#1

Verhältnis MfS - NVA

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 06.10.2015 18:42
von Chris26 | 7 Beiträge

Abgesehen von der Sache OibE in der NVA, hatte das MfS eigentlich gegenüber NVA Angehörigen die "gleichen Rechte" wie gegenüber Zivilisten? oder liefen da Verfahren o.ä. formell über den Dienstweg NVA (Militärjustiz?) ab?



nach oben springen

#2

RE: Verhältnis MfS - NVA

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 06.10.2015 21:50
von Uleu | 528 Beiträge

Verstehe die Frage nicht so richtig ? Meinst Du polizeiliche Rechte ? Oder Befugnisse im Sinne von Vorgesetzter / Unterstellter, oder eines höheren Dienstgrades ? Wenn Du mit formellen Verfahren Untersuchungen gegenüber Dienstvergehen oder Straftaten meinst, kam es immer auf den konkreten Fall und die Auswirkungen an. Beispiel: Wachvergehen in der NVA unter Alkohol interessierte die Abwehr in der Regel nicht, wenn einer wie in meiner Truppe aber mit Waffe und Muni losgezogen ist Nachschub zu besorgen, dann schon.


" Die geheime Aufklärung ist ein Dienst, der nur Herren vorbehalten ist " ( Oberst Nicolai, Leiter der dt. Militäraufklärung im 1. WK )
nach oben springen

#3

RE: Verhältnis MfS - NVA

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 06.10.2015 21:56
von Merkur | 1.018 Beiträge

Zitat von Chris26 im Beitrag #1
Abgesehen von der Sache OibE in der NVA


Nur mal ein kurzer Einwurf von mir, damit nicht ein falscher Eindruck entsteht: 1989 gab es in der NVA und den GT der DDR ganze 6 OibE und die waren nicht in der Truppe tätig



Chris26 und damals wars haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 06.10.2015 22:01 | nach oben springen

#4

RE: Verhältnis MfS - NVA

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 06.10.2015 23:35
von Chris26 | 7 Beiträge

Zitat von Uleu im Beitrag #2
Verstehe die Frage nicht so richtig ? Meinst Du polizeiliche Rechte ? Oder Befugnisse im Sinne von Vorgesetzter / Unterstellter, oder eines höheren Dienstgrades ? Wenn Du mit formellen Verfahren Untersuchungen gegenüber Dienstvergehen oder Straftaten meinst, kam es immer auf den konkreten Fall und die Auswirkungen an. Beispiel: Wachvergehen in der NVA unter Alkohol interessierte die Abwehr in der Regel nicht, wenn einer wie in meiner Truppe aber mit Waffe und Muni losgezogen ist Nachschub zu besorgen, dann schon.


Ich meine z.B., wenn die Stasi nun einen NVA-Angehörigen in Freizeit bzw. Zivil "zur Klärung eines Sachverhalts" "hoppsgenommen" hat. Wurde dann zumindest die entsprechende Einheit informiert, oder tappten die im Dunkeln, wo der verschwunden sei? Und/oder verhielten die sich da "zurückhaltender", wenn es bspw. ein "hoher Dienstgrad" der NVA war?



zuletzt bearbeitet 06.10.2015 23:38 | nach oben springen

#5

RE: Verhältnis MfS - NVA

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 06.10.2015 23:38
von Pitti53 | 8.787 Beiträge

Da gabs schon ne Info


nach oben springen

#6

RE: Verhältnis MfS - NVA

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 06.10.2015 23:42
von Chris26 | 7 Beiträge

und wie war die "IM-Dichte" in der NVA? - mag mich zumindest noch gut erinnern, damals wie nach und nach immer mal ein ex-NVA-Soldat (zunächst übernommen in die Bw) plötzlich nicht mehr zum Dienst erschienen war; wurde dann nur gemunkelt, der sei "weggegauckt" worden. Weiß aber nicht mehr, ob nur wegen falscher Angaben gemacht bei Übernahme re SED-Mitgliedschaft oder wegen nachträglich aufgedeckter früherer IM-Tätigkeit.



nach oben springen

#7

RE: Verhältnis MfS - NVA

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 07.10.2015 03:14
von diefenbaker | 584 Beiträge

Zum Thema IM-Dichte in der NVA habe ich ein Buch von GenMaj von Kirchbach in Erinnerung.
Er hat in den 90ziger Jahren die 14. PzGrenDiv geführt, die aus dem MB V Neubrandenburg hervorgegangen ist und hatte verhältnismäßig viele in die BW übernommene ehem. NVA Soldaten in der Truppe. Er hat mit einem gewissen Bedauern darüber geschrieben, dass er immer wieder das zwangsweise Ausscheiden von Soldaten zu verzeichnen hatte, die in ihren Einstellungsunterlagen falsche Angaben zu ihrem Verhältnis zum MfS gemacht hatten.
Mit Bedauern wohl deshalb, weil er einige von denen als gute Soldaten eingeschätzt hatte, die bei wahrheitsgemäßen Anbaben möglicherweise hätten bleiben können.

Gruss Wolfgang



nach oben springen

#8

RE: Verhältnis MfS - NVA

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 07.10.2015 03:26
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von diefenbaker im Beitrag #7
Zum Thema IM-Dichte in der NVA habe ich ein Buch von GenMaj von Kirchbach in Erinnerung.
Er hat in den 90ziger Jahren die 14. PzGrenDiv geführt, die aus dem MB V Neubrandenburg hervorgegangen ist und hatte verhältnismäßig viele in die BW übernommene ehem. NVA Soldaten in der Truppe. Er hat mit einem gewissen Bedauern darüber geschrieben, dass er immer wieder das zwangsweise Ausscheiden von Soldaten zu verzeichnen hatte, die in ihren Einstellungsunterlagen falsche Angaben zu ihrem Verhältnis zum MfS gemacht hatten.
Mit Bedauern wohl deshalb, weil er einige von denen als gute Soldaten eingeschätzt hatte, die bei wahrheitsgemäßen Anbaben möglicherweise hätten bleiben können.

Gruss Wolfgang


Wolfgang vollste Zustimmung, der größtmögliche Fehler war eben falsche Angaben zu machen. da hat sich wohl manch einer selbst ein Bein gestellt.
Micha.


nach oben springen

#9

RE: Verhältnis MfS - NVA

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 07.10.2015 07:15
von Alfred | 6.841 Beiträge

Morgen,

1987 gab es im gesamten Verantwortungsbereich der HA I rund 12.000 IM der verschiedensten Kategorien und rund 1.000 Führungsoffiziere.

Das waren jedoch nicht nur Angehörige der NVA, sondern aus den ges. Bereich. So war ja die HA I u.a. für die Absicherung des Freizeitbereiches verantwortlich.


zuletzt bearbeitet 07.10.2015 08:26 | nach oben springen

#10

RE: Verhältnis MfS - NVA

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 07.10.2015 08:24
von Beethoven | 137 Beiträge

Ich kenne die Dichte von Informellen Mitarbeitern in der NVA nicht. Aber ein Freund der in der HA II tätig war (hat ja eigentlich nicht so viel mit der NVA zu tun, außer wenn es um Spionage ging) erzählte mir mal, dass die Dichte in der NVA nicht so sehr hoch war und in Spezialtruppen noch geringer als in Linieneinheiten.

Zu meiner Zeit als KC einer FJK wusste ich nur von einem IM im Soldatendienstgrad. Er war ein rechter Dummkopf. Sonst wäre ich nicht drauf gekommen.

In jedem Truppenteil der NVA gab es Angehörige der HA I. Im Schnitt war das ein Offizier für ein Bataillon oder Abteilung und noch ein, zwei selbständige Kompanien. So gab es im Regiment 3 bis 4 Mitarbeiter des MfS, die jedoch die gleiche Uniform trugen, wie es in diesem TT üblich war. Sie fielen also kaum auf und wer sich keinen Kopf machte, wusste oft gar nichts von diesen Männern, die meistens irgendwie vom Stab des TT abgesetzt, hinter Gittertüren saßen.

Diese Männer hatten keinerlei Befehlsgewalt innerhalb der Truppe aber jeder Kommandeur und Stabschef war gut beraten, auf diese Männer zu hören, wenn sie auf Sicherheitsaspekte hinwiesen.

Sie hatten auch innerhalb der NVA keinerlei exekutive Gewalt. Wir müssen uns aber nicht vormachen. Sollte ein Armeeangehöriger von diesen Organen in Haft gesetzt werden, so wurde der Betreffende auf Beschluss des Militärstaatsanwaltes in Haft genommen und dann diesen Organen übergeben, möchte ich meinen.

Es war also kein Gegeneinander, sondern ein Miteinander.

Gruß


Chris26 hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#11

RE: Verhältnis MfS - NVA

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 07.10.2015 09:19
von Harsberg | 3.247 Beiträge

Für die NVA kann ich das so bestätigen, in meiner Dienstzeit nannte sich das V0 (Verbindungsoffizier) und war als einziger Hauptamtlicher MA des Mfs im Regiment.
Es wird natürlich auch IM in den Einheiten gegeben haben, worauf zu damaligen Zeit überhaupt nicht geachtet wurde, es sei denn, es wurde mal ein GWDler ohne erkennbaren Grund versetzt, oder mal einer aus der regulären Ausbildung raus gezogen für einen Tag.


Phantasie ist wichtiger denn Wissen, denn Wissen ist begrenzt!
Chris26 hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#12

RE: Verhältnis MfS - NVA

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 07.10.2015 09:33
von Uleu | 528 Beiträge

Zitat von Merkur im Beitrag #3
Zitat von Chris26 im Beitrag #1
Abgesehen von der Sache OibE in der NVA


Nur mal ein kurzer Einwurf von mir, damit nicht ein falscher Eindruck entsteht: 1989 gab es in der NVA und den GT der DDR ganze 6 OibE und die waren nicht in der Truppe tätig


Hhmm, nichts gegen Dich, aber die Zahl möchte ich bezweifeln. Allein die Unterabt. der HA I im Bereich Aufklärung und bei den Grenztruppen hatten mehr OibE.
Wobei die Zahl der IM etc in den Truppenteilen der NVA sicher gering war, es gab ein Werbeverbot. Wer also als IM in der NVA diente, ist schon als solcher dorthin gegangen. Ob das in der Praxis immer eingehalten wurde .... na ja. Allerdings wurden gerne die Ehefrauen der Berufssoldaten als IM geworben.
Und richtig, die V0 in den Truppenteilen waren hauptamtlich, trotz Zusammenarbeit bei meldepflichtigen Vorkommnissen oftmals in Konkurrenz zur NVA. Wer meldete als Erster ? wurde dummerweise oft als Zeichen besserer Arbeit angesehen.


" Die geheime Aufklärung ist ein Dienst, der nur Herren vorbehalten ist " ( Oberst Nicolai, Leiter der dt. Militäraufklärung im 1. WK )
nach oben springen

#13

RE: Verhältnis MfS - NVA

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 07.10.2015 10:34
von Chris26 | 7 Beiträge

danke für die Beiträge, interessant. Und hatte die Zusammenarbeit bzw. Nicht-Zusammenarbeit mit dem MfS Auswirkungen auf die Karriere in der NVA oder konnte sie haben?



nach oben springen

#14

RE: Verhältnis MfS - NVA

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 07.10.2015 10:47
von Merkur | 1.018 Beiträge

Zitat von Uleu im Beitrag #12


Hhmm, nichts gegen Dich, aber die Zahl möchte ich bezweifeln. Allein die Unterabt. der HA I im Bereich Aufklärung und bei den Grenztruppen hatten mehr OibE.



Nichts gegen Dich Uleu aber Du kannst nicht alles miteinander vermengen. Die MA der entsprechenden UA der ÄA der HA I in der Oberspreestraße hatten keinen OibE-Status. Sie führten lediglich zwei OibE im BA.
Das gleiche gilt für die HA I im KGT. Auch diese Mitarbeiter waren selbst keine OibE, führten dort aber zwei.
Die anderen beiden OibE waren in Dienststellen des MfNV tätig. Einer bei der Spezialpropaganda der PHV und der andere beim Wegehaupt. Und mehr gab es nicht.



Uleu hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#15

RE: Verhältnis MfS - NVA

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 07.10.2015 10:49
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von Uleu im Beitrag #12
..., trotz Zusammenarbeit bei meldepflichtigen Vorkommnissen oftmals in Konkurrenz zur NVA. Wer meldete als Erster ? wurde dummerweise oft als Zeichen besserer Arbeit angesehen.
Nicht zu vergessen der dritte Meldeweg über die Politabteilungen und die Partei.


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


Gohrbi hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#16

RE: Verhältnis MfS - NVA

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 07.10.2015 13:22
von Gohrbi | 574 Beiträge

Zitat von Chris26 im Beitrag #6
und wie war die "IM-Dichte" in der NVA? - mag mich zumindest noch gut erinnern, damals wie nach und nach immer mal ein ex-NVA-Soldat (zunächst übernommen in die Bw) plötzlich nicht mehr zum Dienst erschienen war; wurde dann nur gemunkelt, der sei "weggegauckt" worden. Weiß aber nicht mehr, ob nur wegen falscher Angaben gemacht bei Übernahme re SED-Mitgliedschaft oder wegen nachträglich aufgedeckter früherer IM-Tätigkeit.


... nach meiner Erfahrung waren schon viele "betroffen". Von meiner Truppe hat die Hälfte keinen Weiterverwendungsantrag gestellt.
Von den Weiterverwendern sind mir 20% bekannt, die die "Gaugkhürde" nicht schafften. Von meiner Tätigkeit als Ausbilder her wußte ich
das der Klasse (20) 3-4 zu Beginn der Ausbildung durch Verteilung auf andere Stationen zugeteilt wurden. Somit waren gut 25% der
Klasse beachtenswerte Personen, wo man sich zurückhalten sollte. Was mir nicht immer gelungen ist.

Auch war meine Offenheit kein Stolperstein für mich. Meine dicht Westverwandschaft hat dafür gesorgt, dass ich gut den Übergang zur Bw schaffte. es hat aber auch Personen gegeben, die das MfS nicht wollte.

@Uleu, du schreibst was von Werbeverbot, ja, aber als Druckmittel für Gegenleistungen gerne benutzt.
Wenn du IM, dann du bekommen das........


zuletzt bearbeitet 07.10.2015 13:26 | nach oben springen

#17

RE: Verhältnis MfS - NVA

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 08.10.2015 11:55
von Uleu | 528 Beiträge

@Merkur, danke, verstehe. Wird bei uns dann immer noch vereinzelt falsch interpretiert. Offensichtlich wurden in der Abwehr im Vergleich zur Aufklärung weniger OibE eingesetzt.

@Gohrbi Nö, nicht jeder der gegaugkt wurde war wirklich dem MfS verpflichtet, bei weitem nicht. Ich bin als junger Spund bei einer Familienfeier entfernter Westverwandtschaft begegnet, habe dann auch einen Dreizeiler an meinen Vorgesetzten verfasst. Wann, wo, wem begegnet. Der ist mit Sicherheit beim MfS gelandet, wenn Du so willst, habe ich damit dem MfS berichtet und wäre auch " gaugkwürdig ". Nee. die Jungs waren für soviel zuständig, dass aller möglicher Papierkram bei ihnen gelandet ist, und damit war die halbe DDR Bevölkerung " Informant ".


" Die geheime Aufklärung ist ein Dienst, der nur Herren vorbehalten ist " ( Oberst Nicolai, Leiter der dt. Militäraufklärung im 1. WK )
nach oben springen

#18

RE: Verhältnis MfS - NVA

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 08.10.2015 17:09
von Gohrbi | 574 Beiträge

@Uleu, mit gegaugkt meine ich die was tolles unterschrieben haben mit weiteren Kontakten zum Ansprechpartner, bei uns V2000.
Ich habe auch im Jahr 25 Meldungen geschrieben, weil Eltern, Schwiegereltern ins NSA gereist sind,
weil ich die nötigen Mittel hatte, um im Intershop Ostern, Weihnachten und andere Festivitäten abzusichern.
Das hat nicht interessiert in der Bw. Die ich meine hatten mehr als nur ihre Pflichtmeldung abgesetzt
und die, die zu meiner Akte beigetragen haben.


nach oben springen

#19

RE: Verhältnis MfS - NVA

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 16.02.2016 08:28
von Beethoven | 137 Beiträge

Zitat von Chris26 im Beitrag #13
danke für die Beiträge, interessant. Und hatte die Zusammenarbeit bzw. Nicht-Zusammenarbeit mit dem MfS Auswirkungen auf die Karriere in der NVA oder konnte sie haben?


Als ich Offiziersschüler im 2. Studienjahr war, wurde ich gebeten, mich im Block 1, Zimmer (weiß nicht mehr) zu melden.

Ich also hin und stand vor der Tür. Eine zusätzliche Gittertür war zurück geklappt, so dass ich nach dem "Herein" eintreten konnte. Ein netter Hauptmann sprach dann mit mir. Ende vom Lied, ich sollte eine Verpflichtungserklärung schreiben.

Nun bat ich mir Bedenkzeit aus.

Ich wohnte in Rostock (bei meinen Eltern) in einer Doppelhaushälfte und mein Nachbar war der Kptn. z. See Kn..., damaliger Chef der der Verwaltung 2000 der Volksmarine. Er kannte mich schon als Kleinkind. Ihn fragte ich, wie ich mich verhalten solle. Sinngemäß sagte er zu mir "... wenn Du mehr werden willst als Major, dann mache es nicht ..."

Zurück in Löbau und im Zimmer des netten Hauptmanns, sagte ich diesem genau das, was mir der Kptn. gesagt hat. "Ich will mehr als Major werden und unterschreibe oder schreibe deshalb nicht ..." Der Hauptmann war ein wenig konsterniert und ich durfte den Raum verlassen.

Ich habe nie wieder etwas von dieser Truppe gehört, wurde trotzdem regelmäßig befördert, kam in die Truppe in die ich wollte, konnte eine Akademie besuchen (wo die Verwaltung 2000 ja eine Empfehlung schreiben musste), war GKdos berechtigt (wo das MfS ganz sicher ihr "OK" zu gegeben hat) und habe auch sonst keine negativen Auswirkungen gespürt. Als die Wende kam, war ich dann doch "nur" Major . Es fehlte noch ein Jahr zum OSL.

Insofern denke ich, dass mir wegen dieser Absage an die unmittelbare Zusammenarbeit, nichts Negatives geschehen ist. Ich muss aber auch sagen, dass der VO in meinem TT in welchem ich als junger Offizier meinen Dienst versah, ein feiner Kerl war, wir zusammen nicht nur Sport gemacht haben und ich mit diesen Männern (auch später in anderen Dienststellungen), immer ein ausgezeichnetes Verhältnis, menschlich und militärisch, hatte. Sie machten eine gute Arbeit und waren als Menschen einfach gut drauf und hatten auch militärisch, zu mindestens in der Truppe, gute Einsicht und Durchsicht.

Gruß


zuletzt bearbeitet 16.02.2016 08:29 | nach oben springen

#20

RE: Verhältnis MfS - NVA

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 16.02.2016 08:56
von Alfred | 6.841 Beiträge

Beethoven,

das hat der Kapitän zur See aber Käse erzählt.

Da hätte es ja ab Oberstleutnant keine IM mehr geben dürfen.


nach oben springen


Besucher
17 Mitglieder und 69 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: loryglory
Besucherzähler
Heute waren 3688 Gäste und 192 Mitglieder, gestern 3414 Gäste und 170 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 14363 Themen und 557418 Beiträge.

Heute waren 192 Mitglieder Online:

Besucherrekord: 589 Benutzer (24.10.2016 20:54).

Xobor Ein eigenes Forum erstellen