#1

Unterleutnant?

in Grenztruppen der DDR 11.09.2009 20:06
von Wolfgang B. (gelöscht)
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Hallo zusammen,

gab es in der DDR den Rang "Unterleutnant"?
Hab ich vorher noch nie gehört, war aber auch nur 18 Monate beim Bund und hab es dort immerhin geschafft zwei Wochen vor meiner "Entlassung" vom Flieger zum Gefreiten befördert zu werden. Großartige militärische Laufbahn, findet Ihr nicht auch?


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#2

RE: Unterleutnant?

in Grenztruppen der DDR 11.09.2009 20:07
von werraglück | 679 Beiträge

Hi,

ja den Dienstgrad gab es.

MfG


"Wer die Vergangenheit nicht kennt, kann die Ge­genwart nicht verstehen und die Zukunft nicht ge­stalten"

ROMAN HERZOG
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#3

RE: Unterleutnant?

in Grenztruppen der DDR 11.09.2009 20:12
von Wolfgang B. (gelöscht)
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Hi zurück @werraglück,

hui es reimt sich. Dankeschön für die Antwort.


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#4

RE: Unterleutnant?

in Grenztruppen der DDR 11.09.2009 20:24
von PF75 | 3.291 Beiträge

Zitat von Wolfgang B.
Hallo zusammen,
gab es in der DDR den Rang "Unterleutnant"?
Hab ich vorher noch nie gehört, war aber auch nur 18 Monate beim Bund und hab es dort immerhin geschafft zwei Wochen vor meiner "Entlassung" vom Flieger zum Gefreiten befördert zu werden. Großartige militärische Laufbahn, findet Ihr nicht auch?




auch an dr grenze gabs so einen seltsamen dienstgrad,in der 2.GK hatten sie einen als Zugführer,war bei allen Gefreiten die sich mit ihm bei Ablösungen rumärgern mußten sehr beliebt.alles genau nach DV und auf vorschriftsmäßige meldungen hat er immer bestanden,was ja ein normaler Grenzsoldat kaum kannte.


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#5

RE: Unterleutnant?

in Grenztruppen der DDR 11.09.2009 20:26
von Mike59 | 7.938 Beiträge

Tolle kariere -


mit Obergefreiter hattest du Bundespräsident werden können aber so -wird das nix


zuletzt bearbeitet 11.09.2009 20:27 | nach oben springen

#6

RE: Unterleutnant?

in Grenztruppen der DDR 11.09.2009 20:29
von bruno | 598 Beiträge

bei uns hiessen die "u-boote",
eigentlich waren die cleverer
als die uffz,
die u-boote haben sich für 4 jahre
verpflichtet und sind dann als
leutnant heim, die hatten mit sicherheit
einen besseren sold sowie mehr
urlaub.


nichts auf der welt ist so gerecht verteilt wie der verstand.
denn jedermann ist überzeugt, dass er genug davon habe.
rené descartes
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#7

RE: Unterleutnant?

in Grenztruppen der DDR 11.09.2009 20:33
von Wolfgang B. (gelöscht)
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Hallo PF75,

war das dann womöglich so ein "Altgedienter" der den Sprung zum ordentlichen Offizier nie schaffte?
Die hatten wir in der Bunten Wehr nämlich auch, acht Jahre, zwölf Jahre und am Ende wars dann maximal "Oberfeld".
Aber die absoluten Kapazitäten im A...aufreissen von uns armen Wehrpflichtigen.


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#8

RE: Unterleutnant?

in Grenztruppen der DDR 11.09.2009 20:35
von werraglück | 679 Beiträge

Hi, na ich weiß nicht ob das jetzt clever ist...? Ich durfte schon nach 2 Jahren als Ufw nach Hause und mit meiner Urlaubsausbeute und dem Sold war ich ganz zufrieden.

MfG


"Wer die Vergangenheit nicht kennt, kann die Ge­genwart nicht verstehen und die Zukunft nicht ge­stalten"

ROMAN HERZOG
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#9

RE: Unterleutnant?

in Grenztruppen der DDR 11.09.2009 20:35
von skbw | 216 Beiträge

Unterleutnant war der erste Offz.-Dienstgrad. Zum Unterleutnant ernannt wurde, nach bestandener Prüfung, die OaZ (Offizier auf Zeit). Die Dienstzeit betrug 3 Jahre (4 Jahre waren mal im Gespräch),
1 Jahr Ausbildung, 2 Jahre Truppendienst. In unserem Regiment führten die Unterleutnant´s (auch U-Boote genannt) die 4.Züge in den Grenzkompanien, die im Gefechtsfall für die gefechtsmäßige Grenzsicherung zuständig waren, also über keinerlei Panzertechnik verfügten.

bis bald, skbw


" Man kann nur zu einer eigenen Meinung gelangen, wenn man offen sein kann und sich auch irren darf. "

Maxie Wander
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#10

RE: Unterleutnant?

in Grenztruppen der DDR 11.09.2009 20:37
von Wolfgang B. (gelöscht)
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Zitat von Mike59
Tolle kariere -


mit Obergefreiter hattest du Bundespräsident werden können aber so -wird das nix



Tja, da hast Du wohl recht ... und von dem anderen Gefreiten reden wir lieber gleich gar nicht.


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#11

RE: Unterleutnant?

in Grenztruppen der DDR 11.09.2009 20:40
von bruno | 598 Beiträge

Zitat von skbw
Unterleutnant war der erste Offz.-Dienstgrad. Zum Unterleutnant ernannt wurde, nach bestandener Prüfung, die OaZ (Offizier auf Zeit). Die Dienstzeit betrug 3 Jahre (4 Jahre waren mal im Gespräch),
1 Jahr Ausbildung, 2 Jahre Truppendienst. In unserem Regiment führten die Unterleutnant´s (auch U-Boote genannt) die 4.Züge in den Grenzkompanien, die im Gefechtsfall für die gefechtsmäßige Grenzsicherung zuständig waren, also über keinerlei Panzertechnik verfügten.

bis bald, skbw



1989 waren die u-boote tatsächlich 4-enter


nichts auf der welt ist so gerecht verteilt wie der verstand.
denn jedermann ist überzeugt, dass er genug davon habe.
rené descartes
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#12

RE: Unterleutnant?

in Grenztruppen der DDR 11.09.2009 20:40
von PF75 | 3.291 Beiträge

@ Wolfgang B.

soweit mir das noch in erinnerung ist war das ein ziemlich junger bursche und wie sagt man immerso schön "ne handbreit höher als ein schwein",son kleiner abgedrehter,vieleicht wollte er sich deshalb etwas größer machen.hab auch keine Ahnung ob er schon mit seiner OFZ.-Schule schon fertig war,aber wir haben ihr ja höhere Dienstgrade die davon mehr wissen könnten.


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#13

RE: Unterleutnant?

in Grenztruppen der DDR 11.09.2009 20:42
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Mal zwischendurch-was war denn der wirklich höchste Rang?



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#14

RE: Unterleutnant?

in Grenztruppen der DDR 11.09.2009 20:42
von Mike59 | 7.938 Beiträge

Zitat von skbw
Unterleutnant war der erste Offz.-Dienstgrad. Zum Unterleutnant ernannt wurde, nach bestandener Prüfung, die OaZ (Offizier auf Zeit). Die Dienstzeit betrug 3 Jahre (4 Jahre waren mal im Gespräch),
1 Jahr Ausbildung, 2 Jahre Truppendienst. In unserem Regiment führten die Unterleutnant´s (auch U-Boote genannt) die 4.Züge in den Grenzkompanien, die im Gefechtsfall für die gefechtsmäßige Grenzsicherung zuständig waren, also über keinerlei Panzertechnik verfügten.

bis bald, skbw


----------------------------------------
Die OaZ haben in den letzten Jahren vier Jahre gedient. Nach dem einem Jahr OHS waren sie noch drei Jahre in den Einheiten. Vorher war es ein Jahr OHS und dann zwei Jahre Truppe. Der genaue Zeitpunkt der Änderung ist mir jetzt nicht genau bekannt. Ich bin mir aber sicher das gab es hier im Forum schon eimal.

Gruß Mike59


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#15

RE: Unterleutnant?

in Grenztruppen der DDR 11.09.2009 20:47
von 254Spielregel | 339 Beiträge

Guckst Du hier:
http://www.forum-ddr-grenze.de/t1033f8-N...1.html#msg12817

Zitat von 254Spielregel
Spätestens ab 1983 dienten OaZ 4 Jahre, nicht zuletzt, um Personalmangel auf Grund der eingeführten 4-jährigen Diplomausbildung der Berufsoffiziere auszugleichen, standardmäßig ein Jahr Offiziershochschule, 3 Jahre Truppendienst als Zugführer, davon 2 Jahre als Unterleutnant, ein Jahr als Leutnant. Entlassung als Leutnant der Reserve, weitere Beförderungen dann bei Teilnahme an Reserveübungen. Und wie immer: Ausnahmen bestätigen die Regel

Gruß,254


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#16

RE: Unterleutnant?

in Grenztruppen der DDR 11.09.2009 20:54
von skbw | 216 Beiträge

Zitat von bruno

1989 waren die u-boote tatsächlich 4-enter



Hast Recht Bruno, ich hab mich geirrt, 1 Jahr Schule, 3 Jahre Truppe ist richtig.

Bis bald, skbw


" Man kann nur zu einer eigenen Meinung gelangen, wenn man offen sein kann und sich auch irren darf. "

Maxie Wander
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#17

RE: Unterleutnant?

in Grenztruppen der DDR 11.09.2009 21:17
von 254Spielregel | 339 Beiträge

Zitat von Zermatt
Mal zwischendurch-was war denn der wirklich höchste Rang?


Hallo Zermatt.

Wenn Du damit den höchsten aktiven Dienstgrad bei den Grenztruppen meinst, war es natürlich der vom Chef, also Generaloberst.
Ansonsten gab's da natürlich noch den Armeegeneral und für den Verteidigungsfall den Marschall der DDR.

Gruß,254


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#18

RE: Unterleutnant?

in Grenztruppen der DDR 11.09.2009 21:53
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Zitat von 254Spielregel

Zitat von Zermatt
Mal zwischendurch-was war denn der wirklich höchste Rang?


Hallo Zermatt.

Wenn Du damit den höchsten aktiven Dienstgrad bei den Grenztruppen meinst, war es natürlich der vom Chef, also Generaloberst.
Ansonsten gab's da natürlich noch den Armeegeneral und für den Verteidigungsfall den Marschall der DDR.

Gruß,254




Danke dir.



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#19

RE: Unterleutnant?

in Grenztruppen der DDR 12.09.2009 01:09
von Nomex | 254 Beiträge

In Antwort auf:
Die Dienstzeit betrug 3 Jahre (4 Jahre waren mal im Gespräch),


Also ab 1982 waren es dann doch 4 Jahre, siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Unterleutnant
Also die Uffz waren doch nicht so unclever, wen man danach studiert hat bekam man auch 100 M(der DDR) mehr Stipendium und musste 1 Jahr weniger dienen. Den auch ohne Abi (war ja Voraussetznung für ULeu) konnte man studieren.

Na nach der Wende durfte man sich dann sogar nachdiplomieren lassen. Und so bin ich heute auch Dipl.-Ing.(FH), ohne mir darauf was einbilden zu wollen.

Ich selbst hatte 2 ULtn. als Zugführer Im GAR 11. Waren nicht so kompliziert wie BO´s, da halt auch nur Zeitsoldaten.

Gruß aus der Lausitz


~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Günther Zieschong: "Mir hätten das System erst mal leasen solln...."
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#20

RE: Unterleutnant?

in Grenztruppen der DDR 12.09.2009 12:39
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von skbw

Zitat von bruno

1989 waren die u-boote tatsächlich 4-enter



Hast Recht Bruno, ich hab mich geirrt, 1 Jahr Schule, 3 Jahre Truppe ist richtig.

Bis bald, skbw





Hallole alle zusamm,

bei den Landstreitkräften gab`s auch die OaZ mit Dienstgrad Unterleutenant und 4 Jahren Dienstzeit. So wie schon beschrieben, 1 Jahr Offiziersschule, 3 Jahre Truppendienst und entlassen als Leutenant der Reserve. Während meiner Dienstzeit bei den Landeübersetzpionieren (LüB 5) in Havelberg (1978 bis 1980) war in unserem Battallion einer, nebenan im Pontonregiment (PoR 5) (Standort gibt es heute noch, Bundeswehrpioniere und nennt sich Elbe- Havel Kaserne) liefen glaub ich zwei davon rum. Stimmt auch schon, das die, die diese Laufbahn eingeschlagen haben, etwas cleverer waren als zum Beispiel die UaZ mit 3 Jahren Dienstzeit oder gar die Berufsunteroffiziere mit 10 Jahren Dienstzeit. Die hatten alle Privilegien eines Offiziers, dementsprechend auch Sold, Verpflegung, Urlaub und "Außenschläfer"- Unterbringung und waren nach 4 Jahren wieder zu Haus. Da gab es auch von den Berufsoffizieren manch neidischen Blick bzw. Mißstimmung, besonders wenn Entlassungen anstanden und auch so manchen Berufsoffizer mit seinen 25 Jahren das s. g. Tagedrücken erwischte...
Es hieß aber auch immer, diese OaZ- Laufbahn sei eigentlich ein Auslaufmodell und es gäbe dafür auch nur eine begrenzte Anzahl Studienplätze an den Offiziersschulen. Reserviert war diese Laufbahn eeh nur für EOS- Abgänger (heute gymnasialer Abschgluß) und die nach dem Dienst auch weiter studieren wollten. Es soll auch ein bischen "Vitamin B" dazugehört haben, an diese Laufbahn (Studienplatz) heranzukommen.
Bei uns in Havelberg war auch ein Hauptmann, der hatte sich von der Soldatenlaufbahn über eine freiwillige Dienstzeitverlängerung auf 3 Jahre und später nochmal über einen weiteren "Nachschlag" bis zum Hauptmann hochgedient, er erzählte mir selbst mal, das er als Obefeldwebel 1 Jahr nochmal zur Offiziersschule mußte (analog OaZ), nach diesem Jahr als Unterleutenant wieder in die Truppe ging und es dann eben über den normalen Weg der Beförderungen bis zum Hauptmann gebracht hat. Der Bursche war ein Fuchs! Den konnte man nicht groß austricksen, der war mit allen Wassern gewaschen und verstand sein Fach wie kein anderer! Anderseits war er auch vom menschlichen ein feiner Kerl und absoluter Realisrt. Wir mochten ihn alle gern und er genoß bei uns Soldaten ein hohes Ansehen. Sehr zum Leid- und Neidwesen manch anderer Offiziere.
Mit erreichen des Dienstranges Hauptmann war dann die Karriereleiter wohl zu Ende, um weiter zukommen war dann ein erneutes Studium "fällig", entweder an der Militärhochschule "Friedrich Engels" (Dresden???) oder an der Militärakademie in Moskau. Es sei denn, 25 Jahre waren abgedient, dann stand zur Entlassung die Beförderung zum "Major der Reserve" an.

Denke mal, das ist bei den Grenztruppen ähnlich abgelaufen.

Anderseits gab es auch bei der Volkspolizei den Dienstgrad Unterleutenant, das waren zu 99% Kader aus dem Sportbereich (ASV = Armeesportverein oder ASK = Armeesportclub)für die nach ihrer aktiven Sportkarriere (meißtens die DDR- Olympiakader)ja eine Arbeit (Beschäftigung) gefunden werden mußte. Ich will diesen Menschen jetzt nicht zu nahe treten, aber meißtens hat die Bildung für ein Offizierstudium nicht ausgereicht, so das dies eine Art spätere Lösung und Anerkennung für die erbrachten sportlichen Leistungen war. In der "normalen" Wirtschaft hätte man mit denen vermutlich nicht viel anfangen können.

Aber sorry, ich sag es noch einmal: Ich möchte hier niemanden zu Nahe treten, niemanden Verunglimpfen oder gar beleidigen! Ausnahmen bestätigen bestimmt auch diese Regel und die hat es garantiert gegeben!

So war das eben in der DDR!

josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

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