#61

RE: Fluchtidee

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 24.12.2015 20:01
von mibau83 | 831 Beiträge

Zitat von berlin3321 im Beitrag #49

Wimre gab es da auch eine LKW Flucht, der Fahrer hat den Ladekran über den Zaun gelegt und husch...weg war er...müsste auch in den Tiefen des Forums stehen.....



war dieser fall hier:

http://www.bstu.bund.de/DE/InDerRegion/E...html?nn=1802088


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#62

RE: Fluchtidee

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 24.12.2015 20:29
von Rainer-Maria Rohloff | 1.377 Beiträge

Der Bauschaum so Dirk, das war so wie schon geschrieben wurde ....ne also zu DDR-Zeiten aus der Spraydose, das war noch Zukunft. Dann die SM70 mit Bauschaum lahmlegen, da hing immerhin beim draufsteigen der Abweiserdrähte/Auslösedrähte volles Körpergewicht dran, das wäre auch mit Bauschaum west nichts geworden.

Das mit dem LKW W50, warum so frage ich mich ist man nicht gleich durchgefahren, zum Gassentor, vom Zaun I, denn die Wucht des LKW hätte das Tor ohne Probleme ausgehebelt. Und gut, in Nähe stand meistens ein BT 9, und wieder das mit der Ortskenntnis....wer wusste denn wie es da vorne real aussah und wo dann das richtige Tor zur "Freiheit" war?

Der mit die Korbtreter so Kalubke, also die Idee muss Einer gehabt haben der zu DDR Zeiten im Pamirgebirge geklettert ist....ich lernte mal auf einer Zugfahrt so einen Typen kennen, dessen Hände sahen sinngemäß aus wie Sicherheitshaken.

Rainer-Maria also wir hatten im Pionierzug einen Raupenfahrer, der hieß Rudi....somit genannt Rudi Brumm auf der Russenraupe. Immer wenn der am Zaun unterwegs war, da dachte ich immer" Wenn Rudi jetzt gen Westen die Raupe wendet, wir, du könntest Nichts, aber auch Nichts machen"

Aber Rudi war so wie der Rainer. hatte wohl was zum festhalten, zum richtig gut festhalten, in der DDR.



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#63

RE: Fluchtidee

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 24.12.2015 21:13
von Kalubke | 2.301 Beiträge

Das MfS kannte die technischen Parameter der Minen und konnte die Korbtreter entsprechend dimensionieren. Für den uninformierten Flüchtling war das sicher so was Russisch Roulette mit den Füßen.

Gruß Kalubke



zuletzt bearbeitet 25.12.2015 04:05 | nach oben springen

#64

RE: Fluchtidee

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 24.12.2015 23:08
von eisenringtheo | 9.182 Beiträge

Für Fluchtwillige wäre ein Besuch des IndianerMuseums in Radebeul sehr zu empfehlen gewesen

Schneeschuhe.jpg
Schneeschuhe“ von Dellex - Eigenes Werk. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons.


Exponat Schneeschuhe, Indianer Nordamerika, Indianermuseum Radebeul ("Karl May Museum")
Theo


Kalubke hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#65

RE: Fluchtidee

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 25.12.2015 08:16
von berlin3321 | 2.519 Beiträge

Moin,

mibau, ja, der war gemeint. Gut gemacht, niemand verletzt.

Lutze, lies mal nach, wimre Rüganer hatte da mehrmals drüber geschrieben, am 24.12 kurz vor 0 Uhr oder 25.12. kurz nach 0 Uhr in Berlin wurde ein Grenzverletzer von einem Postenpaar an Bahngleisen der S Bahn erschossen. Die hatten wimew ein LMG dabei, irgendwas um oder über 100 Schuß.

MfG Berlin


Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung, nicht repräsentativ, im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !
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#66

RE: Fluchtidee

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 25.12.2015 08:20
von Hanum83 | 4.788 Beiträge

Zitat von Rainer-Maria Rohloff im Beitrag #62
Der Bauschaum so Dirk, das war so wie schon geschrieben wurde ....ne also zu DDR-Zeiten aus der Spraydose, das war noch Zukunft. Dann die SM70 mit Bauschaum lahmlegen, da hing immerhin beim draufsteigen der Abweiserdrähte/Auslösedrähte volles Körpergewicht dran, das wäre auch mit Bauschaum west nichts geworden.

Das mit dem LKW W50, warum so frage ich mich ist man nicht gleich durchgefahren, zum Gassentor, vom Zaun I, denn die Wucht des LKW hätte das Tor ohne Probleme ausgehebelt. Und gut, in Nähe stand meistens ein BT 9, und wieder das mit der Ortskenntnis....wer wusste denn wie es da vorne real aussah und wo dann das richtige Tor zur "Freiheit" war?

Der mit die Korbtreter so Kalubke, also die Idee muss Einer gehabt haben der zu DDR Zeiten im Pamirgebirge geklettert ist....ich lernte mal auf einer Zugfahrt so einen Typen kennen, dessen Hände sahen sinngemäß aus wie Sicherheitshaken.

Rainer-Maria also wir hatten im Pionierzug einen Raupenfahrer, der hieß Rudi....somit genannt Rudi Brumm auf der Russenraupe. Immer wenn der am Zaun unterwegs war, da dachte ich immer" Wenn Rudi jetzt gen Westen die Raupe wendet, wir, du könntest Nichts, aber auch Nichts machen"

Aber Rudi war so wie der Rainer. hatte wohl was zum festhalten, zum richtig gut festhalten, in der DDR.


Die im Abschnitt arbeiteten wussten ganz genau wie es dort aussah, Bauer X hatte ja sogar seine Weide für die Kühe drin.


"Deitsch on frei wolln mer sei, on do bleibn mer aah derbei"
(Anton Günther)
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#67

RE: Fluchtidee

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 25.12.2015 09:52
von TAO | 232 Beiträge

Angenommen zwei drei Fluchtwillige hätten ein Postenpaar überwältigt, ihnen die Waffen abgenommen und sie als Geisel genommen. Auch wenn das Szenario vielleicht etwas utopisch klingt, aber es wäre ja auch nicht ganz unmöglich. Wie wäre man dann verfahren, wenn die Flüchtlinge versucht hätten die Grenzanlagen zu überwinden, natürlich den Lauf auf die "Geiseln" gerichtet?
Hätten die anderen geschossen und ihre Kameraden in Gefahr gebracht, nur damit zwei drei Dödels die DDR nicht verlassen oder hätte man sie ziehen lassen?.


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#68

RE: Fluchtidee

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 25.12.2015 10:09
von Hanum83 | 4.788 Beiträge

Ich kann nur für mich antworten, da hätte ich den Befehl verweigert egal was das auch für Folgen hätte haben können und ich glaube mal die anderen hier hätten das auch gemacht, irgendwann ist schließlich auch mal Ende der Fahnenstange, auch in einer Diktatur und wenns die des Proletariats ist.


"Deitsch on frei wolln mer sei, on do bleibn mer aah derbei"
(Anton Günther)
zuletzt bearbeitet 25.12.2015 10:20 | nach oben springen

#69

RE: Fluchtidee

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 25.12.2015 11:46
von Rainer-Maria Rohloff | 1.377 Beiträge

Man musste aber so TAOs Beispiel immer davon ausgehen, das innerhalb kurzer Zeit auch "Hartliner",(Hundertprozentige) also Offiziere mit vor Ort waren, die kein Problem gehabt hätten, auf Teufel komm raus die Sache zu "bereinigen". Unser Staber(Major) war so Einer(so nehme ich mal gut an), dazu ein erfahrener Jäger, ne Stimme wie Adolf, der hätte das wie ne nächtliche Jagd gesehen..."Scheinwerfer drauf, Wild geblendet, abgedrückt"

Es stand immerhin in dem Moment etwas auf dem Spiel was einfacher Grenzer mit Schwedt(das im Hinterkopf) bezeichnete. Diese enorme Furcht vor richtig harten Konsequenzen.

Rainer-Maria



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#70

RE: Fluchtidee

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 25.12.2015 12:03
von Pitti53 | 8.790 Beiträge

Zitat von TAO im Beitrag #67
Angenommen zwei drei Fluchtwillige hätten ein Postenpaar überwältigt, ihnen die Waffen abgenommen und sie als Geisel genommen. Auch wenn das Szenario vielleicht etwas utopisch klingt, aber es wäre ja auch nicht ganz unmöglich. Wie wäre man dann verfahren, wenn die Flüchtlinge versucht hätten die Grenzanlagen zu überwinden, natürlich den Lauf auf die "Geiseln" gerichtet?
Hätten die anderen geschossen und ihre Kameraden in Gefahr gebracht, nur damit zwei drei Dödels die DDR nicht verlassen oder hätte man sie ziehen lassen?.


In dem Fall hätte ich sie ziehen lassen. Die Grenzer hätten ja danach zurück kommen können. Auf eigene Leute wenn sie keine FF begehen wollten schießt man nicht. Ist das heute bei einer Geiselname nicht auch so?


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#71

RE: Fluchtidee

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 25.12.2015 12:08
von Kalubke | 2.301 Beiträge

Zitat von TAO im Beitrag #67
Angenommen zwei drei Fluchtwillige hätten ein Postenpaar überwältigt, ihnen die Waffen abgenommen und sie als Geisel genommen. Auch wenn das Szenario vielleicht etwas utopisch klingt, aber es wäre ja auch nicht ganz unmöglich. Wie wäre man dann verfahren, wenn die Flüchtlinge versucht hätten die Grenzanlagen zu überwinden, natürlich den Lauf auf die "Geiseln" gerichtet?
Hätten die anderen geschossen und ihre Kameraden in Gefahr gebracht, nur damit zwei drei Dödels die DDR nicht verlassen oder hätte man sie ziehen lassen?.


Ich glaube in so einem Fall hättste auch im Westen vor dem MfS keine Ruhe gehabt. Das wäre von den "Organen" als Schwerstkriminalität in Form von gewaltsamem Grenzterror eingestuft worden.

Gruß Kalubke



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#72

RE: Fluchtidee

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 25.12.2015 12:22
von coff | 710 Beiträge

Zitat von TAO im Beitrag #67
Angenommen zwei drei Fluchtwillige hätten ein Postenpaar überwältigt, ihnen die Waffen abgenommen und sie als Geisel genommen. Auch wenn das Szenario vielleicht etwas utopisch klingt, aber es wäre ja auch nicht ganz unmöglich. Wie wäre man dann verfahren, wenn die Flüchtlinge versucht hätten die Grenzanlagen zu überwinden, natürlich den Lauf auf die "Geiseln" gerichtet?
Hätten die anderen geschossen und ihre Kameraden in Gefahr gebracht, nur damit zwei drei Dödels die DDR nicht verlassen oder hätte man sie ziehen lassen?.


Das Szenario ist schon utopisch, ist ja auch in der Praxis ( mit Geiselnahme ) so nicht vorgekommen. Du schleppst an der Grünen Grenze keine überwältigten Posten bis zum vorderen Zaun mit. Die Menschen damals waren mental auch noch anders drauf als heute.


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#73

RE: Fluchtidee

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 25.12.2015 12:22
von Lutze | 8.039 Beiträge

Zitat von Kalubke im Beitrag #71
Zitat von TAO im Beitrag #67
Angenommen zwei drei Fluchtwillige hätten ein Postenpaar überwältigt, ihnen die Waffen abgenommen und sie als Geisel genommen. Auch wenn das Szenario vielleicht etwas utopisch klingt, aber es wäre ja auch nicht ganz unmöglich. Wie wäre man dann verfahren, wenn die Flüchtlinge versucht hätten die Grenzanlagen zu überwinden, natürlich den Lauf auf die "Geiseln" gerichtet?
Hätten die anderen geschossen und ihre Kameraden in Gefahr gebracht, nur damit zwei drei Dödels die DDR nicht verlassen oder hätte man sie ziehen lassen?.


Ich glaube in so einem Fall hättste auch im Westen vor dem MfS keine Ruhe gehabt. Das wäre von den "Organen" als Schwerstkriminalität in Form von gewaltsamem Grenzterror eingestuft worden.

Gruß Kalubke

Dem Doppelmörder Weinhold hätte ich eine solche Geiselnahme zutraut,
aber das MfS?richtig anhaben konnten die ihm auch nichts
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#74

RE: Fluchtidee

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 25.12.2015 12:25
von coff | 710 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #73


Dem Doppelmörder Weinhold hätte ich eine solche Geiselnahme zutraut,
aber das MfS?richtig anhaben konnten die ihm auch nichts
Lutze


auf Geiselnahme war der nicht aus, nur rücksichtslos alles aus dem Weg räumen was zwischen ihm und seinem Ziel steht


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#75

RE: Fluchtidee

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 25.12.2015 12:43
von Fritze | 3.474 Beiträge

Hätte , wenn und wäre ! Es sollten hier mehr Fakten auf den Tisch kommen oder eine Geschichte erzählt werden !

Mit Vermutungen ,wie es gewesen wäre ist doch niemand geholfen ! Wenn die oppositionelle SPD vor 1933 nicht so duckmäuserisch und verkommen kriecherisch gehandelt hätte , wäre der Führer und seine NPD nicht an die Macht gekommen , es hätte keinen II. Weltkrieg und somit im Anschluss keine zwei deutschen Staaten gegeben !

Wenn der Hund nicht gesch.... hätte ,wäre ihm der Hase nicht entwischt !

Mann , Mann, kann den Rainer-Maria schon verstehen , wenn er ins Nörgeln kommt !

Fritze


"Das kann doch überhaupt nur jemand nicht wissen ,der entweder vollkommen ahnungslos ist ,oder ,oder jemand der also bösartig ist !"

"If you get up and walk away, leave the past behind, go ahead and take a ride ,no telling what you find ! "
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#76

RE: Fluchtidee

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 25.12.2015 13:00
von Lutze | 8.039 Beiträge

Am 5.Januar 1974 gab es eine gescheiterte Flucht mit Geiselnahme
an der Grenzübergangsstelle Checkpoint Charlie

Burkhard Niering war als Wehrpflichtiger Anwärter der im Polizeidienst der DDR
und versuchte am 5.Januar 1974 über den Grenzübergang Checkpoint Charlie
zu flüchten.MfS-Angehörige in Grenzer-Uniform erschossen ihn und gaben ihn
anschließend als Terroristen aus,um ihre Schüsse zu rechtfertigen
Quelle:Gedenkstätte Berliner Mauer

Lutze


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zuletzt bearbeitet 25.12.2015 13:02 | nach oben springen

#77

RE: Fluchtidee

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 25.12.2015 13:05
von linamax | 2.021 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #76
Am 5.Januar 1974 gab es eine gescheiterte Flucht mit Geiselnahme
an der Grenzübergangsstelle Checkpoint Charlie

Burkhard Niering war als Wehrpflichtiger Anwärter der im Polizeidienst der DDR
und versuchte am 5.Januar 1974 über den Grenzübergang Checkpoint Charlie
zu flüchten.MfS-Angehörige in Grenzer-Uniform erschossen ihn und gaben ihn
anschließend als Terroristen aus,um ihre Schüsse zu rechtfertigen
Quelle:Gedenkstätte Berliner Mauer

Lutze

Na , Lutze da hast du wieder einen Knochen hin geworfen . Jetzt werden einige schon höheren Blutdruck haben .


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#78

RE: Fluchtidee

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 25.12.2015 13:25
von S51 | 3.733 Beiträge

Jawoll...

Das Verfahren gegen die beteiligten Grenzer wurde eingestellt. Die "Gewalt ging von N... aus"

http://www.berliner-mauer-gedenkstaette....-322,432,2.html

Lutze, dieses Fazit stammt von derselben Quelle, die du anführst. Wirst mir daher vergeben, wenn ich mit deiner Form zu zitieren nicht einverstanden bin. Geiselnahmen, Bedrohungen lassen sich ebenso wenig wie tätliche Angriffe mit "Freiheit" rechtfertigen.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


andyman und Signalobermaat haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 25.12.2015 13:28 | nach oben springen

#79

RE: Fluchtidee

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 25.12.2015 13:32
von mibau83 | 831 Beiträge

na wenn schon dann das ganze szenario einstellen.

gegen 19.35 uhr erscheint burkhard niering in winter-kampfuniform mit pelzmütze und stiefeln, die maschinenpistole im anschlag am checkpoint charlie. eben ist ein pkw der amerikanischen alliierten in die kontrollstelle eingelassen worden, der kontrolleur begibt sich wieder zu seinem postenhäuschen, da steht niering plötzlich vor ihm. „ komm mit!" und „ hände hoch, vorwärts!", soll er dem oberfeldwebel der zur staatssicherheit gehörenden passkontrolleinheit (pke) nach dessen schilderung befohlen haben. als dieser der aufforderung nur zögerlich nachkommt, gibt burkhard niering einen feuerstoss in die luft ab. dann schiebt er ihn als geisel durch die kontrollstelle in richtung west-berlin vor sich her. währenddessen sind andere passkontrolleure auf den vorfall aufmerksam geworden, haben alarm ausgelöst, den fußgängerdurchgang geschlossen und sind mit entsicherten waffen in stellung gegangen. einer schießt aus dem hinterhalt auf niering, verfehlt ihn aber. da befiehlt der seiner geisel „ laufschritt" und gibt zur bekräftigung einen zweiten feuerstoß in die luft ab.

auf der hälfte der ca. 150 meter, die er innerhalb des grenzübergangs zurückzulegen hat, ist ein auto-slalom installiert; der gekidnappte passkontrolleur, der sich immer wieder umgesehen und sich bewusst langsam bewegt hat, fragt niering hier nach eigenen angaben: „ was wollen Sie, haben Sie forderungen?" – „ rüber will ich, du ochse", soll niering geantwortet haben. der schlagbaum des auslasspostens ist heruntergelassen, niering und seine geisel werden von schussbereiten posten erwartet. „ waffen weg, waffen weg, hinlegen!", soll der flüchtende geschrien haben. die posten legen sich hin, halten aber ihre waffen schussbereit. der gekidnappte nickt einem gedeckt stehenden schützen zu, will ihm ein zeichen geben, zu schießen. „ kriech durch!", befiehlt der flüchtling am schlagbaum, die geisel lässt sich blitzschnell fallen und rollt zur seite; im selben moment wird niering von zwei grenzern aus gedeckter stellung unter feuer genommen. mit einem lendendurchschuss bricht er zusammen. im laufschritt tragen ihn die schützen zum postenturm, um ihn den blicken der öffentlichkeit zu entziehen. nur drei minuten dauert die bergung. wenig später bringt ihn ein krankenwagen ins vp-krankenhaus nach berlin-mitte, wo er kurz nach 21.00 uhr seiner schweren verletzung erliegt.

quelle: http://www.chronik-der-mauer.de/todesopf...rkhard?letter=N


damals wars, Rainer-Maria Rohloff und Signalobermaat haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#80

RE: Fluchtidee

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 25.12.2015 13:33
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von coff im Beitrag #72
Zitat von TAO im Beitrag #67
Angenommen zwei drei Fluchtwillige hätten ein Postenpaar überwältigt, ihnen die Waffen abgenommen und sie als Geisel genommen. Auch wenn das Szenario vielleicht etwas utopisch klingt, aber es wäre ja auch nicht ganz unmöglich. Wie wäre man dann verfahren, wenn die Flüchtlinge versucht hätten die Grenzanlagen zu überwinden, natürlich den Lauf auf die "Geiseln" gerichtet?
Hätten die anderen geschossen und ihre Kameraden in Gefahr gebracht, nur damit zwei drei Dödels die DDR nicht verlassen oder hätte man sie ziehen lassen?.


Das Szenario ist schon utopisch, ist ja auch in der Praxis ( mit Geiselnahme ) so nicht vorgekommen. Du schleppst an der Grünen Grenze keine überwältigten Posten bis zum vorderen Zaun mit. Die Menschen damals waren mental auch noch anders drauf als heute.


In der Form weiß ich nicht. Ich weiß allerdings von einem Fall aus 1984, wo ein abgängiger Soldat der GSSD kurzzeitig auf dem Weg in das Grenzgebiet Geiseln genommen (Frühsommer 1984, Raum Halberstadt bis Sorge), diese aber dann unversehrt hat laufen lassen. Grundsätzlich hatte die Ergreifung des Täters Vorrang aber nicht, indem man die Geiseln unter Feuer zu nehmen hatte. Den Täter jedoch schon...
Allerdings war die Möglichkeit Unbeteiligte zu treffen ein gesetzlicher Ausschlußgrund die Waffe eben nicht anzuwenden.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


zuletzt bearbeitet 25.12.2015 13:38 | nach oben springen



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