#41

RE: Die Posse schlechthin: Bundeswehr birgt Panzer aus dem Keller

in Themen vom Tage 07.07.2015 16:29
von damals wars | 12.210 Beiträge

Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#42

RE: Die Posse schlechthin: Bundeswehr birgt Panzer aus dem Keller

in Themen vom Tage 07.07.2015 16:35
von Pit 59 | 10.158 Beiträge

Den würde ich aber was Husten,Tausende von Euronen einem Museum schenken.


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#43

RE: Die Posse schlechthin: Bundeswehr birgt Panzer aus dem Keller

in Themen vom Tage 07.07.2015 17:13
von coff | 710 Beiträge

Zitat von damals wars im Beitrag #41
Die nehmen es kostenlos an:
https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsches_Panzermuseum_Munster


Jeder anglophile Sammler blättert für diesen Panther locker einen siebenstelligen Betrag hin um ihn seiner Sammlung einzuverleiben...


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#44

RE: Die Posse schlechthin: Bundeswehr birgt Panzer aus dem Keller

in Themen vom Tage 07.07.2015 17:28
von passport | 2.640 Beiträge

Zitat von Pit 59 im Beitrag #42
Den würde ich aber was Husten,Tausende von Euronen einem Museum schenken.




@Pit 59 , geldgieriger Kapitalist



passport


Pit 59 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#45

RE: Die Posse schlechthin: Bundeswehr birgt Panzer aus dem Keller

in Themen vom Tage 07.07.2015 17:37
von Pit 59 | 10.158 Beiträge

Ach komm Rainer,ich bin doch guter,ich Wasche auch immer SV Auto,und ich nehme keinen Cent dafür


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#46

RE: Die Posse schlechthin: Bundeswehr birgt Panzer aus dem Keller

in Themen vom Tage 07.07.2015 17:42
von passport | 2.640 Beiträge

Zitat von Pit 59 im Beitrag #45
Ach komm Rainer,ich bin doch guter,ich Wasche auch immer SV Auto,und ich nehme keinen Cent dafür



Jaja Peter, ich weiß auch warum Aber ich kann



passport


Pit 59 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#47

RE: Die Posse schlechthin: Bundeswehr birgt Panzer aus dem Keller

in Themen vom Tage 07.07.2015 19:13
von kurfuerst | 99 Beiträge

Nee nee die Bundeswehr darf im Inland nur im Katastrophen Fall eingesetzt werden und auch da gab es schon Rechtliche Probleme.
Insbesondere darf die Bundeswehr im Inland nicht für Polizeiliche aufgaben eingesetzt werden der Staatsanwalt hätte für diesen Fall auch ein Privatunternehmen beauftragen können die haben auch das Know-how dafür Tieflader und Zugmaschinen.


Mit freundlichen Grüßen
Hartmut


zuletzt bearbeitet 07.07.2015 19:13 | nach oben springen

#48

RE: Die Posse schlechthin: Bundeswehr birgt Panzer aus dem Keller

in Themen vom Tage 08.07.2015 08:39
von eisenringtheo | 9.187 Beiträge

Weiss jemand, wo der Panzer jetzt "gelagert" ist? Er passt ja nicht in die Asservatenkammer des Gerichtes. Oder bleibt er bei der Bundeswehr? Dort könnten aber auch Spuren vernichtet werden, noch mehr als im Keller, wo er vorher war.
Theo


zuletzt bearbeitet 08.07.2015 08:40 | nach oben springen

#49

RE: Die Posse schlechthin: Bundeswehr birgt Panzer aus dem Keller

in Themen vom Tage 08.07.2015 09:18
von damals wars | 12.210 Beiträge

Zitat von kurfuerst im Beitrag #47
Nee nee die Bundeswehr darf im Inland nur im Katastrophen Fall eingesetzt werden und auch da gab es schon Rechtliche Probleme.
Insbesondere darf die Bundeswehr im Inland nicht für Polizeiliche aufgaben eingesetzt werden der Staatsanwalt hätte für diesen Fall auch ein Privatunternehmen beauftragen können die haben auch das Know-how dafür Tieflader und Zugmaschinen.


Graue Theorie:
http://www.sueddeutsche.de/politik/torna...ranten-1.777162
Zitat:" Über 1100 Soldaten waren rund um den Gipfel im Einsatz. Am Land, zu Wasser und in der Luft. Angefordert haben sie das Land Mecklenburg-Vorpommern und der Bund. Im Auge des Betrachters ist die Lage klar: Das war ein Einsatz der Bundeswehr im Inneren. Der Grünen-Abgeordnete Christian Ströbele spricht von einer "vorweggenommenen Praxis von Bundeswehreinsätzen im Inland, wie sie Herr Bundesinnenminister Schäuble offenbar plant." Und dies sei verfassungswidrig. Der SPD-Innenexperte Dieter Wiefelspütz sagte: "Das kritisiere ich als extrem unklug, als unsensibel."


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
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#50

RE: Die Posse schlechthin: Bundeswehr birgt Panzer aus dem Keller

in Themen vom Tage 08.07.2015 09:28
von Vierkrug (gelöscht)
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Zitat von eisenringtheo im Beitrag #48
Weiss jemand, wo der Panzer jetzt "gelagert" ist? Er passt ja nicht in die Asservatenkammer des Gerichtes. Oder bleibt er bei der Bundeswehr? Dort könnten aber auch Spuren vernichtet werden, noch mehr als im Keller, wo er vorher war.
Theo


Laut "Kieler Nachrichten", wurde der Panzer auf dem Tieflader in die Kaserne Todendorf verbracht - Todendorf ist eigentlich ein TÜP -

korrekte Bezeichnung "Truppenübungsplatz und Flugabwehrschießplatz Todendorf“, der der Kommandantur Putlos untersteht.


eisenringtheo hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 08.07.2015 09:47 | nach oben springen

#51

RE: Die Posse schlechthin: Bundeswehr birgt Panzer aus dem Keller

in Themen vom Tage 08.07.2015 15:54
von schulzi | 1.764 Beiträge

Zitat von Vierkrug im Beitrag #50
Zitat von eisenringtheo im Beitrag #48
Weiss jemand, wo der Panzer jetzt "gelagert" ist? Er passt ja nicht in die Asservatenkammer des Gerichtes. Oder bleibt er bei der Bundeswehr? Dort könnten aber auch Spuren vernichtet werden, noch mehr als im Keller, wo er vorher war.
Theo


Laut "Kieler Nachrichten", wurde der Panzer auf dem Tieflader in die Kaserne Todendorf verbracht - Todendorf ist eigentlich ein TÜP -

korrekte Bezeichnung "Truppenübungsplatz und Flugabwehrschießplatz Todendorf“, der der Kommandantur Putlos untersteht.

da hanse wenigstens was wo sie draufballern können


eisenringtheo hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 08.07.2015 15:55 | nach oben springen

#52

RE: Die Posse schlechthin: Bundeswehr birgt Panzer aus dem Keller

in Themen vom Tage 08.07.2015 19:13
von eisenringtheo | 9.187 Beiträge

Ein niedlicher Panzer zum Spielen und das hat solche Folgen...
Ernst Lubitsch, Sein oder nicht sein (1942)

Theo


Fritze hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#53

RE: Die Posse schlechthin: Bundeswehr birgt Panzer aus dem Keller

in Themen vom Tage 24.07.2015 15:11
von sieben-seen | 142 Beiträge

Die Bundeswehr schraubte eifrig mit

Die Geschichte um den Weltkriegspanzer aus Heikendorf wird immer kurioser und hat jetzt auch die Bundeswehr erreicht. Diese half offenbar nicht nur bei der spektakulären Beschlagnahme des schweren Gefährts Anfang Juni mit zwei Bergepanzern, sondern setzte es zuvor selbst instand.

Von Patrick Tiede / Kieler Nachrichten

Heikendorf. Das bestätigte ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums am Donnerstag auf Nachfrage. Zudem hat die Staatsanwaltschaft Kiel die Ermittlungen ausgeweitet, nachdem auf dem Anwesen des 78-jährigen Finanzmaklers Klaus-Dieter F. weitere mögliche Kriegswaffen gefunden wurden.

Nach Angaben des Bundesverteidigungsministeriums halfen Experten des Wehrtechnischen Dienstes 41 aus Trier dem Heikendorfer Panzerbesitzer zwischen 2011 und 2014 bei der Instandsetzung des Motors. Dieser wurde zunächst ausgebaut, zu einer Fachfirma transportiert und dort repariert. Nach einem erfolgreichen Prüflauf wurde das Aggregat im März 2014 wieder eingebaut. Für die Dienstleistung stellte man Klaus-Dieter F. 28 317 Euro in Rechnung, die er prompt zahlte.

Rechtlich sei dieses Vorgehen nicht zu beanstanden, hieß es aus dem Ministerium, da sich an die entsprechenden Vorschriften gehalten wurde. Demnach sind der Bundeswehr sogenannte „Drittgeschäfte“ erlaubt, wenn dabei der Privatwirtschaft nicht unlautere Konkurrenz gemacht wird, die Bundeswehr freie Personalkapazitäten hat und die Kosten erstattet werden. Zudem muss das entsprechende Gerät „demilitarisiert“ worden sein. Für Panzerfahrzeuge bedeutet das konkret: Sie dürfen nicht fahr- und schussbereit sein. Zudem muss die Panzerung entfernt worden sein. Laut Ministerium waren sämtliche Punkte im Fall des Heikendorfer Panzers gegeben.

Die Staatsanwaltschaft Kiel sieht das anders. „Es konnte bei wesentlichen Teilen keine Demilitarisierung entsprechend vorgegebener Richtlinien festgestellt werden“, sagte Oberstaatsanwältin Birgit Heß. „Die Waffen sind funktionsfähig.“ Zudem lägen keine ordnungsgemäßen Bescheinigungen zum Besitz vor. Der Panzer wurde daher inzwischen ebenso wie die gefundene Flugabwehrkanone und ein Torpedo als Kriegswaffe eingestuft. Klaus-Dieter F. droht damit eine Anklage wegen des Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz. Auch die Bundeswehr muss mit einem formellen Ermittlungsverfahren rechnen.

Heß gab am Donnerstag bekannt, dass auf dem Grundstück des Heikendorfers noch mehr Waffen gefunden wurden als bislang bekannt. Dabei handelt es sich um einen Granatwerfer aus dem Zweiten Weltkrieg sowie eine Panzerabwehrrakete aus Beständen der Bundeswehr. Zum genauen Typ machte die Staatsanwaltschaft keine Angaben, das Gerät soll jedoch ebenfalls funktionsfähig sein.

Panzerabwehrraketen wie das Modell „Milan“ können aus dem Stand abgefeuert werden, haben eine Reichweite von bis zu drei Kilometern und können bis zu zwei Meter dicken Stahlbeton durchschlagen. Zudem wurden verschiedene „Kurz- und Langwaffen“ beschlagnahmt. Auch eine „pulverförmige Substanz“ wurde sichergestellt. Ob es sich dabei um Sprengstoff handelt, klären derzeit Gutachter. Woher all die Waffen stammen, ist weiterhin unklar. Heß: „Das interessiert uns brennend.“

Der Heikendorfer soll in seinen Garten auch Kunst aus der NS-Zeit gestellt haben. In diesem Zusammenhang war er im Zuge von Ermittlungen nach wieder aufgetauchter Nazi-Kunst überhaupt erst ins Visier der Ermittler geraten.


Quelle: http://www.kn-online.de/News/Aktuelle-Na...ltkriegspanzers

Grüße Andreas


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#54

RE: Die Posse schlechthin: Bundeswehr birgt Panzer aus dem Keller

in Themen vom Tage 24.07.2015 15:58
von Fritze | 3.474 Beiträge

Das verkommt ja mehr und mehr zu dem größten Schidbürgerstreich in der Geschichte der Bundesrepublik !

sie dürfen nicht fahr- und schussbereit sein.

Also eins von beiden geht dann wohl ? Oder nur das Fahren mit schussbereitem Gerät ?

Fahrbereite Panzerfahrzeuge gibt es doch jede Menge in Privathand !

MfG Fritze


"Das kann doch überhaupt nur jemand nicht wissen ,der entweder vollkommen ahnungslos ist ,oder ,oder jemand der also bösartig ist !"

"If you get up and walk away, leave the past behind, go ahead and take a ride ,no telling what you find ! "
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#55

RE: Die Posse schlechthin: Bundeswehr birgt Panzer aus dem Keller

in Themen vom Tage 07.08.2015 18:44
von sieben-seen | 142 Beiträge

Heikendorfer Panzer: Der Weg in den Keller

von Simon Kremer

Die komplizierte Bergung eines Weltkriegs-Panzers aus der Kellergarage eines Waffensammlers aus Heikendorf bei Kiel sorgte Anfang Juli international für Schlagzeilen. Knapp neun Stunden brauchten die 20 eingesetzten Soldaten damals, um den Panzer vom Typ Panther aus dem Haus zu holen und auf einen Tieflader zu schieben. Grund der Aktion: Ermittlungen der Kieler Staatsanwaltschaft wegen eines möglichen Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz. NDR.de hat den Weg des Panzers nach Heikendorf (Kreis Plön) recherchiert.

Ein Haufen Schrott weckt Interesse

Im Winter 1977 reist der britische Militärsammler Eddie Kenten nach Deutschland und hat ein paar Fotos für seinen "alten Freund" Klaus F. aus Kiel im Gepäck. Auf den Schwarz-Weiß-Bildern sind ein paar Rollen und Panzerketten zu sehen - unter einem meterhohen Schrottberg. Klaus F., einer der größten Sammler von Militärgerätschaften in Deutschland, soll sein Leben lang auf diese Chance gewartet haben, berichtet die britische Zeitschrift "After the Battle" damals. Kurze Zeit später klingelt in einer Werkstatt in Solingen in Nordrhein-Westfalen das Telefon.



Anfrage in Solingen

"F. hat mich angerufen und gefragt, ob ich einen Panzer reparieren könnte", sagt Eugen Erwes (Name geändert) heute - mit Stolz in der Stimme. Er will seinen Namen nicht in der Öffentlichkeit sehen. Trotzdem spricht der Mann mit NDR 1 Welle Nord darüber, wie er den Panzer in den 1980er-Jahren restauriert hat. Denn dass der deutsche Panther so aussieht, wie ihn die ganze Welt gesehen hat, als er von der Bundeswehr aus dem Keller des Kieler Kunstsammler geborgen wurde, das ist auch Erwes' Verdienst. Jahrelang hat Erwes in seiner Werkstatt den schrottreifen Panzer restauriert. So weit, dass ein Gutachten der Staatsanwaltschaft Kiel heute sagt, der Panzer sei nicht ordnungsgemäß demilitarisiert worden und daher als Kriegswaffe einzustufen.

Von England über die Niederlande nach Nordrhein-Westfalen

Erwes fährt damals nach eigenen Angaben zunächst nach London, wo er von Kenten abgeholt und in den Süden Englands gebracht wird. Dort liegt der Panther auf einem Schrottplatz in der Grafschaft Surrey begraben. Auf dem Heck sind weiße Markierungen angebracht, die ihn als Zielobjekt der britischen Armee ausweisen. "Der Zustand war sehr desolat“, erzählt Erwes. "Die Seiten waren rausgeschnitten, das Kanonenrohr abgeschnitten."

Wie britische Medien berichten, gibt es nur noch wenige Panzer vom Typ Panther. Sie sind unter Sammlern heiß begehrt. Der Panther gilt als "non plus ultra" des Panzerbaus im Zweiten Weltkrieg. Und das Panzerwrack aus England findet kurze Zeit später über die Niederlande den Weg in die Werkstatt von Eugen Erwes in Solingen.

Ein Hobby für Jahre

Er sei technikbegeistert, erzählt Erwes und spricht dann minutenlang über technische Details, erklärt Mechanik und Motor des Panzers. So wie Klaus F. von Militaria und Kunst aus den Weltkriegen fasziniert ist, ist Erwes es von der Technik. Er baut dem Panther damals eine eigene Halle vor seiner Werkstatt in Solingen.

44 Tonnen wiegt das Ungetüm. Für die Einzelteile schlachtet Erwes damals einen zweiten Panzer aus. Für schwer zu beschaffende Teile, wie etwa den Maybach-Motor, habe der Heikendorfer Sammler seine Kontakte in aller Welt spielen lassen, so Erwes. Allein die Restaurierung soll ihn eine halbe Million Mark gekostet haben, schreibt damals die lokale Zeitung. "Ich habe das als Hobby betrachtet", erklärt Erwes. Neben dem eigentlichen Beruf habe er fast sieben Jahre an dem Weltkriegs-Fahrzeug gearbeitet.

Abnahme durch Bundesbehörde?

Er habe damals gepanzerte Stellen mit dünnen Blechen ersetzt und übermalt, wie es gesetzlich vorgeschrieben gewesen sei, sagt Erwes. Der Panzer sieht aus wie neu, wie kurz vor dem Kriegseinsatz. Aber ist er auch einsatzbereit?

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) in Eschborn soll den Panzer damals kontrolliert haben. Dort wollte sich wegen der laufenden Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Kiel niemand zu dem Fall äußern. Nach Informationen von NDR 1 Welle Nord konnte der Heikendorfer Sammler den Behörden und der Staatsanwaltschaft aber bis heute keine entsprechenden Genehmigungen des Amtes vorlegen.

Einparken im Keller an der Kieler Förde

Ein Gutachten der Kieler Ermittler hält wesentliche Teile des Panzers für nicht demilitarisiert. Nach Ansicht des Sachverständigen ist der Panzer als Kriegswaffe einzustufen. Daher wurde er Anfang Juli dieses Jahres von der Bundeswehr aus dem Keller gezogen. Der Panzer war nicht fahrbereit, die Ketten waren abmontiert.

1984 kann er noch fahren: Der Panzer ist so gut wie restauriert. Die Motoren laufen und auf einer Wiese an der Wupper hat der Panther seine erste Probefahrt. Danach wird der Panzer mit dem Lkw nach Kiel transportiert und im Keller der Villa an der Kieler Förde eingeparkt. Mehr als 30 Jahre steht der Panzer dort. Umrahmt von steinernen Reichsadlern. Das zeigen Fotos von Bundeswehrsoldaten, die bei der Bergung Anfang Juli vor Ort waren und die sie in Online-Foren gestellt haben.

Panzer steht jetzt auf Truppenübungsplatz

"Ich kann das nicht verstehen, dass sie dem den Panzer abgenommen haben", sagt der Solinger Mechaniker. "Damals war das alles in Ordnung." Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft laufen aber noch: Wegen des möglichen Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz. Der Panther hat inzwischen einen neuen Standort gefunden: den Truppenübungsplatz der Bundeswehr in Putlos (Kreis Ostholstein).

Quelle und Video: https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig...,panzer508.html

Im Video erklärt Oberstaatsanwältin Birgit Heß, dass der Panzer nicht demilitarisiert ist. Grund: Turm, Wanne und Rohr sollen funktionsfähig sein.

Grüße Andreas


LO-Wahnsinn und Fritze haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#56

RE: Die Posse schlechthin: Bundeswehr birgt Panzer aus dem Keller

in Themen vom Tage 08.08.2015 08:37
von S51 | 3.733 Beiträge

"Turm, Wanne und Rohr sollen funktionsfähig sein..." Hm, was ist damit gemeint? Zur ordnungsgemäßen Demilitarisierung gehört das Herausschneiden von Teilen der Panzerung an den Seiten, am Bug vor dem Fahrer (die durch dünne Platten aus einfachem Baustahl/blech ersetzt werden), das nicht wieder rückbaubare Unbrauchbarmachen des Rohres (meist durch einen Schlitz an der Unterseite und /oder einschweißen einer Blockade) und in aller Regel das Verschweißen des Verschlusses. Der Turm bleibt trotzdem drehbar und die Technik einsatzfähig. Es ist nur nicht mehr möglich, eine Granate in das Rohr zu schieben, den Verschluß zu schließen und diese Ladung abzufeuern. Desgleichen mit dem koaxialen MG, so vorhanden. Es ist auch nicht mehr möglich, das Rohr zu wechseln. Bei den Briten muss der Verschluß nicht verschweißt werden und man kann, Genehmigung vorausgesetzt, schwache Blindladungen als Salut abfeuern. Dort reicht es, dass das Rohr blockiert ist. Auch damit ist kein Schuß mehr möglich. Das ist in Germany nicht ausreichend. Der Einfachheit halber wird in Deutschland oft das Rohr ganz entfernt und durch eine Attrappe ersetzt (bei Manövern auch durch Besenstiele...).
Die Beschreibung des Restaurateurs läßt bei der Panzerung entsprechende Arbeiten erkennen. Das Rohr erwähnt er nicht...
In Deutschland haben sich die Auffassungen was demilitarisiert ist und was nicht immer wieder mal geändert. Bis 09/11 war es relativ relaxt, da war nur wichtig, dass das Ding einem Schuß aus Gewehrkaliber nicht mehr widerstehen konnte (deshalb die teilweise Entfernung der Panzerung) um den Fahrer notfalls "ausschalten" zu können und dass das Rohr keinerlei Ladung oder Geschoss aufnehmen oder abschießen konnte. Die Bescheide stellten die örtlich zuständige Ordnungsbehörde, mitunter die Polizei aus. Die BAFA war wohl für die eingeführten Fahrzeuge und Technik zuständig. Allgemein war in solchen Fällen die Zuständigkeit jedoch nicht immer eindeutig. Nach 9/11 drehten sie plötzlich alle "an der Uhr". So als ob das Alteisen plötzlich zum Bürgerkrieg antreten wolle. Der pöse Terror lauerte in jedem Museum. Es mussten bei fahrfähigen Fahrzeugen die Türme abgenommen und separat aufgebockt werden. So mancher der Sachbearbeiter mit diesem contra Bürgerhintergrund hat sich mittlerweile in SPD- oder grünregierte Länder zurückgezogen. Das waren oder sind dieselben Sachbearbeiter, die den Staatsanwalt bemühten, wenn ein Besitzer einer .357 mit .38 schoß. Die trauen ihren Bürgern am Allerwenigsten. Mittlerweile haben sich durch solche Serienmörder wie in Erfurt oder andernorts sowohl WaffG wie auch KWKG mehrfach geändert, wurden Vewaltungsvorschriften neu gefasst. Dafür gibt es dann mehrere Stichtage. Inzwischen werden die entsprechenden Bescheide durch das BKA ausgestellt aber dies eben erst ab einem gewissen Datum. Weil es vordem schlicht an den entsprechenden Durchführungsbestimmungen und der Verordnung zum WaffG bzw. KWKG fehlte. Da war, für Rechtsstaaten typisch, pure Willkür angesagt. Schaut so aus, als ob das Gutachten der Staatsanwaltschaft auf eben diesen Bescheid abstellt aber dabei gewisse Stichtage "unter den Tisch fallen" läßt. Gewisse Formen von Gefälligkeitsgutachten sind halt nicht nur in Industrie und Umweltschutz üblich.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


vs1400 und Fritze haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 08.08.2015 08:57 | nach oben springen

#57

RE: Die Posse schlechthin: Bundeswehr birgt Panzer aus dem Keller

in Themen vom Tage 04.12.2015 21:41
von sieben-seen | 142 Beiträge

Ermittlungen gegen Bundeswehr-Mitarbeiter

Die Staatsanwaltschaft Kiel hat ihre Ermittlungen im Fall des beschlagnahmten Weltkriegspanzers aus Heikendorf ausgeweitet: Im Fokus steht nicht mehr allein der 78-jährige Sammler Klaus-Dieter F, sondern auch ein Bundeswehr-Mitarbeiter.

Heikendorf/Kiel. Wegen des Verdachts zur Beihilfe zum Verstoß gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz wird nun auch gegen einen zivilen Beschäftigten der Bundeswehr in Trier ermittelt.

Kiels Oberstaatsanwältin Birgit Heß bestätigte am Donnerstag, dass dieses Verfahren bereits seit mehreren Wochen geführt werde. Einzelheiten zum Stand der Ermittlungen konnte sie aber noch nicht nennen.

Im Sommer war bekanntgeworden, dass Experten des Wehrtechnischen Dienstes 41 aus Trier dem Heikendorfer Panzerbesitzer zwischen 2011 und 2014 bei der Instandsetzung des Motors geholfen hatten. Dieser wurde zunächst ausgebaut, zu einer Fachfirma transportiert und dort repariert. Nach einem erfolgreichen Prüflauf wurde das Aggregat im März 2014 wieder eingebaut. Nach Angaben des Bundesverteidigungsministeriums im Juli sei dieses Vorgehen rechtlich nicht zu beanstanden, zumal das Gerät „demilitarisiert“ gewesen sei. Die Kieler Staatsanwaltschaft war zu einer anderen Bewertung gekommen. „Es konnte bei wesentlichen Teilen keine Demilitarisierung entsprechend vorgegebener Richtlinien festgestellt werden“, sagte Oberstaatsanwältin Birgit Heß. „Die Waffen sind funktionsfähig.“ Zudem hätten keine ordnungsgemäßen Bescheinigungen zum Besitz vorgelegen.

Anfang Juli hatte die Staatsanwaltschaft den Panzer vom Typ Panther mit Unterstützung durch die Bundeswehr beschlagnahmen lassen. Damals hatten knapp 20 Soldaten den Panzer mit Hilfe von zwei Bergepanzern aus dem Keller des Hauses geborgen. Der Fall sorgte bundesweit für Schlagzeilen. Gegen den Sammler wird wegen eines möglichen Verstoßes gegen das Kriegswaffen-Kontrollgesetz ermittelt. Ein Gutachten der Staatsanwaltschaft kam zu dem Schluss, dass der „Panther“, ein ebenfalls sichergestelltes 8,8-Zentimeter-Flakgeschütz und ein Torpedo Kriegswaffen im Sinne der Kriegswaffenliste sind.

Quelle: http://www.kn-online.de/News/Aktuelle-Na...r-in-Heikendorf


Fritze hat sich für diesen Beitrag bedankt
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