#141

RE: Fluchtidee

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 30.12.2015 14:36
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #100
"...Gert, dass sehen noch nicht mal die Gerichte der BRD so wie Du." Zitat von Alfred (tschuldige, die Zitaterei war mir verrutscht)...



"...das mag so sein, aber nach meiner Auffassung war jedes Mittel recht um den Staatsterrorismus der DDR zu brechen."[/quote] Zitat von Gert

Damit lieferst du allerdings jedem, aber auch jedem Terroristen egal wo eine Steilvorlage. Denn dann ist es lediglich von der Auffassung des Täters abhängig, was er als Staatsterrorismus betrachtet um jedes Mittel auch gegen jeden einsetzen zu dürfen.
Klar, das willst du nicht. Denn dann hätten jene, die da ihre eigenen Kriege auch durch Terror führen genauso recht und du würdest dich selbst, deine Nächsten als legitimes Opfer anbieten. Das will keiner. Aber praktisch ist es genau das.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


damals wars, Gert und vs1400 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 30.12.2015 14:48 | nach oben springen

#142

RE: Fluchtidee

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 30.12.2015 15:00
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von TAO im Beitrag #67
Angenommen zwei drei Fluchtwillige hätten ein Postenpaar überwältigt, ihnen die Waffen abgenommen und sie als Geisel genommen. Auch wenn das Szenario vielleicht etwas utopisch klingt, aber es wäre ja auch nicht ganz unmöglich. Wie wäre man dann verfahren, wenn die Flüchtlinge versucht hätten die Grenzanlagen zu überwinden, natürlich den Lauf auf die "Geiseln" gerichtet?
Hätten die anderen geschossen und ihre Kameraden in Gefahr gebracht, nur damit zwei drei Dödels die DDR nicht verlassen oder hätte man sie ziehen lassen?.


Es gab einmal einen Polizeiruf, in dessen Verlauf ein Täter einen Jungen als Geisel nimmt und dann beim Zugriff durch einen Scharfschützen erschossen wird. Nun mal unabhängig von den praktischen Möglichkeiten (eine schräge Autoglasscheibe lenkt ein Geschoss durchaus ab...) wäre dies durchaus als Beispiel heranziehbar. Auf eine Geisel zu schießen wäre außerhalb des Auftrages gewesen, durch nichts gedeckt. Es hatte aber durchaus Primat, einen Täter nicht durchkommen zu lassen. Er hätte sich also nie darauf verlassen können, unbeschossen zu bleiben. Auch und erst recht nicht mit einer Geisel. Aber es gab gesetzliche Ausschlußgründe für die Anwendung der Waffe. Die Gefahr Unbeteiligte zu treffen (hier eine Geisel) gehörte dazu.
Ich würde daher sagen "schlechte Idee" mit "Manitoupotenzial".


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#143

RE: Fluchtidee

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 30.12.2015 18:37
von beobachter | 92 Beiträge

Zitat von mibau83 im Beitrag #139
Zitat von B208 im Beitrag #136

Frage : Gab es innerhalb des Sperrgebiet eine Art " Nachtruhe " für private Fahrten auf bestimmten Strassen ?




nein gab es nicht.
bei ortschaften die im schutzstreifen lagen wurden allerdings nachts die zufahrten geschlossen.


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#144

RE: Fluchtidee

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 30.12.2015 18:38
von beobachter | 92 Beiträge

Zitat von beobachter im Beitrag #143
Zitat von mibau83 im Beitrag #139
Zitat von B208 im Beitrag #136

Frage : Gab es innerhalb des Sperrgebiet eine Art " Nachtruhe " für private Fahrten auf bestimmten Strassen ?




nein gab es nicht.
bei ortschaften die im schutzstreifen lagen wurden allerdings nachts die zufahrten geschlossen.



Kann ich so nicht bestätigen ! Stimmt nicht


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#145

RE: Fluchtidee

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 30.12.2015 18:40
von berlin3321 | 2.515 Beiträge

Für Rüterberg traf das jedenfalls zu. Sparnberg meine ich auch. Mag einzelne gegeben haben wo das nicht so war, Berlin?

MfG Berlin


Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung, nicht repräsentativ, im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !
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#146

RE: Fluchtidee

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 30.12.2015 18:47
von mibau83 | 820 Beiträge

Zitat von beobachter im Beitrag #144

Kann ich so nicht bestätigen ! Stimmt nicht


na dann lass mal hören.


vs1400 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 30.12.2015 18:47 | nach oben springen

#147

RE: Fluchtidee

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 30.12.2015 18:51
von Hansteiner | 1.409 Beiträge

Auch bei unseren Ortschaften im Schutzstreifen gab es in der Nacht keine Einschränkungen für die Bevölkerung.

VG H.



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#148

RE: Fluchtidee

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 30.12.2015 19:28
von Rainer-Maria Rohloff | 1.349 Beiträge

Mein Schwiegervater, damals Polizist brachte mich noch vor Mitternacht(Tag der Vereidigung) mit dem PKW in das Sperrgebiet der Ortschaft Haar bei Neuhaus an der Elbe. Kontrolle, auch Nachmittags beim Abholen....ich erinnere mich da einfach nicht daran? Und na gut, bei einer eventuellen Kontrolle hatte Er den kleinen Ausweis dabei, was Ihn eben zum MdI zuordnete.

Nur seine Tochter, ich denke nicht das da Einer gemeint hätte, "Mädel bleibt hier", da ohne dementsprechenden Ausweis.

Rainer-Maria



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#149

RE: Fluchtidee

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 31.12.2015 00:45
von vs1400 | 2.376 Beiträge

Zitat von Hansteiner im Beitrag #147
Auch bei unseren Ortschaften im Schutzstreifen gab es in der Nacht keine Einschränkungen für die Bevölkerung.

VG H.


da gehe ich nicht mit, Hansteiner,
denn es gab ein grenzgesetz mit eindeutigen vorgaben.

dieses mag dir nicht erinnerlich sein, was der zeit wohl geschult ist und daher kein thema,
doch es gab vorgaben.
dazu könnten ehemalige gak wohl mehr berichten,
denn es war ihre "bühne".

mir bleibt jedoch nur die erinnerung und
da wurde der schlagbaum 21:00 geschlossen, mit der möglichkeit sich anzumelden.
im ort, was bei mir eben schierke war, sollte ab 22:00 ne art 'sperre' gelten, mit außnahmen.
('nachbarkontakte' zb. sollten nicht unterbunden werden.)
touristen sollten überprüft werden, doch bitte mit gefühl.
man hat den jeweiligen dann halt nicht überführt und ist mit ihm zu unterkunft gelaufen.
theoretisch, denn praktisch war es sackstand ... " ich wünsche ihnen noch nen schönen abend und bitte seien sie etwas aufmerksamer" ... war eher der standart, weil erkennbar.

gruß vs


04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


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#150

RE: Fluchtidee

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 31.12.2015 08:21
von berlin3321 | 2.515 Beiträge

Hansteiner, wie war denn das mit der Schranke Lindewerra? Innerhalb Lindewerra kann ich mir schon vorstellen das man da über die Straße gehen konnte oder vom Dorfkrug nach Hause (als Bewohner).

Oder Wahlhausen? Lag doch eigentlich auch im Schutzstreifen? Ging der Grenzsignalzaun da nicht auch irgendwie fast um den Ort? Oder war der Schutzstreifen da nur 5 m breit, direkt an der Werra?

Grenzwolf, bei euch gab es doch auch so ´ne Ecke? Wie wurde das da gehandhabt?

MfG Berlin

Edit: Rechtschreibung


Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung, nicht repräsentativ, im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !
zuletzt bearbeitet 31.12.2015 20:20 | nach oben springen

#151

RE: Fluchtidee

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 31.12.2015 09:18
von eisenringtheo | 9.162 Beiträge
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#152

RE: Fluchtidee

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 31.12.2015 10:43
von Hanum83 | 4.688 Beiträge

Zufahrt geschlossen und einer braucht einen Rettungswagen, geht doch gar nicht, also war nachts auf, jedenfalls in Hanum.
Der Schlagbaum und das Schilderhäusel auf der Zufahrtsstraße war unter VP-Regie, aber auch nur besetzt bei Lage, von der VP.
Die hatten auch die "Reifentöter" zum rüberziehen.


"Deitsch on frei wolln mer sei, on do bleibn mer aah derbei"
(Anton Günther)
zuletzt bearbeitet 31.12.2015 10:46 | nach oben springen

#153

RE: Fluchtidee

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 31.12.2015 11:02
von hundemuchtel 88 0,5 | 2.492 Beiträge

Genau so wurde das bei uns zu meiner Zeit(86/87) auch gehandhabt.
Ansonsten war der Schlagbaum auf und das Häusle unbesetzt.

gruß h.


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#154

RE: Fluchtidee

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 31.12.2015 11:14
von Hansteiner | 1.409 Beiträge

Sicherlich spielen da viele Faktoren eine Rolle. Meine DZ war ja mitte 70, was für Bestimmungen 10 oder mehr Jahre später galten ?
Auch kam es auf die örtlichen Festlegungen an, es wurde ja nicht alles überall gleich gehand habt.

zu Lindewerra und Wahlhausen, dort gab es in den Ortslagen keine Schlagbäume. Der einzige Zugang war das KP "Dietzenrode", rund um die Uhr besetzt durch GP.
die Bewohner von LW und WH konnten sich Tag/Nacht frei bewegen und GSZ gab es nur an einzelnen Stellen. Später dann sah das natürlich dort an der Werra ganz anders aus !

VG H.



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#155

RE: Fluchtidee

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 31.12.2015 11:47
von Hanum83 | 4.688 Beiträge

Da wir einmal dabei sind, wenn wir nachts durch das Dorf zum Gassentor gingen, hat man wirklich beinen Menschen gesehen, ich weiß nicht mehr wie das war und will auch nicht erst googeln (), da gab es doch so eine Regel von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang, war das Ausgangssperre im Sperrgebiet?


"Deitsch on frei wolln mer sei, on do bleibn mer aah derbei"
(Anton Günther)
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#156

RE: Fluchtidee

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 31.12.2015 11:52
von Hansteiner | 1.409 Beiträge

Was sollten die Leute auch schon groß umherlaufen ???

VG H.

bis in die Dorfkneipe und wieder nach Hause, das wars doch.



Rainer-Maria Rohloff hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 31.12.2015 11:54 | nach oben springen

#157

RE: Fluchtidee

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 31.12.2015 12:28
von Rainer-Maria Rohloff | 1.349 Beiträge

Geh heute mal um Mitternacht durch ein ostdeutsches Dorf Hanum. Da ist wahrscheinlich sinngemäß "gerade der Hund verreckt" Und Hundemuchtel, also zehn Jahre eher in die 70er war das genau so, Schlagbaum auf und VP weit....weg.

Rainer-Maria

Und einen guten Sylvestertag allen ins Forum. Einem zum nicht gerade selber in die Luft sprengen....sondern nur das Feuerwerkszeugs.



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#158

RE: Fluchtidee

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 31.12.2015 12:31
von exgakl | 7.223 Beiträge

Zitat von Hanum83 im Beitrag #155
Da wir einmal dabei sind, wenn wir nachts durch das Dorf zum Gassentor gingen, hat man wirklich beinen Menschen gesehen, ich weiß nicht mehr wie das war und will auch nicht erst googeln (), da gab es doch so eine Regel von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang, war das Ausgangssperre im Sperrgebiet?


Nö, Ausgangssperre gab es keine, außer mal für die Grenzer bei besonderen Lagen....
Ansonsten muss man natürlich aufpassen Grenzgebiet und Schutzstreifen in dem Zusammenhang nicht in einen Topf zu werfen... das Grenzgebiet konnte zu jeder Tages und Nachtzeit mit den gültigen Dokumenten befahren und betreten werden....


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....
mibau83 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#159

RE: Fluchtidee

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 31.12.2015 15:24
von SET800 | 3.097 Beiträge

Hallo,
auch zum theoretiseren, gab es Grenzabschnitte deren Sicherungsaufbau vom Westen ( BRD ) her komplett einsehbar war? Daher hätte Vorbereitung vom Bundesgebiet und Unterstützung eines BRD-Bürgers mit Funk der lange ausdauernd den Abschnitt überwacht hätte helfen können? Z.B. Beobachtung und Indentifizierung von minenfreien Gassen?

Gruß



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#160

RE: Fluchtidee

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 31.12.2015 16:05
von mibau83 | 820 Beiträge

solche abschnitte gab es.
entscheidend wäre aber sicherlich der faktor mensch gewesen, ich denke da an den einsatz von gak im hinterland oder grenzposten im abschnitt.
auf der anderen seite wäre es schon aufgefallen wenn eine bestimmte person vom bundesgebiet aus, über längere zeit, die grenze observiert hätte.

richtig exgakl, ich schrieb von zufahrten zum schutzstreifen und nicht von zufahrten zur sperrzone.


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