#1

Flüchtlingsdrama im Mittelmeer

in Themen vom Tage 19.04.2015 11:39
von Lutze | 8.027 Beiträge

Bis zu 700 Tote Flüchtlinge nach einem Bootsunglück
im Mittelmeer,bisher konnten lediglich 28 Überlebende
gerettet werden,das Unglück ereignete sich 120 Kilometer
vor der lybischen Küste
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
Moskwitschka, seaman, eisenringtheo und Damals87 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#2

RE: Flüchtlingsdrama im Mittelmeer

in Themen vom Tage 19.04.2015 11:51
von 1941ziger | 983 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #1
Bis zu 700 Tote Flüchtlinge nach einem Bootsunglück
im Mittelmeer,bisher konnten lediglich 28 Überlebende
gerettet werden,das Unglück ereignete sich 120 Kilometer
vor der lybischen Küste
Lutze


Ja wie soll die EU dem entgegenwirken, soll sie einen Fährbetrieb einrichten?

Wäre vor der zielgerichteten Destabilisierung Libyens alles nicht möglich gewesen.


Die veröffentlichte Meinung ist nicht die Öffentliche.
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zuletzt bearbeitet 19.04.2015 11:54 | nach oben springen

#3

RE: Flüchtlingsdrama im Mittelmeer

in Themen vom Tage 19.04.2015 12:02
von Grenzläufer | 1.759 Beiträge

>>>Muslime warfen Christen ins Meer

Hass statt Solidarität: Die italienische Polizei hat 15 muslimische Bootsflüchtlinge inhaftiert, die auf der Überfahrt zwölf Christen über Bord geworfen haben sollen. Die Tat soll religiös motiviert sein. (...) <<<

http://www.dw.de/muslime-warfen-christen-ins-meer/a-18388437


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#4

RE: Flüchtlingsdrama im Mittelmeer

in Themen vom Tage 19.04.2015 12:42
von Grenzläufer | 1.759 Beiträge

Eine sachliche Darstellung von 2013 über die Ursache der Flüchtlingsdramen vor Europas Küsten



>>>Lampedusa: Wer trägt die Schuld am Flüchtlingsdrama?
(...)

Wenn Europa, einer der dichtest besiedelten Kontinente, die Grenzen völlig öffnet, käme dies einer Aufforderung zur Masseneinwanderung gleich. Doch wohin sollten dann Millionen von Menschen aus Afrika und dem Nahen Osten hin? Vor allem aber werden dadurch die politischen, sozialen und wirtschaftlichen Probleme in den Herkunftsländern nicht gelöst, während wir in Europa vor neue Herausforderungen hinsichtlich der Unterbringung und Versorgung von Millionen Flüchtlingen gestellt werden. Und das in Zeiten, in denen schon für die eigene Bevölkerung kaum mehr Geld in den Sozialhaushalten vorhanden ist, und immer wieder neue Sparmaßnahmen angedacht und umgesetzt werden.

Anstatt über eine Lockerung der Einwanderungs- und Asylpolitik nachzudenken, könnte Europa seine wirtschaftliche und politische Macht dazu nutzen, die Bedingungen in den Hauptflüchtlingsländern zu verbessern. Wie kann es sein, dass diverse afrikanische Länder ihre fruchtbaren Böden an China verpachten müssen um an die notwendigen Devisen zu gelangen, während gleichzeitig Millionen von Menschen im eigenen Land nicht genügend zu essen haben? Warum knüpft Europa die Entwicklungshilfe (welche ohnehin zu gering bemessen ist), sowie den Abschluss von Handelsabkommen nicht an politische und soziale Fortschritte in diesen Ländern? Wir hätten doch so viele Möglichkeiten, um den Menschen dort die Gründe zur Flucht deutlich zu reduzieren.

Die Mitschuld von Politikern und NGOs
Alleine durch die Vorgauklung, dass man es nur erst einmal nach Europa schaffen müsse um eine Aufnahmestelle zu finden, ist schon eine Mittäterschaft am Tod von hunderten Menschen jedes Jahr. Zehntausende Menschen machen sich unter der Erduldung schwerster Strapazen auf einen riskanten Weg in das “gelobte Land” auf der anderen Seite des Mittelmeers. Sie alle werden genährt von der Hoffnung auf ein besseres Leben – eine Hoffnung, die sich nur für die wenigsten dieser Menschen tatsächlich erfüllt. Selbst wenn wir der Forderung der Linkspolitiker und der NGOs nachgehen würden.

Ohne Sprachkenntnisse und ohne Ausbildung würden diese in Europa gestrandeten Menschen lediglich Hilfsarbeiten annehmen können. Jobs, welche jedoch selbst schon für die heute in Europa lebenden Menschen kaum mehr in ausreichender Zahl vorhanden sind. Sollen sie von den Sozialkassen leben, welche zur Sicherung der Zukunft angeblich so dringend auf Zuwanderung angewiesen sind? Ist die Schaffung eines neuen Prekariats wirklich wünschenswert? Oder wäre es nicht doch deutlich sinnvoller, gemeinsam an Lösungsstrategien zur Verbesserung der Lebensumstände in den armen Ländern zu arbeiten?


Wenn die gesamte Europäische Union einen Entwicklungshilfefonds schafft, in den jeder Mitgliedsstaat auch nur 2% des Bruttoinlandsprodukts einzahlt, stünden rund 250 Milliarden Euro zur Verfügung. Bei einer Beteiligung der Vereinigten Staaten und Japans würde dieser Betrag um rund 300 auf ganze 550 Milliarden Euro ansteigen. Mit diesem Geld wären Bildungsprojekte, Krankenhäuser, ein Ausbau der Landwirtschaft, und eine Verbesserung der Wasserversorgung möglich.

Wir lösen keine Probleme, wenn wir die Grenzen einfach öffnen. Das können wir nur dann tun, wenn wir Hilfe zur Selbsthilfe anbieten. Wenn wir die armen Staaten dabei unterstützen, dass sie sich weitestgehend selbst versorgen können. Und wenn es bedeutet, auch mit Diktaturen zusammenzuarbeiten, so sollten wir das tun. Nur so kann sich auch in diesen Ländern etwas ändern, wenn wir den Diktatoren klar machen, dass sie mit der Schaffung eines breiten (relativen) Wohlstands auch in einer Demokratie gut dastehen werden. Vielleicht werden dann solche dramatischen Bilder wie jene der letzten Tage endlich der Vergangenheit angehören. (...) <<<

http://www.neopresse.com/europa/lampedus...echtlingsdrama/


Klauspeter und Gert haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#5

RE: Flüchtlingsdrama im Mittelmeer

in Themen vom Tage 19.04.2015 13:13
von Moskwitschka | 2.526 Beiträge

Aus aktuellem Anlass - Ich habe großen Respekt vor der Leistung der Seefahrer, die ungachtet des wirtschaftlichen Drucks, der auf der Handelsschifffahrt liegt, den Menschen auf der Flucht zur Hilfe eilen. Und wer sich nur ansatzweise in die Situation hineinfühlen kann, kann sich vorstellen, was da gerade im Mittelmeer passiert. Und auch wie sich die, die helfen wollen, fühlen müssen, wenn ihre Hilfe zu spät kommt oder hilflos zuschauen müssen, wenn die Situation auf den Flüchtlingsbooten außer Kontrolle geraten und hunderte Menschen ertrinken. Daher unterstütze ich ausdrücklich die Forderungen der Seefahrer.

Brüssel. Reeder und Seemannsgewerkschaften haben an die Mitgliedsländer der EU appelliert, die humanitäre Krise der Bootsflüchtlinge im Mittelmeer zu lösen. Ohne zusätzliche Mittel für Rettungsaktionen sei der Verlust von Tausenden Leben zu befürchten, heißt es in einem gemeinsamen Schreiben der europäischen und der Weltverbände von Reedern und Gewerkschaften an die 28 EU-Regierungen. Die Staaten müssten die finanzielle Last teilen. Im vergangenen Jahr hätten Handelsschiffe im Mittelmeer rund 40.000 Menschen gerettet, zum Teil 500 bei einer einzigen Aktion, heißt es in einer Mitteilung, die am Donnerstag in Brüssel und London verbreitet wurde. Es sei inakzeptabel, dass die internationale Gemeinschaft sich darauf verlasse, dass Handelsschiffe verstärkt Flüchtlinge in großer Zahl retten.


http://ffm-online.org/2015/04/15/seefahr...-fluechtlingen/

Moskwitschka


Fatal ist mir das Lumpenpack,
das, um die Herzen zu rühren,
den Patriotismus trägt zur Schau,
mit allen seinen Geschwüren.

Heinrich Heine

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zuletzt bearbeitet 19.04.2015 13:23 | nach oben springen

#6

RE: Flüchtlingsdrama im Mittelmeer

in Themen vom Tage 19.04.2015 13:33
von eisenringtheo | 9.156 Beiträge
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#7

RE: Flüchtlingsdrama im Mittelmeer

in Themen vom Tage 19.04.2015 13:43
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von Moskwitschka im Beitrag #5
Aus aktuellem Anlass - Ich habe großen Respekt vor der Leistung der Seefahrer, die ungachtet des wirtschaftlichen Drucks, der auf der Handelsschifffahrt liegt, den Menschen auf der Flucht zur Hilfe eilen. Und wer sich nur ansatzweise in die Situation hineinfühlen kann, kann sich vorstellen, was da gerade im Mittelmeer passiert. Und auch wie sich die, die helfen wollen, fühlen müssen, wenn ihre Hilfe zu spät kommt oder hilflos zuschauen müssen, wenn die Situation auf den Flüchtlingsboten außer Kontrolle geraten und hunderte Menschen ertrinken.

Moskwitschka


Kann mich mehr als nur ansatzweise in diese Situation hineinversetzen.
Habe diesen Zustand schon vor Jahrzehnten erlebt als die sog.Boatpeople in den asiatischen Gewässern in Folge des Vietnamkrieges hilflos umher trieben.
Flüchtlinge,die schon beim Herannahen eines Handelsschiffes,wahnsinnig vor Durst und Hunger,in das haiverseuchte Meer sprangen.....
Tote,die im Wasser trieben,Schiffe die achtlos an diesen überladenen Booten vorbeifuhren oder im Dunkeln unterpflügten.
Damals gab es für das gute Gewissen Rupert Neudeck und die "Cap Anamur".Auch Neudeck geriet mit seiner Hilfe damals ins Kreuzfeuer deutscher Kritik.War ja weit weg.
Heute passiert es vor unser Haustür und diese Katastrophe wird mehr oder weniger mit geheuchelter Betroffenheit passiv hingenommen.
Trainerwechsel,Müller-Wohlfahrt und Bekloppte die seit Tagen vor dem Buckinghampalast auf die nächste königliche Geburt lauern erregen mehr Aufmerksamkeit als Menschen die elendig an den Grenzen zu Europa ersaufen.

seaman


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zuletzt bearbeitet 19.04.2015 14:01 | nach oben springen

#8

RE: Flüchtlingsdrama im Mittelmeer

in Themen vom Tage 19.04.2015 13:53
von Gelöschtes Mitglied
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Wir lösen aber die Probleme nicht in dem wir eine Fährverbindung einrichten. Die Probleme Afrikas müssen in Afrika gelöst werden. Dafür ist aber eine richtige Hilfe Westeuropas erforderlich und nicht solche halben Sachen wie den Export von überschüssigen Lebensmitteln, die dann noch den afrikanischen Markt zerstören.

Die Länder, die über Jahrhunderte schon von der Ausbeutung Afrikas profitiert haben, müssen von ihrem Reichtum abgeben und dort so investieren das die Einwohner ein lebenswertes Leben führen können. Das ist eine Notwendigkeit, für die wir auch etwas von unserem heutigen Standard abgeben müssen und auch können.

Der Hesselfuchs


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#9

RE: Flüchtlingsdrama im Mittelmeer

in Themen vom Tage 19.04.2015 13:58
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von Merlini im Beitrag #8
. Die Probleme Afrikas müssen in Afrika gelöst werden.

Der Hesselfuchs


Diese Erkenntnis ist nicht neu.
Man löst diese Probleme aber nicht mit Flugverbotszonen und in dem man ökonomisch gesunde Länder dieses Kontinents in die Steinzeit bombt.
Siehe Libyen.

seaman


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#10

RE: Flüchtlingsdrama im Mittelmeer

in Themen vom Tage 19.04.2015 14:00
von Gelöschtes Mitglied
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Das hatte ich auch nicht gemeint, sondern richtige Hilfe und nicht nur Augenwischerei.

Der Hesselfuchs


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#11

RE: Flüchtlingsdrama im Mittelmeer

in Themen vom Tage 19.04.2015 14:46
von damals wars | 12.113 Beiträge

Mehr als Flugsverbotszonen und EU- Außengrenzen hat aber Europa nichts zu bieten.
Die jeweiligen Regierungen bekommen einen Stempel aufgedrückt: Diktator, Islamist, Rußlandfreundlich
und werden zum "Abschuß" freigegeben.
Keinerlei Rücksichtnahme auf gegewärtige Verhältnisse!
Export der westlichen Demokratie ist angesagt.
Und funktioniert ein um das andere Mal nicht.
Die Bevölkerung möchte dann lieber das Orginal als die dritte Welt Kopie.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#12

RE: Flüchtlingsdrama im Mittelmeer

in Themen vom Tage 19.04.2015 16:59
von StabsfeldKoenig | 2.616 Beiträge

Zitat von Grenzläufer im Beitrag #4
Eine sachliche Darstellung von 2013 über die Ursache der Flüchtlingsdramen vor Europas Küsten



>>>Lampedusa: Wer trägt die Schuld am Flüchtlingsdrama?
(...)

Wenn Europa, einer der dichtest besiedelten Kontinente, die Grenzen völlig öffnet, käme dies einer Aufforderung zur Masseneinwanderung gleich. Doch wohin sollten dann Millionen von Menschen aus Afrika und dem Nahen Osten hin? Vor allem aber werden dadurch die politischen, sozialen und wirtschaftlichen Probleme in den Herkunftsländern nicht gelöst, während wir in Europa vor neue Herausforderungen hinsichtlich der Unterbringung und Versorgung von Millionen Flüchtlingen gestellt werden. Und das in Zeiten, in denen schon für die eigene Bevölkerung kaum mehr Geld in den Sozialhaushalten vorhanden ist, und immer wieder neue Sparmaßnahmen angedacht und umgesetzt werden.

Anstatt über eine Lockerung der Einwanderungs- und Asylpolitik nachzudenken, könnte Europa seine wirtschaftliche und politische Macht dazu nutzen, die Bedingungen in den Hauptflüchtlingsländern zu verbessern. Wie kann es sein, dass diverse afrikanische Länder ihre fruchtbaren Böden an China verpachten müssen um an die notwendigen Devisen zu gelangen, während gleichzeitig Millionen von Menschen im eigenen Land nicht genügend zu essen haben? Warum knüpft Europa die Entwicklungshilfe (welche ohnehin zu gering bemessen ist), sowie den Abschluss von Handelsabkommen nicht an politische und soziale Fortschritte in diesen Ländern? Wir hätten doch so viele Möglichkeiten, um den Menschen dort die Gründe zur Flucht deutlich zu reduzieren.

Die Mitschuld von Politikern und NGOs
Alleine durch die Vorgauklung, dass man es nur erst einmal nach Europa schaffen müsse um eine Aufnahmestelle zu finden, ist schon eine Mittäterschaft am Tod von hunderten Menschen jedes Jahr. Zehntausende Menschen machen sich unter der Erduldung schwerster Strapazen auf einen riskanten Weg in das “gelobte Land” auf der anderen Seite des Mittelmeers. Sie alle werden genährt von der Hoffnung auf ein besseres Leben – eine Hoffnung, die sich nur für die wenigsten dieser Menschen tatsächlich erfüllt. Selbst wenn wir der Forderung der Linkspolitiker und der NGOs nachgehen würden.

Ohne Sprachkenntnisse und ohne Ausbildung würden diese in Europa gestrandeten Menschen lediglich Hilfsarbeiten annehmen können. Jobs, welche jedoch selbst schon für die heute in Europa lebenden Menschen kaum mehr in ausreichender Zahl vorhanden sind. Sollen sie von den Sozialkassen leben, welche zur Sicherung der Zukunft angeblich so dringend auf Zuwanderung angewiesen sind? Ist die Schaffung eines neuen Prekariats wirklich wünschenswert? Oder wäre es nicht doch deutlich sinnvoller, gemeinsam an Lösungsstrategien zur Verbesserung der Lebensumstände in den armen Ländern zu arbeiten?


Wenn die gesamte Europäische Union einen Entwicklungshilfefonds schafft, in den jeder Mitgliedsstaat auch nur 2% des Bruttoinlandsprodukts einzahlt, stünden rund 250 Milliarden Euro zur Verfügung. Bei einer Beteiligung der Vereinigten Staaten und Japans würde dieser Betrag um rund 300 auf ganze 550 Milliarden Euro ansteigen. Mit diesem Geld wären Bildungsprojekte, Krankenhäuser, ein Ausbau der Landwirtschaft, und eine Verbesserung der Wasserversorgung möglich.

Wir lösen keine Probleme, wenn wir die Grenzen einfach öffnen. Das können wir nur dann tun, wenn wir Hilfe zur Selbsthilfe anbieten. Wenn wir die armen Staaten dabei unterstützen, dass sie sich weitestgehend selbst versorgen können. Und wenn es bedeutet, auch mit Diktaturen zusammenzuarbeiten, so sollten wir das tun. Nur so kann sich auch in diesen Ländern etwas ändern, wenn wir den Diktatoren klar machen, dass sie mit der Schaffung eines breiten (relativen) Wohlstands auch in einer Demokratie gut dastehen werden. Vielleicht werden dann solche dramatischen Bilder wie jene der letzten Tage endlich der Vergangenheit angehören. (...) <<<

http://www.neopresse.com/europa/lampedus...echtlingsdrama/



Die meisten Flüchtlinge beherrschen mindestens eine, in Europa gesprochene Sprache, da in Folge der Kolonialzeit die Sprachen der Kolonialmächte dort heute Amtssprachen (bzw. über Stammesgrenzen und damit -sprachen hinaus Verkehrssprachen sind). Bei einem völlig freien Flüchtlingsstrom und gleichen Sozialstandards würden die meisten Flüchtlinge in die ehemaligen Kolonialmächte ziehen.



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#13

RE: Flüchtlingsdrama im Mittelmeer

in Themen vom Tage 19.04.2015 17:13
von 94 | 10.792 Beiträge

Hej! Da muß man ja als rechter Deutscher dem ollen Bismarck heut noch dankbar sein, das der sich sooo vehement gegen Kolonialbesitz gesträubt hat, oder? (Ironie wieder aus)
Was schon etwas nachdenklicher stimmen sollte sind die Zahlen. Auf einen Schlag mehr Menschenleben ausgelöscht wie in 28 Jahren. Auch eine Variante der 'Grenzsicherung', nur wird es wohl wie damals kaum abschreckend wirken?


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


Damals87 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 19.04.2015 17:14 | nach oben springen

#14

RE: Flüchtlingsdrama im Mittelmeer

in Themen vom Tage 19.04.2015 17:54
von Klauspeter | 986 Beiträge

Zitat von Merlini im Beitrag #8
... Die Probleme Afrikas müssen in Afrika gelöst werden. Dafür ist aber eine richtige Hilfe Westeuropas erforderlich und nicht solche halben Sachen wie den Export von überschüssigen Lebensmitteln, die dann noch den afrikanischen Markt zerstören.

Die Länder, die über Jahrhunderte schon von der Ausbeutung Afrikas profitiert haben, müssen von ihrem Reichtum abgeben und dort so investieren das die Einwohner ein lebenswertes Leben führen können. Das ist eine Notwendigkeit, für die wir auch etwas von unserem heutigen Standard abgeben müssen und auch können.

Da kann ich Dir nur zustimmen. Anders wird es nicht gehen und es darf nicht noch länger mit Lösungen gewartet werden.
Wichtig scheint mir dabei:
Die UNO muss eine entsprechende Konzeption zur Hilfe für Selbsthilfe ausarbeiten und die Länder auffordern, dieser Konzeption verbindlich beizutreten.
Keine Exporte von Waffen und Munition in afrikanische Länder.
Keine Destabilisierung der Regierungen in diesen Ländern von außen her. Jedes Volk entscheidet selbst, wer es regiert.

Natürlich können wir auch weiter warten und abwarten, bis uns die Probleme vollständig über den Kopf gewachsen sind.
Klaus


Grenzläufer hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#15

RE: Flüchtlingsdrama im Mittelmeer

in Themen vom Tage 19.04.2015 19:20
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Solange Steuergelder für Bankenrettung eingesetzt werden, ist es schon irre in Afrika so tatenlos zuzusehen. Diese Länder brauchen Hilfe zur Selbsthilfe und keine europäischen Demokratiekonzepte. Vor allen Dingen brauchen sie keine Waffen, aber Geschäftspartner auf Augenhöhe.

Der Hesselfuchs


Ernst49 und Damals87 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 19.04.2015 19:45 | nach oben springen

#16

RE: Flüchtlingsdrama im Mittelmeer

in Themen vom Tage 20.04.2015 14:25
von Harsberg | 3.242 Beiträge

Langfristige Hilfe kann nur sein, die afrikanischen Länder zu stabilisieren. Es ist keinem wirklich damit geholfen, dass die Länder dort irgendwann leer gefegt sind und sich die Menschen mit einer völlig anderen Kultur einfügen müssen bzw. sollten.
Auch gegen die Schmugglerbanden muss viel massiver vorgegangen werden. Das sind die Hauptprobleme.
Das Europa nun die Schuld gegeben wird, kann ich nicht nachvollziehen. Die Schuld liegt bei diesen maroden, instabilen Ländern. Man sollte also Hilfsgelder direkt zur Stabilisierung der Demokratien in Afrika verwenden.

Ich denke, wir sollten die Flüchtlingcamps in den Ländern aufbauen und schützen, aus denen die Flüchtlinge zu uns nach Europa kommen wollen. Denn es kann nur eine vernüftige Hilfe vor Ort geben. Sie erst nach Europa kommen zulassen, sie dann als Flüchtlinge abzulehnen und sie wieder retour schicken, bringt nichts.
Außerdem explodieren die Kosten für diese Maßnahmen schon jetzt und sind nicht mehr lange finanzierbar.


Phantasie ist wichtiger denn Wissen, denn Wissen ist begrenzt!
Ernst49, B208 und Commander haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#17

RE: Flüchtlingsdrama im Mittelmeer

in Themen vom Tage 20.04.2015 14:52
von turtle | 6.961 Beiträge

Vorrangig müssen die Schleußerbanden zerschlagen werden. Die Küsten wie von Libyen müssten notfalls von einer internationalen Truppe (Blauhelme) bewacht werden, da Libyen dazu selber nicht in der Lage ist. In den Herkunftsländern muss mehr Aufklärung betrieben werden welche Gefahren auf sie lauern, und wie ihre Chancen sind in den europäischen Ländern sind.
Nur wirklich politische oder aus Kriegsregionen stammende Flüchtlinge anerkennen. In den Herkunftsländern muss Geld investiert werden um die Lage der Menschen zu verbessern.
Die europäischen Staaten als Sozialamt und Allheilmittel zu sehen, kann bei viel Verständnis für ein besseres Leben nicht das Ziel sein..


Ernst49 und buschgespenst haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 20.04.2015 14:55 | nach oben springen

#18

RE: Flüchtlingsdrama im Mittelmeer

in Themen vom Tage 20.04.2015 15:00
von B208 | 1.323 Beiträge

Würde man über die Meerenge von Gibraltar für die angeblichen Flüchtlinge eine Brücke bauen, mit einer kontrollierten Einreise in die EU , wäre die Folge sicherlich ersteinmal ein riesiger Stau , den man auch aus der ISS sehen könnte . Die Masse müsste wegen fehlender legaler Einreisegründe wieder über die Brücke zurück und würde mit Hilfe von Schleuserbanden wieder den Weg über das Meer suchen .

Für die wirklich leidenden Kriegsopfer in den Kriesengebieten und die Flüchtlingslager in den Nachbarstaaten dieser Länder bleibt wenig Geld und wenig Aufmerksamkeit .
Die Bilder aus diesen Flüchtlingslagern sind erschütternd, diese zigtausend Kinder ohne Perspektive . Die Menschen in kleinen Zelten untergebracht , keine ausreichenden sanitären Einrichtungen , keine ausreichende Versorgung . Bilder von ausgezehrten Gesichtern .

Zeitgleich hier in Deutschland Tumulte und Demonstrationen angeblicher Flüchtlinge , weil die Duschen und Küchen in den Unterkünften nicht stündlich von der Komune gereinigt werden .
Hier in Deutschland meist Gesichter junge Männer unter 35 mit gut genährten Gesichtzügen .

Unterkünfte angeblich unzumutbar .
In Unterkünften kleicher Bauart müssen deutsche Soldaten monatelang leben , da murrt keiner und ! es ist sauber .
Revierreinigen , kennt glaube ich noch fast jeder von uns .

B208


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#19

RE: Flüchtlingsdrama im Mittelmeer

in Themen vom Tage 20.04.2015 15:55
von damals wars | 12.113 Beiträge

Noch einer, der am liebsten hungernde Flüchtlinge sieht.
Aber als Beamter müsste man doch so einen kleinen Einblick in das grundgesetzlich mögliche haben.

Und welche waren die "beliebtesten Reviere" bei der Armee?


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#20

RE: Flüchtlingsdrama im Mittelmeer

in Themen vom Tage 20.04.2015 16:02
von Heckenhaus | 5.110 Beiträge

Danke @damals wars, für diesen sinnfreien Beitrag.
.


.
.
„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
.
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