#21

RE: DDR Terrorsystem in der "Tripperburg"

in DDR Staat und Regime 15.05.2016 19:49
von damals wars | 12.218 Beiträge

Zitat von furry im Beitrag #16
Die Tippgemeinschaft @damals wars ist heute aber wieder flott unterwegs. Kaum hat einer eine Frage gestellt, schon kommen, wenn auch von Google abgekupfert, die Antworten.
Jungs, irgendetwas ist bei euch faul. Der eine will mit seinem Stück Alu-Kabel Blitze auf seiner Gartenlaube einfangen und die anderen wollen auf alles eine Antwort wissen. Da passt was nicht.
Und um an die Anzahl der Beiträge von @Gert zu kommen, habe ich schon mal für euch gerechnet. Ihr braucht für den Vizekönig noch über 1600 dieser sinnbefreiten Wortmeldungen.


Die schaffst Du heute noch, mach mal.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#22

RE: DDR Terrorsystem in der "Tripperburg"

in DDR Staat und Regime 15.05.2016 20:23
von Moskwitschka | 2.533 Beiträge

Betrachten wir es doch mal nüchtern. Über Geschlechtskrankheiten ist maximal hinter vorgehaltener Hand gesprochen worden. Wer gibt schon gerne zu, dass es einen erwischt hat und erzählt von seinen Erfahrungen. Erst recht nicht Frauen, denen seit jeher deswegen ein liederlicher Lebenswandel unterstellt wird. Dabei sind die Männer genauso Überträger.

Denken wir doch einfach mal an die Nachkriegszeit. Neben den vielen Vergewaltigungen (jetzt mal egal durch wen) sind letztendlich auch Krankheiten übertragen worden. Aber auch die Männer, die von der Front zurück kamen hatten bei dem Frauenüberschuss die Möglichkeit von eine Blüte zur nächsten zu schwirren, bis sie bei einer kleben blieben. Auch das war bestimmt nicht folgenlos. Auch die beginnende Freundschaft zu den Alliierten ging über einen Kuss hinaus. Um die Übertragung diese Infektionskrankheiten einzudämmen gab es folgerichtig eine Meldepflicht. Übrigens nicht nur in Deutschland. Wie es mit der Therapie damals aussah weiß ich nicht. Aber irgendwann gab es ja auch Antibiotika.

Dann in den 60-ern kam die Pille und in der DDR die Abschaffung des §218 und die Liebe wurde freizügiger. Wahrscheinlich mit Folgen – auch wieder begleitet von vermehrten Infektionen. Ob es darüber Statistiken gibt? Wahrscheinlich schrillten Anfang der 70-er die Alarmglocken, als nach dem Grundlagenvertrag der West – Ost – (Reise) Verkehr zunahm. Bei aller Gleichberechtigung der Frauen blieb aber der Makel immer an den Frauen hängen. Sie und ihr Lebenswandel seien Ursache für die Übertragung. Oder warum gibt es keine Berichte über Tripperburgen für Männer?

Was mich auch verwundert, dass bis heute nichts darüber in Berlin bekannt ist. (Zumindest habe ich davon noch nichts gehört oder gelesen. Aber das hat nicht viel zu bedeuten.) War doch Berlin der Schmelztiegel für vieles. Für Touristen aus aller Herren Länder. Seit Beginn des Wohnungsbauprogramms war Berlin auch Arbeits- und Wohnort für unzählige Bauarbeiter aus allen Teilen des Landes.

Ein Thema mit vielen Fragezeichen das in Sachsen - Anhalt angestoßen wurde.

Moskwitschka


„Nichts ist schwieriger und nichts erfordert mehr Charakter, als sich im offenen Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein!“

Kurt Tucholsky

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zuletzt bearbeitet 15.05.2016 20:26 | nach oben springen

#23

RE: DDR Terrorsystem in der "Tripperburg"

in DDR Staat und Regime 15.05.2016 20:39
von HG19801 | 1.613 Beiträge

Na toll, was für ein das gesamte Universum umfassendes Thema - die Tripperburg zu Halle an der Saale!!!
Allerherzlichsten Glückwunsch dazu, das jemand unbedingt dieses Thema hier zum Problematikum machen musste.

Tja, wo stand sie denn nun/steht sie immer noch, diese Tripperburg? Und welches die Welt zur Sau machende (Un)Wesen hinsichtlich des längst in den Annalen der Geschichtsschreibung verschwundenen Hitlerismus/Stalinismus hat sie denn verbrochen?

... und so manche, eigentlich viele der "Insassen", hatten tatsächlich nur ein geschlechtskrankheitliches bzw. psychisches oder sonstwelches medizinisches Problem an Backe und wurden dort von kompetenten Fachkräften jenseits ostzonalen als auch stalinistischen Verfolungswahns sogar geheilt.


"Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit,
aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher." – Albert Einstein


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#24

RE: DDR Terrorsystem in der "Tripperburg"

in DDR Staat und Regime 15.05.2016 21:00
von Moskwitschka | 2.533 Beiträge

Und warum? Kann es sein, dass es in der DDR kein öffentliches Thema war? Ich lasse mich gern belehren. Ganz im Gegensatz zur Bundesrepublik. Hier mal ein Beispiel aus dem Jahr 1968

Rückkehr der Frantzosen

Als Albrecht Dürer 1506 im Ausland weilte, erflehte er den Schutz des Himmels -- "sunderlich vor den Frantzosen". Denn "schir iderman", so klagte der Maler in einem Brief, könne damit behaftet sein

Die "Frantzosen"-Krankheit -- Syphilis -- war rund zehn Jahre zuvor von den Seeleuten des Kolumbus aus Amerika nach Spanien eingeschleppt worden. Wie die Pest hatte sich das Liebesleiden im Europa der Renaissance verbreitet. Die Opfer der Lustseuche wurden blind oder taub, gelähmt oder wahnsinnig.

Erst zu Anfang dieses Jahrhunderts, nachdem der deutsche Forscher Paul Ehrlich das Salvarsan entdeckt hatte. konnte die Seuche zurückgedrängt werden. Und erst nach dem Zweiten Weltkrieg schien es, als könnten die Ärzte das Übel ausrotten: Penicillin, das erste Antibiotikum, erwies sich als Wunderwaffe gegen die Syphilis. Auch die Gonorrhöe (Tripper), neben der Syphilis die gefährlichste Geschlechtskrankheit, war mit Penicillin zu kurieren. Bis zum Ende der fünfziger Jahre nahm die Zahl der Neuerkrankungen stetig ab -- 1953 wurde die Meldepflicht für Geschlechtskrankheiten in der Bundesrepublik abgeschafft.

Letzte Woche jedoch stimmte die Bundesregierung einem Gesetzentwurf zu, der die Wiedereinführung der Meldepflicht vorsieht. Das bestehende "Gesetz zur Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten" soll künftig einen Passus enthalten, der die Ärzte verpflichtet, Neuerkrankungen -- ohne Namensnennung der Patienten -- den Gesundheitsbehörden mitzuteilen.

Seit etwa 1960, so begründen die Bonner Gesundheitshüter den Vorschlag, seien aus nahezu allen Ländern der Erde Berichte eingegangen, daß sich Gonorrhöe und vor allem Syphilis von neuem ausbreiten. Zwar sind in der Bundesrepublik keine Statistiken geführt worden; aber beispielsweise aus Österreich berichteten Mediziner, die Zuwachsrate bei den venerischen Erkrankungen betrage jährlich 25 bis 30 Prozent.

Offenbar förderte die Mobilität der Menschen in der modernen Industriegesellschaft die neuerliche Verbreitung der Geschlechtskrankheiten, Gammlern und fahrenden Strich-Damen gilt der Argwohn der Hygieniker. Gastarbeiter aus Sizilien trugen die Syphilis nach Deutschland, kulturbeflissene "Fremde aus dem Ausland", die "anläßlich der Festspiele" nach Wien und Salzburg kamen, schleppten sie nach Österreich ein -- so jedenfalls glaubt der Wiener Dermatologe Professor Albert Wiedmann.

Ob die Rückkehr der Seuche mit Hilfe der in Bonn geplanten Meldepflicht abgewehrt werden kann, erscheint jedoch zweifelhaft -- Experten wie der Hamburger Dermatologe Professor Gustav Hopf befürchten eher das Gegenteil: Es werde "schwerlich gelingen, die Kranken davon zu überzeugen, daß die Behörden nicht doch die Namen erfahren".

Viele Syphilis-Infizierte, so argwöhnt Hopf, würden womöglich "auf die ärztliche Behandlung verzichten und in den Untergrund gehen -- zu den alten Quacksalbern und Kurpfuschern".


http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-45966360.html

Moskwitschka

PS Übrigens soll es in Hamburg und Bremen auch geschlossene verenologische Abteilungen gegeben haben. Nur wird dort höchstwahrscheinlich der Anteil an "pädagogischer Einflußnahme" nicht so ausgeprägt gewesen sein wie in der DDR.


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Kurt Tucholsky

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zuletzt bearbeitet 15.05.2016 21:34 | nach oben springen

#25

RE: DDR Terrorsystem in der "Tripperburg"

in DDR Staat und Regime 15.05.2016 22:22
von Rainer-Maria Rohloff | 1.383 Beiträge

Entschuldigt einmal so Moskwitschka mit"Oder warum gibt es keine Berichte über Tripperburgen für Männer? " Das ist doch richtig stinkender Käse....gelinde gesagt und ich mache das jetzt auch nicht an Moskwitschka fest sondern an den Eingangsbeitrag, das eben damals in dieser DDR nur junge Frauen so ne Art "Sonderbehandelt" wurden?

Und logisch, soweit ich das mal gelesen habe bin ja kein Mediziner entdeckte eben junge Frau alles Später, viel später als junger Kerl das es in der Röhre brannte? Was war im Endeffekt der recht sexuellen Freiheit im Land der Sozialisten logischerweise das Resultat...."junge Frau stand etwas in der "Enttarnung" hinterher, steckte somit auch mal mehr junge Kerlchen an bevor sie selber merkte, das irgend etwas unten im Genitalbereich nicht ganz in Ordnung war.

Ja mein Gott was soll der Käse? Betroffen waren Männlein und Weiblein, so wie heute auch.

Rainer-Maria



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#26

RE: DDR Terrorsystem in der "Tripperburg"

in DDR Staat und Regime 15.05.2016 23:54
von andyman | 1.882 Beiträge

Zitat von Moskwitschka im Beitrag #24


Offenbar förderte die Mobilität der Menschen in der modernen Industriegesellschaft die neuerliche Verbreitung der Geschlechtskrankheiten
Moskwitschka

PS Übrigens soll es in Hamburg und Bremen auch geschlossene verenologische Abteilungen gegeben haben. Nur wird dort höchstwahrscheinlich der Anteil an "pädagogischer Einflußnahme" nicht so ausgeprägt gewesen sein wie in der DDR.



Das ist sicher ein Grund,zum anderen ist die Resistenz gegen Antibiotika bei vielen Patienten der Grund das Syphilis und Tripper wieder auf dem Vormarsch sind.
Ein Effekt der Neuzeit auch kleine bis mittlere Infektionen mit Antibiotika zu beschießen,bis sie unwirksam werden.
Lgandyman


Gruß aus Südschweden
Was nützt alles Hasten und Jagen,auch du bist nur ein Tropfen im Meer der Unendlichkeit. Confuzius
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#27

RE: DDR Terrorsystem in der "Tripperburg"

in DDR Staat und Regime 16.05.2016 00:27
von vs1400 | 2.397 Beiträge

derartige krankheiten waren damals meldepflichtig, in beiden systemen
und dass nicht ohne grund.

der "begriff" tripperburg ist mir jedoch komplett anders in erinnerung.
bezeichnet wurden damit, zu meiner zeit, zb. lehrlingswohnheime mit deutlich erkennbarem anteil des weiblichen geschlechts.

gruß vs


04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


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#28

RE: DDR Terrorsystem in der "Tripperburg"

in DDR Staat und Regime 16.05.2016 07:05
von SET800 | 3.104 Beiträge

Zitat von Rainer-Maria Rohloff im Beitrag #25

Ja mein Gott was soll der Käse? Betroffen waren Männlein und Weiblein, so wie heute auch.
Rainer-Maria


Hallo,
stimmt und stimmt nicht, vereinfacht am Beispiel Prostitution, es gibt mehr Kunden/Freier als waagerecht arbeitende Damen. Also wir die Infektionsrate von Damen mit "liederlichen" Lebenstil höher sein als das Kollektiv aller Männer von denen nur ein kleiner Teil dort Kunde ist.



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#29

RE: DDR Terrorsystem in der "Tripperburg"

in DDR Staat und Regime 16.05.2016 09:47
von damals wars | 12.218 Beiträge

Es war wohl der "gesellschaftliche Schaden", sprich Krankentage der Freier, Kosten der medizinischen Behandlung,der die Damen in den Blickpunkt einer intensiven ärztlichen Kontrolle rückte. Außerdem waren sie ja für den Arbeitsmarkt nicht verfügbar.
Klar, das die heute zur Furie werden, wenn man sie darauf hinweist.
Das Glück der Beglückten stand da nicht so im Mittelpunkt.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
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#30

RE: DDR Terrorsystem in der "Tripperburg"

in DDR Staat und Regime 16.05.2016 09:56
von Hanum83 | 4.808 Beiträge

Früher wurde halt oft mit blanker Waffe gekämpft und wenn du mit Dampfnudel zum FA für H&G-Krankheiten geschlichen bist gab es nach dem schönen Abstrich halt die Penecillin-Gabe zur Linderung.
Die obligatorische Benennung der Tages- oder Abendabschnittsgefährtinnen war ja meistens etwas schwierig.
Die schönen der Nacht in den regionalen Nahkampfdielen denen der Ruf anhaftete das ein Werben um ihre kurzfristige Gunst in den Erfolg münden könnte, natürlich ohne Bezahlung mal abgesehen von der reichlichen Spendierung schöngeistiger Getränke, befanden sich aber nach meiner Erinnerung alle auf freien Fuß, die traf man jedes Wochenende.


"Deitsch on frei wolln mer sei, on do bleibn mer aah derbei"
(Anton Günther)
zuletzt bearbeitet 16.05.2016 10:14 | nach oben springen

#31

RE: DDR Terrorsystem in der "Tripperburg"

in DDR Staat und Regime 16.05.2016 13:10
von SET800 | 3.104 Beiträge

Hallo,
ich denke während der ganzen Zeit der DDR und in der BRD von 1952/1953 an etwa bis 1995 gab es für KEINE Frau einen materiellen Zwang das horizontale Gewerbe auszuüben.

Eine legale seriöse existenssichernde Arbeitstelle gab es auch für Ungelernte, egal ob Kantinenhelferin, Schulen putzen, Leichtindustrie-Montage usw. usw.

Und für Deutsche Staatsbürger gitlt das uneingeschränkt auch heute, ALG2 ist nicht Not und Elend.



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#32

RE: DDR Terrorsystem in der "Tripperburg"

in DDR Staat und Regime 16.05.2016 13:22
von Hanum83 | 4.808 Beiträge

Zitat von SET800 im Beitrag #31
Hallo,
ich denke während der ganzen Zeit der DDR und in der BRD von 1952/1953 an etwa bis 1995 gab es für KEINE Frau einen materiellen Zwang das horizontale Gewerbe auszuüben.

Eine legale seriöse existenssichernde Arbeitstelle gab es auch für Ungelernte, egal ob Kantinenhelferin, Schulen putzen, Leichtindustrie-Montage usw. usw.

Und für Deutsche Staatsbürger gitlt das uneingeschränkt auch heute, ALG2 ist nicht Not und Elend.


Muss man aber auch Aufwand und Nutzen sehen, ohne jeglichen Zwang


"Deitsch on frei wolln mer sei, on do bleibn mer aah derbei"
(Anton Günther)
zuletzt bearbeitet 16.05.2016 14:08 | nach oben springen

#33

RE: DDR Terrorsystem in der "Tripperburg"

in DDR Staat und Regime 16.05.2016 13:45
von Moskwitschka | 2.533 Beiträge

@SET800 Mach Dich mal von dem Gedanken frei, dass Infektionen ausschließlich beim horizontalen Gewerbe übertragen wurden.

1973 X.Weltfestspiele in Berlin. Die Jugend der Welt war versammelt. Es war Sommer. Die Nächte lau. Was meinst Du, was z.B. im Volkspark Friedrichshain los war?

Am nächsten Morgen wurde ein frisches Blauhemd angezogen und wieder für die Völkerfreundschaft demonstriert.

Moskwitschka


„Nichts ist schwieriger und nichts erfordert mehr Charakter, als sich im offenen Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein!“

Kurt Tucholsky

andyman und Rainer-Maria Rohloff haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 16.05.2016 13:51 | nach oben springen

#34

RE: DDR Terrorsystem in der "Tripperburg"

in DDR Staat und Regime 16.05.2016 14:18
von Hanum83 | 4.808 Beiträge

Sagen euch noch die "OS-Mädchen" was?
Hat aber nix mit Offiziersschule zu tun


"Deitsch on frei wolln mer sei, on do bleibn mer aah derbei"
(Anton Günther)
zuletzt bearbeitet 16.05.2016 14:20 | nach oben springen

#35

RE: DDR Terrorsystem in der "Tripperburg"

in DDR Staat und Regime 16.05.2016 14:43
von Signalobermaat | 358 Beiträge

Als ich bei der Marine war, haben die Älteren immer von der Tripperburg in Stralsund ( Armeelazarett) erzählt und das es dort für Wiederholungstäter in den Fünfzigern, die Zementbombe gab, soll eine sehr sehr schmerzhafte Angelegenheit gewesen sein, da von dem Medikament die Muskulatur hart wie Zement wurde.
Bin zum Glück verschont worden,aber später soll es dann mit einer Spritze erledigt gewesen sein.



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#36

RE: DDR Terrorsystem in der "Tripperburg"

in DDR Staat und Regime 16.05.2016 14:52
von Grenzverletzerin | 1.182 Beiträge

Wenn ich mich recht erinnere verhielt es sich mit der Tripperburg so, dass die dortige Unterbringung nicht vordergründig der Geschlechtskrankheit geschuldet war, sondern der Lebensweise. Oft hing das mit § 249 zusammen und/oder einem sogenannten liederlichen Lebensstil - sprich - häufig wechselnden Geschlechtspartnern. Also wenn man sich nur den Tripper eingefangen hatte, kam man nicht in eine derartige Einrichtung.


Unter Chemikern funktioniert die Evolution noch: Dumme Experimentierer werden natürlicherweise und rasch eliminiert.

Fritze, damals wars und RudiEK89 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#37

RE: DDR Terrorsystem in der "Tripperburg"

in DDR Staat und Regime 16.05.2016 19:00
von Rainer-Maria Rohloff | 1.383 Beiträge

Mal hin zum damaligen Volksbegriff...Umgangston "Tripperburg." Im Leipziger Osten bei uns um die Ecke war das ne normale Villa aus Gründerzeit, 4.Etagen mit Hochparterre, davon erste Etage die TB. Hochparterre keine Ahnung mehr, Restetagen wohnten ganz normale Leute. Stationäre Aufnahme in erster Etage gaben die Räumlichkeiten einfach nicht her.

Ich kenne das somit aus der damaligen Zeit nur unter dem Begriff "Tripperburg", diese Behandlungsstädten/Arztpraxen für "Haut-und Geschlechtskrankheiten"

Wen also irgendwie und irgendwo "Leichte Mädel" kaserniert, gar weggeschlossen wurden dann kann das nur in Leipzig Dösen oder Zschadras bei Colditz gewesen sein?

Rainer-Maria

und einen guten Abend allen ins Forum



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#38

RE: DDR Terrorsystem in der "Tripperburg"

in DDR Staat und Regime 16.05.2016 19:42
von damals wars | 12.218 Beiträge

Zitat von Grenzverletzerin im Beitrag #36
Wenn ich mich recht erinnere verhielt es sich mit der Tripperburg so, dass die dortige Unterbringung nicht vordergründig der Geschlechtskrankheit geschuldet war, sondern der Lebensweise. Oft hing das mit § 249 zusammen und/oder einem sogenannten liederlichen Lebensstil - sprich - häufig wechselnden Geschlechtspartnern. Also wenn man sich nur den Tripper eingefangen hatte, kam man nicht in eine derartige Einrichtung.

Genau! Umgangssprachlich HWG!
Da war viel Flüsterpropaganda! Ging immer so: Haste gehört! Da haben se ne Wohnung gestürmt! Die hatten alle
nichts an. Und dann die per(diver)sen Anspielungen....


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#39

RE: DDR Terrorsystem in der "Tripperburg"

in DDR Staat und Regime 16.05.2016 21:18
von Hanum83 | 4.808 Beiträge

Wenn ich mir deinen Avatar so angucke haben dich doch diese Gerüchte damals total g... gemacht, vermutlich.
Was hat geholfen zum Runterkommen, ein Griff ins Buchregal, Lenin die mehrbändige Ausgabe?

Wieviele Bände waren das eigentlich, Alfred??
Ich glaube/befürchte 5.
Hab sie mir alle angetan aus reinem Interesse
Die Bibel hat sich jedenfalls besser gelesen, auch aus reinem Interesse, ich glaub den Koran muss ich nun auch noch angehen, hatte ich vor 30 Jahren einfach nicht auf dem Schirm.
Hoffentlich knie ich nacher nicht auf dem Fußabstreicher wenn meine Frau morgens heimkommt, aber wenn ich Lenin verdaut habe...


"Deitsch on frei wolln mer sei, on do bleibn mer aah derbei"
(Anton Günther)
zuletzt bearbeitet 16.05.2016 21:49 | nach oben springen

#40

RE: DDR Terrorsystem in der "Tripperburg"

in DDR Staat und Regime 16.05.2016 21:49
von damals wars | 12.218 Beiträge

Zitat von Hanum83 im Beitrag #39

Die Bibel hat sich jedenffalls besser gelesen, auch aus reinem Interesse, ich glaub den Koran muss ich nun auch noch angehen, hatte ich vor 30 Jahren einfach nicht auf dem Schirm.


Im ersten Teil der Bibel nur Mord und Totschlag, Sodom und Gomorrha!
"Was siehst du aber den Splitter in deines Bruders Auge, und wirst nicht gewahr des Balkens in deinem Auge?"
http://bibeltext.com/matthew/7-3.htm


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