#81

RE: Vater, Mutter, Stasi - eine Buchvorstellung

in DDR Staat und Regime 07.03.2015 20:11
von Moskwitschka | 2.529 Beiträge

Deine Wahrnehmung kann ich Dir nicht nehmen @damals wars Ich sehe das differenzierter.

Es ist die Autobiografie einer Frau, die das halbe Leben noch vor sich hat. Sie wollte die Deutungshoheit über ihre Biografie zurück gewinnen. Nicht zuletzt aus Furcht, dass irgend jemand bei dem nächsten öffentlichen Auftritt, ihre Geschichte von 2002 wieder vorholt. Es war eine "Leiche" im Keller, die egal für wen gefundenes Fressen gewesen wäre. Ob nun Medien oder politische Gegner, sei mal dahin gestellt. Welche Quellen dabei angezapft worden wären, kann keiner sagen. Also ist sie in die Offensive gegangen. Nicht zuletzt auch, um die Schatten des MfS los zu werden. Damit müssen nun die fertig werden, die damals ihre "väterlichen Freunde" waren. Denn die gibt es auch noch. Der eine gerade mal 7 Jahre älter als sie. Und nicht zuletzt ihre Mutter, die damals die Qual ihrer Tochter, nicht zu bemerken schien oder sehen wollte. Und soweit ich das im Buch verstanden habe, ihre Tochter selbst als IM-Kandidatin vorgeschlagen hat.

Im Grunde ist Frau Marquardt für alle angreifbar. Die ehemaligen Betonköpfe, die ihr Verrat vorwerfen könnten. Die heiligen Familien, die nicht verstehen könnten, dass man seine Familie an den Pranger stellt. Die pauschalen "DDR - Verurteiler" , die neue Nahrung bekommen könnten.

Und wenn es noch so weh tut, bleibt uns nichts weiter übrig den Tatsachen ins Auge zu schauen - den von ihr über Jahre zusammengesetzten Puzzlestücken aus verfügbaren Akten und eigener Erinnerung. Das war unendlich schmerzvoller, als für uns ehemaligen DDR - Bürger. Denn die wenigsten haben so etwas erlebt. Zumal man manchmal den Eindruck bekommen kann, dass jeder die DDR sowieso anders erlebt hat. Das macht es hier im Forum zusätzlich schwieriger, darüber zu diskutieren. Und nicht nur bei diesem Thema.

Zum Schluß noch eins. Wenn ich mir die heutigen Presseberichte über das Buch anschaue, dann kann ich Deine Wahrnehmung nicht bestätigen. Grundtenor ist eine Aussage von Roland Jahn:

Jahn: Jugendliche Stasi-Spitzel tragen Mitschuld

Auch jugendliche Stasi-Spitzel tragen aus Sicht des Chefs der Stasi-Unterlagenbehörde, Roland Jahn, Verantwortung für ihr Tun.


http://www.mz-web.de/mitteldeutschland/j...w,asTicker.html

Bei dieser Härte, musste ich widerum schlucken.

LG von der Moskwitschka


„Nichts ist schwieriger und nichts erfordert mehr Charakter, als sich im offenen Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein!“

Kurt Tucholsky

zuletzt bearbeitet 07.03.2015 20:12 | nach oben springen

#82

RE: Vater, Mutter, Stasi - eine Buchvorstellung

in DDR Staat und Regime 07.03.2015 20:16
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von Moskwitschka im Beitrag #81


Bei dieser Härte, musste ich widerum schlucken.

LG von der Moskwitschka




Verschluck Dich nicht....

seaman


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#83

RE: Vater, Mutter, Stasi - eine Buchvorstellung

in DDR Staat und Regime 07.03.2015 20:17
von Moskwitschka | 2.529 Beiträge

Bei Dir bestimmt nicht @seaman ;-)

LG von der Moskwitschka


„Nichts ist schwieriger und nichts erfordert mehr Charakter, als sich im offenen Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein!“

Kurt Tucholsky

zuletzt bearbeitet 07.03.2015 20:20 | nach oben springen

#84

RE: Vater, Mutter, Stasi - eine Buchvorstellung

in DDR Staat und Regime 07.03.2015 22:22
von Signalobermaat | 357 Beiträge

Ich glaube hier fallen zwei Themen zusamen, Vater Mutter Stasi und Anwerbung jugendlicher IM
Nachdem ich die Berichte beider Themen gelesen habe, komme ich zu der Ansicht, daß Gert alles beherrscht, obwohl er nie beim MfS war, nie IM war und sich auch nicht bei der Stasi in Haft befand.Er weiß zumindestens alles besser, als die, die selbst viele Jahre dort ihren Dienst taten.Vielleicht läßt du mal einen gucken, woher deine fundierten Kenntnisse stammen.Meine persönliche Meinung dazu,diese Platte, die du hier ständig abspielst, höre ich seit 25 Jahren über alle Medien, von Gauck bis Jahn.immer wieder in neuen Fassetten,ohne bzw. mit nur geringen Beweisen und wie schon angeführt, immer wieder mit Halbwahrheiten verbunden.Ich kann von mir behaupten, daß ich mein Wissen 1. aus meiner eigenen Arbeit in unterschiedlichen Aufgabenbereichen und Leitungsebenen und 2.aus Quellen habe, die in ihren Dokumentationen eigentlich der Wahrheit verpflichtet sind, also keine aufgemachten Medienberichte bzw.andere Berichterstattungen, die nicht überprüfbar sind.Aber da ist auch schon Vorsicht geboten.Nun zu Herrn Jahn, du schreibst, wir haben ihn gejagt,verhaftet, schikaniert. deportiert.Hast du den Operativvorgang gelesen, oder hast du dein Wissen aus Berichten von Herrn Jahn, bzw. den Medien .Glaubhaft oder nicht.Du wirst es nie überprüfen können,nimmst es aber als Wahrheit an.Als ob unsere Medien die Wahrheit gepachtet hätten.Hätte er das Gleiche in der BRD, also gegen die BRD getan,lies dir die §§ 84ff durch, da weist du was ihm passiert wäre.Lies mal seriöse Veröffentlichungen über das MfS, gibt es sogar von BRD Journalisten.Wenn man vom MfS spricht, scheint es nur den Bereich Linie XX gegeben zu haben.Wir hatten über 30 Bereiche, schon mal was von der I,II, III, VI,VII,VIII,X, XI,XV,XVIII,XXI,XXII usw.gehört,von der HA_A_ ganz zu schweigen.Da hüllen sich alle von Gauck, über Birthler bis Jahn in Schweigen, bzw. lassen mal ein kleinwenig gucken, wenn es in ihre Richtung paßt.Ich weiß auch nicht woher du deine Erkenntnisse über Akten voller Missetaten und Lügenproduktionen hast.Also wenn du deine Akte kennst, sie auswertest und sagst das war so und das stimmt nicht o.k. glaube ich es , aber du gibst hier wieder einmal unbestätigte allgemeine Info wieder. Also wie lief das in der Praxis ab.Ein IM Bericht mit op. int. Inhalt wurde bekannt.1.Maßnahme, Überprüfung des Sachverhaltes auf Objektivität durch unabhängige Quellen und wenn es sehr brisant war, unter Einbeziehung op. techn. Maßnahmen.Das waren Voraussetzungen, ehe überhaupt an strafprozessuale Maßnahmen zu denken war.Also die Handlungen mußten schon wasserdicht sein, dann wurden sie von der zuständigen Untersuchungsabteilung noch einmal auf strafrechtliche Relevanz geprüft und gegebenfalls noch einmal zur weiteren Erarbeitung obj. und subj. Beweise zurückgegeben.Gleiches Verfahren war zwischen Kripo und Staatsanwalt.Informationen ohne op. Wert, ob Lügen oder Nichtlügen wurde entweder abgeheftet ohne Bedeutung in der jerweiligen Arbeitsakte des IM. Da wurde aber keine op. Akte angelegt.Es gab eine Richtlinie 1/76 über die Vorgangsarbeit, die war hart.Das Kriterium war der Verdacht strafbarer Handlungen. und da ging es um die Erarbeitung von Beweisen und nicht von Müll.Natürlich war nicht alles was erarbeitet wurde im Moment op. verwertbar, da gab es viele Personeneinschätzungen für unterschiedliche Aufgaben, z.B. Bestätigung für sicherheitsrelevante Aufgaben wie Geheimnisträger u. hier ging es um Merkmale wie Geltungsbedürftigkeit, Schwatzhaftigkeit,Anfälligkeit für Frauen usw.,oder NSW Kader, da ging es um politische Zuverlässigkeit wegen Anwerbungen von imp. GD oder möglicher Nichtrückkehr. Da gab es viele Anfragen unterschiedlicher gesellsch. Bereiche, die abgearbeitet werden mußten.
Ist heut nicht anders.Frag mal beim STaatsschutz nach.Das Schlimme ist nur,daß sich meistens Personen äußern, die keine sach und fachbezogene Ahnung haben.Wer hat das MfS aufgelöst,Pfarrer,Wehrdienstverweigerer,usw.Die vielen aus allen Wolken, als sie plötzlich hinter die Kulissen eines GD sehen durften, aber das das weltweit normale Arbeit ist,kam ihnen nicht in den Sinn.Nun zu der " Deportation von Jahn.Wenn ihm alles in der DDR nicht gefällt, hätte er doch einen Ausreiseantrag stellen können, nein er wollte hierbleiben und gegen die DDR tätig werden.Nun komme mir nicht, es gab keine Ausreise.Für normale Bürger sehr schwierig.Bei einem Jahn hätte jeder noch eine Überstunde gemacht, nur damit er weg war.Bei manchen hat es nur Stunden gedauert, wenn es im staatlichen Interesse lag.Auch hier weiß ich wovon ich rede.In der DDR war er ein Märtyrer, im Westen Nummer Null würde ich meinen.
Nun auch ich habe eine Veröffentlichung von Herrn Jahn gelesen, dort prangert er das MfS an, Kinder und Jugendliche für das System mißbraucht zu haben.Hört sich richtig reißerisch gut an.Inoffizielle Arbeit mit Kindern war prinzipiell verboten,wäre objektiv auch gar nicht gegangen.Kinder unterliegen nicht dem Strafrecht, was solls. Schon mal gelogen Herr Jahn. Wie heißt es doch so schön, wer einmal lügt..... Wenn Mielke in seinem Bericht über die Arbeit mit Jugendlichen spricht, muß man wissen, das damit der Bereich bis 25 Jahre gemeint war .Die Weisung kam zustande, nachdem sich im Jungerwachsenen Alter verstärkt eine westliche Dekadenz, verbunden mit Vorkommnissen im Zusammenhang mit Veranstaltungen häuften Es waren in erster Linie Jungerwachsene, die sich verstärkt westlichen Themen und Verhaltensweisen bedienten.Jugendliche unter 18 waren da in der Minderheit,die hatten alle noch mit Schule und Ausbildung zu tun ,das war kein Schwerpunkt. Kriminell sind einige zwischen 14-18 geworden, aber nichts für die Arbeit des MfS.,da kümmerte sich die K und Jugendhilfe u. Schule darum. Anwerbungen unter 18 Jahre kenne ich aus meiner langjährigen Tätigkeit nicht, ich weiß nur, daß in begründeten Ausnahmen eine Kontakttätigkeit über 16 möglich war in einer sogenannten Vorlaufphase und die von der Leitung der übergeordneten Dienststelle genehmigt werden mußte.Das war so kompliziert,und ich könnte mir vorstellen,daß es ganz wenige Einzelfälle waren.
Das brachte viele rechtliche Probleme mit sich,die sich keiner auf den Rücken binden wollte.Jede Geschichte in dieser Richtung beruhte prinzipiell auf Freiwilligkeit.Nun kann ja jeder davon halten was er will,Verurteilt nicht nur das MfS, sondern alle GD es arbeiten alle nach dem gleichen Strickmuster, ist nur komisch, daß immer nur das MfS angeprangert wird. Andere GD haben wesentlich schlimmere Dinge getan,die haben ganze Regierungen gestürzt,eine regelrechte Blutspur hinterlassen, da verliert keiner ein Wort darüber.Warum denn immer nur die eine Richtung, wenn es um allgemeinverbindliche Arbeistweisen geht.>Nun zur Frau Marquardt hat jemand die Verpflichtung und das Datum gesehen? Für mich ist und bleibt die Geschichte nach 25 Jahren und der Odyssee von der progressiven DDR Frau über PDS zur SPD und der Landung bei R. Jahn sehr dubios. Hört sich an, wie der Nachwendeweg von Schaboski.Früher hätte ich angewiesen,das alles müßte mal genau überprüft werden.Ich hoffe, daß ich damit auch einige Fragen von Barbara und Dandelion beantwortet habe.



Ebro, Uleu und passport haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#85

RE: Vater, Mutter, Stasi - eine Buchvorstellung

in DDR Staat und Regime 07.03.2015 23:29
von passport | 2.634 Beiträge

Hallo @Signalobermaat


Danke für den interessanten Ansichten zum Thema. Denke, du wirst noch viele gute Beiträge zum Thema MfS schreiben.

Den Gert wirst du aber nicht von seiner Meinung abbringen. Der ist Beratungsresistent.

User Gert hat bestimmt in einen Zimmer so eine Art tibetanische Gebetsmühlen stehen.





Dort stehen bestimmt komplett die Sprüche von Knabe, Gauck, Birthler, Jahn und anderer "Freiheitshelden" darauf.

Und wen die Kenntnisse fehlen muss man nur an den Mühlen drehen. Denn dort sind alle "Weisheiten" über die DDR - SED - MfS eingraviert.




passport


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#86

RE: Vater, Mutter, Stasi - eine Buchvorstellung

in DDR Staat und Regime 08.03.2015 00:26
von Moskwitschka | 2.529 Beiträge

Zitat von Signalobermaat im Beitrag #84
Nun zur Frau Marquardt hat jemand die Verpflichtung und das Datum gesehen? Für mich ist und bleibt die Geschichte nach 25 Jahren und der Odyssee von der progressiven DDR Frau über PDS zur SPD und der Landung bei R. Jahn sehr dubios. Hört sich an, wie der Nachwendeweg von Schaboski.Früher hätte ich angewiesen,das alles müßte mal genau überprüft werden.Ich hoffe, daß ich damit auch einige Fragen von Barbara und Dandelion beantwortet habe.


Das Überprüfen musst Du schon alleine machen. ;-) Zwar habe ich nicht die Verpflichtungserklärung im Original gesehen, aber als Abbildung im #1 erwähnten Buch auf Seite 16, datiert am 3.4.1987. Zum Zeitpunkt der von Frau Marquardt handschriftlich erstellten Verpflichtung war sie demnach 15 Jahre jung.

Über das dubios musste ich schmunzeln. Deutet das etwa an, dass hinter allem eine große Verschwörungstheorie steckt? Fehlt nur noch, dass die BStU eine große Fälscherwerkstatt ist. :-)

Bei dem Vergleich von Frau Marquardt mit Schabowski habe ich nur den Kopf geschüttelt. Sie hat jedenfalls ihre Ideale aus der Wendezeit nicht über Bord geworfen - den Traum von einer solidarischen Gesellschaft. Dafür geht sie an Grenzen. Unter anderem in ihrem #r2g - Projekt, wo sie nicht in Partei - und Parlamentsstrukturen denkt. Genauso hat sie nicht die Orientierung verloren, was Fremdenfeindlichkeit und Rassismus betrifft.

Und was andere Geheimdienste betrifft, so gibt es hier im Forum unzählige threads, die sich auch damit auseinander setzen. Solche Vergleiche lenken auch immer schnell vom Thema ab. Aber wahrscheinlich ist das auch so gewollt. ;-)

LG von der Moskwitschka


„Nichts ist schwieriger und nichts erfordert mehr Charakter, als sich im offenen Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein!“

Kurt Tucholsky

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#87

RE: Vater, Mutter, Stasi - eine Buchvorstellung

in DDR Staat und Regime 08.03.2015 00:38
von StabsfeldKoenig | 2.644 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #38
Zitat von Signalobermaat im Beitrag #37
>Linamax,Es muß ja nicht alles gelogen sein, aber wenn der Jahn und Co dabei ist muß man schon mit in Szene gesetzten Halbwahrheiten und Lügen rechnen,

Zitat

Hört und schaut Euch doch den Mann und seine Kommentare an. Objektivität sieht anders aus.In dieser Position kann er doch gar nicht anders.Ein bißchen Wahrheit muß schon dabei sein, denn das eine oder andere könnte man ja überprüfen,

Zitat



@Signalobermaat , also jetzt hast du dir aber ein Eigentor geschossen. Es ist eine Tatsache , dass ihr vom MfS Roland Jahn gejagt, verhaftet, schikaniert, mundtot gemacht habt und ihn am Schluss gegen seinen Willen aus seiner Heimat herausgeschmissen habt, zwangsweise deportiert. Nun verwaltet er eure ehemaligen Akten, in denen all eure Missetaten mit deutscher Gründlichkeit dokumentiert wurden, also der Nachwelt erhalten bleiben.
Wenn nun aus diesen Akten zitiert wird, bezeichnest du das als Lüge ? Verstehe ich das so richtig ? Wenn das so stimmt, seid ihr Jahrzehnte nicht nur für die Überwachung, Drangsalierung der eigenen Bürger bezahlt worden sondern habt auch noch Berge von Müllakten, die voller Lügen sind, produziert. Das ist ja der Treppenwitz der Ex DDR-




Wer kann was zu den militanten Absichten eines Teils der "Jenaer Opposition" sagen? Die Aussage von R.J. in seinem Buch, warum er den Wehrdienst absolvierte (und nicht versuchte zu verweigern) kann man zwischen den Zeilen als Absicht, sich vom Staat für Dinge ausbilden zu lassen, die sich gegen den Staat richten sollten, verstehen. Auch über einen, der in der Haft mutmaßlich selbst umbrachte, gibt es entsprechende Gerüchte. Nicht zu vergessen, die NSU hatte ihre Wurzeln in Jena.



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#88

RE: Vater, Mutter, Stasi - eine Buchvorstellung

in DDR Staat und Regime 08.03.2015 00:53
von icke46 | 2.593 Beiträge

Was mich etwas irritiert - und auch nicht direkt was mit dem Buch zu tun hat:

Angela Marquardt ist also 2002 aus der seinerzeitigen PDS ausgetreten - soweit, so gut. Argumentation: alles Alt-SED-Kader, da kann man nicht gegen anstinken (salopp gesagt)

In diesem Jahr (2015) ist der Landesvorsitzende der Linkspartei in Niedersachsen aus der Partei ausgetreten - weil sie sich(verkürzt dargestellt) zu sehr den "Alt"-Parteien angepasst hat?

Also wie nun - isses nun eine Partei "alten Typus" - um mal ne Worthülse von anne Dunnenmals zu gebrauchenn - oderist es nun eine mit widerstreitenden Meinungen? Ich meine ja, die Alt-Kader sind mittlerweile auch 25 älter geworden - also, so ganz taufrisch sind die auch nicht mehr.

Gruss

icke



zuletzt bearbeitet 08.03.2015 00:54 | nach oben springen

#89

RE: Vater, Mutter, Stasi - eine Buchvorstellung

in DDR Staat und Regime 08.03.2015 03:01
von andyman | 1.875 Beiträge

Die politische Diskussion gehört nicht hierher auch wenn die A.M.ein durchweg politischer Mensch ist,hier geht es um ihr Buch"Vater ,Mutter ,Stasi"alles andere lenkt nur vom Thema ab.
Selbsverständlich steht es jedem frei einen politischen Diskussionsthread zu eröffnen.
Lgandyman


Gruß aus Südschweden
Was nützt alles Hasten und Jagen,auch du bist nur ein Tropfen im Meer der Unendlichkeit. Confuzius
zuletzt bearbeitet 08.03.2015 03:04 | nach oben springen

#90

RE: Vater, Mutter, Stasi - eine Buchvorstellung

in DDR Staat und Regime 08.03.2015 07:36
von damals wars | 12.171 Beiträge

Zitat von Moskwitschka im Beitrag #81
Deine Wahrnehmung kann ich Dir nicht nehmen @damals wars Ich sehe das differenzierter.

Es ist die Autobiografie einer Frau, die das halbe Leben noch vor sich hat. Sie wollte die Deutungshoheit über ihre Biografie zurück gewinnen.

LG von der Moskwitschka




Sie hatte nun wirklich jahrelange Medienpräsenz, und kennt die Mindestanforderungen.
Schreckliche Kindheit, plötzlicher Bewußtseinsschub und Halleluja!

Wenn sie die Deutungshoheit über ihre Biografie zurück gewinnen will, ist Roland Jahn sicher der ideale Beisitzer.
(Achtung Sarkasmus!)


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
Uleu hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 08.03.2015 07:36 | nach oben springen

#91

RE: Vater, Mutter, Stasi - eine Buchvorstellung

in DDR Staat und Regime 08.03.2015 07:47
von Uleu | 528 Beiträge

Sie will die Bedeutungshoheit zurückgewinnen.


" Die geheime Aufklärung ist ein Dienst, der nur Herren vorbehalten ist " ( Oberst Nicolai, Leiter der dt. Militäraufklärung im 1. WK )
damals wars hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#92

RE: Vater, Mutter, Stasi - eine Buchvorstellung

in DDR Staat und Regime 08.03.2015 08:48
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von Moskwitschka im Beitrag #86
Zitat von Signalobermaat im Beitrag #84
Nun zur Frau Marquardt hat jemand die Verpflichtung und das Datum gesehen? Für mich ist und bleibt die Geschichte nach 25 Jahren und der Odyssee von der progressiven DDR Frau über PDS zur SPD und der Landung bei R. Jahn sehr dubios. Hört sich an, wie der Nachwendeweg von Schaboski.Früher hätte ich angewiesen,das alles müßte mal genau überprüft werden.Ich hoffe, daß ich damit auch einige Fragen von Barbara und Dandelion beantwortet habe.


Das Überprüfen musst Du schon alleine machen. ;-) Zwar habe ich nicht die Verpflichtungserklärung im Original gesehen, aber als Abbildung im #1 erwähnten Buch auf Seite 16, datiert am 3.4.1987. Zum Zeitpunkt der von Frau Marquardt handschriftlich erstellten Verpflichtung war sie demnach 15 Jahre jung.

Über das dubios musste ich schmunzeln. Deutet das etwa an, dass hinter allem eine große Verschwörungstheorie steckt? Fehlt nur noch, dass die BStU eine große Fälscherwerkstatt ist. :-)

Bei dem Vergleich von Frau Marquardt mit Schabowski habe ich nur den Kopf geschüttelt. Sie hat jedenfalls ihre Ideale aus der Wendezeit nicht über Bord geworfen - den Traum von einer solidarischen Gesellschaft. Dafür geht sie an Grenzen. Unter anderem in ihrem #r2g - Projekt, wo sie nicht in Partei - und Parlamentsstrukturen denkt. Genauso hat sie nicht die Orientierung verloren, was Fremdenfeindlichkeit und Rassismus betrifft.

Und was andere Geheimdienste betrifft, so gibt es hier im Forum unzählige threads, die sich auch damit auseinander setzen. Solche Vergleiche lenken auch immer schnell vom Thema ab. Aber wahrscheinlich ist das auch so gewollt. ;-)

LG von der Moskwitschka






Hallo,

einiges ist schon seltsam. mal liest man, Frau M. hat eine entsprechende Erklärung geschrieben, dann unterschreiben. Was denn nun ? Aber egal. In der Akte steht doch auch, warum Frau M. als IM verpflichtet wurde und wie viele Treffen es nach der Verpflichtung mit dem Führungsoffizier gab.


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#93

RE: Vater, Mutter, Stasi - eine Buchvorstellung

in DDR Staat und Regime 08.03.2015 09:45
von Moskwitschka | 2.529 Beiträge

@Alfred Manchmal lohnt es sich seinen Blickwinkel zu erweitern ;-) Ein Verpflichtungserklärung war in der Regel ein vom erfolgreich geworbenen IM handschriftliches Dokument und kein Formular. Und natürlich musste sie dann auch unterschreiben werden, Was ist daran unverständlich. ;-)

Im übrigen hätte Frau Marquardt mit 18 Jahren diese Erklärung noch einmal wiederholen müssen. ;-) Warum wohl? So korrekt war man anscheinend damlas um "Rechtssicherheit" herzustellen. ;-) Bei Frau Marquardt kam die Wende dazwischen.

Hier mal ein Spiegelartikel von Anfang 1990, wo vom Leiter der Kreisdienststelle Greifswald beschrieben wird, welche Aufgaben damals zu bewältigen waren ;-) Ein Gespräch in dieser Offenheit ist selten zu finden ist http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13497990.html

Was Frau Marquardt betrifft, umfasst ihre Akte 100 Seiten. Unter anderem mit einem Entwicklungsplan der bis ins Jahr 1995 reichte. 2002 fanden nur 5 Seiten dieser Akte in die Öffentlichkeit. Nicht zuletzt weil der Rest unter den Schutz von Minderjährigen fiel.

Lies das Buch. Denn nur so kannst Du die Details finden, die Dir stinken. Nur vergeß dabei nicht, so unterschiedlich die Menschen sind, so speziell waren vielleicht auch ihre Akten. Zumal Frau Marquardt auch auf Widersprüche gestoßen ist. Die können jedoch nur die aufklären, die ihre Akte damals geführt bzw. gespeist haben.

LG von der Moskwitschka


„Nichts ist schwieriger und nichts erfordert mehr Charakter, als sich im offenen Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein!“

Kurt Tucholsky

zuletzt bearbeitet 08.03.2015 09:50 | nach oben springen

#94

RE: Vater, Mutter, Stasi - eine Buchvorstellung

in DDR Staat und Regime 08.03.2015 09:55
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von Moskwitschka im Beitrag #93
@Alfred Manchmal lohnt es sich seinen Blickwinkel zu erweitern ;-) Ein Verpflichtungserklärung war in der Regel ein vom erfolgreich geworbenen IM handschriftliches Dokument und kein Formular. Und natürlich musste sie dann auch unterschreiben werden, Was ist daran unverständlich. ;-)

Im übrigen hätte Frau Marquardt mit 18 Jahren diese Erklärung noch einmal wiederholen müssen. ;-) Warum wohl? So korrekt war man anscheinend damlas um "Rechtssicherheit" herzustellen. ;-) Bei Frau Marquardt kam die Wende dazwischen.

Hier mal ein Spiegelartikel von Anfang 1990, wo vom Leiter der Kreisdienststelle Greifswald beschrieben wird, welche Aufgaben damals zu bewältigen waren ;-) Ein Gespräch in dieser Offenheit ist selten zu finden ist http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13497990.html

Was Frau Marquardt betrifft, umfasst ihre Akte 100 Seiten. Unter anderem mit einem Entwicklungsplan der bis ins Jahr 1995 reichte. 2002 fanden nur 5 Seiten dieser Akte in die Öffentlichkeit. Nicht zuletzt weil der Rest unter den Schutz von Minderjährigen fiel.

Lies das Buch. Denn nur so kannst Du die Details finden, die Dir stinken. Nur vergeß dabei nicht, so unterschiedlich die Menschen sind, so speziell waren vielleicht auch ihre Akten. Zumal Frau Marquardt auch auf Widersprüche gestoßen ist. Die können jedoch nur die aufklären, die ihre Akte damals geführt haben.

LG von der Moskwitschka



Hallo,

ich kenne schon die "Dokumente". Mir ist auch bekannt, dass die IM die Verpflichtung in der Regel von Hand geschrieben haben und ihren Decknamen wählten / und unterzeichneten. Nur gibt es zu Frau M. verschiedene Informationen. Darauf wird man doch noch hinweisen dürfen, oder ?

Es gab aber auch IM die schrieben keine Verpflichtung, da gab es eine Verpflichtung "per Handschlag" , dies mal zu deiner Information.

Und so speziell waren die Akten nun auch nicht. Auch hier gab es Regeln, wie diese zu führen sind.

Und Du kannst zig mal auf diese Buch verweisen, ich werde es mir nicht kaufen.

Frau M. fiel nach 1990 doch hauptsächlich durch ihr Äußeres auf. Sie war - nicht falsch verstehen - ,der Paradiesvogel der Partei.


zuletzt bearbeitet 08.03.2015 11:09 | nach oben springen

#95

RE: Vater, Mutter, Stasi - eine Buchvorstellung

in DDR Staat und Regime 08.03.2015 09:56
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von passport im Beitrag #85
Hallo @Signalobermaat


Danke für den interessanten Ansichten zum Thema. Denke, du wirst noch viele gute Beiträge zum Thema MfS schreiben.

Den Gert wirst du aber nicht von seiner Meinung abbringen. Der ist Beratungsresistent.

User Gert hat bestimmt in einen Zimmer so eine Art tibetanische Gebetsmühlen stehen.





Dort stehen bestimmt komplett die Sprüche von Knabe, Gauck, Birthler, Jahn und anderer "Freiheitshelden" darauf.

Und wen die Kenntnisse fehlen muss man nur an den Mühlen drehen. Denn dort sind alle "Weisheiten" über die DDR - SED - MfS eingraviert.




passport




aha, unser großer Welterklärer ist wieder mal aktiv


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#96

RE: Vater, Mutter, Stasi - eine Buchvorstellung

in DDR Staat und Regime 08.03.2015 10:21
von passport | 2.634 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #95
Zitat von passport im Beitrag #85
Hallo @Signalobermaat


Danke für den interessanten Ansichten zum Thema. Denke, du wirst noch viele gute Beiträge zum Thema MfS schreiben.

Den Gert wirst du aber nicht von seiner Meinung abbringen. Der ist Beratungsresistent.

User Gert hat bestimmt in einen Zimmer so eine Art tibetanische Gebetsmühlen stehen.





Dort stehen bestimmt komplett die Sprüche von Knabe, Gauck, Birthler, Jahn und anderer "Freiheitshelden" darauf.

Und wen die Kenntnisse fehlen muss man nur an den Mühlen drehen. Denn dort sind alle "Weisheiten" über die DDR - SED - MfS eingraviert.




passport




aha, unser großer Welterklärer ist wieder mal aktiv



@Gert , ich bestimmt nicht. Du fühlst dich doch dazu berufen.


passport


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#97

RE: Vater, Mutter, Stasi - eine Buchvorstellung

in DDR Staat und Regime 08.03.2015 10:22
von Rostocker | 7.721 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #95
Zitat von passport im Beitrag #85
Hallo @Signalobermaat


Danke für den interessanten Ansichten zum Thema. Denke, du wirst noch viele gute Beiträge zum Thema MfS schreiben.

Den Gert wirst du aber nicht von seiner Meinung abbringen. Der ist Beratungsresistent.

User Gert hat bestimmt in einen Zimmer so eine Art tibetanische Gebetsmühlen stehen.





Dort stehen bestimmt komplett die Sprüche von Knabe, Gauck, Birthler, Jahn und anderer "Freiheitshelden" darauf.

Und wen die Kenntnisse fehlen muss man nur an den Mühlen drehen. Denn dort sind alle "Weisheiten" über die DDR - SED - MfS eingraviert.




passport




aha, unser großer Welterklärer ist wieder mal aktiv



Und ich dachte---Du machst den Wanderprediger ironie


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#98

RE: Vater, Mutter, Stasi - eine Buchvorstellung

in DDR Staat und Regime 08.03.2015 10:27
von passport | 2.634 Beiträge

Zitat von Rostocker im Beitrag #97
Zitat von Gert im Beitrag #95
Zitat von passport im Beitrag #85
Hallo @Signalobermaat


Danke für den interessanten Ansichten zum Thema. Denke, du wirst noch viele gute Beiträge zum Thema MfS schreiben.

Den Gert wirst du aber nicht von seiner Meinung abbringen. Der ist Beratungsresistent.

User Gert hat bestimmt in einen Zimmer so eine Art tibetanische Gebetsmühlen stehen.





Dort stehen bestimmt komplett die Sprüche von Knabe, Gauck, Birthler, Jahn und anderer "Freiheitshelden" darauf.

Und wen die Kenntnisse fehlen muss man nur an den Mühlen drehen. Denn dort sind alle "Weisheiten" über die DDR - SED - MfS eingraviert.




passport




aha, unser großer Welterklärer ist wieder mal aktiv



Und ich dachte---Du machst den Wanderprediger ironie




Für Reisen, Urlaub etc. gibt es auch eine tragbare Ausführung






passport


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#99

RE: Vater, Mutter, Stasi - eine Buchvorstellung

in DDR Staat und Regime 08.03.2015 11:31
von Heckenhaus | 5.141 Beiträge

Zitat von Moskwitschka im Beitrag #81

Zumal man manchmal den Eindruck bekommen kann, dass jeder die DDR sowieso anders erlebt hat. Das
macht es hier im Forum zusätzlich schwieriger, darüber zu diskutieren. Und nicht nur bei diesem Thema.


Ja was glaubst du denn ? Es gibt tausende Sichtweisen und Erfahrungen, daher wundere ich mich immer wieder,
wie hier und da versucht wird, eine Einheitsmeinung oder nur eine einzige Geschichte zur DDR als die Wahrheit
darstellen zu wollen.
Es gab zwar eine Einheitspartei, aber nie eine Einheitsmeinung.

Deshalb verstene ich deine Worte überhaupt nicht.
War das bisher deine Überzeugung, daß es nur dieses eine Erleben dieses Staates DDR gab ?
Etwas wenig !

Frau M. ist eine von 17 Millionen, nicht mehr und nicht weniger. Warum sollte jetzt gerade sie besondere Aufmerksamkeit
erlangen ?
Auf Grund ihres Buches ?
Dann müßte es ebenso tausende Schicksalsberichte geben.
.


.
.
„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
.
Uleu hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#100

RE: Vater, Mutter, Stasi - eine Buchvorstellung

in DDR Staat und Regime 08.03.2015 11:40
von Moskwitschka | 2.529 Beiträge

OT

Zitat von Heckenhaus im Beitrag #99
Deshalb verstene ich deine Worte überhaupt nicht.


Zum Verständnis. Manchen fällt diese Vielschichtigkeit und die Erfahrungen anderer schwer zu ertragen. ;-) Und rufen sofort "Lüge".

Dies ist eine allgemeine Aussage nach den Erfahrungen der letzten 4 Jahre hier im Forum und bezieht sich nicht auf diesen thread.

LG von der Moskwitschka


„Nichts ist schwieriger und nichts erfordert mehr Charakter, als sich im offenen Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein!“

Kurt Tucholsky

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