#21

RE: Daniel Boone (Fernsehserie)

in Leben in der DDR 03.12.2015 15:48
von thomas 48 | 3.566 Beiträge

Zitat von populaerkultur im Beitrag #12
Hier noch einmal die Fragen:


1. Wann haben Sie die die Serie gesehen? Anfang/Mitte der 70er Jahre oder später?

2. Wo und wie haben Sie die Sendung geschaut? Allein, mit Familie, mit Freunden? Gab es einen eigenen Fernseher im Haus?

3. Warum hat man die Sendung geschaut? Was begeisterte/faszinierte an DANIEL BOONE? Was machte die Serie interessanter als andere Sendungen?

4. Hat man sich mit anderen über DANIEL BOONE ausgetauscht? Mit der Familie, den Mitschülern, Freunden, Kollegen?

5. Haben Sie sich darüber hinaus für Wild West-Themen interessiert? Karl May? Indianervereine o.ä.?

6. Gab es ein Gefühl/Bewusstsein dafür, dass DANIEL BOONE Amerikaner war, also eigentlich Staatsfeind? Spielte das eine Rolle bei der Begeisterung für die Sendung?

7. Haben Sie sich gefragt, warum das Staatsfernsehen so eine Sendung erlaubte?

8. Haben Sie damals regelmäßig Westfernsehen gesehen? Wenn ja, welche Sendungen?

9. Steht die Begeisterung für DANIEL BOONE in Beziehung zum eigenen Verhältnis zur DDR?

Über Antworten (gerne auch etwas ausführlicher) freue ich mich nach wie vor. Bitte an populaerkultur@gmx.de oder als PN schicken.
Vielen Dank!



Meine schnellen Antworten
Ich bin 1948 geboren.
1.
nie
2
nie, damals hatte nicht jeder ein Fernseher gehabt
5
Karl May war in meiner Schulzeit streng verboten, es gab oft Ranzenkontrolle
Indianervereine gab es bei uns nicht, wir haben eine große Germanentruppe gehabt.

Viele Kinder hatten im Wald Buden und Höhlen gehabt und spielten Indianer
6.9
Ich glaube nicht das jemand der solche Filme sah, seine Sicht
zur DDR änderte.
8.
Kinderserien
Fury, Lassi, Rin Tin Tin, der fliegende Elefant
Western
Am Fuß der blauen Berge, rauchende Colts
Sport
Tennis, Ski mit Heinz Mäggerlein (gab es damals schon Sportschau?)
Humor
Millowitsch, Komödienstadel, Blauer Bock, Mainzer Karneval
Werbung
Hessen
Ratespiele
Die 7 gescheiten, Beruferaten, 3 Berufe und einer sagt die wahrheit, EWG
Politik
jeden Sonntag Frühschoppen, alle Berichte von Becker(?) und von Zahn,die Stachelschweine, Lach und Schießgesellschaft
kurze Filme
Abenteuer unter Wasser, Sprung aus den Wolken,, Wanninger
Krimis, Kriegsfilme
durfte ich nicht sehen.
........................................
Schon lange her, das meiste habe ich vergessen.
Heute haben wir zu viel Sendungen und unsere Enkel gehen nicht in die Natur um dort zu spielen


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zuletzt bearbeitet 03.12.2015 16:35 | nach oben springen

#22

RE: Daniel Boone (Fernsehserie)

in Leben in der DDR 03.12.2015 15:51
von StabsfeldKoenig | 2.618 Beiträge

Zitat von populaerkultur im Beitrag #12
Hier noch einmal die Fragen:


1. Wann haben Sie die die Serie gesehen? Anfang/Mitte der 70er Jahre oder später?

2. Wo und wie haben Sie die Sendung geschaut? Allein, mit Familie, mit Freunden? Gab es einen eigenen Fernseher im Haus?

3. Warum hat man die Sendung geschaut? Was begeisterte/faszinierte an DANIEL BOONE? Was machte die Serie interessanter als andere Sendungen?

4. Hat man sich mit anderen über DANIEL BOONE ausgetauscht? Mit der Familie, den Mitschülern, Freunden, Kollegen?

5. Haben Sie sich darüber hinaus für Wild West-Themen interessiert? Karl May? Indianervereine o.ä.?

6. Gab es ein Gefühl/Bewusstsein dafür, dass DANIEL BOONE Amerikaner war, also eigentlich Staatsfeind? Spielte das eine Rolle bei der Begeisterung für die Sendung?

7. Haben Sie sich gefragt, warum das Staatsfernsehen so eine Sendung erlaubte?

8. Haben Sie damals regelmäßig Westfernsehen gesehen? Wenn ja, welche Sendungen?

9. Steht die Begeisterung für DANIEL BOONE in Beziehung zum eigenen Verhältnis zur DDR?

Über Antworten (gerne auch etwas ausführlicher) freue ich mich nach wie vor. Bitte an populaerkultur@gmx.de oder als PN schicken.
Vielen Dank!





Ich habe die Serie damals leider nicht gesehen, aber bereits mit beginn der Diskussion meiner "Selektorenliste" bei "www.fernsehserien.de" hinzugefügt. Serie ist diesmal leider nicht im Weihnachtsprogramm, dafür aber "Spuk von draußen" auf dem MDR vom 24.12 bis 01.01..



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#23

RE: Daniel Boone (Fernsehserie)

in Leben in der DDR 03.12.2015 16:41
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat
... mit beginn der Diskussion meiner "Selektorenliste" bei "www.fernsehserien.de" hinzugefügt. Serie ist diesmal leider nicht im Weihnachtsprogramm, ...

Wieso Weinhastprogramm, die Serie ist doch immer im Angebot ...
youtube.com/playlist?list=PLpalD7hdQxE3LN8Z5P8iQ1cIuy09TOHs6


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#24

RE: Daniel Boone (Fernsehserie)

in Leben in der DDR 03.12.2015 17:40
von populaerkultur | 4 Beiträge

Zitat von Grstungen386 im Beitrag #16
@populärkultur, tut mir leid, war Schlafmütze, Du schriebst ja schon im ersten Beitrag über den Anlass, las ich jetzt erst, entschuldige bitte...


Kein Problem. Danke für das Interesse und ich freue mich dann auf die Antworten!



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#25

RE: Daniel Boone (Fernsehserie)

in Leben in der DDR 03.12.2015 18:50
von Hanum83 | 4.662 Beiträge

Zitat von Grstungen386 im Beitrag #20
Interessant bei wikipedia, Fess Parker war Freund von Ronald Reagan und wäre fast US-Botschafter in Australien geworden, rest in peace, Big Daniel Boone...


Au Backe, jetzt wird wohl die Begeisterung für Daniel Boone bei ein paar Forumskollegen gleich gigantisch nachlassen


Ein Jahr lang 10 Kilometer der innerdeutschen Grenze 1983/84 mitbewacht.
(Zusatz-Info auf Wunsch eines einzelnen Users: War dabei auch Postenführer.)
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#26

RE: Daniel Boone (Fernsehserie)

in Leben in der DDR 03.12.2015 20:02
von Lutze | 8.027 Beiträge

Zitat von Grstungen386 im Beitrag #18
Dean Reed war bekanntester Amerikaner in der DDR...

Angela Davis war auch sehr bekannt in der DDR
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#27

RE: Daniel Boone (Fernsehserie)

in Leben in der DDR 03.12.2015 22:43
von Hanum83 | 4.662 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #26
Zitat von Grstungen386 im Beitrag #18
Dean Reed war bekanntester Amerikaner in der DDR...

Angela Davis war auch sehr bekannt in der DDR
Lutze


Aber nicht volkseigen wie der Dean, seine angedachte Verabschiedung aus dem Volkseigentum soll ja sein Ableben etwas befördert haben, hieß es jedenfalls, aber ist OT.


Ein Jahr lang 10 Kilometer der innerdeutschen Grenze 1983/84 mitbewacht.
(Zusatz-Info auf Wunsch eines einzelnen Users: War dabei auch Postenführer.)
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#28

RE: Daniel Boone (Fernsehserie)

in Leben in der DDR 03.12.2015 23:04
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Dean Reed war doch nicht volkseigen, den hatte Renate Blume in Beschlag genommen.
Micha


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#29

RE: Daniel Boone (Fernsehserie)

in Leben in der DDR 04.12.2015 02:23
von HG19801 | 1.613 Beiträge

Zitat von thomas 48 im Beitrag #21
Karl May war in meiner Schulzeit streng verboten, es gab oft Ranzenkontrolle
Indianervereine gab es bei uns nicht, wir haben eine große Germanentruppe gehabt.
Grundsätzlich war das Lesen von Karl May-Literatur in der DDR nicht verboten, sie wurde nur lange Zeit nicht verlegt, weil sie von den Zensoren sowie deren fleißigen Adlaten (emsige Ranzenkontrolleure) ob ihres Mangels an sozialistischem Kulturgut als auch ihrer Glorifizierung in der Kaiser- und NS-Zeit als minderwertig und trivial abgetan wurde.

Indianervereine gab es in der DDR sehr wohl, nur wurden sie ähnlich wie die Karl May-Romane kritisch und misstrauisch beäugt.




"Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit,
aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher." – Albert Einstein


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#30

RE: Daniel Boone (Fernsehserie)

in Leben in der DDR 04.12.2015 07:06
von marc | 561 Beiträge

Das die Indianer politisch in der DDR populär wurden geschah allerding erst seit 1966 (Söhne der großen Bärin), mit den offiziellen DEFA-Filmen zu dem Thema und der Darstellung der unterdrückten amerikanischen Indianerstämme.



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zuletzt bearbeitet 04.12.2015 07:57 | nach oben springen

#31

RE: Daniel Boone (Fernsehserie)

in Leben in der DDR 04.12.2015 08:15
von damals wars | 12.113 Beiträge

Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#32

RE: Daniel Boone (Fernsehserie)

in Leben in der DDR 11.12.2015 20:52
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von populaerkultur im Beitrag #12
Hier noch einmal die Fragen:


1. Wann haben Sie die die Serie gesehen? Anfang/Mitte der 70er Jahre oder später?

2. Wo und wie haben Sie die Sendung geschaut? Allein, mit Familie, mit Freunden? Gab es einen eigenen Fernseher im Haus?

3. Warum hat man die Sendung geschaut? Was begeisterte/faszinierte an DANIEL BOONE? Was machte die Serie interessanter als andere Sendungen?

4. Hat man sich mit anderen über DANIEL BOONE ausgetauscht? Mit der Familie, den Mitschülern, Freunden, Kollegen?

5. Haben Sie sich darüber hinaus für Wild West-Themen interessiert? Karl May? Indianervereine o.ä.?

6. Gab es ein Gefühl/Bewusstsein dafür, dass DANIEL BOONE Amerikaner war, also eigentlich Staatsfeind? Spielte das eine Rolle bei der Begeisterung für die Sendung?

7. Haben Sie sich gefragt, warum das Staatsfernsehen so eine Sendung erlaubte?

8. Haben Sie damals regelmäßig Westfernsehen gesehen? Wenn ja, welche Sendungen?

9. Steht die Begeisterung für DANIEL BOONE in Beziehung zum eigenen Verhältnis zur DDR?

Über Antworten (gerne auch etwas ausführlicher) freue ich mich nach wie vor. Bitte an populaerkultur@gmx.de oder als PN schicken.
Vielen Dank!




zu 1. Anfang der 70-er Jahre
zu 2. Mit Familie und allein (verbotenermaßen...), wir hatten einen eigenen Fernseher.
zu 3. Die Serie war spannend, hat Spaß gemacht, mehr eigentlich nicht.
zu 4. Nein, Fernsehen war Freizeitbeschäftigung aber kein Gesprächsthema.
zu 5. Nur ganz allgemein via Büchern aus der Bibliothek. Die Söhne der großen Bärin und ähnliche.
zu 6. Das war egal, nur Fernsehen halt. Es spielte sowieso in einer anderen Zeit.
zu 7. Nein. Es lief, war spannend und damit gut.
zu 8. Ja, regelmäßig. Tagesschau, "Tatort" (im Wechsel mit Polizeiruf 110), Abendfilme, Serien, Shows (am laufenden Band...) und sehr gerne Tierfilme von Gzimek oder Cousteau.
zu 9. Nein, das waren "nur Filme". Für Vergleiche war die Tagesschau vers. Aktuelle Kamera oder im Extremfall auch mal Ede (schwarzer Kanal) versus Löwenqual (Kennzeichen D) eher mal brauchbar. Wobei die Wahrheit üblicherweise immer irgendwo in der Mitte lag. Richtig glaubwürdig war keine Seite und daher habe ich alles eher als Show abgetan. Filme waren kein Maßstab.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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zuletzt bearbeitet 11.12.2015 20:53 | nach oben springen

#33

RE: Daniel Boone (Fernsehserie)

in Leben in der DDR 13.12.2015 15:10
von ABV | 4.202 Beiträge

" Daniel Boone" gehörte zu den wenigen, oder war es gar die einzige, im DDR-Fernsehen gezeigte, in den USA produzierte Fernsehserie. Viel später, erst 1990, lief die Serie auch in " SAT 1".
Eigentlich grenzt es fast an ein Wunder, dass die Serie überhaupt im DDR-Fernsehen lief. Warum? Ganz einfach: Weil die gezeigten Handlungen eher der Pflege von " Wildwest-Klischees" diente. Weniger jedoch der Vermittlung eines realen Bildes von der Besiedlung der USA zum Ende des 18.Jahrhunderts. Der von Fess Parker grandios dargestellte Daniel Boone, hat mit dem echten Trapper und Entdecker, außer dem Namen, nichts gemein. Anders als im Film, war dieser Daniel Boone alles andere als ein Freund der Indianer. Die Freundschaft zwischen ihm und dem Cherokesen Mingo dürfte wohl nur der Phantasie eines Autors entsprungen sein.
Daniel Boone war nicht nur kein Freund der Indianer. Laut Überlieferung soll er auch kein Familienmensch gewesen sein. So soll seine Ehefrau nicht selten jahrelang mit den Kindern allein Zuhause gewesen sein, während " Papa durch die Wildnis streifte".

Außerdem stand die Serie im krassen Gegensatz zu den DEFA-Indianerfilmen. Viel zu viele " gute Weiße". Das geht gar nicht! Vielleicht hat ja der zuständige Zensor beim Anschauen der Reihe gepennt?

Egal. Ich fand die Serie damals gut und finde sie noch gut. Wer will sich denn immer nur historisch verbürgte, hundertprozentig mit der Wirklichkeit übereinstimmende Filme anschauen? Wie soll man denn da der grauen Wirklichkeit entfliehen? Wenn edle Helden wie Daniel Boone und Mingo gegen die Bösen kämpfen, der Gerechtigkeit zum Sieg verhelfen, noch dazu ohne verbissene Ideologie, dann ist die Welt, wenigstens für einen kurzen Moment, wieder in Ordnung!
Vielleicht ist die Serie ja gerade deshalb in der DDR so gut angekommen?

Viele Grüße aus dem Oderbruch
und allen noch einen schönen 3.Advent

Uwe


www.Oderbruchfotograf.de

http://seelow89.wordpress.com/tag/volkspolizei-seelow/


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#34

RE: Daniel Boone (Fernsehserie)

in Leben in der DDR 13.12.2015 17:04
von Perle | 106 Beiträge

Zitat von ABV im Beitrag #33
" Daniel Boone" gehörte zu den wenigen, oder war es gar die einzige, im DDR-Fernsehen gezeigte, in den USA produzierte Fernsehserie. Viel später, erst 1990, lief die Serie auch in " SAT 1".
Eigentlich grenzt es fast an ein Wunder, dass die Serie überhaupt im DDR-Fernsehen lief. Warum? Ganz einfach: Weil die gezeigten Handlungen eher der Pflege von " Wildwest-Klischees" diente. Weniger jedoch der Vermittlung eines realen Bildes von der Besiedlung der USA zum Ende des 18.Jahrhunderts. Der von Fess Parker grandios dargestellte Daniel Boone, hat mit dem echten Trapper und Entdecker, außer dem Namen, nichts gemein. Anders als im Film, war dieser Daniel Boone alles andere als ein Freund der Indianer. Die Freundschaft zwischen ihm und dem Cherokesen Mingo dürfte wohl nur der Phantasie eines Autors entsprungen sein.
Daniel Boone war nicht nur kein Freund der Indianer. Laut Überlieferung soll er auch kein Familienmensch gewesen sein. So soll seine Ehefrau nicht selten jahrelang mit den Kindern allein Zuhause gewesen sein, während " Papa durch die Wildnis streifte".

Außerdem stand die Serie im krassen Gegensatz zu den DEFA-Indianerfilmen. Viel zu viele " gute Weiße". Das geht gar nicht! Vielleicht hat ja der zuständige Zensor beim Anschauen der Reihe gepennt?

Egal. Ich fand die Serie damals gut und finde sie noch gut. Wer will sich denn immer nur historisch verbürgte, hundertprozentig mit der Wirklichkeit übereinstimmende Filme anschauen? Wie soll man denn da der grauen Wirklichkeit entfliehen? Wenn edle Helden wie Daniel Boone und Mingo gegen die Bösen kämpfen, der Gerechtigkeit zum Sieg verhelfen, noch dazu ohne verbissene Ideologie, dann ist die Welt, wenigstens für einen kurzen Moment, wieder in Ordnung!
Vielleicht ist die Serie ja gerade deshalb in der DDR so gut angekommen?

Viele Grüße aus dem Oderbruch
und allen noch einen schönen 3.Advent

Uwe


Wenn ich mich nicht alles täuscht..... war nicht Daniel Boone`s mit seiner Bibermütze, bester Freund der schwarzhäutige Weggefährte namens,,Mingo''?
....... das Gleiche kann man auch von den amerikanischen Spielfilmen sagen , die einst in den 70zigern und 80zigern in den DDR-Kino´s liefen.
Es sollte dort gezeigt werden wie die Zustände in der kapitalistischen Welt damals vorherschten und immer noch sind. Waffenbesitz,Mord,Totschlag,Drogenhandel,Prostitution etc.Aber genau das Gegenteil wurde erreicht.Viele sympathisierten sich mit ihnen und feierten sie oder nahmen sie als Vorbild.


Gruß Perle


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#35

RE: Daniel Boone (Fernsehserie)

in Leben in der DDR 13.12.2015 17:25
von damals wars | 12.113 Beiträge

Ich habe die Serie auch als unblutig in Erinnerung, daher sicher pädagogisch geeignet.

Die Popularität der Indianer begann schon früher:

Hier noch mal die bereits angeführte Liselotte_Welskopf

https://de.wikipedia.org/wiki/Liselotte_...tische_Arbeiten


1951 Erster Preis für Jugendliteratur der DDR für Die Söhne der Großen Bärin
1958 und 1961 Vaterländischer Verdienstorden
1966 Banner der Arbeit
1968 Friedrich-Gerstäcker-Preis für Die Söhne der Großen Bärin
1972 Nationalpreis der DDR III. Klasse
1974 Hervorragender Wissenschaftler des Volkes

Auch sehr populär: https://de.wikipedia.org/wiki/Blauvogel_%28Buch%29
Blauvogel – Wahlsohn der Irokesen ist ein Buch von Anna Müller-Tannewitz, welches 1950 im Verlag Neues Leben erschien.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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zuletzt bearbeitet 13.12.2015 17:35 | nach oben springen

#36

RE: Daniel Boone (Fernsehserie)

in Leben in der DDR 13.12.2015 17:52
von damals wars | 12.113 Beiträge

Ist mir mehr in Erinnerung


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
schulzi hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#37

RE: Daniel Boone (Fernsehserie)

in Leben in der DDR 13.12.2015 18:18
von Mike59 | 7.939 Beiträge

Zitat von damals wars im Beitrag #35
Ich habe die Serie auch als unblutig in Erinnerung, daher sicher pädagogisch geeignet.

Die Popularität der Indianer begann schon früher:

Hier noch mal die bereits angeführte Liselotte_Welskopf

https://de.wikipedia.org/wiki/Liselotte_...tische_Arbeiten


1951 Erster Preis für Jugendliteratur der DDR für Die Söhne der Großen Bärin
1958 und 1961 Vaterländischer Verdienstorden
1966 Banner der Arbeit
1968 Friedrich-Gerstäcker-Preis für Die Söhne der Großen Bärin
1972 Nationalpreis der DDR III. Klasse
1974 Hervorragender Wissenschaftler des Volkes

Auch sehr populär: https://de.wikipedia.org/wiki/Blauvogel_%28Buch%29
Blauvogel – Wahlsohn der Irokesen ist ein Buch von Anna Müller-Tannewitz, welches 1950 im Verlag Neues Leben erschien.




Also wenn ich das Buch Blauvogel richtig in Erinnerung habe - dann ist der Begriff "Wahlsohn" wohl ein ganz klein wenig übertrieben. Es war meiner Erinnerung nach eher wie die Anfangsszenen von "Little Big Man".

Übrigens auch ein amerikanischer Film der in der DDR lief und durchaus auch eine Botschaft in sich trägt, die der Menschlichkeit.


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zuletzt bearbeitet 13.12.2015 18:19 | nach oben springen

#38

RE: Daniel Boone (Fernsehserie)

in Leben in der DDR 13.12.2015 19:00
von andyman | 1.871 Beiträge

Ganz genau so.Von wählen kann keine Rede sein,der weiße Sohn der englischsprachigen Familie die von den Irokesen umgebracht wurde,die auf der Seite der Franzosen standen,hatte Glück das er nicht umgebracht wurde.
Lgandyman


Gruß aus Südschweden
Was nützt alles Hasten und Jagen,auch du bist nur ein Tropfen im Meer der Unendlichkeit. Confuzius
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#39

RE: Daniel Boone (Fernsehserie)

in Leben in der DDR 13.12.2015 20:47
von boofinger | 140 Beiträge

Ein Familienmitglied, Anfang der 70er geboren, bekam auf Grund dieser Serie im Westfernsehen den Namen Daniel verpasst.



Boofinger (an weiteren Fragen kein Interesse habend, da mich diese Serie nie weiter interessiert hat...)


„Der Weg zum Ziel ist gefährlich. Er ist die Flugbahn aller Geschosse.“ Stanislaw Jerzy, poln. Schriftsteller
* NVA * Grundwehrdienst 88-90 * 3. Raketenbrigade * Vermesser *
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#40

RE: Daniel Boone (Fernsehserie)

in Leben in der DDR 13.12.2015 20:49
von Mike59 | 7.939 Beiträge

Zitat von boofinger im Beitrag #39
Ein Familienmitglied, Anfang der 70er geboren, bekam auf Grund dieser Serie im Westfernsehen den Namen Daniel verpasst.



Boofinger (an weiteren Fragen kein Interesse habend, da mich diese Serie nie weiter interessiert hat...)


Ich dachte die lief erst nach der Wende im Westfernsehen?


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