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#1

Kontrollstreifen an der Grenze

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 31.08.2009 22:38
von manudave (gelöscht)
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Wie wurde der eigentlich gepflügt?
Wer hat das getan (Pioniere etc)?
War der in den verschiedenen Zeiten unterschiedlich breit?
Konnte man da überhaupt großartig Fußabdrücke erkennen - der sieht auf Bildern recht "grob" aus...


zuletzt bearbeitet 31.08.2009 23:03 | nach oben springen

#2

RE: Kontrollstreifen

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 31.08.2009 22:52
von Zermatt | 5.296 Beiträge | 7 Punkte
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Hallo manudave,auf dem Bild ist der Kontrollstreifen schon mehr als eng,2-3m,viel kleiner ging wohl nicht und wie man sieht
ist der Belag grob-in der Regel war der aber breiter 6-8m

Angefügte Bilder:
img017.jpg


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#3

RE: Kontrollstreifen

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 31.08.2009 22:55
von Zermatt | 5.296 Beiträge | 7 Punkte
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Der kommt der Sache schon näher.

Angefügte Bilder:
img007.jpg


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#4

RE: Kontrollstreifen

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 31.08.2009 23:02
von Ari@D187 | 2.050 Beiträge | 16 Punkte
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Im Sommer 1952 wurde nahe der Demarkationslinie ein 10m-Kontrollstreifen angelegt. Nach Bau des zweireihigen Stacheldrahtzaunes Anfang der 1960er Jahre verlor der "K10" seine Funktion.

Dann gab es den K6 direkt feindwärts des Kolonnenweges, welcher Mitte der 1960er Jahre gemeinsam mit dem Kolonnenweg angelegt wurde, wenn ich mich nicht irre.

Gruß
Stefan


Scheint es auch Wahnsinn, so hat es doch Methode...
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#5

RE: Kontrollstreifen

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 31.08.2009 23:05
von Jens | 280 Beiträge
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Hallo Manudave,
unser K1 wurde mit der Technick von der Transportkomp.erledigt. Wir hatten im Außenbezirk von Berlin eigentlich immer so um die 5 Meter.
Spuren die auf den K1 waren, haben wir vermerkt auf der Führungsstelle im Grenzbuch. Sie wurden angelegt wegen Kontrolle der Signalgeräte
die westlich angelt waren bzw. wenn Abt. 2000 mal wieder ein Abschnitt in ihrer Kontrolle hatten.
Die Spuren wurden aber immer abgeharkt, sodaß keine Abdrücke von Schuhen zu sehen waren.
Gruß Jens


zuletzt bearbeitet 31.08.2009 23:07 | nach oben springen

#6

RE: Kontrollstreifen

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 31.08.2009 23:13
von manudave (gelöscht)
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Hat so eine Spur eine intensive Ermittlung ausgelöst oder war das nur eine reine Formalie - eintragen und gut iss...


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#7

RE: Kontrollstreifen

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.09.2009 00:15
von TOMMI | 2.146 Beiträge | 278 Punkte
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Die Erkennbarkeit von Spuren hing immer von der Konsistenz des Bodens ab.
Am besten geeignet war hier Sandboden und Schnee im Winter.
Bei uns war schwerer Lehmboden. Klebrig und klumpig. Da konnten Abdrücke
darin sonst was sein, es mussten nicht immer Fußspuren sein.


EK 88/I
GR4 / 5.GK (Teistungen)


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#8

RE: Kontrollstreifen

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.09.2009 00:48
von Rostocker | 7.839 Beiträge | 80 Punkte
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Also der K6 wurde zu meiner Zeit von den Grenzpionieren bearbeitet,man konnte schon Fußspuren feststellen wenn jemand ihn überquerte.Schwieriger war es im Winter wenn der Boden durch den Frost hart war-


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#9

RE: Kontrollstreifen

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.09.2009 00:50
von DHF_GT (gelöscht)
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"Er" wurde "gewedelt".....


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#10

RE: Kontrollstreifen

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.09.2009 01:05
von Rainman2 | 5.800 Beiträge | 189 Punkte
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Zitat von manudave
Hat so eine Spur eine intensive Ermittlung ausgelöst oder war das nur eine reine Formalie - eintragen und gut iss...



Hallo manudave,

es kommt darauf an, was man unter einen intensiven Ermittlung versteht. Zunächst einmal zum K6 bzw. K2 selbst. Die Streifen wurden mit der Egge permanent auf Vordermann gebracht. Ich weiß nicht mehr die Frequenz, vielleicht weiß da ein anderer Bescheid. Steiniger oder ausgehärter Untergrund führten oft dazu, dass die Arbeit der Egge nicht überall gleich tief ging. Aber nach diesem "Auffrischen" waren zumindest erstmal die alten Spuren weg. Die Spurensicherheit nach Arbeiten, bei denen die Kontrollstreifen überquert werden mussten, wurde mit einer Harke hergestellt. Bei hart gewordenem Boden (Verdichtung durch Regen, Aushärtung durch Sonne, Abtragen der oberen Schichten durch Regen oder Wind) konnte die Spur oft nur mit ein paar Erdkrumen zugedeckt werden. Bei Regen wurden solche Spuren wieder freigespült. Solche Spuren waren mit einer einfachen Sichtung schnell zu erkennen, da die durch den Regen zerlaufenen Erdkrumen in der Spur lagen. Ansonsten gab es noch weitere Anzeichen, die eine Spur als alt erkennen ließen.

Das Entdecken einer Spur löste zunächst den allgemeinen Handlungsalgorithmus für Lagen an der Grenze aus: Alarmierung der Alarmgruppe, Abriegelung auf Höhe des Kolonnenweges, Einsatz einer Kontrollstreife, gegebenenfalls Verstärkung der Abriegelung, Ruf eines erfahrenen Offiziers oder Grenzaufklärers zur Untersuchung der Spur. Nett wurde es, wenn eine Kombination von Spuren auftrat. Wir hatten das einmal: Unter dem Grenzsignalzaun eine Fuchsuntergrabung und dazu eine alte, aber zufällig genau an dieser Stelle befindliche Spur von Arbeiten am Zaun, die beim letzten Regen freigespült worden war. Die Handlungen dazu gingen, obwohl die Spur relativ schnell gegen 17:00 Uhr identifiziert werden konnte, noch die ganze Nacht.

Wurde eine Spur auf dem K2 am Grenzsignalzaun als neu eingestuft, wurden die Handlungen so lange eskaliert, bis ein Grenzdurchbruch mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden konnte. Das konnte bis zur Truppensuche oder dem Einsatz von Diensthunden führen.

ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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#11

RE: Kontrollstreifen

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.09.2009 01:15
von CaptnDelta (gelöscht)
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Wie wurde der Streifen den von Gewaechs freigehalten? Chemisch? Oder wurde so oft geeggt? Oder wurde man ab-und zu zum Unkrautjaeten verdonnert?
-Th


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#12

RE: Kontrollstreifen

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.09.2009 01:25
von Rainman2 | 5.800 Beiträge | 189 Punkte
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Zitat von CaptnDelta
Wie wurde der Streifen den von Gewaechs freigehalten? Chemisch? Oder wurde so oft geeggt? Oder wurde man ab-und zu zum Unkrautjaeten verdonnert?
-Th



Hallo CaptnDelta,

an gemeinsames Unkrautjäten kann ich mich nicht erinnern. Ansonsten muss ich gestehen, dass ich mich mehr um das politische Seelenheil meiner Soldaten gekümmert habe, als um das Niederhalten von Mutter Natur. Vielleicht hat es in meinem Abschnitt auch einfach nur gereicht, dass ich da war. Ich meine, bei mir verdorrt jede Pflanze ...

ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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#13

RE: Kontrollstreifen

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.09.2009 01:26
von DHF_GT (gelöscht)
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Meine Wahrnehmung war, da wuchs nix, in´s Tor rein, nachwedeln, un der K2 war sauber...


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#14

RE: Kontrollstreifen an der Grenze

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.09.2009 08:13
von küche69 | 432 Beiträge | 8 Punkte
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Bei uns hielten auch die Grenzpioniere den KS frei, nur größere Flächen wie Felder oder Waldstreifen wurden von Bauern oder Waldarbeitern freigehalten, natürlich unter Bewachung!



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#15

RE: Kontrollstreifen an der Grenze

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.09.2009 10:01
von sentry | 1.228 Beiträge | 161 Punkte
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In Marienborn gabs eine Sicherstellungskompanie. Die haben die Kontrollstreifen regelmäßig geeggt. Bedwichs war kein Problem - jedenfalls habe ich nie welchen gesehen.


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#16

RE: Kontrollstreifen an der Grenze

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.09.2009 11:03
von Jameson | 759 Beiträge
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Ich denke mal da wurde mit Chemie gearbeitet, von allein bleibt kein Stück frei von Bewuchs. Heute ist ja auch zum größten Teil alles zugewachsen. Mal schauen was der Lapp dazu schreibt.

Ahoi Jameson



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#17

RE: Kontrollstreifen an der Grenze

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.09.2009 11:28
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Ich habe nur in Erinnerung,ich schrieb es schon mal hier.Am Tag an den wir in Nachtdienst gingen,waren vormittags Grenzarbeiten angesagt.Das hieß den Kollonnenweg von Bewuchs frei halten.sowie freundwärts vom Kollonnenweg das Strauchwerk kurz zu halten oder zu entfernen.Grund:Schuß und Sichtfeld zu schaffen.
In wage Erinnerung habe ich,das mal ein ZT auf den K6 fuhr und Flüssigkeit versprüte.Könnte Unkraut-Ex gewesen sein.
Aber genau will ich mich da nicht festlegen,ist schließlich fast 35 Jahre her.


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#18

RE: Kontrollstreifen an der Grenze

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.09.2009 11:50
von TOMMI | 2.146 Beiträge | 278 Punkte
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Soweit ich weiß, wurden die Streifen mit Unkrautex frei von Bewuchs
gehalten. Und zwar in einer solchen Konzentration, dass die Stellen
bis zu 5 Jahre nach Ende der Grenze noch kahl waren. Erst dann setzte
so langsam aber sicher die Erholung ein, zunächst mit eben diesen
Unkräutern und Gräser, später dann auch mit kleinen Bäumchen.
Kann man in verschiedenen Fotos von Spurensuchen hier im Forum sehen.

TOMMI


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#19

RE: Kontrollstreifen an der Grenze

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.09.2009 16:42
von ZA412 | 91 Beiträge | 1 Punkte
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Hallo,
die Kontrollstreifen wurden mit Azaplant Kombi unkrautfrei gehalten. Wirkstoffe waren Simazin und Amitrol. Das Bodenherbizid Azaplant Kombi ist nicht ohne, problematisch im Umweltverhalten und jetzt schon lange verboten. Durchgeführt hat die Behandlung das ACZ (Agrochemisches Zentrum) der LPG der Region. Geeggt wurde durch die Pionierkompanie des Bataillon.


Viele Grüße,
Michael
zuletzt bearbeitet 01.09.2009 16:43 | nach oben springen

#20

RE: Kontrollstreifen an der Grenze

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.09.2009 16:46
von karl143 (gelöscht)
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Da wir schon bei diesem Thema sind, habe ich mal eine Frage zu dem Winterdienst auf Straßen in der DDR. Meinem Kenntnisstand nach wurde doch im Gegensatz zur Bundesrepublik irgendeine Flüssigkeit verwendet, um die Straßen eisfrei zu halten. Damit das Thema auch weiterhin hierher passt, wie wurden die Transitstrecken eisfrei gehalten?


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