#21

RE: Ein umstrittenes Dokument aus der Frühzeit der NVA

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 26.01.2016 14:56
von Gesamtdeutscher Kamerad | 154 Beiträge

Zitat von der alte Grenzgänger im Beitrag #20
Heute legt der zuständige Verwaltungsbeamte erstmal sicherheitshalber die gesamte Flotte still- bis zur "brutalstmöglichen Aufklärung" - die BI...D freut sich und der Michel hat was zu diskutieren ..


Stimmt. Riesenproblem. X Verwaltungsbeamte, die uns mit irgendwelchen kleinkarierten Vorschriften in die Suppe schiffen, und dann gleichzeitig Dinger einkaufen, die in zehn Jahren ihre Kinderkrankheiten noch nicht los sind oder gleich gar nix taugen (Stichwort ESK Mungo).

Zitat von der alte Grenzgänger im Beitrag #20
Und - GD- Kamerad- schreib mal bitte ein paar Beispiele für die unmoderne Ausrüstung..
(klar, irgendwas ist immer.. so sollen sich die Genossen im MSR 18 noch im Jahre 1974 gefreut haben, dass sie nun endlich die 152er SPW (das legendäre "Eisenschwein") losgeworden sind und die 60 PB (den "Muckerbus") aus Bad Frankenhausen bekommen haben, dort wurde auf den BMP umgerüstet.. und der läuft heute noch quasi "allerorten"..

Siggi


Es ging mir bes. um die Ausrüstung der frühen NVA. Mir fielen besonders die Simonow SKS-45/Karabiner S ein (obwohl es schon seit 1947 die AK-47 gab), den T 34/85, die SiS-3-Kanone, den Geschosswerfer BM-13N etc. etc.

Bitte nicht falsch zu verstehen - es war solide Technik, nur eben nicht das Neueste, was die Sowjets hätten liefern können.

Die finale Ausrüstung der NVA hingegen - oijoijoijoijoi. Die hätten jetzt noch eine realistische Chance in jedem Großkonflikt.


"Wer einen kommenden Krieg für sicher hält, wirkt gerade durch diese Gewißheit mit, daß er entsteht. Wer den Frieden für sicher hält, wird unbesorgt und treibt ohne Absicht in den Krieg. Nur wer die Gefahr sieht und keinen Augenblick vergißt, kann sich vernünftig verhalten und tun, was möglich ist, um sie zu beschwören."

- Karl Jaspers
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zuletzt bearbeitet 26.01.2016 14:57 | nach oben springen

#22

RE: Ein umstrittenes Dokument aus der Frühzeit der NVA

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 26.01.2016 15:10
von Sonne | 510 Beiträge

Was würdet ihr sagen? Authentisch? Nicht authentisch? Vielleicht damals etwas Wahres dran, oder erstunken und erlogen?[/quote]


Alles richtig gemacht gesamtdeutscher Kamerad in einer schweren Zeit.


Gruß Sonne

05/66-10/67
18 Monate meiner Jugend
in Glowe, Rothesütte, Elend


Wer Stroh im Kopf hat, fürchtet den Funken der Wahrheit.
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#23

RE: Ein umstrittenes Dokument aus der Frühzeit der NVA

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 26.01.2016 15:24
von StabsfeldKoenig | 2.655 Beiträge

Zitat von Gesamtdeutscher Kamerad im Beitrag #21
Zitat von der alte Grenzgänger im Beitrag #20
Heute legt der zuständige Verwaltungsbeamte erstmal sicherheitshalber die gesamte Flotte still- bis zur "brutalstmöglichen Aufklärung" - die BI...D freut sich und der Michel hat was zu diskutieren ..


Stimmt. Riesenproblem. X Verwaltungsbeamte, die uns mit irgendwelchen kleinkarierten Vorschriften in die Suppe schiffen, und dann gleichzeitig Dinger einkaufen, die in zehn Jahren ihre Kinderkrankheiten noch nicht los sind oder gleich gar nix taugen (Stichwort ESK Mungo).

Zitat von der alte Grenzgänger im Beitrag #20
Und - GD- Kamerad- schreib mal bitte ein paar Beispiele für die unmoderne Ausrüstung..
(klar, irgendwas ist immer.. so sollen sich die Genossen im MSR 18 noch im Jahre 1974 gefreut haben, dass sie nun endlich die 152er SPW (das legendäre "Eisenschwein") losgeworden sind und die 60 PB (den "Muckerbus") aus Bad Frankenhausen bekommen haben, dort wurde auf den BMP umgerüstet.. und der läuft heute noch quasi "allerorten"..

Siggi


Es ging mir bes. um die Ausrüstung der frühen NVA. Mir fielen besonders die Simonow SKS-45/Karabiner S ein (obwohl es schon seit 1947 die AK-47 gab), den T 34/85, die SiS-3-Kanone, den Geschosswerfer BM-13N etc. etc.

Bitte nicht falsch zu verstehen - es war solide Technik, nur eben nicht das Neueste, was die Sowjets hätten liefern können.

Die finale Ausrüstung der NVA hingegen - oijoijoijoijoi. Die hätten jetzt noch eine realistische Chance in jedem Großkonflikt.



Nordkorea hatte die modernere Ausrüstung, was aber wegen dem Koreakrieg auch nötig war. Die ersten Kaschies (damals wirklich AK-47) gingen nach Nordkorea. Hatte Nordkorea damals schon T54 oder auch nur T34?



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#24

RE: Ein umstrittenes Dokument aus der Frühzeit der NVA

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 26.01.2016 15:38
von Gesamtdeutscher Kamerad | 154 Beiträge

Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #23
Hatte Nordkorea damals schon T54 oder auch nur T34?


Erster Kampfeinsatz des T-54 war beim Ungarnaufstand 1954; das kommt so nicht hin.

Aber Nordkorea hat sie dafür noch im Dienst.


"Wer einen kommenden Krieg für sicher hält, wirkt gerade durch diese Gewißheit mit, daß er entsteht. Wer den Frieden für sicher hält, wird unbesorgt und treibt ohne Absicht in den Krieg. Nur wer die Gefahr sieht und keinen Augenblick vergißt, kann sich vernünftig verhalten und tun, was möglich ist, um sie zu beschwören."

- Karl Jaspers
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#25

RE: Ein umstrittenes Dokument aus der Frühzeit der NVA

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 26.01.2016 22:01
von Hanum83 | 4.797 Beiträge

Meine Pistole war genau 11 Jahre älter als ich, hat man ihr nicht angesehen, hab sie immer ehrfurchtsvoll geputzt, mein Gewehr war neuer, Baujahr 74, auch altes Eisen muss nicht schlecht sein.


"Deitsch on frei wolln mer sei, on do bleibn mer aah derbei"
(Anton Günther)
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zuletzt bearbeitet 26.01.2016 22:03 | nach oben springen

#26

RE: Ein umstrittenes Dokument aus der Frühzeit der NVA

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 27.01.2016 00:02
von Gesamtdeutscher Kamerad | 154 Beiträge

Zitat von Hanum83 im Beitrag #25
Meine Pistole war genau 11 Jahre älter als ich, hat man ihr nicht angesehen, hab sie immer ehrfurchtsvoll geputzt, mein Gewehr war neuer, Baujahr 74, auch altes Eisen muss nicht schlecht sein.


Ginge jemand mit einer Tokarew auf mich zu, wäre ich immer noch zuverlässig tot. Wie es in einer meiner Lieblings-Krimiserien, "Castle", so schön heisst:

"Guns may be old, but they got plenty of killing left in them."

"Die Waffen sind vielleicht alt, haben aber noch jede Menge Tötungskraft intus".


"Wer einen kommenden Krieg für sicher hält, wirkt gerade durch diese Gewißheit mit, daß er entsteht. Wer den Frieden für sicher hält, wird unbesorgt und treibt ohne Absicht in den Krieg. Nur wer die Gefahr sieht und keinen Augenblick vergißt, kann sich vernünftig verhalten und tun, was möglich ist, um sie zu beschwören."

- Karl Jaspers
Klauspeter hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 27.01.2016 00:04 | nach oben springen

#27

RE: Ein umstrittenes Dokument aus der Frühzeit der NVA

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 27.01.2016 04:49
von damals wars | 12.210 Beiträge

Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #23
Zitat von Gesamtdeutscher Kamerad im Beitrag #21
Zitat von der alte Grenzgänger im Beitrag #20
Heute legt der zuständige Verwaltungsbeamte erstmal sicherheitshalber die gesamte Flotte still- bis zur "brutalstmöglichen Aufklärung" - die BI...D freut sich und der Michel hat was zu diskutieren ..


Stimmt. Riesenproblem. X Verwaltungsbeamte, die uns mit irgendwelchen kleinkarierten Vorschriften in die Suppe schiffen, und dann gleichzeitig Dinger einkaufen, die in zehn Jahren ihre Kinderkrankheiten noch nicht los sind oder gleich gar nix taugen (Stichwort ESK Mungo).

Zitat von der alte Grenzgänger im Beitrag #20
Und - GD- Kamerad- schreib mal bitte ein paar Beispiele für die unmoderne Ausrüstung..
(klar, irgendwas ist immer.. so sollen sich die Genossen im MSR 18 noch im Jahre 1974 gefreut haben, dass sie nun endlich die 152er SPW (das legendäre "Eisenschwein") losgeworden sind und die 60 PB (den "Muckerbus") aus Bad Frankenhausen bekommen haben, dort wurde auf den BMP umgerüstet.. und der läuft heute noch quasi "allerorten"..

Siggi


Es ging mir bes. um die Ausrüstung der frühen NVA. Mir fielen besonders die Simonow SKS-45/Karabiner S ein (obwohl es schon seit 1947 die AK-47 gab), den T 34/85, die SiS-3-Kanone, den Geschosswerfer BM-13N etc. etc.

Bitte nicht falsch zu verstehen - es war solide Technik, nur eben nicht das Neueste, was die Sowjets hätten liefern können.

Die finale Ausrüstung der NVA hingegen - oijoijoijoijoi. Die hätten jetzt noch eine realistische Chance in jedem Großkonflikt.



Nordkorea hatte die modernere Ausrüstung, was aber wegen dem Koreakrieg auch nötig war. Die ersten Kaschies (damals wirklich AK-47) gingen nach Nordkorea. Hatte Nordkorea damals schon T54 oder auch nur T34?


Das waren wohl im erheblichem Umfang chinesische T 34/85 einschließlich Besatzung.

Und nach dem Irakkrieg machte ich mir da so einige Gedanken bezüglich der Ausrüstung, auch wenn sich der W 50 wohl bei der US Army bewährt hat. Aber das hatte er ja schon bei dem Türkeieinsatz der Bundeswehr.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#28

RE: Ein umstrittenes Dokument aus der Frühzeit der NVA

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 02.02.2016 16:41
von Beethoven | 137 Beiträge

Ich habe bei der Hälfte des zweiten Artikels abgebrochen. So viel Mist würde heute keiner mehr schreiben.

Ich weiß gar nicht was ich sagen soll.

Es geht doch mit

"ein Offizier aus dem Generalhauptquartier der demokratischen Landstreitkräfte in Strausberg... " los. Schon in diesem Satz sind zwei Lügen, Unwahrheiten oder Blödsinnsworte drin. Generalhauptquartier (zieht sich durch die Artikel) und demokratische Landstreitkräfte in Strausberg. So was gabs nicht.

Tscheka - GPU oder GRU wurde schon angesprochen.

VS-Kontrolle 1 x wöchentlich und dann noch alle Blätter zählen. So ein Quatsch. Ich habe einmal an solcher Kontrolle einer VS-Stelle im Truppenteil teilgenommen. Da haben wir Nächte land gezählt. Das will diese Tippelbruder jede Woche gemacht haben? Ich lach mich schlapp.

Außerdem waren Leiter einer VS-Stelle, nicht mal im Ministerium, Offiziere. Es waren Berufsunteroffizier und später oft Fähnriche. Wenn er also Leiter einer VS-.Stelle im Ministerium gewesen sein will, dann war er kein Offizier, auch 1959 nicht.

"Oberkommandierender der NVA" ist wieder so ein Wort. Gabs nicht.

Ob sich Offiziere mal die Schuhe putzen ließen weiß ich nicht. Ich tat dies nie. Es gab ja auch keine Offiziersburschen wobei so mancher Kraftfahrer eines höheren Generals, so was sicher tat.

Beförderung zum Ultn durch die Kreisleitung, zum Major durch die Bezirksleitung. Was ist denn das für ein Unsinn. Es gab eine Dienstlaufbahnordnung wo Beförderungen geregelt waren.
Zum ersten Offiziersdienstgrad wurde man ernannt und nicht befördert, genauso wie man zum Uffz oder zum General ernannt wurde. Sicher gab die Parteileitung des jeweiligen Truppenteils bei Uffzen und Offizieren ihr "OK". Aber das wars schon. Beförderungen waren eine Kommandeurssache. Bei der Ernennung zum Uffz war das der Kommandeur des Truppenteils oder der Lehreinrichtung. Bei Offizieren das jeweilige Kommando, dem die Lehreinrichtung unterstellt war. 1959 war das noch die jeweilige Verwaltung und dessen Inspekteur. Eine Ernennung zum General wurde vom Minister vorgeschlagen, vom NVR bestätigt und vom Staatsratsvorsitzenden durchgeführt.

Über die ganzen Auslassungen über Personen schreibe ich hier nichts.
Da gab es solche und solche. Vom eigentlich durch die Soldaten geliebten AG H. Hoffmann weiß man, dass er hinter jedem Weiberrock her war. Das ging soweit, dass er kurz vor der Ablösung stand und ihn nur die russischen Freunde davor bewahrten. Trotzdem war er ein Militär, dem hohe Achtung entgegen gebracht wurde.

In meinen Augen, wie auch schon geschrieben durch andere User, eine Hetzschrift bösester Art, die in die damalige Zeit paßte.

Gruß


Klauspeter, Pitti53, SCORN und Gesamtdeutscher Kamerad haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#29

RE: Ein umstrittenes Dokument aus der Frühzeit der NVA

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 02.02.2016 21:54
von hotzel | 89 Beiträge

Zitat von Gesamtdeutscher Kamerad im Beitrag #1
Im Juli 1959 veröffentlichte der "Spiegel" eine Reihe von Artikeln, in denen angeblich ein übergelaufener Offizier der NVA bitter mit den damaligen Zuständen in der NVA abgerechnet haben soll. Die Artikel sind im Online-Archiv des "Spiegel" zugänglich:

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-42625940.html
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-42626077.html
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-42622103.html

Ebenfalls zugänglich ist die darauf folgende Stellungnahme der DDR:

http: //www. spiegel. de/spiegel/print/d-42622104.html (Pausenzeichen müssen sein, da ich in einem Post nicht mehr als drei Artikel verlinken darf)

Egal, ob nun Geheimdiensterfindung, Halbwahrheit, oder größtenteils zutreffend (oder eine Mixtur von alledem) - dieses Dokument verdient eine Diskussion.

Was würdet ihr sagen? Authentisch? Nicht authentisch? Vielleicht damals etwas Wahres dran, oder erstunken und erlogen?


Mein Denken, was soll's ob "Völkischer Beobachter", "Spiegel", "Neues Deutschland", "Prawda" nimm die ganzen "Bunten Blätter" oder wie sie alle hiessen und heissen, wer's glaubt soll seelig werden, wer denkt kauft die Blätter nicht und informiert sich selbst.



Fritze hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#30

RE: Ein umstrittenes Dokument aus der Frühzeit der NVA

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 02.02.2016 22:21
von Georg | 1.031 Beiträge

" Der Spiegel " im Jahr 1959 !
Das Jahr 1959 im Überblick: https://www.tagesschau.de/jahresrueckbli...dung353520.html oder Rückblick !

Welche Interessen wurden verfolgt ?
Wird nicht immer noch das Muster angewendet, wenn über den Widersacher berichtet wird ?


Einen Dummen anzuhören ist anstrengender, als einen Klugen zu widersprechen. ( W.Eckert )
Fritze hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#31

RE: Ein umstrittenes Dokument aus der Frühzeit der NVA

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 02.02.2016 22:27
von hotzel | 89 Beiträge

Zitat von Georg im Beitrag #30
" Der Spiegel " im Jahr 1959 !
Das Jahr 1959 im Überblick: https://www.tagesschau.de/jahresrueckbli...dung353520.html oder Rückblick !

Welche Interessen wurden verfolgt ?
Wird nicht immer noch das Muster angewendet, wenn über den Widersacher berichtet wird ?




Das wird sich auch vorläufig nicht ändern, sondern es nimmt zu. Die die es machen und weiter machen werden, glauben aber an ihren Heiligenschein und beweihräuchern sich selbst, nur denken, dass können sie nicht..



Fritze hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 02.02.2016 22:29 | nach oben springen

#32

RE: Ein umstrittenes Dokument aus der Frühzeit der NVA

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 03.02.2016 11:33
von Klauspeter | 991 Beiträge

Wenn es um den Feind geht, hört meist jede Sachlichkeit auf.
Das hat sich auch bis heute nicht geändert, ich denke da nur an den Umgang mit der AfD, mit Pegida oder Legida usw.

Gegenüber der Zeit um 1959 ist heute sehr deutlich die Nazi-Keule hinzugekommen. Das ging aus bestimmten historischen Zusammenhängen damals noch nicht.

Neu scheint mir gegenwärtig zu sein, dass die Zahl der Menschen zunimmt, die das von den Herrschenden und ihren Medien verbreitete Feindbild anzweifeln. Für die Herrschenden ist das immer noch ungefährlich: Viele Menschen reiben sich die Augen, beginnen am vermittelten Feindbild zu zweifeln und tauschen sich mit anderen über ihre Zweifel aus.
Immer noch ungefährlich für die Herrschenden, solange die Zweifel nicht zu Aktionen gegen die Herrschenden führen.

Klaus


thomas 48 und Hanum83 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#33

RE: Ein umstrittenes Dokument aus der Frühzeit der NVA

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 04.02.2016 19:02
von Gesamtdeutscher Kamerad | 154 Beiträge

Zitat von Beethoven im Beitrag #28


In meinen Augen, wie auch schon geschrieben durch andere User, eine Hetzschrift bösester Art, die in die damalige Zeit paßte.



Was den Text so besonders unüberzeugend macht, ist, dass der angebliche Autor zwar sechs Gruppen von Offizieren unterscheidet, sich selbst aber zu keiner davon zählt, ganz so als wäre er von dem Ganzen unabhängig (wie zum Beispiel ein Propagandaschreiber im Westen). Für mich fast auffälliger als die Inkonsistenzen in der Terminologie.

Das mit der Schikane in der GSSD mag stimmen oder nicht stimmen - soweit mir zugetragen, war es nicht unbekannt, dass einfache Soldaten dort oft mies behandelt wurden.

Die Einzigen, die intern den Begriff "Tscheka" noch nutzten, war das MfS. Möglich, dass hier Schnipsel von abgehörten Interna absichtlich etwas hanebüchen wiedergegeben wurden. Leute beiläufig wissen zu lassen, dass man sie abhört und umgekehrt, war von beiden Seiten gang und gebe (ein Freund von der Familie, EloKa der BW, bekam auf den abgehörten Ostfrequenzen von den Genossen immer Geburtstagsglückwünsche).

Phrasen wie "Die dem Kapitalismus innewohnenden Widersprüche zwingen die Bundesrepublik objektiv, ob die Bonner Regierung es will oder nicht, zur Aggression gegen die Deutsche Demokratische Republik. Dieser objektive Zwang, der im kapitalistischen Lager obwaltet, trifft uns unmittelbar, insofern nämlich, als er unsere Republik zu Sicherungsvorkehrungen nötigt, die den Aufbau des Sozialismus verlangsamen." sind wahrscheinlich Propagandatexten entnommen, um es authentischer klingen zu lassen.


"Wer einen kommenden Krieg für sicher hält, wirkt gerade durch diese Gewißheit mit, daß er entsteht. Wer den Frieden für sicher hält, wird unbesorgt und treibt ohne Absicht in den Krieg. Nur wer die Gefahr sieht und keinen Augenblick vergißt, kann sich vernünftig verhalten und tun, was möglich ist, um sie zu beschwören."

- Karl Jaspers
zuletzt bearbeitet 04.02.2016 23:34 | nach oben springen



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