#21

RE: Fluchtidee

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 22.12.2015 13:34
von Sperrbrecher | 1.657 Beiträge

Zitat von Udo im Beitrag #17
Der Wiederstand

Zitat von Udo im Beitrag #15
Fieberglasstäbe.

Was ist das ? ich kenne nur den "Widerstand" und das "Fiberglas".

Ich habe es ohnehin nie verstanden, das Fluchtwillige sich ausgerechnet die am stärksten bewachten Grenze
der damaligen Welt ausgesucht haben, um recht unvorbereitet und spontan die Grenzsicherungen zu überwinden.
Mit etwas mehr Überlegung, besserer Vorbereitung und vor allen einen kühlen Kopf, wäre das anderen Orts
wesentlich gefahrloser und sicherer möglich gewesen die DDR zu verlassen, als ausgerechnet an der innerdeutschen Grenze.


Wie war die allgemeine Stimmung in der DDR ? Sie hielt sich in Grenzen !


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#22

RE: Fluchtidee

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 22.12.2015 13:49
von Theo85/2 | 1.198 Beiträge

Zitat von Hanum83 im Beitrag #9
Ich hätte es im Winter bei strengem Kahlfrost versucht, da waren die GSZ-Chancen wahrscheinlich am besten.
Aber da die Chance es tatsächlich zu schaffen so gering war zum Risiko hätt ich es nicht versucht.



Bei starken Schneefall wurden manchmal Zaunfelder abgeschaltet, weil der Schnee jede Menge Fehlauslösungen produzierte,Das hätte man nur wissen müssen.

Theo 85/2


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#23

RE: Fluchtidee

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 22.12.2015 13:51
von Theo85/2 | 1.198 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #19
Irgendwo muß doch so ein Trafohäuschen gestanden haben,
diesen kurzschließen und dann über den Signalzaun und weg,
und die Führungsstelle würde auch im dunkeln sitzen,
so einen Kurzschluß wieder instandsetzen würde sicherlich Stunden dauern
Lutze



Es gab Notstrom in Form von LKW Batterien.

Theo 85/2


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#24

RE: Fluchtidee

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 22.12.2015 13:53
von damals wars | 12.171 Beiträge

Dann kam dann noch der Kolonnenweg, der KFZ Sperrgraben, der K 6, die Mauer/der Zaun, die Grenzaufklärer im vorgelagertem.

Der Zaun wurde als Stacheldraht angesehen und auch so überwunden bzw. zerschnitten.
Auf den Grenzsignalzaun haben daher die wenigsten geachtet, schnell überwinden war wichtig, und dann los, im hohem Tempo.

Schnee war ungünstig, da wurde verstärkt gesichert, ich hatte schon mal geschildert,
das ein so Schlauer in langer Unterwäsche (als Tarnung) aufgegriffen wurde.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
zuletzt bearbeitet 22.12.2015 13:55 | nach oben springen

#25

RE: Fluchtidee

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 22.12.2015 13:56
von Theo85/2 | 1.198 Beiträge

Zitat von Hanum83 im Beitrag #16
Ich habe damals mal gehört das sich einer die Arbeit gemacht hätte paar Drähte in einem Zaunfeld mit Draht und Krokodilklemmen zu überbrücken um sie rauszuschneiden, er wäre damals während dieser Tätigkeit schon eingesammelt worden.
Ob das ein Gerücht war oder technisch möglich, keine Ahnung.


Das war möglich. Wenn man wusste, wie die Stacheldrahtreihen gebrückt waren, konnte man diese Brücken an anderer Stelle setzen und dann den Stacheldraht durchschneiden.

Theo 85/2


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#26

RE: Fluchtidee

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 22.12.2015 14:02
von Marco197 | 8 Beiträge

Ich kann mich an einen geglückten Fluchtversuch im Gompertshäuser Abschnitt erinnern. Das war in der Nähe von Eicha. Da hatten sie ein Potest auf einen Trabbi gebaut. Ich glaube da gibts hier auch ein Bild von.

VG



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zuletzt bearbeitet 22.12.2015 14:03 | nach oben springen

#27

RE: Fluchtidee

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 22.12.2015 14:17
von mibau83 | 822 Beiträge

war im jahr 1989 dort wo der gssz parallel zur str. milz-eicha verlief. zwei junge familien mit kindern die aus der region stammten. mit trabant auf den k2 gefahren, vom podest aus über den gssz gesprungen,ansschließend mit leitern über den gz I.

Zitat
Irgendwo muß doch so ein Trafohäuschen gestanden haben,
diesen kurzschließen und dann über den Signalzaun und weg,
und die Führungsstelle würde auch im dunkeln sitzen,
so einen Kurzschluß wieder instandsetzen würde sicherlich Stunden dauern



so mag sich das vielleicht klein fritzchen vorgestellt haben.
für so einen fall war notstrom vorhanden und sicherlich wäre dort a-gruppe bzw.a-zug zum einsatz gekommen.


zuletzt bearbeitet 22.12.2015 14:18 | nach oben springen

#28

RE: Fluchtidee

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 22.12.2015 14:20
von Kalubke | 2.296 Beiträge

Zitat von mibau83 im Beitrag #8
noch richtig verbessert im #5,flucht war im abschnitt probstzella und nicht im abschnitt lehesten. y-abweiser gab es aber auch erst am letzten typ des gsz, dem gssz.


Weißt Du evt. wo genau das war? Vlt. der Höhenrücken zwischen Falkensteiner Schlucht und Großgeschwendaer Schlucht?



Gruß Kalubke



zuletzt bearbeitet 22.12.2015 14:22 | nach oben springen

#29

RE: Fluchtidee

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 22.12.2015 14:34
von Kalubke | 2.296 Beiträge

Zitat von Marco197 im Beitrag #26
Ich kann mich an einen geglückten Fluchtversuch im Gompertshäuser Abschnitt erinnern. Das war in der Nähe von Eicha. Da hatten sie ein Potest auf einen Trabbi gebaut. Ich glaube da gibts hier auch ein Bild von.

VG


War mal in Römhild im Ferienlager und dieser verwinkelte Grenzverlauf (siehe Karte) ist mir noch in Erinnerung. Konnte man vom Kleinen Gleichberg aus gut sehen. Auf den Grossen Gleichberg kam man damals nicht rauf, weil dort ein Horchposten der MfS-Funkspionage saß



Gruß Kalubke



zuletzt bearbeitet 22.12.2015 14:35 | nach oben springen

#30

RE: Fluchtidee

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 22.12.2015 15:07
von mibau83 | 822 Beiträge

Zitat von Kalubke im Beitrag #28


Weißt Du evt. wo genau das war? Vlt. der Höhenrücken zwischen Falkensteiner Schlucht und Großgeschwendaer Schlucht?



bereich großgeschwenda

eine flucht bei der ein selbstgezimmertes gestell zur überwindung des gsz verwendet wurde, gab es auch im bereich neuenbau 1984.

http://www.spiegel.de/fotostrecke/famili...e-109222-3.html

dort ist der alte gsz ohne y-abweiser gut zu erkennen.


Kalubke hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#31

RE: Fluchtidee

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 22.12.2015 15:13
von Theo85/2 | 1.198 Beiträge

Zitat von mibau83 im Beitrag #30
Zitat von Kalubke im Beitrag #28


Weißt Du evt. wo genau das war? Vlt. der Höhenrücken zwischen Falkensteiner Schlucht und Großgeschwendaer Schlucht?



bereich großgeschwenda

eine flucht bei der ein selbstgezimmertes gestell zur überwindung des gsz verwendet wurde, gab es auch im bereich neuenbau 1984.

http://www.spiegel.de/fotostrecke/famili...e-109222-3.html

dort ist der alte gsz ohne y-abweiser gut zu erkennen.



Den neuen GSZ gabs erst im Herbst 85


Theo 85/2


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#32

RE: Fluchtidee

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 22.12.2015 15:46
von PF75 | 3.293 Beiträge

zu meiner Zeit 75/76 haben wir am gassentor die Drähte mit dem reinigungsstag überbrückt,(waren ja nur 3) dann konnte man die Stecker auseinander ziehen ,das Vorhängeschloß brauchte man ja nur scharf ansehen damit es sich öffnet.
Tor auf ,Spurensicherheit herstellen,Tot zu ,Schloß vor die Überbrückung entfernen und keiner hat mitbekommen das man im Abschnitt war.


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#33

RE: Fluchtidee

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 22.12.2015 16:36
von hundemuchtel 88 0,5 | 2.492 Beiträge

Zu meiner Zeit(86-87) gab es zwischen den Auslösedrähten glaube 2 welche als Wildabweiser ausgelegt waren, sie funktionierten so wie der Weidezaun beim Bauern damals wie heute, weiß es noch deshalb so genau, weil ein Fährtenhund-einsatz abgebrochen werden musste weil unsere Fährtenhündin mit einen dieser Drähte Berührung hatte.
Ich weiß nicht warum es passiert ist, jedenfalls war da Spannung drauf und es ging alles ziemlich schnell und endete mit einem Aufschrei und viel Gejaule. Die Hündin war Dienstuntauglich.


gruß h.


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#34

RE: Fluchtidee

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 22.12.2015 19:03
von Rainer-Maria Rohloff | 1.364 Beiträge

Diesen von Kalubke aufgezeigten Untergrabeschutz in #5 aus Betonelementen gab es zu meiner Zeit(Ende der 70er Jahre, also nach Gartenschläger, Mai 76) noch nicht. Zumindest so im Elbabschnitt.Und soweit ich mich erinnere wurde eine Streckmetallplatte um die Hälfte (ca.50cm) ins Erdreich versenkt, das war bei uns größtenteils recht lockerer Torfboden, die zweite normal ab Standhöhe verschraubt und erst obendrüber begann mit ca. 15 Lagen der Stacheldraht.

Auch diese Feldertrennung so eisentheo in #20 wurde mit zwei nebeneinander stehenden Betonpfählen realisiert.Diese Flachstahl Abweiser selber hatten keine Bruchstelle....waren also recht stabil, soweit ich mich erinnere. Der von Lutze war noch gut....versuchte mal Einer zu DDR-Zeiten ein Trafohaus aufzubekommen? Hatten die Dinger nicht ne richtig solide Stahltüre, Schlossart keine Ahnung?

Rainer-Maria



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#35

RE: Fluchtidee

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 22.12.2015 19:13
von exgakl | 7.237 Beiträge

Zitat von damals wars im Beitrag #24
Dann kam dann noch der Kolonnenweg, der KFZ Sperrgraben, der K 6, die Mauer/der Zaun, die Grenzaufklärer im vorgelagertem.

Der Zaun wurde als Stacheldraht angesehen und auch so überwunden bzw. zerschnitten.
Auf den Grenzsignalzaun haben daher die wenigsten geachtet, schnell überwinden war wichtig, und dann los, im hohem Tempo.

Schnee war ungünstig, da wurde verstärkt gesichert, ich hatte schon mal geschildert,
das ein so Schlauer in langer Unterwäsche (als Tarnung) aufgegriffen wurde.



"Bruno" kam ja, wenn er denn kam meist im dunkeln und der Kolonenweg sowie der K6 dürften wohl kein Problem dargestellt haben.... bei Zaun oder Mauer musste man schon ein wenig kreativ sein... nur was sollten den die Gakl im Vorgelagerten ausrichten?
Im Hinterland waren die wesentlich effektiver, zumindest was die Verhinderung von Grenzdurchbrüchen betraf....


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....
zweedi04 und vs1400 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#36

RE: Fluchtidee

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 23.12.2015 01:08
von Kalubke | 2.296 Beiträge

Zitat von mibau83 im Beitrag #30


[...]

eine flucht bei der ein selbstgezimmertes gestell zur überwindung des gsz verwendet wurde, gab es auch im bereich neuenbau 1984.

[...]
.


Dürfte dieser Bereich hier gewesen sein:



Luftlinie von Steinach bis Neuenbau 7 km, auf Skiern gefahren:15 km

Guß Kalubke



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#37

RE: Fluchtidee

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 23.12.2015 11:42
von Udo | 1.266 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #19
Irgendwo muß doch so ein Trafohäuschen gestanden haben,
diesen kurzschließen und dann über den Signalzaun und weg,
und die Führungsstelle würde auch im dunkeln sitzen,
so einen Kurzschluß wieder instandsetzen würde sicherlich Stunden dauern
Lutze


Hast Du schon mal ein Trafo kurzgeschlossen???
Du kannst ja auch die Hochspannungsleitung sprengen.
Jedenfalls hättest Du dann den Elbdeich vor lauter Grenzer nicht mehr gesehen. Ich vermute, dass bis zum Regiment incl. U-Schule Perleberg alles rausgeflogen wäre.


damals wars hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#38

RE: Fluchtidee

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 23.12.2015 16:39
von StabsfeldKoenig | 2.644 Beiträge

Zitat von Udo im Beitrag #37
Zitat von Lutze im Beitrag #19
Irgendwo muß doch so ein Trafohäuschen gestanden haben,
diesen kurzschließen und dann über den Signalzaun und weg,
und die Führungsstelle würde auch im dunkeln sitzen,
so einen Kurzschluß wieder instandsetzen würde sicherlich Stunden dauern
Lutze


Hast Du schon mal ein Trafo kurzgeschlossen???
Du kannst ja auch die Hochspannungsleitung sprengen.
Jedenfalls hättest Du dann den Elbdeich vor lauter Grenzer nicht mehr gesehen. Ich vermute, dass bis zum Regiment incl. U-Schule Perleberg alles rausgeflogen wäre.


Die einzig sichere Methode wäre der durchbruch mit einem gestohlenem Panzer gewesen, soweit der Diebstahl solange nicht bemerkt wird, daß eine gefechtsmäßig bewaffenete Einheit (also mit RPG 7) den Panzer nicht mehr rechtzeitig hätte stellen können.



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#39

RE: Fluchtidee

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 23.12.2015 16:54
von Pit 59 | 10.146 Beiträge

Die einzig sichere Methode.....

ist der Luftweg.Schusswaffengebrauchsbestimmung "Auf Luftziele darf nicht geschossen werden"

Beispiele gibts wie z.B. Bethge Brüder,die Flucht mit dem Heissluftballon.


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#40

RE: Fluchtidee

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 23.12.2015 16:55
von turtle | 6.961 Beiträge

Im Nachhinein ist man immer schlauer ,damals wusste ich nicht viel wie alles abgesichert ist. Mein Ziel war so schnell wie möglich von A nach B zu kommen. Dachte mir je länger Du brauchst umso größer die Chance für die Grenzer. Scheiß auf Alarm oder nicht ,Augen zu und durch.
Allerdings das verfluchte Sperrgebiet mit all seinen Informanten hatte ich falsch eingeschätzt. Beim 2.Versuch klappte alles besser.


Rainer-Maria Rohloff, RalphT und LO-Wahnsinn haben sich für diesen Beitrag bedankt
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