfertigen Land, in dem eine Vertrauensathmosphöre besteht und einem ....... na ja, lassen wir das


Grün: Vertrauensatmosphäre ? In der BRD ? Wo lebst Du denn ? Im Elfenbeinschloss ? Datensammelwut, NSA u.v.m., sagt Dir nichts. Auch daß Ellenbogenfreiheit in vielen Bereichen der Gesellschaft herrscht und daß auch in den Firmen, Teamwork nach Außen, aber innen wie ein Luchs darauf achten, daß man beim Chef immer als besser dasteht als der Teamkollege. Eine Vertrauensbasis sieht anders aus.



ich vertraue meinen Mitmenschen, du etwa nicht ? Ich habe auch nicht ständig einen ABV oder Trapo oder sonstwelche Polizisten vor der Tür, die immer nur " Ausweis ", Ausweis " herumkrakelen. Ich weiss gar nicht wofür ich einen Ausweis habe.


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#18

RE: Unerlaubte Entfernung / Verdacht auf 213

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 13.02.2016 11:34
von Rostocker | 7.723 Beiträge

Zitat von Waldmeister im Beitrag #14
Die Sache war einfach die, daß wir statt an unserem angegebenen Urlaubsort uns auf der Reise ins (erweiterte) Grenzgebiet befanden. Die Fahrt am Zaun entlang (dann ja schon im Harz), hinter dem die "blutrünstigen" Grenzhunde waren, erschien mir zumindest imposant. Von dort waren es ja nur noch (Insider bitte korrigiert mich) gefühlte 500m bis zum richtigen Zaun.

Und wenn zwei Angehörige von Felix (sicherlich von absolut untergeordneter Bedeutung, eben einfache Wachknochen) mal eben so im kitzeligen Gebiet unterwegs sind, äh, hat man das tatsächlich von Seiten der Kontrollen so locker gesehen? Würde mich überraschen, aber ich weis es eben auch nicht. Habe ich mir damals wohl umsonst den Schweißausbruch gegönnt.


Grün--


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#19

RE: Unerlaubte Entfernung / Verdacht auf 213

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 13.02.2016 11:36
von TAO | 232 Beiträge

Kontrollen durch TRAPO gab`s nicht nur in Grenznähe. Als reisender männlicher Jugendlicher, warst du unter Umständen immer irgendwie verdächtig. Vielleicht hatten die lieben Polizisten auch manchmal nur langeweile. Gibt Fälle, da wurde man sogar im Bahnhof Berlin-Lichtenberg nach dem Ausweis gefragt.


DoreHolm hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 13.02.2016 11:37 | nach oben springen

#20

RE: Unerlaubte Entfernung / Verdacht auf 213

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 13.02.2016 11:52
von Heckenhaus | 5.142 Beiträge

Ausweis oder Fahrerlaubnis brauchte ich nur bei einer der seltenen Verkehrskontrollen, die ich dann auch noch
selbst zu verantworten hatte.
Kann mich nicht erinnern, spontan auf der Straße oder im ÖPNV nach dem Ausweis gefragt worden zu sein.
Und vom ABV schon gar nicht, denn der kannte jeden Kietzbewohner.
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