#1

7. Oktober

in DDR Staat und Regime 07.10.2015 21:40
von MajorTom | 217 Beiträge

7. Oktober 2015. Ein Tag wie jeder andere.
Für viele Menschen jedenfalls.
Was bewegt mich, als ehemaligen Berufssoldaten der NVA der DDR, an diesem Tag? Welche Gedanken gehen mir durch den Kopf?
Wir haben mit der Gründung der DDR am 07.Oktober 1949 manifestiert, daß wir eine bessere Zukunft wollen, als weiter einem System zu hofieren, daß seinen Gipfel von 1933 – 45 erreichte.
Eine Zukunft ohne Ausbeutung. Eine Zukunft, in der ein neues 33 – 45 unmöglich war, die Menschen frei sein sollten von Zukunftsängsten. Das haben wir bis 1989 geschafft, danach kamen die Zukunftsängste wieder. Abrupt. Wir hatten versagt. Versagt dabei, die Menschen zu erreichen, ihnen zu vermitteln, was wir taten, und warum wir es taten. Daß es eben nicht darum ging, die Menschen zu gängeln und zu bevormunden, sie gar einzusperren, wie manche das empfanden, und „der Westen“, die alte Bundesrepublik, nicht müde wurde, uns mit ihren Propagandawerkzeugen einzutrichtern.
Auf sehr subtile Art, nicht, wie wir meistens, mit dem Holzhammer. Es ging darum, mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln, nicht nur den finanziellen, für alle ein Leben zu ermöglichen, in dem jeder genug zu essen hatte – wenn auch nicht jeden Tag Rindersteak. In dem jeder ein Dach über dem Kopf hatte, wenn auch noch nicht jeder ein eigenes. In dem es für jeden was Ordentliches anzuziehen gab – wenn auch nicht für jeden eine Markenjeans. In dem jeder Arbeit hatte, und sich keine Sorgen darum machen brauchte, ob er morgen noch Arbeit hat. Nicht jeder konnte seinen Wunschberuf erlernen, nicht jeder konnte studieren. Das war zum einen eine Kostenfrage, denn Ausbildung kostet Geld. Zum anderen war es eine Bedarfsfrage. Was passiert, wenn die Studiengänge auf Teufel komm raus vollgestopft werden, ob Bedarf da ist, oder nicht, sieht man heute. Wie viele studierte Leute fahren Taxi – und nicht im Fahrzeugfond. Wie viele sitzen irgendwo als Aushilfe an der Kasse.
Wie viele ausgebildete Fachverkäufer gibt es eigentlich noch? Wie hoch ist der Prozentsatz von Aushilfskräften im Einzelhandel?
Ganz zu schweigen davon, daß 40 Jahre Frieden herrschte, weil dem Ausbreitungswillen des Kapitals um jeden Preis etwas entgegenstand – nämlich wir. Wir machten durch unseren hohen Stand in der Gefechtsausbildung deutlich: Du kommst bis hierher und nicht weiter! Wenn Du uns ans Leder willst, dann mußt Du mit massiver Gegenwehr rechnen! Und haben gleichzeitig immer deutlich gemacht, daß nicht der einfache Soldat, nicht der Arbeiter, der Bauer auf der anderen Seite unser Feind wäre.
Nun, der Gegner hat uns „durch die kalte Küche“ erwischt. Er kann sich ins Fäustchen lachen. Seit 1999 sind wieder Kriege in Europa nicht nur möglich, sondern Realität. Und aktuell bringt uns dieses System durch ungebremste Ausdehnung an den Rand des nächsten, auf lange Sicht letzten Weltkrieges. Auch durch Nichteinhaltung von Versprechen, wie schon immer in der Geschichte dieses Systems. Gorbatschow wurde damals zugesagt, daß es keine Ostausdehnung der NATO geben würde. Also keine Republik Polen in der NATO, keine Tschechische Republik, und, und, und. Und jetzt patrouillieren bereits voll aufmunitionierte deutsche Kampfflieger an den russischen Grenzen. An den Grenzen eines Staates, der bisher immer nur von seinen Nachbarn und anderen Staaten überfallen wurde, nie selbst einen Nachbarn überfiel. Wegen dessen „Aggressionsbereitschaft“. Tausende Panzer wurden in Mittel- und Osteuropa stationiert. Man sah im Internet Fotos von Zügen und Schiffen, voll mit M1 Abrams, mit Bradleys, auf ihrem Weg in den Osten. Man sah die Bilder US-amerikanischer Soldaten, die mit ihren Sturmgewehren im Handgepäck versuchten, in Österreich den Flieger zu verlassen, bzw. den nächsten zu besteigen. Man sah die Bilder US-amerikanischer Soldaten, die in der Ukraine mit Bussen transportiert wurden. Wohin wohl? Man sah die US-amerikanischen Waffen, die bei den ukrainischen Einheiten zum Einsatz kamen und kommen. Man sieht die Besuche US-amerikanischer und anderer NATO-Politiker in der Ukraine, wonach immer neue Kampfhandlungen aufflammen.
Deshalb auch und besonders an diesem Tag unser Appell: Nie wieder!

zu finden auf:
www.traditionsverband-nva.de


Die DDR war meine Heimat, auch wenn nicht alles Gold war, was glänzte - wo die DDR war, ist meine Heimat nicht mehr


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#2

RE: 7. Oktober

in DDR Staat und Regime 07.10.2015 22:08
von damals wars | 12.145 Beiträge

Im meiner Erinnerung war der 7. Oktober immer ein ganz besonderer Tag.
Wir fuhren als Kinder mit der Straßenbahn nach Schkopau, ins Bunaklubhaus, so eine Art Palast der Republik für die Arbeiter des VEB Chemische Werke Buna. Mit Theatersaal mit Drehbühne und Kinoanlage, ein riesiges Gebäude mit reichlich Nebengelass füe diverse Freizeitgruppen(Schachzirkel usw.).
Für Kinder gab es Bastelstationen etc., so ein richtiges Kinderparadis.
Für Verpflegung und Getränke war gesorgt.
Es wurden Produkte der Konsumgüterproduktion verlost. Einmal brachten wir eine große Waschschüssel aus Plaste nach Haus.
Das war für uns schon beeindruckend und unvergesslich.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#3

RE: 7. Oktober

in DDR Staat und Regime 07.10.2015 22:56
von turtle | 6.961 Beiträge

die alte Bundesrepublik, nicht müde wurde, uns mit ihren Propagandawerkzeugen einzutrichtern.

Wie von Schnitzler?

An den Grenzen eines Staates, der bisher immer nur von seinen Nachbarn und anderen Staaten überfallen wurde, nie selbst einen Nachbarn überfiel

Was ihn aber nicht abhielt in Ungarn, der DDR, in der CSSR, oder Georgien militärisch einzugreifen. Georgien ein souveräner Staat ist. Tschetschenien lasse ich mal aus.

Man sah die US-amerikanischen Waffen, die bei den ukrainischen Einheiten zum Einsatz kamen und kommen.

Man sieht auch die russischen Waffen und Panzer in der Ostukraine, die zum Einsatz kommen

Ich sah getarnte russische Soldaten und Panzer auf der Krim.
Ich sehe dass die Krim jetzt russisch ist.

Es gibt nicht nur einen Blickwinkel.

Ja Major Tom, ein guter Beitrag zum Abgesang der DDR, dem ich nur bedingt zustimmen kann. Doch ich hatte zur DDR schon früher ein zwiespältiges Verhältnis.
Mag der DDR nachtrauern wer will, ich nicht. Schuld daran der Bundesrepublik zu geben, nein das ist zu einfach.

Wir hatten versagt. Versagt dabei, die Menschen zu erreichen, ihnen zu vermitteln, was wir taten, und warum wir es taten.

Das ist richtiger. Nicht nur versagt, den Menschen die Hoffnung für ein besseres Deutschland geraubt. Eine Chance was Besseres aufzubauen kläglich verspielt.
Alle Schuld dem Westen zu geben glaubt nicht einmal die Mehrheit der 1000 % tigen.
Der 7. Oktober ? Dieser Tag ist schon so unbedeutend ,nur ein kläglicher Rest wird seiner Gedenken.


Fraggel, Svenni1980, beobachter, ek40, Altmark01, IM Kressin, exgakl und Gert haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#4

RE: 7. Oktober

in DDR Staat und Regime 07.10.2015 23:29
von Moskwitschka | 2.529 Beiträge

Zum 20. Jahrestag habe ich mich beim Volksfest in der Karl - Marx - Allee mt superfrischen Negerküssen meinen Kindermagen vollgeschlagen, nachdem ich auf dem Fernsehturm den Erbauern als Dank rote Nelken überreichen durfte. Da war die Welt der kleinen Pionierin noch in Ordnung.

Inzwischen sind viele Jahre vergangen. Die Erinnerung bleibt.

Heute ist eine neue dazu gekommen. Ich war auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in der Berliner Chausseestraß, um Egon Bahr an seinem Grab als letzten Gruß eine rote Rose zu hinterlassen. Da ich das frische Grab des Menschen, der neben Williy Brandt, mit denen ich schon sehr früh große Hoffnungen verbunden habe, nicht so schnell gefunden habe, bin ich vielen anderen begegnet: Berthold Brecht, Helene Weigel, Johannes R. Becher, Anna Seghers und vielen anderen, die zu meinem Leben gehören. Das Grab von Egon Bahr war noch ganz frisch und ohne Stein. Spontan fiel mir ein - Egon Bahr noch nicht weg und immer noch da.

Anschließend bin ich zur Hannoverschen geschlendert, Wie im Sommer 1989 mit meinen damals noch kleinen Kindern, um ihnen die Vertretung der Bundesrepublik zu zeigen, die damals in aller Munde war, weil dorthin 1984 Menschen geflüchtet waren. Sie sollten den Ort sehen, der immer wieder über die Mattscheibe flimmerte. Das Brandenburger Tor, das wir damals auch ansteuerten, um ihnen zeigen, wohin diese Menschen wollten, habe ich mir dieses Mal gespart.

Ich bin in die Oranienburger um ein Blick auf das Tacheles zu werfen. Kurz vor Beginn der Liniestraße ließ ich mich nieder und gönnte mir eine Pause bei einem oreintalischen Teller mit vielen unterschiedlichen Köstlichkeiten, Fladenbrot und frischem Pfeffereminztee und lies die quierlige Kreuzung auf mich wirken. Das einzige was mich an alte Zeiten erinnerte, waren die lärmenden Straßenbahnen, wenn sich um die Ecke bogen.

Dann ging es weiter die Ornienburger hoch. Wenn mich sonst die Polizisten und die Personenkontrolle vor und in der Synagoge vor dem Betreten abschreckten, so bin ich dieses mal rein, Die Ausstellung über den Bau, die Zerstörung und Wiederaufbau war sehr interessant. Der Beginn des Wiedraufbau war 1988 und fiel noch in die Zeit der DDR. Das war irgendwie versöhnlich.

Weiter zum Hackischen Markt an hell erleuchteten Schaufenstern, sanierten Häusern vorbei habe ich mir die größte Mühe gegeben zu erinnern, wie das vor 26 Jahren war. Es kamen keine Bilder. Und da begann ich zu überlgen, was wäre wohl heute gewesen, wenn es nicht das Jahr 1989 gegeben hätte.

Ich will diesen Gedanken nicht weiter spinnen. Der 7. Okober wird immer mit Erinnerungen und Hoffnungen verbunden sein. Aber auch mit weniger schönen Erinnerungen an den letzten offiziellen Nationalfeiertag. Diese Erinerungen treten immer mehr in den Hintergrund. Ein hoffnungsvoller Glaube rückt in den Vordergrund - meine ganz persönliche Versöhnung mit dem Land DDR.

Ich werde den 7. Oktober 2015 nie vergessen.

LG von der Moskwitschka

EDIT


„Nichts ist schwieriger und nichts erfordert mehr Charakter, als sich im offenen Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein!“

Kurt Tucholsky

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zuletzt bearbeitet 08.10.2015 00:08 | nach oben springen

#5

RE: 7. Oktober

in DDR Staat und Regime 07.10.2015 23:31
von Gert | 12.354 Beiträge

es war gut dass die Einigung D's wenige Tage vor dem 41. Jahrestag der Gründung dieser Kolonie der Russen auf deutschem Boden stattfand.
Der juristische Exitus war längst überfällig und am 3.Oktober 1990 vollzogen, der faktische Exitus durch die mutigen Menschen dieses Teils Deutschlands schon in der Nacht des 9.Novembers 1989 herbeigeführt. Bravo Ich finde es auch nicht mehr passend an diesen Tag zu erinnern


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#6

RE: 7. Oktober

in DDR Staat und Regime 07.10.2015 23:38
von Rostocker | 7.719 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #5
es war gut dass die Einigung D's wenige Tage vor dem 41. Jahrestag der Gründung dieser Kolonie der Russen auf deutschem Boden stattfand.
Der juristische Exitus war längst überfällig und am 3.Oktober 1990 vollzogen, der faktische Exitus durch die mutigen Menschen dieses Teils Deutschlands schon in der Nacht des 9.Novembers 1989 herbeigeführt. Bravo Ich finde es auch nicht mehr passend an diesen Tag zu erinnern



Wieso hatte ich nicht den Eindruck,in einer Kolonie der Russen gelebt zu haben?
Grün----Ein Vergleich--- Naja da reicht nur dieses


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#7

RE: 7. Oktober

in DDR Staat und Regime 07.10.2015 23:46
von Fritze | 3.474 Beiträge

@Rostocker Das verstehen wir nicht . Wenn man in Österreich geboren ist ,und dann in Deutschland leben muss , will man Chef sein !

Nacht Fritze


"Das kann doch überhaupt nur jemand nicht wissen ,der entweder vollkommen ahnungslos ist ,oder ,oder jemand der also bösartig ist !"

"If you get up and walk away, leave the past behind, go ahead and take a ride ,no telling what you find ! "
damals wars, Heckenhaus, IM Kressin und Gert haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#8

RE: 7. Oktober

in DDR Staat und Regime 07.10.2015 23:49
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von MajorTom im Beitrag #1
7. Oktober 2015. Ein Tag wie jeder andere.
Für viele Menschen jedenfalls.
Was bewegt mich, als ehemaligen Berufssoldaten der NVA der DDR, an diesem Tag? Welche Gedanken gehen mir durch den Kopf?
Wir haben mit der Gründung der DDR am 07.Oktober 1949 manifestiert, daß wir eine bessere Zukunft wollen, als weiter einem System zu hofieren, daß seinen Gipfel von 1933 – 45 erreichte.
Eine Zukunft ohne Ausbeutung. Eine Zukunft, in der ein neues 33 – 45 unmöglich war, die Menschen frei sein sollten von Zukunftsängsten. Das haben wir bis 1989 geschafft, danach kamen die Zukunftsängste wieder. Abrupt. Wir hatten versagt. Versagt dabei, die Menschen zu erreichen, ihnen zu vermitteln, was wir taten, und warum wir es taten. Daß es eben nicht darum ging, die Menschen zu gängeln und zu bevormunden, sie gar einzusperren, wie manche das empfanden, und „der Westen“, die alte Bundesrepublik, nicht müde wurde, uns mit ihren Propagandawerkzeugen einzutrichtern.
Auf sehr subtile Art, nicht, wie wir meistens, mit dem Holzhammer. Es ging darum, mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln, nicht nur den finanziellen, für alle ein Leben zu ermöglichen, in dem jeder genug zu essen hatte – wenn auch nicht jeden Tag Rindersteak. In dem jeder ein Dach über dem Kopf hatte, wenn auch noch nicht jeder ein eigenes. In dem es für jeden was Ordentliches anzuziehen gab – wenn auch nicht für jeden eine Markenjeans. In dem jeder Arbeit hatte, und sich keine Sorgen darum machen brauchte, ob er morgen noch Arbeit hat. Nicht jeder konnte seinen Wunschberuf erlernen, nicht jeder konnte studieren. Das war zum einen eine Kostenfrage, denn Ausbildung kostet Geld. Zum anderen war es eine Bedarfsfrage. Was passiert, wenn die Studiengänge auf Teufel komm raus vollgestopft werden, ob Bedarf da ist, oder nicht, sieht man heute. Wie viele studierte Leute fahren Taxi – und nicht im Fahrzeugfond. Wie viele sitzen irgendwo als Aushilfe an der Kasse.
Wie viele ausgebildete Fachverkäufer gibt es eigentlich noch? Wie hoch ist der Prozentsatz von Aushilfskräften im Einzelhandel?
Ganz zu schweigen davon, daß 40 Jahre Frieden herrschte, weil dem Ausbreitungswillen des Kapitals um jeden Preis etwas entgegenstand – nämlich wir. Wir machten durch unseren hohen Stand in der Gefechtsausbildung deutlich: Du kommst bis hierher und nicht weiter! Wenn Du uns ans Leder willst, dann mußt Du mit massiver Gegenwehr rechnen! Und haben gleichzeitig immer deutlich gemacht, daß nicht der einfache Soldat, nicht der Arbeiter, der Bauer auf der anderen Seite unser Feind wäre.
Nun, der Gegner hat uns „durch die kalte Küche“ erwischt. Er kann sich ins Fäustchen lachen. Seit 1999 sind wieder Kriege in Europa nicht nur möglich, sondern Realität. Und aktuell bringt uns dieses System durch ungebremste Ausdehnung an den Rand des nächsten, auf lange Sicht letzten Weltkrieges. Auch durch Nichteinhaltung von Versprechen, wie schon immer in der Geschichte dieses Systems. Gorbatschow wurde damals zugesagt, daß es keine Ostausdehnung der NATO geben würde. Also keine Republik Polen in der NATO, keine Tschechische Republik, und, und, und. Und jetzt patrouillieren bereits voll aufmunitionierte deutsche Kampfflieger an den russischen Grenzen. An den Grenzen eines Staates, der bisher immer nur von seinen Nachbarn und anderen Staaten überfallen wurde, nie selbst einen Nachbarn überfiel. Wegen dessen „Aggressionsbereitschaft“. Tausende Panzer wurden in Mittel- und Osteuropa stationiert. Man sah im Internet Fotos von Zügen und Schiffen, voll mit M1 Abrams, mit Bradleys, auf ihrem Weg in den Osten. Man sah die Bilder US-amerikanischer Soldaten, die mit ihren Sturmgewehren im Handgepäck versuchten, in Österreich den Flieger zu verlassen, bzw. den nächsten zu besteigen. Man sah die Bilder US-amerikanischer Soldaten, die in der Ukraine mit Bussen transportiert wurden. Wohin wohl? Man sah die US-amerikanischen Waffen, die bei den ukrainischen Einheiten zum Einsatz kamen und kommen. Man sieht die Besuche US-amerikanischer und anderer NATO-Politiker in der Ukraine, wonach immer neue Kampfhandlungen aufflammen.
Deshalb auch und besonders an diesem Tag unser Appell: Nie wieder!

zu finden auf:
www.traditionsverband-nva.de


Nach dem Lesen dieses Posts möchte ich nur sagen :
deine Naivität möchte ich nur mal für 5 Minuten pachten. Ich komme mir vor, wie auf einer Zeitreise zu meinem Wehrdienst in "deiner" Armee im Sommer 1963 . Dort hatten wir einmal die Woche, wenn ich mich richtig erinnere, "Rotlichtbestrahlung" also Politunterricht wie ihr es nanntet.
Dieser Politoffizier erzählte ähnlichen Stuss, der an jeder Realität vorbei ging, wie ich ein Jahr später im "Feindesland" angekommen, feststellen konnte. Zum Glück konnten die Kommunisten ja viel kontrollieren, aber Gedanken lesen konnten sie noch nicht, sonst wären mir meine Gedanken sicher schlecht bekommen.
Daher sage ich ebenfalls abschließend .Es ist gut, dass der Kommunismus/Sozialismus verschwunden ist. Nie wieder Kommunismus!


.
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John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#9

RE: 7. Oktober

in DDR Staat und Regime 07.10.2015 23:51
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Rostocker im Beitrag #6
Zitat von Gert im Beitrag #5
es war gut dass die Einigung D's wenige Tage vor dem 41. Jahrestag der Gründung dieser Kolonie der Russen auf deutschem Boden stattfand.
Der juristische Exitus war längst überfällig und am 3.Oktober 1990 vollzogen, der faktische Exitus durch die mutigen Menschen dieses Teils Deutschlands schon in der Nacht des 9.Novembers 1989 herbeigeführt. Bravo Ich finde es auch nicht mehr passend an diesen Tag zu erinnern



Wieso hatte ich nicht den Eindruck,in einer Kolonie der Russen gelebt zu haben?
Grün----Ein Vergleich--- Naja da reicht nur dieses


@Rostocker , du kannst dir einbilden was du willst über deine Wohnort. Was ich schreibe ist meine Empfindung, mein Gedanke


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
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Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
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#10

RE: 7. Oktober

in DDR Staat und Regime 08.10.2015 00:00
von Zkom IV | 320 Beiträge

@ Major Tom
Vieles in dieser Stellungnahme des TV der NVA kann ich nachvollziehen. Einiges nicht.
Der "einfache Soldat, Bauer oder Arbeiter" war also nicht der Feind.
Tut mir Leid, dass hat sich mir anders dargestellt.
Als Zöllner an der Grenze kann ich verstehen, dass man mich nicht unbedingt als "Freund" gesehen hat. Völlig klar,
als Angehöriger der Staatsmacht des "Gegners".
Ich selbst habe mich nie als "Feind" oder "Gegner" gesehen.

Besonders aufgefallen ist mir dies jedoch, wenn man als "normaler" Bürger die DDR oder Ostberlin besucht hat.
Da kam als als Gast.
Das gesamte Grenzregime wirkte aber alles andere als gastfreundlich. Man fühlte sich als "nicht gewollt" in diesem Staat.
Zumindest hatte man das Gefühl als Feind behandelt zu werden.

In diesem Zusammenhang alles Böse auf den Westen zu konzentrieren, finde ich doch recht einfach gedacht, auch wenn ich vieles nachvollziehen kann.

Verständlicherweise sehe ich den 7. Oktober aus einer anderen Sicht.
Ich habe mir am 25. Jahrestag der Wiedervereinigung vor einigen Tagen auch wieder viele Gedanken gemacht zu diesem Thema.
Auch mit Kollegen der ehemaligen Volkspolizei war das in den letzten Tagen immer wieder ein Gesprächspunkt. Ein ehemaliger ABV sitzt
mit mir in einem Büro und ist heute Kontaktbereichsbeamter, so wie ich.

Jedoch glaube ich, dass diese Heroisierung, wie sie der TV der NVA hier publiziert, nicht von allen ehemaligen DDR Bürgern geteilt wird.

Gruß Frank



polsam, beobachter, ek40, IM Kressin, exgakl und Gert haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#11

RE: 7. Oktober

in DDR Staat und Regime 08.10.2015 00:28
von Uleu | 528 Beiträge

Habe heute auch mit einem Glas Doppelkorn ( oder war es ein doppeltes Glas Korn ? ) auf den 66. Jahrestag meiner Heimat angestossen. Die Erinnerung hat sie verdient, es lag damals sicher einiges im Argen, aber heute weiss ich - verbessert haben wir uns mit dem neuen alten Deutschland nicht.


" Die geheime Aufklärung ist ein Dienst, der nur Herren vorbehalten ist " ( Oberst Nicolai, Leiter der dt. Militäraufklärung im 1. WK )
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#12

RE: 7. Oktober

in DDR Staat und Regime 08.10.2015 00:41
von Zkom IV | 320 Beiträge

@Uleu
Solche Aussagen erschrecken mich.
War die Zone wirklich so toll ?

Warum haben dann so viele Menschen diesen Staat verlassen ?
War das wirklich nur das "bunte Schaufenster" im Westen?
Ich glaube nicht.

Gruß Frank



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#13

RE: 7. Oktober

in DDR Staat und Regime 08.10.2015 01:54
von StabsfeldKoenig | 2.643 Beiträge

Zitat von turtle im Beitrag #3
die alte Bundesrepublik, nicht müde wurde, uns mit ihren Propagandawerkzeugen einzutrichtern.

Wie von Schnitzler?

An den Grenzen eines Staates, der bisher immer nur von seinen Nachbarn und anderen Staaten überfallen wurde, nie selbst einen Nachbarn überfiel

Was ihn aber nicht abhielt in Ungarn, der DDR, in der CSSR, oder Georgien militärisch einzugreifen. Georgien ein souveräner Staat ist. Tschetschenien lasse ich mal aus.

Man sah die US-amerikanischen Waffen, die bei den ukrainischen Einheiten zum Einsatz kamen und kommen.

Man sieht auch die russischen Waffen und Panzer in der Ostukraine, die zum Einsatz kommen

Ich sah getarnte russische Soldaten und Panzer auf der Krim.
Ich sehe dass die Krim jetzt russisch ist.

Es gibt nicht nur einen Blickwinkel.

Ja Major Tom, ein guter Beitrag zum Abgesang der DDR, dem ich nur bedingt zustimmen kann. Doch ich hatte zur DDR schon früher ein zwiespältiges Verhältnis.
Mag der DDR nachtrauern wer will, ich nicht. Schuld daran der Bundesrepublik zu geben, nein das ist zu einfach.

Wir hatten versagt. Versagt dabei, die Menschen zu erreichen, ihnen zu vermitteln, was wir taten, und warum wir es taten.

Das ist richtiger. Nicht nur versagt, den Menschen die Hoffnung für ein besseres Deutschland geraubt. Eine Chance was Besseres aufzubauen kläglich verspielt.
Alle Schuld dem Westen zu geben glaubt nicht einmal die Mehrheit der 1000 % tigen.
Der 7. Oktober ? Dieser Tag ist schon so unbedeutend ,nur ein kläglicher Rest wird seiner Gedenken.




Georgien hatte Südossetien angegriffen. Rußland hat Beistand geleistet. Die Wessis konnten sehen, was passiert wäre, wenn die Bundeswehr Adenauers "feuchte Träume", daß die Bundeswehr mit klingendem Spiel durchs Brandenburger Tor zieht, versucht hätte, in die Tat umzusetzen. Dann hätten die Armeen des Warschauer Vertrages am Rhein gestanden. Die Autonomie Südossetiens ist übrigens genau so rechtmäßig, wie die des Kosevos.



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#14

RE: 7. Oktober

in DDR Staat und Regime 08.10.2015 01:56
von StabsfeldKoenig | 2.643 Beiträge

Zitat von Rostocker im Beitrag #6
Zitat von Gert im Beitrag #5
es war gut dass die Einigung D's wenige Tage vor dem 41. Jahrestag der Gründung dieser Kolonie der Russen auf deutschem Boden stattfand.
Der juristische Exitus war längst überfällig und am 3.Oktober 1990 vollzogen, der faktische Exitus durch die mutigen Menschen dieses Teils Deutschlands schon in der Nacht des 9.Novembers 1989 herbeigeführt. Bravo Ich finde es auch nicht mehr passend an diesen Tag zu erinnern



Wieso hatte ich nicht den Eindruck,in einer Kolonie der Russen gelebt zu haben?
Grün----Ein Vergleich--- Naja da reicht nur dieses


Ich habe eher seit dem 03.10.1990 den Eindruck, in einer Kolonie Trizonesiens (der sog. "BRD") zu leben.



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#15

RE: 7. Oktober

in DDR Staat und Regime 08.10.2015 01:58
von StabsfeldKoenig | 2.643 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #8
Zitat von MajorTom im Beitrag #1
7. Oktober 2015. Ein Tag wie jeder andere.
Für viele Menschen jedenfalls.
Was bewegt mich, als ehemaligen Berufssoldaten der NVA der DDR, an diesem Tag? Welche Gedanken gehen mir durch den Kopf?
Wir haben mit der Gründung der DDR am 07.Oktober 1949 manifestiert, daß wir eine bessere Zukunft wollen, als weiter einem System zu hofieren, daß seinen Gipfel von 1933 – 45 erreichte.
Eine Zukunft ohne Ausbeutung. Eine Zukunft, in der ein neues 33 – 45 unmöglich war, die Menschen frei sein sollten von Zukunftsängsten. Das haben wir bis 1989 geschafft, danach kamen die Zukunftsängste wieder. Abrupt. Wir hatten versagt. Versagt dabei, die Menschen zu erreichen, ihnen zu vermitteln, was wir taten, und warum wir es taten. Daß es eben nicht darum ging, die Menschen zu gängeln und zu bevormunden, sie gar einzusperren, wie manche das empfanden, und „der Westen“, die alte Bundesrepublik, nicht müde wurde, uns mit ihren Propagandawerkzeugen einzutrichtern.
Auf sehr subtile Art, nicht, wie wir meistens, mit dem Holzhammer. Es ging darum, mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln, nicht nur den finanziellen, für alle ein Leben zu ermöglichen, in dem jeder genug zu essen hatte – wenn auch nicht jeden Tag Rindersteak. In dem jeder ein Dach über dem Kopf hatte, wenn auch noch nicht jeder ein eigenes. In dem es für jeden was Ordentliches anzuziehen gab – wenn auch nicht für jeden eine Markenjeans. In dem jeder Arbeit hatte, und sich keine Sorgen darum machen brauchte, ob er morgen noch Arbeit hat. Nicht jeder konnte seinen Wunschberuf erlernen, nicht jeder konnte studieren. Das war zum einen eine Kostenfrage, denn Ausbildung kostet Geld. Zum anderen war es eine Bedarfsfrage. Was passiert, wenn die Studiengänge auf Teufel komm raus vollgestopft werden, ob Bedarf da ist, oder nicht, sieht man heute. Wie viele studierte Leute fahren Taxi – und nicht im Fahrzeugfond. Wie viele sitzen irgendwo als Aushilfe an der Kasse.
Wie viele ausgebildete Fachverkäufer gibt es eigentlich noch? Wie hoch ist der Prozentsatz von Aushilfskräften im Einzelhandel?
Ganz zu schweigen davon, daß 40 Jahre Frieden herrschte, weil dem Ausbreitungswillen des Kapitals um jeden Preis etwas entgegenstand – nämlich wir. Wir machten durch unseren hohen Stand in der Gefechtsausbildung deutlich: Du kommst bis hierher und nicht weiter! Wenn Du uns ans Leder willst, dann mußt Du mit massiver Gegenwehr rechnen! Und haben gleichzeitig immer deutlich gemacht, daß nicht der einfache Soldat, nicht der Arbeiter, der Bauer auf der anderen Seite unser Feind wäre.
Nun, der Gegner hat uns „durch die kalte Küche“ erwischt. Er kann sich ins Fäustchen lachen. Seit 1999 sind wieder Kriege in Europa nicht nur möglich, sondern Realität. Und aktuell bringt uns dieses System durch ungebremste Ausdehnung an den Rand des nächsten, auf lange Sicht letzten Weltkrieges. Auch durch Nichteinhaltung von Versprechen, wie schon immer in der Geschichte dieses Systems. Gorbatschow wurde damals zugesagt, daß es keine Ostausdehnung der NATO geben würde. Also keine Republik Polen in der NATO, keine Tschechische Republik, und, und, und. Und jetzt patrouillieren bereits voll aufmunitionierte deutsche Kampfflieger an den russischen Grenzen. An den Grenzen eines Staates, der bisher immer nur von seinen Nachbarn und anderen Staaten überfallen wurde, nie selbst einen Nachbarn überfiel. Wegen dessen „Aggressionsbereitschaft“. Tausende Panzer wurden in Mittel- und Osteuropa stationiert. Man sah im Internet Fotos von Zügen und Schiffen, voll mit M1 Abrams, mit Bradleys, auf ihrem Weg in den Osten. Man sah die Bilder US-amerikanischer Soldaten, die mit ihren Sturmgewehren im Handgepäck versuchten, in Österreich den Flieger zu verlassen, bzw. den nächsten zu besteigen. Man sah die Bilder US-amerikanischer Soldaten, die in der Ukraine mit Bussen transportiert wurden. Wohin wohl? Man sah die US-amerikanischen Waffen, die bei den ukrainischen Einheiten zum Einsatz kamen und kommen. Man sieht die Besuche US-amerikanischer und anderer NATO-Politiker in der Ukraine, wonach immer neue Kampfhandlungen aufflammen.
Deshalb auch und besonders an diesem Tag unser Appell: Nie wieder!

zu finden auf:
www.traditionsverband-nva.de


Nach dem Lesen dieses Posts möchte ich nur sagen :
deine Naivität möchte ich nur mal für 5 Minuten pachten. Ich komme mir vor, wie auf einer Zeitreise zu meinem Wehrdienst in "deiner" Armee im Sommer 1963 . Dort hatten wir einmal die Woche, wenn ich mich richtig erinnere, "Rotlichtbestrahlung" also Politunterricht wie ihr es nanntet.
Dieser Politoffizier erzählte ähnlichen Stuss, der an jeder Realität vorbei ging, wie ich ein Jahr später im "Feindesland" angekommen, feststellen konnte. Zum Glück konnten die Kommunisten ja viel kontrollieren, aber Gedanken lesen konnten sie noch nicht, sonst wären mir meine Gedanken sicher schlecht bekommen.
Daher sage ich ebenfalls abschließend .Es ist gut, dass der Kommunismus/Sozialismus verschwunden ist. Nie wieder Kommunismus!



Dann solltest du auch noch ein dreifaches Hurra auf Arbeitslosigkeit, Obdachlosigkeit, Mietwucher, Profitorientierung von Pharmaforschung und Gesundheitswesen ausbringen, um den menschenverachtenden Kapitalismus zu würdigen.



Heckenhaus hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#16

RE: 7. Oktober

in DDR Staat und Regime 08.10.2015 08:20
von turtle | 6.961 Beiträge

Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #13
An den Grenzen eines Staates, der bisher immer nur von seinen Nachbarn und anderen Staaten überfallen wurde, nie selbst einen Nachbarn überfiel

(Turtle)Was ihn aber nicht abhielt in Ungarn, der DDR, in der CSSR, oder Georgien militärisch einzugreifen. Georgien ein souveräner Staat ist. Tschetschenien lasse ich mal aus.


Georgien hatte Südossetien angegriffen. Rußland hat Beistand geleistet. Die Wessis konnten sehen, was passiert wäre, wenn die Bundeswehr Adenauers "feuchte Träume", daß die Bundeswehr mit klingendem Spiel durchs Brandenburger Tor zieht, versucht hätte, in die Tat umzusetzen. Dann hätten die Armeen des Warschauer Vertrages am Rhein gestanden. Die Autonomie Südossetiens ist übrigens genau so rechtmäßig, wie die des Kosevos.


Wie zählt das von den baltischen Staaten? mit dem nie einen anderen Staat überfallen? Schreibe nur mal Fakten ,eine Bewertung erspare ich mir erst einmal. Da in diesem Fällen der Hitler -Stalin Pakt nicht unschuldig ist.

Litauen, Einmarsch 15. Juni 1940, Zwangseingliederung in die Sowjetunion 3. August 1940
Lettland, Einmarsch 17. Juni 1940, Zwangseingliederung in die Sowjetunion 5. August 1940
Estland, Einmarsch 17. Juni 1940, anschließend Zwangseingliederung in die Sowjetunion 6. August 1940


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zuletzt bearbeitet 08.10.2015 08:22 | nach oben springen

#17

RE: 7. Oktober

in DDR Staat und Regime 08.10.2015 08:30
von eisenringtheo | 9.170 Beiträge

Zitat von damals wars im Beitrag #2
Im meiner Erinnerung war der 7. Oktober immer ein ganz besonderer Tag.
Wir fuhren als Kinder mit der Straßenbahn nach Schkopau, ins Bunaklubhaus, so eine Art Palast der Republik für die Arbeiter des VEB Chemische Werke Buna.(...).

Damals war es wohl noch nicht so kaputt wie zwanzig Jahre später..


damals wars hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#18

RE: 7. Oktober

in DDR Staat und Regime 08.10.2015 08:39
von Harsberg | 3.247 Beiträge

Könnte man doch ne Flüchtlingsunterkunft daraus machen?


Phantasie ist wichtiger denn Wissen, denn Wissen ist begrenzt!
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#19

RE: 7. Oktober

in DDR Staat und Regime 08.10.2015 08:44
von Thüringer1970 | 219 Beiträge

Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #15


Dann solltest du auch noch ein dreifaches Hurra auf Arbeitslosigkeit, Obdachlosigkeit, Mietwucher, Profitorientierung von Pharmaforschung und Gesundheitswesen ausbringen, um den menschenverachtenden Kapitalismus zu würdigen.


Genau! Pharmaforschung, war da nicht was auch mit DDR Bürgern, um an Devisen zu kommen?
Das DDR Gesundheitswesen hat ja nur so gestrotz vor Gesundheit. Gab ja alles und die Ärzte konnetn aus den vollen schöpfen.
Und der herrliche menschenachtende Sozialismus mit Jugendwerkhöfen und Bautzen, Hohenschönhausen erst.
Hurra Hurra Hurra


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#20

RE: 7. Oktober

in DDR Staat und Regime 08.10.2015 10:19
von DoreHolm | 7.692 Beiträge

Zitat von Zkom IV im Beitrag #12
@Uleu
Solche Aussagen erschrecken mich.
War die Zone wirklich so toll ?

Warum haben dann so viele Menschen diesen Staat verlassen ?
War das wirklich nur das "bunte Schaufenster" im Westen?
Ich glaube nicht.

Gruß Frank


Grün: Ich denke schon. Bis auf einen sehr geringen Anteil, ich schätze mal etwa 1 - 2 %, waren es ein allererster Linie wirtschaftliche Aspekte, die die Gründe für ein verlassen der DDR waren. Zweifellos nachvollziehbar, für sehr, sehr Viele sicherlich, denen es Dank ihrer Kenntnisse und Fähigkeiten gelang, einen gut bezahlten Job zu finden. Die stark eingeschränkte Reisemöglichkeit halte ich hier nicht als den größten Faktor, der kam mehr zusätzlich. Den Grund dafür in der DDR halte ich nach wie vor nicht aus Gründen des "nicht wollens" Seitens der Regierung, sondern aus Gründen der Devisenknappheit. Einer Devisenknappheit, ohne die sich fast die meisten Fragen erübrigt hätten, denn das würde bedeuten, genug Geld für alle Bürger zum Reisen entsprechend ihres Geldbeutels wie heute auch. Aber über dieses Thema worde schon diskutiert, das möchte ich deshalb nicht wieder hochholen. Kurz gesagt, von mir geschätzte 98 % der damaligen Ausreisenden, ob legal oder illegal, würden heute als Wirtschaftsflüchtlinge betrachtet, denn sie hatten in ihrem Herkunftsland eine gesicherte Existenz ohne Gefahr für Leben und Gesundheit, mit umfassender sozialer Absicherung. Ganz und gar nicht zu vergleichen mit den wegen vorwiegend wirtschaftlicher Gründe hier Asylsuchenden aus den Balkanländern.



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