#61

RE: 7. Oktober

in DDR Staat und Regime 08.10.2015 18:06
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Der 7. Oktober als Nationalfeiertag der DDR ist bis heute als biografische Einbrennlackierung sichtbar, mein Reflex, bei diesem Datum an den Republikgeburtstag zu denken scheint unauslöschbar zu sein, warum auch immer, Freud können wir nicht mehr fragen.
Vieles wird verklärt, auch das ist klar, beispielsweise die berufliche Sicherheit war jeweils einen Monat später immer aufs neue gefährdet, wenn die periodischen Betriebsprüfungen anstanden, da fanden sich immer mal wieder, wenn auch nur temporär, ein paar Lokführerkollegen als Tfz- Wart oder Beimann wieder, wenn Mist geschrieben wurde wie übrigens auch wenn Bahnbetriebsunfälle passierten.
Darauf folgend waren auch Heruntergruppierungen in der Lohngruppe drin, ab BBU 2. Grades auch das ist nicht vergessen...von wegen jeder macht Fehler, die gescheiterten Existenzen hat es gegeben, wenngleich man nicht ins Bodenlose gefallen war.
Warum also nicht trauern statt feiern und sich zu seinen Phantomschmerzen bekennen?
Naja, da müssen wir uns zuerst darauf einigen, Extremfälle auszuklammern, die kürzen sich definitiv gegenseitig weg- die Schieber- und Betrügerbanden womöglich noch mit Devisenbesitz, die wie die Maden im Speck lebten einerseits und die Insassen der berüchtigten Gefängnisse am unteren Ende des Spektrums...lassen wir die mal weg.
Am 7. Oktober feiere ich die Erinnerung an ein unbeschwertes Leben in Freiheit in einer Kategorie, die mir ausreichte, denn Freiheit konnte man damals kaufen, mit Genügsamkeit, Disziplin, Wißbegierigkeit u.a. Tugenden die einem durchaus Türen öffneten, das ist heute nicht anders, es ist eine Handelsplattform der ideelen Werte.
Als ich das verinnerlicht hatte, wurde mein Blick frei für meine Präferenzen mit Blick auf die heutigen Vergleichsmaßstäbe, dazu hab ich anderswo schon viel geschrieben, große Werte wie die Verschmelzung von Arbeits- und Freizeit, offener Umgang mit Kollegen, Nachbarn Vereinskollegen, Pragmatismus bei der Gestaltung des Gemeinwesens auch wenn es zuweilen rustikale Züge hatte will ich hier mal aufzählen ohne den Rahmen sprengen zu wollen.
Es ist eine unglaubliche Ironie des Schicksals, daß ich an jenem 7. Oktober 2015 für meine zehnjährige Betriebszugehörigkeit bei der Privatbahn zusammen mit zwei Vorgesetzten feiern durfte, denen ich meine Hintergedanken selbstverständlich auch verriet, eine Schweizer Personalchefin und ein rumänisch stämmiger Betriebsleiter konnten naturgemäß nicht allzu viel mit solchen Gedankengut anfangen, daß aber jener 7. Oktober ein fest fixierter Auszeichnungstermin meiner DDR- Vergangenheit war, brachte sie aber dann doch zum Schmunzeln, kann sein, daß sie mich auch innerlich ausgelacht haben, böse wäre ich denen aber auch dann nicht, die alte Republik ist halt gegessen, so wie das hochklassige kulinarische Erzeugnis eines renomierten Aachener Gastronomiebetriebes.
Für mich zählte einzig und allein, daß es zwei Gründe zum Feiern und Nachdenken gab und das trage ich noch eine Weile mit mir herum ohne, daß es mich groß runter zieht.



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zuletzt bearbeitet 08.10.2015 18:46 | nach oben springen

#62

RE: 7. Oktober

in DDR Staat und Regime 08.10.2015 18:06
von Alfred | 6.853 Beiträge

Zitat von eisenringtheo im Beitrag #54
Zitat von Alfred im Beitrag #53
Gert,

die BRD hätte doch ganz offiziell die Auslieferung der RAF - Leute beantragen können. Das sich da einige in der DDR aufhielten war in der BRD doch bekannt.

Warum wird man dies nicht gemacht haben ?

Das ist einfach zu beantworten. Ein Auslieferungsbegehren ist das Ersuchen an ein anderes Land, eine Person auszuliefern. Die DDR war aber (nach der Logik der BRD) kein anderes Land.



Es wurden doch auch andere Personen aus der DDR in die BRD ausgeliefert. So u.a. ein Mörder, der sich nach seiner Tat in die DDR abgesetzt hatte.


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#63

RE: 7. Oktober

in DDR Staat und Regime 08.10.2015 18:07
von Alfred | 6.853 Beiträge

Zitat von linamax im Beitrag #57
Zitat von Alfred im Beitrag #53
Gert,

die BRD hätte doch ganz offiziell die Auslieferung der RAF - Leute beantragen können. Das sich da einige in der DDR aufhielten war in der BRD doch bekannt.

Warum wird man dies nicht gemacht haben ?

Und warum habt ihr sie nicht zurück geschickt , daß waren doch Mörder .



Weil es dazu keine Pflicht gibt.


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#64

RE: 7. Oktober

in DDR Staat und Regime 08.10.2015 18:11
von linamax | 2.020 Beiträge

Zitat von Rostocker im Beitrag #58
Zitat von linamax im Beitrag #57
Zitat von Alfred im Beitrag #53
Gert,

die BRD hätte doch ganz offiziell die Auslieferung der RAF - Leute beantragen können. Das sich da einige in der DDR aufhielten war in der BRD doch bekannt.

Warum wird man dies nicht gemacht haben ?

Und warum habt ihr sie nicht zurück geschickt , daß waren doch Mörder .


Der Weinhold war auch ein Doppelmörder--den hat man auch nicht zurückgeschickt

Das war mir klar das dieses kommt . Ich habe nur vermißt Afghanistan


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#65

RE: 7. Oktober

in DDR Staat und Regime 08.10.2015 18:13
von linamax | 2.020 Beiträge

Zitat von Alfred im Beitrag #63
Zitat von linamax im Beitrag #57
Zitat von Alfred im Beitrag #53
Gert,

die BRD hätte doch ganz offiziell die Auslieferung der RAF - Leute beantragen können. Das sich da einige in der DDR aufhielten war in der BRD doch bekannt.

Warum wird man dies nicht gemacht haben ?

Und warum habt ihr sie nicht zurück geschickt , daß waren doch Mörder .



Weil es dazu keine Pflicht gibt.

Aber ihr wart doch wie du immer behauptest ein Rechtsstaat .


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#66

RE: 7. Oktober

in DDR Staat und Regime 08.10.2015 18:16
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #48
Zitat von turtle im Beitrag #16
Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #13
An den Grenzen eines Staates, der bisher immer nur von seinen Nachbarn und anderen Staaten überfallen wurde, nie selbst einen Nachbarn überfiel

(Turtle)Was ihn aber nicht abhielt in Ungarn, der DDR, in der CSSR, oder Georgien militärisch einzugreifen. Georgien ein souveräner Staat ist. Tschetschenien lasse ich mal aus.


Georgien hatte Südossetien angegriffen. Rußland hat Beistand geleistet. Die Wessis konnten sehen, was passiert wäre, wenn die Bundeswehr Adenauers "feuchte Träume", daß die Bundeswehr mit klingendem Spiel durchs Brandenburger Tor zieht, versucht hätte, in die Tat umzusetzen. Dann hätten die Armeen des Warschauer Vertrages am Rhein gestanden. Die Autonomie Südossetiens ist übrigens genau so rechtmäßig, wie die des Kosevos.


Wie zählt das von den baltischen Staaten? mit dem nie einen anderen Staat überfallen? Schreibe nur mal Fakten ,eine Bewertung erspare ich mir erst einmal. Da in diesem Fällen der Hitler -Stalin Pakt nicht unschuldig ist.

Litauen, Einmarsch 15. Juni 1940, Zwangseingliederung in die Sowjetunion 3. August 1940
Lettland, Einmarsch 17. Juni 1940, Zwangseingliederung in die Sowjetunion 5. August 1940
Estland, Einmarsch 17. Juni 1940, anschließend Zwangseingliederung in die Sowjetunion 6. August 1940



Vor dem "Einmarsch" hat es dort Revolutionen gegeben, die die Ergebnisse der Interventionskriege rückgängig machten. die neuen Regierungen haben die rote Armee zu Hilfe gerufen. Und Bürger der späteren baltischen Republiken waren 1917 an der Revolution aktiv beteiligt, Lenins Leibwache bestand aus lettischen Schützen.


ha ha, immer die selbe Chose, die roten Armee wurde um Hilfe gebeten , vielleicht so wie 1956 in Ungarn und Polen oder 1968 in der CSSR.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#67

RE: 7. Oktober

in DDR Staat und Regime 08.10.2015 18:22
von Alfred | 6.853 Beiträge

Gert,

wann ist denn die rote Armee in Polen einmarschiert ?

Ungarn und CSSR ist klar, aber Polen ?


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#68

RE: 7. Oktober

in DDR Staat und Regime 08.10.2015 18:23
von exgakl | 7.237 Beiträge

1939...


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....
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#69

RE: 7. Oktober

in DDR Staat und Regime 08.10.2015 18:26
von TOMMI | 1.988 Beiträge

Nun, das wurde uns schon vom Kindes an beigebracht, die Bedeutung dieses Tages.
Es war ein Feiertag, man hatte arbeitsfrei, aber im Gegensatz zum ersten Mai wurde man in Ruhe gelassen
und wurde nicht genötigt, an entsprechenden Brimborium teilzunehmen.
Hat eine persönliche Fußnote:
Eine meiner Nichten hat an diesem Tag Geburtstag. Vermeintlich bis in alle Ewigkeit ein Geburtstag ohne Schule, ohne
Arbeit. Nun, es kam anders.
Da ist noch mein Neffe, sprich, ihr Bruder, ein lieber Kerl, aber mit einer entscheidenden Schwäche: Sein Zahlengedächtnis
und die Fähigkeit, sich Geburtsdaten zu merken, sind nicht die besten.
Eines Jahres schlug er bei meiner Nichte am 3.Oktober auf, umarmte sie, gab ihr ein Geschenk und gratulierte.
Sie war vollkommen übberrascht und verdattert.
So entstand folgender Dialog:
Sie: "Aber ich habe doch gar nicht Geburtstag!"
Er: "Aber klar hast Du!"
Sie: "Nein."
Er: "Sicher hast Du, ich weiß genau, dass es ein Feiertag ist...."


EK 88/I
GR4 / 5.GK (Teistungen)


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#70

RE: 7. Oktober

in DDR Staat und Regime 08.10.2015 18:26
von Alfred | 6.853 Beiträge

Es ging ja hier wohl um die Zeit nach 1945.


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#71

RE: 7. Oktober

in DDR Staat und Regime 08.10.2015 18:28
von Rostocker | 7.726 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #66
Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #48
Zitat von turtle im Beitrag #16
Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #13
An den Grenzen eines Staates, der bisher immer nur von seinen Nachbarn und anderen Staaten überfallen wurde, nie selbst einen Nachbarn überfiel

(Turtle)Was ihn aber nicht abhielt in Ungarn, der DDR, in der CSSR, oder Georgien militärisch einzugreifen. Georgien ein souveräner Staat ist. Tschetschenien lasse ich mal aus.


Georgien hatte Südossetien angegriffen. Rußland hat Beistand geleistet. Die Wessis konnten sehen, was passiert wäre, wenn die Bundeswehr Adenauers "feuchte Träume", daß die Bundeswehr mit klingendem Spiel durchs Brandenburger Tor zieht, versucht hätte, in die Tat umzusetzen. Dann hätten die Armeen des Warschauer Vertrages am Rhein gestanden. Die Autonomie Südossetiens ist übrigens genau so rechtmäßig, wie die des Kosevos.


Wie zählt das von den baltischen Staaten? mit dem nie einen anderen Staat überfallen? Schreibe nur mal Fakten ,eine Bewertung erspare ich mir erst einmal. Da in diesem Fällen der Hitler -Stalin Pakt nicht unschuldig ist.

Litauen, Einmarsch 15. Juni 1940, Zwangseingliederung in die Sowjetunion 3. August 1940
Lettland, Einmarsch 17. Juni 1940, Zwangseingliederung in die Sowjetunion 5. August 1940
Estland, Einmarsch 17. Juni 1940, anschließend Zwangseingliederung in die Sowjetunion 6. August 1940



Vor dem "Einmarsch" hat es dort Revolutionen gegeben, die die Ergebnisse der Interventionskriege rückgängig machten. die neuen Regierungen haben die rote Armee zu Hilfe gerufen. Und Bürger der späteren baltischen Republiken waren 1917 an der Revolution aktiv beteiligt, Lenins Leibwache bestand aus lettischen Schützen.


ha ha, immer die selbe Chose, die roten Armee wurde um Hilfe gebeten , vielleicht so wie 1956 in Ungarn und Polen oder 1968 in der CSSR.



Heute ruft man auch wieder um Hilfe--und zwar im Kundus---da werde die Politdemokraten wohl bald wieder im Reichstag auf Zehenspitzen stehen und um Kriegsverlängerung abstimmen.


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#72

RE: 7. Oktober

in DDR Staat und Regime 08.10.2015 18:36
von turtle | 6.961 Beiträge

Zitat von damals wars im Beitrag #59
Vom 7. Oktober zu den baltischen Staaten die Kurve muss man erst mal bekommen.

Dann ziehen wir mal einen Zahn: Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Memelland

Zitat "Das Memelland wurde nach Artikel 99 des Versailler Vertrags 1919 ohne Volksabstimmung an die alliierten Mächte abgetreten. Von Anfang 1920 bis Anfang 1923 wurde es von Frankreich als deren Vertreter verwaltet. Am 10. Januar 1923 wurde es von Litauen militärisch besetzt und annektiert."

Na, tat es weh?

Das Thema hatten wir schon mal, als es darum ging, warum die Baltischen Staaten in die Sowjetunion flüchteten.
Zur Erinnerung
Zitat: "Am 20. März 1939 (wenige Tage nach der Zerschlagung der Resttschechei) verlangte der damalige deutsche Außenminister Joachim von Ribbentrop die Rückgabe an Deutschland (Ultimatum). Litauen tat dies am 22. März.[1]"



Nö Hubert tat nicht weh. Ich schrieb von den baltischen Staaten . Das Memelland ist wer möchte ein eigenes Thema Wert.
Im 1.Beitrag stand der Satz :An den Grenzen eines Staates, der bisher immer nur von seinen Nachbarn und anderen Staaten überfallen wurde, nie selbst einen Nachbarn überfiel .Gemeint war die Sowjetunion bzw. Russland. Siehst Du so kam ich auf die baltischen Staaten. Also gar nicht so abwegig, Im Übrigen StabsfeldKoenig widerspreche ich gern. Der ist so eisern mit seiner pro Sozialismus Haltung. Hallo StabsfeldKoenig


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#73

RE: 7. Oktober

in DDR Staat und Regime 08.10.2015 18:38
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von Alfred im Beitrag #67
Gert,

wann ist denn die rote Armee in Polen einmarschiert ?

Ungarn und CSSR ist klar, aber Polen ?

Fehler vom Amt @Alfred , der Polnische Arbeiteraufstand 1956 wurde von der polnischen Armee niedergeschlagen.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
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Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
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#74

RE: 7. Oktober

in DDR Staat und Regime 08.10.2015 18:56
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat
Es wurden doch auch andere Personen aus der DDR in die BRD ausgeliefert. So u.a. ein Mörder, der sich nach seiner Tat in die DDR abgesetzt hatte.

Wieso da nicht der übliche Weg, also erstemal selber wegsperren und dann freikaufen lassen? Na wie auch immer ... Thema ist ja der 7. Oktober welcher aus meiner Wahrnehmung heraus seinerzeit der beliebtere der beiden Feiertage war.


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#75

RE: 7. Oktober

in DDR Staat und Regime 08.10.2015 19:10
von mucker82 | 236 Beiträge

Urlaub war echt knapp in der DDR (18Tage!!), da war jeder freie Tag willkommen.


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#76

RE: 7. Oktober

in DDR Staat und Regime 08.10.2015 19:12
von Lutze | 8.039 Beiträge

Beliebt war der 7.Oktober für mich,wenn er in der Arbeitswoche fiel
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#77

RE: 7. Oktober

in DDR Staat und Regime 08.10.2015 19:22
von turtle | 6.961 Beiträge

Zitat von mucker82 im Beitrag #75
Urlaub war echt knapp in der DDR (18Tage!!), da war jeder freie Tag willkommen.


So ist es auch heute, jeder Feiertag ist ein Tag mehr frei. Die Katholiken waren da Cleverer. Viele wissen nicht einmal mehr die Bedeutung des Feiertags X oder Y. Ein Tag mehr für die Familie und die Kinder. Organisierte Jubelfeiern sind nur noch Erinnerung. Erinnere mich noch an DDR Kalender .Mensch was es da alles für Tage gab. Nein nicht alles Feiertage ,aber Ehrentage. Da gab es doch auch etwas zu feiern,oder? Der Eine oder Andere wird da seinen Tag vermissen ob nun der 8.10. den Tag der NVA ,des Chemiefacharbeiters ,oder sonst etwas. Ich mochte nur den Kindertag.


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zuletzt bearbeitet 08.10.2015 19:22 | nach oben springen

#78

RE: 7. Oktober

in DDR Staat und Regime 08.10.2015 19:39
von 94 | 10.792 Beiträge

Na sooo viele warens doch garnicht ...
de.wikipedia.org/wiki/Feiertage_in_der_DDR#Ehren-_und_Gedenktage

Der Heiligenkalender ist da deutlich dichter besetzt, im DDR-Kalender dagegen klafft eine für Heut eine Lücke ...
heiligenlexikon.de/KalenderOktober/8.htm

Na wie auch immer, begeb mich jetzt ma ins Ohr. Da gibts globsch immer was zu feiern?


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#79

RE: 7. Oktober

in DDR Staat und Regime 08.10.2015 20:03
von Harzwanderer | 2.923 Beiträge

Als ob Ihr christliche Feiertage verachtet? Weihnachten machen auch gestandene Kommunisten blau.


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#80

RE: 7. Oktober

in DDR Staat und Regime 08.10.2015 20:19
von beobachter | 92 Beiträge

Zitat von MajorTom im Beitrag #1
7. Oktober 2015. Ein Tag wie jeder andere.
Für viele Menschen jedenfalls.
Was bewegt mich, als ehemaligen Berufssoldaten der NVA der DDR, an diesem Tag? Welche Gedanken gehen mir durch den Kopf?
Wir haben mit der Gründung der DDR am 07.Oktober 1949 manifestiert, daß wir eine bessere Zukunft wollen, als weiter einem System zu hofieren, daß seinen Gipfel von 1933 – 45 erreichte.
Eine Zukunft ohne Ausbeutung. Eine Zukunft, in der ein neues 33 – 45 unmöglich war, die Menschen frei sein sollten von Zukunftsängsten. Das haben wir bis 1989 geschafft, danach kamen die Zukunftsängste wieder. Abrupt. Wir hatten versagt. Versagt dabei, die Menschen zu erreichen, ihnen zu vermitteln, was wir taten, und warum wir es taten. Daß es eben nicht darum ging, die Menschen zu gängeln und zu bevormunden, sie gar einzusperren, wie manche das empfanden, und „der Westen“, die alte Bundesrepublik, nicht müde wurde, uns mit ihren Propagandawerkzeugen einzutrichtern.
Auf sehr subtile Art, nicht, wie wir meistens, mit dem Holzhammer. Es ging darum, mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln, nicht nur den finanziellen, für alle ein Leben zu ermöglichen, in dem jeder genug zu essen hatte – wenn auch nicht jeden Tag Rindersteak. In dem jeder ein Dach über dem Kopf hatte, wenn auch noch nicht jeder ein eigenes. In dem es für jeden was Ordentliches anzuziehen gab – wenn auch nicht für jeden eine Markenjeans. In dem jeder Arbeit hatte, und sich keine Sorgen darum machen brauchte, ob er morgen noch Arbeit hat. Nicht jeder konnte seinen Wunschberuf erlernen, nicht jeder konnte studieren. Das war zum einen eine Kostenfrage, denn Ausbildung kostet Geld. Zum anderen war es eine Bedarfsfrage. Was passiert, wenn die Studiengänge auf Teufel komm raus vollgestopft werden, ob Bedarf da ist, oder nicht, sieht man heute. Wie viele studierte Leute fahren Taxi – und nicht im Fahrzeugfond. Wie viele sitzen irgendwo als Aushilfe an der Kasse.
Wie viele ausgebildete Fachverkäufer gibt es eigentlich noch? Wie hoch ist der Prozentsatz von Aushilfskräften im Einzelhandel?
Ganz zu schweigen davon, daß 40 Jahre Frieden herrschte, weil dem Ausbreitungswillen des Kapitals um jeden Preis etwas entgegenstand – nämlich wir. Wir machten durch unseren hohen Stand in der Gefechtsausbildung deutlich: Du kommst bis hierher und nicht weiter! Wenn Du uns ans Leder willst, dann mußt Du mit massiver Gegenwehr rechnen! Und haben gleichzeitig immer deutlich gemacht, daß nicht der einfache Soldat, nicht der Arbeiter, der Bauer auf der anderen Seite unser Feind wäre.
Nun, der Gegner hat uns „durch die kalte Küche“ erwischt. Er kann sich ins Fäustchen lachen. Seit 1999 sind wieder Kriege in Europa nicht nur möglich, sondern Realität. Und aktuell bringt uns dieses System durch ungebremste Ausdehnung an den Rand des nächsten, auf lange Sicht letzten Weltkrieges. Auch durch Nichteinhaltung von Versprechen, wie schon immer in der Geschichte dieses Systems. Gorbatschow wurde damals zugesagt, daß es keine Ostausdehnung der NATO geben würde. Also keine Republik Polen in der NATO, keine Tschechische Republik, und, und, und. Und jetzt patrouillieren bereits voll aufmunitionierte deutsche Kampfflieger an den russischen Grenzen. An den Grenzen eines Staates, der bisher immer nur von seinen Nachbarn und anderen Staaten überfallen wurde, nie selbst einen Nachbarn überfiel. Wegen dessen „Aggressionsbereitschaft“. Tausende Panzer wurden in Mittel- und Osteuropa stationiert. Man sah im Internet Fotos von Zügen und Schiffen, voll mit M1 Abrams, mit Bradleys, auf ihrem Weg in den Osten. Man sah die Bilder US-amerikanischer Soldaten, die mit ihren Sturmgewehren im Handgepäck versuchten, in Österreich den Flieger zu verlassen, bzw. den nächsten zu besteigen. Man sah die Bilder US-amerikanischer Soldaten, die in der Ukraine mit Bussen transportiert wurden. Wohin wohl? Man sah die US-amerikanischen Waffen, die bei den ukrainischen Einheiten zum Einsatz kamen und kommen. Man sieht die Besuche US-amerikanischer und anderer NATO-Politiker in der Ukraine, wonach immer neue Kampfhandlungen aufflammen.
Deshalb auch und besonders an diesem Tag unser Appell: Nie wieder!

zu finden auf:
www.traditionsverband-nva.de

So eine einseitige Darstellung liest man selten. Wie verbohrt muss man sein um so ein Unsinn von sich zu geben.Man erkennt wie einseitige Ideologie noch 25 jahre nachwirken. Der Traditionsverband der NVA nacht auf mich einen erbärmlichen jämmerlichen Eindruck.Das Treffen im Tierpark Friedrichsfelde zb.erinnert mehr an eine Satireshow als an eine ernste Veranstaltung.Kessler seine Rede hätte auch eine von 1970 oder von 1980 oder von 1985 sein können. Alles ein Einheitsbrei. Ich kann eigentlich Gert in seinen Beiträgen fast immer zustimmen. Gut das die Genossen nicht mehr das Sagen haben


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