#1

Ein umstrittenes Dokument aus der Frühzeit der NVA

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 23.01.2016 01:16
von Gesamtdeutscher Kamerad | 154 Beiträge

Im Juli 1959 veröffentlichte der "Spiegel" eine Reihe von Artikeln, in denen angeblich ein übergelaufener Offizier der NVA bitter mit den damaligen Zuständen in der NVA abgerechnet haben soll. Die Artikel sind im Online-Archiv des "Spiegel" zugänglich:

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-42625940.html
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-42626077.html
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-42622103.html

Ebenfalls zugänglich ist die darauf folgende Stellungnahme der DDR:

http: //www. spiegel. de/spiegel/print/d-42622104.html (Pausenzeichen müssen sein, da ich in einem Post nicht mehr als drei Artikel verlinken darf)

Egal, ob nun Geheimdiensterfindung, Halbwahrheit, oder größtenteils zutreffend (oder eine Mixtur von alledem) - dieses Dokument verdient eine Diskussion.

Was würdet ihr sagen? Authentisch? Nicht authentisch? Vielleicht damals etwas Wahres dran, oder erstunken und erlogen?


"Wer einen kommenden Krieg für sicher hält, wirkt gerade durch diese Gewißheit mit, daß er entsteht. Wer den Frieden für sicher hält, wird unbesorgt und treibt ohne Absicht in den Krieg. Nur wer die Gefahr sieht und keinen Augenblick vergißt, kann sich vernünftig verhalten und tun, was möglich ist, um sie zu beschwören."

- Karl Jaspers
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#2

RE: Ein umstrittenes Dokument aus der Frühzeit der NVA

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 23.01.2016 06:17
von damals wars | 12.210 Beiträge

Sonst so ne wohlgesetzten, schon zeitungsreifen Beiträge und dann ein Link auf so ne Schmonzette?
Die wird doch sicher nicht den eigenen Ansprüchen gerecht?


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#3

RE: Ein umstrittenes Dokument aus der Frühzeit der NVA

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 23.01.2016 06:52
von Hanum83 | 4.798 Beiträge

Der Spiegel als Schmonzette, naja.


"Deitsch on frei wolln mer sei, on do bleibn mer aah derbei"
(Anton Günther)
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#4

RE: Ein umstrittenes Dokument aus der Frühzeit der NVA

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 23.01.2016 11:15
von Gesamtdeutscher Kamerad | 154 Beiträge

Zitat von damals wars im Beitrag #2
Sonst so ne wohlgesetzten, schon zeitungsreifen Beiträge und dann ein Link auf so ne Schmonzette?
Die wird doch sicher nicht den eigenen Ansprüchen gerecht?


Ich will's mal so sagen - auch Schmonzetten haben ihre Rolle als Quelle. Denn Schmonzetten sind vor Allem eins: Öffentlichkeitswirksam.

Wenn wir annehmen wollen, dass es sich hier um einen reinen Propagandafetzen handelt, dann hat/haben der/die Verfasser eins vor Allem richtig gemacht: Er hat die exakt richtige Mischung aus Vorurteilen bedient, um den "Feind im Osten" lächerlich, aber auch bedrohlich erscheinen zu lassen. Dazu noch die Bundeswehr 'runtermachen, damit die Leute den sofortigen Drang verspüren, eine Regierung zu wählen, die noch mehr aufrüstet.


"Wer einen kommenden Krieg für sicher hält, wirkt gerade durch diese Gewißheit mit, daß er entsteht. Wer den Frieden für sicher hält, wird unbesorgt und treibt ohne Absicht in den Krieg. Nur wer die Gefahr sieht und keinen Augenblick vergißt, kann sich vernünftig verhalten und tun, was möglich ist, um sie zu beschwören."

- Karl Jaspers
zuletzt bearbeitet 23.01.2016 11:49 | nach oben springen

#5

RE: Ein umstrittenes Dokument aus der Frühzeit der NVA

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 23.01.2016 18:54
von Klauspeter | 991 Beiträge

Naja, ist schon nicht so ganz einfach, sich durch diese 3 Artikel zu quälen...

Was soll man da werten?

Eben ein ganz typisches Dokument aus den heißen Zeiten des Kalten Krieges.
Jede Seite wollte der anderen Seite an die Gurgel. Der Kampf um die Köpfe der Menschen in Ost und West lief auf Hochtouren. Alle Mittel wurden genutzt - Lüge, Verleumdung, Halbwahrheiten, Unterstellungen.

Das ganze "Dokument" zusammengerührt aus der namentlichen Besetzung von Dienststellungen, aus den funktionellen Pflichten der entsprechenden Generale und Offiziere, vermischt mit "Milchrampentratsch".
Wer kannte schon im Westen Heinz Hoffmann oder Heinz Keßler? Auch in der NVA war das nicht anders; wer bekam schon mal einen dieser Militärgrößen zu Gesicht?
Da wurde also mal hinter Weibern hergejagt oder Alkohol getrunken? Gab es ganz sicher und wer erinnert sich da nicht an Franz Joseph Strauß und seine Popularität?

Zusammenfassend lässt sich etwas übertrieben sagen - also die NVA-Führung - zumindest nach der Aussage dieses Dokumentes - alles ungebildete, versoffene Weiberhelden und Säufer, eben die schmutzige und üble Fratze des BbKf aus westlicher Sicht. Motto: Je dicker aufgetragen, desto glaubhafter!

Den einzigen Wert dieses "Dokumentes", den ich sehe - ein Material fürs Museum als Zeuge dafür, wie unsachlich und böse wir in der Zeit des Kalten Krieges miteinander umgegangen sind. Auf beiden Seiten haben wir uns gegenseitig nichts geschenkt.
Klaus


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#6

RE: Ein umstrittenes Dokument aus der Frühzeit der NVA

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 23.01.2016 19:02
von Alfred | 6.857 Beiträge

Klauspeter,

so sehe ich dies auch.

Wer will heute denn noch einschätzen, was stimmt ? Von den aufgeführten Personen dürfte kaum noch jemand leben. Außer Keßler der am Dienstag seinen 96. Geburtstag begeht. Man könnte ihn ja mal den ganzen Schwung geben, aber was soll es.

Man bekommt wirklich den Eindruck, alle Offiziere und Generale hatten keine Bildung. Ihre Abschlüsse an den verschiedensten Akademien bekamen alle geschenkt.

Eine Anmerkung noch. Ab und zu bekomme ich den Eindruck, einige hätten sich in NVA und MfS hoch - gesoffen. Ich kenne solche Fälle nicht, was ich aber kenne sind Fälle, wo sich auch höchste Dienstgrade durch Sauferei ihre Karriere verbaut haben bzw. diese beendet war und es zurück ging auf der Karriereleiter.


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zuletzt bearbeitet 23.01.2016 19:10 | nach oben springen

#7

RE: Ein umstrittenes Dokument aus der Frühzeit der NVA

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 23.01.2016 19:25
von Gesamtdeutscher Kamerad | 154 Beiträge

Man muss sagen - eure Generation an Soldaten kommt ja sehr gut weg. Das ist die Generation an überaus fähigem Personal, die der angebliche Offizier ankündigt.

Besonders eigenartig ist für mich die Verkehrung der Perspektive auf zwei MfNV: Während Willi Stoph in einigen Darstellungen (auch Ost, z. B. in GenOb Stechbarths Memoiren) als wenig umgänglicher Charakter geschildert wird, kommt Heinz Hoffmann immer als großer Soldatenvater herüber - nur hier ist es genau umgekehrt.

Davon mal abgesehen - die Benennungen wirken etwas unroutiniert. Ich stoße mich besonders am Begriff "Tscheka". M. W. war die ebenfalls veraltete Bezeichung "GPU" für die sowjet. Geheimpolizei da viel gebräuchlicher (obwohl es ja mittlerweile schon der KGB war).


"Wer einen kommenden Krieg für sicher hält, wirkt gerade durch diese Gewißheit mit, daß er entsteht. Wer den Frieden für sicher hält, wird unbesorgt und treibt ohne Absicht in den Krieg. Nur wer die Gefahr sieht und keinen Augenblick vergißt, kann sich vernünftig verhalten und tun, was möglich ist, um sie zu beschwören."

- Karl Jaspers
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#8

RE: Ein umstrittenes Dokument aus der Frühzeit der NVA

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 23.01.2016 19:35
von Alfred | 6.857 Beiträge

Man muss auch beachten, warum einige Sachen so waren.

So waren Stechbarth und Hoffmann begeisterte Jäger und Freunde. Stoph war ein sehr genauer Mensch um dies vorsichtig zu formulieren und Mitglied des Politbüros, Stechbarth nicht. ( MG PB )

Und ein militärischer Vorgesetzter muss ja nicht unbedingt geliebt werden. Weder damals noch heute. So hat jeder seine Fans oder auch nicht.

Auch in späteren Jahren gab es Fehler in den Berichten, so hatte die NVA nie einen Generalstab, sondern einen Hauptstab. ( Auf Wunsch der UdSSR )


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zuletzt bearbeitet 23.01.2016 19:35 | nach oben springen

#9

RE: Ein umstrittenes Dokument aus der Frühzeit der NVA

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 24.01.2016 12:18
von Klauspeter | 991 Beiträge

Zitat von Alfred im Beitrag #6

[...]
Eine Anmerkung noch. Ab und zu bekomme ich den Eindruck, einige hätten sich in NVA und MfS hoch - gesoffen. Ich kenne solche Fälle nicht, was ich aber kenne sind Fälle, wo sich auch höchste Dienstgrade durch Sauferei ihre Karriere verbaut haben bzw. diese beendet war und es zurück ging auf der Karriereleiter.



Das sehe ich ganz genau so.
Wer es übertrieb - egal ob mit Alkohol oder mit Frauen, der bekam eins drübergebraten, egal ob silbern-glatte Schulterstücke, silbern-geflochten oder goldgeflochten. Der Parteistrafe folgte die Disziplinarstrafe.

Und noch eins. Unsere militärischen Vorgesetzten - bis hoch zu den jeweiligen Verteidigungsministern - verstanden ihr militärisches Handwerk. Heinz Hoffmann z.B. war Spanienkämpfer und Absolvent der sowjetischen Generalstabs-Akademie.

Wenn ich so die Verteidigungsminister der BRD seit der Wende betrachte - also irgendwie taten mir die Jungs von der Bundeswehr diesbezüglich immer etwas leid.

Klaus


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#10

RE: Ein umstrittenes Dokument aus der Frühzeit der NVA

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 25.01.2016 05:36
von Harsberg | 3.248 Beiträge

Zitat
Wenn ich so die Verteidigungsminister der BRD seit der Wende betrachte - also irgendwie taten mir die Jungs von der Bundeswehr diesbezüglich immer etwas leid.



Deswegen hat ja die BW auch einen Generalinspekteur im Generalsrang und die jeweiligen Teilstreitkräfte einen Inspekteur.


Phantasie ist wichtiger denn Wissen, denn Wissen ist begrenzt!
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#11

RE: Ein umstrittenes Dokument aus der Frühzeit der NVA

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 26.01.2016 11:15
von Klauspeter | 991 Beiträge

Zitat von Harsberg im Beitrag #10
[quote]
Deswegen hat ja die BW auch einen Generalinspekteur im Generalsrang und die jeweiligen Teilstreitkräfte einen Inspekteur.


So ist es; Minister, Generalinspekteur und Inspekteure.
Wer ist nun verantwortlich für den schlechten Zustand von Bewaffnung und Ausrüstung der Bundeswehr?

Die DDR war nicht gerade ein reiches Land. Aber solche Probleme wie in der BuWe waren in der NVA undenkbar.

Klaus


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#12

RE: Ein umstrittenes Dokument aus der Frühzeit der NVA

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 26.01.2016 11:18
von Pit 59 | 10.158 Beiträge

Die DDR war nicht gerade ein reiches Land. Aber solche Probleme wie in der BuWe waren in der NVA undenkbar.

Und die Jungs hatten das Geld für die Einzäunung doch Übrig


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#13

RE: Ein umstrittenes Dokument aus der Frühzeit der NVA

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 26.01.2016 11:27
von Klauspeter | 991 Beiträge

Zitat von Pit 59 im Beitrag #12

Und die Jungs hatten das Geld für die Einzäunung doch Übrig

Womit wir wieder vom Thema weg sind...
Mir ging es um einen Vergleich von Ausrüstung und Bewaffnung.


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#14

RE: Ein umstrittenes Dokument aus der Frühzeit der NVA

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 26.01.2016 11:40
von Fritze | 3.474 Beiträge

Heute gerade war auf ntv wieder von mangelndem Gerät und fehlendem Personal berichtet worden !
Die Bundeswehr sei schlicht nicht in der Lage ihre Aufgaben zu erfüllen .
Aber vlt. ist ntv bald auch keine seriöse Quelle mehr !

Fritze


"Das kann doch überhaupt nur jemand nicht wissen ,der entweder vollkommen ahnungslos ist ,oder ,oder jemand der also bösartig ist !"

"If you get up and walk away, leave the past behind, go ahead and take a ride ,no telling what you find ! "
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#15

RE: Ein umstrittenes Dokument aus der Frühzeit der NVA

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 26.01.2016 11:43
von Klauspeter | 991 Beiträge

Vielleicht wird auch mit den Mängeln einfach nur übertrieben und Frau Ursula braucht nur mehr Geld für ihre riskanten Abenteuer ?


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#16

RE: Ein umstrittenes Dokument aus der Frühzeit der NVA

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 26.01.2016 11:44
von Gesamtdeutscher Kamerad | 154 Beiträge

Zitat von Klauspeter im Beitrag #11
Die DDR war nicht gerade ein reiches Land. Aber solche Probleme wie in der BuWe waren in der NVA undenkbar.

Klaus


Das sind - wie ich als Westler sagen muss - eben auch die Schattenseiten des Kapitalismus, wenn man ihn mit Vetterleswirtschaft kombiniert (im "reinen" Kapitalismus bekäme wenigstens der beste und gleichzeitig günstigste Hersteller den Job, aber wir sind ja nicht mal konsequent in sowas). Heute überbieten sich die Hersteller mit hochtechnologischem Firlefanz, und man will ja die Märkte der "alten Freunde" protegieren.

Die aus der SU "verordnete" Militärtechnik aus volkseigener Produktion war vielleicht nicht immer schön und nicht immer das Allermodernste, aber grundsolide, haltbar wie Hartkeks (das ist ein großes Kompliment, falls sich jemand fragt, der mit dem BW-Vokabular nicht vertraut ist), funktional, und in der Handhabung meist schnell zu kapieren.
Bisschen wie die BW-Ausrüstung der 60er, sieht man vom "Starfighter" und dem unsäglichen Schützenpanzer "Hotchkiss" ab.


"Wer einen kommenden Krieg für sicher hält, wirkt gerade durch diese Gewißheit mit, daß er entsteht. Wer den Frieden für sicher hält, wird unbesorgt und treibt ohne Absicht in den Krieg. Nur wer die Gefahr sieht und keinen Augenblick vergißt, kann sich vernünftig verhalten und tun, was möglich ist, um sie zu beschwören."

- Karl Jaspers
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#17

RE: Ein umstrittenes Dokument aus der Frühzeit der NVA

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 26.01.2016 12:08
von Klauspeter | 991 Beiträge

Zitat von Gesamtdeutscher Kamerad im Beitrag #16
Zitat von Klauspeter im Beitrag #11
Die DDR war nicht gerade ein reiches Land. Aber solche Probleme wie in der BuWe waren in der NVA undenkbar.

Klaus


Das sind - wie ich als Westler sagen muss - eben auch die Schattenseiten des Kapitalismus, wenn man ihn mit Vetterleswirtschaft kombiniert (im "reinen" Kapitalismus bekäme wenigstens der beste und gleichzeitig günstigste Hersteller den Job, aber wir sind ja nicht mal konsequent in sowas). Heute überbieten sich die Hersteller mit hochtechnologischem Firlefanz, und man will ja die Märkte der "alten Freunde" protegieren.

Die aus der SU "verordnete" Militärtechnik aus volkseigener Produktion war vielleicht nicht immer schön und nicht immer das Allermodernste, aber grundsolide, haltbar wie Hartkeks (das ist ein großes Kompliment, falls sich jemand fragt, der mit dem BW-Vokabular nicht vertraut ist), funktional, und in der Handhabung meist schnell zu kapieren.
Bisschen wie die BW-Ausrüstung der 60er, sieht man vom "Starfighter" und dem unsäglichen Schützenpanzer "Hotchkiss" ab.


Naja, stimmt wohl so nicht ganz. Einfach noch einmal ansehen: "Was wurde aus der NVA?"
https://www.youtube.com/watch?v=ZU8LqP5lFhM

Klaus


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#18

RE: Ein umstrittenes Dokument aus der Frühzeit der NVA

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 26.01.2016 12:16
von Gesamtdeutscher Kamerad | 154 Beiträge

Zitat von Klauspeter im Beitrag #17
[quote=Gesamtdeutscher Kamerad|p518027]

Die aus der SU "verordnete" Militärtechnik aus volkseigener Produktion war vielleicht nicht immer schön und nicht immer das Allermodernste,

Naja, stimmt wohl so nicht ganz.

Klaus


Ich bezog mich bei "nicht immer das Allermodernste" auf die Ausrüstung der ersten Generation, die ja noch teilweise aus dem 2. Weltkrieg stammte.

Aber vielen Dank für den Link!


"Wer einen kommenden Krieg für sicher hält, wirkt gerade durch diese Gewißheit mit, daß er entsteht. Wer den Frieden für sicher hält, wird unbesorgt und treibt ohne Absicht in den Krieg. Nur wer die Gefahr sieht und keinen Augenblick vergißt, kann sich vernünftig verhalten und tun, was möglich ist, um sie zu beschwören."

- Karl Jaspers
zuletzt bearbeitet 26.01.2016 12:19 | nach oben springen

#19

RE: Ein umstrittenes Dokument aus der Frühzeit der NVA

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 26.01.2016 12:21
von Klauspeter | 991 Beiträge

Zitat von Gesamtdeutscher Kamerad im Beitrag #18
Zitat von Klauspeter im Beitrag #17
[quote=Gesamtdeutscher Kamerad|p518027]

Die aus der SU "verordnete" Militärtechnik aus volkseigener Produktion war vielleicht nicht immer schön und nicht immer das Allermodernste,

Naja, stimmt wohl so nicht ganz.

Klaus


Ich bezog mich bei "nicht immer das Allermodernste" auf die Ausrüstung der ersten Generation, die ja noch teilweise aus dem 2. Weltkrieg stammte.



Das geht aber so nicht, und jeder Militär weiß das.
Es gibt auf der ganzen Welt keine größere Armee, die nur mit dem "Allermodernsten " ausgerüstet ist. Eine solche Armee würde durch ständige Einführung neuester Technik nicht mehr zur Ausbildung kommen.
Klaus


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#20

RE: Ein umstrittenes Dokument aus der Frühzeit der NVA

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 26.01.2016 13:53
von der alte Grenzgänger | 1.009 Beiträge

Zitat von Klauspeter im Beitrag #15
Vielleicht wird auch mit den Mängeln einfach nur übertrieben und Frau Ursula braucht nur mehr Geld für ihre riskanten Abenteuer ?


Genau, .."Panzer- Uschi" oder wer auch immer gerade dran war oder sein wird...
Man hätte natürlich auch zu NVA- Zeiten ein Thema für die Volkskammer aus jedem nicht anspringenden oder liegengebliebenem URAL oder SPW machen können.. (und "Gefährdung der Gefechtsbereitschaft" war so ziemlich das schlimmste Vergehen ..)..

So wurde der Liegenbleiber zur Not erstmal an die Stange genommen (war `n bisschen Stress für die Kutscher, aber ging auch ...)

Heute legt der zuständige Verwaltungsbeamte erstmal sicherheitshalber die gesamte Flotte still- bis zur "brutalstmöglichen Aufklärung" - die BI...D freut sich und der Michel hat was zu diskutieren ..

Und - GD- Kamerad- schreib mal bitte ein paar Beispiele für die unmoderne Ausrüstung..
(klar, irgendwas ist immer.. so sollen sich die Genossen im MSR 18 noch im Jahre 1974 gefreut haben, dass sie nun endlich die 152er SPW (das legendäre "Eisenschwein") losgeworden sind und die 60 PB (den "Muckerbus") aus Bad Frankenhausen bekommen haben, dort wurde auf den BMP umgerüstet.. und der läuft heute noch quasi "allerorten"..

Siggi


"Man rühmt und man schmäht die meisten Dinge, weil es Mode ist, sie zu rühmen oder sie zu schmähen"
La Rochefoucauld (1613 - 1680)
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zuletzt bearbeitet 26.01.2016 13:55 | nach oben springen



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