#41

RE: Fluchtversuch im Militärzug aus Gerwisch

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 28.05.2015 13:36
von Vierkrug (gelöscht)
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Zitat von zoll im Beitrag #37
.........Und zum Schluss eine Bemerkung wegen der englischen Sprache. Ich bin in Deutschland geboren, habe die deutsche Sprache gelernt um sie zu benutzen. Ich bin kein User, ich bin Nutzer. Ich ziehe kein Shirt an sondern ein Hemd, zum Essen ziehe ich mir keinen Burger rein, sondern einen Fleischklops - Frikadelle - Bulette. Englisch habe ich schon in der Volksschule gelernt und bin trotzdem bei deutsch geblieben, weil das eine sehr schöne Sprache ist, die man pflegen sollte und nicht mit irgendwelchen aufgeschnappten Wörtern aus anderen Kulturbereichen aufpeppen muss.
zoll


Diese Aussage unterschreibe ich !!!

Vierkrug


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#42

RE: Fluchtversuch im Militärzug aus Gerwisch

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 28.05.2015 14:04
von Sperrbrecher | 1.662 Beiträge

Zitat von passport im Beitrag #40

Na und, @zoll ,selber warst Du doch auch ein Scherge deines Staates ! Immer korrekt im Sinne deiner Gesellschaftsordnung tätig gewesen !


Du willst doch wohl nicht ernsthaft das Tun oder Lassen der DDR-Zöllner, ihr schikanöses Verhalten gegenüber den Reisenden, mit der Tätigkeit der bundesrepublikanischen Zöllner gleichsetzen ?

Ich habe in den Jahren 1973 bis zum Mauerfall mindestens fünfzig mal die Grenzen zur DDR frequentiert und bin in diesen Fällen ein einziges
mal von den Zöllnern der Bundesrepublik angehalten, geschweige denn kontrolliert worden. Da waren die DDR-Zöllner aber wesentlich eifriger.

Aus beruflichen Gründen habe ich, zuweilen sogar mehrmals täglich, die Grenzen zu den Nachbarländern der Bundesrepublik und auch nach Polen und Ungarn genutzt. Kein Zöllner dieser Länder entwickelte diesen Kontrollwahn, wie die Zöllner der DDR.


Wie war die allgemeine Stimmung in der DDR ? Sie hielt sich in Grenzen !


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#43

RE: Fluchtversuch im Militärzug aus Gerwisch

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 28.05.2015 14:07
von linamax | 2.022 Beiträge

Zitat von Sperrbrecher im Beitrag #42
Zitat von passport im Beitrag #40

Na und, @zoll ,selber warst Du doch auch ein Scherge deines Staates ! Immer korrekt im Sinne deiner Gesellschaftsordnung tätig gewesen !


Du willst doch wohl nicht ernsthaft das Tun oder Lassen der DDR-Zöllner, ihr schikanöses Verhalten gegenüber den Reisenden, mit der Tätigkeit der bundesrepublikanischen Zöllner gleichsetzen ?

Ich habe in den Jahren 1973 bis zum Mauerfall mindestens fünfzig mal die Grenzen zur DDR frequentiert und bin in diesen Fällen ein einziges
mal von den Zöllnern der Bundesrepublik angehalten, geschweige denn kontrolliert worden. Da waren die DDR-Zöllner aber wesentlich eifriger.

Aus beruflichen Gründen habe ich, zuweilen sogar mehrmals täglich, die Grenzen zu den Nachbarländern der Bundesrepublik und auch nach Polen und Ungarn genutzt. Kein Zöllner dieser Länder entwickelte diesen Kontrollwahn, wie die Zöllner der DDR.


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#44

RE: Fluchtversuch im Militärzug aus Gerwisch

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 28.05.2015 14:10
von linamax | 2.022 Beiträge

Zitat von Sperrbrecher im Beitrag #42
Zitat von passport im Beitrag #40

Na und, @zoll ,selber warst Du doch auch ein Scherge deines Staates ! Immer korrekt im Sinne deiner Gesellschaftsordnung tätig gewesen !


Du willst doch wohl nicht ernsthaft das Tun oder Lassen der DDR-Zöllner, ihr schikanöses Verhalten gegenüber den Reisenden, mit der Tätigkeit der bundesrepublikanischen Zöllner gleichsetzen ?

Ich habe in den Jahren 1973 bis zum Mauerfall mindestens fünfzig mal die Grenzen zur DDR frequentiert und bin in diesen Fällen ein einziges
mal von den Zöllnern der Bundesrepublik angehalten, geschweige denn kontrolliert worden. Da waren die DDR-Zöllner aber wesentlich eifriger.

Aus beruflichen Gründen habe ich, zuweilen sogar mehrmals täglich, die Grenzen zu den Nachbarländern der Bundesrepublik und auch nach Polen und Ungarn genutzt. Kein Zöllner dieser Länder entwickelte diesen Kontrollwahn, wie die Zöllner der DDR.


Das kann der passport nicht wissen . Da war er im Urlaub oder es ist eine Lüge .


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#45

RE: Fluchtversuch im Militärzug aus Gerwisch

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 28.05.2015 14:10
von Sperrbrecher | 1.662 Beiträge

Zitat von damals wars im Beitrag #26
Die Zöllner am Flughafen Frankfurt sprechen alle englisch.

Bist Du Dir da wirklich so sicher ?
Stimmt nämlich nicht.


Wie war die allgemeine Stimmung in der DDR ? Sie hielt sich in Grenzen !


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#46

RE: Fluchtversuch im Militärzug aus Gerwisch

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 28.05.2015 14:13
von DoreHolm | 7.707 Beiträge

Zitat von zoll im Beitrag #25
Zitat von DoreHolm im Beitrag #21
Zitat von zoll im Beitrag #20
Zitat von kassberg im Beitrag #19
Zitat von Sperrbrecher im Beitrag #18
Zitat von Gert im Beitrag #2
eine sehr berührende Geschichte. Ich habe mir versucht, vorzustellen, die Freiheit so nahe vor Augen zu haben und dann in letzter Sekunde doch noch in die Stasi Verliese abgeführt zu werden. Das einzige Verbrechen was ihm zur Last gelegt wurde, war, dass er von seinem Recht auf Selbstbestimmung Gebrauch machen wollte. Ein Arbeitssklave wollte sich unauffällig der Ausbeutung entziehen.

Was war das doch für ein jämmerlicher Staat, der seine Bürger als Leibeigene betrachtete und auch so behandelte.



Under capitalism, man exploits man. Under communism, it's just the opposite.
John Kenneth Galbraith



Geht´s noch? Ich meine, gehts auch auf deutsch?
zoll


Grün: Jetzt mußte ich aber ein bischen lachen. Ich nehme ja an, daß Du als Altbundi des Englischen mächtig bist. Wenn´s nicht um viele Sätze geht, sollte man sich doch nicht an einem einzigen Satz von elf Wörtern in Englisch hochziehen. Ja, wenn es Chinesisch, Arabisch, Hindi, Hebräisch oder Spanisch rückwärts wäre, hätte ich auch Probleme. Auch Kyrillisch muß nicht sein. Aber Englisch ? Zur Wende dachten wir im Osten hier alle, die im Westen können alle Englisch und die dachten, wir können alle Russisch. Weit gefehlt auf beiden seiten. Ein Kunde von mir in Saarbrücken dachte, wir dürfen hier im Osten gar kein Englisch lernen. So weltfremd im umgekehrten Sinne (in der BRD durfte kein Russisch gelernt werden ?) dachten nicht mal die Leute im nordöstlichsten Mecklenburg oder Zittauer Dreiländereck oder oberen Erzgebirge.
Aber das war mal wieder etwas OT. Man verzeihe mir den kleinen Exkurs, aber das mußte ich mal loswerden ob Deiner Kritik.



Ach jetzt weiß ich was Du meinst. Du stellst deine Bildung in den Vordergrund. Nun denn, wenn´s Dir hilft.

Ich gehöre zu den Menschen, die der schönen deutschen Sprache anhängen und nicht das heute übliche denglisch sprechen. Solche Leute wollen beweisen wie weltgewandt sie sind. Ich als "Bundi" (auch so´n blödes Wort) verzichte auf dieses Privileg.
zoll


Lila: Quatsch mit Soße. Zoll, Du bist schnell bei der Hand (bzw. mit dem Mund), eine Aussage eines Anderen so zu drehen, wie Du es gern hättest. Wie in Ami-Filmen. "Alles was Sie sagen, kann gegen Sie verwendet werden". Hättest ein guter Advokat werden können.

Aber Spaß beiseite. Nimm mal Deinen Beitrag #37, den mittleren Absatz. Genauso handele ich und deshalb kann ich es nicht nachvollziehen, weshalb du mir das Gegenteil unterstellst.



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zuletzt bearbeitet 28.05.2015 14:19 | nach oben springen

#47

RE: Fluchtversuch im Militärzug aus Gerwisch

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 28.05.2015 14:21
von passport | 2.640 Beiträge

@Sperrbrecher

Zoll - und Grenzkontrollen sind legitime Maßnahmen eines jedes Staates zu seinen Schutze und seiner Sicherheit. Das hat nichts mit Schikane zu tun.
Gerade gestern wurden an den bundesrepublikanischen Grenzen das Schengener Abkommen aufgehoben und Grenzkontrollen zum Schutze des G7 Gipfels eingeleitet.


passport


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#48

RE: Fluchtversuch im Militärzug aus Gerwisch

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 28.05.2015 15:15
von StabsfeldKoenig | 2.655 Beiträge

Zitat von zoll im Beitrag #37
Zum Thema: Der Zugbegleiter der DR, ein Deutscher, war im Sinne der Worterklärung lt. wikipedia ein Scherge. Heute sagt er, dass er damals korrekt gehandelt hat und das es ihm leid tut. Also ich meine, jeder von uns hat sich schon mehrmals korrekt verhalten, aber im nachhinein sein Handeln doch in Frage gestellt. Zusammengefaßt - er war ein korrekt handelnder Scherge.
Und zum Schluss eine Bemerkung wegen der englischen Sprache. Ich bin in Deutschland geboren, habe die deutsche Sprache gelernt um sie zu benutzen. Ich bin kein User, ich bin Nutzer. Ich ziehe kein Shirt an sondern ein Hemd, zum Essen ziehe ich mir keinen Burger rein, sondern einen Fleischklops - Frikadelle - Bulette. Englisch habe ich schon in der Volksschule gelernt und bin trotzdem bei deutsch geblieben, weil das eine sehr schöne Sprache ist, die man pflegen sollte und nicht mit irgendwelchen aufgeschnappten Wörtern aus anderen Kulturbereichen aufpeppen muss.
Um wieder zum Thema zu kommen. Wenn es richtig ist, dass sich Präsident Kennedy mit der Angelegenheit befasst hat, kann ich die Entscheidung, wenn man sie einmal in Zusammenhang mit seiner Entscheidung in der Kubakrise sieht, nicht verstehen. Dort war er knallhart und hier hat er pflaumenweich nachgegeben? Das erscheint mir, als hätte da ein hoher Militär wegen der "Unwichtigkeit" einem DDR Bürger die Freiheit zu ermöglichen, diese Wahl getroffen.
zoll


Unbeschadet der politischen Fragen (Republikflucht), war das Zugbegleitpersonal dienstlich verpflichtet, die Mitfahrt von Personen ohne gültigen Fahrausweis zu unterbinden und diese Personen entweder zum Nachlösen eines Fahrausweises (erhöhtes Beförderungsentgelt) zu veranlassen, wenn es sich um einen Zug des öffenlichen Reiseverkehrs handelt oder aber die Person von der Weiterfahrt auszuschließen, wenn es sich um einen Zug handelt, der (wie z.B. die Militärzüge oder ein Güterzug) nicht zur Beförderung von Reisenden vorgesehen ist. Eine Duldung von "blinden Passagieren" wäre eine Beihilfe zur Leistungserschleichung (Straftat). Das heißt, daß auch bei z.B. einem sowjetischen Militärreisezug eine Mitfahrt von unbefugten Zivilpersonen auch vom Zugbegleitpersonal zu unterbinden gewesen wäre.



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#49

RE: Fluchtversuch im Militärzug aus Gerwisch

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 28.05.2015 16:59
von damals wars | 12.205 Beiträge

Zitat von Sperrbrecher im Beitrag #45
Zitat von damals wars im Beitrag #26
Die Zöllner am Flughafen Frankfurt sprechen alle englisch.

Bist Du Dir da wirklich so sicher ?
Stimmt nämlich nicht.



Stimmt doch, sonst wären sie dort fehl am Platz.
Der Flughafen ist ein "internationales" Drehkreuz. Da wären sie ohne englisch aufgeschmissen.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#50

RE: Fluchtversuch im Militärzug aus Gerwisch

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 28.05.2015 17:26
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #48
Eine Duldung von "blinden Passagieren" wäre eine Beihilfe zur Leistungserschleichung (Straftat).

Straftat? Nee! Schwarzfahren war in der Verflossen erstens billig und zweitens gerademal eine, hmm ... heut würd man's OWi nennen ...
www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?3,7423021,7423021


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#51

RE: Fluchtversuch im Militärzug aus Gerwisch

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 28.05.2015 18:38
von zoll (gelöscht)
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stabsfeldkönig im engeren Sinne war ein Militärzug u.a. zur Beförderung von Personen bestimmt. Das dort auch Waren transportiert wurden lasse ich mal beiseite.
Der DR-Zugbegleiter war nicht für die Fahrkatenkontrolle zuständig, weil diese in die Hoheit der westl. Alliierten fiel. Demzufolge ging ihn eine Mitfahrt einer Person, die sich im Gewahrsam eines MP befand, einen feuchten Kehrricht an. Pflichtbewußtsein hin oder her. Der DR-Schaffner sollte sich pflichtbewußt um seine Belange kümmern und nicht die Nase in fremde Angelegenheiten stecken. Das gehörte nicht zu seinen Aufgaben.
Ich verstehe allerdings seine Ängste. Aber wer hätte ihn ob seiner Pflichtverletzung anschwärzen können? Die Amis bestimmt nicht. Erst durch diesen pflichtbewußten Deutschen haben sie doch solche Probleme bekommen und "der dritte Weltkrieg war ganz nah".
Jeder Bedienstete oder Beamte hat immer einen gewissen Spielraum. Das war mein ganzes Berufsleben meine Devise. Leben und leben lassen.
Was hat denn der ganze Stacheldraht, das Minenfeld, die Hundelaufanlagen, die Mauern der DDR geholfen? NICHTS!!! Es hat viel Geld gekostet und der DDR in der Welt ein schlechtes Ansehen beschert. FREIHEITSDRANG UND WIRTSCHAFTLICHE NOT LÄSST SICH NICHT BESCHRÄNKEN. Das sehen wir z. Zt. wieder an den Flüchtlingsströmen die Europa überlaufen.
zoll


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#52

RE: Fluchtversuch im Militärzug aus Gerwisch

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 28.05.2015 19:41
von eisenringtheo | 9.184 Beiträge

Zitat von zoll im Beitrag #51
stabsfeldkönig im engeren Sinne war ein Militärzug u.a. zur Beförderung von Personen bestimmt. Das dort auch Waren transportiert wurden lasse ich mal beiseite.
Der DR-Zugbegleiter war nicht für die Fahrkatenkontrolle zuständig, weil diese in die Hoheit der westl. Alliierten fiel. Demzufolge ging ihn eine Mitfahrt einer Person, die sich im Gewahrsam eines MP befand, einen feuchten Kehrricht an. Pflichtbewußtsein hin oder her. Der DR-Schaffner sollte sich pflichtbewußt um seine Belange kümmern und nicht die Nase in fremde Angelegenheiten stecken. Das gehörte nicht zu seinen Aufgaben.
Ich verstehe allerdings seine Ängste. Aber wer hätte ihn ob seiner Pflichtverletzung anschwärzen können? Die Amis bestimmt nicht(...)
zoll

Vielleicht nicht. Allerdings fiel der Vorgang wohl kaum unter eine hohe Geheimnisstufe: Es wäre sicher etwas nach Ostberlin durchgesickert.Abgesehen davon hätte das MfS nach dem spurlosen Verschwinden eines Staatsbürgers sicher das ganze Umfeld untersucht, Personen befragt und ihre Ermittlungen sicher früher oder später auf die Reichsbahn ausgedehnt.
Begünstigung und Nichtanzeige von "Staatsverbrechen" wurde damals schwer bestraft
http://www.verfassungen.de/de/ddr/strafr...ngsgesetz57.htm
In den ersten Jahren wurde alles, was mit der Grenze zu tun hatte, den westlichen Geheimdiensten und den "aggressivsten Kräften des US Imperialismus" und seinen "Marionetten" in der "westdeutschen Bundesrepublik" angehängt und zum Staatsverbrechen aufgebauscht. Das wusste eigentlich jeder in der DDR, dafür sorgten die Propaganda und die Schauprozesse.
http://www.verfassungen.de/de/ddr/strafr...ngsgesetz57.htm
Der Zugführer hatte die Wahl zwischen etwa 10 Jahren Gefängnis (bis lebenslänglich) oder einer schlichten Meldung bei den zuständigen Behörden. Da er den "Schwarzfahrer" persönlich nicht kannte, war die Entscheidung eigentlich einfach.
Theo


94 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 28.05.2015 19:42 | nach oben springen

#53

RE: Fluchtversuch im Militärzug aus Gerwisch

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 28.05.2015 20:30
von Mike59 | 7.979 Beiträge

Zitat von zoll im Beitrag #51
stabsfeldkönig im engeren Sinne war ein Militärzug u.a. zur Beförderung von Personen bestimmt. Das dort auch Waren transportiert wurden lasse ich mal beiseite.
Der DR-Zugbegleiter war nicht für die Fahrkatenkontrolle zuständig, weil diese in die Hoheit der westl. Alliierten fiel. Demzufolge ging ihn eine Mitfahrt einer Person, die sich im Gewahrsam eines MP befand, einen feuchten Kehrricht an. Pflichtbewußtsein hin oder her. Der DR-Schaffner sollte sich pflichtbewußt um seine Belange kümmern und nicht die Nase in fremde Angelegenheiten stecken. Das gehörte nicht zu seinen Aufgaben.
Ich verstehe allerdings seine Ängste. Aber wer hätte ihn ob seiner Pflichtverletzung anschwärzen können? Die Amis bestimmt nicht. Erst durch diesen pflichtbewußten Deutschen haben sie doch solche Probleme bekommen und "der dritte Weltkrieg war ganz nah".
Jeder Bedienstete oder Beamte hat immer einen gewissen Spielraum. Das war mein ganzes Berufsleben meine Devise. Leben und leben lassen.
Was hat denn der ganze Stacheldraht, das Minenfeld, die Hundelaufanlagen, die Mauern der DDR geholfen? NICHTS!!! Es hat viel Geld gekostet und der DDR in der Welt ein schlechtes Ansehen beschert. FREIHEITSDRANG UND WIRTSCHAFTLICHE NOT LÄSST SICH NICHT BESCHRÄNKEN. Das sehen wir z. Zt. wieder an den Flüchtlingsströmen die Europa überlaufen.
zoll

Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass in einem Militärzug der Alliierten ein Schaffner der DR zum Einsatz gekommen ist. Welche Fahrscheine hat der denn auf welche Gültigkeit hin überprüfen sollen?
Zugbegleitpersonal ist da wohl eher angedacht und denen ist der Fahrgast doch gleichgültig.


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#54

RE: Fluchtversuch im Militärzug aus Gerwisch

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 28.05.2015 21:27
von damals wars | 12.205 Beiträge

Das der Westen seine Siege immer sehr Bildhaft feierte, dürfte dem Zugbegleiter nicht unbekannt gewesen sein.
Und da es dem Flüchtling egal war, wem er mit der Flucht Scherereien beschert, warum sollte dann der Zugbegleiter seinen Job für diesen riskieren?


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#55

RE: Fluchtversuch im Militärzug aus Gerwisch

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 28.05.2015 21:39
von damals wars | 12.205 Beiträge

Zoll ist auch kein deutsches Wort

HERKUNFTSWöRTERBUCH
1. Zoll
das Substantiv Zoll mit der Bedeutung „Abgabe“ (mhd., ahd.
zol) beruht auf einer Entlehnung aus mlat.
telonium „Zoll(haus)“, das über griech.
telōnion in ders. Bed. auf griech.
télos „Ziel, Ende“, auch „endgültige Zahlung“ zurückgeführt werden kann
http://www.wissen.de/wortherkunft/zoll
2. Zoll


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#56

RE: Fluchtversuch im Militärzug aus Gerwisch

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 28.05.2015 22:02
von Grenzläufer | 1.780 Beiträge

Zitat von damals wars im Beitrag #54
Das der Westen seine Siege immer sehr Bildhaft feierte, dürfte dem Zugbegleiter nicht unbekannt gewesen sein.
Und da es dem Flüchtling egal war, wem er mit der Flucht Scherereien beschert, warum sollte dann der Zugbegleiter seinen Job für diesen riskieren?


Was für ein menschenverachtender Kommentar.
Der Flüchtling bereitet also "Scherereien"

Siegried Pump wurde 3 Monate lang von den Schergen der Staatssicherheit verhört.
Dann bekam er eine Haftstrafe von 1 Jahr und 9 Monaten durch die DDR-Willkürjustiz aufgebrummt, nur weil er es gewagt hatte,
der DDR den Rücken zu kehren.

So funktionierte das in diesem Staat, der nie demokratisch legitimiert war.


Gert und Lutze haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 28.05.2015 22:05 | nach oben springen

#57

RE: Fluchtversuch im Militärzug aus Gerwisch

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 28.05.2015 22:06
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von damals wars im Beitrag #55
Zoll ist auch kein deutsches Wort

HERKUNFTSWöRTERBUCH
1. Zoll
das Substantiv Zoll mit der Bedeutung „Abgabe“ (mhd., ahd.
zol) beruht auf einer Entlehnung aus mlat.
telonium „Zoll(haus)“, das über griech.
telōnion in ders. Bed. auf griech.
télos „Ziel, Ende“, auch „endgültige Zahlung“ zurückgeführt werden kann
http://www.wissen.de/wortherkunft/zoll
2. Zoll


das belustigt mich aber nun sehr, wegen der Herkuft des Spruchs " griechisch "


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#58

RE: Fluchtversuch im Militärzug aus Gerwisch

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 28.05.2015 22:13
von Thunderhorse | 4.016 Beiträge

Mal a bisserl was zur Thematik
Military Train from/to Berlin - Frankfurt/Bremerhaven.
Geregelt schon am 10. September 1945
Regulations for rail traffic (Protocol CONLIP [46] 27) in the
occupation areas.

West Berlin and the U.S. Army Rail Transportation Office
http://translog.armylive.dodlive.mil/fil...4th-quarter.pdf
Page 14

Transportation Corps Duty Trains
US Army, Europe
http://www.usarmygermany.com/Sont.htm?ht...ty%20Trains.htm

http://www.transportation.army.mil/museu...um/bertrain.htm

http://www.voicesunderberlin.com/BerlinT...intoBerlin.html

http://www.transportation.army.mil/history/GO_bios/bolz.pdf

http://www.berlinbrats.org/scrapbook/67DutyTrain.pdf
A bisserl was auch in Deutsch.

Helmstedter Abkommen (11. Mai 1949)
http://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?17,7405552

Die britischen Militärzüge endeten in Hannover oder Braunschweig, die französischen in Straßburg bzw. Baden-Baden.
http://baor-locations.org/BMT.aspx.html

http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&e...2,d.ZGU&cad=rja

http://www.lse.ac.uk/IDEAS/programmes/co...itarytrain.aspx

http://trains-worldexpresses.com/500/509.htm

O.k., könnte für den einen oder anderen etwas schwierig sein, die Texte zu verstehen, da die Masse in Englisch ist.
Aber man kann zumindest herauslesen, wo sich das dt. Personal aufhielt bzw. was von welcher Seite (West- bzw. East-Germany) gestellt wurde.
Auch wie eine Flag order aussieht/aussah. bzw. wie sich die control crew on board zusammensetzte.

Was die Passagiere benötigten, hier mal bezogen auf die US-Forces.
Zitat aus USARMYGERMANY.com
Travel authority - The soldier traveling to Berlin needs travel authority such as travel or leave orders, a request to travel to Berlin (AE Form 2793), flag orders from the USAREUR AG section (2), and an ID card in good condition. The requirements for the dependent or government-employed civilian is the same except that they need a valid passport instead of the ID card.

Kontrolliert haben nur die Allliierten, keine West- oder Ostdeutschen Organe.

War halt schon was anderes, die Allliierten und die Grenze bzw. Berlin, BFS/BAOR, US-Army auf Bundesdeutscher Seite bzw. dann noch die Franzosen in Berlin (West).

Ja und welchen gewissen Spielraum ein Beamter hat oder eben auch nicht hat, spielte an Bord dieser Züge definitv keine Rolle.


"Mobility, Vigilance, Justice"
Grenzläufer und eisenringtheo haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 28.05.2015 22:35 | nach oben springen

#59

RE: Fluchtversuch im Militärzug aus Gerwisch

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 28.05.2015 22:15
von Grenzläufer | 1.780 Beiträge

.


Ein interessantes Video mit Bildern aus dem Jahre 1969 über den Militärzug (ab 0:40).
Die Musik ist etwas gewöhnungsbedürftig



zuletzt bearbeitet 28.05.2015 22:28 | nach oben springen

#60

RE: Fluchtversuch im Militärzug aus Gerwisch

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 28.05.2015 23:16
von eisenringtheo | 9.184 Beiträge

(gelöscht)
Theo


zuletzt bearbeitet 28.05.2015 23:18 | nach oben springen


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